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Leitsätze sind bekannt. Schön Vös fff H*n Fvkkschkkkk.

Die Rückkehr zur freien Wirtschaft, erschließt, nach Flandin, die einzige Möglichkeit zur Ueberwindung der Krise. Er wird sich freilich dar­über im Klaren sein müssen, das Frankreich zu den­jenigen Staaten gehört, wo die Wirtschaft a m m e i st e n verstaatlicht ist. Wenn auch nicht prinzipiell, so doch in der Praxis und sehr oft auf Umwegen, die nur der Eingeweihte kennt. Ein plötz­licher Umschwung käme also einer Revolution gleich und in dem jetzigen Augenblick würde das kata­strophale Auswirkungen Haden. Die ersten Maß­nahmen und Pläne der Negierung sehen dementspre­chend nicht gerade freiwirtschaftlich aus. Die A r - beitsmöglichkeiten der ausländischen Arbeiter sollen beschränkt werden, um die Ar­beitslosigkeit zu mildern, aber auch: um der öf­fentlichen Meinung eine Genugtuung zu geben. Praktisch wird übrigens nicht allzuviel dadurch ge­wonnen. Schon wichtiger ist, daß der Agrar­markt k ü n st l i ch saniert werden soll, um für die Rückkehr zum Freihandel stark genug zu sein.

Endlich soll auch der Zinsfuß künstlich herabgesetzt werden, um den natürlichen Kapi­talumlauf zu erhöhen. Dieser Punkt ist der wich­tigste, denn Flandin betrachtet die Gesamtlage aus dem Gesichtswinkel des Kapitalumlaufs. Um die Sanierung von dieser Seite auf den Weg zu brin­gen, muß aber vor allem das Vertrauen wie­derkehren. Das Vertrauen in die innenpolitische Stabilität und überhaupt zum Frieden in Europa. Das liefe parallel zur Politik der internationalen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Verstäubt- g u n g, die Flandin verkündet. Solche Grundsätze wurden schon in den letzten Fahren von vielen Län­dern und auf vielen internationalen Kongressen ver­treten. Aber es erfolgte regelmäßig das Entgegen­gesetzte davon ...

Gerade in Frankreich wird von keiner Seite auf eine politische Agitation verzichtet, die stets schwer auf das Wirtschaftsleben drückt. Man erzeugt be­denkenlos Alarmstimmungen, Gefühle der Unsicher­heit und wundert sich dann, wenn das auf die Wirtschaft zurückwirkt. Zudem war die bisherige Außenpolitik Frankreichs keineswegs dazu angetan, die Verständigung in Europa zu fördern.

Die Regierung Flandin und ihren Außenminister Laval erwartet also eine sehr schwere Aufgabe. Die Schwierigkeiten, die man innen- und außen­politisch überwinden muß, sind groß. Insbesondere die Außenpolitik wird der Prüfstein werden: eine Politik des Freihandels setzt notwendigerweise eine Außenpolitik des Verständigungs- willens voraus. Finanziell und wirtschaftlich ge­sehen, muß sich Frankreich erhebliche Opfer zumu­ten: größere als irgendein anderes Land in Europa, weil es die Stellung als Führer des Gold­blocks bezogen hat. Und auch: weil Frankreich in der Einfuhrbeschränkung zu weit ging und seine Kapitalkraft stets zu politischen Zwecken gebrauchte. Es ist schwer, der Negierung Flandin gegenüber optimistisch zu bleiben, schon wegen der Enttäu­schung in der Vergangenheit. Sie braucht eine sehr große Entschlossenheit, um auch nur einen Teil ihres Programms durchzuführen. Sonst bleibt sie nur eine Uebergangsregierung.

Laval nach Gens unterwegs.

Der Minister denkt an Fortsetzung der Aussprache mit Deutschland.

Paris, 20. Jtov. (DJIB. Funkspruch.) Außen­minister Laval ist am INontag um 22 Uhr nach Genf a b g e r e i st. Er hatte vor seiner Abreise eine längere Unterredung mit dem TNinisterpräsi- denten Flandin. Dabei wurden alle Fragen er­örtert, die in Genf zur Sprache kommen werden, besonders der südslawische Schritt wegen des 7N a r f e i l l er Anschlages und die Saar- fr a g e. Außerdem besuchte Laval den P r ä s i - denken der Republik.

