kalten Flußbäder und bas Schrvlnimen. Dabel erhielt sich in der Schweiz diese Kunst noch am längsten, und in den Schweizer Schwimmbräucken schimmert noch lange eine Erinnerung an das Urgermanentum hindurch. Im 17. Jahrhundert trifft man immer häufiger auf Verbote des Badens durch die Behörden; auch in den Schulordnungen wird es der stets ausgelassenen und wagehalsigen Jugend strengstens untersagt. An erster Stelle steht dabei die Furcht vor dem Ertrinken. Die allgemeine Kenntnis des Schwimmens war damals schon soweit zurückgegangen, daß man dem Durchschnittsmenschen nicht mehr zutraute, er könne sich ohne Gefahr in einem tieferen Fluß oder See über Wasser halten. Zur Goethe-Zeit war das Schwimmen ganz aus der Mode gekommen, und die Grafen Stolberg erregten bei ihrer gemeinsam mit Goethe unternommenen Schweizer Reise durch Schwimmen in den Flüssen das größte Aergernis. „Ich selbst will nicht leugnen", sagt Goethe in „Wahrheit und Dichtung", „daß ich mich im klaren See zu baden mit meinen Gesellen vereinte, und, wie es schien, weit genug von allen menschlichen Blicken. Nackte Körper jedoch leuchten weit, und wer es auch mochte gesehen haben, nahm
Aergernis daran." Goethe nennt im Anschluß dar
an das Baden km Freien eins der damaligen Verrücktheiten, die aus dem Begriff entstanden, man müsse sich in den Naturzustand zurückversetzen. Immerhin gab R o u s s e a u s Ruf „Zuruck zur Natur" den Anstoß zur Wiederbelebung der alten deutschen Schwimmkunst. Besonders waren es die Jugenderzieher, die unter den Knaben, die niemals ganz auf die Freude einer kräftigen Bewegung im kalten Wasser verzichtet Hatten, den alten Sport neu entfachten. Einer der Väter des modernen Turnens, Guts-Muths, arbeitete die Methode des Schwimmunterrichts mit Schwimmgürtel und Angel aus. In den Erziehungsinstituten wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts das Schwimmen eingeführt. Es fanden Dauer- und Wettschwimmen statt. Ueberall entstanden nun Fluß-Badeanstalten. Die erste große deutsche Badeanstalt wurde aus dem Rhein bei Mannheim 1777 errichtet. 1781 schuf der Wiener Arzt Ferro seine berühmte Badeanalt auf der Donau. 1877 führte der G^eral von Pfuel das Schwimmen in die preußische Armee ein, und seitdem ist es allmählich wieder eine der beliebtesten Leibesübungen geworden, wenn es auch leider immer noch nicht Gemeingut aller ift
Wirtschaft.
Ankauf gezogener Auslosungsrechte der Anleiheablöseschuld.
Die bei der Auslosung am 4. Juni 1934 gezogenen Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches sind bestimmungsgemäß am 1. Oktober 1934 einzulösen. Wie schon in früheren Jahren werden die gezogenen Auslosungsrechte bereits vor dem Fälligkeitstage, und zwar vom 2. Juli 1934 ab, unter Abzug eines zum jeweiligen Reichsbankdis- kontsatz zu berechnenden Diskonts frei von Provision angetauft werden. Der Ankauf der freien Stücke erfolgt durch die Reichsbankanstalten. Die Inhaber der Auslosungsscheine. die vor dem 1. Oktober 1934 in den Besitz des Einlösungsbetrages kommen wollen, können schon jetzt ihre Stücke der nächstgelegenen Reichsbankanstalt zum Ankauf übergeben. Die Auszahlung des Einlösungsbetrages (unter Abzug des Diskonts) erfolgt nach Prüfung der Stücke vom 2. Juli 1934. Der Ankauf der ausgelosten Schuldbuchforderungen erfolgt zu denselben Bedingungen durch die Reichsschuldenverwaltung. Durch diese Maßnahme wird den Inhabern der gezogenen Auslosungsrechte ermöglicht, den Einlösungsbetrag noch zur Zeichnung auf die 4-v. H.-Anleihe des Deutschen Reiches von 1934 zu verwenden, da die Frist für die Einzahlung der Zeichnungsbeträge erst am 4. Juli 1934 abläuft.
