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zu ziehen. Das Blatt kündigt an, daß die Genfer

Der Bußtag ein Tag ganz Deutschlands

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Abstimmung war eine furchtbare Ohrfeige:

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Merkwürdige Wahlen in Eowjetrußland.

fi iimungSlisten noch nicht feststeht.

2 rlin, 16. Koo. (DM.) Der Bund der

als unzeitgemäß abzuschaffen, und der durch den neuen Staat geschaffenen Ordnung ist deutlich. Aus einer befehdeten und imroten Sachsen" bereits erledigten Angelegenheit wurde der deutsche Bußtag für alle. An ihm steht nun die Nation

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ch lniMipi lehnte die bolschewistischen Steuern ab. Genf

m ohne Portefeuille übernehmen. Außenminister fc der liberale Hymans. Das Landesverteidi- lcsministerium behält D e v e z e (liberal). Das

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J W D-üffel, 20. Nov. (DNB. Funkspruch.) Kurz 9e? ('ivr Mitternacht hat König Leopold den mit der unö - - ......*

Deutschem Offiziersbesuch in der Türkei.

Zwei deutsche Offiziere, die Oberstleutnante Rohde und Jodel, die $u einem Gegenbe - s u ch von der türkischen Regierung eingeladen wor­den sind, wurden in Ankara vom Außenminister Tewfik Rüschtü Bey und vom Chef des Großen Generalstabs, Marschall F e w s i Pascha, empfangen. Zur Zeit halten sich die deutschen Offi­ziere in Istanbul auf. Die beiden Offiziere haben als Ehrung für die Gefallenen der türkischen Nation vor dem Unabhängigkeitsdenkmal am Tak° simplatz einen Kranz mit den deutschen Farben niedergelegt. Auch auf dem deutschen Heldenfried­hof im Garten der Deutschen Botschaft in Therapia, wo sich das Grab des Generalfeldmarschalls von der Goltz Pascha befindet, wurde ein Kranz niedergelegt.

Schweres Explosionsunglück in TNandschukuo. 100 Bergarbeiter verschüttet.

In den Fuschun-Kohlengruben in Mandschukuo kam es zu einer Explosion, durch die 100 Bergarbeiter verschüttet wurden.

Das fehlgeleitete Auto des Kaisers von Japan. Ein Polizeisergeant macht Harakiri.

Auf einer Besichtigungsreise, die der Kaiser von Japan nach den Manövern machte, wurde durch ein Versehen eines Polizeiseraeanten der Kraft­wagen des Kaisers in eine falsche Straße geleitet. Dieses Vorkommnis hat nun für europäische Begriffe recht schwerwiegende Folgen gehabt. Der Polizei- segeant versuchte durch Harakiri seinem Leben ein Ende zu machen. Er stieß sich seinen Dienstsabel in den Hals und verletzte sich so schwer, daß sein Zustand ernst ist. Die Regierung hat einen Unter- suchungsausschuß eingesetzt, der alle für die Fehl-

anb t,te tech kerbu rf? 9$1 rhlvech unb

Auch die Kirche litt an der Vereinzelung des reli­giösen Lebens und mit ihr der Bußtag.Was ich mit Gott auszumachen habe, ist meine persönliche Angelegenheit", lautete weithin die Losung. Dazu glaubten viele, den Bußtag nicht nötig zu haben. Heute wissen wir wieder, daß auch die ernste Pflicht der Selb ft prüfung vor Gott im Blick auf die Volksgemeinschaft und innerhalb der Gemeinde und mit ihr zusammen erfüllt werden muß. Wenn ihr ernst und ehrlich entsprochen wird, so wird dieser Tag zu seinem Volkstag von kaum zu überschätzender Bedeutung.

