Einzelbild herunterladen

Arbeits-undpreiSlegelungindekFaserstoffindüstrie

Fänge.

würde: der Hering ist unsterblich ...

Aus aller Welt

an

Der Tage 8100

Hoiho! Hering in Gicht!"

Absprung aus 8100 Meter höhe.

russische Pilot E v d o k i m o o , der dieser einen Fallschirmabsprung aus Meter Höhe ausführte, und damit den

Die Taufe des Urlauberschiffes Oer Deutsche".

Im zweiten Teil der Verordnung wird für die betroffenen und verwandten Zweige der Faferstoff- wirtschaft ein Verbot ausgesprochen, neue B e - triebe zu errichten oder bestehende Be­triebern erweitern, um eine Umgehung der Arbeitszeitverkürzung und eine Fehlleitung von Ka­pital zu verhindern; es sollen ober auch die meist kleineren, einstufigen Betriebe gegen eine wei­tere Ausdehnung von Konzernen und anderen mehrstufigen Betrieben geschützt werden.

Im dritten Teil der Verordnung werden grund­sätzlich Preiserhöhungen verboten, eine Anpassung an etwa steigende Weltmarktpreise aber gestattet und auch unvermeidbare Selbstkostenerhö­hungen berücksichtigt. Eine scharfe Ueb erwa­ch u n g wird von den Preisüberwachungsstellen und dem Reichswirtschaftsministerium selbst durchgeführt. Dieses kann selbst Ordnungsstrafen bis zu 10 000 Mk. femetzen, Betriebe schließen und Schuldigen die Eigenschaft aberkennen, Führer eines Betriebes zu sein.

Fest des Volkes und derIugend!

Oie Bedeutung der Deutschen Kampfspiele 1934.

Von Werner Bekmann.

man wehrt sich gegen Verkrampfung und möchte etwas, dessen transzendent bezogene Substanz jedoch fehlt. Dennoch ist als ein Ungewolltes, wenn auch ohne gemeinschaftlichen Gehalt, jener Aufschwung da wie zum Tröste der steinernen Gegenwart."

In diesen Worten ist bereits das andeutungsweise vorweg genommen, was heute blühende Wirklichkeit ist. Denn heute istjene transzendent bezogene Sub- stanz" wieder vorhanden, dergemeinschaft­liche Gehalt" wieder gegeben durch die Neu­ordnung unsrer gesamten Daseinsform durch den Na­tionalsozialismus. Für die deutsche Leibeserziehung in ihrem umfassenden und durch dos WortErzie- hung" auf das Geistige bezogenen Sinn ist wieder die feste Grundlage gegeben, die das Dolkhafte ebenso einbezieht in den Kreis aller körperlichen Erziehungs­arbeit, wie das Geistige und Kulturelle. Nicht mehr neben- und gegeneinander wird gearbeitet, sondern mit- u n d f ü r e i n a n de r. Der Gedanke der kör­perlichen Ertüchtigung ist nicht mehr zu treuen von der Erziehung des Charakters, der Schulung des Willens und der Förderung aller derer Eigenschaften, die für den jungen deutschen Menschen heute rich­tungweisend sind: Disziplin, Pflichtgefühl, Kamerad­schaftsgeist, Hilfsbereitschaft und der Wille zum Ein­satz. Nicht die Leistung an sich gilt, sondern die Lei-

Die schon nach einhalbjähriger Durchführung so prachtvoll entwickelte Arbeit der NS.-Gem-mschaft Kraft durch Freude" erreicht mit der feierlichen Taufe des neuen UrlauberschiffesD et Deut» f ehe" in Bremerhaven einen Höhepunkt. Das schmucke weißgestrichene Schiff hatte schon am frü­hen Morgen am Südende der Columbus-Kaie an­gelegt. Um 9 Uhr traf der Z u a m i t b e n b a y e - rischen Urlaubern em, die sich sogleich Bord des Schiffes begaben. D r. Le y traf un Flugzeug von München kommend m Begleitung des Leiters des Reichsamtes für Resten und Wan­dern Dr. Lafferentz, auf dem Columbus-Pier

ein. _ r r , .

