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Arbeitsdienst der Abiturienten
3m Dritten Reich
Jedem Arbeit und Brot!
Da bei der Hauptmeldestelle des Arbeitsgaues 22 in Kassel zahlreiche Anfragen eingehen, wird auf nachstehende Verfügung des Amtes für Arbeitsdienst bei der Deutschen Studentenschaft, Berlin, nochmals besonders hingewiesen.
1. Befreiung vom Diensthalbjahr 1934.
Eine Befreiung kann nur durch das Amt für Arbeitsdienst der Deutschen Studentenschaft ausge-
Kundgebung der Angestelltenschaft
»Oie Deutsche Angestelltenschaft und ihre Aufgaben in der Deutschen Arbeitsfront.^
Halbjahr 1934 den Vorrang vor dem privatrecht. lichen Vertrag hat.
3. Keine Diensthalbjahrespflicht für zukünftige Studenten und Studentinnen für Lehrerbildung. Entgegen der bisher bekanntgegebenen Regelung find die zukünftigen Studenten und Studentinnen oer Hochschule für Lehrerbildung und pädagogischen Akademien nicht zur Ableistung des Diensthalbjahres verpflichtet. Einer freiwilligen Teilnahme steht jedoch nichts im Wege.
4. Diensthalbjahrespflicht aller zukünftigen Studenten und Studentinnen der Deutschen
Hochschule für Leibesübungen für 1934.
Rach einer Vereinbarung mit der Deutschen Hochschule für Leibesübungen sind ab Ostern 1934 alle Studenten und Studentinnen dieser Hochschule zur Ableistung des Diensthalbjahres 1934 verpflichtet.
5. Ausdehnung der TNeldetermlne.
Da die Zuerkennung der Hochschulreife sich in der Provinz Hessen-Nassau erheblich verzögert hat, werden die Aufforderungen zur Meldung bei den Meldeämtern des freiwilligen Arbeitsdienstes den in Frage kommenden Abiturienten erst Ende des Monats April oder Anfang Mai zugehen können. Von Rückfragen bei der Hauptmeldestelle Kassel bitte ich daher absehen zu wollen.
Hauptmeldestelle Kassel für den freiwilligen Arbeitsdienst im Arbeitsgau 22.
gez.: Steyer.
das Saargebiet urdeutsch und der Anspruch Frankreichs auf das Saargebiet völlig unberechtigt fei. Es werde die Zeit kommen, da auch im Saargebiet die Hakenkreuzfahne über allen Straßen wehe. Reicher Beifall dankte dem Redner. Das horst- Weffel-Lied und ein dreifaches „Sieg-Heil" auf den Führer beschlossen die Versammlung.
Kirche und Schule.
Kreis Schotten.
(D Schotten, 19. April. Dieser Tage fand unter dem Vorsitz von Dekan Widmann die zweite diesjährige Konferenzder Geistlichendes Dekanats Schotten statt. Pfarroerwalter Z u- lauf- Sellnrod hielt die Eröffnungsandacht. Zur Verhandlung standen vorwiegend Gegenstände geschäftlicher und dienstlicher Art. Eingehend wurde der Volkstag für Innere Mission besprochen, wobei Pfarrer Weimar- Gonterskirchen als Dekanats- Vertrauensmann für den Volkstag wertvolle Anregungen zur Durchführung des Volkstages gab.
Psarrverwalter Zulaus-Sellnrod wurde die Lei- tung des Nordbezirkes des Dekanats-Erziehungsoer- eins übertragen.
Preußen.
Kreis Metzlar.
LPD. Wetzlar, 19. April. Der bei den Buderus- fchen Eisenwerken beschäftigte Dachdeckermeister Jakob M e n f i n g e r aus Weilburg ist bei der Reparatur eines Schuppens abgestürzt. Er trug einen Schädelbruch und Verletzungen an der Wirbelsäule davon, deren Folgen er erlag.
Dillkreis.
LPD. Herborn, 19. April, hier feierte das Zwillingspaar Frau I. Kneip Witwe und Frau S. D i ck Witwe in bester Gesundheit und geistiger Frische feinen 8 0. Geburtstag. Fast ein halbes Jahrhundert haben sich die beiden alten Frauen führend in der Herborner Wohlfahrtspflege betätigt.
angesprochen gefühlt haben von seinem Wollen. Im Glauben und im Vertrauen auf das deutsche Volk sei es dem Führer auch nur möglich gewesen, alle Willensäußerung zu zeigen und die bis- herigen Taten zu vollbringen.
