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fenarena neben Hagenbecks Tierpark gewährt, die nach den jetzt oorgenommenen Messungen 100 000 Zuschauern Platz bietet.

1900 DfÄ.-Reichsbahn.

Unsere Bilder zeigen zwei Spielmomente aus dem Fußball-Lokalkampf der 1. Mannschaften der Spiel- Vereinigung 1900 und des VfB.-Reichsbahn. Bild oben: Kritische Situation vor dem VfB.-Tor. Bild unten: Tormann Janz (DfB.-Reichsbahn) hält einen scharf geschossenen Ball.

Kurze Gportnotizen

In Finnland bereiten sich die Leichtathleten auf kommende Großereignisse intensiv vor. Eine Veranstaltung jagt die andere und überall gibt es gute Leistungen. In Tavesthus siegte Strandvall über 100 Meter in 10,6 und 400 Meter in 48,8; in beiden Läufen wurde A. Iärvinen Zweiter. Sein großer Bruder" Matti kam im Speerwerfen dies­mal allerdingsnur" auf 70,42 Meter.

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Eine schöne Segelflugleistung voll­brachte der Schlesier Hans Deutschmann aus Gruna. Mit seinem ApparatDie Ringelpietz" ließ er sich in Hirschberg von einem Motorflugzeug 200 Meter hochschleppen. Nach dem Ausklinken gewann er durch thermische Aufwinde rasch 2300 Meter Höhe und landete nach einem zweistündigen Flug glatt in Breslau. Einen neuen Schweizer Rekord im Dauersegelflug stellte Lt. Schreiber mit 7 Stunden und 15 Minuten mit einer deutschen Maschine Kassel 20" auf.

Die Auslosung für Wimbledon ist er­folgt. Im Herreneinzel der am 25. Juni beginnen­den Spiele um die All-England-Tennismeisterschaf- ten wurden von oben nach unten der Australier und Titelverteidiger Jack Crawford, der Engländer Perry, der deutsche Meister G. von Gramm, der Engländer Austin, die Amerikaner Shields, Stoefen, Wood und der Italiener de Stefanigesetzt" Bei den Damen werden einzelnen Piertel von Helen Jacobs. Dorothy Round, S. Palfrey, Hilde Krah- winkel-Sperlin,Peggy" Scriven, Lolette Payot, Cilly Äußern und Frau Mathieu gebildet.

Heuer deutscher Hochspruug-Aekord

Schöffengericht Gießen

Die in Friedberg wohnhafte A. L. war der fahr­lässigen Tötung angeklagt. Sie sollte durch Fahr­lässigkeit den Tod ihres neugeborenen Kindes ver­ursacht haben, wurde jedoch mangels Beweises freigesprochen. Die Staatskasse trägt die Kosten des Verfahrens.

Wegen eines Verbrechens der Urkundenfälschung in Tateinheit mit einem Verbrechen der Unter­schlagung in drei Fällen wurde der H. K. aus

Treis a.d. Lda. zu einem Jahr Gefängntr verurteilt. Der Angeklagte fertigte falsche Bürg» schaftsurkunden an und machte von diesen zum Zwecke einer Täuschung Gebrauch. Der Angeklagte eignete sich ferner Geldbeträge, die er im Besitz hatte, rechtswidrig an und verfügte in Tateinheit hierzu als Bevollmächtigter über Vermögensstücks feiner Auftraggeber, nämlich über Konten von Ge­nossenschaftsmitgliedern zum Nachteil derselben. Da der Angeklagte verurteilt ist, hat er nach gesetzlicher Vorschrift auch die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Der H. R. aus Heuchelheim bezichtigte m einem Schreiben an den Reichsfinanzminister einen mitt» lerweile aus dem Dienst geschiedenen leitenden Beamten des hiesigen Finanzamtes des Betrugs usw. Der Angeklagte hatte sich wegen Beleidigung zu verantworten und wurde zu 70 Mark Geld- {träfe, evtl, zu einer Woche Gefängnis ver­urteilt und trägt die Kosten des Verfahrens.

Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wurde der K. D. aus Gießen zu fünf Monaten Ge­fängnis verurteilt. Dem Angeklagten gelang es durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, daß er im Auftrage einer Zwecksparkasse käme, um die erste Rate für einen Spardarlehensvertrag abzuschließen, mehreren hiesigen Geschäftsleuten ansehnliche Be­träge zu entlocken. In Tateinheit damit schnitt der Angeklagte aus einer Kopie, in der die Zweckspar- kaffe den Abschluß eines Sparvertrags durch einen anderen Agenten bestätigte, den Text heraus und fälschte diesen durch Streichungen, Rasur und Er­gänzungen. Auf diese Weise veranlaßte der Ange­klagte einen Geschädigten noch einmal zur Hingabe eines Geldbetrags.

