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Line Storch-Katastrophe inGicht?

Von Or. Karl Rudolf Fischer-Gießen.

Wenn nicht alle Zeichen trügen, gehen unsere diesjährigen Storchenjungen einem wenig benei­denswerten Schicksal entgegen. Aus einer Reihe von Orten kommt die Kunde, daß

die allen Störche ihre Jungen kurzerhand ohne ersichtlichen Grund aus dem Rest geworfen haben, aus anderen Gegenden erhalten wir wiederum die Rachrichl, daß die alten Tiere einfach abgewandert feien und ihre Jungen ohne weitere Sorge im Rest zurückgelassen hätten.

Und in der Tat mehren sich die Notizen in allen möglichen Tageszeitungen, die darüber berichten, daß seit der Dormitte des Monats Juli allüberall ziehende Störche gesichtet worden seien. Im Lahn­tal sollen sogar Störchenflüge von über fünfzig Tieren tagelang anzutreffen gewesen sein.

Man wird nicht fehlgehen in der Annahme, daß es sich bei diesen so früh zur Beobachtung gelangten Storchenzügen mehr oder weniger um Einzel­gänger gehandelt hat, um ausgesprochene Jung­gesellen, die das Jahr über nicht brutständig waren, sich eher freimachen konnten und so früher als es den Gepflogenheiten des Storchengefchlechtes ent­spricht, auf die Reise gegangen sind. Bekanntlich pflegt der Storch erst in der ersten Hälfte des Sep­tember wirklich zuziehen", die Zeit zuvor treibt er sich in Scharen mit seinesgleichen auf den im Volk bekannten Storchentummelplätzen herum. Jede richtige Storchengegend hat ihren Paradeplatz für Störche bei uns in Oberhessen sind es zum Bei­spiel der Heßler bei Gießen, der Licher Grund und verschiedene Wetterautäler, wie der Büdinger Grund usw. und fast alljährlich treffen sich alte und junge Störche einer Gegend in diesen Gründen. Ganze vier Wochen lang kommen sie hier täglich zusammen, um ihre Jungen einzuüben für den großen Flug nach Süden und um ihnen regelrechten Schulunterricht zu geben. Und da die gegenwärtigen Jungen noch nicht so weit sind, um sich den Alten aus dem Zuge anzuschließen, da weiterhin die Mel­dungen vom Abwandern der Alten bislang Einzel­fälle darstellen wenigstens im hessischen Land­schaftsraum, so ist bestimmt anzunehmen, daß die bislang zur Beobachtung gekommenen Storchen-' züge landfremde Durchzügler sind, die weit Herkommen und nichts mit den Brutstörchen

Reife ins Winterquartier gewachsen sind, von dem Gerichts, und Prüfungskomitee erdolcht würden, sind ganz in dieser Richtung zu deuten, wenngleich bis zum heutigen Tag noch kein einziger Fall dieser Art autenthisch belegt worden ist. In derselben Richtung aber ist auch'das Verhalten jener Tiere auszuleaen, die aus Nahrungssorgen und Gründen der Aussichts­losigkeit des weiteren Bemühens ihre Jungen aus dem Nest geworfen haben. Desgleichen muß die Er­klärung für die vorübergehende Aufgabe des Brut­geschäftes und für die Preisgabe der Jungen in den­selben Motiven gesucht werden. Gewiß, wie oft gibt es Sommers über heiße Tage, die mitunter wochen- lang andauern und die den Storcheneltern die größ­ten Lasten aufbürden, weil ihren Kindern die Hitze und Sonnenglut nicht gut bekommen will. So sieht man tagsüber mitunter stundenlang die Storchen­mutter mit ausgespreizten Fittichen in der Mitte des Horstes stehen und ihre tief ins Nest geduckten Jun­gen gegen die grelle Glut der Julifonne schützen, während der trensorgende Vater flugauf, flugab da­mit beschäftigt ist, neben der Atzung auch Wasser zum Stillen des Durstes für Mutter und Kind und auch zum Baden herbeizufchleppen. Ja, an alles muß er denken, und er macht das einfach genial: er trinkt fo lange, bis der Kropf zum Platzen vollgefüllt ist; damit beim Fliegen, wo er doch bekanntlich, um nicht mit einem billigen Fischreiher verwechselt zu werden, den Hals waagerecht halten muß, nicht das heißersehnte köstliche Naß verloren geht, damit die Jungen auch wirklich richtig ihr allerdings nicht tiefgekühltes" Frühschöppchen oder ihren Riesel­regen erhalten, stopft er den Rachenknopf kurzerhand mit einem Stückchen Mist oder Grasrupf zu. So kommt er-dann zum Horst, läßt zuvor den Korken fallen, gibt den Jungen und der Mutter zu trinken oder pustet es in feinem Riefelstrahl über die Ge­sellschaft hinweg.

