Einzelbild herunterladen

a Di? Fortschritte seiner wissenschaftlichen

(fr: m.'mife wußte er, entsprechend seiner beson- ,u .1 . .. . L'n Segaoung, durch glänzende

P?. suche f. in.'n Hörern zu verdeutlichen. Zu seinen )?n fa,;cn als Schüler viele spätere Lehrer der höheren Schulen Hessens und weit darüber hinaus, uL' in akademischen Unterricht oder auch in physi­kalisch technischen Berufen neue Generationen heran- bilu.n und dabei die wissenschaftliche Arbeit Ko- nms fruchtbar anwenden.

Neben seinem unermüdlichen Wirken als Hoch­schullehrer und Forscher widmete sich Geheimrat König, ausgehend von seinem wissenschaftlichen Arbeitsgebiet, in regster Weise auch den Fragen der Luftfahrt, der er in unserer engeren Heimat stets ein hervorragender Förderer wurde. Er gründete und leitete viele Jahre lang den Gießener Verein für Luftfahrt, dessen Wirken durch ihn in entschei­dender Weise beeinflußt und zum größten Nutzen des Luftsports gestaltet wurde. Bei seinem Rück­tritt von der Leitung des Vereins mit Rücksicht auf sein Alter im Jahre 1932 wurde Geheimrat König in dankbarer Würdigung seiner großen Ver­dienste zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt, ferner wurde von den Gießener Segelfliegern im Jahre 1933 ein Segelflugzeug auf den NamenGe­heimrat König" getauft. Weiter war der Jubilar lange Jahre Vorsitzender des Lesehallenvereins bis zum Jahre 1922 und zweiter Vorsitzender des Glei- bergvereins. Die Oberhessische Gesellschaft für Na­tur- und Heilkunde ehrte ihn durch die Ernennung zum Ehrenmitglied, ebenso ist er Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M.

Die vortrefflichen menschlichen Eigenschaften Königs, insbesondere sein allezeit freundliches und gegen jedermann zuvorkommendes und gefälliges Wesen, die Lauterkeit seines Charakters und seine unermüdliche, selbstlose Hingabe an die Arbeit im Dienste der Volksgesamtheit haben ihn nicht nur in Kreisen der Universität und der Gießener Bevölke­rung, sondern weit darüber hinaus große Wert­schätzung bei allen Volksgenossen erworben. Insbe­sondere steht er auch bei dem jungen Nachwuchs des Flugsports in Gießen und Oberhessen wegen seiner großen Verdienste auf diesem Gebiete und wegen seiner unermüdlichen Hilfsbereitschaft für die Sportfliegerei durch Rat und Tat in hohem An­sehen. In weiten Kreisen in Stadt und Land wird man am heutigen Tage dem verdienstvollen Ge­lehrten und tatfrohen, opferfreudigen Diener der Allgemeinheit noch zahlreiche Jahre eines schönen Lebensabends in Gesundheit und Frische wünschen.

Amt für Doifswohlfahrt, Ortsgruppe Gisßsn-Güd.

Die Brotausgabe an die Hilfsbedürftigen meiner Ortsgruppe findet heute nachmittag zwischen 3 und 6 Uhr statt.

Sprech st und'en imGeschäftszimmerCrednerstrahe2 4. Ortsgruppenamtsleiter: Mittwochs und Freitags von 20 bis 21 Uhr:

Kassenstunden: Mittwochs von 19 bis 20 Uhr;

Mutter und Kind und Wohlfahrtswalterin: Mon­tags und Donnerstags 16 bis 18 Uhr.

te-chöberufsgruppe der Techniker.

Erster Berufswettbewerb für die jün­geren und die stellenlosen Architekten und Bautechni­ker der Berussgruppe der Techniker. Die Programme sind beim Bezirk in Frankfurt a. M., Gutleutstr. 31 anzufordern. Schlußtermin für die Ausgabe von Programmen ist der 1. Dezember 1934.

Elternversammlung der HZ. und des BOM.