Excelsior" schreibt, Laval denke ohne Bitterkeit an seinen enttäuschenden Besuch mit Briand in Berlin zurück. Laval habe die Worte Rapo- leons angeführt, im Kriege und in der Liebe müsse man sich schließlich doch einmal aus nächster Bähe kennenlernen. Früher oder später werde man in Genf oder anderswo die deutsch- franzöfische Aussprache wieder auf­nehmen müssen. Beide Länder hätten nur die Wahl, sich zu verständigen oder sich gegenseitig zu zerfleischen. Letztere Möglichkeit erscheine Laval als sinnlos und verbrecherisch.

Nie Talsperre.

Von Anke Ehlers.

Da der Bau der Sperrmauer seiner Vollendung entgegenging, erlebte das breite Tal zwischen be­waldeten Hügeln, das nach dem großen Projekt in einer Ausdehnung von mehr als zwanzig Kilometern den künftigen Stausee abgeben sollte, seinen letzten Frühling. Arglos schmückten sich die Wiesen wie alle Fahre zuvor mit Butterblumen, Federnelken und Margariten und säumten mit blauen Vergißmein- nichtsträußen den Weg des Flusses, der als sei­denes Band die blühende Au durchwebend wie alle Jahre den freundlichen Gefährdet des Tales bildete. Noch immer verriet sich in seinem hinströ­menden Lauf nichts von dem kommenden Verder­ben, das er nach dem Beschluß der Menschen dem Tal zu bringen bestimmt war, noch war er der gute Geist dieser Erde, der die grüne Feldflur näh­rend bespülte, den Wiesen saftige Fülle schenkte und dem weidenden Vieh an heißen Tagen Kühlung bot.

Das Gras wuchs üppig wie alle Jahre, wurde geschnitten und in duftende Haufen aufgeschichtet. Die Felder reiften heran, mit flirrenden Aehren in der Sonne: did schwarze Ackerkrume kribbelte von Getier. Trillernd wirf sich die Lerche ins Blaue, das Rebhuhn schnurrte aus der Saat, zwischen den Hal­men huschte die Feldmaus, wühlte der Maulwurf, und Käfer, Ameisen, Schnecken bevölkerten in un­gezählten Scharen den Dschungel der Gräser. Abends funkelten Leuchtkäfer im Gesträuch, Unken läuteten im Grund, und der Flug der Eule, weich wie Wolle, strich quer über's Tal.

Glühte der Sommertag, wateten die schweren buntscheckigen Kühe, von einer Fliegenwolke einge­hüllt, im sumpfigen Ufersaum. Feierabends wurden die Ackergäule schwerfällig schaukelnden Ganges in die Schwemme geritten, und dort, wo die Hügel enger aneinanderrückten und Waldschatten den Flußspiegel verdunkelten, suchten in dämmernder Nacht Hirsche und Rehe, vorsichtig zwischen den Buchenstämmen des Ganges hinunterwechselnd, ihn als Tränke auf. Die holprige, von weißen Steinen markierte Land-. straße, die sich verliebt dicht an der Seite des Flus- les hielt, wiederhallte mit der steigenden Jahreszeit van knarrenden Ackerwagen und Peitschengeknall, Wanderer zogen singend auf ihr dahin, und die

Benzin aus Steinkohle.

Geheimrat Fischer-Mühlheim (Ruhr) über das Ergebnis seiner Forschungen.

Jrn Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Kohlenforschung berichtete Geheimrat Franz Fischer über die Synthese sämtlicher Erdölprodukte aus Kohlenoxyd und Wasserstoff bei gewöhnlichem Druck. Nach neun- jäbriger Arbeit in den Laboratorien und Versuchs­anlagen des Mülheimer Instituts ist das Verfahren der Benzinsynthese soweit entwickelt worden, daß nun die baldige Inbetriebnahme der er st en großtechnischen Versuchsanlage bei der Ruhrchemie-AG. angekündigt wer­den konnte. Ihre Ergebnisse werden darüber ent­scheiden, welche Rolle die Benzinsynthese in der Treibstoffversorgung spielen wird.