Ganz anders aber sieht es diesmal mit dem Sonneneinflutz auf das Brutgeschäft mit all den verheerenden Auswirkungen und Folgen.

Begann doch die Hitzeperiode und Trockenzeit bereits in jener Epoche des biologischen Geschehens in der Natur, als der Froschlaich zu reifen begann und unter dem Einfluß der Trockenheit Wiesengräben und Tümpel, die den Laich bargen, verebbten, bevor

die Frösche zum Ausgehen kamen. Aber nicht genug damit. Auch der vorhandene Froschbestand an er­wachsenen vieren fiel diesem Einfluß zum großen Teil zum Opfer. Noch niemals in meinem Leben habe ich so viel vertrocknete Grasfroschleichen auf den abgemähten Wiesen großer, sonst saftgrasiger Gründe gesehen, wie in diesem Jahre. Größte Strecken sind auf diese Art heute ausgestorben und liegen tot da, selbst Heuschrecke und Grille, Maus und Maulwurf mögen sich dort nicht mehr bewegen, wo der Boden dürr und hartrissig ist und der letzte Graskeim in der Glut erstarb.

So ist denn, wenn auch nicht alle alten Tiere abwandern, nicht alle Storcheneltern ihre Jun­gen aus dem Rest werfen, zum mindesten damit zu rechnen, daß die Jungen diesmal in recht unterernährter Verfassung auf die große Reife müssen, und daß viele von ihnen dabei zu­grunde gehen werden.

Ausgenommen von diesem Schicksal, das eine Tragödie im Tierreich au werden ver- spricht und an Bedeutung für den Fortbestand einer Art in einer bestimmten Gegend etwa der Bedeutung von Mißernten in früheren Jahren gleichzuachten wären, sind natürlich jene Tiere, die das Glück haben, in einer mit Nahrung reich geseg­neten Gegend auf die Welt zu kommen, oder dort, wo es des öfteren reichlich geregnet hat.

Um einen genauen Ueberblick über den dies­jährigen Verlauf des Brutgeschäftes beim Storch und über sein Ergebnis zu erlangen, werden zur Zeit unter meiner Leitung und unter Mitwir­kung der Gendarmeriestationen in ganz Hessen Erhebungen angestellt und vermittels Frage­bogen unserer Auswertung zugeführt. Noch 1932 konnte ich in demBericht der Oberhessischen Ge- sellschaft für Naturkunde" mitteilen, daß in H e s - sen 78 bewohnte Storchennester an 75 Orten bestehen gegen 295 bewohnte Siedlungen um die Jahrhundert­wende. Ergab sich aus diesem Vergleich schon die betrübliche Erkenntnis, daß

Hessen in einem vierleljahrhnnderl etwa 220 alteingesessene Storchbrutpaare verloren und eine Einbuße von jährlich 500 bis 700 Jung­störchen zu verzeichnen hat,

so wollen wir hoffen, daß uns die bevorstehende Storchkatastrophe, die das Schicksal hoffent­lich noch bis zu einem gewissen Grade meistern wird, uns nicht noch einen weiteren Ausfall für die nächsten Jahre bringt.

Wirtschaft

Das hat mit Motiven, wie wir sie dem Verhalten

vonRabeneltern" nachzusagen pflegen, nicht das Bergwerkspav geringste zu tun. Der Storch ist von oer Vorsehung gesucht und 1,

Aschersleben um 0,75 v. H. ab. Am Zellstoffmarkt waren Aschaffenburger mit minus 1,50 v. H. stärker ! ...... < -.H. IG. Farben

licher. Fest waren erneut Scheideanstalt mit plus 1,75 v. H., Goldschmidt und Metallgesellschaft be­haupteten ihren erhöhten Kursstand. Sonst eröffne­ten u. a. Holzmann ca. 1,25 fester, Zement Heidel­berg behauptet, Hapag 0,40 v. H. höher, Kunstseide AKU. 0,13 v. H. niedriger.

