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Kr.^5 Zweites Blatt

GietzenerAnzeiger (General-Anzeiger für Oberheilen) Dienstag, 20. Februar 1954

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König Albert I. von Belgien.

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Das neue Königspaar von Belgien: Leopold III. und Astrid, geborene Prinzessin von Schweden.

Deutsches Volk, halte dein Blut rein und gesund!

Es gibt eine Lehre, die dich dazu führen will. Du versteht, was gemeint ist, wenn man sie Verer­bungslehre oder Erblehre nennt. Aber man nennt sie Eugenik. Wieviel Deutsche wissen mit diesem Wort etwas anzufangen? Weg damit! Treibt Erb­lehre, und handelt darnach? Das ist dann Erb- Hege, und darauf kommt's an.

//Revolution her Jugend."

Lichtspielhaus.

Dieser Film, der gestern abend in einer groß aufgezogenen Sonderveranstaltung in Anwesenheit zahlreicher geladenen Ehrengäste im Lichtspielhaus erschien, ist die deutsche Fassung einer amerikani­schen Produktion der Paramount. Er behandelt nach einer Erzählung von Bartlett Corrnack das alte Problem der Generationen, das überall in der Welt und also auch bei uns immer wieder ak­tuell ist. Allerdings wird das Problem hier unter Voraussetzungen zur Diskussion gestellt, die bei uns in Deutschland nicht gegeben sind. Der Fall ist in dieser Form nur in Amerika möglich, wo das großstädtische Verbrechertum zu einem riesigen, wohlorganisierten System ausgebildet ist, gegen das sich die staatlichen Machtmittel gar nicht oder nur in begrenztem Umfang Geltung verschaffen können. Die Begriffe des Gangster- und Racketeer- Unwesens in USA. sind uns ja in Deutschland wenigstens vom Hörensagen geläufig.

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Der Film spielt in einer amerikanischen Univer­sitätsstadt, deren Bevölkerung unter dem gemein­gefährlichen Treiben einer Verbrecherbande schwer zu leiden hat. Damit sind auf verhältnismäßig be­grenztem Raum die drei Schichten gegeben, um deren Beziehungen zueinander es sich handelt. Hier setzt die Handlung ein, die sich zunächst von einem gewöhnlichen, spannenden, aber unproble­matisch, das heißt als Reportage oder Spielfilm inszenierten Kriminalfall nicht nennenswert unter­scheidet. Interessant ist, daß die Studentenschaft der Hochschule gegen zwei Fronten kämpft: gegen die ältere Generation, die eiif unbrauchbares System öffentlicher Ordnung und Rechtspflege verkörpert, und gegen die Gangsters, die mit den ver­knöcherten Methoden einer heillos bürokratisierten Paragraphenwirtschaft natürlich nicht unschädlich gemacht werden können.

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Der Film gibt einen Einblick in Leben und Selbstverwaltung der studentischen Jugend und zu­gleich in den raffiniert und mit großzügiger Hem­mungslosigkeit arbeitenden Betrieb der Verbrecher­organisationen in USA. Nach amerikanischem Brauch werden in jedem Semester aus dem Kreise der Studierenden einige alsBeigeordnete" ge­wählt, d. h. sie erhalten Gelegenheit, auf kurze Frist bei der Justizverwaltung und der Polizei praktische Erfahrungen zu sammeln. Während ihrerAmts­zeit" wird ein typisch amerikanischer Kriminalfall

DasGeschoßboot"- eine einIWicheErsindung

Von Zeit zu Zeit werden auf dem Gebiete des Kriegswesens phantastische Erfindungen gemacht, die einmal den Gegner mit hundertprozentiger Sicherheit restlos vernichten, ein anderes Mal Kriege überhaupt unmöglich machen sollen. In den letzten Jahren hat es die Elektrizität den Erfindern an­getan, und das laute Geschrei, das seinerzeit um die berühmten Todesstrahlen erhoben wurde, ist wohl vielen noch in (Erinnerung. Neuerdings sollen die Japaner auf diesem Gebiet Wesentliches leisten. Viel gesprochen wird dort von der Erfindung des bemannten Torpedos, eines Geschosses, in dem ein Soldat Platz nimmt, der das Geschoß nach dem Abschuß so steuert, daß es unbedingt sein Ziel er­reicht: das Zentrum des feindlichen Schiffes. Der Steuermann des Geschosses wird zwar bei der Explosion in Atome zerrissen, aber die Japaner opfern sich gern für eine große Sache. Was an dieser Erfindung Wahrheit und was daran Dichtung ist, kann man nicht beurteilen. Tatsache ist jedoch, daß Meldungen, die über eine ähnliche Erfindung, die in Europa gemacht worden sein soll, in Europa umgingen, auf Schwindel beruhen.

