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184. Jahrgang

Itr. 272 Erstes Blatt

Dienstag, 20. November 1934

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Besprechungen. Amerika scheine zu glauben,

nald und Simon aber schienen diese Meinung nicht

Japan die Tatsache nicht außer acht lassen,

glischen 1 englischen

grüßt, und von vielen Gesichtern war eine gewisse I Freude abzulesen. Sie galt aber vielleicht vornehm-

gewurdigt ißerordent-

e

habe, könne

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Paris, den 18. November 1934.

Die Stunde, in der Flandin seine Regierungs-

Die Pressevertreter wurden ins Foreign Office gebeten, wo ein Ueberblick über den Stand der Flottenfraae gegeben wurde. Von japanischer Seite war eine Aufrechterhaltung des bisherigen Quoten- ystems von 5:5:3 von vornherein abgelehnt wor-

erklärung vor der französischen Kammer verlas, wird lange in Erinnerung bleiben; die politische Welt fühlte, daß man an einem Wendepunkt angelangt ist und fast alle freuten sich darüber. Die neue Regierung wurde jedenfalls freundlich be-

Das eigentliche Arbeitsprogramm der Regierung wurde viel weniger beachtet, als ihre Einstellung der Kammer gegenüber. Die sachlichen Fragen, um deretwillen die Staatsreform in den Hintergrund geschoben wurde, sind kaum gewürdigt worden. Dennoch ist ihre Bedeutung außerordent­lich groß. Das aktuellste Problem in Frankreich ist die Wirtschaftskrise. Man hat sich lange genug herumgedrückt, sie wirksam zu bekämpfen. Die Regierung Doumergue vernachlässigte die Wirt­schaftspolitik, Flandin wird sie fördern und seine

achtung bemerkt. In Wirklichkeit liquidiert er die Stimmung des 6. Februar und kehrt zu den alten politischen Methoden zurück. Die Kammer ist sagen die Optimisten durch da» Vergangene genug eingeschüchtert, um der Regie­rung keine Schwierigkeiten zu machen. Es ist also nicht mehr nötig, die öffentliche Meinung gegen sie zu mobilisieren und sie ständig mit der Auf­lösung zu bedrohen.

Das mag schon stimmen. Aber die Kräfte, die sich am 6. Februar entluden, sind noch immer vorhan­den. Und die rechtsstehende Opposition hat nicht abgerüstet. Denn sie ist überzeugt, daß Flandin, der von seinen Vorgängern dem Scheine nach alles übernahm bis auf die Formel des Burgfriedens, den entgegengesetzten Weg gehen wird als Doumergue. Darin mag etwas Ueber- treibung liegen. Die Regierung muß alle vor­handenen Kräfte in Rechenschaft ziehen, um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Zudem weiß sie wahrscheinlich auch, daß die Auflösung der rechtsstehenden Verbände und Organisationen eine Unmöglichkeit ist.

England hat sich dieser Auffassung nicht an- chließen können, schon weil im Washingtoner Ver-

vorgeschlagen, für alle drei Seemächte eine g e - m e i n s a m e obere Grenze für die Seerüstun­gen festzusetzen. Mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des britischen Weltreiches waren die Japaner ge­willt, zuzugestehen, daß Großbritannien den Spielraum zwischen seinem derzeitigen Flottenstand und der gedachten 'oberen Grenze im vollen Um- ange tatsächlich in Anspruch nahm, wäh­rend sich Japan mit dem theoretischen Z u- geständnis begnügen wollte. Gleichzeitig b e - tritt jedoch die japanische Abordnung den Ver­einigten Staaten den Anspruch auf eine Flotte von gleichem Umfange wie die der britischen.

Widerstände wachsen, aber das Neue ist nicht mehr aufzuhalten.