Freilich nur, wenn sich der Sinn des Bußtages wirklich erfüllt, d. h. wenn Gott von Volk und Ge­meinde und damit von uns allen wirklich ernst ge­nommen wird. Es gibt auch ein Reden von Gott, bei dem er gewissermaßen als letzte Zuflucht hilf­loser Gedanken den Wolken der Zeit erscheint. Das ist häufig ein falsches Spiel gewesen, das daher auch zuletzt zur Gottvergessenheit im täglichen Leben führte. Am Bußtag tritt aber Gott mitten in die Gegenwart mit jenem ungeheuren Ernst, der Ver­antwortung fordert für ein jedes Wort, das aus unserem Munde geht, wieviel mehr aber erst für eine jede Tat, durch die das Leben anderer rnit- beftimmt wird. Ein Volk, das Gott ernst nimmt, weiß, daß es der gemeinsamen Buße be­darf. Wo der Wille zum Bußtag erlahmt, fehlt es am Ernst wirklichen Gottesglaubens. Gott läßt sich aber nicht als Nebensache behandeln. Er segnet nur den, der sich ihm zur Verantwortung stellt.

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lantons -Mhtig für SaarabstimmungSberech deren Eintragung in die Ab-

f Lni g besonders wichtige Wirtschaftsministerium ,auf bii h it; er Katholik van Isacker erhalten. Der be- :rQ'j.e katholische Abgeordnete van Cauwe- JWlh-t übernimmt das Ministerium für Mittel- tioniererr ..... ~ ' " " " l -!-irx-£1

3 rlin, 17. Nov. Der Reichswirtschaft s- niniifter hat in einem Schreiben an die Lan- b. 'Regierungen und die beteiligten Stellen der Wirt- sc mitgeteilt, daß dieselben Gründe, die ihn im Diiioicm Jahr im Interesse der Arbeitsbeschaffung müii Iahten, sich für eine ungestörte A b - miitl' ung des Weihnachtsgeschäftes eiquXtzen, auch in diesem Jahr vorliegen. Er hat dc!^r den Landesregierungen erneut zur Pflicht ge° mWi jeder Störung des Weihnachtsgeschäfts nach-

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Diile er die internationale Aufmerksamkeit auf gu lenken. Am 9. November 1932 war es als en Straßen Genfs ein blutiger Bürgerkrieg frL für den Nicole, mehr Kommumst als Sozial- krat, verantwortlich zeichnete. Man zeigte vi seitdem mit Fingern auf ihn, trotzdem wußte hi der nächsten Wahl einen Sieg daoonzutragen, n er nun sofort benutzte, um m Genf eine ristische Diktatur aufzunchten mit dem irülbnis, daß man in Genf ebenso wie in der

<t« besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß bilte Rekurse gegen die Entscheidung

3|oim ut a ren einzulegen sind. Diese müssen auf q!o! forgfältigste ausgefüllt werden.

Abstimmungsberechtigte läuft sonst Gefahr, dilhLer Rekurs wegen formeller Mängel ver- ttjoilf e n wird. Wem ein solches Formular nicht zi ID äugen ist, wende sich an den Vertrauensmann, d «t' rtsgruppe oder die Geschästsstelle des Bundes biii »aarvereine, Berlin SW 11, Stresemannstr. 42. T» «enannten Stellen sind auch bei der Ausfüllung bi st Formulare behilfich.

Ohne Genehmigung

1 kitte NSDAP.-Kundgebungen.

A rlin, 19. Nov. (DNB.) Der Reichspro - p ZgZ nbaleiter der NSDAP. D r. Goeb- b e: gibt bekannt: Jrn Einvernehmen mit dem Vertreter des Führers erlasse ich folgende An-

8'Mlmigt:

1 iburd) den zuständigen Ortsgruppen- I .ite r, wenn die Bedeutung der Veranstaltung nirjh rüber den Ortsgruppenbereich hinausgeht,

k ourch den Kreisleiter, wenn die Bedeu- turn der Veranstaltung über den Ortsgruppen- biü.iy hinausgeht, ...

I S iurd) den Gauleiter, wenn bie Deranstal- tnrj teine allgemeine politische Bedeutung für das G6w(=ebiet besitzt.

J1schlagartige Veranstaltung von 9! Sammlungen für ein Gebiet, das mehrere (Bi. e umfaßt, ist nur mit meiner Geneh - n igjung zulässig.

Ungestörtes Weihnachtsgeschäft

vor Gott. Das ist fein Sinn.