9f[c prftgr ergriff sodann Dr. Lafferentz das Wort. Es seinem beglückendes Gefühl, feststellen zu können, daß in der kurzen Zelt des Bestehens derKraft durch Freude"

sche Volksgenossen an See führte n hat­ten teilnehmen können. Es ist damit zu rechnen, daß schon im September z w e i w e l t e r e D a m p - p r S. den Dienst unserer Sache gestellt werden, so daß dann zu gleicher Zeit immer 5000 Menschen sich dem Zauber des Meeres hingeben können.

Der zweite Taufredner, Oberleutnant z.S. Beck, vom Chef der Reichsmarine mit ber Vertretung be­auftragt, bezeichnete es als befonbers erfreuhrf), bafj der Taufakt bie Derbinbung.zwischen ber Reichs­marine unb ber Hanbelsmar.ne forbere unb ver- Hofe Dr Firle, der Generaldirektor des Nord­deutschen' Lloyd, stellte seine. Ausführungen unter das Wort:Nicht klagen, wieder wagen!

Dr Ley nahm dann das Wort zur Taufrede. Immer wieder von Beifall unterbrochen, führte er u^aus Kraft durch Freude" solle in dem deut­schen Menschen nicht einen Schein von Wohlstand und Reichtum erzeugen, sondern nach Erholung, Freude und Ausspannung den Weg weisen und die Fähigkeit wachrufen für den wieder aufzunehmen­den Kampf um das tägliche Brot. Anschließend

Ab und zu taucht die besorgte Frage auf, ob nicht diese alljährlichen menschlichen Raubzüge, vor allem wenn sie in einem Ausmaß wie sie dieses Jahr zu erwarten sind, vorgenommen werden, eines Tages die Hering ausrotten könnten. Das ist nicht zu besorgen. Die Heringsschwärme wachsen und wachsen auf geheimnisvolle Art; ihrer ist kein Ende; sie würden sich selbst dann noch immer wieder mehren, wenn Europa alljährlich das Zehnfache der bisherigen Mengen in seine Netze bergen

bestehenden Rekord schlug, erklärte, er habe sich dazu seit März vorbereitet. Während des Fluges und beim Absprung benutzte Evdokimoo einen Sauer st offapparat. Als das zweisitzige Flugzeug auf 8100 Meter Höhe angelangt war, beschrieb der Pilot Kreise über dem Flugplatz. Das Wetter schlug plötzlich um, Wolken verdeckten die Sicht. Als Evdokimoo sich vom Apparat abstieß, wurde er sofort durch den starken Luftstrom herum­gedreht und stürzte mit dem Kopf nach unten 3000 Meter tief. Die ersten 400 Meter drehte er sich mit ungeheurer Geschwindig­keit um sich selbst. Die erste Wolkenbank durchbrach er während seines Falles in 5500 Meter Höhe, bei 4000 Meter geriet er wieder in Wolken und sauste 500 Meter von Wolken umgeben weiter in die Tiefe. Um besser sehen zu kön­nen, riß er sich die Maske und Brille vom Gesicht. Erst 700 Meter über ber Erbe kam er aus ben Wolken zum Vorschein. Wie er später erzählte, kostete es ihn ungeheure Willens­kraft, nicht eher als 142 Sekunben nach bem Ab­sprung, wie er es sich oorgenommen hatte, den Fallschirm zu öffnen. 200 Meter über dem Boden zog ich, so berichtet er, an der Leine, worauf sich der Fallschirm sofort öffnete; glücklicherweise konnte ich auf einem Felde zu Boden gehen. Nach dem Absprung fühlte er sich vollkommen frisch, nur hatte er den Wunsch, sofort zu schlafen.

Zugentgleisung auf ber Strecke BozenTrient.

Am Freitag entgleiste der vom Brenner kommende fahrplanmäßige Nachtschnellzug auf der Strecke BozenTrient in der Nähe von Nave. Die Lokomotive, ber Gepäck- unb Postwagen, ein Wagen dritter Klasse und e i n durchgehender Wagen München V e n- timiglia wurden aus den Gleisen gehoben. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß ein un­mittelbar vor der Durchfahrt des Zuges nieder­gehender Wolkenbruch große Steine und Erd­massen in rund einem Meter Höhe auf den Bahnkörper gespült hatte. Der Heizer, der Zugführer und ein Fahrgast erlitten leichtere Ver­letzungen. Die Aufräumungsarbeiten werden in zwei Tagen beendet sein. Der Verkehr wird in­zwischen über ein Nebengleis weitergefüyrt.