Frankfurter Börse.
Nachgebend.
Frankfurt a. M., 20. Juni. An der Börse ist mit dem Beginn der neuen Woche eine wesentliche Beruhigung eingetreten, die sich im heutigen Verkehr fast bis zur Geschäftslosigkeit auswirkte. Von der Kundschaft lagen Aufträge kaum mehr vor, auch die seither den Markt stützenden und belebenden Auslandskäufe auf Sperrmark-Guthaben scheinen erschöpft. Da auch besondere Anregungen fehlten, nahm die Kulisse eher weitere Glattstellungen vor, so daß das Kursniveau im großen und ganzen weiter abbröckelte. Ganz besonders still ist es am Rcntenmarkt geworden, an dem die Umsätze nur als minimal bezeichnet werden können. Trotzdem ist aber eine starke Widerstandskraft zu erkennen, die nicht zuletzt mit den Konversionshoffnungen in Zusammenhang zu bringen ist. Von deutschen Anleihen waren Neubesitz, die mit Ablauf des 21.6.34 zum letzten Male notiert werden, mit 22,95 knapp behauptet, wogegen Altbesitz 0,25 v. Sy anzogen. Späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichsmark-Obligationen sowie Kommunal-Umschuldungs- anleihe lagen etwa behauptet. Fest notierten Stahl- verein-Bonds mit plus 1,50 v. H. angeblich auf eine günstigere Auffassung in dem bekannten Streitfall. Am Aktienmarkt überwogen dagegen die Abschwächungen. Farbenindustrie blieben jedoch ziemlich gehalten, während im übrigen Verluste von 0,50 bis 1 v. H. eintraten. Elektroaktien lagen ruhig und nicht ganz einheitlich, wobei die in den letzten Tagen stark gestiegenen sogenannten Tarifwerte meist bis 1 v.H. verloren, Siemens, Licht und Kraft u. a. aber unverändert lagen. Am Montanmarkt gingen die Kurse fast ausnahmslos zurück. Stark gedrückt waren Rhein. Braunkohlen (—6 v. 5).), ferner Har- pener (—2,5 v. H.), Gelsenkirchen, Stahlverein und Buderus (je —1,25 v. 5).), im übrigen betrugen die Rückgänge von 0,50 bis 1 v. Sy, nur Ilse Genuß lagen nur 1,40 v. Sy fester. Im einzelnen eröffneten Daimler und Bemberg je 0,75 v. Sy, Zellstoff Waldhof ca. 1,50 v. Sy niedriger, während AG. für Verkehr 1,13 v. Sy, Junghans 1 v. Sy gewannen; Südd. Zucker lagen unverändert.
Im Verlaufe wurde das Geschäft etwas be
lebter, die Kurse neigten aber überwiegend weiter um 0,25 bis 0,50 o. H. nach unten, Siemens verloren 1 v. H., Farben 0,75 v. H. Kali Aschersleben 2 d. Sy, Reichsbank 1 v. H., andererseits gewan- nen Accumulatoren 3,50 v. Sy, Scheideanstalt 2 v. Sy Rheag 1 v.H.. , E , f.
Deutsche Anleihen waren im Verlaufe gehalten, auch bei den Übrigen variablen Werten traten kaum Veränderungen ein. Stahlverein-Bonds gaben jedoch ihren Anfangsgewinn wieder ab. Pfandbriefe lagen uneinheitlich, wobei noch Rückgänge bis 0,25 v. Sy überwogen, Liquidationspfandbriefe waren ziemlich behauptet, Kommunal-Obligationen dagegen überwiegend schwächer. Stadtanleihen meist von 0,50 bis 1 d. Sy niedriger. Von fremden Wer- ten lagen Türken und Ungarn meist unverändert. Tagesgeld blieb zu 3 u. Sy leicht und unverändert.