Die grundlegende Beobachtung, die zur Ausarbei­tung der Synthese führte, hat Geheimrat Fischer mit seinem damaligen Mitarbeiter Dr. Tropsch im Jahre 1925 gemacht. Es handelte sich um ein winziges Oeltröpfchen, das aus Wassergas in Berührung mit einem auf 250 Grad erhitzten Eisenkatalysator entstanden war. Geheimrat Fischer berichtete, wie in den folgenden Jahren die verschiedensten Gemische von Metallen und Oxyden auf ihre Eignung als Katalysatoren geprüft wur­den, bis schließlich Kontaktsubstanzen ge­funden wurden, bei denen schon unter 200 Grad ein aus Kohlenoxyd und Wasserstoff be­stehendes Gas bei gewöhnlichem Druck zum größten Teil in flüssige Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden konnte. Bevor man aber mit der technischen Durchführung der Benzinsynthese beginnen konnte, mußten erst Katalysatoren ausge­arbeitet werden, die auch im Dauerbetrieb unverändert wirksam blieben. Ursprünglich wurden die Katalysatoren durch Schwefelverbindun­gen vergiftet. Die Vorbedingung der völligen Ent­schwefelung der angewandten Gase ist heute durch ein einfaches und billiges Feinreinigungsver­fahren erfüllt. Das Verfahren liefert optimale Ben- zinausbeuten nur in einem engen Temperatur­

bereich von wenigen Graden Celsius. Die bei der Reaktion entwickelte zusätzliche Wärme wirkte störend. Es waren deshalb besonders schwierige wärmetechnische Aufgaben zu lösen, bevor die Appa­rate allen Anforderungen genügten.

Die Synthese liefert Gasol, Benzin, Die­selöl, Weichparaffin und Hartparaffin in reinster, schwefelfreier Form. Nur Schmier- ö l e sind in dem synthetischen Produkt nicht ent­halten. Es eignet sich aber ausgezeichnet als Roh­material für die Gewinnung von Schmierölen nach bekannten Methoden. Die Aufgabe, sämtliche Produkte des natürlichen Erdöles k ü n st l i ch her­zustellen, ist mithin gelöst. Die Beschaffung des Synthesegases bereitet keine Schwierigkeiten, weil Kohlenoxyd und Wasserstoff aus den verschiedensten Brennstoffen durch Vergasen gewonnen werden können. Man wird zunächst zum Steinkohlen­koks als Aus gangsmaterial greifen, da dieser im Ruhrgebiet in großen Mengen vorrätig ist und hier ein Weg zur Verminderung der Koks­haldenbestände gegeben ist. Ebensogut könnten als Ausgangsmaterial aber auch Braunkohlenschwel­koks, Torfkoks, Holzkohle oder die verschiedensten Kohlenarten selbst, sowie Leuchtgas oder Koksosen- aas zur Herstellung des Synthesegases Verwendung finden.

Zur Wirtschaftlichkeit des Verfahrens er­klärte der Vortragende, daß bei einem Ausbringen von 120 Gramm Benzin und bei einem Kokspreis von 18 Mark der Benzinpreis ab Werk sich auf 2 2 Pf. pro Kilogramm (b. h., bei einem Gewicht von 0,7 bis 0,8 Kilogramm pro Liter, etwa 17 Pf. für das Liter) stellen würde. Der Benzinpreis werde aber weitgehend vom Kokspreis abhängig fein. Darüber hinaus hoffe man aber, ihn auch durch Steigerung der Benzin- ausbeute, die bereits bis auf 180 Prozent gelungen fei, senken zu können.

Danzig wählt deutsch!

