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Nassau zur Verfügung, und zwar betragen die Leihgebühren für eine Bildreihe 3 Mark, für den Projektionsapparat 2,50 Mark.

Anfragen find zu richten an die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volks- aufklärung und Propaganda, Frankfurt a. M., Bürgerftraße 9 bis 11, Fernsprecher 333 36.

gez. Trefz.

Feierstunde der jungen Nation.

Am Sonntag, 25. Februar, findet im Caf6 Leib, 20 Uhr, die Kulturveranstaltung der Hitlerjugend des Bannes 116 und des deutschen Jungvolks statt. In dieser Veranstaltung wird die Hitlerjugend Zeugnis ablegen für ihr revolutionäres Wollen auf kulturellem Gebiet. Es werden u. a. zwei neue Sprechchorspiele:Die Fahne der Jugend" von Walter Krömmelbein undJunge Front" von Walter Kröll aufgeführt werden. Es wird ledig­lich den Elementen: Aufmarsch, Sprechchor, Lied und Orchester Raum gegeben werden. Auch die Ausschmückung des Saales wird nach neuen Ge­sichtspunkten vorgenommen. Reichstagsabgeordne­ter Gebietsführer Walter Kramer und mehrere bekannte HJ.-Führer werden anwesend sein. Der Verkauf des Programmes, das zum Eintritt berech­tigt, ist bereits im Gange. Da mit einem starken Andrang zu rechnen ist, wird die Bevölkerung ge­beten, sich in ihrem eigensten Interesse rechtzeitig zum Kauf eines Programmes zu entschließen. Der Preis des Programmes beträgt 0,30 Mk. (Erwerbs­lose, Invaliden, Kleinrentner und Sozialrentner zahlen die Hälfte).

NS.-Frauenschast Gießen.

Zu der Vereidigung am nächsten Sonntag, dem 25. Februar, kommt eine große Anzahl auswärtiger Amtswalterinnen nach Gießen. Frauenschaftsmit- alieder der vier Gießener Ortsgruppen, die in der Lage sind, eine oder mehrere Amtswalterinnen zum Mittagessen zu sich zu nehmen, wollen schrift- liche Meldung mit genauer Adressenangabe bis . spätestens morgen, Donnerstag, 22. Februar, 7 Uhr, an Frau W r e d e, Wernerwall 111, richten.

Werbt für den Winterpfennig!

Die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels verbreitet folgenden Aufruf:

Es hat sich gezeigt, daß die Ergebnisse des Winterpfennigs zum Teil außerordentlich verschie­den sind. Diese Tatsache kann aber nicht nur mit Ursachen, wie zum Beispiel verschiedener Bevölke­rungsdichte, erklärt werden. Ein gutes Ergebnis der Winterpfennigsammlung hängt zu einem er­heblichen Teil von einer intensiven Propaganda durch den Einzelhändler selbst ab. Am wirksamsten wird sich selbstverständlich die mündliche Werbung erweisen, da sie unmittelbar die Verbindung zum Kunden herstellt. Gewisse Hemmungen, die sich hier zweifellos für den Einzelhändler teilweise ergeben, werden sich bei entsprechendem Geschick vermeiden lassen; sie fallen aber ganz fort, wenn alle Einzel­händler am Ort sich einheitlich an der mündlichen Werbung beteiligen.

Besonders kann die Werbetätigkeit u. a. dadurch gesteigert werden, daß örtlich Prämiierungen für Die im Verhältnis zum Umsatz des Geschäftes höch­sten Sammelergebnisse durch die Einzelhandels­verbände oder andere Stellen vorgenommen werden.

Es empfiehlt sich, in enger Verbindung mit den örtlichen und bezirklichen Stellen des WHW. alle diese Werbemahnahmen zu besprechen.

Das Winterhilfswerk braucht große Mittel zur Durchführung seiner großen Aufgabe. Wenn die Einzelhändler überall mit gleicher Energie sich für eine schnell gefüllte Sammelbüchse einfetzen, so werden sie sich mit Stolz als die besten Werber für das große nationalsozialistische Hilfswerk be­zeichnen können.

Jahreshauptversammlung des Eisenbahnvereins Gießen.