Frankfurter Abendbörse.
Fran kfurt a. M., 20. Juni. Im Abendbörsen- verkehr hielt die Geschäftsstille an. Zunächst hatte es den Anschein, als ob die Verkäufe aufgehört hätten: die ersten Kurse lagen auch ziemlich unver- ändert. Später trat dann sowohl bei der Kundschaft als auch der Spekulation weiteres Realifations- bedürfnis auf, wovon besonders Farbenindustrie mit minus 1 v. H. betroffen wurden. Auch auf den anderen Marktgebieten stellten sich schließlich Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H. gegenüber dem Berliner Schluß ein, Harpener Bergbau verloren 1,40 v. Sy, Siemens und Schsideanstalt je 1 v. Sy Fester lagen Zellstoff Aschaffenburg mit plus 1,25 d. Sy auf die Mitteilungen in der heutigen Generalversammlung der Sanierungsfrage.
Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz 0,25 v. Sy ab, Neu besitz waren gehalten. Vermehrtes Interesse zeigte sich für Stahlverein-Bonds aus dem bekannten Grunde, ohne daß das Papier nennenswert befestigt lag, aber mehrfache Schwankungen aufwies. Am festverzinslichen Markt kamen nur wenige Werte zur Notiz, von denen Franks. S)pp. Bank-Kommunal weiter nachgaben, auch sonst schien weitere Abgabenneigung zu bestehen. Von Auslandsrenten waren 4prozentige Einheitsrumänen auf 4,1750 nach heute Mittag 3,95 befestigt. U. a. notierten: Neubesitz 22,95, Altbesitz 96,50, 6 o. Sy Stahlvereins-Bonds 79,75 bis 79,65 bis 79,90 bis 79,75 bis 79,90, 6 v.H. Frankfurter Hyp. Bank K —ORH —III 84, Reichsbank 158,50, DD-Bank weitere 0,50 v.H. niedriger 61,50, Gelsenkirchen 61,
Frankfurter Obst- und Gemnsemarkt.
F r a n k f u r t a. M., 20. Juni. Am Gemüse- markt blieben die Zufuhren in Gurken, Karotten und Kohlrabi reichlich, in den übrigen Gernüse- .sorten waren sie ausreichend. Für Kopfsalat konnten die Preise leicht anziehen, sonst lagen sie unverändert. Das Geschäft nahm einen zufriedenstellenden Verlauf. Es erzielten: Blumenkohl (Treibhaus) I 25 bis 35, II 8 bis 20, Bohnen 25 bis 30, Steige zirka 5 Kilogramm brutto 150 bis 160, Erbsen 12 bis 16, Salatgurken (Kasten) 12 bis 30, do. holl. 18 bis 20, Einmachgurken 8, Karotten 4 bis 5, Kartoffeln alte, gelbe 50 Kilogramm 500, Erstlinge 50 Kilogramm 800 bis 825, do. ital. lange 950 bis 1100, runde 750 bis 825, Kohlrabi 3 bis 5, Kopfsalat 3 bis 6, Rettich Bdl. 3 bis 6, Stück 2 bis 5, Römischkohl 7 bis 8, Spargel I 20 bis 22, II 11 bis 13, III (Suppenspargel) 5 bis 6, Spinat 10 bis 12, Schnittlauch 20 bis 25, Tomaten, Treibhaus 22 bis 28, do. holl. 21 bis 28, do. ital. 13 bis 18, Weißkraut 9 bis 10, Wirsing 9 bis 10, Zwiebeln mit Schloten Bdl. 4 bis 5.