Wie das Arbeitsamt Gießen uns mitteilt, findet am Donnerstag, 22. November, 20 Uhr, in der Pesta- lozzischule sine Elternoersammlung der Hitlerjugend und des BDM. statt. Es sprechen der Berufsberater und die Berufsberaterin des Arbeitsamts Gießen über das ThemaDie deutsche Jugend vor der Be­rufswahl". Darbietungen der HI. und des BDM. musikalischer und sonstiger Art werden den Abend noch bereichern.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 20. Nov. Auf dem heutigen Wochen- märkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, der Zentner 7 bis 8 Mark, Weiß­kraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mark, Gelbe Rüben 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 12, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 bis 80, Tomaten 25 bis 30, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 35 bis 40, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 60 bis 75, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohl­rabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sel­lerie .10 bis 20, Unterkohlrabi, das Pfund 8 Pf.

Vornolizen.

Tageskalender f ü r Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22,30 UhrAlt-Wien". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Herr Kobin geht aus Abenteuer". Ortsmusikerschast Gießen in der Reichsmusikkammer, 20 Uhr, Saal bes Gesellschafts- Vereins, Vorspiel von Hausmusik für Klavier zwei- und vierhändig, Streich- und Blasinstrumente und Gesang aus Anlaß des Tages der deutschen Haus­musik". Alterskameraden vom Jahrgang 1885 bis 1935, 20.30 Uhr, Restauration Germania, Grün­dung der Altersvereinigung. Stadt-Cafch 16.30 und 20.30 Uhr, Modenschau.

Tageskalender f ü r Mittwoch: (Buß- und Bettag): Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Schloß Hubertus". Aftoria-Lichtspiele, Selters­weg: ..Conqorilla".

Stadttheater Gießen. Heute, 20 Uhr, Erstaufführung der OperetteAlt-Wien" von Josef Lanner unter Leitung von Wrede°Cuj6. Ende 22.30 Uhr. Am morgigen Mittwoch bleibt das Theater wegen des Bußtages geschlossen.

Dichterabend Herbert Böhme. Die NS.-Kulturgemeinde, der Goethebund, die Hitler­jugend und die Studentenschaft weisen im heutigen Anzeigenteil noch einmal auf den Dichterabend Her­bert Böhme am kommenden Donnerstag hin. Nähe­res in der Anzeige.

** Polizei personalie. Ernannt wurde der Pollzeihauptwachtmeister Heinrich H e d r i ch in Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober 1934 ab zum Kriminalhauptwachtmeister.

** Silberne Hochzeit. Die Eheleute Heinr. Ullrich und Frau Karoline, geb. Mehring, Schan­zenstraße 1 wohnhaft, können am heutigen 20» No­

vember bas Fest der silbernen Hochzett begehen. Das Jubelpaar ist seit vielen Jahren treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.

** Der Bauland - Umlegungsplan Wilhelm st raße Aulweg Wartweg vollziehbar. Der Vorsitzende des Umlegungs­ausschusses für die Baulandumlegungen zwischen WilhelmstraßeAulwegWartweg bringt in einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte zur öffentlichen Kenntnis, daß der Umlegungsplan nach rechtskräftiger Erledigung der Erinnerungen voll­ziehbar ist. Tag der Ausführung ist der 15. Dezem­ber. Interessenten finden näheres in der Bekannt­machung.

** Krankenkassenbeiträge für O k - t o b e r bezahlen! Die Allgemeine Ortskranken­kasse für den Kreis Gießen mahnt in unserem heutigen Anzeigenteil die Zahlung der Kranken­kassenbeiträge für Oktober bis zum 25. November an. Säumige Zahler seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.

** Verbesserte P o st z -u st e l l u n g nach denLandorten anFeiertagen. Nach einer Anordnung des Reichspostministers werden künftig am 1. Oster-, Pfingft- und Weihnachtsfeiertag Brief­sendungen und Pakete mit und ohne Nachnahme und

Zettungen nach allen Landorten zugestevl. In Orten mit Poststellen soll ebenso verfahren werden. Bekanntlich findet nach Landorten an Sonn- und Feiertagen, soweit die Zustellung dahin nicht ganz ruht, nur eine Brief Zustellung st-att. Durch die neue Regelung wird verhütet, daß u. U. der Inhalt von Paketen durch längeres Lagern während der Feiertage verdirbt; außerdem wird erreicht, daß die in vielen Fällen Geschenkgegenstände enthaltenden Pakete noch rechtzeitig in den Besitz der Empfänger gelangen.

