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Werdet fördernde Mitglieder der GG.I

Der Sturmbann IV/33 der SS., Sitz Gießen, Polizeiamt, tritt zurzeit an unsere deutschen Volksgenossen mit der Bitte heran, fördernde Mitglieder der SS. zu werden und dadurch die schwarze Garde des Führers in ihrer Arbeit zu unterstützen. Alle deutschen Volksgenossen mögen dieser Bitte bereitwilligst Gehör schenken, denn die SS. ist auf die Hilfe der fördernden Mitglieder in hohem Maße angewiesen. Wer auf diese Weise un­serem Führer hilft, hilft zugleich auch mit am Wiederaufbau des deutschen Vaterlandes! Der monatliche Mindestbeitrag eines, fördernden Mit­gliedes beläuft sich auf nur 1* Mark, also ein Betrag, der für die meisten unserer Volksgenossen ohne Schwierigkeiten aufzubringen ist. Der Opfer­freudigkeit sind nach oben hin natürlich keinerlei Grenzen gesetzt.

Anmeldungen zum Erwerb der fördernden Mit­gliedschaft werden von jedem SS.-Mann, ferner auf der Dienststelle des Sturmbanns IV/33 im Polizeiamt Gießen, Landgraf-Philipp-Platz, jeder­zeit entgegengenommen.

Arbeiter gehören. Das Resultat dieses Wettkampfes ist über Erwarten gut ausgefallen.

Eine kurze Ansprache des Wettkampfleiters be­schloß den friedlichen Berufsstreit.

Gehörlose sind vollwertige Menschen!

Vom Reichsoerband der Gehörlosen Deutschlands, Ortsgruppe Gießen wird uns geschrieben:

Die meisten hörenden Volksgenossen glauben, daß die Gehörlosen keine vollwertigen Menschen sind. Diese Meinung wird noch durch das SterilisiKrungs- gesetz bestärkt/ das auch die erblich Tauben be­trifft. Aber Taubheit, erbliche wie auch nicht erb­liche, hat nichts mit Geisteskrankheit zu tun. Gewiß, es gibt auch geisteskranke Gehörlose; da sie aber die Minderheit bilden, soll man die Mehrheit der normalen Gehörlosen nicht nach ihnen beurteilen.

Falsch ist auch die Ansicht, daß jeder Gehörlose erblich taub sei und gehörlose Verwandte habe. 90 Prozent der Gehörlosen haben hörende Eltern. Die meisten Gehörlosen haben überhaupt keine ge­hörlosen Verwandten und 90 Prozent der Kinder Gehörloser sind hörend.

Unrichtig ist auch die Ansicht, daß die erwachsenen Gehörlosen in Anstalten untergebracht seien. In den bestehenden Taubstummen-Anstalten lernen die schulpflichtigen Gehörlosen sprechen, schreiben, lesen, rechnen usw. wie jeder Hörende auch. Die Aus­gaben für die Taubstummen-Anstalt sind keines­wegs überflüssig, sondern notwendig. Ohne Schul­bildung würden sonst die Gehörlosen der Oeffent- lichkeit zur Last fallen, obgleich sie arbeitsfähige Menschen sind. Rach der Schulentlassung lernen die Gehörlosen einen Beruf und sind damit von der Schule (Anstalt) unabhängig.

Das Vorurteil gegen die Gehörlosen ist also unbe­rechtigt und unbegründet. Die Gehörlosen können genau so wie die Hörenden arbeiten, und an den richtigen Platz gestellt, leisten Gehörlose oft mehr als Hörende, da sie wegen ihrer Taubheit schwerer zu stören sind.

Rach dem Willen unseres Führers hat jeder Volksgenosse, der seine vaterländische Pflicht erfüllt, die gleichen Rechte wie jeder andere auch, also auch die Gehörlosen. Die Gehörlosen wollen nicht der Fürsorge zur Last fallen; sie können sich selbst er­nähren und haben auch den Willen dazu? Es ist also durchaus berechtigt, wenn die Gehörhosen den gleichen Anspruch auf Arbeit und Brot erheben wie die Hörenden.

