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in der Stadt Der Arbeitslose im Straßenbild der Großstadt (Herumsitzen auf Bänken öffentlicher An­lagen vor der Kneipe Unterhaltung und po­litische Diskussion von Arbeitslosentrupps Woh­nungselend der Arbeitslosen Bettelei).

2. Die Arbeit: Stillgelegte Industriebetriebe (Bergbau, Eisenindustrie usw.) Verwahrlosung 8 von Straßen, Bauten, landwirtschaftlichen Betrieben, technischen Anlagen (elektrische Licht- und Kraftan­lagen in verwahrlostem -Zustand) usw.

B. Die Schlacht ist im Gange:

1. Arbeitsbeschaffung: (Dgl. I, B). Dazu: Das Anziehen des Baugewerbes im Winter gegen­über dem Brachliegen in früheren Jahren Das Abenteuer einer besonders interessanten Tiefbau­unternehmung als Symbol für die Gesamtentwick­lung Belebung der Automobilindustrie durch Steuererlaß Abberufung von Notstandsarbeitern zur Erntearbeit (auch Mölkmädchen, Landhelfer) Errichtung von Wohnbauten und öffentlichen Gebäu­den Jnstandsetzungsarbeiten an Gebäuden Ausbesserung des Unterbaus der Reichsbahnstrecken Verbesserung der technischen Apparate der Reichs­post Steuerfreie Anschaffung von Maschinen usw.

2. Bekämpfung der Saison- und Kon- junkturarbeit: Trotz Frost und Kälte werden Gebäude ausgebessert und Anbauten vorgenommen Acker und Wiesen können auch im Winter gekalkt, Gräben vertieft und ausgebessert werden In­standsetzung von Erntegeräten und landwirtschaft­lichen Maschinen im Winter Forstarbeiten im Winter Ländliche und Stadtrandsiedlungsarbeiten werden auch im Winter fortgeführt Kanalisa­tionsarbeiten in Städten usw.

III. Oie Sehnsucht nach Land.

A. Die Flucht aus der Stadt:

Licht- und luftlose Wohnungsverhältnisse der Groß­stadt (Trostlose dicht bevölkerte Arbeiterviertel und häßliche Hinterhöfe dunkler Mietskasernen) Hetze und Getriebe der Großstadt Blasse Kinder usw.

B. Auf dem Lande.

Schwache Besiedlung, d. h. kleine Dörfer und ver­einzelte Gehöfte in schöner Natur. Der Bauer als Selbstversorger auf eigener Scholle (Beschaulich­keit und gesundheitliche Vorteile des Landlebens, Naturverbundenheit, Mensch und Tier). Gesunde Lebensbedingungen für die Nachkommenschaft (ge­sunde, fröhliche Kinder).

IV. Oie Siedlung.

A. Die ländliche Siedlung:

1. Landbeschaffung: Aufteilungzusammen- aebrochener (verwahrloster) Güter Waldgrund für Siedlungszwecke Freiwillige Landabgabe des Großgrundbesitzes Landgewinnung durch Ein­dämmung in Küstengebieten usw.

2. Vorbereitende Arbeiten: Planierung Anlage von Straßen Heranschaffung von Material Holzeinschlag Errichtung von Fun­damenten usw.

3. Errichtung der Siedlung: Errichtung von Gebäuden Melioration (Beseitigung von Steinen aus dem künftigen Ackerland, Dränage­arbeiten, Gräbenziehen) Arbeiten zum Anschluß an Licht- und Kraftleitungen Gewinnung von Baumaterialien (Steine, Holz, Ziegel) in möglichster Nähe Richtfest und Einweihung der Siedlung.

4. Siedlungslager: Errichtung, Einweihung (Festakt) des Lagers Unterbringung und Ver­pflegung Günstige Lage zum Siedlungsgrund Tageslauf im Siedlüngslager Verschiedene Typen unter den Lagerinsassen und Altersstufen.

B. Vorstädlische Kleinsiedlungen, Stadtrandsiedlungen und Kleingärten.

Bildthemen entsprechend wie für IV, A, 2 bis 3, unter Herausarbeitung des landschaftlich veränder­ten Charakters (Nähe der Stadt).

C. SM.-Sieblungen und Siedlungsarbeit der Kurzarbeiter:

Der SA.-Mann (bzw. Kurzarbeiter) im Dienst (bzw. im Beruf) und während der Arbeit in der Siedlung.