Auch dieser Vorgang ist darum ein Stück der Ueberwindung der Vereinzelung durch den neuen Gemeinschaftsgeist. Er entspricht damit gleichzeitig dem ursprünglichen Sinn des Bußtage Tages des Volkes und der G

___________________...

5^7; dtÄI-ch sntgegenzutreten. Es soll sowohl der unbe» eiEchtigte Verkauf von Weihnachtsgeschenken und mi CHWaumschmuck, als auch eine ungehinderte Wer- Vy brnj in den Formen und in dem Rahmen, wie sie M ty ar-jl -für Waren- und Kaufhäuser, Einheitspreis- W uni Filialgeschäfte sowie für nichtarische Betriebe

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^Schweiz" voller Schrecken dem Treiben Mannes zusah. Mit den Bnndesbehorden laa Dor h 'licUc dauernd im Streit. Eben erst mußte er sich . in paar deutliche Worte von Bern aus sagen jiihs, weil er den Saarseparatisten Braun be- föjLcürrigt hatte. Sein Hauptschlag sollte jedoch die 1 *H*ü ie i e Steuergesetzgebung werden, die er h D dachte, daß künftig nur noch ein paar wohl- Jmbe Bürger für alles aufzukommen haben, was k nit seinen Getreuen an Ausgaben beschließt.

desurteiles des Gerichtshofes nicht vollstreckt werden kann, da Matufchka österreichischer Staats­angehöriger ist und zur Zeit der Begehung des Attentates in Oesterreich keine Todesstrafe bestand. In feinem Plädoyer suchte der Verteidiger den Nachweis zu führen, daß Matufchka hochgradig geisteskrank fei. Gewinnsucht fei nicht der Beweggrund feiner Taten gewesen. Auch politische Absichten seien mit den Anschlägen nicht verbun­den gewesen.

lleue Entdeckungen am Sudpol.

Der Amerikaner Byrd, ein äußerst rühriger und ehrgeiziger Mann, der schon einmal den Atlantik im Flugzeug zu überqueren versuchte, ist seit Jahren dabei, das unbekannte Gebiet rund um den Südpol zu erforschen. Einiges wußte man von der Antarktis seit langem. Engländer und Norwegen hatten die Ränder vom Stillen, vom Atlantischen und vom Indischen Ozean her abgetastet. Expeditionen waren in das Innere aufgebrochen, man hatte Neuland entdeckt und die verschiedenen Gebirgszüge mit Namen versehen, aber die technischen Hilfsmittel reichten nicht aus, das gesamte Innere dieses un­bekannten Erdteils nach allen Richtungen hin auf­zuklären. Mit den Vorstößen zum Pol allein war es nicht getan, wenn auch die Expeditionen Amundsens und Shakletons bewunde­rungswürdige Leistungen darstellen. Byrd zog 1926 zunächst nach Spitzbergen, um hier überhaupt erst einmal die Bedingungen kennenzulernen, unter denen Polarforscher zu arbeiten haben. Er bediente sich sofort des Flugzeuges, mit dem er auch den Nordpol überquerte. Dann rüstete er feine Südpolexpedition aus, jedoch ganz groß­zügig, weil er wußte, daß mit kleinen Hilfsmitteln nicht allzuviel anzufangen ist. 1929 stieß er in das unerforschte Gebiet vor. Nicht weniger als 225 000 Quadratkilometer flog er ab, so daß er wertvolles Material von seinen zahlreichen Flügen mitbringen konnte. Aber damit gab er sich nicht zufrieden, wie­der zog er zum Südpol. Wieder ist er mit seinem Flugzeug unterwegs gewesen und hat, wie er jetzt berichtet, feftgefteüt, daß es am Südpol zwei Landmassen geben muß, die durch einen ver­eisten Kanal, der sich vom Wedell-Meer bis zum Roß-Meer hinzieht, vonein­ander getrenn tfinb. Beide Meere ragen tief in das Südpolargebiet hinein. Das König-Eduard-VH.- Land, Marie-Byrd-Land und die Berge der Ebfel- Ford-Kette bilden also entweder einen Teil einer Landmasse, die von der Königin-Maud-Kette und dem Südpol durch einen völlig mit Eis bedeckten Kanal getrennt sind, oder einzelne Inseln, die der Küste des antarktischen Festlandes vorgelagert

Seitdem der Nationalsozialismus die Führung in Deutschland übernahm, hat auch der Landes- Buß- undBettag eine neueBedeutung gewonnen. Das ist fast unbeachtet geblieben. Zum erstenmal tritt es am diesjährigen Bußtag in Er­scheinung. Er ist vom Feiertag einzelner deutscher Länder und Landeskirchen durcb Reichsgesetz vom 27. Februar 1934 zum gesetzlichen eoange- lischen Feiertag für das ganze Reichs­gebiet erhoben.