Der Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands e. V., der der NS.-Volkswohl- fahrt angeschlossen ist, ist die einzige staatlich aner­kannte Vertretung der Gehörlosen, die ihre Rechte wahrt. Kreisbundesleiter für Groß-Hessen ist Pg. August Schäfer- Griesheim bei Darmstadt; mit der Führung der Ortsgruppe für Gießen ist SA - Mann I. G. Beck- Gießen, Neustadt 45, beauf­tragt. Der Reichsoerband der Gehörlosen Deutsch­lands e. V. gibt über alle die Gehörlosen betreffen­den Fragen gerne Auskunft.

Gictzener Wochcnmarktpreisc

* Gießen, 21. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (in­ländische) 8V2 bis 9, Weißkraut, das Pfund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 12 bis 15, Rote Rüben 10, Spinat 10 bis 15, Spargel 50 bis 70, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 60, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Rhabarber 12 bis 15, Kartoffeln, das Pfund 3V» Pf., der Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 30 Pf., Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 55, Salat 20 bis 25, Salatgurken 50 bis 60, Lauch 5 bis 10, Rettich 20, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, Bündel 12 bis 15 Pf.

VornoNzen.

Tageskalender für Samstag: Stadt­theater: 20 bis 22.30 Uhr,Robinson soll nicht sterben . Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 16 bis 17 Uhr, Ausstellung Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Flüchtlinge aus Chikago . Astoria-Lichtspiele, Seltersweg' Der Satan der Steppe" undZwei gute Freunde". DHV.'Krankenkasse: 20.30 Uhr, Lonystraße 18, Jahres-Versammlung. Fördernde Mitglieder der SS.: 20 Uhr, Caf6 Leib, Unterhaltungsabend.

Tageskalen de r für Sonntag: Stadt­theater, 19 bis 22 Uhr,Die goldne Meisterin". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand­platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Der Flüchtling aus Chikago". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Der Satan der Steppe" undZwei gute Freunde". Gemein- nütziaer Eisenbahner-Heimstättenverein, 8.30 Uhr, Hotel Hopfeld, ordentliche Generalversammlung. Gießener Turnerschaft, Volkshalle, 8 bis 14 Ühr, 3. Hallenhandball-Turnier. Bergschenke, 15.30 Uhr, Konzert.

Unterhaltungsabend der S S. Am heutigen Samstagabend, 20 Uhr, findet im Cafe Leib ein Unterhaltungsabend statt, der insbesondere denFördernden Mitgliedern" gewidmet ist.

** D i e n st j u b i l ä u m. Steuerinspektor G l e b e vom Finanzamt Gießen hat am Donnerstag sein vierzigjähriges Dienstjubiläum gefeiert. Rach län­gerer Tätigkeit im Heeresdienst war Herr G l e b e Garnisonsoerwckltungsinspektor im Elsaß. Er kam dann nach Kriegsschluß an das Reichsoermögensamt Gießen und von da an das Finanzamt Gießen.

Durch den Finanzamtsvorsteher wurden ihm ein Glückwunschschreiben des Herrn Reichspräsidenten und der Dank der Reichsfinanzverwaltung für feine treue Pflichterfüllung im Auftrage des Herrn Reichs­ministers der Finanzen übermittelt.

** Das Museum im Alten Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Soldaten im Dien ft e der Rächst en- liebe. Als vor einigen Tagen gegen 16 Uhr ein kurzer aber um so heftigerer Sturm über unsere engere Heimat brauste, hatte eine Gruppe von Soldaten der Reichswehr Gelegenheit, praktische Nächstenliebe zu üben. Eine ältere Frau, die mit einem Kinderwagen und einem 6jährigen Kinde am Philosophenwald unterwegs war und von dem Unwetter überrascht wurde, befand sich in Verlegenheit, wohin sie sich, als der Sturm los­brach, wenden sollte. Schnell baute sich die erwähnte Gruppe Soldaten unter dem Kommando eines Un­teroffiziers um den Kinderwagen auf, nahm auch

Aufruf des Gauleiters

zur Haus- und Stratzensanrmlung für das deutsche Jugendherbergswert vom

21. bis 27. April 1934.