V. Arbeitsbeschaffung und Familie.

A. Auswirkung der Ehestandsdarlehen:

Massentrauungen. Durch entsprechende Schil­der (Zettel, Plakate, Aushang) als zum Verkauf gegen Bedarfsdeckungsscheine zugelassen gekenn­zeichnete Geschäfte. Junge Paare beim Erwerb von Möbeln und Haushaltungsgerät gegen Bedarfs­deckungsscheine usw.

B. Zurückführung der Frau in die Familie.

1. Ungemütliche Häuslichkeit und ge­störtes Familienleben durch Berufstätigkeit beider Ehegatten oder bei Arbeitslosigkeit des Mannes: Kinderlosigkeit Kinder ohne oder unter fremder Obhut Ungeschick des arbeitslosen Mannes für häusliche Arbeiten usw.

2 Gemütliche Häuslichkeit und harmo­nisches Familienleben durch Hausarbeit und Kin­derwartung der Ehefrau.

3. Einstellung von Hausgehilfinnen durch steuerliche Begünstigung: a) arbeitslose Haus­gehilfinnen am Arbeitsamt; b) die Hausgehilfin als segensreiche Kraft besonders in kinderreichen Fa­milien.

VI. Oie 40-Stundenwoche.

Derselbe Arbeitsplatz gibt im Wechsel nachein­ander zwei Menschen Arbeits- und Derdienstmög- lichkeit (Bilder aus den verschiedensten Berufen).

VII. Rückwirkungen.

Belebung der Industrie von den Bergwerken bis zur Textilindustrie und Maschinenfabrikation, eben­

so des Handwerks und der Gewerbe (Bilder aus allen Betrieben). Kauflust.

VIII. Opserbereitschast.

Bilder aus der Tätigkeit der NS.-Volkswohlfahrt Pfundsammlung Jeder trägt eine Plakette der NS.-Volkswohlfahrt man klebt die Plakette an die Wohnungstür Weihnachtsspenden Weih­nachtsfeier und Bescherung der SA. usw.

IX. Oas Volk an Der Arbeit.

Einzelbilder aus allen Berufszweigen: Der Ge­lehrte Metallarbeiter Setzer Drucker Schneider Schuster Klempner Töpfer usw. usw. an der Arbeit.

Wirtschaft.

Frankfurter Börse. rNittagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 19. Febr. Der Wochen­beginn brachte eine durchaus freundliche Grundhal­tung und aufwärtsgehende Kurse. Zwar war die Nachfrage noch nicht allzu groß, immerhin genügten Momente, wie die erhöhten Umsätze beim Berliner Kassenverein, die freundliche Aufnahme des neuen Stillhalteabkommens in der Londoner City, der ge­steigerte Stromverbrauch und verschiedene Meldun­gen über erhöhte Dividenden, um das Kursniveau überwiegend um 0,50 bis 1 o. H. zu steigern.

Der Farbenkurs zog um 0,75 v. H., Th. Gold­schmidt um 1,75 v. H. und Bekula um 1,5 v. H. an. Auch die übrigen Elektrowerte lagen freundlich, nur AEG. 0,25 v. H. gedrückt. Von den gleichfalls überwiegend befestigten Montanaktien gaben Stahl­verein und Buderus je 0,25 v. H., Mansfelder 0,50 und Gelsenkirchen 0,75 v. H. nach. Am Derkehrs- markte waren Schiffahrtspapiere gut gehalten, Nordd. Lloyd sogar 0,75 v. H. fester. Auch Reichs­bankanteile gewannen 0,75 v. H. Von den übrigen Werten erhöhten sich Zellstoff Waldhof und Aku um je 0,90 v. H., letztere auf den Rekordabsatz im Ja­nuar, während Daimler 0,50 v. H. und Cement Hei­delberg 0,25 v. H. nachgaben.

Der Rentenmarkt zeigte etwas lebhaftere Umsätze, von variablen Reichsanleihen eröffneten nur Alt­besitz 0,25 v. H. niedriger, dagegen Neubesitz 10 Pf. und späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H. freundlicher, Stahlverein-Bonds plus 0,40 v. H. Be­sonderes Interesse lag für umgetauschte Dollar- Bonds vor, ferner für englische Tranchen deutscher Pfandbriefe, von denen Gemeinschaftstzruppe 2 v. H. gewannen. Von fremden Werten erhielt sich Nach­frage nach mexikanischen Anleihen, auch Anatolier lagen gefragt, und 1 v. H. fester.

