nach Bayern.
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Messe.
Obergruppenführer Hühnlein.
Mittwoch, 25. Juli.
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USA. wird mit stärkstem Aufgebot zu den Olympischen Spielen nach Deutschland kommen. Nach einer Erklärung des Sekretärs der Amateur- Athletik-Association von USA., Daniel Ferris, ist damit zu rechnen, daß die amerikanische Olympiatruppe etwa 400 Aktive umfassen wird.
Die alljährliche Hollandbecher-Regatta wird auch in diesem Jahre wieder mit deutscher Beteiligung vor sich gehen. Bis jetzt hat für die am 14. und 15. September stattfindenden Rennen der Bremer Skuller Horn gemeldet.
Die Falle.
Von 3o Hanns Rösler.
Das Mädchen brachte eine Karte. „Ein Herr möchte Sie sprechen." Baumeister Brunmüller sah von seinen
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„Soeben hat Ihr Mädchen Sie verlassen.
wird jede Minute hier sein."
Da öffnete sich auch schon die Tür.
„Herr Baumeister wollten mich sprechen?"
Der Hausherr fragte:
„Sie haben soeben telefoniert?"
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Stadtrat Straßen- um später e pflanzen
Mannschastskampf im Dolksturnen in Kinzenbach.
Lollar — Heuchelheim — Odenhausen — Kinzenbach.
Am morgigen Sonntag findet in Kinzenbach zwischen den oben genannten Mannschaften ein erster Mannschaftskampf im Volksturnen statt. Der Kampf kommt in 10 Konkurrenzen zur Durchführung und verspricht bei der guten Leistungsfähigkeit einer Anzahl bekannter Turner einen anregenden Verlauf zu nehmen. Eine Voraussage über den mutmaßlichen Sieger ist schwer zu treffen, zumal es
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Start gehen konnte.
Nachstehend die genaue Tabelle: " Hessen-Preußen Kassel Turngemeinde Kassel Universität Marburg VfB./Reichsbahn Gießen Turngemeinde Fulda
Die deutschen Rudrrmeifierschasten in Mainz
GRS'VerbandSachter siegt im ersten Äorlauf.
Die 15. Etappe der Tour de France führte die Fahrer am Freitag zum ersten Male in die Pyrenäen. Sieger der überaus schwierigen 158 Kilometer langen Etappe von Perpignan nach Ax les Thermes wurde Lapebie in 5:47,03 Stunden. Die Deutschen Stöpel und Geyer placierten sich als 10. und 11.
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20 000 Zuschauer wohnten am Mittwochabend in Wien dem ersten Spiel der 2. Mitropacup- Runde zwischen Admira Wien und Sparta Prag bei. Die Wiener gewannen glatt 4:0 (3:0).
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weile Hafer und Weizen ebenfalls gereift. Velde' zeigen bei weitem nicht die gewohnte Entwicklung. Der ausgewinterte Winterweizen ist durch Sommerweizen ersetzt worden. Die Gesamtweizen - ernte dürfte weitunterdem Durchschnitt liegen. Stroh und Körner lassen viel zu wünschen übrig. Auf besonders trocken gelegenen Aeckern sind alle Getreidesorten sehr klein geblieben. Nur selten ist Lagerfrucht vorhanden, so daß die Erntemaschinen überall die Erntearbeiten wesentlich erleichtern helfen. Die Wintergerste ist bereits vorige Woche geerntet worden und wird gegenwärtig ausgedroschen. Der Körnerertrag bildet eine Mittelernte, das Stroh- ergebnis wird als weit unter dem Durchschnitt gewertet.
kitten die Motor-SA. und -SS., die Fahrer der jolizei, darunter Polizeigeneral Daluege und Obergruppenführer Dietrich, die Reichswehr, so- C ie die Klub- und Fabrikfahrer Aufttellung genommen. Nach einer Ansprache, in der er besonders die krtreter der neun ausländischen Nationen, vor Jem die Angehörigen der Leibgarde der italieni- gen Regierung, begrüßt hatte, schritt Obergrup.'en- it)rer Hühnlein in Begleitung von Staatssekre- :r Funk vom Reichspropagandaministerium die j-ont ab. Unter den Klängen des Deutschland- und ts Horst-Wessel-Liodes gingen abschließend die Fah- -n der beteiligten Nationen an den Masten in die löhe. ___________________________
senden Stadtrechner Häuser, der Geflügelzucht- r:rein durch Herrn Alles und der Turnverein durch Herrn Volz.
