Oie Einsamen.
Schicksalswege der soldatischen Genies.
Von Gurt Hohe!.
„Jener unbedenkliche Enthusiast für schöne groß- gewachsene Grenadiere, welcher, als König von Preußen, einem militärischen und skeptischen Genie — und damit im Grunde jenem neuen jetzt eben siegreich heraufgekommenen Typus des Deutschen — das Dasein gab, der fragwürdige und tolle V a - ter Friedrichs des Großen, hatte in einem Punkte selbst den Griff und die Glückskralle des Genies: er wußte, woran es damals in Deutschland fehlte, und welcher Mangel hundertmal ängstlicher und dringender war als etwa der Mangel an Bil- düng und gesellschaftlicher Form, fein Widerwille gegen den jungen Friedrich kam aus der Angst eines tiefen Instinktes. Männer fehlten..."
Mit diesen Worten hat Friedrich N i e tz s ch e einmal den Sinn und die Aufgabe Preußens umrissen, die sich in dem Kampfe zwischen Vater und Sohn enthüllt. Friedrich Wilhelm I. wollte den soldatischen Menschen erziehen, den männlichen Deutschen, der keinerlei Zugeständnisse an das weichliche Jahrhundert billigte. Damit erfüllte der Soldatenkönig eine weltgeschichtliche Aufgabe. Es war damals notig, hart zuzupacken, denn der Einfluß franzöfifcker Sitten war schlimmer in dem Deutschland des 18. Jahrhunderts, als wir ihn uns gemeinhin vorstellen. Wir sehen die Geschichte Preußens und Deutschlands immer unter dem Gesichtspunkte des später Gewordenen, eben des Soldatischen, wie es in dem Großen Friedrich sich aufgipfelte. Wir sehen aber nicht das, was an Menschlichem-Allumenschlichem ringsum war, und was Friedrich in sich und in seiner Umgebung besiegen mußte. Nietzsche spricht von einem „eben siegreich heraufgekommenen Typus der Deutschen": es ist eben d e r s o l d a t i s che Ty p u s, den Friedrich Wilhelm I. mit Leidenschaft „züchtete". Und auf diesen Typus kam es im Rokokojahrhundert an. Es mußte sich gegen dieses Jahrhundert durchsetzen und den Fluch der „Barbarei" auf sich nehmen, ja den der Abgötterei, wie er später Friedrich den Großen auch traf.
Man muß immer wieder einmal in jenem kleinen Gesprächsbüchlein lesen, in dem der damals noch junge französische Vorleser Friedrichs, Henri de Gatt, seine Erlebnisse im Hauptquartier des Königs ausgezeichnet hat. Man kann dort Tag für Tag in den Jahren 1758 bis 1760 beobachten, wie der große König fein Leben der täglichen Neuver- wirklichung dieses Soldatentums, das er sich abringen mußte, weiht. Wie er immer wieder zu den französischen Versen und dem Flötenspiel, zu der skeptischen Philosophie und der Antike zurückkehrt, um dann in bitterer Not seine genialen Schlachten gegen eine Welt von Feinden zu schlagen. In unendlichen Plagen bleibt der König standhaft. Er stürzt vom Pferde, ein gequetschtes Bein schwillt an, er überwindet den Schmerz, er sagt zu Catt: „Sie müssen zugeben, daß ich unglücklich spiele und schlecht bedient werde: wenn ich nicht an alles denke, denkt kein Mensch daran." Und später: „Als zuerst nicht alles gut ging, war ich untröstlich. Aber das Leiden macht uns zu Philosophen ... Wenn ich sehe, daß es keinen Ausweg mehr gibt, dann darf ich doch wohl mit mir machen, was ich will? Aber ich wäre ein Feigling, wenn ich es täte, solange ich noch eine Lücke sehe, durch die ich entkommen kann." Das ist jener heroische Pessimismus, der den König fähig machte, auch die schlimmste Lage zu überstehen.