Der Verlauf brachte für Elektro- und Tarifwerte meist Abschwächungen, so verloren Elektr. Lieferun­gen 1,5 v. H., Felten 0,75 v. H., Gesfürel und Licht L Kraft je 0,75 v. H., während AEG. um 0,75 v. H. befestigt waren. Auch Elektr. Lieferungen später um 1 v. H. erholt, wie überhaupt der weitere Verlauf unter kleinen Schwankungen wieder überwiegend Kursbesserungen brachte. Sehr fest aus der erwähn­ten Ursache Ku.nstseideaktien, Aku nochmals plus 2 v. H., Bemberg plus 1,75 v. H. Farbenindustrie zogen um 0,25 auf 133 v. H. an. Der Kassamarkt lag überwiegend fester, besonders für Brauereiaktien hielt erhöhtes Interesse an.

Der Rentenmarkt zeigte Altbesitz zunächst um 0,40 v. H. erholt, später jedoch wieder um 0,25 v. H. ab- bröckelnd, ebenso gaben Neubesitz ihren Anfangs­gewinn von 10 Pf. ab. Goldpfandbriefe lagen im allgemeinen freundlich, während Liquidationspfand­briefe und Kommunal-Obligationen sich oft nur knapp behaupten konnten. In Stadt- und Länder­anleihen war das Geschäft ruhig bei geringen Ab­weichungen.

Tagesgeld blieb zu 3,5 v. H. unverändert.

Abendbörse freundlich.

Die Abendbörse blieb im Anschluß an den Mit­tagsverkehr freundlich gestimmt, größeres Geschäft konnte sich aber bei Eröffnung infolge des nur kleinen Ordereingangs noch nicht entwickeln. Im allgemeinen blieben die Berliner Schlußkurse gut behauptet, teilweise ergaben sich neue Besserungen bis zu 0,50 v. H., so bei Phönix, AKU., Licht & Kraft, Bekula und Deutsche Linoleum. IG. Farben setzten mit unverändert 133 v. H. ein, eben­so Daimler Motoren mit 45,50 o. H. Am Renten­markt waren umgetauschte Dollar-Bonds recht fest und etwa 0,25 bis 0,50 v. H. über den Mittags­kursen, aber ebenfalls ohne nennenswerte Umsätze. Variable Reichsanleihen und späte Reichsschuldbuch­forderungen lagen behauptet.

Im Verlaufe blieb die Haltung freundlich, ohne daß jedoch eine Geschäftsbelebung eingetreten wäre. Neben einigen Montanpapieren waren Reichsbank­anteile gesucht und 0,65 v. H. höher, auch AKU. zogen erneut 0,50 v. H. an, während Farbenindustrie und die übrigen Marktgebiete ruhig, aber behauptet

lagen. Gesfürel unterschritten allerdings wieder die Parigrenze. Deutsche Anleihen fanden auch später­hin kaum Interesse, nur Schutzgebiete notierten etwas höher, woaegen sich Nachfrage nach Reichs­mark-Anleihen erhielt. Von fremden Werten konn­ten sich 4 v. H. Schweizer Bundesbahn und 3,50 v. H. do. um je 1,50 v. H. auf 139 bzw. 133 v. H. befestigen. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,35, Altbesitzanleihe 96,50, 6 v. H. Stahloerein-Bonds 71, Schutzgebietsanleihe von 1913 bis 1914 9,40, Reichs­bank 168,50, Gelsenkirchen 63,50, Mannesmann 67,75 bis 68,25, Phönix 50,50, Rheinstahl 91,75, Stahlverein 42,75, AKU. 49,50 bis 50, Bekula 128,75, Bemberg 48, Daimler 45,50, Scheideanstalt 180,25, Licht & Kraft 104,75, Deutsche Linoleum 48,25, IG. Farben 133, Gesfürel 99,75* Metall­gesellschaft 76,40, Schuckert 104,50, Siemens 150,25, Reichsvahn-VA. 112,50, Hapag 29, Anatolier I und II 29,75.