§ Aus der nördlichen Wetterau, 2) Juli. In den letzten Tagen hat überall die G e - treibe ernte eingesetzt. Das trockene Hochsom- irermetter hat fast alle Fruchtarten schnell zur Reife ^bracht. Das Korn, das gegenwärtig geschnitten vird, weist allgemein, trotz der überaus trockenen Bitterung, befriedigenden Ertrag auf, sowohl an ?trotz, als auch an Körnern. Die Entwicklung der letzteren ist nicht so vollkommen, als bei normaler Bitterung. Die Gerste ist bereits geerntet. Sie blieb sehr klein, so daß ein Ausfall an Stroh stark tr Erscheinung tritt. Der Verlust an Körnern läßt sich ertragen. Infolge der großen Hitze sind mittler-
VfB.-Iieichsbahn-Leichtathletik.
Der Gau-Leichtathletik-Fachwart Junghenn, Kassel, hat jetzt die endgültige Gesamtwertung der Vereine bei den Gaumeisterschaften herausgegeben. Die Tabelle berücksichtigt den ersten bis fünften Platz, um auch so der Breitenarbeit mancher Vereine die gebührende Anerkennung zukommen zu lassen. Ueberraschend günstig schneidet dabei die Leichtathletikabteilung des VfB./Reichsbahn Gießen ab. Sie steht an vierter Stelle. Dieser Erfolg ist um so höher zu werten, da der VfB./Reichsbahn nur mit einer kleinen Truppe in Kassel an den
„Ja, wirklich ich", sagte sie. „Sie hatten wohl Ihren famosen Kommissar erwartet? Der sitzt schon drei Stunden hinter Schloß und Riegel. Ich habe ihn verhaften lassen, als er mit seinen Komplizen die Wohnung ausräumen wollte. Sie haben es ihm ja durch die Uebergabe der Schlüssel sehr bequem gemacht. Brunmüller stierte mit großen Augen auf das junge Mädchen.
„Ja, wer sind Sie denn dann?", stotterte er.
„Ich? — nicht das Mitglied einer Einbrecherbande", lachte sie, „sondern Felizitas Feldes, Mitglied der Geheimpolizei, eigens deswegen zu Ihnen gekommen, um diesen Burschen dingfest zu machen. Aber jetzt entschuldigen Sie mich wohl — ich habe die ganze Nacht gewacht — ich fahre jetzt nach Hause — mein Dienstwagen wartet unten auf mich."
„Schade", seufzte Brunmüller, „daß Sie uns letzt verlassen. Eigentlich waren Sie sehr hübsch."
„Das weiß ich, winkte sie zum Abschied," das sagt mir mein Mann jeden Tag, deswegen will ich chn jetzt nicht länger warten lassen."
Anmeldepflicht der Anschrift der Turn- und Sportvereine Heftens.
Das Staatliche Turn- und S p o r t a m t in Heffen teilt mit: Sämtliche Turn- und Sportvereine in Hessen haben bis spätestens 1. August 1934 d?m Staatlichen Turn- und Sportamt (Hess. Staats- riunisterium zu Darmstadt) ihre genaue Anschrift so- ttie die Anschrift ihres Vereinsleiters mitzuteilen.
Parade der rooo-km-Iahrer in Baden-Baden.
Im Kurhausgarten fand am Freitagnachrnittaa die mit der symbolischen Flaggenhiss ung verbun- jene Parade der 2000-Kilometer-Fahrer vor Obergruppenführer H ü h nil e i n statt. In einem Rechteck
düngen auf.
Auf der Visitenkarte stand:
„M. Müller, München."
Der Baumeister schüttelte den Kopf. Dann sagte er:
„Ich lasse bitten."
Ein Herr trat ein. Er war von üblicher Durch- shnittserscheinung, ein wenig beleibt, sein Anzug jgien oft getragen. Seine Hand schien ungepflegt, während er anscheinend große Sorgfalt auf seinen L-chnurrbart verwendete.
Der Baumeister bot ihm einen Stuhl.
„Herr Müller?"