In verschiedenen Bezirken der Danziger Niede­rung fanden wie schon kurz gemeldet am Sonntag die Kreis tagswahlen statt, die in voller Freiheit vor sich gingen und ein Stimmungs­barometer der Bevölkerung waren. Das Ergebnis war ein überwältigendes Bekenntnis zum National­sozialismus. Einmal muß die hohe Wahlbe­teiligung vermerkt werden. Mit 93,2 v. H. ist in den ländlichen Bezirken trotz Sturm und Regen eine selten hohe Beteiligung erzielt mobben. Dann ist aber auch an das Anwachsen des Na­tionalsozialismus zu erinnern. Von den abgegebenen Stimmen hat er 79,4 v. H. gegen 62 v. H. bei den Volkstagswahlen im Mai des Vor­jahres errungen. Er hat also die absolute Mehrheit. Da die Christlich-Nationalen, also das Zentrum und die Deutschnationalen, aber ebenfalls zu den Gruppen gehören, die das Deutschtum hoch­halten, steht einer Front von 17 Abgeordneten im Kreistag das winzige Häuflein von drei Marxi­sten und Kommunisten gegenüber. In Danzig- Werder entfielen 78 v. H. der Stimmen gegen 60,8 v. H. bei der Volkstagswahl auf die National­sozialisten: bei den Gemeindewahlen im Kreise Dan­zig-Werder erhielten sie sogar 86 v. H.

Das ist ein Sieg, wie er von den Gegnern für unmöglich gehalten wurde. Die Sozialdemo­kraten und Kommunisten, die einst sehr stark waren, sind trotz eifrigster Propaganda a u f ein Nichts zusammengeschrumpft. Die Polen haben nur in Danzig-Werder ganze 255 Stimmen erhalten. Damit hat das Danziger Land gezeigt, daß es deutsch ist und deutsch fühlt, und daß die durch den Nationalsozialismus im Reiche bewirkte Einheit und feine Tatkraft im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit und gegen die zersetzenden Elemente Jene Anziehungskraft besitzt, die, wie der stärkere Magnet, alle Teile in feinen Stromkreis bannt. Nationalsozialisten und Christlich- Nationale haben in Danzig, einem vielumkämpften Posten, der Welt bewiesen, daß alles was deutsch denkt, sich hinter den Nationalsozialismus stellt. Er ist nicht nur die deutsche, -sondern die gesamt­deutsche Bewegung schlechthin. Daß die Sozialdemokraten und Kommunisten eine schwere

Niederlage erlitten haben, beweist, daß alle Speku­lationen der Emigranten und Gegner Deutschlands auf einen Sieg dieser Elemente fehlschlugen.

Um so mehr ist das Ergebnis zu begrüßen, als im letzten Jahr auch in Danzig der Kampf um die Richtung und die Aussöhnung mit Polen im Vordergrund aller Erörterung stand. Das Volk bat in diesem von Deutschland abgetrennten Teil sehr wohl begriffen, daß eine kühle Realpolitik bei aller leidenschaftlichen Betonung des deutschen Cha­rakters die einzig richtige Form der Betätigung des Deutschtums ist. In Danzig hat sich das Bekennt­nis zum Deutschtum ebenso ausgesprochen, wie es sich am 13.Januar an oer Saar aussprechen wird. Auch dort geht es in erster Linie um die Behauptung des Deutschtums. Gegen Separatisten und Emigranten, gegen eine deutsch­feindliche Regierung ist dort in der Deutschen Front alles zusammenschweißt, was für die Betonung des Deutschtums über alle Parteischranken hinweg sich einfetzt. Der Sieg des deutschen Ge­dankens in Danzig und zwar ein größerer Sieg, als selbst die Nationalsozialisten erhofft hatten, ist ein Beispiel für die Saar, lieber alle Par­teien hinweg marschiert in geschlosseer Front der Deutsche, wenn es gilt, sich zu entscheiden, ob er sich dem großen Stromkreis der deutschen Nation an­schließen will.

Daily Bail" an die Unbelehrbaren.

Die Danziger Wahlen

als Barometer für die Saarabstimmung.

London, 20. Nov. (DNB.-Funkspruch.)Daily Mail" sagt, keinen größeren Fehler könnte man be­gehen, als beweisen zu wollen wie dies einige törichte englische Politiker und Journalisten tun, daß die nationalsozialistische Sache ihre Macht über das deutsche Volk allmählich einbüße. Die Ergeb­nisse der Danziger Wahlen am Sonntag zeigen gerade das Gegenteil. Die National- sozialisten eroberten Boden, statt ihn zu verlieren.

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eines Jahres gemacht hat, um Europa vor den ii, drohenden Gefahren zu behüten."

Schuschniggs Romreise.

Italiens Donaupolitit bleibt auf der gleichen Linie.