Dietrich hat nun als Beispiel für die Ausein­andersetzung mit der europäischen Philosophie die faschistische Staats- und Gesellschafts- Philosophie gewählt. Und zwar, weil sie in der Ueberwindung des schrankenlosen Individualismus einig ist mit dem nationalsozialistischen Denken, aber gerade darum zu Verwechselungen führt, da doch auch Unterschiede vorhanden find. Zunächst möchte ich freilich aus meiner Erfahrung bestätigen, daß es dem Faschismus mit jener Ueberwindung des schrankenlosen I ch s Ernst ist. Was dickleibiger Bücher und die Italiener schreiben ungeheuer viel! nicht so gut vermögen, vermag ein persönlicher Eindruck. Und in einem langen rein philosophischen Gespräch mit Mussolini wurde es dem Ver­fasser klar, daß dieser Führer des Faschismus wirk­lich die Nation als Grundlage der Ge­schichte und der neuen Gestaltung an= sieht. Aber ebenso klar wurde es ihm in der Aus­sprache mit ihm wie mit anderen faschistischen Füh­rern, daß der Romane einfach wesensgemäß nicht bis zur Konsequenz vordringt, sondern den Individualismus wieder an einem Schlupfloch hereinläßt. Er kann nicht zu der Idee der Gemeinschaft auf Leben und Tod vordringen, wie ihn die nordische Philosophie, aus der Tatsächlichkeit des Schicksals heraus, erarbeitet. Wir dürfen dem . Romanen deshalb nicht böse sein: es handelt, sich hier um die tiefsten volkhaften Unter­schiede, die zu klären sind.

So ist von Dietrich die Aufgabe klar umrissen: Klärung, Wertung, Neuschöpfung im philosophischen Denken. Alle Geistigen sind aufgerufen. Ein edler nicht mehr endender und versandender Wettstreit beginne!

Stunde in Anspruch, gab indessen wenig Hoffnung, in der Hauptstreitfrage zu einer baldigen Lösung zu gelangen. Die Unterredung wird fortgesetzt.

Die Enttäuschung in England.

Lteuert Amerika auf ein Sondcrabkommen mit England los?

London, 20. Nov, (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenblätter geben ihrer Enttäuschung über die japanische Antwort Ausdruck. Sie suchen sich aber mit der Erwartung zu trösten, daß die Be­sprechungen weitergehen würden.Daily Tele­graph" hofft, daß besonders die japanische Fi­nanzlage ein Gegengewicht gegen den japani­schen nationalen Stolz bilden werde. Die ameri­kanische Abordnung seisürdenAbbruchder

lich der Tatsache, daß man Doumergue man muß es brutal aussprechen los geworden ist . . .

Die Kammer fühlt die Freude zu leben", meinte jemand spöttisch. Während der Herrschaft Doumer- gues war man nicht nur aus geschaltet, son­dern von zwei Seiten ständig bedroht. Man fürchtete gleichzeitig die Revolte der Straße und die Kammerauflösung durch die Regierung. Es ist kein Wunder, daß man bei der Regierungserklärung Flandins nur auf eins achtete: auf die Stellungnahme der neuen Regie­rung der Kammer gegenüber. Und man nahm ohne Mucken sogar einige demütigende Mahnungen hin, nur weil die Regierung die unbedingte Aufrecht­erhaltung der Ordnung auf der Straße versprach und die Staatsreform praktisch verschob.

Flandin will vor allem die brennendsten Tages­fragen lösen und sich erst dann mit der reinen Poli­tik befassen. Das heißt, er hält die Staatsreform nicht für die Vorbedingung jeder positiven Arbeit; er gibt der Kammer eine letzte Mög- lichkei t", wie die Rechtspresse nicht ohne Ver-

schehen an Hegel, für die Grunderkenntnis der Welt und des Wirkens, besonders auch des Hero­ischen, an Nietzsche orientiert ist. In der Aus­einandersetzung mit ihnen und der Weiterführung ihrer Gedanken auf dem gewaltigen Hintergrund unserer Zeit wird die wesentliche Arbeit für die nächsten Jahre bestehen.