Die junge deutsche Generation hat mit dem 3u- gendherbergswerk die Aufgabe übernommen, der gesamten wandernden deutschen Jugend durch Schaf­fung und Erhaltung von Heimstätten draußen im Lande die innige Verbundenheit mit der deutschen Heimat zu vermitteln. Die deutschen Jugend­herbergen sind Gegenstand der Bewunderung der ganzen Welt. Ihre wichtige Mission, der deut­schen Jugend neue starke Kräfte aus der Kenntnis der schönen deutschen Heimat zuzuführen, verdient die Unter st ühung aller Volksgenossen, die in der deutschen Jugend die zukünftigen Trager unseres Volkes sehen.

Ich wünsche dem Jugendherbergswerk und all seinen Unternehmungen vollen Erfolg und rufe alle Volksgenossen zur Mitarbeit auf.

Frankfurt a. M., 18. April 1934.

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei.

Gauleitung Hessen-Nassau. Gez.: Sprenger.

Weitere Ausrufe zur hilfreichen Mitarbeit.

Die deutsche Jugend ist der Lebens- quell der Nation. Aus ihr erneuern sich die Kräfte, die unser Vaterland wieder groß und stark machen sollen. Sie zu erhalten, sie wahres Volkstum und deutsches Denken erkennen zu lassen und sie so auf ihre große Zukunftsaufgabe

Gestern nachmittag fand im Haus der Deutschen Arbeitsfront eine Versammlung statt, die__vorn Kreis- amt Gießen einberufen worden war und sich ins­besondere mit der Durchführung der zweiten Ar­beitsschlacht beschäftigte.

Oberregierungsrat Or. GchönhatS begrüßte die Teilnehmer, die Vertreter der einzel­nen Parteiorganisationen, der nationalen Verbände, der Deutschen Arbeitsfront, der Innungen und die Bürgermeister der Gemeinden. Er wies auf den Sinn der Veranstaltung hin und betonte, daß unser aller Streben darauf hinausgehen müßte, die Ar­beitslosigkeit weiter einzudämmen und Brot und Arbeit zu schaffen für alle Volksgenossen. Gewaltige Anstrengungen seien bereits gemocht und große Er­folge erzielt worden. Millionen seien in Arbeit und Brot gebracht worden, Millionen stünden aber noch aus der Straße. Mit zäher Energie müsse weiter­gearbeitet werden. Im Frühjahr, da sich alles zu neuem Leben rege, müsse auch die Arbeitsbeschaf­fung neue Impulse erhalten. Das Frühjahr müsse mehr denn je im Zeichen der Arbeitsbeschaffung stehen.

Sodann sprach der Vorsitzende des Arbeitsamtes Gießen

Regierungsrat Dr. List

über das Thema:Ausgangspunkt und Durchführung der zweiten Arbeits- s ch l a ch t". Seinen Ausführungen sei folgendes entnommen:

In Oberhesfen sei es gelungen, in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit weiter vorzustoßen als im Reichs­durchschnitt. In Oberhessen sei die Arbeitslosigkeit um 70 0. H. auf 30 v. H. zurückgegangen. Der Reichs- durchschnitt liege bei 50 0. H. Man freue sich über das Ergebnis. Man wäre aber nicht Kämpfer, wenn man sich nicht vor Rückschlägen sichern wollte.