Der Eisenbahnverein Gießen hielt die­ser Tage feine Jahreshauptversammlung im Re­staurant Kobel ab. Der Führer des Vereins, Reichsbahnobersekretär A l t h a u s, erstattete den Geschäftsbericht. Einleitend wies er auf die großen Geschehnisse seit der letzten Hauptversammlung im Februar 1933 hin. Der Lenker aller Geschicke habe Deutschland einen Mann beschert, der mit eisernem Willen, unnachgiebiger Energie und beispiellosem Schwung unser liebes Vaterland noch in letzter Mi­nute vor dem Abgrund zurückgerissen habe, in den es durch die Unfähigkeit und die Lotterwirtschaft der marxistischen und kommunistischen Parteien zu stürzen drohte.

Mitten in der neugeschaffenen großen Volksge- meinschaft stehe der Eisenbahnverein. Weiter führte er aus, daß außer der Pflege des Kameradschafts­geistes und des tätigen Gemeinsinnes unter den Berufskameradcn der Verein auch im verflossenen Jahre überwiegend Fürsorgetätigkeit be­trieben habe. 60 Kuren seien erholungsbedürf­tigen Kindern und Erwachsenen ermöglicht worden, in 15 Fällen seien Ernährungsbeihilfen in Tuber- kulosefällen bewilligt worden. Zu den Gesamtkosten von 6234,93 Mk. habe die Fürsorge 3961,86 Mk. beigeiragen, während nur 2273,07 Mk. von den Betreuten selbst getragen worden seien. Zu dessen Abtragung seien den betreffenden minderbemittel­ten Pereinsangehörigen zinslose Ratenzahlungen von nur drei Mark monatlich gestattet worden. Diese Leistungen werden von der Mitgliedschaft und der Gesamtheit der Berufskameraden immer mehr erkannt und gewürdigt. Trotz der 17 Abgänge durch Todesfälle hat der Verein seine Mitglieder­zahl im vergangenen Jahre um 66 erhöht.

Zu Weihnachten vorigen Jahres gewährte der Verein an notleidende Eisenbahn-Rentenempfänger und Witwen ehemaliger Berufskameraden in 47 Fällen Unterstützungen in Form von Brennstoffen Winterbekleidungs- und Lebensmittelkarten. Wie die Dankschreiben erkennen lassen, wurde vielen Familien dadurch zu Weihnachten eine große Freude bereitet. Äon den im vorigen Jahre unter­nommenen Vereinsausflügen nach Rüdesheim am Rhein waren alle Teilnehmer sehr befriedigt.

Der von dem Kassenwart, Reichsbahnsekretär Loos, vorgetragene Kassenbericht zeigte gesunde stnanzielle Verhältnisse. Die Geschäfts- und Kassen­prüfer, Reichsbahnsekretär Schwan und Reichs­bahnbetriebsassistent Keil, hatten Kasse und Ge- schäftsführung in bester Ordnung gefunden, so daß dem Gesamtvorstand Entlastung erteilt werden konnte. Der geschäftsführende Vorstand, Reichsbahn­obersekretär Althaus als Führer, Reichsbahn- fekretär Hamel als Schriftmart und Reichsbahn- sekretär Loos als Kassenwart, blieb unverändert.

Die Sammlung für ein Denkmal der 101 ge­fallenen Berufskameraden Gießener Dienststellen des Weltkrieges wird fortgesetzt. In nächster Zeit soll eine Ehrentafel im Empfangsgebäude des Bahnhofs Gießen angebracht werden. Eine vom Dereinsführer ernannte Kommission wird sofort mit den Vorbereitungen beginnen. Die diesjährigen Ver­einsausflüge sollen an zwei Sonntagen, 3. und

10. Juni, nach Maim stattfinden. Nach Dankes- worten des Vereinsführers für die Mitarbeit des Vorstandes und den guten Derfammlungsbesuch und mit den besten Wünschen für den weiteren Aufstieg unseres geliebten Vaterlandes schloß dieser mit einem begeistert angenommenen dreifachen Sieg- Heil auf unseren Volkskanzler Adolf Hitler die Versammlung.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch: Stadt­theater, 19.30 bis 22.30 Uhr,Julius Cäsar", Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Revolution der Jugend". Hand­weberei Schloß Westerburg, Caf6 Ebel, 11 bis 19 Uhr, Handgewebe-Ausstellung. NS.-Lehrer- bund, Kreis Gießen, 15.15 Uhr, Physiksaal der Oderrealschule, Amtswaltersitzung. NS.-Lehrer- bund Gießen-Stadt, 16 Uhr, Turnhalle der Ober­realschule, Bezirksversammlung. NS.-Frcmen- schast Gießen-Nvrd, 20.30 Uhr, Haus der Deutschen Arbeitsfront, Monatsversammlung.