Srantfuvter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 19. Febr. Auftrieb: Rinder insgesamt 1166 (gegen 1402 am letzten Mon­tagsmarkt), darunter befanden sich 357 Ochsen, 98 Bullen, 373 Kühe und 338 Färsen, Kälber 508 (499), Schafe 67 (70), darunter 54 (63) Hammel, Schweine 4245 (3845). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 32 bis 33, b) 30 bis 31, c) 27 bis 29, d) 24 bis 26; Bullen a) 29, b) 27 bis 28, c) 25 bis 26, d) 22 bis 24; Kühe a) 28 bis 29, b) 24 bis 27, c) 19 bis 23, d) 13 bis 18; Färsen a) 32 bis 33, b) 30 bis 31, c) 27 bis 29, d) 24 bis 26; Kälber, a) 44 bis 45, b) 38 bis 43, c) 31 bis 37, d) 24 bis 30; Lämmer und Hammel bl) 34 bis 35, c) 31 bis 33; Schafe f) 26 bis 28, g) 21 bis 25; Schweine a) 45 bis 48, b) 44 bis 48, c) 43 bis 47, d) 41 bis 46, e) 36 bis 44, g) Sauen 37 bis 43. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt zogen Ochsen und Kühe je 1 Mk., Käl­ber 1 bis 2 Mk., Schafe 1 Mk. an, während Schweine 1 bis 2 Mark nachgaben und Bullen und Färsen unverändert blieben. Marktoerlauf: Rinder mittel­mäßig, nahezu ausverkauft. Kälber ruhig, Hammel und Schafe lebhaft, geräumt. Schweine schleppend, Ueberstand. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 617 Viertel Rindfleisch, 60 ganze Kälber, 22 ganze Schafe, 370 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 42 bis 50; Bullenfleisch 45 bis 50; Kuhfleisch II 34 bis 40, III 24 bis 30; Kalbfleisch II 60 bis 68, III 48 bis 60; Hammelfleisch 62 bis 70, Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes ruhig.

Mannheimer Getreidebörse

Mannheim, 19. Febr. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,85 bis 19,90 Mark, per Februar Bezirk 9 19,35, Bezirk 10 19,55, Be­zirk 11 19,85; Roggen (süddeutscher, 71/72 kg, frei Mannheim) 16,90 bis 17; per Februar Bezirk 8 16,60 bis 16,30, Bezirk 9 16,60 bis 16,30; Hafer (inländischer) 15,50 bis 15,75 (stetig); Sommergereft (inländische, Ausftichware über Notiz) 18 bis 18,50 (ruhig); Gerste (Pfälzer, Ausftichware über Notiz) 18 bis 18,50; Futtergerfte 17; Mais (La Plata, im Sack) 19,25 bis 19,50; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Raps­kuchen 14,50; Palmkuchen 15,25; Kokoskuchen 17,25; Sesamkuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Bier­treber (mit Sack) 16,75; Malzkeime 14 bis 14,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 9,75 bis 10; Rohmelasse 8,50; Steffenschnitzel 11,25; Wiesenheu (loses) 6,20 bis 6,50; Rotkleeheu 6,60 bis 6,80; Luzernekleeheu 7,80 bis 8; Stroh, Preßftroh, Roggen-Weizen 2,20 bis 2,40, Hafer-Gerste 1,80 bis 2 (ruhig); geb. Stroh, Roggen-Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40 (ruhig); Weizenmehl (Spezial 0, mit Austausch- weizen) per Februar 29,70, per März 30; Weizen­mehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Februar 28,20, per März 28,50 (ruhig); Roggenmehl (70 v.H., norddeutsches, prompt) 22,50 bis 25 (ruhig); Rog­genmehl (Pfälzer und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25 (ruhig); Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,25,

