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sie gilt es zu schützen. Den Staren schaffe man
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nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathaus in Lützellinden auf die Dauer von neun Jahren, beginnend am
Wenn viele Kinder sich am Maikäferfang betei- ligen, wird im allgemeinen das Aufsammeln vom Boden am praktischsten sein und am schnellsten gehen. Bei sehr starken Maikäferschwärmen, na« mentlich aber auch bei Unkraut und Gestrüpp unter den Fangbäumen, dürfte die Verwendung von 25 bis 30 Quadratmeter großen Fangtüchern vorteil« haft sein. Die Fangtücher müssen aus glattem Stoff hergestellt sein, da sich sonst die Maikäfer in
Einen großen Anreiz erfährt die Sammeltätigkeit durch das Aus setzen von Fangprämien je Liter Maikäfer. Die gesammelten und getöte« ten Maikäfer eignen sich als Dünger und als Schweinefutter.
Die Feinde von Maikäfer und Engerling sind Stare und Saatkrähe, Dachs, Igel und Maulwurf;
Der Jagdbezirk umfaßt 788 ha Feld und 115 ha Wald. Die Jagd hat einen guten Rehwild-, Hafen«, Hühner- und Fafanenbeftand.
Nächste Bahnstationen: Gießen, Dutenhofen und Großen-Linden. Außerdem besteht Postautoverbin« düng mit der Stadt Gießen.
Nähere Auskunft erteilt der unterzeichnete Jagd- oorsteher.
Lützellinden (Kreis Wetzlar), den 19. April 1934. Der Jagdvorsteher: Norsch.
1. April 1934, öffentlich meistbietend verpachtet werden. 2406V
1OOOO Mann aus Hessen -Nassau fahren in Llrlaub.
erschien er in der Sprechstunde der Aerztin einer Nervenklimk. Vorsorglich ging er als Letzter in das Ordinationszimmer, da er ja wußte, daß feine Konsultation verdammt lange dauern würde. Er hatte den Entschluß gefaßt, sein Drama dieser Ner« venarztin vorzulesen, wobei er eben auf gütige Nachsicht gegenüber einem Nervenkranken hoffte.
freundlich grüßend betrat er das Ordinationszimmer.
„Was führt Sie hierher?" fragte die Ahnungslose.
„Ja, das ist eine lange Geschichte! Eine sehr lange und umständliche Geschichte!" Und im nächsten Augenblick hatte er sich einen Stuhl herangezogen, aus einer Aktenmappe ein dickes Bündel Manuskripte hervorgezogen und begann nun ohne ein Wort der Erklärung sein Drama vorzulesen. Nun ist ja so eine Ncrvenärztin aus ihrer Praxis mancherlei gewöhnt. Geduldig hörte sie zu, wobei sie nur aufmerksam das Mienenspiel des Mannes beobachtete, der da mit verteilten Rollen, mit lebhaften Gestikulationen und dramatischem Stimmaufwand sein Opus vortrug. Als die Sache aber gar kein Ende nehmen wollte, wagte die Aerztin einen schüchternen Blick auf ihre Armbanduhr.
Da traf sie wie ein Blitzstrahl ein wild-wütender Blick des „Dichters". Mit einem Wutgeschrei sprang > er von seinem Stuhl auf, nahm die dicke Manuskript« mappe und schlug sie der verdutzten Ärztin ein paar« mal um die Ohren. Mit vieler Mühe rettete sich die Ueberfallene bis zur Tür, die sie gerade noch öffnen konnte, um laut um Hilfe zu rufen.
Alles weitere wickelte sich mit der Präzision einer gewohnten und oft geübten und darum zur Selbstverständlichkeit gewordenen Handlung ab: Einige Wärter überwältigten den Tobenden und steckten den Dichter in eine Zelle der Nervenklinik.
Das Amt „Reisen, Wandern und Urlaub" in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" schickt während der Monate Mai und Juni
acht Urlauberzüge
in die Berge und an die See. Jeder Volksgenosse soll die Schönheit seines Vaterlandes kennenlernen. Jedem soll die Möglichkeit geboten werden, sich zu erholen und seine Nerven zu stärken zu neuer Leistung. Wenn das Wandern seither ein Vorrecht der Besitzenden war, so will die Organisation „Kraft durch Freude" diesen Vorteil jedem schaffenden Menschen ermöglichen, damit er auch Kraft durch Freude am Leben in vollen Zügen erhält.
