nicht, warum er es getan haben sollte.
Vorsitzender: „hat er vielleicht Geld gebraucht?"
Zeugin: „Ach, die halten ja selbst keines.".
Die Zeugin bezeichnet Liebig auf eine weitere Frage des Vorsitzenden als einen fanatischen Nationalsozialisten. Die Frage, was sie von dem Vorwurf halte, daß ihr Bräutigam kommunistischer Spitzel gewesen sei, beantwortet die Zeugin mit: „Das i st ja Quatsch?"
Vorsitzender: „Ist Liebig vielleicht zu einem hohen Betrage gewonnen worden, daß er die Tat ausführe? Ist er vielleicht nicht der alleinige Täter gewesen? Ist er vielleicht dazu an gestiftet worden?"
Zeugin: „Nein."
Auf die Frage des Vorsitzenden, was man in der Wirtschaft zu Wülfershausen erzähl^ habe, antwortet die Zeugin: „Die Leute sagten, Frau Werther sei es gewesen."
Vorsitzender: „Meinen Sie das auch?" Zeugin: „Ja, das meine ich au ch." Vorsitzender: „Warum denn?" Zeugin: „Sie wird ihn satt geworden sein." Als darauf im Zuschauerraum G e - l ä ch t e r einsetzt, rügt der Vorsitzende das.
Im weiteren Verlauf der Vernehmung fragt der Verteidiger, ob die Zeugin etwas über den zweiten Einbruch wisse. Zeugin: „Ich weiß nur, daß wir in dieser Nacht in der Wirtschaft waren. Wo er nach 1 Uhr war, das weiß ich auch."
Vorsitzender: „Wo war er da?"
Zeugin: „Bei mir." — Die Zeugin wird ver- ridigt.
Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt.
Aus Ser Provmzialhauptsta0t.
Oer Bauernhof ist keine Anschlagsäule
Die schönsten Gegenden Deutschlands, die von allen Reisenden stets bevorzugt wurden, suchten sich die ReUamefachleute aus, um hier durch schreiende Plakate ihre Propagandatätigkeit zu entwickeln. Der große Menschenstrom, der durch die Schönheit der Natur angelockt.wurde, veranlaßte mehr und mehr die Verschandelung einer Gegend durch die sogenannte „Blechpest. An Bauernhäusern, Scheunen, um Rande der Chausseen und Eisenbahnlinien, an möglichst auffälligen Punkten im Gelände, überall, wo das Auge durch naturgebene Schönheit angezogen wurde, traf es immer wieder auf Reklameplakate, die das organische Bild der Landschaft zerstörten, heute ist man ernstlich bemüht, diesem verheerenden Treiben so „erfolgreich tätiger" Reklamefachleute nach Möglichkeit ein Ende zu setzen. Das Volk lehnt, aus dem natürlichen Gefühl der Schönheit heraus, diese Verschandeluungen der Landschaft ab. So mancher ärgert sich schon jahrelang über diese Art Propaganda auf dem Lande; doch wurde nichts dagegen unternommen, da selbst die verhältnismäßig kleinen Summen, die die Erlaubnis der Anbringung dieser Plakate einbrachte, eine willkommene Einnahme bei der früheren schlechten Lage der Landwirtschaft bot. heute wird mit allen Mitteln gegen diese Verpestung der Landschaft vorgegangen werden. Es ist Aufgabe der Werbefachleute, neue Mittel und Wege zu finden, um auch ohne die früheren Methoden ihre Waren im Kundenkreis bekanntzumachen. Bei der steigenden Kaufkraft des deutschen Volkes verdient ein in der Vergangenheit oftmals vernachlässigter Faktor stärkste Beachtung, die Qualität, die auch früher schon die beste Werbung für eine Ware bedeutete. Sie dient in gleicher Weise dem Verbraucher und dem Hersteller und macht Werbemethoden überflüssig, die unsere deutsche Landschaft durch überlebensgroße, grellfarbige Blechschilder verschandeln.
