des Vertrages von Trianon zu Zweideutigkeiten Anlaß geben könne, daß aber der englische Wortlaut ausdrücklich von „sämtlichen Mitgliedern des ehemaligen Herrscherhauses gehörenden Besitzungen" spreche. Erzherzog Josef will jedoch nur den in Streitfällen allein gültigen französischen Wortlaut gelten lassen, so daß Paul-Boncour zu dem politischen Beweismittel greift, daß die Enteignung der österreichischen Erzherzöge eine „Sanktion" für die persönliche Verantwortung der Habsburger Dyna- stie am Weltkrieg darstelle. Außerdem bestreitet er die Zuständigkeit des Schiedsgerichts für die Klage des Erzherzogs. Das Schiedsgericht wird in seiner nächsten Sitzung die Zuständigkeitsfrage prüfen.
Der deutsche Botschafter in Paris bei Barthou.
Paris, 19. Juli (DNB.) Außenminister Barthou empfing am Donnerstagnachmittag den deutschen Botschafter in Paris, Roland Köster, und anschließend den sowjetrussischen Geschäftsträger Rosenberg. Die Unterredung wird von der Presse mit dem Nordostpakt in Verbindung gebracht. Ihr informatorischer Charakter wird besonders hervorgehoben, da die Reichsregierung vor genauer Unterrichtung kaum Stellung nehmen dürfte und vor allem, da zwischen der Reichsregierung und Paris und sogar zwischen Paris und London Meinungsverschiedenheiten in der Auslegung der Beziehungen zwischen dem etwaigen Abschluß des Paktes und der Verwirklichung der von Deutschland geforderten Rüstungs- g l e i ch h e i t bestünden.
Rücktritt des Führers der Heichsschast der Studierenden.
Berlin, 19. Juli. (DNB.) Der Führer der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- und Fachschulen Dr.-Jng. S t a e b e l sowie der kommissarische Führer der Deutschen Studentenschaft, Dipl.-Jng. Zäringer sind von ihren Aemtern zurückgetreten. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat an Stelle Dr. Staebels den früheren Leiter des Amtes für Arbeitsdienst der deutschen ^Studentenschaft, cand. rer. pol. et hist. Andreas Feickert zum Reichsschaftsführer ernannt. Andreas Feickert übernimmt zugleich das Amt des Führers der Deutschen Studentenschaft.
■ Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, gibt bekannt: Durch Berufung des bisherigen Studentenbundführers z. D. Dr. S t a e - bei in die Reichsleitung der PO. ist seine Tätigkeit im NS.-Studentenbund beendet. Ich spreche ihm hiermit für seine bisher geleistete Är- beit Len Dank der Bewegung aus. Der N S. - Studentenbund untersteht im Einvernehmen mit dem Pg. von Schirach ab heute mir direkt. Bis zur Ernennung eines neuen Führers des NS.-Studentenbundes, die ich mir selbst vorbehalte, beauftrage ich mit der N e u o r g a n i s a t i o n desselben meinen Vertrauensmann Pg. Dr. med. Wagner, München, Braunes Haus.
SocdfchuLnachnMten.
Professor Dr. Hermann M a c c o , der bekannte Berliner Genealoge, feiert seinen 70. Geburtstag.
Dr. Heinrich P e t t e, der leitende Oberarzt am Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in Hamburg, wurde zum planmäßigen a. Professor für Neurologie an der Hamburgischen Universität ernannt.
Dr. Wilhelm Schwartz, an der Technischen Hochschule Karlsruhe, wurde zum aö. Professor für Botanik und botanische Mikrobiologie und zum Direktor des Botanischen Instituts ernannt. Professor Schwartz studierte in Halle, Jena und München, war am Botanisch-pharmazeutischen Institut in Marburg, am Gärungsphysiologischen Institut in Weihenstephan und an der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Augustenburg bei Karlsruhe tätig.
Leber % Millionen Mark Ehestandsdarlehen in Frankfurt ausbezahlt.