Das lleberleben des Weltkrieges und der schweren Jahre nach dem Kriege sowie das Erlebnis des neuen Deutschlands verpflichteten uns nun auch zur Bereitschaft zur Volksgemeinschaft.
Alles, was an der nationalsozialistischen Idee Inhalt sei, müsse ausgenommen werden. Der Führer, der am 21. März des vorigen Jahres aufgerufen habe zur Einheit des Geistes und des Willens, habe wahrgemacht, was er von Anfang an gewollt habe: die Ueberroinbung des Marxismus. Da dürften wir nun nicht mehr beifeiteftehen. Unsere Kraftquelle für die zu leistende Arbeit müsse unser Volkstum fein. Es solle hergestellt werden eine organische Wirtschaft, ein Primat der Politik und die wahre Gemeinschaft des deutschen Volkes. Aus Bauern, Bürgern und Arbeitern müsse sich ein Volk ergeben, das seine Art und Kultur und darüber hinaus wahre, aufrichtige Freundschaft zu anderen Völkern zu wahren wisse. Alle, die guten Willens seien, müßten sich für diese Arbeit bereithalten. Diejenigen aber, die von Anfang an neben dem Führer standen, haben die große Verpflichtung, allen anderen vvrzuleben und zu verfechten, was sie erkämpften. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner insbesondere mit dem Verhältnis der Kirche zum Nationalsozialismus und betonte, daß die Kirche und ihre Vertreter insbesondere berufen feien, den Sozialismus der Tat vorzuleben. Christentum und Nationalsozialismus feien nicht zwei verschiedene gegensätzliche Begriffe. Nationalsozialismus fei nicht gelehrtes Wissen, sondern Bekenntnis zum deutschen Volke, so, wie das Christentum Bekenntnis zu Gerechtigkeit, Anständigkeit und Nächstenliebe sei.
Der Nationalsozialismus habe das Ziel, den Menschen edel zu machen, hier klängen Nationalsozialismus und Christentum auf das engste zusammen. Der echte Nationalsozialist wolle Christ sein vom Anfang bis zum Ende. Wenn die Deutsche Angestelltenschaft zur Mitarbeit am neuen Werke aufgerufen werde, so wolle das nicht Besonderes bedeuten, sondern es sollten nur bie befonberen Aufgaben herausge st e l l t werben, bie von ihr zu lösen seien. Es gelte vor allem Kräfte heranzubilben, bie sowohl bie Gegenwärtigen, wie auch bie Zukünftigen zu schulen imftanbe seien. — Es habe keinen Sinn. Volksgemeinschaft nur bei Kunbgebungen am Sonntag zu beweisen. Gegensätze bes Alltags bürsten nicht Gegner schaffen.
Jeder einzelne von uns habe die Mission zu erfüllen, von den Gehenden den Kommenden das Wertvolle zu vermitteln.
hier bestehende Gegensätze müßten überbrückt werden im Interesse der Nation. Im Lehrling dürfe nicht jener gesehen werden, der diesen ober jenen bereinft von seinem Arbeitsplatz Derbränge. Was im Weltkriege an ber Front unter ben Kameraben möglich gewesen sei, müsse auch jetzt möglich werben. Kamerabschast bebeute nicht lebiglich Ein
Kunst und Wissenschaft.
In die Theaterabteilung des Propagandaministeriums berufen.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat ben Dramatiker unb ersten Dramaturgen bes Neuen Schauspielhauses Königsberg in Pr., Eberharb Wolfgang Möller, als Referenten in bie Theaterabteilung bes Reichsministeriums für Volksaufklärung unb Propaganba berufen.
Gründung des Reichsverbandes für Volksmusik e. V.
Der Präsident der Reichsmusikkammer teilt mit: Auf der Tagung aller Volksmusik treibenden Vereine, vertreten durch ihre Spitzenverbände, am 15. April d. I. in der Reichsmusikkammer, Berlin, wurde für die dem bisherigen Reichsoerband für Chorwesen unb Volksmusik, Fachgruppe II: Volks- mufif, angeschlossenen Vereine ber „Re ichsver - banb für Volksmusik e. V." mit bem Sitz in Berlin — Berlin-Charlottenburg 2, harbenberg- straße 2 — gegrünbet unb burch bie Reichsmusikkammer als einziger Fachverbanb für bas gesamte Volksmusikwesen anerkannt. Durch biefe Regelung erhalten Volksmusik treibenbe Vereine unb Laienorchester ihre rechtsfähige Vertretung in ber Reichs- mufikkammer unb werben burch bie Zugehörigkeit 3um Reichsverbanb für Volksmusik mittelbare Mit- glieber ber Reichsmufikkammer.