Gerade diese Volksgenossen, die bisher niemals die Möglichkeit hatten, einen Urlaub außerhalb ihrer engeren Heimat zu verbringen, sollen in die Weite fahren. Durch eine bewunderungswürdige Zusammenarbeit zwischen der Reichseisenbahngesellschaft, den Schiffahrtsgesellschaften, dem Gastwirts« gewerbe, Wirtschaftsführern und allen Gliederungen der Partei und der Deutschen Arbeitsfront wird dieses große Werk gelingen.
Unsere erste Fahrt ins Erzgebirge hat uns bereits bewiesen, welche Freude und welche Annehmlichkeiten hier den schaffenden Volksgenossen mit dieser Fahrt beschert wurden. Deshalb wird ab 6. Mai wöchentlich ein Zug mit 1000 bis 1200 Urlaubern in die übrigen deutschen Lande fahren.
1. Zug fährt nach Hamburg mit anschließender Seefahrt. Abfahrt 6. Mai, Rückkehr 13. Mai 1934. Kosten etwa 45 Mark. Die Fahrt ist so gedacht, daß die Teilnehmer am Montagvormittag in Homburg ankommen, dann eine Hafenbesichtigung vornehmen und am Nachmittag das Schiff „Monte
CIGARETTE ohne Mundstück, dick rund
dickbäuchiges Aktenstück an, und Zeugenvernehmungen ließen es beträchtlich anwachsen.
Es kommt also zur ersten Verhandlung — in der der Uhrmacher verurteilt wird. Aber auch der läßt n m un&. geht an die nächste Instanz. Hier Esteht em zweites, noch dickleibigeres Aktenbündel, sachverständige werden herbeigezogen — und die neue Verhandlung steigt. Sie endet mit der Verurteilung des Bauern. Um die Sache kurz zu machen: dieser nunmehr seit 1927 laufende Prozeß um die Wanduhr hat beide, Uhrmacher und Bauer, an ojn Bettelstab gebracht. Der Uhrmacher hat sein Geschäft aufgeben müssen, dem Bauern ist kürzlich sein kleiner Besitz mit allem lebenden und toten Inventar — darunter auch die Uhr — versteigert worden. Sie hat ihm zum letzten Male in der
Maikäfer-Bekämpfung 1934
Richtlinien der Hauptstelle für Pflanzenschutz, Harleshausen.
Von Or. Meyer-Hermann.
Man teile die Schulkinder in Fangkolonnen ein, niste sie mit kleineren Eimern, Konservendosen und bergt aus und gebe ihnen mehrere geeignete und zu- r erlässige erwachsene Personen mit, die die Aufsicht 'ühren, das Abschütteln der Maikäfer von den Bäumen mit Hilfe langer Stangen und das Ausschütten t-er Schädlinge in große Holzfässer, wie Herings- hffer, Kalkstickstofftrommeln und bergt besorgen. 2»ie Maikäfer kann man in den Fässern durch eine 1™o. H.-Obstbaumkarbolineumlösung abtöten. Die Sammelbehälter müssen durch einen Deckel fest ver- ftzließbar sein.
Jede Kolonne muß mit mehreren, möglichst trocke- r=n und leichten, verschieden langen Stangen von 4 6, 8 und 10 Meter Länge ausgerüstet fein, die zum Abschlagen, bzw. Abschütteln der Maikäfer bienen. Sehr zweckmäßig ist, bie Stangen an ber kpitze mit stabilen, eisernen Haken zu versehen, . , , „ ,,,,
mit denen man die Aeste abschüttelt. Das Mitführen reichlich Nistgelegenheiten durch Anbringen von euer etwa 6 Meter langen Leiter ist für die Errei- Nistkästen.
tyung hoher Bäume notwendig. 1 - 1 ■■
WALDWEBEN
Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes In Bildern
150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, dazu ein lebendiger und aufschlußreicher Einführungstext von
K. Gerhard und G. Wolff
Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo jedermann nach des Alltags Mühen und Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes Weben und sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zu solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf.
