nlale Generalstabschef der verbündeten Armeen in den Befreiungskriegen von 1813 und 1814.
Aus dem Herzen dieses Hügellandes, aus dem eigentlichen Waldoiertel, stammt der Reichskanzler Adolf Hitler. Seine Ahnen saßen in Weitra und Spittal, in Waidhofen und Heidenreichstein, Großpoppen und Arbesbach. Wenn man etwa von Freistadt, aber auch von der Donau herauf in das Waldoiertel kommt, wird man erstaunt sein, sehr häufig den Namen Hitler, oft auch in der Schreibform Hiedler oder auch Hütler zu finden. Landschaft spiegelt sich im Menschen und formt ihn. Darum sollte man, wenn man einen Geist völlig erfassen will, auch die Landschaft seiner Ahnen kennen, sollte, wenn man den Volkskanzler völlig verstehen will, diese Landschaft kennen. Das Wesentliche an ihr scheint zu sein: der Uebergang von den warmen, sanft ausschwingenden, so recht als „österreichisch" bezeichneten Weinhügeln der Wachau in das harte, streng-nordische Antlitz dieser Hochebene. In diesem Uebergang scheinen sich Ausdruck von Gefühl und Willen zu einem großartigen Gesicht zu vereinen... und das Antlitz des größten Sohnes dieser Heimat, wer kennt es nicht und weiß nicht, daß sich eben Gefühl und Willen in so wunderbarer Weise in ihm widerspiegeln?
So abgeschlossen ist dieses Land, daß es — obgleich (an Böhmen grenzend) im eigentlichen Sinne Grenzland — sich volklich fast völlig rein und unvermischt erhalten hat. In der langen Ahnenreihe des Kanzlers, unter fast 250 bekannten Vorfahren, findet sich nur ein einziger slawischer Name.
Fast selbstverständlich übrigens, daß, als nach 1870 in Oesterreick eine mächtige alldeutsche Bewegung wach wurde und als sich erneut und ver
stärkt der alte Sehnsuchtstraum nach dem Reich aller Deutschen anmeldete, diese neue Bewegung gerade vom Waldoiertel seinen Ausgang nahm.
Dies also ist das Waldoiertel ob der Donau, der Ostmark zugehörig und doch eine Herzkammer deutscher Geschichte. Geist und Gesicht einer wahrhaft heroischen Landschaft!
Oer Reichspräsident an den Führer.
Berlin, 19. April. (DRB.) Der Herr Reichs- Präsident hat an den Herrn Reich ska n z- l e r folgendes, von einem Blumenstrauß begleitetes Glückwunschschreiben gerichtet:
„Sehr geehrter Herr Reichskanzler!
Zu Ihrem morgigen 45. Geburtstage spreche ich Ihnen meine besten Glückwünsche aus. In dankbarer Anerkennung Ihrer bisherigen Aufbauarbeit für Volk und Vaterland gebe ich dem tiefempfundenen Wunsche Ausdruck, daß Ihnen noch viele Iahre gesegneten Wirkens und persönlichen Wohlergehens beschieden sein mögen!
In treuer Kameradschaft und mit herzlichen Grüßen bin ich
Ihr ergebener
von Hindenburg."
Tagesbefehl
Berlin, 19.April. (DRB.) Der Stabschef hat anläßlich des Geburtstages des Führers den folgenden Tagesbefehl an die S A. erlassen:
„Der oberste SA.-Führer Adolf Hitler begeht heute seinen 4 5. Geburtstag.
In ihm verkörpert sich für uns politische Soldaten der nationalsozialistischen Revolution Deutschland.
Was das Sehnen der Deutschen gewesen, feit sie in das Licht der Geschichte traten — was zwei Jahrtausende deutscher Entwickelung nicht vollbrachten — durch ihn ist es Wirklichkeit geworden: Das über Stammes-, Klaffen- und Konfef- fionsgegenfähe hinausgewachsene einige Volk im einigen Reich!