Rom, 19. Nov. (DNB.) lieber das Ergebe der Rvmreise Schuschniggs wird amtlich mitgetej; Mussolini hat zwei lange Besprechungen d dem Kanzler S ch u s ch n i g a gehabt unter Di, nähme des österreichischen Außenministers v« Berger-Waldenegg und des Unterftaiui sekretärs des Aeußeren S u o i ch. In diesen Ä sprechungen wurde die Politik engen Ei« Verständnisses zwischen Italien und Oest«

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Wenn das wahr ist, dann ist es die^schwerste t bei de klage, die jemals gegen den Völkerbund erhot^h^ er worden sei. Das Blatt erwähnte dann noch weit3, knarlj1 Anregungen des Führers und schließt:Es wq, ein sehr schwerer Fehler von europäischen Auß, ministern, wenn sie diesen Anregung., keine Folge geben, die ihnen Hitler im Verla-q

reich gefestigt in seinem politischen und wirtscha lichen Aufbau und gestützt auf die Freundschi Italiens und Ungarns möglichst schnell und vollem Maße d i e hi st arischen Funktion^, wiederaufnehmen kann, die auf die i Donaubecken aufeinandertreffenden Kräfte ausl gleichend wirkten. Es wurde auch in Beziehuj auf Oesterreich das befriedigende Funktionieren italienisch-österreichisch-ungarischen Protokolls vom März dieses Jahres festgestellt, die einen in bezweifelbaren Beitrag zur Verbesserung b.i| wirtschaftlichen Lage Oesterreichs ai leistet haben. Es wurde ferner bestätigt, daß Dreierabkommen keinen ausschlii« ßenden Charakter tragen und auch auf andere Staaten ausgedehnt toertat können, die die Bedingungen erfüllen, die iljm Grundlage bilden. Es wurde ferner festgestellt, boq die Entwicklung der kulturellen Beziehun gen zwischen den beiden Staaten wünschenswL sei und zwar durch den Abschluß neun Abkommen zur Schaffung von K u l t u r i n slli tuten in den beiden Städten Rom und Wiei

Gegen die Genfer Marxistenherrschafi.

Nicoles Niederlage.

Lanzlg fff Manntsich Mn? M tzkM M M | unter der Oberhoheit des Völkerbundes. Bis W Jahre 1919 hat es zu Deutschland gehört Sein 1 Bevölkerung ist fast ausschließlich deutscher Nach nalität. Die Zahlen des Danziger Wahlergebni ie* kündigen an, was am 13. Januar im Sa ar gebiet geschehen wird. Wenn man auf die letzei: 18 Monate zurückblickt, dann kann niemand [?IQ | nen, daß Herr Hitler immer wieder praS tische Vorschläge gemacht hat, die öGm Frieden dienen sollten. Vor einem Jahre W. er angeregt, das Datum der Saarabstimmung D t j zuverlegen. Warum dieses Angebot bam

23 422 gegen 13 328 Stimmen verworfen. D Stimmbeteiligung betrug etwa 80 v. H.

Die rechtsbürgerlicheS u i s s e" berichtet atu Bern, daß dieses Ergebnis dort einen sehr g üw ft i g e n Eindruck gemacht habe. Man sei m diesem Umschwung sogar überrascht gewesen. EiLl Jahr sozialistischer Herrschaft fjatei genügt, um einer großen Zahl von Genfer Büöl gern b t e Augen z u öffnen. Man sei in | auch der Meinung, daß man diese klare Verw?.-' fung der Regierungsvorlage um so mehr begr^i müsse, als der Ches der Genfer Regierung sich bei feinen Erklärungen immer darauf berufen Wh daß er öie Mehrheit der Bevöl k eruM hinter sich habe. Aus diesem Grund sei 9licolni eigentlich auch geradezu gezwungen, aus ber © ftimmung bie entsprechenben Folgerung

Gens, 19. Nov. (DNB.) Das endgültige nis ber Volksabstimmung in Genf über bie Fin» unb Steuervorlage ber Regierung bes Kantons,Iß von bem Marxisten Nicole geführt wirb, N. nun vor. Die sozialistische Initiative wurde rc

nackten, braunen Füße der Bauernkinder, die von den verstreut liegenden Gehöften zur Schule streb­ten, trippelten durch ihren Staub.