Unter Ausschluß der Öffentlichkeit befaßte sich das Gericht mit der F. I. wegen Verbrechens im Sinne des § 218 RStGB. Die Angeklagte erhielt drei Wochen Gefängnis.

Jugendliche Personen gehören nicht in den Tanzsaal.

LPD. Frankfurt a. 20. Juni. Der Ober« Präsident der Provinz Hessen-Nassau hat unter dem 18. Juni 1934 nachfolgende Polizeiverordnung er­lassen: ..

§ 1. Jugendliche Personen, und zwar männliche bis zum vollendeten 17. Lebensjahr, weibliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, dürfen an öffent­lichen Tanzlustbarkeiten nicht teilnehmen und auch in dem zum Aufenthalt für die Teilnehmer an solchen Lustbarkeiten bestimmten Räumen nicht ver­weilen, es sei denn, daß sie sich in Begleitung ihrer Eltern oder Vormünder befinden.

§ 2. Veranstalter von öffentlichen Tanzlustbar­keiten oder Personen, die in ihren Wirtschafts- oder sonstigen Räumen öffentliche Tanzlustbarkeiten statt­finden lassen, dürfen eine Teilnahme jugendlicher Personen (§ 1) an den öffentlichen Tanzlustbarkeiten ober ein Verweilen in den in §1 näher bezeichneten Räumen nicht dulden.

§ 3. Veranstaltungen, bei denen nur deutsche Volkstänze getanzt werden, gelten nicht als öffent­liche Tanzlustbarkeiten im Sinne dieser Polizei­verordnung. Die Ortspolizeibehörden werden er­mächtigt, aus besonderer Veranlassung, an nationa­len Feiertagen, Ausnahmen von den Vorschriften der §§ 1 und 2 zuzulassen.

§ 4. Für jeden Fall der Nichtbefolgung dieser Polizeiverordnung wird hiermit für die Eltern oder den Vormund der betreffenden jugendlichen Per­sonen sowie für den Veranstalter der öffentlichen Tanzlustbarkeit oder die Person, in deren Wirt­schafts- oder sonstigen Räumen die öffentliche Tanz­lustbarkeit stattfindet, die Festsetzung eines Zwangs­geldes bis zu 150 RM., im Nichtbetreibungsfall die Festsetzung von Zwangshaft bis zu zwei Wochen angedroht.

§ 5. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft.

Deutschlandfluges glücklich und ohne Ausfall durch­geführt. Der Wettbewerb um die beste Gemein- fchaftsleistung hat begonnen.

Die heutige Strecke führt trie Flugzeuge über Stettin, Danzig, Königsberg, Stolp, Greifswald nach Tempelhof zurück, wo sie im Laufe des späten Nachmittags und Abends zu erwarten sind.

Die ersten Deutschlandflieger in Danzig.

Danzig, 21. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Auf dem Danziger Flugplatz, der ab 5 Uhr zum Emp­fang der Deutschlandflieger gerüstet war, landete um 6.10 Uhr als erste Staffel die Staffel B 2 (Orts­gruppe Magdeburg), bestehend aus drei Siemens- Klemm-Maschinen.

Auf dem Flugplatz Langfuhr bei Danzig waren bis 7 Uhr früh 14 Verbände der am Deutschland­flug teilnehmenden Maschinen gelandet. Außerdem traf gegen 7 Uhr außer Wettbewerb Präsident Loerzer am Steuer feiner Maschine ein.

Um 8 Uhr waren sämtliche bisher in Danzig ge­landeten Teilnehmer am Deutschlandflug zum Wei­terflug nach Allenstein gestartet. Präsident L o e r - ze r startete um 7.45 Uhr am Steuer seiner Heinkel- Maschine nach Königsberg. In Danzig herrscht im Gegensatz zu dem bisherigen Deutschlandflug aus­gezeichnetes Wetter bei Windstärke 2.

107 Sportflugzeuge in 22 Staffeln unterwegs.

Mit einem glänzend gelungenen Start fliegen heute früh auf das Zeichen des Staatssekretärs im Reichsluftminifterium Milch 107 deutsche Sport- flugzeuge in 22 Staffeln von 3.15 bis 5.30 Uhr zum Deütschlandflug 1934 im Flugwettbewerb des deut­schen Luftsportverbandes (DLV.) um den Wander­preis des Herrn Reichsminifters der Luftfahrt auf.

In Stettin...

Um 4.10 Uhr trafen im Zuge des Deutschland­fluges 1934 die ersten Staffeln in Stettin ein. Trotz der frühen Morgenstunden hatte sich auf dem in der Nähe Stettins gelegenen Flugplatz eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden.