Aus feinem Geiste, unter feinen Fahnen ist die SA. marschiert für das nationalsozialistische Deutschland.
Kampf und Rot, Opfer und Tod haben uns ihm verbunden zu einer Gemeinschaft, d i e nichts und niemand lösen ober trennen kann.
Die Wehrmacht huldigt
Adolf Hitler gehört für ir
Berlin, 19. April. (DRB.) Aus Anlaß des Geburtstages des Führers hat der Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg an den Herrn Reichskanzler folgendes Glückwunschschreiben gerichtet:
hochverehrter Herr Kanzler!
Die deutsche Wehrmacht gedenkt an Ihrem heutigen Geburtstag in treuer Verehrung und Dankbarkeit des Wannes, der mit feiner Tatkraft und feinem unbeugsamen Willen das neue Deutschland schuf und damit auch der W e h r- macht Sie Grundlage wiedergab, ohne die sie trotz besten Wollens auf die Dauer ihre Aufgabe nicht hätte erfüllen können.
Wit Stolz sind wir Soldaten uns bewußt, daß die Bewegung, die Sie ins Leben riefen und die heute kraftvoll den Staat durchdrungen hat, in ihrem Ursprung auf das soldatische Erlebnis des Krieges zurückgeht. Die Kampfgemeinschaft auf Leben und Tod, die draußen in den Schützengräben der Front alle verband, war zugleich die Geburlsstunde der großen Idee, der Sie im Deutschland der Rgchkriegszeil zum Durchbruch und zum Siege verhalfen haben und in der sich heute das ganze Volk zu neuer Volksgemeinschaft zusammengefunden hat. Deshalb fühlt sich der Soldat aus innerstem Gefühl heraus eins mit dem neuen Staat.
Der KriegsfreiwilligedesRegiments L i ft, der einst in unseren Reihen kämpfte und blutete, von der ersten Flandernschlacht an bis zum bitteren Ende, der Frontkämpfer des Weltkrieges,
an die SA
Unser Stolz und unsere Ehre war es, ist es und wird es für alle Zeiten bleiben, stets feine Getreuesten z u sein, auf die der Führer vertrauen und bauen kann in guten und erst recht in bösen Tagen.
Zu dem Tage, an dem vor 45 Iahren das Schicksal der Ration in ihm ihren Retter schenkte, entbieten die braunen und schwarzen Bataillone der S A. ihrem obersten SA.-Führer ihren Gruß und erneuern ihr Gelöbnis:
In unwandelbarer Treue und niemals wankendem Gehorsam seine Wege zu gehen und seine Werke zu wirken und Bormänner zu sein beim Reubau des Staates und bei der B olf Werbung der Deutschen und dem nationalsozialistischen Deutschland zu dienen mit Leib und Seele bis in den Tod.
heil dem Führer der Deutschen!
heil dem obersten SA.-Führer Adolf Hitler!"
Berlin, 20. April 1934.
Der Stabschef der SA. gez. Ernst Röhm.
und dankt dem Mm.
tmer dem deutschen Heer.
der Henle das Ruder des Reiches in feinen Händen hält, i ft und bleibt deshalb für immer einer der unferen.
Als Träger der verpflichtenden Tradition der deutschen Armee des großen Krieges führt das Reichsheer auch das Erbe des Regiments fort, in dem Sie einst für Deutschland kämpften. Roch heute steht der Traditionstruppenteil des Regiments List, das 1. Bataillon 19. (Bayerisches) Infanterie-Regiment, im gleichen Standort, noch heute tut es feinen Dienst in den Wanern der g l e i ch en K a f e r n e, in der Sie als junger Kriegsfreiwilliger Ihre erste militärische Ausbildung erhielten. Der Badenweiler Warsch, der Sie im Kriege begeisterte, ist auch heute noch der Parademarsch des 1. Bataillons.
Ich habe daher befohlen, daß die Kaserne des 1. Bataillons des 19. (Bayerischen) 3 n - santerie-Regiments von heute ab den Barnen „Adolf-Hitler-Kaserne" trägt.