Der Kampfring der Deutsch- Oe ster re ich er im Reich veranstaltet am Samstag, 24. Februar, im Caf6 Leib einen Oester- reich-Abend. (Siehe heutige Anzeige!)

*

** Spende für die Winterhilfe. Dom städtischen Wohlfahrtsamt wird uns mitgeteilt: Dem Winterhilfswerk des Deutschen Volkes ist aus der Gießener Winternothilfe 1932/33 der nach Ab­schluß der Kassegeschäfte verbleibende Restbetrag von 621,70, einschließlich der aufgelaufenen 'Zin­sen, überwiesen worden. Ferner wurde der Hitler­jugend aus dem Jugendnotwerk des Deutschen Vol­kes im Arbeitsamtsmeldebezirk Gießen 1932/33 der Betrag von 151,45 Mark überwiesen.

** Das Glück auf der Straße. Am Montag gewann eine Frau, die bei einem der grauen Männer in der Schulstraße ein Winter­hilfe-Lotterielos genommen hatte, den Betrag von 50 Mark. Voll Freude über das Glück stiftete die Frau gleich einen Teilbetrag des Gewinnes für die Winterhilfe.

Arbeit durch die Reichswinterhilse-Lotterie!

Es wird wohl kaum einen Deutschen geben, der an dem grauen Glücksmann der Reichswinterhilfe. Lotterie, der auf den Straßen und Plätzen, bei Kälte, Schnee und Regen seinen Platz behauptet, gleich­gültig vorübergeht.

Man kauft eben die Losbriefe aerne und wird sie immer wieder gerne kaufen. Und das nicht allein der Gewinne wegen zwar sind 5000 Mark bar heute keine Kleinigkeit, dazu der Prämienschein mit nochmaliger Aussicht auf 5000 Mark und nicht zu­letzt die Beigabe drei schöner Postkarten mit Bil­dern aus 2000 Jahren deutscher Kultur nein ... Wir sehen den Glücksmann. Er war früher ar­beitslos, nun hat er durch diese Straßenlotterie sein Brot und wir werden des Ausspruches un­seres Führers eingedenk:

3n Deutschland soll in diesem Winter keiner hungern und frieren*

Der Glücksmann allein ist schon ein Beweis, daß die Reichswinterhilfe-Lotterie ihre Aufgaben erkannt und auch erfüllt hat. 4500 Straßenverkäufer stellte sie sofort ein und gab ihnen damit rascheste Hilfe. Dazu kommen fast 1000 Angestellte in den Lotterie­geschäftsstellen. lieber 100 Leute sind nur mit der Kontrolle der täglich ausbezahlten Gewinnlose fort­laufend beschäftigt. Den Riesenumfang dieser ge­

waltig arbeitenden und darum auch schnell helfenden Winterhilfelotterie beweist die Tatsache, daß die aus­gegebenen Lose rund 60 Eisenbahnwaggons füllen wurden. Mit der Herstellung dieser Menge Lose und der beigelegten Karten wurden 3000 Arbeiter beschäftigt, und eine große Anzahl von Volksge­nossen finden ihre Beschäftigung schon bei der Her­stellung der zum Versand notwendigen Kartons und Kisten.

An all dies muß man denken, wenn man vor dem grauen Glücksmann zögernd stehen sollte.

Und noch nicht einmal in Betracht gezogen ist die Herstellung der Mützen, Mäntel und Äerkaufs- kasten für die Straßenverkäufer, die vielen Firmen für diesen Winter Beschäftigung brachte.