i (grobe, mit Sack) 10,75; Roggenkleie 10,50 bis 11,2d; Weizenfuttermehl 11,50; Roggenfuttermehl 11,50 bis 12 Weizennachmehl 15 bis 15,25; Weizennachmehl IVB 16,25 Mark.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 19. Febr. Der Markt lag auf allen Gebieten sehr still. Das weiterhin schlep­pende Weizenmehlgeschäft verstimmt und lahmt die Unternehmungslust ganz allgemein. Das Angebot in Brotfrucht blieb stark, ganz besonders m thurmg. Weizen. Futtermittel neigten vereinzelt weiter zur Schwäche, besonders Weizenkleie und Biertreber. Es notierte Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in Mark): Weizen 195 bis 196; Roggen 172,50 bis 173; Braugerste 175 bis 177,50; Hafer 146 bis 148, Weizenmehl (Spez. 0, mit Austausch­weizen) 29,40 bis 29,95, (ohne) 27,90 bis 28,45; Roggenmehl (060 v. H.) 23,50 bis 24, (sudd., Spez. 0) 24; Weizenkleie 10,15; Weizenfuttermehl 11,25 bis 11,50; Roggenkleie 10,50 bis 10,60; Soja­schrot 14,80 bis 15,25; Palmkuchen 15 bis 15,15; Erdnußkuchen 16 bis 17,20; Treber 16; Trocken­schnitzel 9,80; Heu (südd.) 6 bis 6,40; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt ober gebündelt) 1,90 bis 2.

Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 2,50 Mark (unv.) per 50 Kilogramm bei Waggonbezug.

Reichstagung desNatwnalsozialistischen Lehrerbundes in Frankfurt.

Fr an ksurt M., 19. Febr. <LPD.) Der Na­tionalsozialistische Lehrerbund wird an Pfingsten eine große Reichstagung m Frankfurt a. M. abhalten. Neben allen Erziehern und Erzieherinnen des Gaugebiets Hessen-Nassau nehmen Tausende von Lehrern und Lehrerinnen aus allen Teilen des Reiches an der bedeutenden Tagung teil und werben damit für den einheitlichen Erziehergedanken im nationalsozialistischen Sinne. Namhafte Redner werden sowohl bei der großen Kundgebung in der Festhalle, als auch bei den Sitzungen der Fachschaften (Hochschule,^ Höhere Schule, Berufsschule, Volksschule usw.) über die Bedeutung der Jugenderziehung für den Aufbau des Dritten Reiches sprechen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Unweidmännische Erlegung eines Dachses.

Wer am Samstag, 9. Februar, zwischen 16 und 17 Uhr bei seinem Spaziergang die Schneise Schieß- stände Schiffenberger Weg benützte, mußte leider mit ansehen, wie ein Dachs auf recht unweidmän­nische Weise getötet wurde. An der Ecke längs des Schiffenberger Weges hatte Baumeister Dachs feine Festung gebaut. Zwei Herren, sicherlich keine Mit­glieder des Vereins weidgerechter Jäger, unb eine Frau mit brei Terriers hatten ben Dachs über­fallen. Da es einem ber Hunbe nicht gelang, ben Dachs aus bem Bau zu zerren, würben zwei Ein­schläge gemacht. Nachbem bem Dachs burch einen verfehlte Schuß die Nase weggerissen worben war unb auch burch Würgen eines ber Hunbe ber Tob bes Dachses nicht erreicht werben konnte, würbe zum Beil gegriffen unb bamit erst nach brei ver­geblichen Schlägen ber Tob bes Dachses herbei­geführt. Glücklicherweise hanbelte es sich um ein männliches Tier, ba sonst ben eventuell vorhanbenen Jungen bie Mutter genommen worben wäre. Das Tierschutzgesetz bürste für eine berartige Quälerei sicherlich bie gerechte Strafe vorsehen. Den beiben Herren sei empfohlen, Mitglieb bes Vereins weib- gerechter Jäger zu werben, unb bie Begleiterin könnte sich bagegen mit ihren Hunben um bie Be­seitigung nächtlicherweile roilbernber Katzen in ber Anlage oerbient machen.

Jeber Naturfreunb weiß, baß ber Dachs unb nicht ber Fuchs ben Bau gräbt, ein Kunstwerk, bas oftmals mit 10 bis 12 Ausgängen versehen ist. Der Dachs lebt hauptsächlich von Mäusen, Engerlingen unb Wurzeln; er ist baburch ber Lanbwirtschaft sehr nützlich.

Der Augenzeuge Mitglied des Tierschutzvereins.

Rirdifidhe Jlochridtfen.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, ben 21. Februar.

Gießen. Stadlkirche. 18 Uhr: 2. Passionsandacht; Pfr. Becker.