LPD. Frankfurt a. M., 19. Juli. In diesen Tagen ist es ein Jahr her, daß das Gesetz zur Förderung der Eheschließungen von der Reichsregierung beschlossen wurde. Der Segen, den dieser Beschluß der Reichsregierung unter den jungen Leuten gestiftet hat, die heiraten wollten, aber nicht die nötigen Mittel zur Einrichtung des eigenen Heims besaßen, läßt sich am besten aus der Tatsache ermessen, daß die Zahl der Anträge
auf Ehestandsdarlehen allein hr Frankfurt dem dritten Tausend zugeht und daß die Summe, die in Gestalt von Bedarfsdeckungsscheinen bis heute in Frankfurt zur Auszahlung gekommen ist, die D r e i v i e r t e l Million schon überschritten hat. Wenn die Bedingungen, die im Laufe dieses Jahres an die Darlehnsbewilligung geknüpft sind, Aenderun- gen erfahren haben, so zeugt das nur für den star
ken Anklang, den die Ehestandsdarlehen in allen Schichten des Volkes gefunden haben. Eine Einschränkung wurde nur insofern eingeführt, als seit den letzten Monaten der einstige Höchstbetrag von 1000 Mark, der zudem nur für ganz wenkge Falle in Frage kam, auf 500 Mark ermäßigt wurde; 300 bis 400 Mark werden in der Regel an bereits verheiratete Leute für zusätzliche Beschaffungen gegeben.
Geschichten aus aller Welt.
Adelaide, die Farbentasterin.
(D) Rom.
Die Wissenschaftler Italiens beschäftigen sich seit einiger Zeit mit dem kleinen Fräulein Adelaide Bal- tazzi, einem kaum 16jährigen Tast-Phänomen, das in höchst wunderbarer Weise alle Farben mit den --Fingern „sieht", d. h. „austastet". Man stellte unzählige Versuche mit dem Mädchen an und immer wieder gelang es der Kleinen, die verschiedensten Farben aller Abschattungen (sogar mehrere Tönungen der einzelnen Farbengruppen) richtig zu erkennen. Ob Holz, Papier, oder Wolle, blieb sich ganz gleich; das Kind erriet zuletzt von 30 Fällen in 28 die richtige Farbe. Die Experimente wurden immer wiederholt, die Augen der Adelaide unter gewissenhafter Kontrolle sogar dreifach verbunden und trotzdem „erkannte" sie alle Farbtöne selbst im stockdunklen Zimmer. Nur in einem einzigen Falle versagte das sonderbare und einzigartige Farbenfingerspitzengefühl: bei weißen Gegenständen wurden die „sehenden" Finger plötzlich „farbenblind" und die Tastende beteuerte, nichts Bestimmtes zu erfühlen.
Die Aerzte in Rom haben das Tasträtsel bisher nicht ergründen können und wiesen zunächst auf die vor einigen Jahre Aufsehen erregenden Ausführungen des griechischen Augenarztes Dr. Tanagra hin, der ebenfalls einen Patienten ähnlicher Art behandelte und die Meinung vertrat, daß die sonderbare Gabe lediglich auf die Wärmegrad-Unterschiede der einzelnen Farben zurückzuführen sei. Nach Dr. Tanagra strahlen alle Farbtöne nämlich Wärme aus, und Menschm mit einem ganz fabelhaft entwickelten Tastsinn können diese Ausstrahlungen nach Tanagras Hypothese „ohne weiteres" von einander unterscheiden. Trotz dieser Feststellung dürfte Fräulein Baltazzi die zweite Farbentasterin der ganzen Welt sein. Grund genug, um „berühmt" zu werden. Wenn man noch hinzünimmt, daß Adelaide nach Zeitungsmeldungen ein auffallend hübsches Mädchen sein soll, dann darf man schon annehmen, daß es ihr nicht allzu schwer fallen wird, den richtigen Bräutigam „auszutasten". Jedenfalls wird sie doch auch mit verbundenen Augen, tastend sehen und sehend tasten können, ob eine Seele — schwarz ist. Sollte besagte Seele jedoch weiß sein, ist alles in schönster Ordnung, auch wenn in solchen Fällen das Tastphänomen versagt ...
Der gestohlene Bart.
(d) Belgrad.