Trotz hervorragender Ausstattung auf holzfreiem Papier in künstlerischem Ganzleinenb., Gr.: 20 x 26 cm, nur RM.4.80.
Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Bebilderte Werbeblätter kostenlos.
Hugo BermühlerVerlag
Berlin-Lichterfelde
Olivia" besteigen. Während der Dauer der Schiffs- fahrt, bis Samstag ober Sonntag früh, ist volle Verpflegung in ben Preis eingeschlossen, wqhrend jedoch Getränke, Rauchwaren usw. aus dem Taschen- gelb bestritten werden müssen. Der Anmeldetermin durch die Kreisleitungen bei dem Gaureferat Frankfurt a.M., ist allerspätestens am Dienstag, 24. April 1934. Später eingehende Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.
2. Zug fährt nach Wildungen-Waldeck, 12. bis 20. Mai 1934. Fahrtkosten etwa bis 25 Mk. Letzter Anmeldetermin 30. April 1934.
3. Zug fährt in die Bayerische Pfalz, 18. bis 27. Mai 1934. Fahrtkosten etwa bis 24 Mk. Letzter Anmeldetermin 7. Mai 1934.
4. Zug fährt über Friedrichshafen in das Allgäu, 26. Mai bis 3. Juni 1934. Fahrtkosten etwa bis 30 Mark. Letzter Anmeldetermin 15. Mai | 1934.
5. Zug fährt nach der Schwäbischen Alb, 2. Juni bis 10. Juni 1934. Fahrtkosten etwa bis 25 Mark. Letzter Anmeldetermin 21. Mai 1934.
6. Zug fährt nach Thüringen, 9. bis 17. Juni 1934. Fahrtkosten etwa bis 25 Mark. Letzter An« meldetermin 28. Mai 1934.
7. Zug fährt nach dem Harz, 16. bis 24. Juni 1934. Fahrtkosten etwa bis 25 Mark. Letzter An« meldetermin 4. Juni 1934.
8. Zug fährt nach der pommerfchen See- küste, 23. Juni bis 1. Juli 1934. Letzter Anmeldetermin 11. Juni 1934. Fahrtkosten etwa 30 bis I 35 Mark.
Die Anmeldungen für die Teilnahme an diesen I Zügen sind an die jeweiligen Ortswarte bzw. Kreiswarte der NSG. „Kraft durch Freude" bei den Geschäftsstellen der NSBO. vorzunehmen.
Der Maikäfer, wie auch seine Larve, der Engerling, sind unersättliche Fresser und richten in Garten, Feld und Wald sehr großen Schaden an. Der Engerling, der während seiner vierjährigen Entwicklung unsere landwirtschaftlichen Kulturpflanzen aufs Schwerste schädigt, ist wegen seiner unterirdischen Lebensweise nur schlecht zu bekämpfen. Absammeln hinter dem Pfluge, Eintreiben von Hühnern und Schweinen, öftere Bearbeitung des Ackers und Ausstreuen von Kalkstickstoff oder Hede« richkainit, sowie Schutz der Stare und Krähen sind die Maßnahmen der Engerlingbekämpfung.
Um so wichtiger ist es, die infolge ihres Entwick« lungsganges alle vier Jahre besonders stark auftretenden Maikäfer rechtzeitig durch Abfangen zu bekämpfen und sie an der Eiablage zu hindern.
19 3 4 i st e i n solches Maikäferflug, fahr! Wenn man bedenkt, daß ein Maikäfer« aveibchen 60 bis 80 Engerlinge erzeugt, anderseits 1933 Felder mit einem Engerlingbesatz von 90 Stück je Quadratmeter^ gefunden wurden, so kann man sich das Ausmaß Der zu erwartenden Maikäfer- und Engerlingplage vorstellen. Wo es gilt, große Schäden für Land- unb Forstwirtschaft abzuwehren, erscheint es Pflicht eines {eben, ber bazu in ber Lage ist, sich an diesem Abwehrkampf zu betet- ligen.
Unschätzbare Dienste beim Fangen ber Maikäfer rönnen vor allem bie Schulkinder leisten. Beim Auftreten großer Maikäferschwärme empfiehlt es ich daher, die Schulkinder von wenigstens 10 Iah- ren bei dem Maikäferfang hinzuzuziehen.