Die Reichswinlerhilsslotterie halte schon den Kampf gegen hunger und Kälte ausgenom­men, noch ehe der direckte Zweck der Lotterie In Kraft treten konnte. Sie hilft doppelt, da sie gleich hilft; denn viele Millionen sind bis heute schon dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes zur Unterstützung unserer ärmsten Volksgenossen zugeflossen.

Niemand soll daher zögern und soll unverzüglich das Seine zu diesem einzigartigen, gigantischen Hilfswerk geben.

Mutter und Kind.

Frauenversammlung in Gießen.

Die Ortsgruppe Gießen-Mitte der NS. - Frauenschaft veranstaltete im Haus der Arbeitsfront einen Ortsgruppen-Abend, der nach neuen Richtlinien aufgezoaen war und reges Inter­esse der Mitglieder und der zahlreich erschienenen Gäste sand.

Die Leiterin, Frl. H o ch st ä t t e r, begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Ueberblick über das reiche Aufgabengebiet der NS.-Frauenschaft; es gipfelt in der Durchdringung unseres Volkes mit dem Gedankengut der neuen Weltanschauung von dem Tätigkeitsfeld der Frau her. Der Weg dazu wurde bereits beschritten durch die Bildung einzelner Arbeitsgruppen, die die Pflege verschiede­ner Kulturaebiete wie Rassenlehre, Kinoererziehung, Mütterschuluna usw. aur Ausgabe haben. Den glücklichen Anfang machte dieser Abend, der unter dem MottoMutter und Kind" stand.

Schwester Irma T h e i s s e n begann mit dem ThemaDie Vorsorge für das kommende Kind". Sie wies darauf hin, daß die Frau und Mutter als Trägerin der Familie große Aufgaben zu er­füllen hat, daß sie besonders dem kommenden Ge­schlecht gegenüber eine hohe Verantwortung hat, die von ihr Selbstdisziplin in körperlicher und geistiger Haltung während der Schwangerschaft fordert, denn schlechte Lektüre, unsolider Lebens­wandel, seelische Mißklänge sind ebenso schädlich für die geistige Entwicklung wie Unmäßigkeit, Un­sauberkeit ober übertriebener Sport für die körper­liche. Wertvolle Winke gab die Vortragende dann noch zur Beschaffung einer zweckmäßigen Säug­lingsausstattung aus geringsten Mitteln.

Frau D u k e n gab in ihrem Vortrag überD i e regelmäßige Lebenshaltung d e s Kin- d e s" lehrreiche Hinweise auf die Wichtigkeit der Einordnung des Kindes in die Lebensgewohnheit der Familie. In diesem Rahmen sei dann für eine individuelle Behandlung und unbedingt regel­mäßige Lebenshaltung zu forgen. Kinder, die vom ersten Tage an Ordnung gewöhnt sind und nicht durch falsche Nachgiebigkeit und gedankenlose Be­handlung verzogen sind, werden sicher und zufrie­den dem Leben entgegentreten und sich willig in ihren Platz in der Volksgemeinschaft einordnen.

In ihren Ausführungen überD i e Ernäh­rung des Säuglings und Kleinkindes" betonte bann Frau Luh, baß bie Muttermilch ihrer Zusammensetzung unb Bekömmlichkeit nach immer bas Beste für ben Säugling fei, die Mutter also durch die Pflege der Brust unb burch verstän- bige Ernährung unb Lebensweise bazu verpflichtet ist, bem Kinb so lang als möglich biefe Kraftquelle zu erhalten. Sollte bie Flasche nötia werben, ist Gewissenhaftigkeit in ber Herstellung Der Nahrung, zu ber bie Rebnerin brauchbare Anweisungen gab, unb peinliche Sauberkeit bie wichtigste Forberung. Von oft zu wenig beachteter aber trotzbem weittra- genber Bebeutuna fei bie richtige Ueberleitung ber Ernährung bes Kleinkinbes in bie Familie. Hier wirb ber Mutter befonbere Wachsamkeit anzuemp­fehlen sein, ba burch reichliche, aber schwer bekömm­liche ober falsch zusammengesetzte Nahrung bie ge- sunbe Entwicklung leicht gehemmt wirb, bie Kno­chen ober bie Zähne leiben. Auch hier würben Ratschläge gegeben, aus benen bie Bevorzugung von Obst, Gemüse unb vollwertigem Brot heraus- gegriffen seien.