Beim Paddeln ertrunken.

Zwei junge Leute aus Ludwigshafen ver­suchten in der Nähe des Bellenkrappens den Rhein mit einem Paddelboot zu überqueren, tarnen dabei aber einem z u Berg fahrenden Schlepp­zug zu nahe. Nach einigen vergeblichen Ver­suchen, sich von einem Schleppzug abzustoßen, gerieten die Paddler an den einem Schleppkahn anhängen­den Nachen, wodurch das Paddelboot kenterte. Während der eine der Insassen sich durch Schwim­men an Land retten konnte, versank der andere in den Fluten.

21larconi macht neue Versuche mit Kurzwellen.

Senator M a r c o n i, der bekannte Erfinder und Präsident der italienischen Akademie der Wissen­schaften, der sich zur Zeit an Bord seiner Jacht Elektra" an Der Riviera zu neuen funktelegraphi­schen Versuchen aufhält, erklärte italienischen Pressevertretern, daß seine neuen Versuche beson­ders dem Gebiete der Kurzwellen ge­widmet seien. Der besondere Vorteil dieser Kurz­wellen liege darin, erklärte Marconi, daß sie kei­nerlei Störungen unterlägen. Insbesondere sollten die Versuche dem Studium eines Apparates bienen, ber Schiffen bei bidjtem Nebel ober in ber Dunkelheit sichere Navi- gatt o n ermögliche. Einem solchen Apparat komme hohe Bebeutung für bie See- unb Luft­fahrt, vor allem in ben nörblichen Meeren, zu. Die bisher erzielten Ergebnisse seien sehr be- friebigenb.

Sechs Kinder dem Ertrinken nahe.

Auf ber Insel Nameby bei A n de r n a ch <m einer gefährlichen Stelle begaben sich trotz der War­nung älterer Badegä sie brei Mädchen ins Wasser, um zu haben. Sie warfen einen aus­gepumpten Autoschlauch ins Wasser uni) schwammen ihm nach. Eines der drei Mädchen

Soeben ist die gesamte deutsche Fisch - dampferflotte ausgelaufen: der He­ring i st da ! Der wanderlustige Geselle ist in die­sem Jahr früher erschienen als sonst. Meist tritt er in ber Nordsee erst im Frühherbst auf, dann aller­dings in kilometerbreitem, wanderndem Silberband, blinkend von Myriaden glitzernden Schuppen unb vom Blau zahlloser schimmernden Rücken. Heuer hat er es eiliger gehabt, ist er an unfern Küsten schon eingetroffen: Verheißung großen Reichtums...

Denn die ungeheuren Heringsschwärme bedeuten Reichtum; dieser Fisch ist unbestritten der wirt­schaftlich wichtigste Fisch Europas. Allein Deutschland verzehrt jährlich etwa 12 Pfund Hering auf den Kops seiner Bevölkerung unb führt ungefähr vier­hundert Millionen Pfund im Jahr ein das ist ein Gelbwert von etwa 75 Millionen Mark.

Darüber hinaus aber hüllt sich gerade dieser Fisch in ben Schleier eines bis heute noch nicht ergrün­deten Geheimnisses, was foaufagen feinen Le- benswandel anbetrifft. Noch weiß niemanb rest­los das Mysterium der alljährlichen Heringswande­rung zu erklären, wir ahnen nur, daß hier sowohl die Lufttemperatur als auch der jeweilige Nahrungs­mittelgehalt bes Meerwassers eine einflußreiche Rolle spielen. _ r,,

Meist ziehen bie beutschen Fischlogger schon tm Frühjahr dem Hering entgegen, ungefähr bis zur

Berlin, 20. Juli. (DNB.) Die Devisenlage hat I eine Beschränkung der Einfuhr u. a. auch von Roh fas er st offen (Textilien) erfor­derlich gemacht. Hieraus ergibt sich die Notwendig­keit, dafür besorgt zu sein, daß nicht mehr verarbeitet wird, als nach Lage der Dinge erforderlich ist. Die vorhandenen Vorräte müssen geschont werden, es kann nicht länger zugelassen werden, daß z. T. weit über Bedarf Aufträge erteilt und aus­geführt werden und einzelne Betriebe verstärkt ar­beiten, in einiger Zeit aber womöglich stilliegen müs­sen, weil ihnen die für solche Arbeit erforderlichen Rohstoffmengen nicht zugeteilt werden können. Es ist richtiger, beizeiten gleichmäßig weniger stark zu arbeiten.