Dietrich wies auf einen Philosophen hin, der zwar nicht so bekannt ist, aber gerade in seiner stillen Gelehrtenarbeit Maßgebendes zur Zeit sagte. Es ist Johannes R e h m k e, der bis vor kurzem in Greifswald wirkte und einmal aussprach:Jeder Mensch ist zwar Einziges, aber nicht E i n z e l w e s e n". Hier liegt der Kern: der Mensch ist nicht ein philosophisches Objekt, isoliert von der übrigen Welt, sondern eingebettet, gespeist, gedank­lich, rassisch, ethisch geformt von der G e- m e i n s ch a f t. Er ist überhaupt keinWesen" für sich, sondern er hat seinWcken" durch die Gesamt­heit, durch das Univerfalistische, wie es Dietrich nannte. Dietrich hat unterschieden zwischen der Freiheit des Jndividiums, das, nach der früher vielfach geltenden Philosophie, glaubt, handeln zu dürfen, wie es will, selbst wenn es gegen das Volk gerichtet ist, und der Freiheit der schöpferischen P e r f o n l i ch k e i t, die dem Ganzen der ihn tragendenuniversalistischen" Gemeinschaft dienen will und innerhalb dieser richtigen Grenze durchaus Schaffens- und Hand­lungsfreiheit hat. An dieser Formulierung wird der Unterschied des heutigen Denkens zur indivi­dualistischen Philosophie besonders einprägsam.

Dietrich hat die großen Umrifse für die Arbeit der Geistigen in Deutfchland gezeigt, aber er hat noch manche Aufgabe offen gelassen. So finden wir bei näherem Nachdenken über feine Grundbegriffe, daß da noch die Tatsache einer kleineren Gemein­schaft vorhanden ist, der Familie nämlich, die gerade im nationalsozialistischen Denken des Zu­

fälligen entkleidet, Gegenstand der Philosophie wer­den und mit volklicher Verantwortung b e l a st e t werden soll. Wie Familie und Volk, kleinste universalistische Zelle und die naturhaft- schöpferisch-tragende Gemeinschaft der Volksgesamt- heit ineinandergreifen und zusammen­wirken sollen, das wird Gegenstand ganz be- fonderer Sorgfalt der kommenden philosophischen Arbeit sein müssen.

Dietrich hat und damit kommen wir auf einen zweiten wesentlichen Punkt seiner Rede mit der Nennung Rehmkes einen glücklichen Griff getan. Rehmke ist nämlich durch den Philosophen der Uni­versität Sofia (derzeitigem bulgarischen Gesandten in Rußland) in dem uns befreundeten Bulga­rien der Inbegriff deutscher Philosophie gewor­den und ich hatte noch vor einem Jahre Gelegen­heit, mich mit diesem Rehmkeschüler, dem Professor Michaltschefs, darüber auszutauschen. Was das heißt, können wir erst ganz ermessen, wenn wir wissen, daß uns Bulgarien ganz besonderes Verständnis entgegenbringt. In einem Buche wie dem von Dr. Dimitri P o p o f f (kürzlich deutsch erschienen)Germanismus und Zivilisation" tritt uns ein so leidenschaftliches Verständnis für die deutsche Philosophie und ihre Wandlungen ent­gegen, daß wir gewiß sind, die Gedanken Dietrichs werden alsbald in Bulgarien, und dadurch ver­mittelt, in anderen Ländern verstanden werden und so' zu dem von Dietrich ganz deutlich aufgezeig­ten Ziele führen: deutsche Philosophie und die der anderen Länder werden bei aller volklich-charakter- lichen Verschiedenheit in fruchtbarer Ge­meinschaft zusammenarbeiten. Die Stunde dafür ist gekommen. Und wenn der Pra­ger Kongreß tatsächlich, wie Dietrich sagte, mehr das Durcheinander als eine neue klare Linie zeigte, so wies er doch die Stelle auf, an der wir letzt stehen: Altes stürzt, Neues klart sich,

Sowjetrußland in Wladiwostok 25 Uboote Weitere 25 Uboote seien im Bau. Ebenso

pnenüber besonders.