Die Reichsfesifpiele in Heidelberg.
Für bie am 15. Juli beginnenben Reichsfest- spiele in Heidelberg ist nunmehr der endgültige Spielplan festgelegt worden. Zu ben bisher in Aussicht genommenen Werken „Sommernachtstraum", „Götz von Berlichingen", „Deutsche Passion 1933", „Der zerbrochene Krug", „Lanzelot unb Sanberein" sind jetzt noch Schillers „Räuber" hinzugekommen. Die Aufführungen beginnen mit „Götz", wobei Heinrich George bie Titelrolle spielen wirb. Von bekannten beutschen Schauspielern, bie mitwirken, seien genannt: Hans Brausewetter, Alberti, Rex unb Alexanber Golling, von Schauspiele- rinnen Hanna Ralph, Marianne Hoppe und ' Berta D r e w s. Spielleiter sind für ben „Götz" Ministerialrat Laubinger, für bie übrigen Stücke Dr. Niebecken-Gebharb.
sprachen werden. Sämtliche eingehenden Gesuche werden an diese Stelle weitergeleitet.
2. Diensthalbjahrespflicht und Rückgängigmachung von Lehrverträgen.
In ben Fällen, wo von Abiturienten, die an einer technischen, forstlichen, landwirtschaftlichen, Handelshochschule, ober einem pharmazeutischen Institut zu studieren beabsichtigen und zunächst vor ihrem Studium eine praktische Tätigkeit ausüben müssen, bereits Lehr- bzw. Praktikantenverträge abgeschlossen worben sind, müssen diese rückgängig gemacht werben, ba die mit Genehmigung des Reichsinnenministers ausgesprochene Verpflichtung zum Dienst-
Adolf-Hitler-Spende der Stadt Frankfurt a. M.
LPD. Frankfurt a. M., 19. April. Auf Per. anlassuna des Deutschen Gemeinbetages mürbe auch in Frankfurt eine Sammlung zu bem Zwecke burch- geführt, bebürftige SA.-Leute aus ber Stabt unentgeltlich auf einige Wochen in ßanbgemeinben unb Kurorten unterzubringen. Umgekehrt soll SA.-Leuten vom ßanbe, bie ben Wunsch haben, vorübergehenb städtisches ßeben kennenzulernen, Gelegenheit geboten werden, bie kulturellen Einrichtungen ber Grvß- ftabt kennenzulernen. Das Ergebnis ber Sammlung, bas bem Führer zu seinem Geburtstag, gemelbet werben soll, beläuft sich in Frankfurt auf 2 5 0 Freistellen von je zwei unb mehr Wochen Dauer.
Schwarz 2. Pr., Ludwig Brauer-Ober-Ofleiden 3. Preis
Der Schweinemarkt war mit 95 Ferkeln unb ßäufern beschickt. Es mürben bezahlt für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 19 bis 24 Mark, ältere kosteten 24 dis 26 Mark, ßäufer mürben mit 30 Mark gehanbelt. Fast sämtliche Tiere konnten abgesetzt werben.
Landkreis (Rieften.
X Wieseck, 19. April. Im Saale ber Gastwirtschaft hormann hatte bie Ortsgruppe ber NS. - hago ihre Mitglieber am Montag versammelt. Der Ortsgruppenführer ber NS.-Hago Karl Kirchner betonte eingangs, baß es unbe- bingte Pflicht aller Mitglieber fei, bie Versammlungen ber Organisation zu besuchen unb ergriff fobann für ben bienstlich verhinberten Kreisleiter ber NS.-Hago, Pg. Schimmel- Gießen, bas Wort zu längeren Ausführungen über Zweck unb Ziel ber hago. Das (Begeneinanberregieren ber Gruppen hanbwerk unb hanbel habe aufgehört, an feine Stelle fei eine straffe Organisation getreten, bie bie vom Führer gestellten Aufgaben zu erfüllen habe. Dabei auftretenbe Härten seien vorübergehenb unb im Interesse bes Ganzen nicht zu vermeiben. Zum Schluß würben noch organisatorische unb lokale Angelegenheiten behanbelt. — Am Dienstag veranstaltete bie ßeitung ber „Wie- secker ßichtspiele" (Friebrich Keßler) zwei Vorführungen bes Tonfilmes vom Nürnberger Parteitag 1933 „Sieg bes Glaubens", zu benen zahlreiche Besucher unb sämtliche Organisationen ber NSDAP, erschienen waren. Nach bem Einmarsch ber Fahnen ergriff ber Propaganbawart ber Ortsgruppe, Karl Kirchner, bas Wort zu einer kurzen Ansprache, in ber er ben Glauben an Deutsch- lanb als bie Kraft bezeichnete, bie es bem Führer unb feinen Getreuen ermöglichte, bas bem Verfall geweihte beutsche Vaterlanb zu retten. Eine interessante Wochenschau unb ein Film ber beutschen Bauernschaft, herausgegeben im Auftrage des Reichsernährungsministers D a r r 6, eröffneten ben Film bes Reichsparteitages, ber auf alle Besucher tiefen Einbruck machte.