Glockengeläut
zum Geburtstag des Führers.
Der Landesbischof Lic. Dr. Dietrich hat auf Ersuchen des Reichsbischofs angeordnet, daß zum Geburtstag des Reichskanzlers Adolf Hitler am 20. April alle Kirchen der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen von 12 bis 12.15 Uhr die Glocken läuten.
Dienstfrei für alle Parteidienststellen am 20. April.
Anläßlich des Geburtstages des Führers hat die Oberste Leitung der PO. eine Verfügung erlassen, nach der in den Gaubereichen alle Dienststellengebäude zu beflaggen sind. Die Dienststellen haben dienstfrei. Es ist jeder Dienststelle anheimgestellt, einen Appell zu veranstalten, in dem der Dienststellenleiter des Geburtstages des Führers gedenkt.
AusparieiamtlichenBekanntmachungen x?vÄftr«l5rIeitunfl Gießen gibt bekannt, daß die Kassenstunden am heutigen Freitag ausfal- [cn- ~ Der Kreisgeschäftsführer weist darauf hin, daß die Festabzeichen für den 1. Mai von den Ortsgruppen und Stützpunkten ab Montag, 23. ^pril, auf der Kreisleitung, Löberstraße 9, abge- holt werden können.
Die Arbeitsgruppe Berufsschule im NSLB. hält ihre nächste Arbeitsstunde am Samstag, 21. April, 15.30 Uhr im Lehrerzimmer der Gewerblichen Berufsschule, Kirchstraße 16, ab
Der Bezirk Laubach im NSLB. des K r e i s e s S ch o t t e n vereinigt die Arbeitsgemeinschaft für Turnen und Wehrsport am morgigen Samstag, 21. April, in der Turnhalle zu Laubach Beginn 14.15 Uhr. — Der Krei-obmann des Kreises Schotten im NSLB. bittet die Kreisarbeitsleiter um Mitteilung, welche Bücher für die einzelnen Arbeitsgebiete zur Anschaffung erwünscht sind. Die besonders gewünschten Schriften sollen jeweils an den Anfang der Listen gesetzt werden.
Kundgebung des Stammes II Geusen.
, Der Stamm II Geusen des Deutschen Jungvolkes bietet am kommenden Sonntag eine Werbekund- gebung. Die Stadtverwaltung hat dazu in dankens- werter Weise das Freilichttheater an der Licher Straße zur Verfügung gestellt. Immer wieder zeigt unsre kleine Garde, wie vielseitig ihr Wirken ist. Ein ganzer Stamm in seiner Geschlossenheit schleudert harte Worte des Bekennens heraus, singt ungehörte Jungenlieder und bemüht sich redlich, künstlerische Neuformen darzubringen.
Es ist gewiß nicht leicht, so große Jungenmassen wirkungsvoll einzusetzen. Der Stammführer Thron hat aber mit einfachen Mitteln eine neue Möglichkeit erbracht.
Wer vom Deutschen Jungvolk noch nichts weiß, muß am Sonntagnachmittag an dieser Feierstunde teilnehmen. Er belohnt damit auch gleichzeitig den Eifer und die Mühe unserer Jungen. Ibn. 17116.
Fachschaft „Leihbücherei"
Zu dem Reichskulturkammergesetz vom 22.Sep- fernher 1933 sind unter dem l.November 1933
Oie Gießener SA. feiert den Geburtstag des Führers. Oie Bevölkerung nimmt freudigen Anteil und offenbart erneut ihre enge Verbundenheit mit der SA.
Unsere Stadt erlebte gestern unvergeßliche Feststunden. Wer Zeuge der
Vorfeier zum Geburtstag unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler
am gestrigen Donnerstagabend war, wird deck hinreißenden^ und begeisternden Schwung, das tiefe seelische Erleben dieses erneuten starken Bekenntnisses zum Führer und seinem Werk nie aus dem Herzen und dem Gedächtnis verlieren.