Die beiden Reden sind ein weithin leuchtendes ; nal zum Aufbruch aller Geistigen in Deutschland, um sich noch viel mehr als bisher aus den oft vlksfernen Stätten der geistigen Arbeit aufzu- nichen und am großen Werke mitzuarbeiten, dessen j fimturen immer mehr sichtbar werden. Göring hat | ix-n derjuristischen Askese" gesprochen, die fern Di n wirklichen Leben und Empfinden des Volkes in Tütteleien auszuarten droht und die jetzt nicht mlhr am Platze fei. Vielmehr sollen neue gei- jt g e Schöpfungen entstehen, die das Rechts- mnihl des Volkes selbst einbauen in das große, nur w Rechtssicherheit beruhende Werk des deutschen % ues. Und das Ziel ist, daß d a s D o l k in enger üirbunbenbcit mit dem Führer sich s e l b st die l^etze gibt und die Juristen sie im rechten Ver- ftmdnis' für das Volksganze und sein Lebensrecht oisfübren. Die Völker, so entwickelte Göring weiter, lirä) das Primäre, und sie tragen ihr ungeschrie- btnes Keckst im Herzen. DieBlutartgleichen" o nannte er die wirklich zu einem Volk Gehörigen - haben ein solches gemeinsames Rechtsempfinden u-L verstehen es. Ein Südseeinsulaner wird das Nichtsempfinden eines Deutschen nicht im Wesen vi'stehen können.

Hier sind die Grundsätze für eine Rechts- p, ilosophie gegeben, wie sie zur Erneuerung bx3 deutschen Rechtes durch die zusammengefaßte 21 beit aller in der Rechtsakademie tätigen Kräfte fieren kann und soll. Die Rechtsphilosophie ist ein nichtiger und heute vielleicht der lebendigste Teil bv Philosophie überhaupt. Der Prager Philo- [ phenkongreh, auf den Otto Dietrich mehr- jcSH hmgewiesen und den der Verfasser dieser Zei- ln, zum Teil in die Debatte eingreifend, mitgemacht bC zeigte das deutlich. Alle Philosophie sucht heute, utfter dem großen Geschehen der Wandlung in allen Wern, nach neuen Grundlagen, nach Normen, )'i nicht aus dem abstrakten Denken eines Einzel- qinims geboren sind, sondern in einerGanz- p i t" höherer Ordnung, als es der einzelne i'i verankert sind.

Dietrich hat den Weg von der theoretischen Phi- IvLphie zur L e d e n s p h i l o s o p h i e aufgezeich- lili Heute kann und darf es keine Philosophie mehr «neu die an den Tatsachen vorbeigeht und die dseignisse, die der Gegenwart Gestalt aufprägen, ac tlos übersieht. Wir denken an die Anekdote, die ntn Hegel erzählt wird: ein Gelehrter sagt zu Jim Philosophen, er kenne Tatsachen, die Hegels L ilosophie widersprechen. Und da habe Hegel ge- arlroortet* ,11m so schlimmer für die Tatsachen . taget der als Staatsphilosoph große Bedeutung br unb und heute mit Recht viel gilt, hat übrigens ie'Dft nicht nach seinem Wort gehandelt, er hat viel- nlhr die Tatsachen und er kannte deren uner- mlßlich viele berücksichtigt; er wollte wohl nur eine Philosophie verspotten, die a u r auf Tatsachen urD gar nichts auf Ideen gibt, also die Grundlage k<. materialistischen Zeitalters bildete. .