Bisher begingen die einzelnen Landeskirchen den Bußtag zu verschiedenen Zeiten. Das hatte seinen Grund in den einst so verschiedenen Schicksalen der einzelnen deutschen Länder. Anlaß zur Einrichtung eines Landes-Buß- und Bettages gab überall be­sondere Not, die gerade das einzelne Herrschafts­gebiet betraf. Mit der zunehmenden Einigung Deutschlands kam es auch schrittweise zur F e ft - legung des Bußtages auf einen für größere Ge­biete gemeinsamen Tag. So wurde im Jahre 1892 für Norddeutschland der Mittwoch vor dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, vor Totensonntag, als Bußtag festgelegt. Der Süden hielt an seinen überlieferten Tagen fest. Der Bußtag wurde hier zum Teil im aufblühenden Frühling gefeiert. Dem­gegenüber entsprach die Wahl eines Novem­ber t a g e s, der bereits im Blickfeld des ernsten Totengedenktages steht und gleichzeitig weniger Ab­lenkung erfährt als ein Frühlingstag, dem Sinn des Feiertages zweifellos auch äußerlich mehr.

Indem der Staat den Bußtag für das ganze Reichsgebiet als gesetzlichen Feiertag gleichzeitig auf einen Tag feftlegte, hat er ein wichtiges Anliegen der Kirche gefördert. Der Tag findet in­folgedessen ganz von selbst größere Bedeutung. Es ist, wenn man so sagen darf, schwerer als früher, an ihm vorbeizusehen. Er ist zu einer gesamtdeut­schen Angelegenheit geworden. An ihm gelten über­all besondere gesetzliche Vorschriften und Regeln, die zunächst rein äußerlich einer gewissen Stille und einem verhaltenen Ernst Raum schaffen wol­len. Der Unterschied zwischen'den immer wieder­holten Versuchen der Nachkriegszeit, den Bußtag

4. s Kreisbüros auf den amtlichen, von der W -----------!:m ---------- "

ontlii. ng: v v ,

veffentliche Versammlungen und Kundgebungen d-ßl! SDAP., all ihrer Gliederungen und aller an- g'Gossenen Verbände bedürfen der Geneh- rn-igun g d e s zuständigen Hoheitstra- g.iL , der ihre Durchführung im Einverneh- ir|r mit bem jeweiligen fßropaganba« entscheidet. Diese Veranstaltungen werden

ffllin! öffentliche Arbeiten und Landwirtschaft. Don ollii übrigen Ministern gehören drei der Liberalen ö,e eiiK unfc) eier der Katholischen Partei an.

. dlnettsbildung beauftragten Ministerpräsidenten ln p, £:t)i u n i s empfangen und der ihm vorgelegten r'0T 11 fterlifte seine Zustimmung gegeben. Im neuen .__hiett Theunis (Katholik) wird der bekannte V^Iibtde Finanzmann Francqui ein Ministe- w ttirlllf1 - ~ ......... " " '

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für den Weihnachtsverkauf seit langem üblich sind zum Beispiel durch Ausschmückung der Verkaufs­räume, Schaufenster und Waren mit Tanneli- bäumen, Tannengrün und Lametta sicher gestellt werden.

Oie Wimpelführung

bei Oienstfahrien der Wehrmacht.

Berlin, 19. Nov. (DNB.) Laut Verfügung desReichswehrrninisters führen Kraftfahr­zeuge der Wehrmacht bei Dienstfahrten folgende Ho­heitsabzeichen:

Wenn sich obersteWehrmachtsvorge- setzte, die eine Kommandoflagge bzw. das Rangabzeichen führen, in dem Wagen befinden, auf der linken Seite des Fahrzeuges die Kommando­flagge bzw. das Rangabzeichen, auf der rechten Seite einen dreieckigen Wimpel mit eingewebtem Wehrmachtshoheitszeichen.

