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Der HerchenhainerIohannimarkt

Kundgebung auf der Herchenhaine Höhe.Versammlung der 7000.

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Herchenhain, 20. Juni. Bei prächtigem Wet­ter wurde am vergangenen Sonntag der Herchen- hainer Johannimarkt, der bereits seit 575 Jahren besteht, mit einer großen Kundgebung eingeleitet. Tausende von Menschen waren erschienen. SA., unter dem Vormarsch der Standartenkapelle 466, Arbeitsdienst, BdM. und HI. nahmen teil. Die Kundgebung fand an einer großen Tribüne statt, die unweit des VHC.-Ehrenmals der Gefallenen erstellt worden war. Der Kreisleiter von Schotten, Pg. K r o m m, eröffnete die Kundgebung, mußte aber mitteilen, daß der Reichsstatthalter von Hes­sen und Gauleiter Sprenger am Erscheinen verhindert sei. Es wurde ihm ein Begrüßungstele­gramm mit Wünschen zur baldigen Genesung übersandt. Sodann hielt der

Landesbauernführer Dr. Wagner eine Ansprache, in der er in seiner bekannten lebendigen Weise davon sprach, daß wir vertrauens­voll in die Zukunft blicken müßten und uns von Nörglern und Miesmachern nicht beeinflussen las­

sen dürften. In eindrucksvoller Weise warnte er davor, nachdem er mit den Miesmachern abgerech­net hatte, in den nächsten Wochen das Vieh abzu­schlachten, weil vielleicht in den nächsten Wochen das Futter etwas knapper werden könnte. Der Bauer müsse Augen und Ohren steif halten. Ein Volk von Blut und Rasse schaffe sich den Weg zur wahren Freiheit und werde so handeln, daß es geachtet und geliebt werde von jedem aufrechten Mitmenschen. (Lebhafter anhaltender Beifall.)

Eine weitere Ansprache hielt

Gauinspekleur, Kreisletter und kreisdireklor (kreis Gießen) pg. £Uo ff ermann.

Er wies darauf hin, daß er immer mit Freude in den Vogelsberg fahre, denn er wisse, daß dort ein Vojk wohne, das liebenswert sei und sich in hartem Kampf mit der Natur abringe, was es zum Leben brauche. In seinen weiteren Worten ging er auf verschiedene aktuelle bäuerliche Fragen ein, sprach über den Arbeitsdienst, über Notstandsarbeiten usw. Wenn die Geschichte einst, so schloß er, von dem

deutschen Lebenskampf schreibe, so werde sie von einem Volke von Helden zu schreiben haben, an des­sen Spitze der größte Held stand:Adolf Hitler". (Stürmischer Beifall.) Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die eindrucksvolle Kundgebung.

Oie Abschuhpläne für die hessischen Jagdreviere.

Das Staatspresseamt teilt mit: Um bis zum Erlaß eines Reichsjagdgesetzes eine pfleg­liche Ausübung der Jagd nach den allge­mein anerkannten Grundsätzen deutscher Weidge­rechtigkeit sicherzustellen und eine Gefährdung des Wildbestandes durch übermäßigen Abschuß auszu­schließen, ist in Hessen in ähnlicher Weise, wie dies für Preußen das neue preußische Jagdgesetz bereits vvrgeschrieben ist, durch Bekanntmachung vom 19. Juni 1934 bestimmt worden, daß für den Ab­schuß von Rot-, Dam- und Rehwild in hessischen Jagdrevieren Abschußpläne aufzu- stellen und von den staatlichen Forstämtern zu genehmigen sind. Die Abschußpläne bilden die Grundlage und den Rahmen für den Abschuß der genannten Wilüarten. Sie dürfen ohne behördliche Genehmigung nicht überschritten werden. Nach den Uebergangsbestimmungen sind die Abschußpläne in diesem Jahr erstmalig nur für den Zeitraum bis zum 31. März 1935 aufzustellen. Bis zum 1. Juli d. I. müssen die Jagdausübungsberech- tigten (Pächter von hessischen Staats-, Gemeinde- und Privatjagden) die Abschlußpläne nach vorge- schriebenem Muster bei dem Forstamt, in dessen Bezirk das Jagdrevier liegt, eingereicht haben. Die Vorlage hat bei verpachteten Gemeindejagden durch Vermittlung der Bürgermeistereien, bei verpachte­ten Eigenjagden durch Vermittlung der Eigenjagd­besitzer zu dem genannten Termin zu erfolgen. Werden Abschußpläne nicht rechtzeitig eingereicht, so können sie von dem Forstamt selbständig festge­setzt werden.

Taqung der Kreispropaqandaleiter.

LPD. Frankfurt a. M., 20. Juni. Am Sonn­tag fand, in Frankfurt a. M. auf Veranlassung des Gaupropagandaleiters Müller-Scheld eine Besprechung aller Kreispropagandaleiter, Kreis- Film- und Funkwarte und Kreiskulturwarte des Gaues statt. Die Tagung gewann besondere Bedeu­tung durch die Anwesenheit des Vertreters des Reichspropagandaleiters Dr. G o e b b e l s, des Pg. Fischer- München, und des Reichsleiters der Abteilung aktive Propaganda, Pg. Schulze. Bei der Tagung wurden wichtige neue Richtlinien be­kannt und außerdem fand eine sich über alle Ge­biete erstreckende Aussprache statt. Anschließend fuh­ren die Parteigenossen zur Eröffnung des Langener Stadions, das vor allen Dingen den Vertretern der Reichsleitung ausnehmend gut gefiel. Sie kehr-

ften erst nach einigen Stunden nach Frankfurt zu­rück.