Die Zeit des unmittelbaren Eingreifens der Reichs- regierung in die Wirtschaft sei vorüber. Man nehme an, daß dieZündung der Wirtschaft" er­reicht worden sei. So weit die Reichsregierung wei­terhin helfe, tue sie es an ganz bestimmten Auf­gaben. Was heute noch der Wirtschaft an Mitteln zur Verfügung gestellt werde, geschehe auf dem Wege der Steuererleichterung. Die Arbeitslosenhilfe falle demnächst fort; das bedeute eine Steigerung der Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung. Die Steuererleichterung diene ebenfalls der Stärkung der Konsumkraft. Eine allgemeine Lohnerhöhung sei gegenwärtig nicht zu erwarten.

Die deutsche Wirtschaft sei in den vergangenen fahren immer mehr industrialisiert worden. Im Einklang damit habe man die Exportmöglichkeiten fordern wollen. Diese Bemühungen seien aber ge­rade in den letzten Jahren fast vergeblich gewesen. Man habe im Ausland nicht die nötige Gegenliebe gefunden. Dem Mangel an Exportmöglichkeiten habe man unter den früheren Regierungen mit den verschiedensten Mitteln entgegentreten wollen. Die ijolge sei aber ein völlig verwirrtes Wirtschaftsleben aewesen und eine gesteigerte Arbeitslosigkeit. Der

ber beutld^n Wirtschaft, sich im Sinne der ^Weltwirtschaft zu bewegen, sei verkehrt gewesen, zu­dem man alle nationalpolitische Wirtschaft vergessen habe.

Das Steuer habe deshalb herumgerissen werden müssen. Es galt, zurückzukehren zu Blut und Boben. Die erste Sorge habe hier der Land­wirtschaft gegolten. Adolf Hitler habe die Na­tionalwirtschaft schon seit Jahren gefordert.

Nachdem die Regierung Adolf Hitlers an die iMaajt kam, habe die staatliche Arbeitsbeschaffung

das 6jährige Kind in Schutz, bis der Sturm vor­über war und die Frau mit ihren beiden Kindern, ohne Schaden genommen zu haben, dankbaren Her­zens für die gewährte Hilfe, den Nachhauseweg an­treten konnte.

** Motorradunfall. Gestern nachmittag er­eignete sich in der Nähe des Windhofs ein schwerer Derkehrsunfall. Der 24jährige Egon Henke streifte mit feinem Motorrad den Kotflügel eines Kraft­wagens und kam dadurch zu Fall. Er stürzte so unglücklich, daß er einen Oberschenkelbruch und außerdem Fleischverletzungen am Oberarm erlitt. Der bedauernswerte junge Mann mußte sofort durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

** Unfall. Die 13jährige Tochter eines hiesigen Fuhrmannes kam gestern so unglücklich zu Fall, daß sie einen Unterschenkelbruch erlitt und durch die Freiwillige Sanitätskolonne in die Chirurgische Klinik übergeführt werden mußte.

vorzubereiten, ist höchster Pflege und Widmung wert. Der Reichsoerband für deutsche Jugendherber­gen unter nationalsozialistischer Führung leistet au diesem Wege ein tatkräftiges Stück wertvoller Mit­arbeit. An der von ihm in der Zeit vom 21. bis 27. April 1934 veranstalteten Reichsopfer - und Werbewoche muß sich jeder Volksgenosse nach Kräften und nach der Bedeutung der Sache betei­ligen, damit der Veranstaltung ein voller Erfolg zuteil wird.

Der Hessische Staatsminister.

Gez.: Ph. W. Jung.

Der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen veranstaltet in der Zeit vom 21. bis 27. April 1934 einen Reichsopfer- und Werbetag. Die durch die Sammlung aufgebrachten Mittel sollen restlos,zum Ausbau bzw. Neubau von Jugendher­bergen verwendet werden.

Ich richte deshalb an die Bevölkerung des Rhein- Main-Gebietes die herzliche Bitte, am kommenden Sonntag ihre innige Verbundenheit mit der deut­schen Jugend dadurch zu beweisen, daß jeder ein­zelne den Sammlern des Jugendherbergsverbandes eine Geldspende gibt.

Der Führer des Gaues Main-Rhein-Lahn-Fulda und Südhessen im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen. Gez.: Geißler

Gebietsführer beim Stabe d. Reichsjugendführung.