** Prämiierung von eingelagertem O b ft. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau be­absichtigt, besondere Leistungen in der Einlagerung von Winteräpfeln zu prämiieren. Die baldmögliche Gewinnung einer Uebersicht über etwa in Frage kommende Einlagerungen ist erwünscht, wenn auch die Prämiierung selbst erst nach Vorlage der Er­gebnisse erfolgen kann. Es ergeht daher an alle Einlagerer, die im Reichsnährstand ihre Vertretung haben, die Aufforderung, sich bei dem zuständigen Obstbaubeamten zu melden. Dem Schreiben ist eine Uebersicht beizufügen, aus der alle Faktoren, die für eine Beurteilung der Einlagerung von Wert sind, ersichtlich sind (z. B. Einlagerungsort, Men­gen, Skizze usw.).

Die wirkliche Stimmung im Saargebiet.

Vortrag im NSLB., Bezirk Gießen-Stadt.

Der Nationalsozialistische Lehrerbund, Bezirk Gießen-Stadt, hielt gestern nachmittag im Sing­saale des Realgymnasiums eine Versammlung ab, die sehr gut besucht war. Oberstudiendirektor Leon­hardt begrüßte die Teilnehmer und gab einige ge­schäftliche Mitteilungen bekannt.

Herr Muh!

sprach sodann über die wirkliche Stimmung im Saar­gebiet. Er gab zunächst einen Ueberblick über die Entwicklung der Lage im Saargebiet nach 1918. Der unglückliche Ausgang des Weltkrieges habe in Cle- menceau die Situation für die alte französische Rhein­landpolitik günstig erscheinen lassen, und wenn es auch nicht gelungen sei, daß Saargebiet ganz an Frankreich zu fetten, so sei das Land nicht zuletzt durch die Lüge von den150 000 Saarfranzosen", vom Mutterlands abgetrennt und unter die Hoheit des Völkerbundes gestellt worden. Für die Fran­zosen seien in der Saarpolitik drei Gründe maß­gebend: Frankreich wolle die wertvolle Saarkohle, ferner seine Rheinlandpolitik fortsetzen und schließ­lich in das Gebiet des Warndts und des Saarlouiser Gaues den ©reifen seiner Befestigungen vorschieben.

Vor der nationalsozialistischen Revolution habe es im Saargebiet ebensoviele Parteien gegeben wie im Reich. Aber die meisten Parteien wünschten den Anschluß an das Reich. Nach der Aufrichtung des Dritten Reiches sei das Saargebiet zu einem Sam­melbecken von Verbrechern und Deserteuren gewor­den, die sich in Deutschland der Gerechtigkeit ent­zogen.

Das Saaroolk dränge zum Reiche. Nachdem die NSDAP, im Saargebiet verboten worden sei, wurde dort die Deutsche Front gebildet, in der alle Volksgenossen, die die Rückkehr zu Deutschland wünschten, aufgingen. Nachdem ursprünglich die schlimmsten Gräuelmärchen über die Zustände im Reiche in das Saargebiet gedrungen und manchmal auch geglaubt worden seien, habe dies anders wer­den können,

nachdem Saardeutsche vom Deutschen Turnfest in Stuttgart, von Rüdesheim und von Koblenz und schließlich von der wallfahrt zum Heiligen Rock in Trier zurückkehrten und begeistert von der Ordnung und Disziplin berichten konnten, die im wutterlande herrsche.