Aus eigener Erfahrung sprach Frau S ch e p p überDas Versagen bes Kinbes in ber Schul e", das oft aus falscher Lebenshaltung des Kindes, viel aber auch aus der seelischen Beein­flussung der Mutter vor der Geburt des Kindes zu erklären ist. Kann eine Mutter ihr Kind nicht vertrauensvoll und mit Freude erwarten, lag wäh­rend der Schwangerschaft ein schwerer seelischer Druck auf ihr, steht das Kind leicht dem Leben mutlos gegenüber und versagt bei den geringsten Anlässen aus mangelndem Selbstvertrauen.

Die einzelnen Vorträge wurden feinsinnig um­rahmt von Musikstücken, die Frau L u l e y , Fräu­lein Zimmer, Fräulein Heimes und ber Frauenchor beisteuerten. Fräulein Schumann trug einige dem Zweck des Abends gut angepaßte Gebichte vor. Nach einem gemeinsamen Schluß­gesang sprach Fräulein H o ch st ä 11 e r noch einige abschließende Worte. Die anwesenden Frauen wer­den sicher gerne ihrer Aufforderung zum Besuch derart anregender Ortsgruppenabende Folge leisten.

Bekanntmachungen des Personalamtes.

Ernannt wurden:

Arn 6. Januar 1934: ber Oberjustizsekretär bei bem Amtsgericht Alsfelb Wilhelm Büttner zum Oberjustizsekretär bei bem Amtsgericht Offenbach mit Wirkung vom 15. Februar 1934.

Auf Grunb des § 5 bes Gesetzes zur Wieberher- stellung bes Berufsbeamtentums vom 7. April 1933, mit Wirkung vom 16. Februar 1934: ber Kriminal- hauptwachtmeister Wilhelm Hainer zu Friebberg zum Polizeihauptwachtmeister, ber Kriminalsekre- tär Georg Beyer zu Darmstabt zum Polizei­hauptwachtmeister, ber Kriminalpolizeimeister An- breas Gruber zu Darmstabt zum Polizeimeister.

Veslellt wurden:

Am 14. Februar 1934: Adam Johann Becker in Mainz zum kommissarischen Bürgermeister ber Gemeinbe Bubenheim; Abam Boller IV. in Sta­decken zum kommissarischen Bürgermeister ber Ge­meinbe Stabecken; Karl Appel in Betzenrob Zum kommissarischen Beigeorbneten in ber Ge­meinbe Betzenrob; Friebrich Liehr in Kirtorf zum kommissarischen Beigeorbneten ber Gemeinbe Kirtorf.

Verseht wurden:

Auf Grund von § 5 bes Gesetzes zur Wieberher- fteUung bes Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 ber Derwaltungsoberinspektor bei ber Hess. An­stalt für GeistesschwacheAlicestist" Christian Metz mit Wirkung vom 1. April 1934 als Rechnungs- rat an bie Oberrechnungskammer, Revisionsamt, II. Abteilung, unb ber Regierungsrat bei bem Hess.

Kreisamt Gießen Lubwig Schmibt mit soforti­ger Wirkung an bas Hess. Kreisamt Lauterbach.

In den Ruhestand verseht wurden:

Am 9. Februar 1934: Ministerialrat Gustav Becker bei ber Ministerialabteilung le (Lanb- wirtschaft) bes Hess. Staatsministeriums auf fein Nachsuchen unter Anerkennung seiner bem Staate geleisteten langjährigen Dienste mit Wirkung vom 1. April 1934 an.

Am 14. Februar 1934: ber israelitische Religivns- lehrer an ber Volksschule zu Dübelsheim im Kreise Bübingen Samuel Heß auf Nachsuchen vom 16. Februar 1934 an; ber Polizeiverwaltungsober­sekretär Oskar Kraus zu Viernheim auf Grunb bes § 5 Abf. 2 bes Gesetzes zur Wieberherstellung bes Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 mit Wirkung vom 1. Mai 1934 an.