Der Fremde lächelte:
„Nein, ich bin nicht Herr Müller aus München/ „Aber Ihre Karte?"
„Ja, das ist meine Karte", bestätigte der Frem- te, „aber ich heiße nicht Müller. Mein Name ist Alexander Lehner von der Geheimpolizei."
„Geheimpolizei? In welcher Angelegenheit?"
Der Kommissar zog einen Akt aus der Tasche und Uätterte darin.
„Sie haben ein neues Hausmädchen?", fragte er innn.
„Sie ist seit acht Tagen bei mir."
„Ich weiß. Sind Sie mit ihr zufrieden?"
„Meine Frau lobt sie."
„Das glaube ich gern. Sie ist immer tüchtig. Auf eilen ihren bisherigen Posten war sie tüchtig. Sie nacht gründliche Arbeit."
Der Baumeister erhob sich nervös:
„Wollen Sie mir nicht endlich erklären —?"
„Sofort", nickte der Kriminalkommissar. „Dieses Nädchen, das Sie in Ihrem Hause aufgenommen laben, wird nur noch drei Tage bei Ihnen sein, tm vierten Tag werden Sie sie vergeblich suchen imb noch manche Dinge dazu: das Silber, den Schmuck Ihrer Frau, eventuell auch Ihre Teppiche inb Ihre Anzüge, da Sie ja, wie ich sehe, die gleiche Figur Ihres Partners haben."
„Das Mädchen ist —"
„Ja, das Mädchen ist Mitglied einer Verbrecherlunde", vollendete der Kommissar, „der Einbruch hei Ihnen ist für Montag Nacht geplant, wie wir soeben erfahren haben."
„Ja, aber was soll ich denn tun?"
„Nichts. Verhalten Sie sich, wie bisher. Vor
Auf der 1950 Meter langen Mainzer Regattastrecke im Floßhaven nahmen am Freitag die Deutschen- und Kampfspiel-Meisterschaften im Rudern ihren Anfang. Bei dem herrlischen Wetter, hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die äußerst spannende Rennen zu sehen bekamen.
Den ersten Dorlauf zum Einer gewann Schäfer (Dresdener RV.) ganz glatt in 7:40 Min. vor Pirsch (Berlin). Im zweiten Vorlauf startete der Henley-Sieger Dr. Buhtz. Er traf hier auf G. von Opel (Rüsselsheim) und K a i d e l (RV. Schweinfurt), die ihm aber beide nicht den erwarteten Widerstand entgegensetzten. Buhtz siegte mühelos in 7:36,4 Min. vor von Opel mit 7:42 Min. und Kaidel 7:42,4 Min. Im ersten Vorlauf zum Zweier „ohne" blieben Braun-Möller (Wiking Berlin) gegen Botz-Cellarius (Köln) in 7:42,6 Min. erfolgreich, nachdem die Kölner anfangs geführt hatten. Den zweiten Dorlauf holten sich Eichhorn-Zahn vom Mannheimer RE. in 7:42,2 Min. vor Rückert-Holz (Danziger RV.)
ill erervel. Menschenleben
Nacht zM er Ahe des ierungsmarn Motorrad an e alte »> ,r Provinz^' rfonenwagen n, zusammen cholz auf »re Derletzu"' [e eintrat d wurden be t geklärt
Min.; 2. Berliner Ruderklub am Wannsee 6:23,2 Min.; 3. Frankfurter Ruderoerein 6:31 Min.
3. Vorlauf: 1. Würzburger Ruderoerein 6:20,6 Min.; 2. Hellas Berlin 6:23'Min.; 3. Lübeck 6:26 Min.; 4. Mainz-Kastel 6:33 Min.
Den ersten Dorlauf zum Vierer ohne Steuermann sah den WSD. Godesberg in 6:47,1 Min. vor Sturmvogel Spindlersfeld mit 6:49,4 Min. als Sieger. Der Würzburger RV. blieb im zweiten Vorlauf mit 6:41,2 Min. vor Hellas Berlin mit 6:46,6 Min. erfolgreich. Dr. Buhtz-Zim- mermann zogen ihre Meldung zum Doppel» Zweier zurück, dadurch kann das dritte Boot im zweiten Vorlauf am Sonntagvormittag noch einmal starten. Im ersten Vorlauf siegten Roßmann-Wö!» lert vom RE. Frankfurt (Oder) 1882 in 7:02,4 Min. leicht, vor Schmitt-Bayerswalter (RE. Bamberg) mit 7:07,4 Min.