Straßen- und Haussannnkung.

Außer der für Sonntag, 22. April, vorgesehenen Straßensammlung findet in der Zeit vom 23. bis 27. April eine Hausfammlung mit Listen statt. Die Durchführung dieser Haussamm- lung hat in dankenswerter Weise die NSV. über­nommen.

eingesetzt. (Der Staat, als dem ganzen Volke ver­antwortlich, habe ein Recht, die Wirtschaft zu regu­lieren.) Die Finanzen des Reiches feien, nach der Uebernahme durch die Regierung 'Adolf Eitler in einer unglaublichen Verfassung gewesen. Die Auf­bauarbeit habe aber trotzdem in Angriff genommen werden können, weil wieder Vertrauen da gewesen sei. So habe auch der Unternehmer wieder gewagt. Die staatliche Arbeitsbeschaffung habe sich überall ausgewirkt.

Der Bau der Straßen habe vielen Erwerbs­losen Arbeit und Brot gegeben, die Industrie der Steinbrüche sei belebt worden. Die Er­lassung der Kraftverkehrssteuer habe wieder Tausende in die Betriebe der Automobilfabriken eingereiht, die Ehestandsdarlehen wirkten sich vielfältig aus, und nicht zuletzt seien durch die Meliorationsarbeiten viele junge Menschen wie­der einer werteschaffenden Arbeit zugeführt worden.

Das Baugewerbe habe, insbesondere in Oberhessen einen lebhaften Aufschwung er­fahren. 1933 waren etwa 3000 Angehörige des Bau­gewerbes als . arbeitslos gemeldet. Im März des Jahres 1934 feien es deren nur noch 429 gewesen. Das Baugewerbe habe noch viel Arbeit vor sich. Es feien Stadtrandsiedlungen zu schaffen, neue Erbhöfe ZU errichten. Wer die Absicht habe zu bauen, solle es jetzt tun. Die Gelegenheit sei günstig.

Die Landwirtschaft sei wieder einiger« maßen auf die Beine gebracht worden, wenn sich auch noch nichts auf die hohe Kante legen lasse. Die Preisregulierungen für Milch und Eier hätten sich bereits günstig ausgewirkt. Die Landwirtschaft sei als Käufer wieder aufnahmefähiger geworden. Festzustellen fei leider, daß für die Landwirtschaft nicht genug Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden könnten. In unserem Bezirk fehlten nicht weniger denn 400 Feldmädcken. Das Arbeitsamt müsse dazu übergehen, jenen Mädchen, die körperlich dazu in der Lage wären, Feldarbeit zu verrichten, die Unterstützungsbezüge zu sperren. Die Industrie, soweit sie von der Arbeitsbeschaffung Vorteile hatte, habe in der Hauptsache Mädchen eingestellt. Diese Verhältnisse bedürften von zuständiger Seite der Klärung. Auch an jungen Burschen sei auf dem Lande großer Bedarf. Leider bezahle der Bauer noch zu wenig. Der junge Mensch könne zwar nicht erwarten, daß er Vermögen erwerben könne, wohl aber müsse ihm die Existenz gesichert sein. Vom Ar­beitsamt würden die den Burschen gewährten Le­bensbedingungen vor seiner Einweisung geprüft. Ferner müsse dem jungen Menschen auch auf dem Lande Gelegenheit gegeben sein, Dienst in der SA. ZU tun. Die SA. stelle ein wertvolles Erziehungs­mittel dar. Die Arbeitszeit spiele hier also auch eine gewisse Rolle. Gegenwärtig habe also noch nicht jeder seinen Platz in der Wirtschaft. Wesentlich sei vorläufig, daß jeder überhaupt einen Platz habe.

In feinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit dem Freiwilligen Arbeitsdienst und betonte, daß der freie junge Mensch im Arbeits­dienst beweisen müsse, ob er seinem Volk und Vaterland zu dienen bereit sei.