Am Rentenmarkt war das Geschäft bei leicht an­ziehenden Kursen nur klein. Altbesitz plus 0,25 v. H., Stahlverein-Bonds plus 0,65 v. H., späte Reichs­schuldbuchforderungen lagen mit 92,50 v. H. be­

hauptet. .

Im Verlaufe wurde das Geschäft an allen Mark­ten sehr ruhig, das Kursniveau blieb aber im gro-

taktilen Sphären sich vorzustellen geneigt ist aller übrigen uns bekannten Vogelgruppen steht. Kommt hinzu, daß der Storch eine geradezu rührende Eltern­liebe besitzt; die vielen bekannten Geschichten des Volksmundes, die von seinem tapferen Verhalten bei Feuersbrünsten zu berichten wissen, lassen erkennen, zu welchen Opfern seine Mutterliebe fähig ist. An­derseits aber besitzt er auch als scharfsinniger Groß­vogel eine ausgesprochene Abneigung gegen alles krankhafte, und die vielen Legenden, daß bei Gele­genheit von Storchengerichten die schwächsten Jun­gen, die augenscheinlich nicht den Strapazen der

derus, Gelsenkirchen, Harpener-Bergbau, Klöckner und Mansfeld-Bergbau sowie Stahlverein von 0,25 Von Kaliaktien schwächten sich

liere. Besonders Mannesmann waren ,40 v. H. höher, ferner gewannen Bu-

unferer engeren Heimat zu tun haben.

Dennoch erregen die Einzelfälle, daß Storchen­eltern ihre Kinder einfach aus dem Nest geworfen baden oder aus demselben Gefühl der Verzweiflung yeraus kurzerhand abgewandert sind, unsere wohl­begründete Sorge, denn solche Fälle können sich mehren, und außerdem wird noch mehr als eine Monatsfrist ins Land gehen müssen, bis die Jun­gen soweit sind, daß sie den strapaziösen Anforde­rungen der großen Reise gewachsen sind. Aber ge­rade diese Betrachtung läßt die Hoffnungslosigkeit der Situation, die Aussichtslosigkeit einer Besserung und die Berechtigung unserer Besorgnis so recht er­kennen, und ich wünschte nichts sehnlicher, als daß ich zu schwarz gesehen hätte.

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß alle diese bedauerlichen Erscheinungen mit dem seit Wochen anhaltender Wetterzustand Zusammen­hängen und daß absoluter Rahrungsmangel die Störche dazu veranlaßt, ihre Jungen im Stich zu lassen, um ob der wohl eingesehenen Aussichts­losigkeit des Falles wenigstens das eigene nackte Leben zu retten oder, wenn das gerade noch in einem Rahrungsraum gesichert werden kann, sich dann wenigstens derer zu entledigen, für die das vorhandene Fuller in der vorgeschriebenen Zeit nicht mehr ausreicht.

ßen und ganzen gut behauptet, AEG. bröckelten 0,40 v. H. ab. Fest lagen Goldschmidt, die bis auf 81 v. H. anzogen, ferner kamen Chade Lit. A bis C 2,50 RM., Reicksbank und Rhein. Braunkohlen je 1,50 v. H. und Rheinstahl 1 v. H. fester zur Notiz. Conti Gummi konnten noch nicht notiert werden, die Taxe von 136 v. H. blieb bestehen.

^Der Rentenmarkt lag auch späterhin sehr ruhig und ohne Veränderungen. Goldpfandbriefe lagen meist gut gehalten, während Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Obligationen etwas uneinheitliche Kurse zeigten. Stadtanleihen lagen größtenteils unver­ändert, Staatsrenten ruhig. Am Auslandsrenten­markt war es still.

Der Kassamarkt war fest und eine ganze Reihe von Papieren erschienen mit plus-Zeichen, so u. a. Grün & Bilfinger, Moenus-Maschinen und Schrift­gießerei Stempel.

Tagesgeld war weiter gefragt und wurde auf 3,50 (3.25) v. H. erhöht.

Abendbörse freundlich.