Der Reichswirtschaftsminister hat daher im Ein­vernehmen mit dem Reichsarbeitsminister bestimmt (Faserftoffverorünung), daß in Teilen der Faserstoff­wirtschaft vom 23. Juli 1934 ab nicht mehr ober nicht erheblich mehr als 36 Stunden Gearbeitet werden soll, soweit nicht eilige Aus­fuhraufträge oder sonstige Gründe für stärkere Ar­beit vorliegen. Das Ziel der Verordnung ist, Ent­lassungen möglichst zu vermeiden.

sprach Fräulein Reisinger, die von der Gauleitung München zur Durchführung des Tauf­aktes auserwählt war, die Taufworte:Ich taufe dich .Der Deutsche' und wünsche dir allezeit glück­liche Fahrt!" Das Horst-Wessel- und Deutschland- Lied beendeten den feierlichen Taufakt. Bereits um 14 Uhr verließDer Deutsche" den Heimathafen, um sich nach den norwegischen Fjorden zu begeben.

Oie Tannenberg-Gedenkfeier am Nationaldenkmal bei Hohenstein.

Aus Anlaß der 20jährigen Wiederkehr der Schlacht bei Tannenberg findet am Sonntag, 26. August 1934, unter Leitung des Wehrkreiskom­mandos I eine Gedenkfeier am Nationaldenkmal bei Hohenstein statt. Durch die Teilnahme von Mit­gliedern der Reichsregierung, u. a. des Reichswehr­ministers Generaloberst von Blomberg, unb des Chefs der Heeresleitung, General der Artil­lerie FreiherrvonFritsch, sowie zahlreicher Führer aus den Schlachten in Ostpreußen, an ihrer Spitze Generalfeldmarschall vonMackensen, wird die Feier ein besonderes Gepräge erhalten. Die Wehrmacht wird durch mehrere ost preußische Trup­penteile und durch eine F a h n e n k o m panie mit den Fahnen der Regimenter, die an der Schlacht teilnahmen, vertreten fein. Ferner haben Landes- Polizei, nationalsozialistische Organisationen und Frontsoldatenverbände ihre Beteiligung zugesagt.

Der Heide- und Waldbrand in Hannover zum Stehen gebracht.

Der Brand im Moor bei Großenheidorn ist schon vor mehreren Tagen ausgebrochen. Der Gemeindevorsteher von Großenheidorn hat es aber nicht für notwendig erachtet, seinem Landrats- amt rechtzeitig Meldung zu erstatten. Als bann am Donnerstag starker Winb auftrat, konnte bie vorn Arbeitsdienstlager Steinhude be­stellte Brandwache das Feuer nicht mehr halten, das sich mit rasender Schnelligkeit über Moor unb Heide ausbreitete. Am Freitag wurde, um den Staatsforst besser zu schützen, ein

deutenden Lichtseiten kennzeichnet. Der Heidelberger Philosoph Karl Jaspers sagt in dem Kapitel Sport" seines 1931 als 1000. Band ber Sammlung Göschen erschienenen BüchleinsDie geistige Situa­tion ber Zeit":Was durch solche Masseninstinkte aus dem Sport wirb, macht jedoch die Erscheinung des modernen Menschen im Sport keineswegs be­greiflich. Ueber den Sportbetrieb und seine Organi­sation hinaus, in welcher der in bie Arbeitsmechanis­men gezwungene Mensch nur ein Aequivalent un­mittelbaren Eigendaseins sucht, ist in blefer Bewe­gung doch eine Großartigkeit fühlbar. Sport ist nicht nur Spiel unb Rekord, sondern w i e Auf­schwung und Aufraffen. Er ist heute wie eine Forderung an jeden. Das durch Raf­finement übertünchte Dasein vertraut sich in ihm der Natürlichkeit des Impulses. Man vergleicht wohl den Sport des heutigen Menschen mit dem der An­tike. Damals war er wie eine indirekte Mitteilung des außerordentlichen Menschen in seiner göttlichen Herkunft; davon ist nicht mehr die Rede. Auch die heutigen Menschen zwar wollen wiederum irgend­wie sich darstellen und Sport wird Weltanschauung;