Das Tal beherbergte einige Ortschaften, malerische Dörfchen mit weißen Fachwerkhäusern. Im engver- schachtelten Hof, wo der Dunghaufen unbekümmert dicht unterm Kammerfenster lag, scharrten die Hüh­ner, taumelten sich bie Ferkel. Aus ber Scheunen­luke eröffnete ber Hahn mit lautem Kikiriki jeben Morgen ben Tag, schnatternb marschierten bie Gänse aus ihrem Stall, bie Melkeimer flirrten, ber Knecht schirrte bas Gespann, kräuselnb hob sich Rauch aus ben Kaminen. Die Dörfler lebten, wie sie in biefem Tal jahraus jahrein gelebt hatten, sie jäteten unb hackten in ihren Gärten, sie mähten bas Gras, schnitten bas Korn, ernteten bie Früchte. Nach bem Abenbbrot saßen bie Alten auf ber Bank ber Haus­tür, bie Jungen verloren sich paarweise unter ben Weibenbüschen am Fluß. Wohl mochten sie alle bebenfen, baß ihre Tage auf biefem Fleck Erbe ge­zählt waren, ber bevorstehenbe Abschieb beherrschte einen großen Teil ihres Denkens, aber ins Gefühl drang er ihnen wohl kaum. Im tiefsten Herzen er­schien ihnen bis zuletzt die Verpflanzung von dieser Scholle, als etwas Unwirkliches, Unmögliches.

Mit Beginn des Winters mußten bie Wohnstätten geräumt werben. Die Schleusten ber am Ausgang bes Tales aufwuchtenben Sperrmauer würben ge­schloffen. Gestaut, trat ber Fluß über seine Ufer. Er tat es zögernb, wie unwillig, bildete Rinnsale, Pfützen, Ueberschwemmungen, aus benen sich kleine Inseln hoben. Doch langsam hörte er auf, ein Fluß zu fein. Gehorsam bas Gebot erfüüenb, bas Men­schenwille ihm auferlegt hatte, bemächtigte er sich bes weiten, gerounbenen Tales, über sich selbst hin- auswachsenb. Unb bas Tal mit seinen kahlen Wie­sen, ben geplünberten Gärten, ben Bäumen unb Sträuchern unb allen im Schoße ber Scholle schlum- mernben Keimen unb Lebewesen ertrank in ber Sintflut.

Die leeren Häuser teilten bies Schicksal. Sie waren stehen geblieben, wie ihre Bewohner sie eilig verlassen hatten, da sich der Abbruch bei den meisten nicht lohnte. Und dies gab dem Schauspiel der ent­stehenden Talsperre etwas Schauriges: Diese Mau- ern, zwischen denen Generationen von Menschen geboren unb gestorben waren, gelitten, gelacht, ge­meint unb geliebt hatten, die Mauern, die lange Zeiten hindurch ihren Insassen Schutz und Wärme

gegeben, sie ragten inmitten i>er Strudel wie Lei­chensteine ber untergegangenen Flur, bis eine ein­zige glatte Wasserebene zwischen ben Hügeln sich dehnte.

Vielleicht war es ber traurige Anblick dieser alten Häuser, dem das Gemüt jener armen bejahrten Landfrau nicht gewachsen war, von der erzählt wird, daß sich ihr Geist darüber verwirrte. Sie gehörte zu denen, die ihr Anwesen aufgeben und in den höhergelagerten Teil bes Dorfes übersiedeln mußten, wo ihr das Zerstörungswerk täglich vor Augen war. Als bas Wasser in ihren kleinen Gemüsegarten ein- brang unb an der Schwelle ihres Häuschens leckte, tappte sie immer noch durch bie glitschige Nässe dorthin, jammer nb, ein Nichtbegreifenkönnen im ge­weiteten Blick. Die Tochter, bei ber sie untergekom­men, versuchte ihr gut zuzureben, ber Schwiegersohn lachte sie gutmütig aus:Eine Großleistung ber Technik, diese Talsperre, Mutter! Ueber vierzig Meter hoch bie Sperrmauer, unb zweihunbert Millionen Kubikmeter Wasser kann der Stausee fassen!" Die Alte murmelte unb griff sich an bie Brust, als sollte sie ersticken. Tage unb Wochen irrte sie am Ufer ent­lang in dem Wahn, daß mit ihrem versinkenden Häuschen alles versinke, was einst in ihm gelebt batte: ihre Kinder, die in ihrem gestörten Vorstel­lungsvermögen wieder zu kleinen hilflosen Wesen wurden, ihr Mann im Lehnstuhl neben dem Ofen so wie ihn vor Jahren der Tod geholt hatte. Ehe ihr Zustand erkannt wurde und sie in eine andere Umgebung gebracht werden konnte, kam sie bei dem letzten Versuch, zu ihrer alten Heimstätte vorzudrin­gen, im Wasser um.