Die Abendbörse hatte eine freundliche Tendenz, wies aber infolge des nur kleinen Ordereinaanges kein lebhafteres Geschäft auf, zumal die Kulisse an­gesichts des Wochenschlusses zurückhielt. Die festen Berliner Schlußkurse lagen meist gut behauptet, weiter erhöht waren u. a. Conti Gummi, Daimler, Licht und Kraft, Elektrische Lieferungen. Farben- industrie wurden vernachlässigt und gaben 0,50 v. H. nach. Der Kassamarkt blieb fest bei durchschnittlichen Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. Gebr. Adt gewan­nen mit 46 2,50 v. H., wobei nur 15-v. H.-Zu- teilung pro Order erfolgte. Hanfwerke Füssen gin­gen andererseits erneut etwas zurück.

Renten lagen sehr still, Altbesitzanleihe 0,25 v. H leichter, späte Reichsschuldbuchforderungen mit 92,50 v. H. unverändert. Schutzgebietsanleihen zogen um 10 Pf. auf 9,30 v. H. an. Am Auslandsrenten­markt waren 4-v. H.-Schweizer Bundesbahn von 1912 mit 180,50 (181) angeboten. U. a. notierten: Altbesitz 95,40, 5,50-v. H.-Frankfurter Hyp. Liquid. 89,90, Commerzbank 57,50, Reichsbank 155, Bude­rus 78, Gelsenkirchen 62,50, Harpener 107,75, Klöck­ner 75,25, Rheinstahl 92,75, AEG. 25,13, Bekula 143,50, Chade Lit. AC 204,50, Conti Gummi 137,50 bis 137,75, Daimler 47,75 bis 47,90, Scheide­anstalt 208,90, Licht und Kraft 113,50, Elektrische

geistigen Entwicklung sofern man darunter das _____________

einfache tierische Verstehen im Sinne unseres mensch-1 rückläufig, Waldhof verloren 1 v. H. IG. F> lichenBegreifens" (nicht Verstandes!) als Produkt lagen ruhig und mit 149,75 um 0,25 v. H. freund- des Zusammenwirkens der optischen, akustischen und " ' ~ r'

Frankfurter Börse.

Wittagsbörse fest.

Frankfurt a. M., 20. Juli. Die Börse war weiter befestigt, da seitens der Bankkundschaft wie­der Kaufaufträge Vorlagen, wenn sie auch keinen allzu großen Umfang hatten. Immerhin bewirkten sie, daß auch die Kulisse etwas aus ihrer Reserve herausging und kleine Meinungskäufe tätigte. Be­sondere Anregungen lagen nicht vor, offenbar haben die letzten günstigen Wirtschaftsberichte eine nachhal­tigere Wirkung.

Die Börse hatte heute wieder einige Spezialbewe­gungen. So waren Conti Gummi stark gesucht und zirka 4 v. H. höher, infolge Materialmangels kam ein Kurs zunächst nicht zustande. Die Erklärung der Verwaltung, daß bei ihr durchaus normaler Ge­schäftsgang fei, regte an. Fest lagen außerdem am Elektromarkt Licht & Kraft, die auf eine größere Order hin um 2,50 v. H. anzogen, daneben waren Elektr. Lieferungen in Nachwirkung der Bilanz­beschlüsse beachtet und etwa 2,25 v. H. fester. Auch AEG. begegneten größerem Interesse und stiegen um 1,25 v. H. auf 25,25 v. H. Die übrigen Elektro­papiere lagen wenig verändert, aber meist mäßig höher. Erhöhtes Interesse erhielt sich auch noch für

mit einer hohen geistigen Gabe und großartig ent­

wickelten Instinkten ausgestattet worden, und er be- und Mansfeld-'- weist es in seinem Verhalten täglich vom kleinsten bis 0,50 v. H. bis zum größten Anlaß, daß er haushoch über der.....