Ich bitte Sie, hierin den Ausdruck des Dankes der ganzen Wehrmacht zu sehen. Wit diesem Dank verbinden wir das Gelöbnis unwandelbarer Treue zu Ihnen und Ihrem Werk.
gez. von Blomberg.
Die Umbenennung der Kaserne des L/19. (Bayerischen) Infanterie-Regiments in „Adolf-Hitler- Kaserne" wird durch eine Paradeaufstel- (u n g des Bataillons feierlich begangen werden. Eine Abordnung der Truppe aus Offizieren, Unteroffizieren und Wannschaften wird dem Kanzler die Durchführung melden.
Zm Spiegel der Volksmeinung.
Berlin, 19. April. (DNB.) Die Berliner Presse wird beherrscht von dem Ereignisdes Tages: dem Geburtstag des Führers. Alle Zeitungen bringen auf der ersten Seite das Bild des Führers und Geburtstagsartikel, die eine Würdigung der großen Persönlichkeit und einen Rückblick auf das Werk und den starken Glauben an Deutschlands Zukunft enthalten.
Der „Völkische Beobachter" stellt dem Geburtstagsartikel seines Hauptschriftleiters R o sende r g die Worte voran, die der „VB." am 20. April 1923 dem Führer widmete: „Wir können schon heute sagen, daß der Name Hitler nicht nur für uns mystischen Klang angenommen hat. Unter diesem Namen wird das deutsche Volk einmal geschieden werden in Spreu und Weizen. Dieser Name geht schon eben als Symbol durch die ganze Welt; gehaßt und geliebt, wie alles Große!" Zn dem Ar- tikel Rosenbergs heißt es u. a.: Um die deutsche Nation aus ihrem Zustand der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung herauszureißen, bedurfte es eines unbändigen Glaubens, einer alle Hemmnisse zu überwindenden, sich stets erneuenden Leidenschaft und zu gleicher Zeit war es notwendig, daß diese Leidenschaft eingefügt wurde in eine große politische Gesamtschau des Lebens, so daß Gestalt und Auf- bau des Deutschen Reiches in allen großen Umrissen schon fest vor den Augen des führenden Mannes standen.
Dieses Zusammenwirken von Wille und Erkenntnis ist ja mit das Geheimnisvolle an der Persönlichkeit Adolf Hitlers gewesen, von den Tagen an, da er seinen ersten Anhänger fand, und all die Iahre hindurch, da er hunderttausende, Willionen in feinen Kraftkreis gezogen hatte, kaum, daß er mit ihnen in Verbindung getreten war.
Aus den Tiefen des deutschen Charakters ist der große Glaube an Deutschlands Zu- kun ft geworden, für immer verbunden mit der Persönlichkeit jenes Mannes, der diesen Glauben entfachte und niemals trotz vieler Enttäuschungen müde geworden ist in seinem Kampf um Deutschlands Freiheit
3n der „Deutschen Zeitung" schreibt der Gauleiter der Kurmark, Wilhelm Kube: Adolf Hitler ist heute und für alle kommenden Zeiten Deutschland schlechthin. Und wie aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei das Dritte Reich geworden ist, so ist aus dem Führer der NSDAP, der deutsche Führer geworden.
Unser Baterlanb besitzt in Adolf Hitler den besten Vertreter seiner Kraft, seines Geistes und feines friedlichen Wollens.
Die „K r e u z z e i t u n g" überschreibt ihren Gluckwunsch mit dem schlichten Wort „Dank".
Dank dem Führer, dem feurigen und gütigen in einer Gestalt, dem Garanten der Einheit, dem Treuhänder der Zukunft. Wie ein Rausch des Glückes, heißt es weiter, ist das Jahr der Reichsgründung über uns gekommen und weiter gezogen. Es ist schon fast Geschichte, und wir stehen mit Ehrfurcht vor ihm, der Geschichte schuf.