Wieseck. 20 Uhr: Evangelist Gehring, Möttlingen. Watzenborn-Steinberg. 20: Ev. Mäbchenbunb. Lich. 20: Passionsanbacht.

Freitag, ben 23. Februar.

Gießen. Kapelle des Alten Friedhofs. 18 Uhr: Passionsandacht- Pfr. Lenz. Petruskapelle. 20: Passionsanbacht; Pfr. Trapp.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Divibenbe an Reichsbankbiskont 4 o H Lombarbzinsfuß 5 v. H.

Sranfiun u. j)l.

Berlin

% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

% et>em.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 6y8% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl..AbIöI..Schuld mit AuSlos.-Rechten ..........

DeSgl. ohne AuSlol.-Rechte......

6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929 trückzahlb. 102%)...........

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 ...........

6V.% Aeff. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Staut........

vberhessen Provinz-Anleihe mtt

Auelos.-Rechten ......

Deutsche Komm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechlen

6% ebem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

<% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar bi» 1936

ehern. 4yt% Franks. Hyp.-

Bank«Ltgu.«Psandbriefe.......

6Vi% ehern *y,% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse.

6% ehern. 8% Pr. Landespfand.

vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19

6% ebem. 7% Pr. LondeSpfand- vriefanstalt, Pfandbriefe R. 10

Eteuergutich. Verrechnungskurs..

4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterretchtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente.....

4% Ungarische StaatSrente v. 1910 *y,% deSgl. von 1913 .........

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe

Serie I.....................

Schluß« für»

Schlußk. Bbend« börse

Schluß« furd

Schlußf. Mittag» börse

Datum

17.2.

192-

17-2.

19-2.

96

96,25

96,4

96,5

100

100

100

100

93

92,9

93

92,9

96,75

96,5

96,65

96,5

19,4

19,35

19,4

19,35

94

94

94

94

90,75

91

90,75

90,75

90

90,13

92,5

93

95

94,65

94,7

94,9

91,75

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91,25

91,5

91,13

90,65

92,25

92

94

94

94

94

94

94

94

94

97,13

97,13

97,13

97,13

19,5

19

19,5

1,05

1,2

1,15

1,25

6,4

6,55

6,85

6,85

6,4

6,85

6,4

6,55

6,45

6,6

9,9

9,75

9,75

6,25

6,25

6,15

6,4

6,3

6,3

Frankfurt o.M

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß» fürs

Schlußk. Mittag» börse

Datum

17-2.

19.2.

17.2.

19-2.

4% desgt. Serie 11 .......

6 3

5% Rumän. vereint). Rente v. 1903

4,9

5?05

4,9

$5,2

4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

7,25

7,25

7,5

7,8

4% Rumänische vereint). Rente ..

3,95

4,2

4,1

4,35

2%% Anatolier ..............

28,75

29,75

29,5

30,5

vamvurg-Amertka-Daket .... o Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampffchifs........o

Norddeutscher Lloyd ........ o

W-®. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Discont»

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank.............. o

ReichSbank ........ 12

L-E.G.......................

Bekula................... 0

Slektr. LieferungSgesellschast6

Licht und Kraft ... 6

Felten L Guilleaume ....... 0

ikheinische Elektrizität ........ 5

Schlickert S Eo............. 5

Siemens L HalSke...........' 7

Lahmever L Eo.............10

tBubentf ....................

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener ............. 0

ßarvener ................q

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau . .......g

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klücknerwerke ...............0

Vianne4mann.su bren........0

28,75

29

28,9

28,65

25,9

25,25

31,75

32,4

32,25

32,4

65,75

66,25

65,9

94,5

94,25

94

94,25

52,75

52,25

52,75

52,25

65,25

66

65,25

66

66,5

67

66,5

67

167,25

168,5

167,9

167,9

30,5

31

30,4

30,9

126

128,75

126,13

128,25

100,5

104

99

100,75

105,4

104,75

104

104,5

62

61,25

61,5

60,25

100,5

99,5

100,65

100,13

94,5

104

104,5

104,5

105,13

149

150,25

149

150

116,75

117,5

117

118,25

80,5

80,25

80,25

80,5

110

110

HO

109,75

64,25

63,5

64,13

63,5

96

96

97

96,13

E

78

78

143,5

118

117,5

118,5

117,75

65,75

66,75

66,5

67

67,65

68,25

68,13

68,25

_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________1

Frankfurt a. 2JI.