Lieferungen 97,75, JG.-Farben 149,25 bis 149,13, Goldschmidt 81,50, Holzmann 63,50, Schuckert 91,40, Siemens 148,50, Zellstoff Aschaffenburg 60, Reichs­bahn-Vorzugsaktien 111, AG. für Verkehr 65, Hanf­werke Füssen 43, Lloyd 31,25.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 20. Juli. Arn Gemüse- markt hielt das starke Angebot von ausländischen Tomaten an, auch deutsche waren genügend vor­handen. Ferner war die Zufuhr von Gurken und Kartoffeln reichlich, im übrigen blieb das Angebot genügend, bis auf Bohnen, die gefragt sind. Für letztere zogen die Preise an, für Gurken, Kartoffeln und Tomaten sind sie gefallen, sonst ergaben sich keine merkliche Veränderungen. Die Nachfrage war zufriedenstellend. Es erzielten: Blumenkohl 20 bis 30, Buschbohnen (grüne) 12 bis 15, do. (gelbe) 12 bis 15, Stangenbohnen 18, Erbsen 25 bis 28, Es- karol 6 bis 10, Salatgurken 8 bis 25, do. (holl.) 10 bis 18, Karotten, Bündel 4, Kartoffeln, Erst­linge 6,50 bis 7,50, Kohlrabi 3 bis 4, Kopfsalat 4 bis 8, Rettich 5 bis 7, Römischkohl 4 bis 6, Rote Rüben 6 bis 7, Rotkraut 9 bis 11, Spinat 9 bis 12, Tomaten I 12 bis 15, II 8 bis 10, ital. Tomaten 5 bis 7, holl. 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 5%, Wir­sing 6 bis 7, Zwiebeln (Pfälzer) 7 bis 8, do. mit Schloten 4 bis 5.

Am Obftmarft herrschte starkes Angebot in Birnen, Pfirsichen und Pflaumen. Die übrigen Obstarten waren gut bis genügend am Markt. Preise allgemein rückläufig. Nachfrage nur in besse­ren Qualitäten befriedigend, in mittleren und ge­ringen Ueberftänbe. Es erzielten: Sommeräpfel I 15 bis 20, II 8 bis 12, Aprikosen I 20 bis 30, II 14 bis 18, Frühbirnen 8 bis 13, Brombeeren 30, Heidelbeeren 22 bis 25, Himbeeren 20 bis 30, Johannisbeeren 11 bis 13, Mirabellen 14 bis 18, Pfirsifche I 17 bis 20, II 12 bis 15, do. ital. 16 bis 30, Pflaumen 6 bis 12, Sufinen 25 (ital.), Reine- ftauben (unreif) 10, reif 12 bis 15, Spillinge 15 bis 18, Stachelbeeren 8 bis 12, Frühzwetfchen 16 bis 18.

Frankfurter Eiermarkt.

F r a n t f u r t a. M., 20. Juli. Die Zufuhren wa­ren in her abgelaufenen Woche gering, sowohl deutsche und besonders holländische Eier waren gegen Wochenschluß knapp. Für letztere haben die Preise eine Erhöhung um 0,50 Pf. pro Stück erfahren. Deutsche Eier wurden zu den festgesetzten Preisen gehandelt. Das Geschäft hat eine wesentliche Bele­bung erfahren, so baß die angebotenen Mengen glatt abgesetzt wurden. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier Klaffe 8 9,70, Kl. A 9,25, Kl. B 8,50, Kl. C 7,75, Kl. D 7; Holländer Klasse S 10, Kl. A 9,50, Kl. B 9; Dänen Klasse 8 9,50, Kl. A 9, Kl. B 8,75.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 20. Juli. Der Buttermarkt verkehrte in dieser Woche in fester Haltung. Die zugeführten Mengen zeigten infolge des starken Frischmilchverbrauchs eine erneut stärkere Produk­tionsabnahme, so daß die Anlieferungen in frischer Butter glatt verkauft wurden. Die Nachfrage des Konsums war erheblich besser als seither, besonders seine deutsche Molkereibutter ist gesucht, wofür teil­weise Ueberpreise bezahlt wurden. Markenbutter ist noch etwas vernachlässigt, die Nachfrage hierfür dürfte sich ebenfalls bessern, besonders wenn die Knappheit in billiger Ware anhalten sollte. Die Großhandels-Einstandspreise blieben unverändert. Deutsche Markenbutter 127, feine deutsche Molkerei- butter 123 bis 124 pro 50 Kilo in Mark ab Ver­sandstation. Auslandbutter liegt fest.

Mainzer Getreidegrotzmarkt.