Den ersten Zwischlauf zum Achter sah den Berliner RE. in der Tagesbestzeit von6:06,8 Min. vor dem Mainzer RV. (6:07,6 Min.) und der Gießener R G. (6:08,6 Min.) erfolgreich. Im zweiten Zwischenlauf siegte der Würzburger RV. in 6:12,8 Min. vor RV. Hellas Berlin mit 6:17,8 Min. und dem Berliner RK. am Wannsee mit 6:21,8 Min.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, 22. Juli. 8. nach Trinitatis.
Gießen. Slaolkirche. 8 Uhr: fällt aus; 9.30: Pfr, Becker. — Johanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Propst Knodt; Bibelbespre- chung im Johannessaal um 20 Uhr fällt aus. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Sucker; zugleich Christenlehre für die neukonfiermierten Mädchen der Luthergemeinde. — Pelrnskapette. 9.30: Pfr. i. R. Wolf. — Wiefeck. 9.30: Hauptgottesdienst; 10.45: Christenlehre. — Alten-Vuseck. 10t Gottesdienst. — Großen-Vuseck. 10.30: Gottesdienst; 11.30: Christenlehre. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst; 9.30: Christenlehre. — Heuchelheim. 10.30t Hauvtgottesdienst; Pfr. Bremmer, Klein-Linden. — Kirchberg. 10: Vormittagsgottesdienst; anschließend Christenlehre für die konfirmierte männliche Jugend. — Wainzlar. 13.30: Gottesdienst. — Garbenteich« 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — , Klein-Linden. 9: Gottesdienst; 10: Kindergottes- i dienst. — Watzenborn-Steinberg. 13.30: Pfr. <5tei* ; ner, Hausen. — Dettenhausen. 14: Gottesdienst. — . Langsdorf. 20: Gottesdienst. — Hungen. 10.15: ' Gottesdienst. — Langd. 11: Gottesdienst. — ha» - bach. 9: Gottesdienst; anschließend Christenlehre — Deitsberg. 11.30: Gottesdienst; anschließend Christenlehre. — Wirberg. 14.30: Gottesdienst, an- . schließend Christenlehre. — Ober-Gleen. 9: Kinder- , gottesdienst; 10: Hauptgottesdienst. — Kirtorf. 13i , Hauptgottesdienst; 14.30: Kindergottesdienst mit hl. Taufe.
katholische Gemeinden.
sich um das ersten Zusammentreffen der Mann- chaften handelt. Gewertet wird der Kampf nach der 1000-Punkt-Wertung.
Turnbrüderliche Gemeinschaftsarbeit in Marburg.
In Auswirkung der von der Führung der Deut- chen Turnerschaft ausgehenden Bestrebungen, die Turnvereine in kleinen und mittleren Städten (wecks besserer turnerischer Arbeitsmöglichkeit zu- ammenzuschließen, haben die beiden Marburger Turnvereine, Turn- und Sportverein 1860 und Turngemeinde 1885, dem Beispiel von Vereinen anderer Städte folgend, den Zusammenschluß vollzogen. Der fn den vergangenen Jahren vielfach verzettelten turnerischen Arbeit in Marburg ist durch diesen Zusammenschluß der beste Dienst erwiesen. Der neue Verein hat die Bezeichnung „Turn- und Sportverein 186 0/188 5" erhalten. Alle Ehren-, passiven und aktiven Mitglieder der seitherigen beiden Vereine gehen auf den neuen Verein über. Der neue Vorstand wird aus Mitgliedern beider Vereine gebildet.
Kurze Sportnotizen.
Der M e r c e d e s f a h r e r Manfred von B r a u ch i t s ch , der beim Training zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring verunglückt war, hat sich wieder soweit erholt, daß er in acht Tagen das Bett verlassen kann. Von Brauchitsch begibt sich anschließend zur Erholung
etwas bestellen."
„Danke".
Das Mädchen verließ das Zimmer.
„Wollen Sie nicht den Fleischer anrufen?", sagte der Kommissar.
Der Baumeister ließ sich verbinden.