Berlin

Schluß­es

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mtnaa- börse

Datum

17-2.

19.2-

17-2.

19.2.

Mansfelder Bergbau ..

» ä ä e « «

0

38,75

37,75

39

37,9

Kokswerke ....

0

90,5

90,65

Phönix Bergbau......

0

49,75

50,5

49,75

50,4

Rheinische Braunkohlen

10

206,75

206,25

207,5

206

Rhein stahl ........

0

91,13

91,75

91,65

91,9

Bereinigte Stahlwerke.

0

43

42,75

43,13

42,75

Otavi Minen .......

0

15

15

14,9

14,75

Kaliwerke Aschersleben.

6

116,5

116

117

117

Kaliwerke Westeregeln .

5

117

116

117,25

117

Kallwerke Salzdetsurtb

.....1V1

156

157

155,5

157,25

3. G. Yarben-Jnoustrte

7

132

133

132,5

133

Scheideanstalt........

9

180,25

180,25

Goldschmidt .........

0

58

59,75

59,5

60

RütgerSwerie ........

0

57,25

57

57,25

57,13

Metallgesellschaft......

0

75,9

76,4

76

76,4

Philipp Holzmann ....

0

70,5

70,75

71,75

70,75

Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt..

0

90,5

90

0

98

100

Schultheis Payenhoser

0

97,25

99,13

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

46

50

46,25

49,25

Bemberg ......

0

45,75

48

46,25

47,9

Zellstoff Waldhos .....

0

47

47,9

47

47,5

Zellstoff Aschasfenburg

0

37,4

37,75

37

37,75

Dessauer Gas ........

7

21,9

122

Daimler Motoren.....

0

' 46,25

45,5

46,13

45,5

Deutsche Linoleum ....

.......

0

48,5

48,25

48

48

Orenstetn & Koppel ...

0

70,5

70

Leonhard Tietz .....

.......

0

20,75

20

20,25

20,4

Lbade..............

10

163

163

Aerumulatoren-Fabrkk.

.......

0

181,5

182

182

182,75

Lonti-Gummt........

0

155

155

153

154

! Grttzner.............

0

27,4

28,65

1 27

29

1 Mainkraftwerke Höchst a.$L...

4

73,5

Süddeutscher Zucker

8

178,25

178,25

1 179

180

Deoijenmarfl Berlin Frankfurt a jr

17-Februar

IS-Febluar

Amtliche Notieruna

<S'tit' | Brie

Amtliche Notierung

Gelb | Brie

Helstngfor»..

5,674

5,686

5,714

5,726

Wien ......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag.......

12,44

12,46

12,44

12,46

BudapeG ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168,33

168,67

168,63

168,97

ÖSlo ......

64,64

64,76

65,13

65,27

Kopenhagen.

57,44

57,56

57,84

57,96

Ltockholm .

66,33

66,47

66,83

66,97

London .....

>2,855

12,885

12,955

12,985

Buenos Aires

0,650

0,654

0,650

0,654

Neuyork ....

2,522

2,528

2,527

2,533

Brüssel.....

58,37

58,49

58,44

58,56

Italien.....

21,96

22,00

22,00

22,04

Paris ......

16,48

16,52

16,49

16,53

ccliweitz ....

80,85

81,01

80,82

80,92

Spanien....

33,92

33,98

33,97

34,03

Danzig.....

81,57

81,73

81,62

81,78

Japan ......

0,763

0,765

0,774

0,776

Rio de Ian. .

0,214

0,216

0,216

0,218

Ingoslawte».

5,664

5,676

5,664

5,676

ßhiahoe ....

11,74

11,76

11,79

11,81

Banknoten.

Berlin, 19-Februar

Geld

Briel

Amerikanische Noten..............

2,48

2,50

Belgische Noten..................

58,28

58,52

Dänische Noten .................

57,58

57,82

Englische Noten .................

12,91

12,97

Französische Noten...............

16,45

16,51

Holländische Noten...............

168,21

168,89

Italienische Noten................

21,8

21,96

Norwegische Noten ..............

64,97

65,23

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

__

Schwedische Noten ...............

66,67

66,93

Schweizer Noten.................

80,64

80,96

Spanische Noten.................

Ungarische Note» ................

33,83

33,97