Wenn sich Offiziere und Beamte im Of­fiziersrang im Wagen befinden, nur den Wimpel und zwar Heereskraftwagen einen feld­grauen Wimpel mit weißem Hoheitszeichen, Ma­rinekraftwagen einen blauen Wimpel mit gelbem Hoheitszeichen.

Kraftwagen, die im Truppenverband an Hebungen beteiligt sind, führen kein Hoheitszeichen.

Angehörige der Wehrmacht, die einen eigenen Kraftwagen besitzen, dürfen an diesem den feldgrauen bzw. blauen Wim­pel führen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsjustizkommissar Dr. Frank, der auf Ein­ladung der bulgarischen Landesuniversitat in Sofia weilt, wurde von König Boris in einftünbiger Audienz empfangen. Dr. Frank hat dem Minister­präsidenten Georgieff, der auch das Justizmini­sterium verwaltet, einen Besuch abgestattet und dem Regierungschef Grüße des Führers und Reichs­kanzlers überbracht. Dr. Frank schlug dem bulga­rischen Ministerpräsidenten u. a. einen Austausch von Rechtsstudenten zwischen Deutschlgnd und Bulgarien vor.

Die drei Außenminister der Kleinen Entente, Benesch, Jeftitsch und Titulescu, haben in Genf über die politische Lage verhandelt. Der südslawische Außenminister wird in einem Schreiben an den Völkerbund beantragen, die mit dem Mar­seiller Königsmord zusammenhängenden Fragen au[ die Tagesordnung der Ratstagung im I a n u a r zu fetzen. Die Kleine Entente hat sich über die pon Südflawien zu ergreifenden Schritte unter sich voll­ständig geeinigt. Vor einer Beschlußfassung sollen aber noch Besprechungen mit Laval stattfinden, da dieser eine Verstimmung Italiens zu vermeiden wünscht.

*

Die Trauerfeier für den verstorbenen ehemaligen Kardinalstaatssekretär G a f p a r r i wird in der Je­suitenkirche San Jgnazio in Rom stattfinden. Die Leiche wird in der Heimat des Verstorbenen bei­gesetzt werden. Da Gasparri Inhaber des An- nunziatordens und Mitglied der Königlichen Akademie war, machten der Präsident des Senates Federzoni, der Präsident der Königlichen Aka­demie Marconi und der Vizesekretär der Faschi­stischen Partei Mar picati Trauerbesuche. Die italienische Presse widmet dem verstorbenen Kardinal umfangreiche Nachrufe und hebt seine Bedeutung für das Zustandekommen der Aussöhnung zwischen dem italienischen Staat und dem Vatikan hervor. Todesstrafe gegenMatuschfa beantragt.

Der Matuschka-Prozeß in Budapest steht unmittelbar vor dem Abschluß. Der Oberstaatsan­walt begann seine Anklagerede mit der Schilderung des Attentates und ging auf den Lebenslauf des Angeklagten ein. Er hob hierbei die beiden Eisen­bahnanschläge bei Ansbach und Jüterbog besonders hervor. Der Angeklagte habe feine Taten mit vor- bedachter Absicht auf Die Herbeiführung eines Mas­senmordes gerichtet. Er beobachtete die Züae, besaß eisenbahntechnische Kenntnisse und suchte für seine Anschläge die gefährlichsten Punkte aus. Un­ter Hinweis auf das gerichtsärztliche Gutachten stellte der Oberstaatsanwalt fest, daß der Ange­klagte weder unter hypnotischem Einfluß noch unter Suggestion gehandelt habe. Es liege keine Stö­rung der Willensäußerungen, des Bewußtseins oder der Z u r e ch n u n g s f ä h i g k e i t bei ihm vor. Der Oberstaatsanwalt beantragte gegen Matufchka die Todesstrafe, die jedoch im Falle eines To-

Nis ju zteyen. ixis löian runoigi an, ouy vi« rt- Sej>|L(erung sich voraussichtlich noch in der kommen- r Ho^eri''Woche an Bern mit der Bitte um einen

-3 (t f d) u fc wenden würde. Falls aber Nicole a Q r -, weigere, irgendwelche Folgerungen aus W<eM'ei2Ibftimmun9 S" ziehen, so werde der Bundesrat ^Vorschuß ablehnen.

