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Der Tag der deutschen Schule
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Sonntag, 23. Sept. 1934,10V2 Uhr
Schüler-Vortrag
WtinnnnflöetlBflflnet und fiarofledeöflüer des Kreises (Sieben.
Die Anmeldung zur Gesellenprüfung findet beim Jnnungöführer H. Ivies, Gießen, Horst-Wessel»
tiker stoßen sich oft an kleinen, nebensächlichen Dingen und sehen nicht die ungeheueren Leistungen unserer Regierung. Jetzt gehen alle B e st re- bungen darauf hinaus,vor allem der Wirtschaft zu helfen. Hier müsse jede Gemeinde mithelfen und Arbeitsmöglichkeitschaffen helfen. Unsere Gesetzgebung auf dem Gebiete der Verwaltung und der Finanzen werde demnächst ein neues Gesicht erhalten. Neue Gebietsgrenzen, Reichsgaue, werden festgelegt, dann wird eine Verteilung der Aufgaben kommen und danach eine Verteilung der Mittel, um diese Aufgaben durchführen zu können. Der alte Traum der Neichswerdung, e i n Führer, e i n Volk, e i n Reich wird in Erfüllung gehen. Was früher 1813, 1848 und auch Bismarck nicht gelang, unser Führer wird es uns geben. Wie groß ist, daran gesehen, sein Werk! Auch eine neue Reichsgemeindeordnung werde demnächst erlassen werden. Das Füh- rerprinüp, die Selbstverwaltung im echt nationalsozialistischen Sinn und Geist werde darin verankert. Die Aufgabe der Aufsichtsbehörde im neuen Gemeindeverwaltungsgesetz sei, die Gemeinden zusammenzufassen und auf das große Ganze zu lenken. Die wichtigste Aufgabe sei eine Neuordnung der Finanzen, eine Vereinheitlichung und damit Verbilligung. Im Steuergestrüpp findet sich oft der Fachmann nicht mehr zurecht. Ein Steuerbescheid, eine Steuerstelle für alle Arten von Reichs-, Staats- und Gemeindesteuern sei das Ziel. Die Steuern müßten tragbar sein. Der unglückselige Finanzausgleich werde verschwinden. Auch die kleinen Gemeinden würden berücksichtigt bei der neuen Reform. Sauberkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit werde im neuen Steuerprogramm herrschen. Eine kommunalpolitische Schulung der Leiter von Gemeindeverwaltungen werde überall durchgeführt werden. Mit einem warmherzigen Appell an bie Gemeinden zur Mithilfe bei dem großen Aufbauwerk schloß der Referent seine hochinteressanten Ausführungen, die Zeugnis davon ablegten, mit welcher Kraft bei der Reichsregierung und dem Deutschen Gemeindetag gearbeitet wird an der Neugestaltung der kommunalen Verwaltung.
Der Vorsitzende, Bürgermeister Menget, dankte namens der Versammlung und schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer die Tagung.
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Vor allem muß für Aufklärung und Belehrung der Bevölkerung gesorgt werden. Oft geschieht eine Beschädigung der Pflanzen und Tierwelt nur aus Unverstand. Die einzelnen Tiere und Pflanzen, die unter Schutz gestellt sind, wurden benannt.' Auch für die Erhaltung unserer sonstigen Naturschönheiten, Bäume, Felsgruppen, Gewässer, Schutzhecken u. dgl. muß gesorgt werden. Unser charakteristisches Vogelsberger Landschaftsbild muß erhalten bleiben, bei kommender Feldbereinigung ist darauf zu achten. Der Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen und die Mitwirkung der Bürgermeister und Gemeindeverwaltungen versprochen.
Reg.-Assessor D e n z e r sprach über Arbeitsbeschaffung, Notstandsarbeiten, Verleihung der Ehrenkreuze, Zuschüsse der Brandversicherungskammer für Motorspritzen.
Kreisdirektor Z ü r tz richtete an die Versammlung von echtem nationalsozialistischem Geist erfüllte Worte. Er empfahl 'Mitwirkung bei der Hebung der Schafzucht im Vogelsberg. Er sprach dann weiter über den Schriftverkehr und über die Stellung des Bürgermeisters und Gemeinderats im neuen Staat.