In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit den Vorgängen in jüngster Zeit, sprach von dem Treiben der Angehörigen der Ein­heitsfront, der Separatisten, von der Tätigkeit der 78Einspruchs-Fabriken" und der Ablehnung dieser Einsprüche durch die Abstimmungskommission. Die Einheitsfront", die sich aus der SPS. (Sozial­demokratische Partei des Saargebiets), aus der KPD. und dem Saar-Wirtschaftsverein zufammen- fetze, könne von feinem Wirt im Saargebiet mehr einen Saal zur Abhaltung ihrer Versammlungen freiwillig bekommen. Die Abstimmungskommission müsse sich darum bemühen, Säle für die Einheits­front zu beschlagnahmen, wenn diese Organisation ihre Versammlungen abhalten wolle. Auffällig sei, daß in einem Bezirke des Saargebiets zu gleicher Zeit niemals zwei Versammlungen der Einheitsfront anberaumt seien.

Das sei so zu verstehen, daß die Versammlungsteil­nehmer, die das Fahrgeld jeweils erhal­ten, von einem Versammlungsort zum anderen kommandiert würden. Außerdem ziehe man Kom­munisten aus Lothringen hinzu, um die Versammlungen wenigstens einigermaßen besucht

zu sehen. Eine Versammlung, die in Groß-Rosseln abgehalten worden war, sei nach genauen Fest­stellungen nur von 70 Leuten aus dem Warndt be­sucht gewesen.

Um den Mitgliedern der Einheitsfront aber zu zeigen, wie deutsch die Bevölkerung von Groß- Rosseln sei, habe Groß-Rosseln an diesem Tage im Schmucke der Hakenkreuzfahnen geprangt wie nie zuvor.

Die Saar-Wirtschaftsvereinigung stehe dicht vor der Auflösung. Die Deutsche Front dagegen habe viele Neuanmeldungen zu verzeichnen.

Die Entwicklung im Reiche gewinne immer mehr Einfluß im Saargebiet. Die Arbeitsbeschaffung im Mutterland wirke sich ebenfalls sehr günstig aus. Arbeitslose, die im Reiche beschäftigt würden, schrie­ben begeisterte Briefe. Die Studentenschaften, auch die Gießener Studenten, arbeiteten überaus glücklich und ihre Ankunft werde im Saargebiet immer sehr ersehnt. Auch die Ferienaufenthalte, die Saarlän­dern im Reiche überall in diesen Wochen gewährt würden, wirkten günstig.

Alle Härte, die bisher gegen die Deutsche Front durch die Regierungskommission aufgeboten worden sei, schweiße die Deutsche Front nur noch mehr zusammen.

Im Saargebiet spreche übrigens fein Mensch von der Möglichkeit einer Besatzung. Frankreich würde damit nur das Gegenteil von dem erreichen, was es erreichen wolle. Der moralische Eindruck der an der Grenze zusammengezogenen Truppen und deren Hebungen mit Maschinengewehren bleibe völlig aus. Es gebe auch feineSchwarze Gefahr" im Saarge- biet.

Die Abstimmung für Deutschland werde sich im Saargebiet auf mindestens 85 Pro­zent belaufen, in den Grenzgebieten rechnet man mit weit über 90 v. H. der für Deutschland ab­gegebenen Stimmen.

Der Tag der Abstimmung werde ein großes Erlebnis fein, denn jedermann im Saargebiet warte brennend darauf, sich durch den Stimm­zettel für Deutschland entscheiden zu können.

Arn Tage der Abstimmung werde im Saargebiet ein ungeheurer Verkehr herrschen. Es sei zu berück­sichtigen, daß nicht in jedem Orte abgestimmt wer­den könne, vielmehr müßten die Einwohner vieler Orte in Nachbarorte zu den Bürgermeistereien mar­schieren. So könne z. B. im Warndt nur in Lud- weiter abgestimmt werden, und so gelte es für die dortigen deutschen Volksgenossen Fußmärsche bis zu zwei Stunden zurückzulegen. Aber nichts werde den Saarländer abhalten, an jenem Tage der Entscheidung für Deutschland einzutreten. (Leb­hafter anhaltender Beifall!)

Oberstudiendirektor Leonhardt

wies zum Abschluß der Versammlung darauf hin, was durch Einigkeit möglich sei. Es müsse und werde uns gelingen, das Saarland wieder mit dem Mutterlande zu vereinigen. Mit Freude und mit wehenden Fahnen stehe das Saaroolk hinter unserem Führer.

Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes sand die Kundgebung ihren Abschluß.

Obecheffen.

Oer Führer als Ehrenpate.

ch Klein?Eichen (Kreis Schotten), 19. Nov. Bei dem 13. Kinde des Landwirts K. Rahn, einem Mädchen, übernahm der Führer die Ehrenpatenschaft.

Jleue Bürgermeister und Beigeordnete im Kreise Büdingen.

Zu kommissarischen Bürgermeistern wur­den bestellt: Heinrich U h l IV. in Kohden und Gustav Ockel II. in Michelnau (Kreis Büdingen); zu kommissarischen Beigeordneten wurden bestellt: Wilhelm Krieg IV. in Burgbracht, Friedrich Knickei in Düdelsheim, Adolf Stoll in Echzell, Rudolf Eller in Lißbera und Wilhelm Heu - s o h n in Wenings (Kreis Büdingen).

Heimatvereinigung Staufenberg.

> Staufenberg, 18. Nov. Heute fand in dem großen Saale der Burg von 16 Uhr ab der Heimatabend derHeimatvereinigung Staufenberg" in Gemeinschaft mit der Orts­gruppe des ReichsbundesVolkstum und Heimat" statt. Der große Saal war dicht besetzt. Die Kapelle L y n k e r (Lollar) hatte sich aus idealen Gründen selbstlos in den Dienst der Sache gestellt. Sie er­warb sich durch ihre fleißigen, meisterhaften Dar­bietungen große Anerkennung und öffentlichen Dank.

Der Vorsitzende, Psarerr G u ß m a n n (Kirch­berg), eröffnete die Zusammenkunft und begrüßte mit kurzen, herzlichen Worten. Fräulein Elli Kern (Lehrerin) sprach den Heimatspruch. Nach einem sehr schönen dreistimmigen Lied der ersten Schul­klasse (Lehrer Rabenau)Wenn weit in die Lande wir zogen umher", hielt der Vorsitzende

einen Vortrag über die Geschichte der Burg Staufenberg. Der Redner beschränkte sich in Anbetracht des großen Stoffes auf dieobere Ritterbur g", die seit dem 27. Mai 1647 in Trümmer liegt. Er ließ die graue Vergangenheit an Hand wertvoller Urkunden, die zur Einsicht offen lagen, entstehen, z. B. den Ablaßbrief von 1327, die Gründung der Staufenberger Schule durch Friedrich v. Rolshausen usw. Er stellte am Schlüsse das Elend der Vergangenheit, die Kleinstaaterei, die Uneinigkeit, die gegenseitige Fehdeeine deutsche stolze Ritterburg wird von Deutschen (den Niederhessen) zerstört" der Gegenwart gegenüber, die dieses Elend überwunden habe durch das Verdienst des Führers. Er sprach den Wunsch aus, daß die durch den Führer geschaffene äußere Volksgemeinschaft eine innere werde. Dazu wolle gerade die Heimatoereinigung mithelfen und in diesem Wunsche wurde ein begeistert aufgenomme­nes dreifaches Sieg-Heil auf die deutsche Heimat und den deutschen Führer und Reichskanzler aus­gebracht.

Nach einem Musikstück führten die Mädchen der 1. Schulklasse (Frl. Kern) zwei Volksreigen vor, die stürmischen Beifall fanden. Sodann hielt Garten­bauarchitekt Schwarz (Gießen) einen sehr inter­essanten, sachkundigen Lichtbildervortrag über die Gestaltung der Burg Stau­fenberg heute und inZukunft. Ihm lagen selbstaufgenommene Bilder der Umgegend und Der Burg zugrunde. Er öffnete die Augen für manche Schönheit, die vielen wohl noch verborgen ist, und zeigte, wie mit einfachen Mitteln der wunderbare Charakter der Burg besser zur Geltung kommen könnte.