Am Obstmarkt sind die Zufuhren in Erdbeeren gering und bei stark erhöhten Preisen war
der Absatz gut Kirschen waren sehr gut, Johannis- beeren ziemlich stark und Heidelbeeren genügend angeboten. Kirschen in besserer Qualität zogen im Preise leicht an und hatten guten Verkauf, geringere wurden befriedigend abgesetzt. Nach Johannisbeeren ist die Nachfrage nur langsam. Es erzielten: Aepfel, Kiste zirka 35 Pfd. 850 bis 950 Austral., Aprikosen ya Kilogramm 15 bis 20, Erdbeeren la 50 bis 60, I 40 bis 50, II 30 bis 35, III 25 bis 28, Walderdbeeren 70, Heidelbeeren 22 bis 23, Himbeeren 30 bis 35, Johannisbeeren 12 bis 13, Stachelbeeren, rote 18 bis 20, gelbe 15 bis 18, Kirschen I 16 bis 20, II 10 bis 15, Sauerkirschen 12 bis 16, Zitronen, Kiste 150 Stück 400 bis 450.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 21. Juni. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 148 Rinder (37 Ochsen, 23 Bullen, 34 Kühe, 54 Färsen), 1047 Kälber, 92 Schafe (45 Hämmel), 716 Schweine. Es kosteten: Kälber 24 bis'48 Mark, Hämmel 27 bis 36, Schafe 24 bis 30, Schweine 35 bis 41 Mark. — Marktoerlauf: Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine langsam.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M., 20. Juni. Der Getreidegroßmarkt verkehrte zwar weiter in fester Tendenz, die Preise haben aber keine Erhöhung mehr erfahren, obschon das Angebot knapp blieb. Die Nachfrage ist jetzt auf dem hohen Niveau etwas ruhiger geworden: Es notierten: Weizen 207, Roggen 185 nom., Hafer 200, Weizenmehl Type 563 Festpreis-
gebtet WX 28,90 plus 0,50 Frachtausglelch, do. Festpreisgebiet W VII 28,60 plus 0,50, Roggenmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII und R VI je 25,25 plus je 0,50, Weizenmehl IV B 16,50, Weizennachmehl 16, Weizenfuttermehl 12,25, Weizenkleie fein 11,25, grob 11,55, Roggennachmehl ohne Angebot, Roggenfuttermehl 12,50, Roggenkleie 11,75, Soya- fchrot 16,75, Palmkuchen 15,40, Erdnußkuchen ohne Angebot, Treber 15,75, Trockenschnitzel 12,25, Heu ohne Angebot, Weizen- und Roggenstroh drahtge- preßt 3, do. gebündelt 2,80 Mark.
Allgäuer Käsemarkt.
K e m p t e n , 20. Juni. Rahmeinkauf bei 42,5 Fett- Einheiten ohne Buttermilchrückaabe (Preisfestsetzung der Milchverbände Alpenland, Ober- und Unterland) 116 RM. Weichkäse mit 20 o. H. Fettaehalt grüne Ware (Richtpreis des milchwirtschaftlichen Verbandes Allgäu) 20 RM. Tendenz: bessere Nachfrage. Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt (Richtpreis des Milchwirtschaftsverbandes Allgäu) erste Sorte 70 bis 72, do. zweite Sorte 65 bis 67. Tendenz: bessere Nachfrage.
Schweinemarkt in Friedberg.
LPD. Friedberg, 20. Juni. Zum heutigen Schweinemarkt waren 431 Jungtiere aufgetrieben. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 8 bis 12 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark und für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark. Der Handel war sehr lebhaft.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von Otto Ben kn er.
Problem Nr. 369.
Von W. Pauly, Bukarest (t).
Weiß 4 Steine: Kcl- Df7; Ld6; Se4. Schwarz 1 Stein: Ko5.
Weiß zieht und fetzt in drei Zügen matt.
Problem Nr. 370.
Don I. Neukomm, Budapest.
Weiß 12 Steine: Khl; Df8; Tel; Th5; Lf2; Lg8; Sb2; Sa5; Bc2, 62, e6, g3. ,
Schwarz 11 Steine: Ke4; DH7; Th4; Tc7; La6; Lh8; Se5; Sf3; Bc5; e2, h2.