Entlassen wurden aus dem hessischen Staatsdienst:

Am 14. Februar 1934: auf Grund bes § 4 des Gesetzes zur Wieberherstellung bes Berufsbeamten­tums vom 7. April 1933 ber Notar in Seligen- ftabt Hermann Josef Laube unb ber Polizeiober­inspektor Max Lubwig Häußerer zu Darmstabt. Aus Grunb bes § 2a bes Gesetzes zur Wieber­herstellung bes Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 ber katholische Geistliche ber Zellenftrafanstalt Butzbach Pfarrer Dr. Laufenberg; alle mit sofortiger Wirkung; ber Notar Lubwig Peters in Gießen burch Urkunbe bes Herrn Reichsstatthal­ters auf Vorschlag ber Hess. Regierung auf Nach­suchen mit Wirkung vom 1. Februar 1934.

Große Strafkammer Gießen.

Der ehemalige Diener eines Kriegervereins mürbe vom hiesigen Schöffengericht wegen fahr­lässiger Tötung an Stelle einer verwirkten Ge­fängnisstrafe von zwei Monaten zu 2 0 0 Mark (Selbftrafe verurteilt. Der Angeklagte, bem bie Aufgabe zufiel, bie Gewehre bes Kriegervereins in Drbnung zu halten, unterließ es, nach ber Reini­gung ben Schrank, in bem bie Gewehre unterge­bracht waren, zu verschließen. Ein jüngerer Sohn unb besten Spielgefährte machten sich an einem dieser Gewehre, das geladen war, zu schaffen. Der Sohn legte auf ben anberen Jungen an unb schoß ihm unmittelbar über bem Auge in ben Kopf. Das schwerverletzte Kinb starb kurze Zeit später. Die gegen bas erstinstanzliche Urteil eingelegte Beru­fung würbe gestern kostenpflichtig verworfen.

Wegen schwerer Beleibigung ber Reichsregierung unb unbefugten Tragens eines Stahlhelmabzei­chens verurteilte bas Schöffengericht ben Kauf­mann Friebrich Kuhl aus Hagen zu brei Mo­naten Gefängnis. Der Angeklagte behauptete in einer Wirtschaft im Vogelsberg unwahre Tat­sachen bezüglich ber Stellung bes Stahlhelm zur jetzigen Regierung usw. Gegen bas Urteil bes Vor­gerichts legte ber Angeklagte Berufung ein, bie bie Strafkammer kostenpflichtig zurückwies.

Amtsgericht Gießen.

Eine 21jährige Hausangestellte, bie schon wegen Erpressung vorbestraft ist, entwenbete bei einer hiesigen Familie, wo sie in Stellung war, einige Kleibungsstücke. Das Gericht erkannte auf zwei Wochen Gefängnis, entfprechenb ber im Strafbefehl festgesetzten Strafe.

Ein Arbeiter aus Steinbach verursachte mit feinem Mvtvrrab burch Nichteinhalten ber Ver- kehrsorbnung einen Zusammenstoß mit einem Schüler, ber auf feinem Fahrrab fuhr unb ben ber Angeklagte überholen wollte. Der Schüler kam zu Fall unb zog sich Verletzungen zu. Der An­geklagte erhielt beshalb in einem Strafbefehl eine Geldstrafe von 20 Mark. Der bagegen ver­folgte Einspruch mürbe gestern kostenpflichtig ver- morfen.

Zmei Hanbelsleute schlossen ihre Geschäfte ent­gegen einer biesbezüglichen Polizeiverorbnung außerhalb bes Viehmarktgelcinbes, nämlich an ber Rampe am Güterbahnhof, ab. Sie erhielten Straf­befehle von je 2 0 Mark. Die bagegen eingelegten Einsprüche mürben zurückgerviesen und bie Ange­klagten mit den Kosten belastet.

Briefkasten der Bedattion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Nach Endbach. Bei ber Höhe Ihrer monatlichen Rente sind Sie mit Wirkung vom 1. Januar 1934 ab verpflichtet, bie Bürgersteuer zu zahlen.