Aus dieser Einstellung zum Leben, zum königlichen Leben, sagte Friedrich eines Tages, mitten im Siebenjährigen Kriege zu Gatt: „Glauben Sie mir, ich lege mir selbst die strengste Rechenschaft ab auf dem Platz, aus dem ich stehe. Das ist geboten, und doch weih ich, daß ich fehle. So groß ist die menschliche Schwäche."
Als ein halbes Jahrhundert später die preußische Monarchie von ihrer friderizianischen Höhe gesunken war unter dem Stoß der revolutionären Armee Napoleons, da sprach der geniale Gneisen au zu Friedrich Wilhelm III., der Gneisenaus Reorganisationspläne für „Poesie" erklärte: „Auf Poesie ist die Sicherheit der Throne gegründet, allerdings auf eine besondere Art von Poesie: man nennt sie auch Vaterlandsliebe ..." Da klingt wieder eine neue Weise jenes Heroentums auf, die ihrem Jahrhundert in Deutschland gemäß war.
Wieder muhte sich der soldatische Mensch allen Gewalten zum Trotz durchsetzen. Wieder stand es verzweifelt um ihn inmitten der feigen und seichten Kompromißler, der faulen Diplomaten und resi- anierenden Hofleute. Scharnhorst und G n e i • fenau sind ebenso wie Stein „Revolutionäre" und als solche abermals verfemt bei denen, die nicht vom Geiste des Soldaten beseelt waren. Wieder erhebt sich gegen den Genius des Soldaten die Stimme der Kleinen, Feigen und Mittelmäßigen, wieder schilt man die Männer „Barbaren" und „Emporkömmlinge", die aus dem Geiste des Soldatentums Preußen und damit Deutschland retteten. Mit zäher schweigsamer Arbeit muh der offene und lautere Scharnhorst — sehr gegen seine Neigung den „Verschwörer" spielend — das preußische Heer neu aufrichten. Er leidet unter diesem verdeckten Spiel des „Krümpersystems" und aller seiner Nebenerscheinungen; aber er fühlt seine Sendung: er muß den preußischen Soldaten innerlich erneuern, er muß ihn aus Enge und Unoolkstümlichkeit befreien und das Volk in Waffen heranbilden. Es war der Soldat, der damals die preußische Reform, diese Wegbereitung für das kommende einige Deutschland, begann und ermöglichte. Wieder stellten sich Männer unter ein Gesetz, das sie sich selber auferlegten, jo wie der einsame große König einst sich selber besiegt hatte, um Preußen zu retten und fein Soldatentum zu bewähren.
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Als der größte Denker über die Kunst des Krieges in neuerer Zeit, Earl von Elausewitz, sein einsames Leben vollendet sah, schrieb er an seine treue Frau und Mitarbeiterin: „Ich kann nicht sagen, mit welcher Geringschätzung des menschlichen Urteils ich aus der Welt gehe." Wieder spricht der Genius des Soldatischen eine bittere und keptische Sprache. Elausewitz, der geniale Soldat, der die Kriegskunst der Neuzeit auf ihre letzte Formel brachte, der ein neues Geschlecht von Strategen und Politikern erzeugte mit seinem Werk „Vom Kriege", dieser Elausewitz endete mit einem Zuge tiefer Menschenverachtung.