Der Urheber dieses Schwindels sitzt jetzt vor dem Schwurgericht in Zürich auf der Anklagebank. Es ist der 27jährige Otto Leo Probst, der ein Ge- fchoßboot konstruiert haben wollte, mit dem jedes Großkampfschiff auf weite (Entfernung vernichtet werden sollte. Probst interessierte den Filialleiter einer Bank für seine Erfindung. Dieser wieder nahm Verbindung mit einem Züricher Bürger auf, der von feinen Zinsen lebte. Der junge Erfinder zeigte einen Vertrag mit der englischen Admiralität vor und engagierte den Rentner als seinen Vertrauensmann, Sekretär und Kurier, den Bankangestellten als Finanzmann, General­bevollmächtigten, Vermögensverwalter und Testa­mentsvollstrecker. Als Entschädigung war für jeden der beiden die runde Summe von vier Millio­nen Schweizer Franken ausgesetzt. Der Vertrag wurde unterzeichnet und die beiden zu­künftigen Millionäre machten sich nun mit (Eifer an die Finanzierung der Sache. Selbstverständlich mußte

der Erfinder große Reisen unternehmen nach allen Regierungsstädten der Welt, um bei den Militärbehörden Interesse für seine Erfindung zu wecken. Der Rentner gab fein eigenes Geld hin, der Bankhalter nahm große Darlehen auf. Schließlich behauptete der Erfinder, daß Verhandlungen mit der englischen Regierung abschlußreif geworden seien.

Der Rentner, der schon mißtrauisch geworden war, zog Erkundigungen ein und erhielt von der schweizerischen Gesandtschaft in London die Nach­richt, daß dort von der Sache nichts bekannt sei. Es wurde der Filialleiter nach London geschickt, um die Angelegenheit nachzuprüfen. Er besuchte den Erfinder in feinem Hotel. Beide fuhren zu einem Hause, vor dem zwei uniformierte Portiers standen. Probst machte seinem Vermögensverwalter weiß, dies sei das Parlamentsgebäude. Probst ging allein in das Haus hinein und kam nach einiger Zeit wieder heraus, mit dem endgültig unterzeichneten Vertrag in der Tasche. Befriedigt fuhr der Bankangestellte wieder heim und erzählte, daß der Vertrag von den Vertretern der englischen Regierung in seiner Gegenwart unterzeichnet wor­den sei. Der Vertrag sollte nicht weniger als 45 Millionen Schweizer Franken einbringen. Die Auszahlung sollte durch die Schweizerische National­bank erfolgen. Als das Geld nicht kam, redete Probst feinen Gutgläubigen ein, ein Moratorium verhindere die Auszahlung und die englische Regie­rung befürchte diplomatische Schwierigkeiten, wenn Nachforschungen angestellt werden. Die Betrüge­reien zogen sich vom Jahre 1929 bis 1933 hin. Probst hatte inzwischen eine Villa bezogen, er fuhr einen eleganten Wagen und lebte auf großem Fuße. Mit gefälschten Formularen wußte er immer neue Leute für seine Erfindung zu interessieren. Erst im Frühjahr 1933 ging der Züricher Rentier zur Schweizerischen Nationalbank, um dort zu erfahren, daß alles Schwindel fei. Probst wurde ver­haftet. In feiner Villa fand man ein ganzes Lager von falschen Stempeln und Formularen. Seinen Geldgebern hat er im Laufe der Zeit rund 700 000 Schweizer Franken abgenommen.

Gesuchtes Bildmaterial zurArbeitsschlacht".

Von der Reichspropagandastelle Hes­sen, Landesstelle Hessen-Nassau, in Frank­furt a. M., Bürgerstraße 9/11, wird mit­geteilt:

Die nachfolgende Lifte von Schlagworten und -sätzen kann nur in großen Zügen einen Anhalt da­für bieten, welche Themen durch Bilder (Photos) erfaßt werden sollen. Jedes dieser Themen kann natürlich durch eine ganze Anzahl von je nach der Aufnahmetechnik, der Bildwirkung, der Absicht des Photographen ganz verschiedene Photos wiederge­geben sein.

Ein Handlungsablauf kann durch eine Folge von Bildern dargestelll fein, die vielleicht ganz verschiedene Urheber haben, sich aber gleichwohl zu einem Ganzen zufammenordnen lassen.