Gewinnauszug

21917 76162 77337 83470 97859 98266

337539

130996 220720

277406

330351

399135

133005

223422

283814

162110

265910

319985

355552

190295

267898

328347

363826

282664 390173

106698 122141

73492 234260

13057

18538

39600

53060

60070

73293

85762

110946

127632 142659 157119 167882 183347

191158

208682 215188 221547 246767 260059 263512 281176

.297151 308301 323359 334967 351876 369972 392963 395507

145106

259184

290065

348517

t 15088 ) 30877

J 52688 ! 57324 1 67905 83854

V 96586 125036 131506 153575 167392 171733 187525 197905 213118 216458 233039 256047 262969 276438 292124 302386 320337 330790 346366 360676 383611 393584

21536

42869

53251

60891

73315

86256

21644

45320

53727

63491

78820

87911

117399

128486 148063 159039

171413

184903 196420 210075

216073

228637

255492

262595

270112

289624

300471

312866 329356 338133

355735

379259

393233 398619

12933

25908

45449

55186

63685

83263

88650

315473

386005

171100

261719

298155

101499

291486

13487

13024

28750 47028 56162 66223

83827 93584

115195 128211

148045 157924 170541

184261 192299

209030 215838 224146 248029 262196 265364 288059 297834 310946 328476 336109 352307 378395 393138

397647

118322 129317 150385 159558 171507 186296 196707

211651 216193 228916 255707

262833 272127

291248 301138 314907 330201 345948 356442

382937 393502

> 7042

18274 31995

52757 58621

71442 84198

107172 126658 140564 156051 167785 178124 188427 198328 214238 220559 241307 258261 263199 278874 295768 304748 322871 332784 349784 363722 384167 393769

951 1492 3099

20727 103880

196720 268779 329319

373546

2 ©etotnne zu 10000 M.

2 Gewinn« gu 5000 M.

6 Gewinn« zu 3000 M.

6etotnne zu 2000 M.

16 Gewinne gu 1000 M.

178668 188528 227304

70 Gewinn« zu 500 W.

364 Gewinne zu 300 M. 7430 10190 10706 "

5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr 10. Ziehungstag

Nachdruck verboten

19. Februar 1934

Ön der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

3n ber heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

69067 73289 77453 78970 79567 80438

83589 84550 86225 87751

88660 89466 96537 97829

20 Tagesprämien.

gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II:

100254 117948 130696

142836 150624

175254 189855 203197 218421

241848 254218 270359 285009 314236 329286 355894

372853 392632

112597 122013 135888

143437 170642 185991

196349 212499

231271 251278

263428 278586 290886

321263 344387

357889 381437

399742

117149 126231

142571 149239 173406 189643 198480 217236 240476 252219

266821 281613

305632 328078 352822 372819 386168

115947

122452

140557

148653

170805

189122

197035

216140

232693

251392

263930

279614

302632

325015

348101

363476

382989

104386 120702 132239

144901 164235

180721 191526

206420 221509

245989 260119 276676 286410

317097 332721

357147 374093

394685

107262

121817

134243

146040

168122

184723

193181

206747

230721

247924

261531

277101

290555

317679

340700

357201

380939

396252

290421

103781

303512

27137 137584 289278 394730

6596

25615 45536

67710 81461

37101

62916

366858

157936 209470

23050 57503

288348 291072

7180 7950 834 8

117522 118523

261061 288709

354962 360281

292 Gewinn« zu 300 M. 3449 5430 5868 8664 12009 14177 14452 17757 21409 28996 32371 32469 33068 33498 41758 47739 48116 52263 52494 55284 60946

2 Gewinn« zu 10000 M.

2 Gewinn« zu 5000 M.

2 Gewinn« zu 3000 M.

6 Gewinn« zu 2000 M.

24 Gewmne gu 1000 M. 147954 148040 177893 311713 349324 382734

44 Gewinn« zu 500 M. 42218 49613 90500

146965 249023 254842 317054 328518 345825

Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu fe 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose

84014 206125 268040 269880 271313 272335

343073 357094 360665 399523

Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 7500U, 6 zu je 80000, 8 zu je 20000, 26 zu je 10000, 142 zu je 5000, 260 zu je 3000, 364 zu je 2000, 656 zu je 1000, 2012 zu je 600, 12872 zu je 300 und 400 Tagesprämien zu yt 1000 Mark.