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Detlev von Liliencron, der Dichter

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Mussolini, der in den nächsten Tagen Stoffli für einige Zeit verlassen wird, empfing den deut­schen Botschafter beim Quirinal, von Hassell, zu einer Unterredung, die etwa drei Viertelstunden dauerte.

Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung empfing den bisherigen kommis­sarischen Reichsführer der Deutschen Studenten­schaft, Diplomingenieur Zähringer, und sprach ihm für seine langjährige Arbeit im Dienste der Deutschen Studentenschaft seinen Dank aus. Ferner empfing der Reichsminister den neu ernannten Reichsschafts- und Studentenschaftsführer F e i ck e r t zum Vortrag.

Der Reichsführer des Nationalsozialisti­schen Deutschen Studentenbundes hat dem Gauleiter Staatsrat Simon in Koblenz und dem Regierungsrat G u t t e r e r - Berlin als Mit­begründer der Hochschulgruppe Frankfurt a. M. des NSDStB. die Ehrennadel verliehen. Desglei­chen wurde dem langjährigen Mitglied des NSDStB. Frankfurt a. M. Gauinspekteur Heyse ebenfalls die Ehrennadel zuerkannt.

Die Wiener Staatsanwaltschaft hat das Buch Moeller van den BrucksDas ewige Reich" beschlagnahmt.

Heide und des Krieges, starb am 22. Juli

25 Jahren. Seinem Gedächtnis war ein Aufsatz in den Freitag-Familienblättern gewidmet.

Oie Aufbauarbeit der Deutschen evangelischen Kirche.

Berlin, 20. Juli. (DNB.) In Berlin tagte un­ter dem Vorsitz des Reichswalters der deutschen evangelischen Kirche Ministerialdirektor Jäger der in Erfurt gebildete Unterausschuß des Ber­fas s u n g s a u ss ch u s s e s, dem die Bearbeitung des Verhältnisses der Landeskirchen zur Reichskirche obliegt. Außer den grundsätz­lichen Fragen der Bekenntnishaltung der deutschen evangelischen Kirche wurde über die G e - setzgebungsgewalt, die Vermal tungs- befugnisse, ferner über die Aufgaben der La n d e s b is ch ö f e und der verfassungs­mäßigen Organe der Landeskirchen (Landes­bischof, kirchliche Verwaltungsspitze, Synode) bera­ten. Die Ergebnisse werden in der Form von Leit­sätzen zusammengefaßt und dem Ende näch­

ster Woche in Erfurt erneut zusammentretenden Ge­samtausschuß vorgelegt werden. Am Freitag tagt in Erfurt der Unterausschuß, der die Kirchenge­meinde und ihre Gliederung behandelt.

Die dritte ordentliche mecklenburgische Landessynode beschloß am Freitag, die meck­lenburgische Kirche der Deutschen Evangelischen Reichskirche e i n z u g l i e d e r n.

Drei Verhaftungen in der Wiener Mordsache Zimmer. Donnerstag hat die Wiener Polizei in der Mord­sache Zimmerdrei Verhaftungen vorgenommen. Nach polizeilichen Mitteilungen ist der geflüchtete Student Walter Neumüller in der Nähe von Amstetten verhaftet worden. Neumüller wird von der Polizei als einer der Täter oder zumindest als einer der Mitwisser angesehen. Ferner ist der 22jährige Student Franz Stocek verhaftet wor­den. Stocek soll dem ebenfalls flüchtigen Fl och, der nach Auffassung der Polizei als Täter in Frage kommt, dieFlucht ermöglicht haben. Ferner ist in Rossatz an der Donau ein dritter Mann verhaftet worden, der ebenfalls unter dem dringenden Verdacht steht, in die Mordtat in der Himmelspfortgasse verwickelt zu sein.

Kleine politische Nachrichten.

Reichspräsident von Hindenburg empfing am Donnerstag den Reichsminister des Aeußeren Freiherrn von Neurath zum Vortrag, der sich im Flugzeug nach Marienburg und von dort im Kraftwagen nach Neudeck begeben hatte.

Witterungsvorhersage für die Woche vom 21. bis 30. Juli.

Ausgegeben von der staatlichen Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersagen in

Frankfurt a. 21L am 20. Juli abends.

Nachdem schon vor etwa zehn Tagen eine leichte Veränderung der Großwetterlage stattgefunden hat, geht jetzt eine weitere Aenderung in dem Sinne vor sich, daß die Gesamtwetterlage, kurz gesagt, für Deutschland schlechter wird. Wir werden in den nächsten zehn Tagen vorwiegend maritime und polarmaritime Luftzufuhr haben. Es wird dabei ziemlich unbeständig sein; kühleres und zu Regen- fällen geneigtes Wetter vorherrschen. Nach Dielen Wochen verhältnismäßig großer Trockenheit kann jetzt mit häufigeren und zuweilen stärkeren Nieder­schlägen gerechnet werden. Dazwischen werden jedoch Aufheiterungen in Südwestdeutschland, viel­leicht sogar von der Dauer mehrerer Tage, ein­treten. Die Niederschlagsmenge wird in dem zehn­tägigen Zeitraum in Norddeutschland den Regelwert meistenorts überschreiten. Im Gegensatz zu den beiden ersten Dritteln des Monats wird die Tem­peratur im letzten Drittel im größeren Teile Deutschlands unter dem Normalwert liegen.