Elausewitz wurde der Lehrer Moltkes, des großen Schweigers, er gab diesem aus dänischen Diensten ins preußische Heer übergetretenen Strategen die Mittel, die ihn später zu den weltgeschichtlichen Taten für Deutschlands Einheit befähigten. Auch Elausewitz war ein „Rebell". Er geriet bei Jena 1806 in französische Gefangenschaft, er sagte dem Könige von Preußen den Dienst auf, als dieser ein Bündnis mit Napoleon schloß, er trat in die deutsch-russische Legion ein, die gegen
Preußen focht vor Norcks Schwenkung von Tau- roqgen. Clausewitz kämpft unter Einsetzung seines Lebens bei Borodino gegen Napoleon und erhalt einen goldenen Ehrensäbel vom russischen Zaren dafür. Und dann — verschwindet er im neuen preußischen Heeresbetrieb. Er erhält nie em großes Kommando, er muß im Hintergründe bleiben. Spater wird er in Berlin Direktor der „Allgemeinen Kriegsschule", der späteren Kriegsakademie. Dort aber hat er nicht zu lehren, sondern er steht nur an der Spitze der Verwaltung und regelt die di ziplinarischen Verhältnisse. Auch hat er die Quittungen über Vorschüsse an seine Offiziere zu ge-
Frankfurt a. M., 20. Juli. (LPD.) Ueber den Besuch des Reichsstatthalters in Hessen Gauleiter Sprenger bei der Hitlerjugend übergibt das ©aupref feamt der Presse einen Bericht, in dem u. a. ausgeführt wird:
Wir haben im Laufe des letzten Jahres vielerlei erhebende Zeugnisse und Belege des neuen Werdens kennen lernen dürfen und bewundert. Wenige Gebiete des öffenllichen Lebens bringen die Bedeutung der revolutionären Neugestaltung der deutschen Entwicklung schon so nachhaltig zum Ausdruck, wie das gegenwärtig festere Formen findende Werden der nächsten Generation. Wer noch einen Rest Jugendhaftigkeit in fein gleich wie hohes Lebensalter retten konnte, wird den neuen Geist unserer Jungens schon mit eigener Freude festgestellt haben. Dabei wissen wir alle, daß diese Fülle von frühem Eigenleben Anregungen und Begeisterung den jungen Menschenmost der Revolutionsgeneration ungestümer und weitaus lebhafter in Gärung geraten ließ, als es in normalen Zeiten der Fall war, doch schließlich wäre es auch nur Schuld der alten Küfer, wenn der junge Most die Fässer prengt. Die Führerschaft der nationalen Erhebung wird nach all ihren seitherigen Leistungen als Ge- olgsmänner Adolf Hitlers auch die bedeut- ame Aufgabe einer richtigen und energischen Betreuung der nächsten Generation zu lösen wissen. Jedenfalls ist die rhein-mainische Hitlerjugend des Gaues Hessen- Nassau im Gebiet XIII in dieser kraftvollen Betreuung aufgewachsen und ihrem weiteren werden der Partei im allgemeinen und dem Gauleiter im besonderen Jo durch Vertrauen verbunden, daß ein organischer und segensreicher Fortgang diese Entwicklung schon heute als durchaus sicherer Erfolg betrachtet werden kann.
Daß auch dieser wie alle Erfolge nicht ohne Leistung und Kampf errungen wird, bewies die Besichtigung einiger der rund 50 Lager unserer rhein-mainischen HI. durch den Gauleiter.
Die Besichtigung begann im Lager Mainflingen unweit Seligenstadt.
Sieben stattliche Zelte mit je 30 Jungens Fassungsvermögen beleben den Lagerplatz, der sich zwischen niederem Unterholz und dem nahen Mainufer erstreckt. Das ganze Lager überragt der natürlich ebenfalls felbftgebaute acht Meter hohe Lagerturm mit feinem jungen blonden Posten, der zwei Stunden aufmerksam Ausschau halten muß. Ueberhaupt ist hier alles selb st gefertigt, der kühle Proviantkeller, die Sportbahn, die Lagerumzäunung, der Brunnen, das Wach- und Verwaltungshaus, schließlich auch das Essen. Alles mit Geschick und Sorgfalt hergerichtet, in Sauberkeit und Ordnung verwaltet, und so, trotz der zahlreichen jungen Mannschaft, ein gutes Leistungszeugnis für den noch neuen Bann 287.
Nachdem der Gauleiter mit Gebietsführer Kramer und dem Oberbannführer Walter Bloch alle Einzelheiten besichtigt hat, auch der hohe Lagerturm zur Freude der Jungens vorschriftsmäßig bestiegen worden ist, spricht Gauleiter (Sprenger in zwanglos kameradschaftlicher Weise zu den ihm im Kreis umsitzenden Hitlerjungens „Nur der geht unter, der s i ch unterkriegen läh t", das ist der Leitsatz, den Sprenger ihnen gibt, ehe das schmackhafte einfache Mittagessen gemeinsam eingenommen wird und die Fahrt weitergeht,' dem Taunus zu.