Die SA. des Standorts Gießen war der Veranstalter und der Träger dieser großartigen Geburtstags-Dorfeier. Obwohl die Zeit von der ersten Ankündigung durch die Presse bis zum Beginn des festlichen Ereignisses nur kurz bemessen war, waren unsere Mitbürger ganz in den Bann des Geschehens geschlagen. In den Straßen wehten die Fahnen des Dritten Reiches von den Häusern,
außerordentlich reich war dieser Flaggenschmuck, der die innige Verbundenheit der deutschen Volksgenossen mit dem großen Führer der Deutschen zum Ausdruck brachte, zugleich aber auch als Gruß an die braunen Kameraden des Führers in der Gießener SA. zu deuten war.
Oer Aufmarsch.
Bereits gegen Abend kündigte sich das begeisternde Geschehen der kommenden Stunden an und machte sich im Straßenbild stark bemerkbar. Je näher die Stunde des Beginns rückte, desto größer war die Zahl der braunen Sturmsoldaten Adolf Hitlers, die ihren Versammlungsplätzen zu- strebten. Während sich die Stürme der SA. des Standorts Gießen vor ihren Sturmlokalen sammelten und formierten, war bereits eine große Fah - nengruppe zum Standartengebäude am Landgraf-Philipp-Platz marschiert, um dort das ehrwürdige Feldzeichen der Standarte 116 und die Fahnen der Gießener Stürme abzuholen.
3n feierlichem Marsch wurden die Banner der Formationen zum Oswaldsgarten gebracht, wo die große Fahnengruppe an der Südseite des Platzes als Ausgangspunkt des bevorstehenden
Marsches Aufstellung nahm.
Don 20 Uhr ab rückten von allen Seiten die Stürme der SA. in straffem Schritt und Tritt zum Oswaldsgarten, dem Sammelplatz der gesamten SA. des Standorts Gießen. Zum Teil kamen die Formationen — beispielsweise der Reserve-Sturmbann I — unter Verantritt ihrer Spielmannszüge und ihrer Kapelle bei schneidiger Marschmusik angerückt. Schon bei diesem Anmarsch wurden die braunen Bataillone Adolf Hitlers von einer großen Menschenmenge herzlich begrüßt. Diel größer war aber die Masse der Mitbürger, die den weiten Platz des Oswaldsgarten umsäumte, um Zeuge der Aufstellung der SA. und des Beginns des Marsches zu sein. Au< dem Platze nahmen die Stürme der SA. der verschiedensten Gliederungen, sowie der Stahlhelm in weitem, den ganzen Platz umsäumendem Viereck Aufstellung. Es war nicht nur für die Zuschauer, sondern ebenso oder vielleicht noch stärker
für den SA.-Mann selbst ein begeisterndes Bild, das sich hier dem Auge darbot.
Der gewaltige Aufmarsch war Sinnbild und Ausdruck der Kraft und des aus dem Geiste des Nationalsozialismus geborenen soldatisch-kameradschaftlichen Schwunges, der in den Stürmen in erfreulichster Weise vorhanden ist.
Oer Marsch durch die Stadt.
Während die Stärkemeldung an den Standartenadjutanten Sturmbannführer M ü n k e r vorbereitet wurde und die letzten kurzen Besprechungen statt- fanden, die ihren Niederschlag in den Schlußbefehlen fanden, wurden an die Stürme Fackeln aus- gegeben, die mit ihrem Hellen Feuerglanz den Marsch der Formationen noch besonders eindrucksvoll gestalteten.