Heute, und das bildet den roten Faden m Dieb ricjQS Rede, erkennen wir mehr denn je das unge- miin reizvolle Ineinander und ? i e W e ch s e i - vurkung zwischen Tat und Id e e, Jo e ii ib Tat. Was jetzt in Deutschland geschieht, ist ntn einem logisch nicht völlig beg^ünbbaren Tat- unb ^dbensmiUen herzuleiten, es bebarf also einer Le= stnsphilosophie in der Art, wie sie Nietzsche ge- ictnffen hat, der das Ueberlogische, Elementare, aus li.fen Tiefen und Ursprüngen Hervorkommende zur luftigen Gestalt werden ließ. Aber es liegt diesem stickigen Geschehen doch eine Idee zugrunde, . | kren Herausarbeitung die Aufgabe der Philosophie k:* kommenden Zeit ist und die durch die Tat,

trag d i e amerikanische der en Flotte gleichgestellt war. Die ~ , Vorschläge liefen im wesentlichen darauf hinaus, daß sich die beteiligten Mächte gegenseitig den Anspruch auf ein gleiches Maß von S i ch e r h e i t zugestehen, daß man sich aber trotz­dem über den Umfang der einzelnen Flotten unter­einander verständigt, mindestens in der Form, daß jede der Seemächte ihr Bauprogramm auf mehrere Jahre hinaus selbständig festlegt und den anderen Teilnehmern der Vereinbarung zur Kenntnis bringt.

)i politische Neuschöpfung immer neu g e - pe i ft, geklärt, angefeuert wird.

Dabei dürfen, wie Dietrich hervorhob, die großen H Lanken eines Kant nicht fehlen, soweit wie 'ömlich Kant den Individualismus überwand und iLieJdee der auf ethischen Grundsätzen beruhenden tz meinschaft vorstieß. Sein WortHandle ) daß die Maxime deines Willens das Prinzip (irsr allgemeinen Gesetzgebung sein könnte", ist ein iEeätroort für unsere Zeit. Kurz ausgedrückt muß diio die heutige Philosophie in einer Richtung m-ter vorstoßen, die für die Aufstellung von Nor- an Kant, für das staatlich-politische Ge-

Diese Vorschläge sind nunmehr von Japan ab­gelehnt worden. In englischen Kreisen wird jedoch darauf hingewiesen, daß im Washingtoner Vertrag außer der Begrenzung des Umfanges der Flotten noch einige Bestimmungen enthalten sind, die für Großbritannien Interesse haben. Es han­delt sich vor allen Dingen um die Abmachungen, durch die sowohl die Größe wie auch die Bestückung der einzelnen Schiffsklas- en nach oben begrenzt wird, sowie den Ar­tikel, der die B e f e ft i g u n g b e ft i m m t e r Punkte um den Stillen Ozean herum verbietet. Man hofft, hier mit den Japanern zu einer Einigung kommen zu können und wird schon deshalb die Verhandlungen fort­setzen. Noch Montag abend hatte der Staats­sekretär des Auswärtigen eine Besprechung mit dem japanischen Botschafter. Sie nahm über eine

Japan lehnt den britischen Flottenvorschlag ab

Oie Gleichberechtigungsforderung wird unverändert aufrechterhalten.

Sie geistigen Grundlagen des neuen Deutschlands.

23on Lans r arfmann.

yn der vergangenen Woche haben wir zwei Er­eignisse erlebt, die für das geistige Gesicht des nwen Deutschland von Bedeutung sind: die Ia = jing der Akademie für deutsches Recht rt der programmatischen Rede Görings und 3 KölnerUniversitätsrede Dietrichs, lj- war ein Zusammentreffen von sinnbildlichem üert. Und dieser Wert liegt in erster Linie in dem limeinfamen Bekenntnis zur geistig-organischen lifbauafbeit, nachdem, wie Göring besonders de­llte, Adolf Hitler die Epoche der Revolution für ^geschlossen erklärt und dem ruhigen organischen kfbgu nach den Gesetzen des neuen nationalsozia- v ischen Deutschland Raum eröffnet hat.