Hinter Königstein, in wundervoller Landschaft zwischen den Taunushängen, finden wir das Lager des Vannes 81 auf der Villtathohe.
Das Lager entstand aus einer bereits vorhanden gewesenen Niederlassung der marxistischen Naturfreunde. Aber was hat die HI. inzwischen trotz ihrer bescheidenen Mitteln aus dieser mit reichlichen Mitteln schlecht hergestellten Anlage gemacht? Die alten Gäste dieses schönen Taunusfleckchens würden den Platz sicher kaum wieder erkennen vor all' dem, was Bannführer Hein hier aufgebaut hat. Der Gauführer spricht umgehend mit dem Lagerleiter, erkundigt sich nach zahllosen Einzelheiten und erfährt u. a. die bedauerliche Tatsache, daß die Lagerarbeit, und eine wirklich verantwortliche Arbeit ist so eine Lagerleitung auf alle Fälle, noch immer nicht genügend Entgegenkommen bei allen Arbeitgebern und Lehrern findet, besonders bei konfessionell einseitigen Lehrern. Gerade letztere sollten sich ernstlich überlegen, ob sie mit der wenig großen Achtung, die ihnen ihr engherziges Verhalten einbringt, nicht viel mehr Scha- den anrichten, als sie jemals wieder gutmachen können. Und der Arbeitgeber, der sich einmal die geringe und angenehme Mühe machen wollte, solch' ein Lager zu besichtigen, würde sofort erkennen müssen, wie gesund und in jedem Sinne letzten Endes auch „rentabel" in feinen Auswirkungen einige Wochen Lager sind.
Ls ist noch Platz in den Zelten unserer HI.! Darin liegt nicht nur eine Aufforderung, sondern für die, die es angeht, ein bedauerliches Versäumnisurteit, ein Vorwurf! Macht ihn gut, und ihr fördert nicht nur eine nationalpolitisch wertvolle Arbeit, sondern festigt die Volksgemeinschaft!
Die Zeit drängt uns wieder auf die Landstraße, fort vorn ungestümen Spiel der in der Höhenluft braungebrannten, selbstbewußten Jungens. In der Nähe von Niedernhausen am Taunus erwartet uns die Leitung der Oberbannschule I. Hier werden die hellen, luftigen Räume eines früheren Kindererholungsheimes in den wichtigen Dienst der Ausbildung von Kameradschaftsund Scharführern gestellt. Hier ergibt sich auch ein kommunalpolitisches Problem. Denn so erfreulich es an sich ist, oaß die nationalsozialistischen
nehmkgen. Er tut das Im Zimmer seiner Frau, der geborenen Gräfin Brühl, die ihm seine Manuskripte schreibt. Sobald der Verwaltungsdienst zu Ende tft, beginnt er mit ihr die Weiterarbeit an jenem unsterblichen Werk, dessen Handschrift von seiner Frau verwahrt wurde, um erst nach feinem Tode herausgegeben zu werden.
So wirkt der soldatische Genius in der flauen Zeit nach der Niederwerfung Napoleons wieder in der Stille. Er bereitet vor. Er lehrt dann doch den großen Schweiger M o 11 k e und gibt den Deutschen die Mittel, sich selber im Kriege zu behaupten: S ch 1 i c f f c n schöpft aus diesem Werke, das er das
Gemeindeleitungen durch harte Sparmaßnahmen wieder Ordnung in die zerrütteten Etats gebracht haben, so bedenklich stimmt es, wenn man einen Vergleich zieht zwischen den früher allen möglichen und unmöglichen Bünden zugewendeten Mitteln und den heute der HI. zusließen- den wesentlich geringeren Beträgen für eine allein zahlenmäßig weitaus größere Zahl organisierter Jugendlicher. Ein einziger Blick in den zielbewußten Aufbau und die sparsame Zweckmäßigkeit der Jugendpflege unserer HI. des Gebietes Hessen-Nassau dürfte jedem Zuständigen gewiß eine etwas „offenere Hand" aufzwingen.
