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Oberheffen.

^Ovjährige Jubelfeier bes Männerchores Grünberg.

, + ®r ünb erg, 20. April. Unter den ober- yesjischen Gesangvereinen ist der Männerchor Gr unb e rg der erste, der auf ein lOOjähri- 8^2 Bestehen zurückblicken kann. Mit dieser Jubelfeier, die am 30. Juni und 1. Juli d. I. statt- slnden soll, ist ein großes Sängertreffen des Kreises Ohm-Lumda, der 45 Gesang­vereine umfaßt, verbunden. Auch die ehemaligen Bundesvereine des Lahntal-Sängerbundes 22 an der Zahl beteiligen sich daran, denn auf dem die Auflösung beschließenden Bundestag wurde be­schlossen,die Bundesoereine nehmen an dem vor­gesehenen Stiftungsfest des Männerchores Grün- verg im Jahre 1934 noch einmal als Gastvereine geschlossen teil". Welche Bedeutung man diesem großen Sänaertreffen in Grünberg beimißt, ergibt sich daraus, oaß der Führer des Hessischen Sänger­bundes, Ministerialrat Ringshausen, sein Er­scheinen bestimmt zugesagt hat, trotzdem auf den gleichen Tag auch in Starkenburg größere Gesangs­veranstaltungen fallen.

Landkreis Gietzen.

a Klein-Linden, 20. April. Altveteran Phi­lipp Jung, der letzte Teilnehmer unserer Ge­meinde an den Feldzügen von 1866 und 1870/71, begeht am kommenden Sonntag, 22. April, geistig und körperlich verhältnismäßig noch frisch, seinen 8 9. Geburtstag. Herr Jung war jahrzehnte­lang Kirchenvorstandsmitglied und wurde vor eini­gen Jahren zum Ehrenkirchenoorsteher ernannt.

Großen-Linden, 20. April. Gestern abend veranstaltete die hiesige HI. zusammen mit dem BdM. auf dem Luh eine Feier aus Anlaß des Geburtstages des Führers. Unter Vorantritt des Spielmannszuges der HI. beryegte sich der statt­liche Zug durch die Straßen der Stadt hinauf zu dem riesigen Holzstoß, wo sich schon eine ansehn­liche Menge Einwohner eingefunden hatte. Nach verschiedenen Gedichten sprach Unterbannschulungs­leiter Reinhold Blaß über die Geschichte des Na­tionalsozialismus und anschließend der Unterbann­führer Hans Textor über den Sinn der abend­lichen Veranstaltung. Während die Flammen des riesigen Feuers emporloderten, wurde das Lied Unsre Fahne flattert uns voran" gesungen und ein dreifaches ,Sieg-Heil!" auf den Führer und dessen ferneres Wohlergehen ausgebracht.

V Watzenborn-Steinberg, 19. April. Der Volkstag der Inneren Mission wurde in unserer Gemeinde in feierlicher Weise be­gangen. Der Tag wurde durch Choralblasen des Posaunenchores in den Straßen eingeleitet. In dem Festgottesdienst wirkte der Kirchengesangverein mit. Der Predigt lag 1. Joh. 5, 4 zugrunde. Am Nachmit­tag fanden in Steinberg und Watzenborn öffentliche Kundgebungen statt, wobei der Posaunen- und der Kirchenchor mitwirkten. Der Perjonalamtsleiter der NSDAP., Herr Jung, und Herr cand. theol. Phi­lipp von Steinberg hielten sehr wirkungsvolle An­sprachen über die Innere Mission, während die Mit­glieder des Evangelischen Mädchenbundes und der BDM. Abzeichen verkauften. Sehr zufriedenstellend war darum auch das finanzielle Ergebnis des Opfer­tages mit rund 230 RM.

* Hausen, 20. April. Die 15jährige Arbeiterin Klara Trüller von hier mußte mit inneren Verletzungen, die sie sich bei einem unglück­lichen Sturz zugezogen hatte, in die Chirurgische Klinik eingeliefert werden.