„Hier spricht Brunmüller", sagte er, „hat mein Mädchen mit Ihnen telefoniert? — vor fünf Minuten — nein? wirklich nicht? — danke."
Der Kommissar nahm seinen Hut.
„Morgen früh ist alles vorbei. Sprechen Sie nicht mehr mit dem Mädchen über die Angelegenheit und kommen Sie heute Nacht keinesfalls herunter. Ich wache für Sie. Gegen sechs Uhr hoffe ich, Ihnen Bericht erstatten zu können.
Die Uhr schlug sechs. Baumeister. Brunmüller fuhr aus seinem Bett hoch. Er mußte doch einge- schlafen sein, und er lauschte angestrengt hinaus. Kein Laut kam aus den Zimmern.
Er klingelte.
Eine Weile blieb alles still.
Dann hörte er schnelle Schritte. Die Tür öffnete sich. Das Mädchen trat ein.
„Sie?", starrte Brunmüller.
Das Mädchen lächelte:
Ihnen am Montag Bericht erstatten. Haben Sitz bitte die Güte, mir jetzt die Schlüssel zu Ihrer Wohnung einzuhändigen."
Der Baumeister zog aus der Tasche seinen Schlüsselbund und übergab einige davon dem Kriminalkommissar.
„Würden Sie jetzt," sagte plötzlich der Kommissar, „einmal unauffällig Ihr Mädchen hereinbitten."
Der Baumeister klingelte. Das Mädchen erschien nicht.
Er klingelte nochmals.
„Ich werde selbst nachsehen", sagte er dann.
Nach kurzer Zeit kam der Baumeister aufgeregt zurück.
„Das Mädchen ist verschwunden."
Der Kommissar erhob sich schnell. Trat zum Fenster.
„Sehen Sie dort zum Fenster hinaus. Sehen sie dort die Telefonzelle?" zeigte er hinunter.
Samstag, 21. Juli.
Gießen. 16 und 19 Uhr: Beichte.
Sonntag, 22. Juli. 9. Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6 Uhr: Beichte; Messe; 7: Messe; Kommunion der Pfarrgemeinde; 8: Messe; 9: Hochamt mit Predigt; Jubiläumsfeier; 11: Messe; 14.30? Andacht; 16: Jubiläumsfeier im Vereinshause. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 7.45: Hochamt mit Predigt. — Lich. 6.45: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Montag, 23. Juli.
Gießen. 10 Uhr: Dankamt. — Laubach. 7.301
Rettung einer Katze unter eigener Lebensgefahr.
Einen Beweis tätigen Mitgefühls mit einer leidenden Kreatur gab kürzlich ein schlichter englischer Soldat, Sergeant Moult, der sich einen freien Nachmittag mit Angeln am Bovisand Beach bei Plymouth vertrieb. Er hörte ein klägliches Miauen und sah dreißig Meter über der Wasseroberfläche eine kleine Katze im Dornengestrüpp hängen, der ein schwerer Stein mit einem Strick an den Hals gebunden war. Offensichtlich hatte jemand das Tier mit einem Stein beschwert über die Klippe ins Meer werfen wollen, um es zu ertränken, und der Strick hatte sich so im Gestrüpp verfangen, daß die kleine Katze jämmerlich zwischen Erde und Wasser hing und sich nicht freimachen konnte. Sergeant Moult legte seine Angel beiseite und erkletterte mit viel Mühe die Klippe und befreite das vor Todesangst zitternde Tier. Aber als er herabsteigen wollte gab ein Felsstück, auf das er den Fuß setzte, nach, und in höchster Gefahr gelang es dem tapferen Retter mit seiner kleinen Katze gerade noch sich wieder auf die Klippe hinaufzuschwingen. Zunächst versuchte er nun sich an dem Strick herabzulassen, aber dieser reichte nicht bis zum Boden hinab, und so mußte der Sergeant sich mit dem Kätzchen wohl oder übel dort oben einrichten und um Hilfe rufen. Erst nach einer Stunde gelang es den herbeieilenden Strandbesuchern Herr und Katze herunterzuholen, die sich nun nicht mehr voneinander trennen wollen.