Vorher hatte der zweite Vorsitzende der Ver«

etirtgtmg, Dr. Walbrach (Gießen), eine Ansprache an die Versammlung gerichtet, in der er den natio­nalen Wert der Heimatvereinigung betonte und un­ter großem Beifall aller Anwesenden versprach an seinem Teile nach Möglichkeit mitzuarbeiten' Damit war um 19 Uhr der offizielle Teil 3U (fnöe*

Nach einer einstündigen Pause hatte im gemüt­lichen Teile die Jugend, aber auch das gesetztere Atter das Wort. Es wurde nicht nur getanzt, fon- dem auch deklamiert, der Staufenberger Gänse- Prozeß (Frau Ruckeishausen), gemeinsam Volkstteder gesungen, künstlerische Soli bargeboten (Klarinette: Herr Schmitt, Lollar, Violine: Herr L y n t e r, Lollar). Wenn durch diese Veranstaltung der Staufenberger Heimatvereinigung die Liebe zu Heimat, Volkstum und Vaterland gestärkt wor- den ist, dann ist alle aufgewandte Mühe reich be­lohnt.

Oie Lollarer Frauenschast wirbt für die Winterhilfe.

Lollar, 19. Nov. Die hiesige Ortsgruppe der NS. - Frauenschaft führte am Samstagabend im Saale des GasthausesZum Schwanen" die erste diesjährige Veranstaltung zu Gunsten des Win­terhilfswerkes durch, die von dem Ortsgrup­penleiter der NSDAP. Bürgermeister Wagner eröffnet wurde. Er gab feiner Genugtuung über den außerordentlich starken Besuch der Veranstal­tung Ausdruck, zeige dieser doch, daß in unserem Orte immer dann, wenn es zu helfen gelte, die gesamte Einwohnerschaft in echt nationalsozialisti­schem Geiste zusammenstehe. Wenn auch hier keine Arbeitslosen mehr seien, so sei die Not in den Städten noch groß. Hier gelte es zu helfen.

Dann sprach der stellvertretende Kreispropagan­daleiter Heß, der in längeren Ausführungen die Stellung der Frau und ihre Aufgaben im Dritten Reiche kennzeichnete. Vor der Machtergreifung, so führte er u. a. aus, ist unser Volk kein einheit­liches Ganzes gewesen. In Parteien, Stände, Be­rufe, Interessengruppen war es zerfallen, von denen jede ihren besonderen egoistischen Zielen nachstrebte. Der Liberalismus erstrebte nur die Forderung des eigenen Ich. Adolf Hitler bekämpfte diesen Geist der Selbstsucht. Er brachte es nach unsäglichen Schwierigkeiten und Kämpfen in zäher Ausdauer fertig, unser Volk wieder zu einen. An die Stelle des Liberalismus ist der nationale, d. h. völkische Sozialismus getreten. An die Stelle desIch" das Wir". Der einzelne ist nichts, das Volk, die Ge­meinschaft alles. Wahrer Nationalsozialismus ist das, was die Frontkameradschaft gewesen:Auch bas letzte mit bem Volksgenossen teilen." Dieser Nationalsozialismus hat es bem Führer möglich gemacht, bie Arbeitslosigkeit mit ungeahntem Er­folg zu bekämpfen, unb er wirb sie ganz beseitigen, wie er es versprochen hat. Dazu ist aber treue Ge­folgschaft aller nötig. Jeber beutsche Mann und jede deutsche Frau müssen helfen. Besonders bie Aufgabe der Frau umriß der Redner näher. IHr hat der Führer Ausgaben zugewiesen, zu denen sie von Natur berufen ist; sie soll nicht dem Manne in Berufen Konkurrenz machen, die diesem gehören. Dagegen habe sie die Kinder zu erziehen zu echten Nationalsozialisten. Sie kann helfen, Not lindern. Das ist auch die Aufgabe der NS.-Frauenschaft, in die jede deutsche Frau gehört. Der Redner schloß mit dem Gelöbnis:Adolf Hitler gestern, heute und in alle Ewigkeit!"