Ebenso kann ein einziger Vorgang in verschiedener Auffassung gezeigt werden. So bieten z. B. Erd­arbeiten (Auslegung von Gräben) folgende Bild­möglichkeiten: Arbeitskolonne beim Graben oder Hacken Einzelperson oder -gruppe bei derselben Tätigkeit Blick auf das Arbeitsfeld von erhöhtem Standort Blick aus dem Graben auf die schau­felnden Gestalten Nahaufnahmen von in das Erdreich fahrenden Spitzhacken (mit und ohne Ar­beitshände). Das Arbeitsfeld in feinem land­schaftlichen Charakter (mit Fernblick) usw. Gegenüberstellung alter und neuer Zustände sind besonders erwünscht. Man scheue sich nicht, ins ein­zelne zu gehen; Einzelheiten verlebendigen die Wie­dergabe eines Gesamtthemas oft beträchtlich und überraschend.

Sachliche Bilder, die nüchtern berichten, sind ebenso willkommen wie lebensvolle, die noch etwas von dem Drum und Dran, d. h. Atmo­sphäre, typische Beleuchtung, landschaftlichen

Reiz usw. vermitteln.

Lebendige Szenen von Mensch zu Mensch sind sehr gesucht. Ueberhaupt soll die Arbeitsschlacht nicht so sehr als organisatorische Leistung, sondern mehr vom Erlebnis des einzelnen Men­schen aus gesehen und dargestellt werden.

Die phototechnische Beschaffenheit der Bilder darf für die Auswahl nicht allein maßgebend sein. Auch aus unscheinbaren Photoabzügen können in der Reproduktion u. U. gute Bilder erzielt werden. Doch sind im allgemeinen kontrastreiche, scharfe Pho­tos auf Glanzpapier nicht unter 9X12 Format er­wünscht. Aufnahmen in kleinerem Format (z. B. Leica), von denen Vergrößerungen noch nicht vor­liegen, sind in Originalgröße einzusenden mit An­gabe, ob das Negativ dazu vorhanden ist, so daß im Bedarfsfälle eine Vergrößerung angefertigt wer­den kann.

Die Beschriftung der Photoabzüge ist möglichst genau vorzunehmen, entweder auf der Rückseite des Abzuges, ober auf besonderer Lifte bei gleichlaufender Numerierung der Abzüge. In jedem Falle ist der Vorgang, die Oertlichkeit und nach Möglichkeit auch der Tag der Aufnahme aryu geben, sowie Name und Anschrift des Photographen bzw. Photoamateurs, oder der verfügungsberechtigten Stelle

Je schneller, je lieber!

aufgerollt und verhandelt. Die Sitzung endet mit einer glatten Freisprechung, d. h. mit einem ekla­tanten Fehlurteil, welches die Unfähigkeit des be­stehenden Systems klar erweist. Das ist das Signal zur Revolution der Jugend. Die Studenten nehmen jetzt den Kampf auf eigene Faust auf, und es ge­lingt ihnen in der Tat, mit energischer Selbsthilfe unter Verzicht auf eine paragraphierte Strafprozeß­ordnung den Fall zu klären und wiedergutzu­machen, was die berufenen Hüter des Gesetzes ver­dorben haben.

Daß das Problem als solches auf diese Weise noch nicht gelöst wird, ist eine andere Sache; und jedenfalls stimmt es nachdenklich, daß der Film mit einer ironischen Pointe schließt: eine kleine Studen­tin, die ihren Kommilitonen im Kampf gegen die Gangsters in einem kurzerhand requirierten Auto zu Hilfe eilt, wird von einem tüchtigen Konstabler am Steuer des fremden Wagens betroffen und prompt verhaftet.

Cecil B. de Mille, der die Regie hat, ist in Deutschland schon durch eine Reihe großer Inszenie­rungenDie zehn Gebote",König der Könige", Im Zeichen des Kreuzes" undWolgaschiffer" bekannt geworden. Seine Stärke sind die Massen­szenen; da ist er in seinem Element. Die Kriminal­handlung gibt er mit einer Sachkenntnis und einem Temperament, das den Beschauer vom eigentlichen Problem ablenken würde, wenn nicht dauernd durch schnelle und geschickte Ueberblendungen wieder der Zusammenhang hergestellt würde. Die Darsteller sind lauter junge Studenten, ihre Namen natürlich hier so unbekannt wie^unwesentlich. Was ihnen an schauspielerischer Routine abgeht, ersetzen sie durch begeisterten Spieleifer.