Nach der Stärkemeldung an den Standartenadjutanten Sturmbannführer M ü n k e r wurde der Abmarsch zum Schiffenberg befohlen. Unter dem Kommando des Sturmbannführers höbe! setzten sich die Kolonnen, sturmbannweise gegliedert, in Bewegung. Schneidige Marschmusik an der Spitze des gewaltigen Zuges kündete den zu Tausenden in den Marschstraßen harrenden Männern und Frauen und Kindern das Anrücken der Gießener Sturmkolonnen Adolf Hitlers. An der Spitze des Zuges wurden die Standarte und die gesamten Sturmfahnen in einer geschlossenen Feldzeichengruppe getragen. Daran schlossen sich dann die Stürme, die in straffer militärischer Marschdisziplin die Neustadt, die untere Bahnhofstraße, die Kaplansgasse, den Seltersweg, ein kurzes Stück des hindenburgwalls, die Bleichstraße, die Gnauth- straße durchschritten, um dann auf der Schiffen- berger Chaussee hinauf zum Schiffenberg — der Stätte der Geburtstagsoorfeier — zu streben.
Die riesige Menge der Zuschauer beiderseits der Fahrbahnen in den Marschstraßen braute den braunen Bataillonen des Führers ihre herzliche Sympathie in Blick, Gruß und Wort zum Ausdruck. Sie zeigte damit ihre starke Verbundenheit mit der SA., der Garantin für das Werk unseres Führers und Volkskanzlers. Andererseits empfand die SA die Wertschätzung ihrer Arbeit im Dienste des Führers, die ihr aus der Haltung der Zuschauer bekundet wurde.
Nach dem Verlassen des Weichbildes der Stadt marschierten die Stürme in Marschordnung bei kameradschaflicher Unterhaltung in frohgemuter Stimmung und unter manchem guten Scherzwort zum Schiffenberg hinauf. Dort waren mittlerweile Brigadeführer Schmidt und der Standortälteste der Gießener Reichswehrgarnison, Major von Wachter, mit den Herren ihrer Begleitung erschienen. Nach einem Vorbeimarsch vor dem Brigadeführer und dem Vertreter der Reichswehr traten die Stürme zunächst zu kameradschaftlichem Beisammensein ab. Um die Mitternachtsstunde fand dann die eindrucksvolle Geburtstags- und huldig u n g s f e i e r für den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler statt. Heber diesen denkwürdigen festlichen Vorgang werden wir noch belichten.
Gießener Hitlerjugend feiert den Geburtstag des Führers.
Am gestrigen Abend marschierten im ganzen Deutschen Reich die braunen Kolonnen auf, um des Geburtstages ihres Führers zu gedenken. Die deutsche Jugend, die den Namen des Führers trägt, stand selbstverständlich an diesem Ehrentag nicht zurück.
Wir, die HI., sehen in diesem Geburtstag des Führers nicht nur einen Tag, wie er in jedem Menschenleben alljährlich vorkommt, sondern wir erneuern an diesem Tag das Bekenntnis der Treue, der Disziplin und der unbedingten Pflichterfüllung.
Als Adolf Hitler uns feinen Namen gab, da fetzte er in uns das Vertrauen auf das Gelingen feines großen Werkes. Und dieser ungeheuren Verantwortung sind wir uns heute mehr denn je bewußt. Wir tragen den Geist Adolf Hitlers in uns, und wir lassen uns von keinen Spießern und Reaktionären diesen Geist absprechen. Wir werden nicht eher ruhen, bis das Gedankengut unseres Führers, die nationalsozialistische. Weltanschauung, die Herzen aller Volkgenossen erfaßt hat.
*
Hitlerjugend und BDM. versammelten sich gestern abend auf dem Trieb, um dort gemeinsam diese Feierstunde zu begehen.
In großem Viereck hatten sich die Gefolgschaften des Gießener Unterbannes der HI. und des Gießener BDM. ausgestellt. Die Fahnen mit dem Hakenkreuz wehten im Nachtwind, vom Lichte der Fackeln erhellt. Das Lied „Wenn alle untreu werden . ." bildete den Anfang der Feier. Sprechchöre, Gedichte und Lieder von einzelnen HI.-Gruppen oorgetragen, leiteten über zu der Ansprache des Gießener Unterbannführers der HI., Clarins:
„Wir sind hierher gekommen, um wie in allen deutschen Landen, zu gleicher Stunde, unseres Führers zu gedenken. Wir sind seit dem Tage, da wir zum letzten Male den Geburtstag d^s Führers gefeiert haben, zur Einheit geworden. Die Hitlerjugend stellt heute die deutsche Jugend dar. Wir wollen aber niemals vergessen, welchen Kampf es gekostet hat, bis diese Einheit erreicht war. 21 unserer Besten haben ihre Treue zu dem Führer mit dem Leben bezahlt. Der Tod unserer Kameraden verpflichtet uns zu doppeltem Einsatz und zu doppelter Hingabe an unser Werk.