Oer Starr der letzten Klugzeuggrnppe

Um einen Ausgleich zwischen den schwachen und den starken Flugzeugen zu schaffen, wurden die letzten 43 Flugzeuge, die schnellsten Maschinen, erst um 5.15 Uhr, also zwei Stunden später als die erste Gruppe, vom Start gelassen. Inzwischen war es hell geworden und man konnte nun genau die ! Startmanöver beobachten. Außer Staatssekretär ! Milch war ein großer Teil der Landesgruppen­führer des DLV. anwesend, ferner der Präsident des Luftamtes Kaupijch, sowie eine Reihe von Sportbegeisterten, die es sich nicht haben nehmen lassen, so zeitig auf dem Platz zu erscheinen. Um 5.15 Uhr gingen von der letzten Gruppe die ersten Dreierstaffeln auf und ihnen folgten in Fünfer- und Siebenerstaffeln die anderen in zwei Minuten Ad- : stand. Jede Staffel wirb von ben Anwesenden mit ' erhobener Hand gegrüßt. Dankend erwidern die : Piloten den Gruß. Als letzte Maschine startete ein ! Danziger Flugzeug, das außerhalb des Wettbewer­bes die ganze Strecke als Werkzeugmaschine mit» 1 macht. Im ganzen starteten neun Verbände zu je ! drei Flugzeugen, zwei zu vier Flugzeugen, sechs zu . fünf und sechs Verbände zu sieben Flugzeugen. Um i 5.30 Uhr war der gut organisierte Start des größten

W e i n k ö tz (Köln), der bei einem Leichtathletik-Klubkampf in Luxemburg einen Hochsprung oon 1,945 Meter vollbrachte. Es ist anzunehmen, daß diese Leistung als deutscher Rekord anerkannt wird, da ein Vertreter der Deutschen Sportbehörde zugegen war.

Glücklicher Start zum Deutschlandflug

Lichtspielhaus» Gießen

Heute Donnerstag

täglich 4,6 und8.30Uhr

der neueste Lustspielschlager

mit Anny Ondra

Adolf Wohl brück Fritz Odemar

^erlauschte Braul

Eine entzückende Ver- wechslnngs - Komödie mit köstl. Situationen.

Vorher: 3681 c

Gutes Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche!

Lw. E. 27 (a) I 34.

Beschluß.

lieber den landwirtschaftlichen Betrieb (Eigen­tümer- und Pächter-Betrieb) des Ludwig Fiedler und seiner Ehefrau Luise, geb. Heller, in Diefeck wird das Entschuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhält- nisse vom 1. Juni 1933 heute um 10.55 Uhr er­öffnet. 3692D

Die Vezirkssparkasse in Gießen wird zur Ent- schuldungsstclle ernannt.

Die Gläubiger werden aufgeforbert, ihre An­sprüche bis zum 30. Iuli 1934 bei dem unterzeich­neten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.

Gießen, den 12. Juni 1934.

Hessisches Amtsgericht.

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde bei der Firma Deutsche Bank- und Disconto-Gefellschaft, Zweigstelle Gietzen, in Gießen am 16. Juni 1934 eingetragen: Die Generalversamlung vom 26. April 1934 hat die Herabsetzung bes Grundkapitals um 14 000 000 Reichsmark beschlossen. Die Herabsetzung ist durchgeführt. Das Grundkapital beträgt jetzt 130 000 000 Reichsmark. Der Gesellschaftsvertrag ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 26. April 1934 geändert in § 4 Absatz 1 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals), § 11 (Vergütung der Vorstandsmitglieder), § 14 Absatz 1 Satz 1 (Ver­gütung des Aufsichtsrats), § 17 Absatz 5 (Befugnisse des Aufsichtsrats). Die §§ 15 Absatz 1, 17 Absatz 6, 7, 8 und 9 sind gestrichen. Dr. Peter Brunswig ist nicht mehr Vorstandsmitglied. 36910

Gießen, den 20. Juni 1934.

_______________Hessisches Amtsgericht.__

Bekanntmachung.

Die Nutzholzoersteigerung vom 14. Juni 1934 muröe genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis späte­stens 30. Juni 1934 in Empfang zu nehmen.

Gießen, den 18. Juni 1934. 3686C

Bürgermeisterei Gießen: Bartholomäus.

Karl Nieger

Anni Hieger, geb. Körner danken herzlich für die zu ihrer Vermahlung erwiesenen Aufmerksamkeiten

Gießen (Mesecker Weg 19), Juni 1934

3145

Amtliche Bekanntmachung des Kreises Wetzlar.

Die nächste unentgeltliche Beratungsstunde für Nerven- und Seelenkranke findet am 3687C Dienstag, dem 26. Juni 1934, nachmittags 2 Uhr, im Untersuchungszimmer des Neuen Kreishauses statt.

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Der Bürgermeister: Maurer.