5 S t e i n b a ch , 20. April. Der Ertrag des Volkstages der Inneren Mission war für Steinbach 50 Mk. Hauskollekte und 8 Mark Straßenverkauf, für A l b a ch 22 Mk. Hauskollekte und 4 Mark Abzeichenverkauf. Am vergangenen Sonntag fand zum erstenmal eine besondere kirch­liche Feier für die Abc-Schützen statt, sie war von den Eltern und der ganzen Gemeinde gut besucht. Ausgenommen in der Schule wurden 20 Kinder, 19 Knaben und 10 Mädchen. In Albach fand eben­falls eine Schulanfänger-Andacht statt, ausgenom­men wurden 5 Kinder.

; l_j Rödgen, 19. April. Am Mittwochabend ver­anstaltete die Ortsgruppe Alten-Buseck des Reichsluftschutzbundes, der die Un­tergruppen Trohe und Rödgen angegliedert sind, im Saale von Gastwirt Balser einen Werbeabend. Der Leiter der Gruppe Rödgen, Lehrer Leisen- heimer begrüßte die Teilnehmer, besonders die geschlossen anwesende RS.-Frauenschaft und die SA. der Gemeinde Rödgen. Ortsgruppenleiter Dr. Haas (Alten-Buseck) hielt sodann einen längeren Vortrag. Er beleuchtete die gewaltige Stärke der Luftflotten unserer Nachbarstaaten, sowie die unge-

Schwerer Raubüberfall in Mainz.

Dankboten überfallen und beraubt.Zwei Personen schwer verletzt.

LPO. 21t a i n $, 20. April. Bantboten der kom­munalen Landesbank, die von der Reichs­bank Geld geholt hatten, wurden auf dem Wege nach der Kommunatbank von Räu­bern überfallen, die mehrere Schüsse auf sie abgaben. Zwei Personen sollen durch Schüsse schwer verletzt worden sein.

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Zu dem schweren Raubüberfall auf zwei Bank­boten der Landes-Kommunalbank werden noch fol­gende Einzelheiten bekannt: Heute gegen 10 Uhr wurden die beiden Voten der Landes-Kommunal­bank Mainz, die von der Reichsbank einen Betrag von 10 000 Mark geholt hatten, von Räubern über­fallen. Der 44 Jahre alte Bantbote Wilhelm E l s ch n e r und der 23jährige Hans S ch u ft e r wollten sich eben mit der Aktentasche, die den Geld­betrag enthielt, der Vorschrift gemäß, durch den Sei­teneingang der Kommunalbank begeben, als aus einem vor dem Bankgebäude haltenden Personen­kraftwagen ein Mann mit einem Revolver heraus­sprang, und drei Schüsse auf die Bank­angestellten abfeuerte. Durch den einen Schuß wurde Elschner schwer am Unter­leib verletzt, während Schuster einen Streif­schuß ins Bein erhielt. Schuster hatte noch die Gei­stesgegenwart, die Aktentasche mit den 1 0 0 0 0 M a r k w e i t in den Hof hinein­

zuschleudern. Als auf die Schüsse hin Beamte der Bank mit Schußwaffen herauskamen, sprang der Räuber wieder in den Kraftwagen, der in ra­sender Fahrt durch die Kaiserstraße in der Richtung Hauptbahnhof davonfuhr. Der Wagen trug die Nummer IT 4749. Die Polizei nahm sofort die Ver­folgung auf. Die beiden Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

Oer amtliche Bericht.

LPD. Mainz, 20. April. Das Polizeiamt teilt zu dem Raubüberfall noch mit: Der Ueberfall auf» die Kassenboten der Kommunalen Landesbank trug sich im Hausflur der Bank zu. Die Bankboten wurden hier von zwei Leuten, die auf dem Treppen­flur auf sie gewartet hatten, beschossen. Das Auto, mit dem die Täter flüchteten, trug die Nr. IT 40771. Inzwischen wurde aber festgestellt, daß dieses Zei­chen für ein Kraftrad ausgegeben wor­den war. Das Auto, ein geschlossener Wagen, hatte vier Türen und war jedenfalls ein Sechssitzer. Es trug dunklen Anstrich. Der Führer des Kraft­wagens war etwa 35 Jahre alt, von mittlerer Fi­gur' er trug dunklen Anzug und war ohne Kopf­bedeckung. Die Täter, die den Ueberfall ausführten, sind etwa 1,75 Meter groß und 40 bis 45 Jahre alt. Der eine trug einen grauen, der andere einen dunklen Anzug.