Ein Volk besteht nicht nur aus der Gegenwart, und den Generationen, die in den verschiedensten Altersstufen das Volk darstellen, sondern das Leben eines Volkes ist nur der Uebergang, ist nur ein Weg der aus dem Geschehen der Vergangenheit in das Werden der Zukunft hinüberleitet. Wir haben in dieser großen Zeit die uns gestellten Aufgaben nicht nur für uns zu erfüllen, sondern für kommende Geschlechter.
Unfere Aufgabe ist es, die nationalsozialistische Weltanschauung in uns selbst zu verwirklichen. Auf jeden einzelnen kommt es an, und jeder hat vor der Geschichte seine Verantwortung zu tragen. Wir kennen nicht den Klassenhaß, den Standesdünkel und den konfessionellen Streit, sondern wir Jungen wollen ganz einfach als Deutsche unsere Pflicht erfüllen, die Pflichterfüllung, die der Führer von uns als Selbstverständlichkeit erwartet. So wollen wir denn auch an dem heutigen Abend unserem Führer von neuem die Treue geloben."
Mit dem Lied der Jugend „Vorwärts, Vorwärts endete die Feier. Waarü
Werdet fördernde Mitglieder der GS.!
Der Sturmbann IV/33 der SS., Sitz Gießen, Polizeiamt, tritt zurzeit an unsere deutschen Volksgenossen mit der Bitte heran, fördernde Mitglieder der SS. zu werden und dadurch die schwarze Garde des Führers in ihrer Arbeit zu unterstützen. Alle deutschen Volksgenossen mögen dieser Bitte bereitwilligst Gehör schenken, denn die SS. ist auf die Hilfe der fördernden Mitglieder in hohem Maße angewiesen. Wer auf diese Weise unserem Führer hilft, hilft zugleich auch mit am Wiederaufbau des deutschen Vaterlandes! Der monatliche Mindestbeitrag eines fördernden Mitgliedes beläuft sich auf nur 1 Mark, also ein Betrag, der für die meisten unserer Volksgenossen ohne Schwierigkeiten aufzubringen ist. Der Opferfreudigkeit sind nach oben hin natürlich keinerlei Grenzen gefetzt.
Anmeldungen zum Erwerb der fördernden Mitgliedschaft werden von jedem SS.-Mann, ferner auf der Dienststelle des Sturmbanns IV/33 im Polizeiamt Gießen, Landgraf-Philipp-Platz, jederzeit entgegengenommen.
bekannt, daß die Beschaffung von Sommeruniformen für das Fahrperfonal zu vergeben ist.