Ein Bart, oder vielmehr ein früher einmal gewesener Bart beschäftigt augenblicklich ein Gericht der jugoslawischen Hauptstadt. Angeklagt sind acht bisher unbescholtene Belgrader Bürger wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und „Bartdiebstahls". Die Geschichte vom gestohlenen Bart hat sich folgendermaßen zugetragen:
Der Belgrader Männerwelt war ein junger Mann, der glücklicher Besitzer eines wunderschönen Bartes war, ein Dorn im Auge. Wenn hier von einem Bart die Rede ist, so ist damit nicht nur eine „kleine Fliege" gemeint — nein, so etwas sieht man ja alle Tage — sondern ein bildschöner Vollbart erregte das Aergernis. Nun ist es zwar keinem Menschen verwehrt, über seinen Bart frei zu verfügen, wenn nicht in diesem Falle — und das ist hier der Stein des Anstoßes — der Bart einen ungeheuren Einfluß auf die Frauen Belgrads gehabt hätte. Alles schwärmte für den jungen Mann mit dem Vollbart, und das schöne Geschlecht lief ihm nach wie weiland die Ratten dem berühmten Flötenbläser von Hameln. Unser „Vollbart" hätte ein Eisberg sein müssen, um den Versuchungen zu widerstehen, und er war alles andere als das; er war im Gegenteil ein ausgesprochener Don Juan. Das paßte natürlich der männlichen Bevölkerung nicht, und als der Umschwärmte eine Nachts still in sein Kämmerlein gehen wollte, da umringte ihn auf der Straße plötzlich eine Anzahl vermummter Gestalten, warf ihn in ein bereitstehendes Auto, und in rasender Eile sausten die Entführer mit ihrem Opfer davon.
Als unser Liebesheld aus seiner Betäubung
erwachte, befand er sich an Händen und Füßen gefesselt in einer ländlichen Barbierstube. Sä;reckliche Vermutungen stiegen in ihm auf, und» als er den Barbier mit einem Schermesser eintreten sah, da wurde es ihm zur schrecklichen Gewißheit: Man wollte ihn seines Schatzes berauben, man wollte ihm den Bart abschneiden! Mit aller Gewalt sträubte er sich gegen diesen Eingriff in seine Freiheit. Aber vergebens! Hohnlächelnd umstanden ihn die Entführer und sahen zu, wie die stolze Bartpracht unter dem Barbiermesser verschwand. „Es hat sich ausgebartet, alter Freund!" und damit war der Unglückliche entlassen.
Was soll er nun ohne Bart anfangen? Keine Frau guckt ihn mehr an; eine seiner zahlreichen Liebschaften kannte ihn überhaupt nicht mehr wieder, und als er sich ihr zu erkennen gab, lief sie entsetzt davon.
Nun klagt er auf Schadenersatz; aber kann ihm Geld eine Entschädigung budeuten? Einen neuen Bart kann er sich dafür nicht kaufen, und bis ein neuer Vollbart gewachsen ist, wird noch geraume Zeit vergehen.
Man geigte ihm eins.
(h) Bukarest.
In einer Delikatessenhandlung in Bukarest erschien ein Zigeuner, der eine Portion Kaviar kaufen wollte. Seine Frau, so erklärte er den ungewöhnlichen Wunsch, erwarte ein Kind und habe sich diese Delikatesse gewünscht. 100 Lei = 2,50 Mark kostete die Portion. Der Zigeuner zahlte 60 Lei an und ging, den Rest zu holen. Als Pfand ließ er seine Geige da. Kaum war er aus der Tür, da betrat ein hocheleganter Herr den Laden. Während der Geschäftsinhaber den gewünschten Kognak versuchte, fand der Herr die Geige, besah sie sich interessiert von allen Seiten, klimperte auf ihr herum und bot schließlich dem höchst erstaunten Verkäufer 80 000 Lei, wenn er ihm die Geige lassen würde. Es sei eine echte Stradivari. 5000 Lei, die er bei sich hatte, legte er sofort auf den Tisch. Die fehlende Summe wollte er in einer halben Stunde bringen. Inzwischen kam der Zigeuner wieder und war entrüstet, als der Händler ihm die Geige für 5000 Lei abkaufen wollte. Da müsse er noch einen ganzen Batzen zulegen, um dem Wert des Instrumentes einigermaßen nahezukommen. Und außerdem sei es ein Familienstück, von dem er sich nicht trennen wollte. So machte er noch weiter Schwierigkeiten, aber der Händler, der absolut ein Geschäftchen machen wollte, trieb den Preis immer weiter hinauf, bis man sich schließlich auf 50 000 Lei einigte. Anstandslos zahlte der Händler die Summe aus, schnell bei sich berechnend, daß er bei dem Handel immer noch 30 000 Lei profitieren würde, worauf der Zigeuner eilends verschwand. Die halbe Stunde war schon längst abgelaufen, und immer noch war der vornehme Herr nicht wiedergekommen. Er schien kein Interesse mehr an dem Instrument zu haben. Kein Wunder, denn als man den Kaufmann über den Wert der Geige aufklärte, fiel er fast in Ohnmacht. Es war ein ganz wertloses Instrument, mit dessen Hilfe ihn zwei gut aufeinander eingespielte Gauner zum besten gehabt hatten.