Mainz, 20. Juli. Es notierten pro 100 Kilo in Mark: Hafer 19,50, Weizenkleie, fein 11,70, grob 12,25, Roggenkleie 13 bis 13,50, Weizenfuttermehl 13,25, Biertreber 17 bis 17,15, Sojaschrot 16. Ten­denz: In Getreide hat sich noch kein Geschäft ent­wickelt; Kleie ruhiger.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Postaulos nach der Dergschenke

sind bisher von dem die Konzerte veranstaltenden Gastwirt der Berqschenke jeweils vorher beim Post­amt als Sonderfahrten bestellt worden. 2luf den Gang der Postautos war dann in den Zeitungs­anzeigen besonders hingewiesen. Für das Konzert am. vergangenen Mittwoch war jedoch von dem Gast­wirt ein Postauto nicht bestellt, und dementsprechend in der Zeitung am Dienstag, dem 17., die Bereit­stellung eines Postautos auch nicht bekanntgemacht worden. Für das Postamt lag keine Veranlassung vor, von sich aus einen Wagen verkehren zu lassen, weil die bisherigen Fahrten unzulänglich besetzt waren. Postamt Gießen.

Kurszettel frer Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v.H, Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franksur

a. Ui.

Berlin

Frankfurt a.M

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag, börse

Gchluß- kurs

Schluß!. Abend­börse

Gchluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

19.7.

20.7

19.7

20-7.

Datum

19.7.

20-7

19-7.

20.7-

% Deutsche Retchsanleihe v 1927 6% el)em.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 67i% Doung-Anleihe oon 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit

93,13

90,75

95,5

93,25

90,75

95,4

93,5

91

95,65

93,5

95,65

4% desgl. Serie II

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4)4%Rumän.vereinh.Reytev.iS13 4% Rumänische vereinh. Rente .. *67*% Anatolier ........

7,6

4,25

7,2

4,15

35,45

7,6

4,5

7,25

35,7

4,5

7,4

4,2

35,25

4,4

7,4

4,2

35,5

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......

27,13

27

27,9

6% e6em.8% Hess. Volksstaat 1929

91,75

91,75

92

91,75

yamvurg-Amerika-Paket ..... 0

tzamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampfschifs ...... 0

27

22,5

6% Hess. LandeSbank Darmstadt

Gold R. 12

89,75

89,75

89,75

89

Norddeutscher Lloyd ...... 0

30,9

31,25

30,75

31,13

6K% Hess Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltaut

21.15. für Verkehrswesen Akt. .. 0

65

65,25

64,25

65,65

89,75

89,75

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

90,5

90,5

91

91

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Commerz- und Privat-Bank ... 0

57

57,25

57

57

Auslos.-Rechten .......

95,5

95,5

-

Deutsche Bank und Dtsconto-

62

62,5

62

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mttAuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyv.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

Gesellschaft ..............0

62

95,9

96,5

96,25

96,25

65

65

65

65

Reichsftank ____.......... 12

153

155

153,5

155

89,75

89,75

90

<% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1986

1%% ehem. 47i% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriese. ...

89,75

89,75

Q 9 TT-___-___0

24

25,13

24,25

25,25

(Hphilp ................0

143

143,5

143,4

143,5

89,65

89,9

Äektr. Lieferungsgesellschaft... 6

94,5

97,75

113,5

94,75

110,9

97

113

6y.% ehem 47i% Rheinische Hyp.-Bank-Ltyu.-Goldpfe.

6% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand, briesanstalt, Pfandbriefe St 10 tzteuerautsch. Verrechnungskurs..

90,4

92

90,75

92

92

92

Licht und Kraft 6

Felten & Guilleaume .......0

GeseUsch.s.Elektr.Unternehmimg. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

67,4

110,5

102,5

91

68

111

91,4

67,9 110,65 102,75

91,4

68,5

111,5

100,5

91,25

93

93

93

93

148,5

121

148,5

148,5

121,25

148,5

121,75

101,4

101,4

101,4

101,4

4% Oesterretchtsche Goldrente....

4,20% Oesterreichische Silberrente

26,4

1,25

7,4

26,25

1,15

26,65

1,2

7,15

7,5

7,25

27 1,25 7,45 7.15

7,2

_ . ______o

77,5

78

77

78,25

117,5

117

117,75

117,75

62,4

62,5

6M

62,75

4% Ungarische Goldrente

7,4

107,25

107,75

107,5

107,9

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

47i% desgl. von 1918..........

7

7,13

7

7,13

Hoesch Eisen»SIw-Neuesfe» - 0

165

168

75,75

165

76,75

168

5% abgest. Goldmexikaner von 99

9,13

9

9

8,85

Ilse Bergbau ...............