heure Zerstörungsmöglichkeit ihrer verschiedenen Abwurfgeschosse wie Brand-, Gas- und Spreng­bomben. Mit überzeugenden Worten wies der Red­ner auf die dringende Notwendigkeit des privaten Luftschutzes hin. Wenn auch das ga-rze deutsche Volk die Hoffnung und das Vertrauen habe, daß es unse­rem Führer Adolf Hitler gelingen wird, Deutschland einen längeren Frieden auf der Grundlage gegen­seitiger Achtung, Ehre und Gleichberechtigung zu sichern, so sei es dennoch angesichts unserer gegen­wärtigen vollständigen Wehrlosigkeit gegenüber feind­lichen Luftangriffen unsere unbedingte Pflicht der Selbsterhaltung, uns mit den Gedanken des RLB. vertraut zu machen. Der Redner erörterte dann noch die Art und Weise der erforderlichen Schutz­maßnahmen und schloß seine interessanten Aus­führungen unter starkem Beifall der Zuhörer. Leh­rer Leisenheimer dankte dem Redner für sei­nen Vortrag und ersuchte die Anwesenden, das Gehörte zu beherzigen und durch Beitritt zum RLB. in die Tat umzusetzen. Der Aufforderung wurde zahlreich entsprochen.

* Bersrod, 21. April. Am kommenden Mon­tag begeht der weit über die Grenzen Hessens hin­aus bekannte ehemalige Steinbauermeister Ludwig Ranft von hier seinen 8 0. Geburtstag. Der Jubilar war langjähriges Gemeinderatsmitglied. Seit über 40 Jahren ist er treuer Leser des Gießener Anzeigers.

cZ Allendorf a. d. Lumda, 20. April. Ge­stern bewegte sich ein großer Trauerzug, wie ihn unsere Stadt noch nicht gesehen hatte, nach dem neuen Friedhof. Die sterblichen Ueberrefte des alten Kämpfers, Obertruppführer Reinhardt, wurden zu Grabe getragen. An der Spitze des Trauerzuges marschierte der Spielmannszug des Sturmes 1'116 sowie der Musikzug 1/116, sodann folgte geschloffen der ganze Sturmbann unter Führung von Sturm­bannführer F a u l st i ch. ferner die Hitlerjugend, der Bund deutscher Mädchen, die Frauenschaft und das Jungvolk. Nach der Ankunft auf dem Friedhof intonierte der Musikzug einen Choral, worauf der Ortsgeistliche, Pfarrer Andres, eine zu Herzen gehende Grabrede hielt, in der er den Verstorbenen als einen zufriedenen und nie ermüdenden Kämpfer schilderte Nach Abgabe der Ehrensalve und nach dem Liede vom guten Kameraden legten Kränze nieder: der Standartenadjutant M ü n k e r (Gießen), für die Brigade 147 und Stadarte 116, Sturmbann­führer Faulstich für den Sturmbann 1/116, Scharführer W. Rein für den Sturm 1'116. Orts­gruppenleiter Dr. Harth für die hiesige Orts­gruppe; ferner wurden noch Kränze niedergekegt von den Abordnungen der einzelnen Stürme, der hiesigen SA.-Reserve, sowie von der hiesigen Frauenschaft, vom BdM , von der HI., vom Jung­volk, vom Schützenverein und vom Metallarbeiter­verband, Abteilung Lollar. Mit dem Abspielen des ersten Verses des Horft-Wefsel-Liedes fand die Feier ihren Abschluß. Reinhardt war einer der ersten Kämpfer für die NSDAP, am hiesigen Platze Er aehörte seit dem l.März 1931 der Partei an. Zum

Zeichen der Anteilnahme der Trauer hatte die Be­völkerung Halbmast geflaggt. Es fand sodann noch auf dem hiesigen Sportplatz ein Vorbeimarsch der SA. und SAR. vor Standartenadjutant M ü n- k e r statt.