Welch hohe Anforderungen stellt doch allein die Schulung des großen Führerkorps von 15 000 Mann an die Leitung. Das wird uns erst recht klar, als wir dann in Wiesbaden vor dem Haus der Gebietsführung XIII stehen.
Auf der Schwelle des geräumigen Baues empfängt uns Stabsführer Rieger. Schon der äußere Eindruck dieser mächtigen Zentrale für 160 000 Hitler- jungen ist imposant. Auch der Gauleiter ist sichtlich überrascht. In 120 schlichten, zweckdienlichen Räumen arbeiten 80 Mann im Stabe der Gebietsführung. Wohl kann der Gauleiter aus der Fülle feiner Erfahrungen und Kenntnisse manche Anregung geben, auch nach dieser oder jener Einzelheit überraschend fragen, aber immer merkt man ihm dabei doch die helle Freude an, die Jugend feines Gaues in ebenso festen wie guten Händen zu wissen. Wenn die HI. weit über unfern Gau hinaus in Sprenger einen verständnisvollen, nicht nur rat- sondern auch tatbereiten Förderer der HI. erblickt, dann konnten wir gerade hier feststellen, mit welchem Ernst alle der HJ.-Führung zugewendeten und ihr dringend nötigen Mittel verwendet werden.
3n Lltville wartet die Belegschaft und Leitung der Gebietsführerschule auf ihren verehrten Gauleiter, der es sich nicht nehmen läßt, zusammen mit den Oberbannführern seines Gaues noch schnell an der Eltviller Au ein frisches Schwimmbad im freien Rheinskrom zu nehmen. Dann kommen wir in die prächtige Gebietsführerschule XIII, die betreut und mit Hingabe geleitet wird vom Junggenossen Fritz Handwerk, dem Bruder des von Marxisten ermordeten Frankfurter SA.-Mannes Hans Handwerk.
Ein reiches Patrizierhaus mit allem Aufwand unmittelbar am Ufer des deutschen Stromes errichtet, stand seit zehn Jahren leer, dem langsamen
Halle, 20. Juli. (DNB.) In einer Rede auf dem Halleschen Thingplatzgelände gab Ministerpräsident Göring einen Rückblick auf jene Zeit der Not und Schande, wo die Vertreter der regierenden Parteien sich dem Volke nur zeigten, wenn irgendeine Neuwahl vor der Tür stand. Wenn wir heute, fuhr der Ministerpräsident fort, nach der Machtergreifung trotzdem nicht davon ablassen können, immer wieder in Massenversammlungen vor das Volk zu treten, so deshalb, weil wir R e ch e n s ch a f t darüber ablegen wollen, was gearbeitet und geschafft wurde. Die stete Fühlungnahme mit dem Volk gibt uns jene Kraft, die wir brauchen, um die schwere Verantwortung tragen zu können. Aus dem Vertrauen der Millionen geboren, strömt die Kraft zum Führer, und so ist nun endlich das erreicht, was wir leidenschaftlich begehrten, daß d a s V o l k an die Spitze alles Wirkens, Fühlens und Handelns gestellt worden ist.
Finstere Nacht lag in den vergangenen Jahren über unserem Volke, eine Nacht, in der das G e - würmder politischen Parteien hervor- kroch, um an des deutschen Volkes Ehre zu nagen. In dieser Finsternis gab es nur einen Mann, der aufrecht stand, als alle anderen feige zu werden drohten. Dieser Mann entzündete die Fackel des neuen Glaubens in Deutschland, und als Millionen von dieser Fackel angezündet wurden, da wurde es heller Tag in Deutschland und die Sonne neuen Lebens leuchtete über den deutschen Gauen.