Y Großen-ßinben, 19. April, heute vormittag mürbe ber an ber hiesigen Schule tätige ßehrer Eugen 3 immer jäh aus bem ßeben gerissen. Der bebauernsroerte Mann, der sich auf bem Wege zur Schule befanb, wurde von einem Herzschlag betroffen unb starb kurz darauf. Der schnell herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tob feststellen. Lehrer Zimmer, ber während seiner einjährigen Tätigkeit sich bei ben Schülern unb ben Erwachsenen sehr beliebt gemacht hatte, hatte mit dem neuen Schuljahr ben Dienst roieber aufgenom- j men, nachdem er über ein halbes Jahr an einer ' tückischen Krankheit gelitten hatte.
Kreis Scholten.
HI Laubach, 19. April. Eines sehr guten Besuchs konnte sich ber von ber hiesigen NS. -Frauenschaf t im Saale bes „Solmser Hof" veranstaltete F i l m a b e n b erfreuen. Nach ber Begrüßungsansprache burch bie Ortsfrauenschaftsleiterin, Frau Krenkel, gelangte ein reichhaltiges Programm zur Vorführung. Märsche, von bem Trommler- unb Pfeiferkorps des Jungvolks gespielt, Gebichte, Lieber, Reigen unb Volkstänze wechselten miteinanber ab. Anschließenb referierte bie Kreisleiterin der Frauen- fchaft, Frau Brinkhosf, über bas zeitgemäße Thema „Die Frau als Trägerin ber beutschen Zukunft". Sobann würbe ber lehrreiche Film „Das Erwachen ber Seele" vorgeführt, ber bas Leben bes Kinbes von ber Geburt bis zum 4. Lebensjahr fchiiberte. Die Veranstaltung ist in allen seinen Teilen als wohlgelungen zu bezeichnen.
Kreis Alsfeld.
88. Grebenau, 19. April. Dieser Tage sprach in ber hiesigen Turnhalle Pg. Bartholomäus (Gießen) in einer öffentlichen Versammlung, an ber sämtliche Glieberungen ber NSDAP, teilnahmen, über ben Nationalsozialism u s. Seine Ausführungen fanben lebhaften Beifall. — Gestern gegen 10 Uhr ertönte in unserem Dörfchen bas Feuerwehrhorn. Ein etwa 12 - bis 15jähriger Fichtenbestaub im Distrikt Kalteborn, Forstamt Grebenau, ftanb in Hellen Flammen. Durch bas lange anhaltenbe trockene Wetter sowie durch bas bürre Gras unb heibekraut unb noch zuletzt begünstigt burch ben sehr starken Winb, fanb bas Feuer reiche Nahrung. Durch sofortiges tatkräftiges Zugreifen zahlreicher Einwohner von Grebenau unb Umgegenb gelang es, bas Feuer balb auszuschlagen unb burch Herstellen von Schutzstreifen, auf Anorbnung von Forstmeister Dr. Barth, eine Weiterverbreitung bes Feuers zu verhüten. Die Fläche bes fast völlig abgebrannten Fichtenbestanbes beträgt etwa 2 ha. Die Entstehungsursache bes Feuers ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt. — Mit Beginn bes neuen Schuljahres würbe Lehrerin Fräulein Elfe Rauch, bie fast über zwei Jahre hier in Grebenau tätig war, nach Erzhausen bei Darmstabt versetzt.