In Oberhessen sei man hinsichtlich der Arbeits­beschaffung im vergangenen Monat weit voran- gefommen, da sich verschiedene Arbeitsvorhaben sehr drängten. Das sei so weit gekommen, daß an verschiedenen Stellen Mangel an Arbeitskräften auftrat. So feien im Kreis Lauterbach junge Leute und Arbeiter aus Offenbach zugezogen worden.

Bei allen Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung müsse immer das große Ganze im Auge behalten werden.

Es sei erfreulich, wenn ganze Kreise arbeitslosenfrei würden, die Arbeitslosigkeit müsse aber überall ein­gedämmt werden. Vor allem gelte es jenen zu helfen, die schon lange arbeitslos sind. In unserem Bezirke gebe es manche Gemeinde, die keine Ar­beitslosen mehr habe, aber unter Umständen noch freie Arbeitsstellen besetzen lassen könne. In diesen Stellen müßten dann Arbeitslose von auswärts ein­gesetzt werden.

Die Schaffung der Reichsautobahnen, de­ren eine ja auch unser Gebiet berühre, werde für unseren Bezirk viel Arbeitsmöglichkeit und damit Entlastung bringen. Ein weiteres großes Vorhaben sei die Feldbereinigung im Südwesten von Alsfeld. Beide Vorhaben würden sich auch sehr stark für die oberhessische Industrie auswirken.

Bei Einstellungen müsse in Zukunft auch weiterhin darauf gesehen werden, daß alte

Kämpfer in Stellung gebracht werden.

Die Entwicklung der Wirtschaft müsse sich jetzt, über die Hilfe der Reichsregierung hinaus, natürlich fortsetzen. Jeder Führer eines Betriebes ober einer Gemeinde müsse hier verantwortlich handeln. Drin­gende Aufgaben müßten mutig in Angriff genom­men werden. Die bisherige Arbeitsbeschaffung habe sich am Markt bereits ausgemirtt. Die Entwicklung sei zuverlässig vorwärtsstrebend. Eventuelle Rück­schläge vom Ausland her müßten pariert werden. In letzter Zeit seien verschiedene Handelsverträge abgeschlossen worden, so daß sich früher oder später auch der Export wieder beleben werde.

Jeder, der schnell handle, handle wirtschaftlich richtig. Deshalb vorwärts in dem festen Ver­trauen, daß es aufwärts geht!

Die Ausführungen des Redners wurden mit star­kem Beifall aufgenommen.

Oberregierungsrat Dr. Schönhals dankte dem Redner und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die gegebenen Anregungen nicht ohne Auswirkung blei­ben möchten. Es gebe in Oberhessen eine ganze An­zahl arbeitslosenfreie Gemeinden. Jene sollten aber nicht glauben, daß für sie die Arbeitslosenfrage ge­löst sei. Es müsse immer überlegt werden, ob nicht noch Arbeitslose untergebracht werden köynten. Das Land sei hier besonders berufen, den Städten zu helfen. Manche Städte könnten von sich aus, man denke nur an Offenbach, einfach nicht helfen. Hier habe das Land aufzunehmen, was sich ausnehmen lasse, auch dann, wenn es derzeit nicht Vorteil be­deute. Die Einstellung alter Kämpfer müsse weiter­hin betrieben werden.

Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Füh­rer Adolf Hitler fand die Versammlung ihren

pfingsttagung des VOA. in Mainz.

Beginn der Pfingstferien in Hessen. Lehrer tagung Pfingstsamstag.