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Y Mainzlar, 18. Sept. Am vergangenen Sonntag fand im Saale der Wirtschaft M u l l e r die Feier des F e st e s der deutschen Schule statt. Um 15.30 Uhr begann die Veranstaltung mit einem Umzuge der beiden Schulklassen durch den Ort unter Führung von Lehrer Nicko- l a i. Die Begrüßungsansprache hielt ebenfalls Lehrer Nickolai. Er schilderte den Zweck der ganzen Veranstaltung und ging dann auf die deutschen Schulen im Auslande über. Hier unterstrich er tn klaren Worten die Bedeutung derselben für unser gesamtes Deutschtum und zeigte an Hand von statistischem Material, wie diese Schulen, durch ungeheure Terrormahnahmen niedergehalten, einen schweren Kampf um ihr Dasein führen und auch teilweise zahlenmäßig zurückgehen. Dann wechse ien Gedichte und Weihesprüche der beiden Schulklassen miteinander ab, wonach die Versammelten gemeinsam das Horst-Wessel-Lied sangen Die Schlußansprache des Lehrers rief alle Anwesenden zur weiteren Mitarbeit auf und klang in einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer aus. Mit dem Gesang des Deutschlandliedes fand die Feier dann ihren Abschluß.
Y Nonnenroth, 18. Sept. Die hiesige Schule gestaltete den Tag des deutschen Volkstums zu einer eindrucksvollen Feier für die ganze Gemeinde. Unter Führung ihres Lehrers zogen die Schulkinder mit ihren blauen Wimpeln am frühen Nachmittag durch die Dorfstraßen, um durch frisch-frohe Marschlieder und Aufsagen von volksdeutschen Sinnsprüchen Eltern und Angehörige zum Fest der deutschen Schule einzuladen. Im Schatten der weitausladenden Krone unserer Jahrhunderte alten Schullinde versammelte sich alsdann die ganze Gemeinde und folgte mit gespannter Aufmerksamkeit den Darbietungen der Kinder. Volksdeutsche Gedichte, Sprechchöre und Lieder, in die Ansprache des Lehrers sinnvoll Ungeordnet, fanden starken Wiederhall in den Herzen der Zuhörer. Gestützt auf sehr eindringlich redende Zahlen entwarf der Redner Lehrer P l o ch vor allem den Kindern ein anschauliches Bild von der geistig- seelischen Not der deutschen Brüder im Ausland
Inzwischen war der Geschäftsführer der Landes dienststelle Hessen, Hessen-Nassau, Dr. G ö b (Frank- furt), erschienen, der ein ausführliches Referat er- stattete. Zunächst sprach er über den Aufbau und die Stellung desDeutschenGemeindetags, der durch das Reichsgesetz vom 15. Dezember 1933 eine neue Rechtsgrundlage erhalten hat. Die vielen früheren Verbände, die oft gegeneinander regierten, find weggefallen, alles, Stadt und Land, find vereint und sollen sich zusammenfinden zur Ueberwin- düng der gemeinsamen Not. Der Gemeindetaa ist für die Gemeinden da, nicht umgekehrt. Die Landesdienststelle Hessen-Hessen-Nassau vereint 3400 Gemeinden. Der Blick ist über die Kirchturmspitze der Einzelgemeinde hinaus auf das Wohl des Ganzen zu richten. Der Redner wies auf die katastrophalen Verhältnisse in den Gemeinden vor dem Umschwung hin und zeigte, welche große Besserung schon in den anderthalb Jahren durch die Regierung erzielt worden sei. (Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Umschuldung u. a.) Nörgler und Kri-
00 Schotten, 17. Sept. Im Rathaussaal zu Schotten fand eine Versammlung des K r e i s v e r - bandes Schotten des Deutschen Gemeindetags statt. Vom Kreisamt waren Kreisdirektor Z ü r tz , Reg.-Assessor D e n z e r , Verw.- Jnspektor Müller und Verw.-Obersekretär Alles erschienen, ferner Oberreallehrer Buß.
Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kreisverbandes, Bürgermeister M e n g e l (Schotten), wurde zunächst eine Reihe von wichtigen Verfügungen des Deutschen Gemeindetags, Landesdienststelle Hessen-Nassau, bekanntgegeben. Der Hessische Gemeindetag ist nunmehr in die Landesdienststelle Hessen - Hessen-Nassau, Sitz Frankfurt, eingegliedert worden.
Kre-iskommunalfachberater Buß (Schotten) hielt dann einen von echter Heimatliebe getragenen Portraa über Naturschutz. An Hand des Hess. Naturschutzgesetzes vom 14. Oktober 1931 erklärte der Redner den organisatorischen Aufbau der Stellen, denen der Naturschutz übertragen ist. Hessen ist in zehn Bezirke geteilt, Oberhessen in Bezirk Vogelsberg, südliche Wetterau, nördliche Wetterau, Taunus, Gießener Becken, nördlichen Vogelsberg. Die Leitung der Bezirke haben Obmänner, die Unterstützung von weiteren sachkundigen Personen, den Forstämtern usw. finden. Auch die Gemeindeverwal-
Lanvkreis Gießen.
» Alten-Buseck, 17. Sept. Am vergangenen Sonntag wurde der Tag der deutschen Schule in einer Abendveranstaltung im Saal von Ph. E i n h ä u s e r gefeiert. Die gesamte Leitung lag in Händen der hiesigen Lehrerin Frau Sarg. Ein reichhaltiges Programm gestaltete den Abend, der unter dem Motto stand „Volk will zu Volk". Die Schulkinder trugen Gedichte und Lieder vor. Mandolinenklub, Männergesangoerein und Frauenchor brachten Volks- und Vaterlandsliader zu Gehör. Der Turnverein stellte mehrere lebende Bilder. Alles Dargebotene zeugte von großer Liebe zur Sache und wurde begeistert ausgenommen. Im zweiten Teil der Feier hielt Frau Sarg die Festrede. Ihre Ausführungen boten ein klares Bild über die Entstehung des Auslandsdeutschtums. Sie zeigte die Nöte und Schwierigkeiten, mit denen unsere Brüder in fremden Landen um die Erhaltung ihres Deutschtums zu kämpfen haben, von weich' großer Bedeutung ihre Erhaltung für unser Volk und Vaterland ist. Sie forderte alle Besucher auf, den VDA. tatkräftig zu unterstützen, in dessen Händen die Betreuung der Ausländsdeutschen liegt. Der starke Beifall brachte der Rednerin den Dank der aufmerksamen Zuhörer zum Ausdruck. Mit dem Horst-Wessel- und dem Deutschland-Lied wurde die Feier, die einen außerordentlich guten Besuch aufzuweisen hatte, beendet.
(U Lollar, 17. Sept. Der Ta g d er deutschen Schule wurde gestern hier in schönster Weise gefeiert. Leider konnte die Feier des ungünstigen Wetters wegen nicht, wie beabsichtigt, auf dem Sportplatz stattfinden, sondern wurde im Saalbau des Gasthauses „Zur Linde" abgehalten, tote gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung für das Deutschtum im Ausland. Nach einem schneidigen Marsch der SA.-Kapelle (Dir. Kuhl) sang der Schulchor unter Leitung von Lehrer Eberle „Frisch auf, Germanenblut!" Es folgte ein von einer Schülerin der zweiten Klaffe (Lehrer: Jacobi) vorgetraaenes Gedicht „Deutschland, heil'ger Name" von Hoffmann von Fallersleben, woran sich ein Sprechchor der ersten Klasse (Lehrer: Schieserstein) schloß, in dem zu Anfang auch der Toten des Weltkriegs gedacht wurde. Die Musik schaltete an der davon handelnden Stelle das Lied vom guten Kameraden ein, wobei die Versammlung den Gefallenen eine Minute stillen Gedenkens widmete. Nach einem Lied („Zu Straßburg auf der Schanz") und einem Gedicht („Deutschland, heil'ger Name", von Hoffmann von Fallersleben) der zweiten Klasse (Lehrer: Jacobi) fang der Turn- und Gesangverein (Vors.: Harbusch, Dir.: Lehrer Eberle) die Chöre „Mahnung^ („Nun schweige jeder von seinem Leid") von Heinrichs und „Deutschland, heil- ger Name" von W. v. Baußnern. Dann hielt der Stellvertreter des Rektors, Lehrer Jacobi, eine Ansprache, in der er die Bedeutung des Tages würdigte und ein anschauliches Bild des Deutschtums im Auslande entwarf. Er gedachte besonders der deutschen Brüder an der Saar. Nach einem weiteren Lied des Turn- und Gesangvereins („Wie's dabeim war", von Wohlgemuth) trug jede einzelne Schulklasse ihr Teil zur Festfolge bei, durch Gedichte, Gesänge, Sprechchöre usw. Besonderen Anklang fanden der Reigen der vierten Klasse (Lehrer Müller), die Gedichte der fünften Klasse (Lehrer Fenchel), die Lieder der sechsten Klasse (Lehrer Eberle) und die Spiele der Kleinsten (7. und 8. Klasse, Lehrer Philippi). Auch das von Turnerinnen unter Leitung von Tumwart A g e l vor- gefüfjrte Keulenschwingen fand verdienten Beifall. Die Darbietungen der SA.-Kapelle trugen wesentlich zur Verschönerung der Feier bei. Mit einem Treuebekenntnis zu Vaterland und Führer (Sprechchor der 5. Klasse) und dem Gesang des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes klang die erhebende .Feier aus.
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und dem Kampf um die Existenz ihrer deutschen Schulen. Kindern und Erwachsenen sollte zum Bewußtsein gebracht werden, wie geborgen wir Reichsdeutsche hinter dem Zaun des Reiches leben, die wir den Kampf nicht zu kämpfen brauchen um deutsche Sprache, deutsche Sitte und deutsches Fuhlen und Denken. Tiefste Dankbarkeit der Vorsehung gegenüber, die uns begnadete, als Deutsche hinter den schützenden Reichsgrenzen leben zu dürfen — und eine unabdingbare Verpflichtung aller Volksgenossen zu schicksalhafter Zusammengehörigkeit nut den 35 Millionen Auslandsdeutscher: Dies muh der Ertrag des Tages des deutschen Volkstums 1934 werden. Deutsches Volkstum wird nicht untergehen, wenn der Wille zu blutsmäßiger Verbundenheit mit allen Deutschen, wo sie auch wohnen eine lebendige Macht in uns wird. In diese Mahnung ließ der Redner seine Festansprache ausklmgen. Nach der Feier blieb die Gemeinde noch eine Weile unter der Linde versammelt, um einige packende Schilderungen vom Leben der Ausländsdeutschen in den verschiedensten Teilen der Welt entgegenzunehmen. .
<x Bellersheim, 18. Sept. Anläßlich des Jugendfestes veranstaltete die hiesige Jugend unter dem Vorantritt einer Musikkapelle des Jungvolkes einen Umzug durch das Dorf, um sich dann, gezwungen durch das Eintreten schlechten Wetters, im Saale Angermüller zu treffen. Hier begrüßte der Schulleiter Lehrer Philipp alle Teilnehmer. In feiner Ansprache gedachte er besonders der deutschen Kinder außerhalb der Grenzen. Sehr interessant waren seine Ausführungen über die deutschen Ansiedlungen und das Schulwesen im Auslande. Das anschließend vorgeführte Stück „Der Riese und der Schäferjunge" paßte sehr gut in unsere Zelt und fand großen Beifall. Lieder und Gedichte sorgten für weitere Abwechslung. Die Kleinsten unter Führung von Lehrer Krämer trugen durch Lieder, Zwiegespräche und durch die Aufführung eines lustigen Stückes zur Erheiterung bei. Bürgermeister Hermann M 0 0 g dankte am Schluß den beiden Lehrern und allen Beteiligten auch im Namen aller Anwesenden für die schönen Stunden. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer Adolf Hitler und mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes fand die Feier ihr Ende.
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