<5 Allendorf (Lumda), 20. April. Am ver­gangenen Samstagabend hielt der hiesige Krie­gerverein im Saale der Gastwirtschaft Eber­hard Ranft Wwe., hier, seine Jahreshauptver­sammlung ab. Der 1. Führer, Kamerad Lehrsr Strack eröffnete und leitete die Versammlung. Nach der üblichen Ehrung eines im Lauf« des ver­gangenen Jahres verstorbenen Kameraden, warf Kamerad Strack einen Rückblick auf das Jahr 1933, in dem er die Verdienste des obersten Füh­rers Adolf Hitler um unser deutsches Vaterland gebührend würdigte. Aus dem Rechenschaftsbericht ging hervor, daß der Verein am Anfang des Ge­schäftsjahres 1934 69 Mitglieder besitzt. Die Rech­nung, von Kamerad Weißbindermeister Chr. Ranft vorgetragen, ergab ein zufriedenstellendes Bild. Es verblieb ein kleiner Kaffevorrat. Die Prüfung der Rechnung durch die Kameraden Chr. F o r m h a l s und Ludwig Krieb ergab keine Anstände. Es wurde dem Rechner Entlastung erteilt und ihm gleichzeitig für feine uneigennützige und korrekte Rechnungsführung durch den 1. Führer Dank aus­gesprochen. Nach Absingen je einem Vers des Horst- Wessel-Liedes und des Deutschland-Liedes und nach­dem ein dreifachesSieg-Heil!" auf unseren ober­sten Führer Adolf Hitler ausgebracht worden war, wurde die Versammlung geschlossen.

* Lumda, 20. April. Der 57jährige Arbeiter Heinrich Seng II. von hier erlitt heute einen schweren Unfall. Er fuhr mit feinem Fahrrad von feiner Arbeitsstelle nach Lumda zurück, muß aber, anscheinend infolge eines Schwächeanfalles die Herrschaft über das Fahrrad verloren haben und kam schwer zu Fall. Der bedauernswerte Mann erlitt einen Schädelbruch sowie verschie­dene Kopfverletzungen. Er wurde durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen nach der Chirurgischen Klinik übergeführt.

<D L i ch, 20 April. In den letzten Tagen wurde hier eine umfangreiche Arbeit, die N e u k a n a l i - sierung der verlängerten Bahnhof­straße, in Angriff genommen Gleichzeitig erfolgt eine Neuverlegung der Geleise am Eisenbahnüber­gang über die Bahnhofstraße. Mit dem Bau der neuen Kanalanlage wird ein langgehegter Wunsch der Anwohner der Bahnhofstraße erfüllt. Der seit­herige Kanal mit zu engen Rohren und nicht ge­nügender Tiefenlage konnte bei starkem Regen die Wassermengen nicht alle fassen, so daß das Wasser in die tiefer gelegenen Keller der Anwohner zurück­trat. Bei der jetzigen Neuanlage werden Rohre mit großen Ausmaßen verwendet, die viel tiefer ver­legt werden, als die alten. Die Abwässer werden unterhalb der Stadt, kurz hinter dem Schloßgarten, in die Wetter geleitet Die Arbeiten wurden der hiesigen Firma Christian Fey übertragen; sie wer­den einige Monate in Anspruch nehmen. Die Kosten

belaufen sich auf rund 47 000 Mark. Da es sich um Notftandsarbeiten handelt, zahlt das Reich pro Tagewerk 3 Mark Förderungssatz. Die endgültig« Straßeninstandsetzung mit Errichtung eines Bür­gersteiges wird voraussichtlich erst im nächsten Jahre vorgenommen werden.