Daß man den deutschen Dialog stellenweise beim besten Willen nicht versteht, schadet nur wenig, da die Grundgedanken im großen und ganzen durch die Vorgänge selbst erklärt werden. Es bedarf übrigens kaum der Erwähnung, daß selbst bei einer so ernst­gemeinten Angelegenheit gelegentlich Anlaß zu unbe­schwerter Heiterkeit entsteht, vor allem bei der etwas wild-westlich anmutenden Studenten-Gerichtsverhand- lung und bei ihrem Triumphzug durch die Stadt, zu­mal ihr freudiger Gesang stellenweise wieLore, Lore, Lore, Looore" klingt. Sich mit den grundsätz­lichen Fragen des Films auseinanderzusetzen und, mit gebotener Vorsicht, etwa gewisse Parallelen zu unseren eigenen Verhältnissen herzustellen, muß jedem Besucher persönlich überlassen bleiben, -r-

Nach 87Jahren ...

Lohn Franklins letzte Botschast.

Die Kunde von der Auffindung eines wichtigen Dokuments, das die letzte Botschaft des berühmten englischen Polarforschers Sir John Franklin darstellt, wirft neues Licht auf eine der furcht­barsten Tragödien in der Geschichte der Polarent­deckungen, die sich vor 87 Jahren im ewigen Eise abgespielt hat. Der englischen Admiralität ist jetzt von einer Frau ein alter versiegelter Zinnbehälter überreicht worden, der sich vor drei oder vier Mo­naten am Flusse Dee angefunden hat und der die letzten Aufzeichnungen des Leiters der damals so viel Aufsehen erregenden Expedition enthielt.

Bekanntlich verließ Sir John Franklin mit seinen Leuten am 19. Mai 1845 mit den Schiffen(Erebus", das er selber befehligte, undTerror", das unter dem Kommando von Kapitän Crozier stand, den Heimathafen zur Erforschung der Nordwest-Passage und wurde am 26. Juli des gleichen Jahres in der Melvillebai unter 77 Grad nördlicher Breite und 66 Grad westlicher Länge zum letztenmal gesehen. Seitdem breitete sich der Schleier der Dunkelheit über das Schicksal der Expeditionsteilnehmer, zu deren Aufsuchung eine Reihe von Streifen unter­nommen wurde, die vor allem von der Behring- straße aus nach den Verschollenen suchten, aber lange Zeit keine Kunde von ihnen bringen konnten.

Erst McClintock stieß 1859 auf Ueberrefte der Franklinschen Nordpolfahrer; er fand Teile von Schlitten und Gebrauchsgegenständen, sowie unter einem Steinhaufen schriftliche Nachrichten, aus denen hervorging, daß Franklin am 11. Juni nach Ueberstehen eines zweiten Winters g e ft o r = b en war und daß ihm bis zum Frühjahr 1848 im ganzen 9 Offiziere und 15 Mann folgten. Die Ueber- lebenden 105 Mann mußten unter Crozier und Fitzjames am 22. April 1848 die Schiffe end- aültig im Stich lassen und suchten anscheinend unter furchtbaren Mühen und Gefahren die Stationen der Hudsonbai-Kompanie zu erreichen. Niemand von ihnen kam mit dem Leben davon; alle wurden ein Opfer von Hunger und Kälte. Das letzte Lebens­zeichen von dieser Todesbrigade im ewigen Eis stammt gemeinsam von Crozier und Fitzjames; am Schluß findet sich von der Hand des Kapitäns Crozier eine Fußnote von grimmiger Kürze:Mor­gen, am 26. April, brechen wir auf!".

Der Zinnbehälter, dessen Inhalt jetzt von der englischen Admiralität genauer untersucht wird, bringt endlich einige weitere Aufschlüsse über den Untergang von Sir John Franklin selber. Auf dem

Der König war ein gewandter Bergsteiger, der viele gefährliche Gipfel der Alpen bezwana. Um so tragi­scher ist es, daß er jetzt bei einem Ausflug in das belgische Mittelgebirge ums Leben kam. Unser Bild zeigt den verstorbenen König bei der Durch­kletterung eines Felsen-Kamins.

Was an Bildmaterial sofort greifbar ist, sofort abfenben! (Es kommt nicht darauf an, daß jeder zu allen Themen etwas liefert, sondern daß er überhaupt liefert! gez. Trefz.

I. Arbeitsdienst.

A. Erzieherische Aufgaben.

1. Disziplin: Auf dem Marsche, beim Appell usw.

2. Kameradschaftsgeist: Arbeiter der Stirn und Faust (möglichst im Gegensatz der Typen) Schulter an Schulter: bei der Arbeit, in Arbeits­pausen, bei gemeinsamer Mahlzeit, bei Unterhaltung und Spiel usw.