i, II *

n JAä Hion Nicole ist längst kein Unbekannter mehr, Ulfe Präsident des Genfer Kantons

m ga, 20. Nov. (DNB.) Bei der Durchführung dlls Wahlfeldzuges in Taschkent (Kaukasus) üjBits festgestellt, daß 64 v. H. der neuge- ,uni mir 11 e n Sowjetabgeordneten Anal - p;|(>dbeten sind. Ein weiterer Teil der neuen Ab- X- gii-oimeten besteht aus Großbauern und H 12 ft e r n und steht der Sowjetregie. /riir üiius feindlich gegenüber. Es steht fest, daß einige der Vorsitzenden von Sowfet- 1 'ompa en weder lesen noch schreiben fön«

h nnto.3n K r a s n o w o d s k war die Wahlbeteiligung *||J fyroad), daß von 600 Arbeitern nur

a 8« nn der Wahlurne erschienen sind. " fptere Priester und reiche Bauern wurden wegen a>ckib»lschewistischer Betätigung in Haft g e n a m« twer Die Wahlen sind für ungültig erklärt tige Gi n.

teitung des kaiserlichen Wagens verantwortlichen Beamten ermitteln soll. Der Gouverneur der Pro« vinz Guma, der Polizeichef und der Polizeidirektor von Guma wurden zu einer (Belbftrafe Der« urteilt, die 10 v. H. ihres Jahresgehalts beträgt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß aud) hohe Beamte in der Regierung zum Rücktritt gezwungen werden. Wie weiter bekannt wird, hat bei den letzten Manövern auch ein Soldat Harakiri begangen, da er fein Seitengewehr verloren hatte, das, wie alle Sachen der Soldaten, als persönliches Eigentum des Kaisers angesehen wird.

Auf den Galapagos -Inseln verdurstet.

Der FischdampferSanto Amaro" meldete funken- telegraphisch, daß er am Strand der Insel Mar» chona, die zur Galagagos-Gruppe (im Stillen Ozean, unterm Aequator) gehört, ein kleines Segel- boot bemerkt habe. Bei näherer Untersuchung habe die Besatzung des Fischdampfers eine männliche und eine weibliche Leiche gesunden. Da der Kops der männlichen Leiche bedeckt gewesen sei, fei an« scheinend der Mann zuerst gestorben. In einiger Entfernung habe die Leiche der Frau gelegen. Beide seien offenbar d e r b u r ft e t, ba bie kleine Insel ohne Trinkwasser sei unb selten besucht werbe. Bei ber Leiche sei ein beutscher Paß unb eine französische Erkennungskarte gefunben worben. Der Paß sei auf ben Namen Alfreb Rubolf Lorenz ausgestellt gewesen. Aus ber französischen Erken- , nungskarte schließe man, baß Lorenz sich zuletzt in Paris aufgehalten habe. Außerbem seien Briefe, bie ben Namen Margarete Wi11mer trugen gefun­ben worben. Wie ergänzenb aus Guayaquil (Ecua- bor) berichtet wirb, haben zwei Deutsche namens Rolf Blomberg unb Martin F o e g 1 i, bie am Enbe ber vergangenen Woche von ben Galapagos- Jnfeln nach Guayaquil zurückkehrten, ben bärtigen Behörben gemelbet, baß bie auf ber Galapagos- Jnfel Santa Maria lebenbe Baroneß Wagner- Wehrborn unb ihr Begleiter vermißt wür­ben. Ob bie Vermißten mit ben vom Fifchbampfer Santo Amaro" aufgefunbenen Toten ibentifd) finb, konnte bisher nicht festgestellt werben.

Eine in Los Angeles eingetroffene Funkmelbupg besagt, baß eine Erkennung ber beiben Leichen noch nicht möglich war. Beibe Leichen waren bereits stark verwest. Es besteht bie Möglichkeit, baß es sich um ben beutschen Forscher Arthur Wittman unb besten Frau Margarete hanbelt. In ber Nähe ber Leichen würbe ein Bünbel mit Kinberkleibung gefunben. Frau Wittman soll im Besitz von Kinber- fleibetn gewesen sein. Die Funkmelbung läßt aller« bings auch bie Möglichkeit offen, baß es sich um bie Leichen zweier Männer hanbele.