Immer ansreden Lassen!
(d) Angora.
Der reiche türkische Kaufmann.Achmed Mustapha hatte seine Freunde und Bekannten zu einem „kleinen" Festessen eingeladen, und alles war bereits versammelt. Nun darf man ein türkisches Essen keineswegs mit unseren europäischen Mahlzeiten vergleichen; wenn hier von einem „kleinen" Essen die Rede ist, so gehören dazu mindestens 12 üppige Gänge, die im Laufe von zwei bis drei Stunden den Weg aller Speisen gehen. So h^tte sich denn unsere Gesellschaft bereits an den verschiedensten Gerichten gütlich getan, hatte der russischen Rübensuppe zugesprochen, im Hammelpilav geschlemmt, zwischendurch Berge von Konfektschachteln geleert und auch den Mokka nicht vergessen. Aber der Hausherr hatte seinen Gästen noch eine ganz besondere
Delikatesse versprochen: eine seltene Pilzart von außerordentlichem Wohlgeschmack, die jedoch nur sehr schwer von einer giftigen Abart zu unterscheiden ist. Deshalb gibt man auch zuvor immer erst einem Hund von der Speise zu kosten.
Dieses Gericht wurde nun aufgetragen, der Hund gerufen und ihm eine Probe zu kosten gegeben. Darauf sprach man eifrig dem Pilzgericht zu. Mit größtem Appetit verzehrte man alles und dachte bereits an die nächste Speise, da stürzte der Diener des Hausherrn schreckensbleich herein, raufte sich seinen Bart und jammerte: „O, Effendi, Allah verfluche mich aussätzigen Sohn einer reudigen Hündin!" Was es denn gäbe, wollte die Tischgesellschaft wissen. „Ach, Herr, der Hund ist tot; er ift soeben--". Mehr wollte man gar nicht hören;
denn die Nachricht hatte wie eine Bombe eingeschlagen. Einen Arzt, so schnell wie möglich einen Arzt! Achmed Mustapha faßte sich zuerst. Er hatte irgendwo einmal gehört, daß eine Pfauenfeder Brechreiz Hervorrufen könnte, und so riß er wie besessen seinen Jagdtrophäen an den Wänden die Federn aus, ohne einen Erfolg zu erzielen.
Da kam der Arzt mit einem Dutzend Magen» schläuchen herbeigeeilt und begann sofort, den Vergifteten den Magen auszupumpen. „O, Effendi, Allah möge mich verfluchen, und mir alle Haare ausfallen lassen!" so jammerte der Diener fortwährend; „alle vier Räder sind über den Hund weggegangen!" Ob Achmed Mustapha seinem Diener um den Hals fiel, oder ob er ihn an die Wand warf, ist nicht bekannt; aber er hatte erkannt, daß man einen Menschen immer bis zu Ende anhören muß. Der Arzt strich lächelnd sein Honorar für ein zwölfmaliges Magenauspumpen ein und war überzeugt, Verrückte behandelt zu haben.
Vom Kuhjungen zum Professor.
(th) Boston.
Die Königliche Gesellschaft in Kanada, eine wissenschaftliche Organisation, hat einen Professor Francis Lloyd zum Präsidenten gewählt. Damit tritt ein Mann an die Öffentlichkeit, der, wie man jetzt erst erfährt, in einer erstaunlichen Karriere seinen Weg vom Kuhjungen zum Wissenschaftler sand.