** VhC. Gießen. Man berichtet uns: Die Aprilwanderung führte von Erdhaufen, bis wohin wegen der ungünstigen Bahnverbindung ein Omnibus her Reichspost benutzt wurde, nach der Ruine Blankenstein bei Gladenbach. Don hier genießt man eine gute Aussicht. Besonders reizvoll ist der Blick nach Kehlnbach mit seinen schönen Fachwerkhäusern. Durch mächtige Fichtenbestände ging es dann in die „Hinterländer Schweiz". Aus der einen Seite des Waldweges fällt der Berg steil ab, auf der anderen steigt er steil an. Seltsam zackige Felsblöcke, grünschimmernd wie altes Kupfer, ragen empor. Die Namen der wuchtigsten, „Teufelsklippen", „Rübenstein", „Hexenkanzel", sprechen für ihre Formen. Dem schwarzen Dreieck entlang ging die Wanderung über Runzhausen. hinter dem Dorfe sieht man den bewaldeten Bergrücken der Alberge liegen. Der nördlichste Vorsprung dieses Höhenzuges, der sich von Holzhausen südwärts bis Rachelshausen erstreckt, ist der hünstein. Durch prächtigen Hochwald führt der Weg zu seinem Gipfel, auf dem ein hölzerner Aussichtsturm steht. Bei dem klaren Wetter bot sich eine weite Fernsicht nach dem Lützler- und hainagebirge, Knüll, Rhön, Vogelsberg und nach der Gießener Gegend mit dem Dünsberg. Der Abstieg erfolgte über Dernbach. Nach der Schlußrast in Erdhaufen brachte der Omnibus die Wanderer, die einen selten schönen Frühlingstag und eine herrliche Wanderung unter bester Führung verlebt hatten, wohlbehalten in die Heimatstadt zurück.
** Vorsicht bet hausschwamm - R e - paraturen ! Mauern können bei Schwamm- Reparaturen erhalten werden, sofern sie baulich noch einwandfrei sind. Wer trotzdem Mauern unnötig herausreißt, begeht eine „Versündigung am deutschen Volksvermögen", wie es in dem „Hausschwamm-Merkblatt" heißt, das die unten genannte Stelle in Verbindung mit der größten deutschen Bauorganisativn herausgebracht hat. Jede Auskunft in Schwammfällen erteilt die hessische Lan- desstelle für Pilz- und hausschwamm - Beratung (Mykologisches Institut der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde), Darmstadt, Fernruf 4755, die auch überall aufklärende Lichtbilder-Vorträge über dieses wirtschaftlich so außerordentliche wichtige Gebiet veranstaltet.
sofort in Kraft und sind gut sichtbar in den Geschäften anzubringen
Hans Buschmann, Kreisobmann der Fachschaft Leihbücherei, Kreis 14.
’Z>in uü' L>tii
— Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 20 bis 22,30 Hhr „Katte". — Ortsgruppe Gießen-Süd, Kathol. Dereinshaus, Ortgruppen Gie- ßen-Oft und -Mitte, Cafe Leib, Ortsgruppe Nord „Aquarium", jeweils 20.30 Uhr Geburtstagsfeiern des Führers und Reichskanzlers. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Flüchtlinge aus Chicago". — Astoria-Lichtfpiele, Sdtersroeg: „Der Satan der Steppe" und „Zwei gute Freunde." — Verein ehern. 116er, 20.30 Uhr, „Postkeller", Mitglieder- Versammlung.
- Tr e ‘Äaffc, Berusskranken- taffe der Kaufmannsgehilfen, hält morgen Samstag, 20.30 Uhr, im heim der Deutschen Angestelltenschaft, Lonystraße 18, ihre I ah r e s - Versammlung ab. (Siehe heutige Anzeige!)
** Die Direktion her Städtischen Straßenbahn gibt im heutigen Anzeigenteil
Ausführungsbestimmungen erschienen, nach denen leher, der gewerblich Bücher ausleiht, der Fach- Waft „Leihbücherei", (Berlin N 20, Stettiner muß e62)' oder dem Börsenverein angehören
Anmeldungen zur Fachschaft „Leihbücherei" Yaben sofort bei dem Kreisobmann Buschmann, Frankfurt a. M., Schillerstraße 18 für Kreis 14 Hessen unh Hessen-Nassau zu erfolgen.