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" sagt in ihren Geburtstagszeilen: Ueber alle Leiftun- ftungen des ersten Regierungsjahres hinweg ist es in erster Linie
die schlichte und aufrechte Persönlichkeit Hitlers, die seine Bewegung und immer mehr das ganze Bolk zu den Opfern und den Leistungen befähigt, die von uns allen gefordert werden.
So bilden mir uns zur Nation im Glauben an sein Ziel und im Vertrauen auf seine Führung.
Der „T a g" legt seinen Zeilen den Spruch Martin Luthers zugrunde „W enn Gott einem Volke hat helfen wollen, so hat er es nicht durch Bücher getan, sondern er hat ihm Männer geschickt." Das Blatt beschäftigt sich mit dem Geheimnis der Führergeburt und sagt: Der Führer der Deutschen will, daß Gemeinnutz vor Eigennutz geht, und
dafür dankt ihm ein danach feit langen Iahren vergeblich dürstendes 65-Willionenvolk
an diesem Tage, der einst in Braunau das Ge« nis der Führergeburt sah, mit dem herzlichen Gelöbnis der Nachfolge.
Die „Germania" findet folgende Worte: Was Adolf Hitler für das deutsche Volk geworden ist, liegt vor aller Welt offenbar und kann durch Worte weder erhöht, noch gemindert werden.
Das Bolk selber Hal fein Urteil über die Persönlichkeit Hitlers in der denkwürdigen, in der langen deutschen Geschichte einzig dastehenden Stunde gesprochen, als es dem Führer in so überwältigender Weise sein Bertrauen aussprach.
Das „Berliner Tageblatt" kennzeichnet die klare Linie der Politik des Kanzlers, die einen echten und dauerhaften Frieden zum Ziel habe und kleidet seinen Glückwunsch in die Worte: Kein besserer Wunsch kann ihm zu seinem Geburtstage gewidmet werden, als der, vorwärts, immer vorwärts zu gehen auf der Bahn, die zum friedlichen Glück von Nation und Heimat führt.
Berlin ein Flaggenmeer...
Berlin, 20. April. (DNB.-Funkspruch.) Die Liebe und Verehrun-g, die das deutsche Volk seinem Führer entgegenbringt, zeigt sich heute, am 45. Geburtstage des Volkskanzlers, in ganz besonders starkem Maße. Seit dem frühen Morgen dieses sonnigen Frühlingstages ist die ganze Reichshaupt st adt in ein Flaggenmeer verwandelt.
kein Haus, an dem nicht die Flaggen der nationalfozialistifchen Revolution auf die Bedeutung dieses Tages Hinweisen.
Alle Dienstgebäude des Reiches, des Staates und der Stadtverwaltung, alle Wohnhäuser und Fabriken sind beflaggt. Auch die Berliner Verkehrsmittel mit Einschluß der Kraftdroschken und der Privatkraftwagen zeigen Flaggenschmuck. Besonders eindrucksvoll sind die Dekorationen vieler Geschäfte in der Berliner Innenstadt. Zn ihren Schaufenstern sind Bilder des Führers aufgestellt, umrahmt von Blumen und frischem Grün, mit Fahnenband durchwirkt.
Auf ausdrücklichen Wunsch des Kanzlers, der in feiner Einfachheit und Bescheidenheit dem ganzen Volke Vorbild ist, wurde von offiziellen Feiern aus Anlaß seines Geburtstages abgesehen. Trotzdem hat es sich der größte Teil der Berliner Betriebe nicht nehmen
lassen, die Belegschaften zu kurzen Feier- st u n d e n zusammenzurufen, in denen die Führer der Betriebe, und die Zellenobmänner in kurzen Ansprachen die Verdienste des Führers würdigten.