Es ist das furchtbarste Verbrechen, wenn es jemand zu unternehmen wagt, an dem Werk dieses Mannes zu rütteln: wenn jemand Verrat übt und damit Deutschland in die Gefahr bringt, wieder in Nacht und Finsternis zu stürzen. Der gleiche Mann, der Deutschland das Licht geschenkt hat, wacht, daß dem deutschen Volke dieses Licht weiter strahle. Wenn jemand die heilige Flamme des deutschen Lichtes auszulöschen droht, dann zieht der Führer das Schwert, wird siahlhart, dann schlägt er zu.
Diese Worte des Ministerpräsidenten gingen in dem stürmischen Jubel und der begeisterten Zustimmung her Hunderttausende unter und erst lange Zeit, nachdem die Heilrufe abgeebbt waren, konnte Göring fortfahren. Das deutsche Volk hat selbst erkannt, daß sein Schicksal in treuer Hut liegt. Es weiß, der Führer wacht bei Tag und Nacht über fein Wohl. Für ihn heißt das oberste Gesetz: Gerechtigkeit. Und wer am Volk sündigt, der muß dieses schwerste aller Verbrechen mit dem Tod sühnen, gleichgültig, wer er ist. Nicht mehr der Kleine, der Große wird jetzt gehenkt.
Das waren fürwahr bittere Tage, als immer deutlicher klar wurde, daß hier Verrat von geradezu gigantischem Ausmaß begangen wurde, ein Verrat, der ein dreifacher war: Verrat am Füh-
größte nennt, was je über Kriegskunst geschrieben worden sei.
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So gehen die Wirkungen des soldatischen Menschen in Deutschland immer aus jener verzweifelten Einsamkeit hervor, wo der geniale Mensch ganz auf sich selber geste111 blieb. Es ist immer derselbe Ton: bei Friedrich, bei Gneisenau, bei Elausewitz — immer leistet dieser soldatische Genius Preußens sein Bestes „im Zustande der zusammengebissenen Zähne", um mit Nietzsche zu schließen, der inmitten des europäischen Nihilismus fest an den soldatischen Deutschen glaubte.
Zerfall preisgegeben. Ein vernichtendes Urteil gegen das System liegt in den Worten des jungen Schulleiters, als er uns diese Tatsache mit einem Hinweis auf die Not der Stadtjugend berichtet, sind heute leben hier statt einer exklusiven, wohlbegüterten Familie lausend 40 junge, aber schon diensterfahrene HJ.-Kameraden, jeweils drei Wochen zusammen, um sich hier die letzten Vorbedingungen zum Gefolgschaftsführer und Unterbann« sichrer zu holen. Hier wird in wohldiszipliniertem Tagesprogramm mit den ernsten Tagespflichten ein unvergleichliches Erleben der Schönheit des deutschen Stromes verknüpft, das dem jungen Kameraden immer unvergeßlich bleiben muß. Ein 120 Morgen großes Gelände, unmittelbar am Ufer, steht im Dienst der Schule, die hier auch einen Teil der Verpflegung selbst anbaut. Auf der.Terrasse des Hauses, das den Namen des ermordeten Hitler- jungen Größmann trägt, kennzeichnet Gauleiter Sprenger das Erlebnis dieser schönen Schule mit den Worten:
„Was man hier Romantik nennt, ist in Wahrheit die größte Realität unserer Arbeit.-
Als solche bedeutsame Realität hat der Gauleiter die Tätigkeit der HI. immer gewürdigt und so sitzt er auch hier über dem immer dunkler werdenden mächtigen Silberband des Rheinstromes auf der Terrasse der Gebietsführerschule und gar schnell sind zwei Stunden angeregter Unterhaltung mit den Jugendführern verstrichen. Auch als der Gauleiter einmal allein für eine halbe Stunde zu den schweigend lauschenden jungen Führern spricht und alle die Gebiete anschneidet, welche er als Reichs st atthalter und ftrenger Wah rer der Autorität des Staates vor dem allzu stürmischen Ungestüm der revolutionären HI. zu sichern hat, findet die Art seiner Ausführungen den richtigen Weg und so auch vorbehaltlose Zustimmung. Gerade diese Aussprache wird für Die zukünftige Ausgestaltung der nationalsozialistischen Jugendarbeit in Hessen-Nassau noch bedeutsame Folgen zeitigen, die der F e st i g u n g der organischen Verhältnisse zwischen Partei, Staat und Jugend dienen werden und den Reicksjugendführer stolz auf Hessen-Nassaus HI. machen sollen.