Die nächste Voraussage wird am 31. Juli 1934 ausgegeben.

Wettervoraussage.

Die britische Störung nimmt ihren Weg südost­wärts und bewirkt vorerst in Deutschland meist westliche Winde. Daher bleibt das Wetter noch som­merlich warm, doch ist bei weiterem Luftdruckfall mit dem Auftreten lokaler Gewitterstörungen zu rechnen.

Aussichten für Sonntag: Heiter und wolkig, warm, stellenweise Gewitterneigung.

Aussichten für Montag: keine wesent­liche Aenderung.

Lufttemperaturen am 20. Juli: mittags 26,4 Grad Celsius, abends 20 Grad; am 21. Juli: morgens 19,3 Grad. Maximum 28,1 Grad, Minimum 15,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Juli: abends 26,6 Grad; am 21. Juli: morgens 22,1 Grad.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: 9. 23.: Dr. Fr. W. Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 34: 10 100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Zwanzig Gaarzeitungen für drei Tage verboten.

Saarbrücken, 20.Juli. (DNB.) Die Regie­rungskommission hat insgesamt 20 Tages­zeitungen auf die Dauer von drei Tagen ver­boten. In den Zeitungen sei ein Artikel enthalten, der den Tatbestand der Störung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit dadurch erfülle, daß die Durch­führung von Maßnahmen der Regierungskommission durch solche Polizeibeamte, die von der Presse ledig­lich aus politischen Gründen aufs schärfste bekämpft würden, als eine Herausforderung der Bevölkerung hingeftellt werde. Derartige Aus­führungen, die geeignet seien, die Staatsautorität zu untergraben, könnten als eine ver st eckte Auf­forderung oder Anreizung zum Ungehor- s a m gegen die Verordnung der Regierungskommis­sion oder der ihr unterstellten Behörden angesehen werden. Sie stellten eine ernste Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar. Der Regie­rungskommission genügte es nicht, 20 Zeitungen zu verbieten. Es wurden darüber hinaus auch Haus­suchungen bei einzelnen Zeitungen veranstaltet. In Brebach erschien der Emi­grantenkommissar Lehnert vor der Ge­schäftsstelle der WochenzeitschriftDer deutsche Kum­pel", um sich in Begleitung des Revolverhelden G e - r e k e Einlaß zu verschaffen. Es war niemand auf­zufinden. Nach dreistündigem Suchen fand sich ein Gesinnungsgenosse bereit, der, des Schlosserhand­werks kundig, die Geschäftsräume desDeutschen Kumpels" gewaltsam öffnen konnte. Die ge­samte Brebacher Bevölkerung stimmte spontan das Deutschlandlied und das Saarlied an. Der Geschäfts­führer des Deutschen Kumpels" wird Strafanzeige wegen Einbruch erstatten.

konnte den Schlauch nur mühsam erreichen, da die Kräfte nachließen. Inzwischen waren die Mädchen bis in die Mitte des Rheins mit dem Schlauch abgetrieben worden, der jedoch die starke Belastung nicht tragen konnte. Alle drei drohten zu ertrinken und erst im letzten Augenblick konnten die leichtsinnigen Schwimmerinnen mit einem Kahn an Land geschafft werden. Bald nach diesem Vor­fall kam es in der Nähe der ersten Badestelle zu einem neuen aufregenden Vorkommnis. Drei Knaben, die sich an den Rheinkribben balgten, rutschten plötzlich ins tiefe Wasser ab. In ihrer Not hielten sich alle drei fest umklammert, und nur dem sofortigen Eingreifen verschiedener an­derer Badegäste ist es zu verdanken, daß die drei Jungen vor dem sicheren Tode des Ertrinkens be­wahrt wurden.

Durch den Fußboden ins Waschfaß gefallen.

Ein seltsames Abenteuer hatte eine 220 Pfund schwere Frau 'in Bergamo (Oberitalien), die trotz der Warnung eines Zimmermannes ihre Küche durchquerte, als der Fußboden gerade neu gelegt war. Der Boden gab nach, und die schwere Frau, die im dritten Stock wohnte, stürzte mit voller Wucht in einen Raum des zweiten Stockes, wo sie vor schweren Verletzungen nur dadurch gewahrt blieb, daß sie ausgerechnet i n e i n bis zum Rande gefülltes Waschfaß fiel.

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