Höhe der Orkney-Inseln. Tauchen hier die Schwärme aus, verfolgt von Millionen Heringshaien und Thunfischen, die sich unersättlich durch die Schwärme fressen, dann werden sie von den Seglern und den Motorbooten begleitet, bis sie in bie sübliche Nord- fee gelangt sinb. Hier werben die schwimmenden Netzwände bis zur Länge von sechs Kilometer im Wasser aufgebaut; in ihnen bleiben die Heringe hängen. Seit längerer Zeit ist hierzu noch der Rie­senfang durch Fischdampfer mit Grundschleppnetzen gekommen. Diese Art des Fangs allerdings läßt sich aus biologischen Gründen meist nur im Frühherbst vornehmen. Nur in diesem Jahr ist auch schon das Grundschleppnetz der deutschen Fischdampfer an der Arbeit. Man harrt Heuer geradezu ungeheurer

In wenigen Tagen werden dieDeutschen Kampf- i spiele" ihre vierte Wiederholung erfahren. N ü r n - < berg diese herrliche deutsche Stadt, wirb in ber s Woche vom 23. bis 29. Juli Turner unb c Sportler aus allen deutschen Gauen beherbergen, i und darüber hinaus viele Tausende Volksgenosien aus dem Reiche und deutschen Sprach- unb Kultur- , gebieten außerhalb bes Reiches in ihren Mauern , sehen. Ungezählte Tausende werden in Sonder- j zügen während der Tage der Kampfspiele nach | Nürnberg fahren, um diese größte und umfassendste ( Veranstaltung auf dem Gebiete der Leibeserziehung, dasnationale Olympia" des deut­schen Volkes, aus unmittelbarer Nähe zu er­leben. ;

Um die tiefe Bedeutung dieses Festes eines gan« , zen Volkes zu verstehen und recht zu würdigen, um sich überhaupt einmal des ungeheuren Wandels gerade auf Dem Gebiet der körperlichen Erziehung innerhalb des Kulturwillens unseres Volkes be­wußt zu werden, ist es notwendig, einmal den Blick zurückschweifen zu lassen. Diejenigen, die diesen Wandel kämpferisch durchlebt haben, werden mit einem gelassenen Kopfnicken feststellen, daß ihre Ar­beit nach langen Mühen überreiche Früchte ge­tragen hat und alle diejenigen, für die Turnen und Sport sozusagen eine harmlose, aber reichlich an­strengendeSpielerei" war, sind heute eines Besse­ren belehrt worden. Sie mußten erkennen, welch wertvoller Aktivposten Turnen unb Sport sowohl als körperliche Tätigkeit als auch geistige Erscheinungsform innerhalb bes Kulturlebens des deutschen Volkes darstellen.

Die Zeit vor dem Kriege kann man aus diesen Betrachtungen ausschalten. Sie war zu sehr von Gesetzen bedingt, für die den Jüngeren unter uns die Voraussetzungen des wahren Verständnisses fehlen. Aber so viel sei gesagt, daß die Turner zwar einen klar abgegrenzten und in sich organisch gegliederten Bereich einnahmen, in dem die Fahne der engen Verbundenheit mit Volk und Vaterland hochgehalten wurde, daß die Sportler damals aber noch um Dinge kämpften, die heute Selbstverständ­lichkeiten sind. Wer kann sich etwa noch erinnern, mit welchen Augen damals Skisportler oder gar Fußballspieler oder noch schlimmer! Boxer angesehen wurden, oder wie es um die Volkstüm­lichkeit anderer Rasenspiele stand, vom Tennis ganz zu schweigen. Das Gefühl des Gemeinsamen unb großen Ganzen, der gleichen Marschrichtung bei noch so verschiedenen Vorzeichen, war nirgends vor­handen.