Einen schönen Sieg errang die Gießener RG. im ersten Vorlauf zum Achter. Der Berliner RL. lag bis zur 1200-Weler-Warke in Front, hier konnte jedoch Gießen in Front gehen und mit 6:23,4 Win. das Rennen gewinnen.
Im zweiten Vorlauf gab es einen äußerst harten Kampf zwischen dem Mainzer RV. und dem Berliner RK. am Wannsee, den die Rheinländer knapp in 6:23 Min. mit zwei zehntel Sek. Vorsprung vor den Berlinern zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Den dritten Platz belegte hier der Frankfurter RV. 1865 in 6:31,4 Min. Die Meistermannschaft des Würzburger RV. siegte im dritten Vorlauf in der Vorlaufsbestzeit mit 6:20,6 Min. vor Hellas Berlin, die 6:23 Min. benötigten.
Die Ergebnisse der Vorläufe:
1. Vorlauf: 1. GRG. 6:23,4 Min.; Berliner Ruderklub 6:26 Min.; 3. Ulmer Ruderklub Donau 6:28,4 Min.; 4. Germania Königsberg 6:31 Min.
2. Vorlauf: 1. Mainzer Ruderverein 6:23
Montag haben Sie nicht das Geringste zu befürch- ten. Wir werden unsere Maßnahmen treffen. Montag vormittag werde ich noch einmal zu Ihnen kommen, um alles genau zu besprechen. Bis dahin äußerste Verschwiegenheit — nichts anmerken lassen — vielleicht wäre es auch besser, Ihrer Frau vorläufig nichts zu sagen, schon um sie nicht zu beunruhigen."
Der Baumeister trat unruhig zum Fenster.
„Sind Sie auch sicher, daß kein Irrtum vor- liegt?"
„Irrtum?", lachte der Kommissar, „wollen Sie bitte diese Bilder betrachten?" Er legte zwei Photographien auf den Tisch, die in Form von Amateuraufnahmen Bilder des neuen Mädchens zeigten. Auf der Rückseite glänzten in Blau die Stempel des polizeilichen Geheimdienstes.
Die Tage vergingen schnell.
Am Montag bat das neue Mädchen beim Fruh- tück: , ....
„Darf ich heute abend ausgehen, gnädige Frau?
Die Hausfrau nickte. .
Der Baumeister Brunmüller fiel em:
„Heute nicht, Fanny. Es wäre nur lieber, wenn Sie heute abend zu Hause blieben.
Das Mädchen machte eine überaus schnelle Hand- ^^Jch^möchte Herrn Baumeister^doch bitten, mich heute abend ausgehen zu lassen."
Nein."
''Dann", sagte sie schnell, doch besann sie sich, „bann werde ich heute abend zu Hause bleiben.
Es klingelte. Das Mädchen ging an die Flurtur E,He"r Müller möchte Herrn Baumeister sprechen."
Der Kriminalkommissar trat hinter ihr ms Zimmer. Er grüßte überaus höflich die Dame des Hauses.
"E?nen°EqeMick", bat der Baumeister und wandte sich an seine Frau, „Du erttschuldigst uns bitte einige Minuten. Es handelt sich um gefchaft liehe Dinge." Die Herren betraten das Rauchzimmer.
„Nun?" „Keine Sorge," nahm der Kommissar in einem breiten Sessel Platz, „die Sache lauft wie oorausgesehen. Wir erwarten den Einbruch gegen drei Ähr früh. Untere Leute sind auf der Naße verteilt. Ich selbst werd- mit einem Be. amten diese Nacht in Ihrer Wohnung sein.
Und was soll ich dabei tun.
, "Nichts Ueberiaffen Sie die Angelegenheit voll- ■ kommen der Polizei. Sie legen sich zur gewöhn- ten Stunde schlafen, damit kein Verdacht erweckt wird. Sie taffen sich 'n der Nacht durch nichts
. stören was Sie auch Horen mögen. Ich werde
Hungen. 6.15 Uhr: Messe.
Oeffentlicher SonnfagsMenfL
Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500.
Aerzte: Dr. Mcllech, Dr. Steinreich.
Zahnarzt: Dr. Haubach.
Apotheke: Engelapotheke.______________
„Ich?"
„Ich habe sie selbst gesehen. Wem haben < telefoniert?" Das Mädchen faßte sich schnell:
„An unseren Fleischer", sagte sie, „ich mußte