N. Mücke, 19. April. In bem benachbarten Jlsborf ereignete sich heute vormittag ein schwerer Unglücksfall. Frau hock war bei bem Mühlenbesitzer Serth mit Waschen beschäftigt unb hatte ihr vierjähriges Mäbchen mitgenommen. Das Kinb spielte mit bem neunjährigen Sohn bes Mühlenbesitzers, ber mit einem gelabenen Flo - bert hantierte. Der Schuß ging los unb traf das Mäbchen unter bas Auge. Das bedauernswerte Kinb würbe sofort in bie Chirurgische Klinik zu Gießen gebracht. Der Zustanb bes Kinbes ist ben Umständen entsprechend gut. Die Schußverletzung ist glücklicherweise nicht lebensgefährlich.
st. Kirtorf, 16. April. Dieser Tage fanb im Saale ber Gastwirtschaft Becker eine nationalsozialistische Versammlung statt, bie gut besucht war. Vrtsgruppenleiter Bürgermeister L a t h e r begrüßte Monbers die Rebner bes Abenbs, Pg. Dr. R o b e r (Gießen) unb Herrn Erich Heuser (Neuyork, Amerika), ber zum Besuch seiner Angehörigen nach frirtorf gekommen war. Dieser nahm Gelegenheit, in einem Vortrag über bie Weltmeinung vom neuen Deutschlaub zu unterrichten unb seine im» Deutsch- hnb bes nationalsozialistischen Regimes gewonnenen Cinbrücfe zu schilbern. Im Anschluß baran hielt Hg Dr Räber (Gießen) einen Vortrag über bie d-utsche Politik. Er ging befonbers auf bas gunfh- ' g-re Verhältnis zu Polen ein unb betonte, baß es leutfchlanbs Wunsch fei, mit ben anberen Volkern in. Frieben unb guten Beziehungen zu leben. Die d-utsche Ehre müsse aber in ber Welt roieber r spektiert werben. Er erinnerte ferner baran, baß
reihung, sondern Bereitschaft, für den anderen einzustehen. Die Deutsche Arbeitsfront solle bie Gemeinschaft aller Schaffenben im gegenseitigen Vertrauen fein. Das Vertrauen zueinanber werbe und müsse sich anbahnen. Erst wenn bieses Vertrauen herrsche, werbe bie Jugenb bereinft bie Frucht reifen sehen, beren Reife wir vielleicht nicht mehr erleben werben. Die Jugenb erlebe bie große Gegenwart von Anfang an unb sie werbe sie immer roieber neu erleben müssen, damit von ihr auch einst bie Zukunft getragen werben könne.
Der Angestellte habe Aufgaben für alle Menschen zu erfüllen. Er müsse aber erst als Mensch Volks- genösse sein unb bann erst Berufsgenosse. Erziehung unb Schulung seien erst politisch unb weltanschaulich unb bann beruflich-fachlich zu betreiben.
Wirtschaften solle in Zukunft nichts anberes fein, als Betätigung im Sinne bes Nationalsozialismus unb bes beutschen Sozialismus.
Arbeit solle Lebensinhalt im Dienste bes Volkes sein. Gemeinnutz solle Bekenntnis bes Herzens werden. Alle Leistungen müßten dem Gemeinwohl dienen. Das Parteiprogramm von 1920 zeige uns die Form der Betätigung klar unb beutlich.
Die Organisation ber Berufsgruppen, wie sie gegenwärtig geschehe, bebeute nicht Konstruktion, sondern Wachstum in organischer Weise. Die Deutsche Arbeitsfront fei eine gewachsene Gemeinschaft. Ihr seien alle schaffenden Volksgenossen eingereiht, die alle wieder tüchtig werden sollten. Grundlage des Berufs fei ber Charakter. Der Beruf müsse in nationalsozialistischem Sinne ausgeübt werben. Der Beruf bürfe auch auch nicht lebiglich nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewählt werben.
Die Angestelltenschaft sei keine Interessengruppe, sondern eine Gemeinschaft, die den Berufsgedanken zu verfechten habe. Sie hege keine besonderen Interessen.
Die Deutsche Angestelltenschaft stehe nie in irgendeinem Gegensatz zur beutschen Arbeiterschaft.