Der Maikäferfang ist am aussichtsreichsten in den Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht frühen Morgenstunden non 4 Uhr ab wenn die ""«Ti?'" Meldung der m § II Ab, 2 des Käfer oon der nächtlichen Kälte noch halberstarrt an Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile, den Blättern hängen. Sobald es warm wird, wer« Gießen, den 13. April 1934. 240ID
ben auch bie Maikäfer lebhaft und lassen sich nur Hessisches Amtsgericht.
schlecht fangen. Trübe und kühle Tage eignen sich -------------------
am besten zum Fangen. Um die Maikäferweibchen IkrtAh'Tt Pf fort /litt
von der Eiablage abzuhalten, die meist schon acht ^UU/IUliy«
Tage nach dem ersten Maikäferflug beginnt, muß Die Jagdnutzung auf den 3um gemeinschaftlichen die Bekämpfung sofort nach Erscheinen des meist Jagdbezirk der Gemeinde Lützellinden gehörigen schlagartig einsetzenden Maikäferfluges vorge- Grundstücken soll am Samstag, dem 5. Mai 1934, nommen werden. Je besser alles zum Maikäfer« fang organisiert und vorbereitet ist, um so größer ist der Erfolg.
Bekanntmachung.
Dienslstunden bei den städtischen Dienststellen.
Mit Wirkung vom Montag, dem 23. April 1934, ab sind die Dienststunden für die städtischen Aernter bis auf weiteres von 7 bis 15 Uhr, Samstags von 7 bis 12 Uhr, bei der Stadtkasfe von 8 bis 13 Uhr festgesetzt worden. Die Sprechstunden bei den Dienst« stellen sind von 8 bis 12 Uhr. 2421C
I. D.: gez.: Bartholomäus.
glücklichsten Stunde seines Lebens geschlagen.
Trauriges Schicksal eines verhinderten Dramatikers.
. _ . (sy) Budapest.
Er war eigentlich immer em armer Teufel, der Held dieser Geschichte, die sich kürzlich in Budapest zutrug. Er war Diener bei einem Dramaturgen. Offenbar durch den Anblick zahlloser Mauskripte, die auf dem Schreibtisch seines Herrn lagen, fühlte er llch aufgefordert, auch einmal sein Glück zu versuchen und ein Drama zu schreiben. Und so schrieb er em Drama. Nun ist es bekanntlich wesentlich leich-
€*n $rama ZU schreiben, als es unterzubringen, tmfer „Dichter" fand aber nicht einmal eine Men« fchenseele, der er fein Meisterwerk hätte vorlesen können. Von Woche zu Woche wuchs fein Grimm über bie Verstänbnislosigkeit ferner Mitmenschen einem Kunstwerk gegenüber. In seiner Verzweiflung verfiel er auf einen merkwürdigen Ausweg- Er beschloß, den Nervenkranken zu mimen. Eines Tages
Spenden für die NSA. ß„. e. 4 <a> / 34.
werden eingezahli auf Konto Nr. 4513 Beschluß.
bei der Bezirkssparkaffe Gießen. lieber den landwirtschaftlichen Betrieb des Land- __| wirts Ludwig Decker Siebenter und feiner Ehefrau Anna, geb. Loth, beide in Trohe, wird das Ent- schuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldoerhältnisse vom dem Stoff verfangen und nicht in bie Eimer abge- 1. Juni 1933 heute um 4 Uhr nachmittags eröffnet, schüttelt, fonbern abgelesen werben müssen. Glatter Die Landesbauernkasse Rhein-lUain-Neckar e. G. Nessel, Seinen ober Zeltbahnen erscheinen geeignet, m. b. h. in Frankfurt a. 21L, Dackenheimer Land- Wenn man die Fangtücher mit einem Schlitz ver« ffraße 25, wird zur Entschuldungsstelle ernannt, sieht, der zu- und aufknüpfbar ist, kann man sie Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An- direkt um den Stamm legen, wodurch günstigere spräche bis zum 15. 7Nai 1934 bei dem unterzeich- Fangergebnisse erzielt werden. neten Amtsgericht anzumelden und die in ihren