,Ruhig" ... damit meinen wir nun ganz und gar Acht, daß das in Bewegung geratene deutsche Volk nm wieder in die Gleichgültigkeit vergangener Zei­len zurücksinken soll. Im Gegenteil: die Bewe­gung soll sich vielmehr noch ausdehnen, und ßr ar auf Gebiete, wo bisher wegen der zunächst d ngend nötigen äußeren Aufbauarbeit noch Der» chttnismäßige' Ruhe herrschte: bei der g e i ft i g e n Grundlegung der neuen Rechtsgestal- t n g im Volke und darüber hinaus bei der ilosophischenSelbftbesinnung; denn d se ziemt sich für das Volk der Dichter und Den- ki gerade dem umwandelnden Geschehen der Zeit

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j lung Sowjetrußlands im Fernen Osten hin.

Don unterrichteter japanischer Seite verlaute, daß

Wird Flandin durchhatten?

Frankreich kehrt zu den alten Methoden zurück. Das Parlament atmet auf.

Äon unserem P.-Äerichierstaiter.

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den Als Grundlage einer künftigen Vereinbarung daß Japan eine aernunstigere Haltung zeigen und gleichzeitig als Voraussetzung hatten die Ja- wurde wenn es iahe, daß Grotzbritanmen und Ame- paner zwei Formeln vorqebracht, nämlich erstens rt^ ol;n^JJapan Plane au5arbcitcten. Macdo- Ausfchluß jeden Angriffes und jeder n"'d "'*/

Bedrohung, und zweitens v ° l l i g e G l e i ch - Zu vertreten. -Morn.ng Poft weift auf die Stel- tellung mit den anderen beiden Mach-i t e n im Hinblick auf die nationale Sicherheit. Im Verlaufe der Besprechungen hatte die japanische Ab­ordnung, von diesen Vorausseßungen ausgehend,

London, 19. Nov. (DNB.) Der japanische Botschafter hat Montag abend dem Staats- ekretär des Auswärtigen die Antwort der japanischen Regierung zu den englischen Vorschlägen zur Flottenfrage überreicht. Die Ant­wort ist in einem sehr höflichen, aber bestimmten Tone abgefaßt. Sie ist völlig negativ. Japan wünscht nicht eine Flotte, die so groß ist, wie sie etwa die Bedürfnisse des britischen Weltreiches er­fordern Aber die japanische Regierung will, daß man auchJapan das Recht zugesteht, un­ter Umständen seine Flotte durch Neubauten b i s a u f den gleichen Umfang zu bringen.

daß die Sowjetflotte zum größten Teil aus Mi­nenlegern bestehe. Infolgedessen hätten die Ja­paner Präsident Roosevelts Annäherung an Sowjetrußland mit der größten Sorge beobachtet.

Sowjetruh!ands militärischeBorbereitungeninOst-Asien

London, 20. Nov. (DNB. Funkspruch.) Ein Sonderberichterstatter derMorning Post" meldet, er habe auf einer Bahnfahrt zwischen Irkutsk und Chabarowsk bei jeder Station Flugzeugschuppen mit vielen Flug­zeugen gesehen. Die Anzahl der Schuppen habe sich seit einem Jahr verdoppelt. Alles deute darauf hin, daß Sowjetrußland auf einen A n - griff an seiner asiatischen Küste durch­aus vorbereitet sei. Der Oberbefehlshaber der Sowjetstreitkräfte im Fernen Osten, General Blü­cher, sei letzte Woche von einer Besichtigungsfahrt aller dortigen Sowjetftreitkräfte zurückgekehrt. Er sei mit der Verfassung der Soldaten sehr zufrieden. Eine Exchange-Meldung aus Charbin erwähnt die Beförderung starker Truppenmas- s e n und großer Mengen von Kriegsmaterial aus dem inneren Sowjetrußland nach dem Fernen Osten.