Er wurde in Manchester geboren, kam mit den auswandernden Eltern nach Philadelphia, wohnte draußen, hütete die Kühe, kam später zu einem Uhrmacher in die Lehre, wurde Juwelier, Student der Theologie, Biologe — und eines Tages eben jener Professor Lloyd, der heute eine anerkannte Autorität ist. Noch heute kann er Uhren auseinandernehmen und zusammensetzen, und noch jetzt kennt er alle Arten Kühe genau. Er wanderte durch die Dschungeln Javas und die Kaktuswüsten Mexikos, er holte sich das Fieber in Sumatra und ertrank beinahe bei Alaska. Mit einer Expedition war er dort — erlitt Schiffbruch und trieb 24 Stunden im Eiswasser, ehe sie ihn auffischten. Bis ' er eines Tages sich berufen fühlte, wieder „in die Schule" zu gehen, Man erkannte feine Intelligenz, machte ihn zum Ehrendoktor, um ihm den Weg zu ebnen — und fo ist er denn heute Professor. Die • Kuhjungen Kanadas horchen auf. Stieg nicht auch ihr „Kollege" Francis vom Kuhjungen zum Professor auf?
Wettervoraussage.
Nach dem Zustrom kühler Luft hat sich erneut hoher Druck über Deutschland aufgebaut und wird zunächst wieder seinen Einfluß geltend machen. Da sich aber vom Atlantik her ein kräftiges Tief dem Festland nähert und über Irland bereits Niederschläge verursachte, dürfte die Wetterlage nicht auf lange Sicht gefestigt fein, vielmehr ist späterhin mit dem Aufzug -gewittriger Störungen zu rechnen.
Aussichten für Samstag: Teils wolkig, teils aufheiternd, wieder wärmer, meist trocken.
Aussichten für Sonntag: Im ganzen warmes Wetter, jedoch Neigung zu Gewitterstörungen.
Lufttemperaturen am 19. Juli: mittags 26,9 Grad Celsius, abends 21,7 Grad; am 20. Juli: morgens 15,3 Grad. Maximum 27,7 Grad, Minimum 14,4 Grad.. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Juli: abends 26,6 Grad; am 20. Juli: morgens 21,6 Grad. Sonnenscheindauer 9,8 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: I. V.: Dr. Fr. W. Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts - Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, einzigen Sohn, unseren lieben Bruder, Schwager, Onkel und Neffen, meinen lieben Bräutigam
Heinrich Rau, Kaufmann
durch einen Unglücksfall, im blühenden Alter von 24 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Lina Rau Wwe., geb. Launspadi Familie Loosen, Frieda Mohr.
Annerod, den 19. Juli 1934.
Die Beerdigung findet Samstag, den 21. Juli, nachmittags 3 Uhr statt.
4236 D
Metts- und Wellings-MgelW.
Auf Grund der Reichsverdingungsordnung sollen für die Ortsdurchfahrten Klein-Linden, Kirch-Göns, Pohl-Göns, Ober-Wöllstadt, Kloppenheim, Ilbenstadt und Kaichen die Pflasterarbeiten, Vorprofilierungen und Bankett- und Gossenherstellungen sowie die Lieferungen von Fluß- und Grubensand, Basaltsplitt, Basaltsand und Zement im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden.
Angebotsvordrucke sind, soweit Vorrat reicht, ab Samstag, dem 21. d. 2N.» bei uns erhältlich, woselbst auch die Bedingungen- offenliegen. Teilangebote innerhalb der Lose sind unzulässig.
Die Angebote sind, nach Ortsdurchfahrten getrennt, verschlossen und mit genauer Aufschrift versehen bei UNS bis Donnerstag, den 26. d. 2TL, vormittags 9 Uhr, portofrei einzureichen. Das Verlesen der Angebote erfolgt in der oben angegebenen Reihenfolge. Nur Anbieter haben Zutritt.
Zuschlagsfrist 4 Wochen. 4228V
Gießen, den 17. Juli 1934. ♦
Provinzial-Tiefbauamt (Hitlerwall 371).
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