Der Ort am neuen Stausee blühte auf und ent­wickelte sich zu einer beliebten Sommerfrische mit Badestrand unb fröhlichem Babeleben. Es gibt eine Anlegestelle für Motorboote unb Schuppen für Ru­berklubs unb Sportvereine. Weiße Segel kreuzen auf der flimmernden Fläche, Paddelboote schießen darüber hin, im gemächlich geruderten Kahn fingen junge Mädchen. Wo eine stillere Bucht sich auftut, werfen Angler ihre Rute unb Fischer ihre Netze aus, mit hohen Transtiefeln stapfen bie Männer durch bas schilfige Gewässer. Die Dauernburschen versäu- men nicht, nach ber heißen Tagesarbeit sich in ber Kühle bes nassen Elements zu erfrischen, unb wenn der Monb in lauer Sommernacht die schimmernde Straße über den Wasserabgrund baut, tönt der See wider von Jugend unb Heiterkeit.

Nur manchmal, in trockenen, wasserarmen Zeittu heben sich bie Trümmer ber untergegangenen hm" ser ein wenig über ben niebrigen Wasserspiegel unit ragen als Zeugen des Vergangenen in die Gegev" wart.

Auf den Spuren Alexanders des Groß««

Auf seinen gewaltigen Kriegszügen ist Alexandli: ber Große auch bis nach Jnbien vorgebrungen unii hat im Frühling bes Jahres 326 v. Chr. ben Jndu-« überschritten. Wir wissen, baß ber große Feldhclk' bas heutige Punbab überquert hat, unb baß er I zum Vormarsch auf ben Ganges anschickte, als ib'1 Mißhelligkeiten in ben Reihen seiner eigenen M' pen zur Rückkehr veranlaßten. Alexanber ist dar> auf selbsterbauten Schiffen ben Hybaspes herunter gefahren unb später ben Jnbus abwärts bis jU®- Jnbischen Ozean, bevor bie eigentliche Heimatfahb: angetreten würbe. Nun hat Hauptmann E. H. Cl>b> von Marban in ber norbwestlichen GrengproMl bem Direktor für Jnbische Archäologie bie AbssW von einer Inschrift auf einen weißen Stein $!l' mittelt, bie er im Funbament einer alten Wl"f in Hunb am Ufer bes Jnbus entbeckt hat. Jr Ergebnis ber Untersuchungen wirb jetzt bcfiW gegeben; bie Aufzeichnung weist auf eine KoE Äamesoari Deoi hin, von ber man bisher keine Kenntnis hatte. Hunb ist ber moberne 9Jan1; für Ubabhanba, bie alte Hauptstabt ber fiönip' von Kabul vom 9. Jährhunbert bis zum Jahre 10- in welchem Jahr bie Dynastie von ben Mohawi^ banern vertrieben würbe. In Hunb hat Alexan^ ben Jnbus überschritten, bevor er seinen Eroberung-^ felbzug in Jnbien begann, unb später sind an oc gleichen Stelle noch viele anbere Völkerschaften uv _ biesen Ort gen Osten gezogen. Der chinesische unb Forschungsreisenbe Hüan-tsang hat bie &a.'; besucht unb sie als eine reiche unb ausgebehn Nieberlassung von Hanbelstreibenben beschneve Nun steht an bieser Stelle ein kleines unschemoa ~ Dorf, bas von Befestigungswällen aus ber moyb rnebanischen Zeit umgeben ist. Im Ort felber u in feiner nächsten Umgebung sind schon wia) Funbe gemacht worben. Zu einer fgftemanw Ausgrabungsarbeit ist es jeboch noch nicht g» men; von ihr werben aufsehenerregende Ergeonn erwartet.

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