Weiß zieht und fetzt in z w e i Zügen matt.
Partie Nr. 258.
Ein verunglückter Gegenangriff!
Aus der Meisterschaft von Deutschland in Bad Aachen. Gespielt in der XIV. Runde am 26. Mai 1934.
Weiß: Weißgerber, Großrosseln (Saar). Schwarz: Schmitt, Breslau.
1. 62—64, Sg8—f6. 2. c2—c4, e7—e6. 3. Sbl—C3, 67—65. 4. Lei—g5, Sb8—67. 5. e2—e3, c7—c6. 6. Sgl—f3. (Der Abtausch c4X65 ist nicht erstrebenswert, da nach e6X65 das schwarze Spiel befreit ist.) 6. ..., D68—a5. (Die sog. Eambridge-Spvings- Variante, die von Schachmeister Pillsburn im Turnier zu Cambridge-Springs 1904 eingefüyrt wurde. Dieser scharfe Gegenangriff schafft Verwicklungen und erfordert vom Weißen genaues Gegenspiel, sonst kann er leicht in Nachteil kommen. Wenn Weiß dieser Variante aus dem Wege gehen will, dann spielt er am besten als dritten Zug Sgl—f3 und wartet mit der Entwicklung des Damenspringers noch einige Züge, bis die von Schwarz gewählte Verteidigung feststeht. Daraufhin kann der Springer beliebig nach 62 oder c3 entwickelt werden. Auch jetzt konnte Weiß noch durch 6. a2—a3 diesen Gegenangriff verhindern. Allerdings erhält dann Schwarz durch 6. ..., Lf8—e7. 7. Sgl—f3, Sf6—c4! leichten Ausgleich. 7. Sf3—62! (Die beste Entgegnung. Schlecht ist 7. Lfl—63 wegen Sf6—e4! Zwecklos ist auch 7. Lg5Xf6. Weiter nicht zu empfehlen ist 7. c4X65, da nach Sf6X65. 8. Ddl—b3, Lf8—b4. 9. Tal—cl, e6—e5! Schwarz etwas in Vorteil kommen dürfte. 7. ..., Lf8—b4. 8. D61—c2. (Nicht D61—b3 wegen 65Xc4 und Weiß verliert eine Figur.) 8. ..., Sf6—e4. 9. S62Xe4, 65Xe4. 10. Lg5 —h4. (In der Cambridge-Springs-Variante muß Weiß auf diesen Läufer besonders gut aufpassen, da er stets dem indirekten Angriff der schwarzen Dame ausgesetzt ist.) 10. ..., 0—0. 11. Lfl—e2, e6—e5. (Der Zug, der Schwarz einigermaßen befreit, hat nur den Nachteil/daß er dem Weißen nicht droht.) 12. 0—0, e5X64. 13. e3X64, g7—g5? (Dieser direkte Angriff ist in Anbetracht des noch unentwickelten schwarzen Damenflügels verfrüht und schwächt nur den schwarzen Königsflügel.) 14. Lh4 —g3, f7—f5. 15. f2—f4!, g5—g4. (Damit hat sich der schwarze Angriff bereits totgelaufen. Weiß übernimmt jetzt das Kommando!) 16. c4—c5! (Erzwingt den Abtausch des schwarzen Läufers, wodurch die schwarzen Felder im Lager des Nachziehenden schwach werden.) 16. ..., Lb4Xc3. 17. b2Xc3, b7 —b6. 18. Lg3—h4, Tf8-e8. 19. H2-h3, h7-h5. 20. h3Xg4, h5Xg4. 21. Kgl—f2, b6Xc5. 22. Tfl —hl, S67—f8. 23. Lh4-f6, Lc8—e6. 24. Lf6—e5,