128,5

75,25

67,75

128

74,4

128,5

74,9

4% Türkische Zollanlethe von 1911

*%tüdt|4e Bagdadhahn-Auleihe

7,5

7,75

7,9

Ilse Bergbau wraunv

74,5

66,25

7,6

Klöckn erwecke

66,25

67,65

Kerle 1.....................

7,6

7,6

Maanes manu-Röhre* mmm*, O

________________________________________________________________________________________________________________________________________________________1

Frantfun a. M

Berlin

Devi

enmartt Berlin Frankfurt a. Bl.

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Minag- börse

I8-3U1I

19-Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Brie

Datum

19.7.

20.7-

19-7.

.

Meld

Brie"

Buenos Aires Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig .... London.... Helsingfors.

Parts .....

Holland ... Italien.... Japan .....

Jugoslawien Oslo.....

Wien......

Lissabon... Stockholm..

Schweiz ... Spanien...

Prag......

Budapest ..

Neuyork...

0,611

58,59 0,182 3,047

56,59

81,72

12,675 5,594

16,50

169,73

21,58 0,749

5,664

62,69

48,45

11,49

65,34

81,65 34,32

10,44

2,512

0,615 58,71

0,184

3,053

56,71

81,88

12,705

5,606

16,54

170,07

21,62

0,751

5,676

62,81

48,55

11,51

65,48

81,81

34,38

10,46

2,518

3anfno!en

0,613 58,58 0,184

3,047

56,55

81,72

12,665

5,594

16,50

169,73

21,58 0,749 5,664

63,66

48,70

11,49

65,31

81,64

34,32 10,44

2,512

0,617 58,70 0,186

3,053

56,67

81,88

12,695

5,6(6

16,54

170,07 21,62 0,751

5,676

63,78

48,80

11,51

65,45

81,80 34,38

10,46

2,518

ManSfelder Bergbau.........O

Kokswerke O

Phönix Bergbau............. O

Rheinische Braunkohlen ..... 10

Rhetnstahl................O

Bereinigte Stahlwerke........O

Olavi Minen .............O

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth..... 17*

3. 9. Sarden-Industri«.......1

Scheide anstatt............. 9

Goldschmidt ......... O

RütgerLwerke...............O

Metallgesellschaft.............O

Philipp Holzmann....... O

Zementwerk Heidelberg ...... O

Lementwerk Karlstadt ........O

Schutthe« Payenhoser ......O

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg................ O

tzellstoff Waldbof ............O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ........ 1

Daimler Motoren............O

Deutsche Linoleum...........O

Orenstein L Koppel O

Leonhard Tietz ...........O

Lhade ..................IC

Akkumulatoren-Fabrik........O

Lontt-Gummi ........ O

Grttzner................ O

Mainkraftwerke Höchst a.VL 4

Süddeutscher Zucker.........

77,25

49

243

92

42

13,75

124,5

124,5

165

149,5

207

79,5

39,25

88,5

62,5

108

62,5

67,25

48,25

64,25

48,9

60,13

22

200,5

177,5

132,75

23,13

74

77,65

49 244,5 92,75

42

14

123,75

122,5

149,13

208,9 81,5

39,25

88

63,5 108,25

126

62,4 67,13

47,5

60

47,9 60,25

21,75 204,5 176,25 137,75

23,5 74,75

77,5

94,5

49

92,25

42,25

13,9

124

122

165

149,25

79,4

39,25

89

117

62,25

67,25

48

62

128

48,13

60

72

21,25

200

177

133

1 23al

1 189,5

77,5

95,5

49,5

245

93

42,13

13,5

122,5

122

162,4

149,65

81,5

39

88

?

117,25

62,65

66,75

47

61

126,4

47,65

60,5

75,4

21,25

204,5

177

137

24,75

Berlin, 19-Juli

Geld

Brief

i

1

lmertkantsche Sloten..............

gelgtsche Roten..................

)üntsche Roten .................

mgltsche Roten .................

französische Roten...............

holländische Roten ........... italienische Roten................

Norwegische Roten ..............

)e»tjch Oesterreich, i 1OO Schilling tu mantsche Roten...............

schwedische Roten...............

Schweizer Roten.................

spanische Rot..................

ügarische Roten

2,465 58,42 56,50

12,62

16,46

169,31

21,46 63,49

65,15 81,46

34,18

2,485 58,66

56,72

12,68

16,52

169,99 21,54 63,75

65,41 81,78

34,32