Oer $oll Oppenheimer.

LPD. Frankfurt a. M., 20. Juni. Der frühere Generalkonsul und Rennstallbesitzer Moritz Oppen­heimer wurde wegen seines Gesundheitszustandes, wie berichtet, in die Universitätsklinik übergeführt. Der Haftbefehl gegen ihn ist aber nicht aufgehoben worden. Die Verteidigung hat erneut den Antrag auf Haftentlassung gestellt.

Oie Festspiele auf dem Römerberg zu Frankfurt.

* Frankfurt a. M., 21. Juni. Die Vor­bereitungen zu den diesjährigen Römerberg­festspielen sind schon weit vorgeschritten. Inmitten des Platzes erhebt sich die blumengeschmückte Zu­schauertribüne, die 1650 Sitzplätze umfaßt. Vor dem abgesperrten Römer finden die Proben zurJung­frau von Orleans" und zumWallenstein" erster Teil statt. Fast 1000 Mitspieler üben hier unentwegt unter der Führung und anseuernden Teilnahme des Generalintendanten und seiner Regisseure. Mit letz­tem Einsatz und wirklicher Begeisterung wird hier gearbeitet. Immer und immer wieder werden die einzelnen Auftritte wiederholt, bis sie den künstle­rischen Anforderungen entsprechen. Schon jetzt ist der Römerberg von einer zahlreichen Zuschauermenge umlagert, die mit andauerndem Interesse dem Hin und Her der Spielgruppen folgen. Am 1. Juli wird SchillersJungfrau von Orleans" als Auftakt der Römerbergfestspiele in Szene gehen. Am 11. Juli findet die Premiere der Wallenstein-Trilogie statt, die an zwei Abenden hintereinander gespielt wird. Am 1. August folgt bann die Aufführung von Hein­rich von KleistsKäthchen von Heilbronn". Der genaue Spielplan ist folgender:

Jungfrau von Orleans: Juli: 1., 3., 4., 7., 8., 13., 17., 24. August: 2., 6., 10., 14., 18., 20., 24., 27., 31. Wallenstein I: Juli: 11., 14., 18.,21.,25.,28. August: 4., 8., 11., 15., 21., 25., 28. September: 1. Wal­lenstein II: Juli: 12., 15., 19., 22., 26., 29. August: 5., 9., 12., 16., 22., 26., 29. September: 2. Küth- chen von Heilbronn: August: 1., 3., 7., 13., 17., 19., 23., 30. Spielveränderungen vorbehalten.

Wir rufen alle Volksgenossen des Gaues auf: Kommt zu den Römerbergfestspielen 1934. Kommt und seht!

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein.

Verantwortlich für Politik: I. 23.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: 1.23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

wurde heute plötzlich nach kurzem Krankenlager von uns genommen.

Der Vorstand.

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Gießen (Löberstraße 11), den 20 Juni 1934.

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Verschiedene?]

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Geest

b ohnertq/änzen d!

Die Beerdigung findet Montag, den 25. Juni, nachmittags 21/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Offenb. 1, 5b und 6.

Der HErr rief gestern früh, von langem Leiden erlöst

Fräulein Anna Uhrig

im Alter von 78 Jahren, zu Sich in die himm­lische Herrlichkeit.

Gießen, den 21. Juni 1934. 03151

Freitag nachmittag 3 Uhr findet in der Kapelle des Neuen Friedhofs die Trauerfeier statt.

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Heute entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein lieber Gatte, mein treusorgender Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel

Heinrich Günther

kurz vor seinem 50. Lebensjahr.

Die trauernden Hinterbliebenen:

I. d. N.: Frieda Günther, geb. Nolte

Hans Günther

Gießen (Weserstraße 15), den 19. Juni 1934.

Die Beerdigung findet Freitag, l/a3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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Todesanzeige.

Allen Verwandten und Freunden die schmerzliche Mitteilung, daß am Dienstag, dem 19. Juni, abends 8 Uhr, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester

Margarete Gentner

geb. NcLtermann 3684 d

nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Josef Gentner

Heuchelheim, den 21. Juni 1934.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 22. Juni, nach­mittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Wilhelmstraße 12, aus statt.

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In tiefer Trauer:

Christoph Schmidt

Wilhelm Schmidt und Frau

Ernst Schmidt und Frau

Gustav Schmidt und Frau

Karl Schmidt

Tilli Seim, geb Schmidt

und 13 Enkelkinder

Meine treue Lebensgefährtin, unsere innigstgeliebte Mutter und

Großmutter

Gott dem Herrn hat es gefallen, meine treue Gatttin, unsere liebe Mutter," Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Luise Heister, geb. Diehl

infolge eines Unfalles unerwartet schnell zu sich zu rufen.

Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen:

Heinrich Heister.

Gießen (Lahnstraße 21), den 20. Juni 1934.

Die Beerdigung findet Freitagt den 22. Juni, um 2 Uhr, f dem Neuen Friedhof statt.

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Frau Susanne Schmidt

geb. Siegfried

Mein heißgeliebter, herzensguter Mann, unser lieber, braver Sohn, unser guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel

Herr Karl Philipp

ist nach langemsch weren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im blühenden Alter von 36 Jahren für immer von uns gegangen.

In tiefstem Schmerz:

Frau Paula Philipp, geb. Diekmann

Familie Jakob Philipp Familie Willi Philipp

Gießen (Liebigstraße 72, z. Z. Krofdorferstraße 24), den 21. Juni 1934.

Die Beerdigung findet Samstag, vormittags ll1/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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