Ein GedichtWir werben" rief ebenfalls zur Mitarbeit auf, ebenso wie das nun folgende TheaterstückFrauen an die Front!", das die segensreiche Tätigkeit der NS.-Frauenschaft schilderte und das von den Darstellern mit großer Hingabe gespielt wurde. Es klang mit der zweiten Strophe des Deutschlandliedes aus, bas von ben mitgeriffe» nen Zuschauern stehend mitgefungen wurde.

Nach einer Pause folgten weitere Gedichte und ein flott gespieltes historisches LustspielDie Bäckerin von Winstein", bas ebenso wie bas erste Theater­stück vorzüglich einstubiert war. Auch die im weite- ren Verlaufe bes Abenbs folgenben Volkstänze Großvatertanz" undKiemestanz" waren außer­ordentlich ansprechend. Die Kapelle Lynker ließ dazwischen ihre Weisen ertönen und steuerte ihr Teil zur Verschönerung des Abends bei.

Sämtliche Veranstaltungen gefielen sehr und fan­den verdienten Beifall. Sie gereichten der hiesigen Ortsgruppe der NS.-Frauenschaft, besonders aber ihrer rührigen Leiterin, Frau Dr. Schlapp, und deren Mitarbeiterinnen, die keine Mühe gescheut, um den Abend würdig zu gestalten, zur Ehre.

In seinem Schlußwort brachte dies neben dem Dank an alle Mitwirkenden Bürgermeister W a- ner zum Ausdruck. In üblicher Weise schloß er mit einem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Horst- Wessel-Lied die Veranstaltung.

Eine Verlosung, zu der die Gegenstände gestiftet waren, unter denen besonders die vielen netten Handarbeiten der Schülerinnen, die sie unter Lei­tung ihrer Handarbeitslehrerin angefertigt und ge­stiftet hatten, lobend erwähnt werhen müssen, er­gab einen netten Ueberschuß, so daß zusammen mit bem Eintrittsgelb ein schöner Betrag bem Winter­hilfswerk überwiesen werben konnte. So bedeutete ber Abenb für die Ortsgruppe in jeder Hinsicht einen vollen Erfolg.

Ehrung der saardeutschen Gäste in Lich.

D Lich, 17. Nov. Eine erhebende Feierstunde, getragen von ungetrübter Freude unb ber begei­sterten Hingabe an ben Staat Abolf Hitlers, wurde unseren saarbeutschen Feriengästen ge- stern abenb bereitet. In ber festlich mit ben Sym­bolen bes neuen Deutschlanb geschmückten Turnhalle fand ein Militärkonzert zugunsten des Winterhilfswerks statt, das zugleich als Ehrung für unsere saardeutschen Gäste gedacht war. Sehr guter Besuch gab Zeugnis von dem regen Interesse aller Volksgenossen für M Winterhilfswerk, war zugleich auch ein Beweis W engen Verbundenheit des deutschen Volkes mit de5 Geschick der Volksgenossen an der Saar.

Pg. Bürgermeister Geil (Lich) eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die Erschienenen, besonders die saardeutschen Feriengäste, den Kreisamtsleiter der NS.-Volkswohlfahrt Pg. Kloß (Gießen) und den Sturmbannführer Ott, und gab in seiner An* spräche insbesondere dem Wunsche und der Hoss' nung Ausdruck, daß unseren Saargästen die >n unserer Heimat verlebten Tage Gelegenheit 9e* geben haben mochten, sich ein richtiges Urteil über die wahre Lage, die ihnen das neue Deutschland aufzeige, zu bilden unb baß ihnen bie heutige Ver­anstaltung aufs stärkste bie Verbundenheit des Mutterlandes mit dem Saarland zum Bewußtsein kommen lassen möge. Dieser Abend, wie überhaupt der ganze in unserer Mitte verlebte Urlaub mog ihnen die Quelle fein, aus der sie neuen Mut uno neue Kraft für die kommenden Tage bis Zur Av- ftimmung, die sie noch unter der Fremdherrschaft verbringen müssen, schöpfen mögen. .

Das Orchester brachte dann im ersten Teil Des Programms meist klassische Werke (Fledermaus * Ouvertüre, Melodien aus dem ,Ligeunerbarolr