Ein Geburtstagsgeschenk besonderer Art hat
sich die B e r t in e r SA. ausgedacht. Sie glaubte die Volksverbundenheit am besten dadurch zum Ausdruck bringen zu können, daß sie derjenigen Volksgenossen gedenkt, die sich nicht alle Tage ein warmes Essen leisten können. Iede Standarte hat für sich gesammelt, um Tausende von Volksgenossen am heutigen Ehrentage zu speisen. In allen Stadtteilen werden heute mittag die Bedürftigen ein warmes Wittagessen erhalten und Wusikvorträge der SA.-Kapellen werden dabei aufspielen. Auch eine Reihe von Industrieunternehmungen, Gaststätten und Kaffeehäuser wird des Geburtstages des Führers in derselben Art gedenken.
Zn der Reichskanzlei herrscht seit dem frühen Morgen reges Leben. Die Glückwunschtelegramme und Briefen häufen sich zu großen Bergen. Schon zeitig fanden sich die ersten Gratulanten ein, um sich in das Besuchsbuch einzutragen.
Frontsoldaten Wen Reichsehrenmal.
Ein Kriegsblindenheim als Geburtstagsgeschenk für den Führer.
Berlin, 19. April. (DNB.) Im Mittelpunkt der im Reichstagsgebäude abgehaltenen Tagung der Nationalsozia li st ischen Kriegsopfer- oersorgung stand heute nachmittag eine Rede des Reichskriegsopferführers Oberlindober über die Aufgaben der NSKOV. Einleitend betonte er in einem Rückblick auf die Arbeit der vergangenen Jahre, daß es der NSKOV. gelungen fei, die Kriegsopfer ihrem Volke wiedergegeben und in ihnen den Gemeinschaftsgeist besonders geweckt zu haben.
Der RSKOV. fei es im vergangenen Iahre gelungen, die Zahl der erwerbslosen Kameraden
* von 280 000 auf 80 000 zu vermindern.
Auch die ©ieMungs arbeit der NSKOV. schreite rüstig vorwärts. Am Ende dieses Jahres würden rund 1000 Siedlerstellen errichtet sein. Jeder kriegsbeschädigte Siedler erhalte ein Heim von rund 60 Quadratmeter Wohnfläche und mit etwa 1000 Quadratmeter Gartenland bei einer monatlichen Belastung von höchstens 25 Mark.
Dann stellte der Reichskriegsopferführer die Richtlinien für die künftige Arbeit der Bezirksobleute der NSKOV. auf. Dabei hob er als wichtigstes Ziel die Arbeitsvermittlung hervor. Die Oberste SA.-Führung habe die Zusage gegeben, daß in allen Fällen, in denen für Kriegsbeschädigte geeignete Arbeitsplätze vorhanden feien, SA.-Män- ner auf andere Arbeitsplätze auszuweichen bereit wären. Auch die Betreuung der Kriegerhinterbliebenen müsse energisch durchgeführt werden. Bei der Fürsorge für die Schwerkriegsbeschädigten sei immer der Grundsatz zu beachten, daß die
Schwerverletzten der größten Fürsorge bedürften. Aus diesem Gesichtspunkt werde er morgen
dem Führer im Rameu der RSKOV. ein heim für kriegsblinde zum Geburtstagsgeschenk machen.
Unsere blinden Kameraden werden mitten in der Reichshauptstadt eine Heimstätte erhalten, und zwar durch die Hand unseres Führers, der selbst das Schicksal der Kriegsblindheit kennengelernt hat. Weiter teilte der Reichskriegsopferführer unter stürmischem Beifall mit, daß
die deutschen Frontsoldaten in diesem Iahre ihren gefallenen Kameraden das Reichsehrenmal errichten würden.
Dieser Entschluß sei in gemeinsamer Besprechung mit anderen Soldatenverbänden gefaßt worden. Ueber die Zusammenarbeit in diesem Fall hinaus sei es dringend notwendig, die gesamten Soldatenverbände zu einer großen deutschen Soldatengemeinschaft zusammenzuführen. Ebenso werde man sich dafür einsetzen, daß jeder deutsche Frontsoldat ein besonderes Ehrenzeichen erhalte.