LPD. Darmstadt, 19. April. In einem Aus- fchreiben an die unterstellten Behörden teilt der Leiter des hessischen Bildungswesens Ministerial­rat Ringshausen u. a. mit:

Die diesjährige Tagung d e s VDA. findet als Saarbrücker Tagung und damit qls Kund­gebung für die Verbundenheit unseres Volkes mit unseren deutschen Brüdern an der Saar in Mainz und in Trier statt, da eine Tagung im Saarland selbst zur Zeit noch undurchführbar ist. Um, wie alljährlich, Lehreren und Schülern die Teilnahme an der Pfingsttagung zu ermöglichen, bestimmen wir, daß der Unterricht am Freitag, 18. M a i, nach der dritten Unterrichtsstunde schließt. Sofern durch die von der Reichsbahn festgesetzten Anfahrtszeiten der Sonderzüge in den einzelnen Schulen den Teilnehmern eine weitere Beurlaubung innerhalb der drei Vormittagsstunden zum rechtzei­tigen Anschluß erteilt werden muß, ist dies zulässig.

Am Samstag, 19. Mai, vormittags 9 Uhr, ver­anstaltet der VDA. im Rahmen der Pfingsttagung in diesem Jahr zum ersten Mal eine besondere Lehrertagung in der Stadthalle in Mainz. Auf dieser Lehrertagung, in der auch die amtlichen Stellen und die Leitung des NSLB. vertreten sind, werden Fragen von besonderer Bedeutung erörtert. Ministerialrat Dr. Haupt- Berlin spricht über die Grundlagen gesamtdeutscher Pädagogik, Ministerial­rat Dr. Löffler- Stuttgart über die Bedeutung der Auslandsschulen für den volksdeutschen Gedan­ken. Dberftubienbireftor Schulz-Mabrib roirb bas Schlußwort sprechen.

Durch biefe Sonberveranstaltung gewinnt bie dies­jährige große Saarkundgebung neben ihrer großen allgemeinen völkischen Bedeutung noch eine beson­dere Bedeutung für den deutschen Erzieher und Lehrer. Es darf daher erwartet werden, daß von der Möglichkeit, an den Veranstaltungen ohne wei­teren Urlaub teilnehmen zu können, in größtem Umfang Gebrauch gemacht wird.

Eine Stiftung der Adlerwerke zu Hitlers Geburtstag.

LPD. Frankfurt a. M., 20. April. Die Be- tnebsfuhrung der Adler werke in Frankfurt am Main hat aus Anlaß des 4 5. Geburts­tages d e s Führers einen Aufruf an ihre Werksangehörigen gerichtet, in dem der hohen Ver­dienste Adolf Hitlers um die Einigung des deutschen Vokes, um das Wachrufen neuer Hebensenergien und neuer Lebensgrundsätze für den Aufbau der Nation und der Wirtschaft gedacht wird. Es heißt dann in dem Ausruf: Die A u t 0 m 0 b i 1 i n d u - t r i e schuldet dem Reichskanzler und Führer Adolf Hitler besonderen Dank, weil ihr unter einer Schirmherrschaft neue Wege zur Ent­wicklung und Gesundung freigegeben worden ind. Unser Dank und unsere Verbundenheit sollen darin Ausdruck finden, daß wir ihm treue Mit­arbeit und Gefolgschaft bei der Gestaltung der begonnenen Werke geloben. Wir sind gewiß, daß unsere Werksangehörigen ausnahmslos diesem Gelöbnis zustimmen. Um für diesen Tag ein Sym­bol im Sinne des Führers zu schaffen, errichten wir hiermit eine Stiftung für bedürftige Werksangehörige und überweisen dieser Stiftung erstmalig 10 000 Mark. Wir werden den Antrag stellen, dieser Stiftung den NamenAdolf- Hitler-Stiftung für bedürftige Angehörige der Ad­lerwerke vorrn. Heinrich Kleyer Aktiengesellschaft" geben zu dürfen. An den R e i ch s k a n z l e r wurde im Namen aller Werksangehörigen ein Glückwunsch­telegramm geschickt.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.1

L. $. In G. Wir können Ihren Brief wegen des GedichtesDas Herz" leider nicht weiterschicken und bitten um Angabe Ihrer Anschrift oder um Ihren Besuch in der Sprechstunde.

Heist demJugendherbergswerk!

Sie Durchführung der zweiten Arbeitsschlacht.

Vortrag des Vorsitzenden des Arbeitsamtes Gießen.