Ta8—68. 25. Le2Xg4!, f5Xg4. 26. Dc2Xe4. (Weißgerber führt den Angriff tadellos. Das hübsche Figurenopfer hat den letzten Schutzwall für Den chwarzen König zerstört.) 26. ..., Te8—e7. (Falls 2o. ..., g4—g3+, fo folgt 27. Kf2—gl. jNatürlich nicht Kf2Xg3 wegen Da5Xc3+.l Nunmehr droht Thl—H8+, KgS—f7. Th8—h7+ nebst matt. 27. .. Te8—e7. 28. f4—f5, Da5Xc3. 29. De4—g4+, KgS —f7. 30. f5Xe6+, Kf7—e8 nebst Dg4—g6+ und matt. Falls jedoch auf 30. f5Xe6+, Sf8Xe6, so 31. Dg4—h5+ ober Tal—f 14- und matt.) 27. Thl —h84-, KgS—H. 28. Tal—hl!, Da5Xa24-. 29. Kf2 —g3, Da2—65. (Falls 29. ..., Kf7—e8, so 30. De4 Xc64-, Ke8—f7. 31. Dc6—e4!, Kf7—e8. 32. f4—f5, Da2—65. 33. f5Xe6, D65Xe4. 34. Th8Xf8+, KeS Xf8. 35. Thl—h84- und matt.) 30. Thl—h74-, Kf7—e8. ZI. De4—g64-, Te7—f7. (Auf KeS—67 folgt Th7Xe7+ usw.) 32. Th8Xf84-. Schwarz gibt auf, da auf Ke8Xf8, Th7—hS-h nebst matt folgt! Eine gute Angriffsleistung.
Lösung des Problems Nr. 367.
Von Otto Würzburg.
1. Del—bl!. (Droht Dbl—b8 nebst DbS—hS-H und matt.)
1. e3—e2. 2. Dbl—b8, Kh5Xh4. 3. DbS
—h24- und matt.
1. g4—g3. 2. Dbl—bS, Kh5Xh4. 3. DbS
—h84- und matt.
1. .. Kh5—h6. 2. Kf5—f6. Schwarz beliebig. 3. Dbl—g64- und matt.
1. ..., Kh5Xh4. 2. Kf5—f4, Kh4-h3. 3. Dbl —hl 4- und matt.
1. ...» Kh5Xh4. 2. Kf5-f4, Kh4-h5. 3. Dbl —h74- und matt.
Lösung des Problems Nr. 368.
Von C. Mansfield.
1. Dc4—e2! usw.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.
Englischer Soldatenhumor.
Ein Feldprediger wird von einigen Offizieren zum Frühstück eingeladen. Während sie sich die Wartezeit durch Geplauder vertreiben, erklingt in der Küche nebenan Choralgesang.
„Ich freue mich, daß Ihr Koch ein solches Lied singt", sagt der Geistliche.
Das ist seine Eieruhr", erklärt ein Leutnant, „drei Strophen weich, vier har t."
*
In einer Verwundetenkompagnie wirkt ein uralter, pensionierter Oberleutnant, den man bei Kriegsbeginn wieder ausgegraben hat. Wegen seines grauen Vollbartes wird er nur „Vater Noah" genannt. Der Ton zwischen ihm und seinen pulverdampfgewohnten Untergebenen ist recht gemütlich. Eines Tages fällt beim Appell ein alter Krieger mit schlecht geputztem Gewehr auf. Vater Noah mustert Den Nachlässigen lange durch seine Brille und sagt schließlich: .
„Sie kommen mir so bekannt vor, sind Sie mcht schon früher mal bei mir aufgefallen?"
„Jawohl, Sir!"
„Na, womit denn?"
„Pfeil und Bogennicht geputzt, Sir!"
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ITC.
Berlin
$rantfun a. M.
Datum
19-6.
20.6.