. ®etn^ den Rahmenbestimmungen vom 7. Febr. ^^Neichsanzeiger Nr. 36, für die Ausübung des tetbbudjcreigemcrbes ist der Betrieb einer Leih- budjere1 als Nebenerwerb nur solchen Firmen ge- He! .deren Inhaber durch das Hauptgewerbe JJtitgheö eines Fachverbandes in der Reichskultur- nh^.mQ ku-5ie Papierhandlungen mit Buchhandel oder Leihbücherei werden in die Reichsschrifttums, fammer eingegliedert werden. 1
Firmen, die bie-fen Bestimmungen nagt entsprechen, sind bis zum l.Mai 1934 aufzu- lofen. Bis dahin sind die Bestimmungen der Fach- oereine zu beachten. Jede Abweichung von den Bestimmungen hat vorzeitige Schließung zur Folge. Die vom Börsenverein und der Fachschaft Leihbücherei vereinbarten Mindestleihgebühren treten
Oberbeffen.
Die Lokomotiv - Entgleisung zwischen Kohden und Llnterschmitten.
200 Mark Belohnung für die Ergreifung der Täler.
Arn 15. April wurden zwischen den Haltepunkten Kohden und Unterschrnitten an zwei Stellen Steine auf bas Eisenbahngleis gelegt, hierdurch wurde — wir berichteten bereits darüber — die Lokomotive eines Zuges zum Entgleisen gebracht. Für die Ergreifung der Täter hat die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. nunmehr eine Belohnung von 200 Mark ausgefetzt. Der Betrag wird unter Ausschluß des Rechtsweges verteilt.
Bullenauktion und Gchweinemartt in Lauterbach.
Lauterbach, 19. April. Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis hatte die gestern von der Landesbauernschaft — Tierzuchtamt Gießen — veranstaltete Bullenauktion. Zwar sind nicht alle aufgetriebenen Tiere abgesetzt worden, dafür aber waren die erzielten Preise durchweg höher als bei den Versteigerungen der letzten Jahre. Bei der gestrigen Auktion wurde ein Durchschnittspreis von 542 Mark erzielt. Diese guten Versteigerungsergebnisse sind weiter aber auch ein Maßstab dafür, auf welch züchterischer Leistungsfähigkeit unsere heimische Landwirtschaft steht. Dem Tierzuchtamt waren ursprünglich 81 Bullen zur Versteigerung gemeldet, aber nur die besten Tiere, die vorher durch eine Stallschau festgestellt wurden, waren zugelassen worden. Von 24 aufgetriebenen Bullen konnten 20 Stück zu durchweg guten Preisen ver- kauft werden. Die Angersbacher Züchter haben dabei den Vogel abgeschossen. So ersteigerte die Gemeinde Engelrod den Bullen des Heinrich Rahn- Angersbach für 800 Mark und die Gemeinde Erbes-Büdesheim (Rheinhessen) für 830 Mark den Bullen des Konrad O r t w e i n I. - Angersbach. Noch ein drittes Tier, Besitzer und Züchter Gg. hrch. Krug aus Schwarz, wurde für 820 Mark an die Gemeinde Freiensteinau verkauft Dor Beginn der Auktion fand erst eine Preisbewertung statt, um den von den Gemeinden entsandten Einkaufskommissionen die Auswahl leichter zu machen, andererseits sollten aber auch die guten Zuchtleistungen besonders herausgestellt werden. Die Bewertung erfolgte in zwei Altersklassen. Es wurde unterschieden zwischen Tieren, die im Jahre 1932 und solchen, die 1933 geboren rooren.
Es erhielten in der älteren Klasse: Heinrich Rahn-Angersbach 1. Preis, Heinrich Caspar-Watten- rod 1. Pr., Krd. hrch. Wiegel-Rimlos 2. Pr., Rudolf Friedrich-Heimertshausen 2. Pr., Albert Diegel-Windhausen 2. Pr., Wilhelm Euler I.-Maak 2. Pr., Heinrich Lind-Wallenrod 3. Pr., Friedrich Rodemer-Angersbach 3. Pr., Wilhelm Nau-Ober- Ofleiden 3. Preis.
In der jüngeren Klaffe erhielten: Konrad Ortwein I.-Angersbach 1. Preis, Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein 1. Pr., Gg. Allendorf-Reimenrod 2. Pr., Karl Fink II.-Leufel 2. Pr., Gg. hrch. Krug-