Als wir uns schließlich verabschiedeten, ist es fast Mitternacht geworden, aber in uns ist es hell geblieben, heller denn je, weil es diesen jungen Menschen heiliger Ernst und tatkräftiger Wille geworden ist mit dem Bekenntnis: „U n d die Fahne ist mehr als der Tod!"
rer, der selbst lebendige Verkörperung der Treue ist, Verrat am deutschen Volk und letzten Endes auch die schamlose Treulosigkeit gegenüber dem anvertrauten SA. - Mann, gegenüber dieser vorbildlich treuen Gefolgschaft. Das war das doppelt Schamlose. Damit wurden die Verräter zu Verbrechern an der SA. selbst und an den treuen SA.-Männern.
klar hat jeder daraus erkannt, wohin es führt, wenn Männer auf Grund der Macht ihrer Stellung nicht mehr nach dem Führer schauen und so vermessen sind, zu glauben, sie hätten diese Stellung aus sich selbst heraus errungen. Rein! Ob SA.-Mann oder Ministerpräsident, alles sind wir nur vom Führer und durch den Führer! Entscheidend ist nur eins: Ob der Führer Vertrauen zu uns hat. Sein Vertrauen macht uns zum mächtigsten Mann, entzieht er es uns aber, so stürzen wir im gleichen Augenblick in Rächt und Vergessenheit zurück. Denn Adolf Hitler ist Deutschland!
Jeder Tag, jede Nackt bringt für ihn Sorgen und schwerste Arbeit. Gr kennt nur den einen Gedanken: Wie nütze ich meinem Volk? Darum liebt das Volk ihn auch, weil es weiß: Hier steht ein Führer, gerecht und unsagbar gütig, aber auch eisenhart. Darum vertraut ihm das Volk. Dieses Vertrauen ist das feste Band, das Deutschland zusammenhält. Jeder Mann weih: Der Führer schafft Großes aus der Größe feines Herzens und der Leidenschaft feines Willens und der Güte feiner Seele. Das Vertrauen allein ist die Basis, auf der wir leben. Wagt einer, daran zu rütteln, begeht er dieses Verbrechen niedrigsten Verrates, dann muß er ausgelöscht werden, dann hat er aufgehört, ein Deutscher zu sein. Die Größe des Vaterlandes, das Glück des Volkes, das sind die festen Säulen, auf denen Adolf Hitler baut, und darum sind wir unserem Führer verbunden. Darum wollen wir auch hier an dieser heiligen Stätte, auf jenem Boden, der in den vergangenen Jahren unseren schweren Kampf miterlebt hat, darum wollen wir diese Kundgebung damit schließen, daß wir des Führers gedenken, daß wir zum Sternenhimmel schwören: Solange Adolf Hitler lebt, stehen und kämpfen wir mit ihm! Dem Führer unsere Wünsche, dem Führer unsere Herzen, dem Führer ein dreifaches Sieg- Heil!
Bei den letzten Worten des Ministerpräsidenten flammten von den Bergen d ie Feuer auf und warfen ihr Licht auf die Hunderttaufende, die in dem weiten Rund versammelt waren. Zum heiligen Schwur erhoben sich die Hände, und aus allen Kehlen brausten die Heilrufe zum nächtlichen Himmel empor.
Reichsstatthalter Sprenger besucht die Hitlerjugend Hessen-Nassaus.
Eine Fahrt durch Lager und Führerschulen der HL.
Verrat am Führer ist Verrat an Deutschland.
Ministerpräsident Göring spricht in Halle vor Hunderttausenden begeisterter Volksgenossen.