Gefängnis für eine verantwortungslose Autofahrerin.

In Königsberg ging jetzt etn Prozeß zu Enbe, ber in Ostpreußen außerorbentliches Aufsehen erregte. Ein Fräulein Ursula Gehlig, Tochter eines Kö­nigsberger Großkaufmanns, hatte mit ihrem Auto ben Architekten Z e l i n s k i, der ihr nachts mit bem Motorrab begeanet war, über fahren und ge­tötet. Die Leiche hatten Freunbe bes jungen Mäbchens, bie in einem nachfolgenden Auto bie Un­fallstelle passierten, auf das Gleis ber Straßenbahn gelegt, um den Einbruck zu erwecken, als fei Z. von der Straßenbahn überfahren worben. Das Gericht sprach Ursula Gehlig in erster Instanz frei, weil ihre Schulb nicht erwiesen sei. Der Staatsanwalt hatte selbst den Freispruch beantragt, doch legte der Oberstaatsanwalt Revision ein, weil sich gleich nad) ber Verhandlung erwies, daß der Sachverstänbige mißverstanben worben war. Die Bevölkerung in Königsberg war über ben Freispruch außerorbent- lich erregt, um so mehr, als sich Ursula Gehlig burch arrogantes Auftreten und burch ihr ganzes Gebaren äußerst unbeliebt gemacht hatte. Die Re- visionsinstanz wies bie Angelegenheit zu nochmali­ger Verhanblung zurück. Durch Vernehmung neuer Zeugen erwies sich jetzt, daß ber Unfall tatsächlich auf schwere Fahrlässigkeit ber G. zurück­zuführen war. Das Gericht verurteilte sie deshalb zu einem Jahr Gefängnis. In der Ur­teilsbegründung wies ber Richter darauf hin, daß die Angeklagte sich nicht aus freien Stücken habe bereit finden lasten, sich ber Witwe unb ber Waise ' bes Getöteten anzunehmen. Erst im Gerichtsurteil habe den Hinterbliebenen eine Entschäbigung zuge­sprochen werben müssen.

Eine einundfechzigjährige Taucherin.

Das Tauchen nach versunkenen Golbschiffen scheint in ber letzten Zeit epibemisch geworben zu sein. Immerhin verbient bas neueste Unternehmen bieser Art hinsichtlich ber Persönlichkeit bes Tauchers be- sonbere Beachtung: eine einunbsechzigjährige Frau Margaret Campbell Goobman hat an ber kanabischen Küste angeblich in geringer Tiefe auf bem Meeresboben bas Wrack des Scho­nersBrunswick" entbeckt, ber 1859 mit einer Golblabung von 100000 Pfund Sterling gesunken ist, und will nun nach diesem Schatze trotz ihres hohen Alters tauchen. Miß Goodman ist erst seit dem Weltkriegeim Fach". Sie war früher Angestellte eines großen Zeitungsverlags in Neuyork, stellte sich bann jeboch auf ben Taucherberuf um unb hatte ihren ersten großen Erfolg im Jahre 1917, als sie in ber Huronensee für 60 000 Pfunb Sterling Kupfer aus bem im Jahre 1865 gesunkenen SchiffeBewabic" heraufholte.

Wettervoraussage.

Don ben Azoren erstreckt sich ein kräftiger Hoch- bruckrücken über ben Kontinent nach Finnlanb. Er bleibt vorerst für unser Wetter weiter beftimmenb, so baß auch weiterhin mit bem Auftreten von Nachtfrösten gerechnet werben kann.

Aussichten für Mittwoch: Abgesehen von Nebelbilbung vielfach heiter unb trocken, nachts roieber Frost, schwache Luftbewegung.

Aussichten für Donnerstag: Fort­bauer ber vielfach nebligen, sonst aber trockenen Witterung mit Nachtfrost.

Lufttemperaturen am 19. November: mittags 5,8 Grab Celsius, abenbs 0,8 Grab; am 20. November: morgens 2,8 Grab. Maximum 7,0 Grab, Minimum 2,8 Grab. (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19 November: abenbs 4,1 Grab; am 20. November: morgens 2,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 0,2 Stunden.

Hauptschriftleirer: Dr Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'iche Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.