Schließlich teilte der Reichskriegsopferführer noch mit, daß alle NSKOV.-Mitglieder, die bereits vor dem 30. Januar 1933 in der Nationalsozialistischen Kriegsopferbewegung gekämpft hätten, aber nicht der Partei angehörten, jetzt die Möglichkeit erhalten würden, Parteimitglieder zu werden. Die Tagung schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und den Reichskriegsopferführer sowie mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes.
Frankreichs Todesstoß für die Abrüstung.
Berlin, 19. April. (DRB.) Die Deutsche Diplomatische Korrespondenz nimmt zur französischen Rote an England il a. wie folgt Stellung: Das ist der Geist der einseitigen Diskriminierung und des W e f f e n s mH zweierlei Waß, der Deutschland im Oktober v. 3. gezwungen hat, Genf zu verlassen. Frankreichs Forderung „zurück an den Genfer Verhandlungstisch" heißt gleichzeitig zurück nach Verfailles, zurück zu zweierlei Wah, zur Verneinung der deutschen Gleichberechtigung. Die Anwendung derartiger Verhandlungsmethoden macht jeden Fortschritt unmöglich und jedes Zugeständnis zur 3 11 u s i o n. Die französische Rote zerstört alles, was an Positivem während der langwierigen Verhandlungen seit dem letzten Herbst aufgebaut worden ist. Die europäische Politik gleicht, wie schon mehrfach infolge Frankreichs Haltung in der Nachkriegszeit, einem Trümmerfeld. Alle diejenigen, die konstruktive Lösung, wirkliche Befriedung und die Wiedergesundung unserer so schwer leidenden Welt erstreben, müssen feststellen, daß die französische Politik in ihren Konsequenzen nur zur Desorganisation Europas führen kann.
Jubel der französischen Abrustunasgegner.
Paris, 20. April. (DNB.) Der nachhaltige Ein- druck der französischen Note an England kommt in weiteren Auslassungen der französischen Presse zum Ausdruck, die, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, das Vorgehen der Regierung billigt.
Ein Freudengeschrei stimmt das „Journal des D 6 b a t s" an, das behauptet, daß end
lich eine Atmosphäre der Lüge beseitigt und die Wahrheit wiederhergestellt sei. Auch würden nun gewisse Versuche unterbunden, als Schiedsrichter zwischen Frankreich und Deutschland aufzutreten. Versuche, die Deutschland immer nur als Anreiz zur weiteren Aufrüstung ausgelegt habe. Das Blatt behauptet, daß Deutschland mit den üblichen Mitteln überhaupt nicht beizukommen sei, da das Dritte Reich kein Staat wie andere sei. Ein neuer Beweis hierfür sei die Rede des Stabschef der SA., Röhm. —
Im Paris „S o i r" bedauert Romier, daß keine beruhigende Abrüstungsformel gefunden worden sei, glaubt aber auch, daß der eindeutige Wille Frankreichs, sich nicht „hereinlegen" zu lassen", ganz Europa einen Dienst erwiesen habe.
Der Außenpolitiker der „Information" ist überzeugt, daß jetzt die Abrüstungskonferenz als begraben zu gelten habe, warnt aber vor der Schlußfolgerung, daß überhaupt alle Verhandlungen zu Ende feien. Da man das Ideal nicht erreichen könne, kehre man zu den diplomatischen Methoden von ein st zurück, die die Sicherheit im Gleichgewicht der Kräfte suchten.
Eine vernünftige Stimme.
,»3t o t r e Ternps" seht feine scharfen Angriffe gegen die französische Regierung fort. Rach Ansicht dieses Blattes habe das französische Kabinett Frankreich in gefährlicher Weise isoliert, um die Abrüstung zu torpedieren. Trotz aller psychologischen Erwägungen und juristischen Spitzfindigkeiten über die Sicherheit bleibe für die Geschichte und die Welt die brutale Tatsache bestehen, daß Frankreich nicht abgerüstet habe, während Deutschland die vertrage loyal erfülle.