£ Cid), 21. April. Zur Feier des Geburts­tages unseres Führers hatte unsere Stadt reichen Flagaenschmuck angelegt und gab damit ihrer Verbundenheit mit der nationalsozialistischen Regierung und ihrem Führer Adolf Hitler sicht­baren Ausdruck. Nachdem bereits am Vormittag in den Schulen in würdiger Weise auf den Geburtstag unseres Volkskanzlers hingewiesen wurde, fand am Abend auf dem Adlerplatz eine schlichte Feier statt. Sämtliche Wehrverbände, NS.-Gliederungen und Vereine waren geschlossen mit ihren Fahnen unter den Klängen der Kapelle der freiwilligen Feuerwehr und des Spielmannszuges der Hitlerjugend vor dem Rathaus aufmarschiert. Nachdem zur Einleitung das Deutschlandlied gesungen worden war, ergriff Pg. Pfarrer Draudt das Wort zu einer An­sprache, in der er auf die Bedeutung des Tages, auf den Sinn und Zweck der schlichten Feier hin­wies, und dann in eindruckvoller Weise das Leben und den Kampf des Führers schilderte. Er beleuch­tete die Persönlichkeit des Führers und forderte alle zur Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft, wie sie der Führer übt, auf. Seine beseelten Ausführungen klangen in dem Gelöbnis zur Mitarbeit, zur Treue, dem Führer und Vaterland gegenüber, aus. Nach dem gemeinsamen Gesang des Hvrst-Wessel-Liedes wurde' die Feier geschlossen.

* Nieder-Bessingen, 20. April. Frau Katharina Schröder von hier kann am morgigen Sonntag in körperlicher und geistiger Frische ihren 7 5. Geburtstag feiern. Die Jubilarin kann demnächst auch das Jubiläum einer 50jährigen Tätigkeit als Hebamme begehen.

Kreis Büdingen.

* Bergheim, 20. April. In Ausübung seines Berufes erlitt heute der 33jährige Bergmann Otto Link von hier einen schweren Unfall. Im Steinbruch, in dem er beschäftigt ist, fiel ihm ein schwerer Stein auf den linken Fuß, so daß der bedauernswerte Mann schwere Quetschwun­den erlitt und sofort in die Chirurgische. Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.

Preußen.

Oeffenttiches Austreten der konfessionellen Lugendverbände untersagt.

LPD. Wiesbaden, 20. April. Nachdem bereits gestern der Regierungspräsident von Kassel mit einer Verordnung das öffentliche Auftreten der konfessionellen I u g e n d v e r b ä n d e untersagt hat, hat nunmehr auch der Regie­rungspräsident von W i e s b a d en mit gleicher Verordnung dieselben Anordnungen gegen die kon­fessionellen Jugendverbände im Regierungsbezirk Wiesbaden erlassen.

Dillkreis.

* Bei 1 stein, 20. April. Die 49jährige Frau des hiesigen Gemeinderechners, Frau Johanette Lehn, stürzte gestern so unglücklich, daß sie einen Bruch des linken Oberschenkels erlitt und in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.

Diebstähle im Auftrag der KpO

LPD. D a r m st a d t, 18. April. Der Kommunist Otto Straub aus Neu-Isenburg, dessen Mit­genossen bereits im vergangenen Jahr abgeurteilt worden sind, wurde wegen Bandendiebstahls in 15 Fällen zu insgesamt sechs Jahren Zucht­haus und fünf Jahren Ehrverlust ver­urteilt. Außerdem wird er nach verbüßter Strafe als gemeingefährlicher Gewohnheitsverbrecher in Sicherungsverwahrung genommen werden. Der An­geklagte behauptete in der Verhandlung, die Die b- stähle auf Geheiß der Offenbacher KPD. - Leitung ausgeführt zu haben, und zwar grundsätzlich bei Nationalsozialisten. Die Beute sei stets von der KPD.-Leitung ver­wandt ober verkauft und der Erlös zur Anschaffung von Waffen und Munition benutzt worden.

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Sebastian Kneipp

Seht - so war Kneipp!

Ein paar Feldblumen galten ihm mehr als fremder Blüten Pracht... ihm, der die Heimat so liebte.

Wie glücklich war er, daß sein Kathreiner, der eckte Kneipp-Malzkaffee" aus deutschem Malz gemacht wiro, aus deutscher Bauern Ernte.

Damals verstanden ihn wenige. Heute fühlen wir alle es ihm nach: der Kathreiner schmeckt uns grad noch mal fo gut, wenn wir daran denken, daß er aus unferm heimischen Boden stammt.

Kneipps Bild auf jedem Kathreinerpaket es ehrt das Andenken diefes deutschen Mannes.