Nach dem Weltkriege setzte dann in atemlosem Tempo eine Entwicklung ein, die zum Teil aus der während der Kriegsjahre zurückgedrängten Vi­talität, aus den plötzlich hervorbrechenden Sturz­fluten eines Lebenswillens, einer Daseinsbejahung, aber auch durch das grundsätzlich Neue, das sich auf allen Gebieten menschlicher Daseinssormen an- bahnte, zu verstehen war. Der Sport nahm einen ungeheuren Aufschwung, der Begriff dss Turnens erfuhr eine Erweiterung nach der Seite natürlicher und gelockerter Uebungsformen hin, ohne daß die turnerische Grundidee Schaden litt.

Aber dieser plötzliche Aufstieg, dieses Erstarken des Gedankens, den Körper zu stählen, Kraft und Mut durch Turnen und Sport zu erproben, barg G e - fahren nicht so sehr körperlicher als gerade gei­stiger und seelischer Natur in sich. Da war kein Band mehr zum einzelnen, das durch gemein­same geistige Haltung, durch ein Verstehen über alle individuellen Unterschiede hinweg jeden Turner unb jeben Sportler fester aneinanderknüpfte. Da war auch plötzlich nicht mehr jenes Gemeinsame, das bei ben Turnern stets hochgehalten wurde, jme Einheit von Sitte unb altüberliefertem Brauch, bie zur klaren Quelle bes Volkstums führte unb so die geistige Ebene schaffte, bie Turnen unb Sport haben müssen, sollen sie nicht Sensation unb Nervenkitzel werden. Nein, da war plötzlich eine große Masse von Sportlern, ein anonymer Haufen, über ben hoch ber Spitzenkönner, ber Star, bieKanone" mit bem Dereinsrekörbchen, ober der Ueberrnensch mit bem Weltrekorb ftanb; ohne Beziehungen zu ben Durchschnittssportlern, ohne Bindungen, ohne gei­stige Verpflichtungen.

Wir wissen sehr wohl, daß solche Darstellungen mit Notwendigkeit ein wenig einseitig übertreiben zum Zwecke der Deutlichkeit. Wir wissen auch, daß es Ausnahmen gab, erfreuliche unb vordilbliche Ausnahmen. Aber es ist nicht zu leugnen unb bas weiß jeber, ber noch vor wenigen Jahren aktiv im Sportleben ftanb, daß ba ein falsches Streben war, bas die Leistung, bie nur wenigen traft be­sonderer Veranlagung möglich war, die Höchst­leistung also, in ein Verhältnis zur Durchschnitts­leistung stellte, bas mit Notwendigkeit zu schlimmen Auswüchsen führen mußte. Das Können, bas an unb für sich gesunde Leistungsprinzip würbe aus bem Organismus, ber, wie alles ßebenbe, eine viel­fältig gestufte unb in sich georbnete ©lieberung hat, losgelöst unb in einer Weise bevorzugt, bie zwangs­läufig Entartungserscheinungen zur Folge haben mußte. Aus ber gefunben Leistung, aus bem Willen, seinem Körper bas Höchste abzuverlangen, wurde Artistik und ödes Spezialistentum mit all seinen häßlichen Begleiterscheinungen. Auf der anderen Seite stand die geskWtzse Masse, einer wahren Füh­rung beraubt, einer lebensvollen Schichtung bar. Es gab einige wenige, die abseits standen und den seelenlosen Betrieb durchschauten. Ihre Stimme drang nicht durch.

Es sei hier dos Urteil eines Mannes angeführt, das in schöner Knappheit und Klarheit diese Situa­tion mit ihren tiefen Schatten- unb sich schwach an-

etwa 30 Meter breiter Moorstreifen vor bem Walbe burtf) bie Feuerwehr unter Wasser gesetzt. Das gesamte teilweise mit Niederungs- unb Dauer- roalb bestaubens Moor- unb Heibegebiet zwischen bem Steinhuber Meer unb Neustadt ist rund 500 ha groß. Von dieser Fläche dürften nach vorsichtiger Schätzung 4 bis 5000 Morgen betroffen sein. Der Brand wurde an der Landstraße Neu­stadt Wunstorf zum Stehen gebracht. Im Dorfe Moordorf mußten mehrere Häuser ge­räumt werden. Der Jnsanterieführer VI, General von Goßler aus Hannover, weilte an der Brandstätte, um sich von ber Arbeit der Reichswehr zu überzeugen.