75,5
90,5
90
89,75
90
90
90
90,5
90
89,25
89,5
150,13
149,65
96,25
96,5
95,13
95,4
95,13
95,4
86,65
89,75
9C
89,75
90,25
-I 60,75 I d -I
60
90
89,75
89,75
89,13
89,13
90
89
92,9
100,8
24,5
24,3
24,25
7,5
7,5
23,5
22,5
7,9
8
Unflattidx Note»
181
179,5
, 20
96,5
22,95
93,5
100,8
95,65
99,55
92,13
7
9
0
0
0
148,5
207
67,5
40,25
84,75
Schlußkurs
68,25
41,25
86,5
67,4
40
85
64,99
81,27
34,20
2,481
58,61
56,53
12,655
16,52
169,99
21,59
63,63
20,4
188
192
2,461
58,37
56,31
12,595
16,46
169,31
21,51
63,37
21 191 189,5 139
61 I
110 !
126 I
96
99,75
92
96,75
23
68
48,75
46,5
78
99 49,25 235,5
97,9 42,5
14,65
123
123 167
149,75
206
69
64
69,5
50
46,25
47,5 231,25 96,75 41,13
14,5 120
120,25 164
75,5 98,75 48,25
231
97,5
41,13
14,65
120,25 121
162
96,75
23
111,13
64,13
69
49,75
47
133 49,13 64,13 66,25 20,25
191
190,75
140
94
100,65
Gchlußk. Minag- börse
48,9
64,25
»olbfcbmibt ....
ÄütßerSroerfe ... Merallgeiellschaft.
7,6
6,8
7,6
6,8
7,15
5». 9. Farden.Jndustrte
«chei de anstatt........
96
99,7
92 ,
iRantfelber Bergbau ..
Roldroerfe .......
Phonir Bergbau
Rheinische Braunkohlen
Rheinstahl
Bereinigte Stahlwerke.
Otavi Minen ......
Kaliwerke Aschersleben.
Kaliwerke Westeregeln .
Kaliwerke Salzdetfurth
7,75
7,05
7,05
8,4
24,5 1,25
7,6
7 7,05 8,13
65,25
81,59
34,34
94
100,65 |
Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt..
47,5
64,5
110 62,75 68,25
48 45,25 131,75
48
64,9
65
20,4
185,5
192 139,5
Gritzner - 01 23,25 I 22,131
Moinkraftwerke Höchst a.«-.. 4 74,5 — I
Süddeutsch« Zucker «j 179,9 I 179,91
. 0 . o . 0 . 0 . 0 . 1 . 0 . 0 . 0 . 0 .10 . 0
0
4% Oesterrelchiiche Goldrentt.... 4,20% Oesterreichische Stlberrentr 4% Ungarische Goldrrnte ......
4% Ungarische Staawrente v. 1910 4«/,% deSgl. von 1913 ........
6% abgest. Soldmexikaner von 99 4% Türkische Zolhrnleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
8% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
8% ehem.7% Dt.RetchSanl. v. 1929 5)i% Doung-Anleihe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit AuSlos.-Rechten ..........
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)...........
6% Hess. Landesbank Darmstadt Sold R. 18
6y.% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ltgut
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leige Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank
Golbpse. 16 unkündbar bis 1936
8% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl
Golbpse. 16 unkünbbar bis 1936
ty.% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu^Dlandbriese.......
614% ehem. 4ft% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ..
6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand» briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ebem. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
tzteuergutich. BerrechnungSkurS
. O| 77,25 . 0 —
. 0 49
10 237,5 . 0 97,65 . 0 43
. 0 14,75 • 5 124
. 6 122
7% 168
SchnltheU Patzenhofer .....
Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................
Zellstoff Waldhos ..........
Zellstoff Aschaffenburg .....
Dessauer GaS .........
Daimler Mowren..........
Deutsche Linoleum.........
crensietn S Koppel........
Leonhard Tietz .....
Ibabe....................
A«u mulatorrn-FabrS...... ionti-Oumm«.............
95,65
99,6
92
96,65
22,975
19-6 I 20-6.
Amerikanische Noten
Belgische Noten..................
Dänische Noten ...
Englische Noten .........
Französische Noten .........
Holländische Noten.......
Italienische Noten
Norwegische Noten ------ Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten ......
Schweizer Noten.......»»««»»—»
Spanische Note».................