Die Deutsche Angestelltenschaft habe Erziehungsarbeit in lebendigster Weise zu bewirken. Sie habe auch dem, der durch Arbeitslosigkeit zurückgefallen sei und Vertrauen zu sich selbst verloren habe, vor- märte zu helfen. Geschult werden sollen alle, die noch außerhalb des Arbeitsprozesses stehen. In ben einzelnen Betrieben solle bas Verstänbnis der Berufsgruppen untereinander gefordert werden. Zwischen dem Wirtschaftsführer und der Wirtschafts- gefolafchaft solle die Gegensätzlichkeit gemildert wer- den. Wer guten Willens sei und gemeinnützig denke, sei zur Mitarbeit berufen. Das Streben gelte ber Kamerabschast unb der Aufgabe, dem Leben aller Inhalt zu geben. Die Ausübung eines Berufes fetze in Zukunft berufliche Beherrschung voraus. Jedem einzelnen müsse Gelegenheit geboten werben, zu leben unb für Deutschlanb zu kämpfen, wo er immer stehe. Die Deutsche Angestelltenschaft werbe ihre Aufgaben lösen, weil sie dazu fähig sei. Sie werbe ihre Aufgaben erfüllen getreu bem Vorbilb bes Führers in bem Sinne „Nichts für uns, alles für Deutschland!" (Lebhafter anhaltender Beifall.)
Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler, mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes unb bem feierlichen Ausmarsch der Fahnen, fand die Kundgebung ihren Abschluß.
Im Saale des CafL Leib wurde gestern abend eine große Kundgebung der Deutschen Angestelltenschaft der Ortsgruppe Gießen abgehalten. Zur Bereicherung des Abends trug der Musikzug der SA.- Reserve bei, der die Teilnehmer der Kundgebung schon vor Beginn mit guter, schneidiger Musik unterhielt. Mit ber Einbringung ber Fahnen ver- schiebener Gießener Betriebszellen wurde die Kundgebung eröffnet. Der Vertrauensmann ber hiesigen Ortsgruppe,
pg. Schwarz, z
hieß die Teilnehmer, insbesonbere ben Rebner des Abends, Pg. Stein (Frankfurt a. M.), herzlich willkommen. In Gießen gebe es, fo führte er u. a. aus, insgesamt etwa 3000 Mitglieder ber Deutschen Angestelltenschaft. Allerbings scheine von einem großen Teil der Mitglieder noch nicht ganz verstanden worden zu sein, warum sie der Deutschen Angestelltenschaft und damit der Deutschen Arbeitsfront anaehörten. Es fei mit der Mitgliedschaft unb mit der Beitragszahlung nicht getan, es müsse vielmehr Anteil genommen werben von jebem einzelnen.
Oer Bezirksleiter der OA., pg. Stein (Frankfurt a. M.)
sprach sobann über das Thema: Die Deutsche Angestelltenschaft unb ihre Aufgabe in ber Deutschen Arbeitsfront". Seinen Ausführungen fei folgendes entnommen:
In 48 Stunden werde man allenthalben im deutschen Lande Adolf Hitlers gedenken und seiner Taten dankbar sein, bie ber einfache Frontsoldat bisher für sein Vaterland geleistet habe. Ruhe und Ordnung, Glaube und Zuversicht seien durch ihn zurückgekehrt. Wenn auch neue Ordnung unb neue Gesetze geschaffen worben seien, so bürfe bas noch lange fein Anlaß sein, ber Ruhe zu pflegen. Jeber einzelne müsse vielmehr mithelfen, ben neuen Menschentyp zu schaffen.
Es dürfe nicht geglaubt werden, daß „die anderen" alles schaffen würden. Wer diesen Glaubens sei, sabotiere den Aufbau des deutschen Volkes. Wer sich verweigere, habe noch nicht begriffen, was unser Geschick für Jahrhunderte und Jahrtausende von uns wolle, was der Nationalsozialismus von uns fordere.
Erst Charakter unb Leistung ergebe ben Wert bes beutschen Volksgenossen.
Leistung habe man zwar auch bisher gekannt, sie sei aber nicht bem Volke geroibmet gewesen, son- bern vielmehr bem Egoismus bes einzelnen. Der Beruf werbe nicht gelernt, um zu oerbienen, sondern zum Zwecke bes Dienens an ber Gemeinschaft. Die Aufgaben, bie sich für bie Deutsche Angestelltenschaft aus ber Gegenwart für bie Zukunft ergäben, müßten in ihrer Erfüllung ber ganzen Nation unb nicht lebiglich einem Staube bienen. Im Wesen bes Nationalsozialismus habe es von Anfang an gelegen, zu verhinbern, baß bas beutsche Volk burch Klassenhaß unb Arbeitslosigkeit vernichtet werbe. Den Führer habe es stete getrieben, bem beutschen Volke zu helfen. Alle jene, beren Blut unb Geist noch mich! ganz erstarrt gewesen sei, werben ben Führer verstauben unb werben sich