Der Deutsche Sängerbund tritt dem Rcichsbund Volkstum und Heimat bei.

Wie bas Hessische Staatspresseamt mitteilt, ist folgenbe Vereinbarung zwischen bem Führer bes Deutschen Sängerbunbes und bem Leiter bes Reichsbundes Volkstum unb Heimat getroffen wor­den:Da ber Deutsche Sängerbund neben seiner Chorarbeit seit jeher auch Volkstumsarbeit gepflegt hat unb bamit Gebiete berührt, bie nach ber Verfügung des Stellvertreters des Führers vom 15. Juli 1933 vom Reichsbund Volkstum und Heimat erfaßt werden, schließt sich ber Deutsche (Sängerbunb körperschaftlich bem Reichsbund Volkstum unb Heimat an. Jnsbesonbere soll burch biesen Anschluß sichergestellt werben, baß bie Arbeit bes DSB. in eine lebendige Beziehung zu ben anberen Teil­gebieten ber Volkstumsarbeit gesetzt wird, vor allem zu dem vom RVH. betreuten Volkssingen außerhalb der Chorpflege."

Glücklich verlaufener Flugzeugunfall Adels.

Auf dem Berliner Flughafen Tempelhof ereig­nete sich ein aufsehenerregender Zwischenfall. Der bekannte deutsche Sportflieger Ernst Übet war mit seinem, aus Amerika mitgebrachten Sportkunstflug- zeug aufgestiegen unb führte zur Vorbereitung für einen Flugtag Kunstflüge aus. In etwa 1000 Meter Höhe geriet bas Flugzeug bei einer neuen Kunstflugfigur ins Trubeln. Übet sprang aus etwa 800 Meter Höhe mit bem Fallschirm ab unb gelangte unversehrt zur Erbe. Sein Flugzeug schlug inmitten des Flugplatzes auf und wurde vollständig zerstört. Seiner unübertreff­lichen Geistesgegenwart hat es ber Altmeister bes Kunftfluges zu banken, baß bieses gefährliche Flug­abenteuer so glücklich für ihn ablief.

ftung in Bezug auf die Gosamtpersönlichkeit unb biefe mieberum hat nur Geltung durch freiwillige Einorbnung in die Gemeinschaft, durch das Maß der Zucht, das sie verkörvert.

In diesem Geiste, Dem Geiste der Verantwortung und des Wissens um eine herrliche Aufgabe, fährt die deutsche Jugend nach Nürnberg, um im Wett­kampf unb im Spiel zu beweisen, bah jener Dreiflang Körper ©eift Nation! zu einer lebenbigen Einheit ves-schmolzen ist, einer Einheit, bie währenb der Nürnberger Kampfspiele tage machtvollen unb üderzeugenben Ausbruck finden soll. Die ersten beutschen Kampfspiele im neuen Deutschland, für die seit Monaten in Nürnberg um­fangreiche Vorbereitungen getroffen werden und die in der herrlichen Anlage des Nürnberger Sta­dions stattfinden, sollen ein Hochfest des deutschen Sports werden. Darüber hinaus aber sollen sie Zeugnis ablegen von ber untrennbaren Verbunden­heit der deutschen Turner und Sportler mit dem heutigen Deutschland. Die Besten aus allen deut­schen Gauen werden in 24 Hauptsportarten um den Titel eines Deutschen Kampsspielmei­sters ringen, 22 von ihnen werden gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft durchgeführt. Die Reichsbahn hat sich in weitestgehender Form in den Dienst dieses Reichssestes gestellt, für das der greife Reichspräsident die Schirmherrschaft über­nommen hat. Nürnberg selbst ist bereit, die Gäste in seinen so viele herrliche Kulturschätze und ge­schichtliche Erinnerungen bergenden Mauern zu empfangen. Die Deutschen Kampfspiele, das Fest des deutschen Volkes und der deutschen Jugend er­warten dich!