IS’ tur< börse
Frankfurt a.M.
S erlin
Schluß- kur«
Schluß!. Abend» börse
Schluß» tvrö
Gchlußk.
Mittag, börse
Datum
19-6-
20.6-
19.6-
20-6-
4% beifll. Serie 11 ..........
8
8
—
7,75
6% Rumän. vereint). Rente v. 1903
4,25
4,25
—-
—
4^i%Rumän.vereinh.Rentev.l918
6,75
6.6
7
7,1
4% Rumänische vereinh. Rente ..
3,9
4,175
4
4
8^% Anatolier ........
35,9
35,75
35,5
35,5
Hamdurg-Amerika-Paket ..... 0
26,5
26
26,5
26
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
25
25
Hansa-Dampsschisf..........0
—
Norddeutscher Lloyd ........0
32,25
31,13
32
31,5
A.G. für Verkehrswesen Aki. .. 0
62,5
63
63,5
63
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
88
88,5
89
89,5
Commerz, und Prlvat-Bank ... 0
53,75
53,75
53,5
53,5
Deutsche Bank und DiSconto-
Gesellschaft................ o
63,25
62
63,25
62
Dresdner Bank..............o
68
65,75
68
65,75
Reichsbank ....... 12
160,5
158,5
159
158
A.S.G.................... o
23,5
23,25
24
23,5
Bekulo..................... o
143,25
141,75
143,75
142,5
Clelrt. LieferungSgefellschaft... 6
88
88,25
88
87
Licht und Kraft g
113
112
113
112
Felten & Guilleaume ........ 0
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmuna. 6
63,65
63,5
62,75
62,75
108
105,5
108,65
106,25
Rheinische Elektrizität ........ 6
102,5
103,5
103
103
Schuckert &Go....... 5
92,5
92
93,25
92,25
«temenS & Halske........
150,5
149
150,75
150
LahmeyerLEo............. 16
127,25
126
126,75
124
Buder»« ....................
77,75
1 76.25
77,5
76,5
Deutsch« »rdR .............. 4
120
118,75
119,9
119,65
Gelsenkirchener...............
63
1 61
63
61,4
Harvener ............... (
106,5
I 103,25
107
104,65
Hoesch Eisen—SSln-Neuesfen .. 0
—
—
75,75
73,9
Alse Bergbau ............... (
—
—
160
• 164,5
Ilse Bergbau Genüsse ......... 1
125,5
125,5
125,75
127,5
Älödnetröerte ...............4
<Rannr4mann-R6k«i ........ «
70,5
| 69,25
70,5
69,25
67,5
I 66,5
68
i 66,75
Frantiur- 0. M.
Öerhn
Schluß» furd
Schluß!. Abend- börse
Schluß» fort
Schluß!. Mittag» börse
Datum
19.6
20-6
19.6-
20-6-
19-Iuni
20.3unl
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Meld
| 3rie
Geld
Srie
Buenos Aires
0,618
0,622
0,613
0,617
Brüssel.....
58,53
58,65
58,53
58,65
Rio de Jan. .
0,179
0,181
0,189
0,191
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,49
56,61
56,46
56,58
Danzig.....
81,72
81,88
81,72
81,88
London .....
12,645
12,675
12,64
12,67
HelsingsorS..
5,594
5,606
5,594
5,606
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ....
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien.....
21,63
21,67
21,63
21,67
Japan ......
0,751
0,753
0,751
0,753
Jugoslawien
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo.....:
63,56
63,68
63,54
63,66
Wien.......
48,45
48,55
48,45
48,55
Lissabon....
11,51
11,35
11,50
11,52
Stockholm...
65,18
65,32
65,15
65,29
Schweiz ....
81,45
81,61
81,45
81,61
Spanten....
34,34
34,40
34,34
34,40
Prag.......
10,44
10,46
10,44
10,46
Budapest ...
—
—
Neuyork...
2,508
2,514
Bantnoten
2,508
2,514