3. Körperliche Ertüchtigung: Arbeit auf dem Lande in Luft und Sonne kräftigt den Körper und schafft fröhliche, gesunde Menschen.

B. Wirtschaftliche Aufgaben.

Kanal- und Straßenbau Urbarmachung von Oedland und Mooren Bodenverbesserungen (Me­liorationen) Bewässerung von Kulturland Auf­forstungen Bau von Landwegen Hochwasser­schutz Flußregulierungen Vorbereitungen der Siedlungen (je nach der Bodenbeschaffenheit ver­schieden) Torf- und Braunkohlengewinnung Landgewinnung an den Meeresküsten durch Eindäm- mungs- und Befestigungsarbeiten Brückenbau Autostraßenbau usw.

C. Das Arbeitsdienstlager bringt Leben aufs Land.

Tageslauf im Arbeitsdienstlager, feine Einrichtung (Unterbringung, Verpflegung); freundschaftliches Verhältnis zur Landbevölkerung (Festlichkeit, Sonn­tagsbummel durchs Dorf, Einkäufe usw.)

D. Einst und Jehl.

Typen von städtischen Arbeitslosen beim Nichts­tun Der Arbeitsdienstwillige in schmucker Uni­form als stolzes Glied der arbeitenden Volksge­meinschaft.

II. Oie Arbeitsschlacht.

A. Vorher:

1. Der Mensch: Masse der vor dem Arbeits­amt anstehenden und herumstehenden Arbeitslosen

verblaßten Dokument stehen verschiedene Daten, und Inschriften, meistens im Telegrammstil. Z. B. wird der Tod von 24 Expeditionsteilnehmern in einer einzigen Zeile erwähnt. Durch eine Bemer­kung in sechs Sprachen wird der Entdecker des Schriftstückes gebeten, den Fund ohne Verzögerung an die englische Admiralität weiterzuleiten.

Das Blatt, über das ein Berichterstatter der Daily Mail" genauere Angaben macht, hat den Charakter eines Formulars, das augenscheinlich von einem John Murray in der Albemarlestreet in London gedruckt worden ist. Es ist folgendermaßen ausgefüllt:28. Mai 1847. Seiner Majestät SchiffeErebus" undTerror" überwintern im Eis. Breitengrad 76.5 N., Längengrad 98.23 W. Haben 1846/47 auf der Insel Beechy überwintert Breiten- 74.43.28 N., Längengrad 91.39.15,2, nachdem wir den Wellington-Kanal bei 77. Längengrad passiert haben und zur Westseite der Cornwallis-Insel zu­ruckgekehrt sind." Die Unterschrift lautet:Sir John Franklin, Befehlshaber der Expedition; darunter stehen noch die WorteAlles in Ordnung". Unten auf dem Schriftstück finden sich handschriftlich die Bemerkungen:Eine Abteilung von 2 Offizieren und 6 Mann verließ die Schiffe am Montag, dem 24. Mai 1847." Diese Mitteilung ist von Leutnant G. M. Gore und einem anderen Mitglied der Besatzung unterzeichnet.

Der übrige Teil der Inschrift ist am Rand rund um die erste Botschaft geschrieben worden und lautet:1848 wurden Seiner Majestät Schiffe Terror" und(Erebus" am 22. April verlassen, 5 Seemeilen nordwestlich von hier, da wir seit dem 12. September 184 (?) eingeschlossen waren. Die Offiziere und die Mannschaft von 105 Leuten unter dem Kommando von Kapitän F. R. Crozier landete hier 69.37.42. Breite, 98.4.41. Länge." Dann kommt eine andere Inschrift:Dieses Schriftstück wurde von Leutnant Irving unter einem Steinhaufen ge­funden, der vermutlich von Sir James Roß auf- geschichtet wurde; es ist von dem Befehlshaber Gore im Mai 1847 hinterlegt worden. Der Ge­denkpfahl von Sir James Roß ist nicht auf­gefunden worden." Eine weitere Notiz:Sir John Franklin starb am 11. Juli 1847. Der Gesamtverlust in der Expedition ist bis zu diesem Tage 9 Offiziere und 15 Mann." Diese Zeilen sind von Crozier und Fitzjames gemeinsam unterzeichnet

Das Dokument mit seinen verschiedenen Inschrif­ten gibt em anschauliches und erschütterndes Bild von dem zähen Kampf, den die Expedition^teil- nehmer gegen die Gefahren und Beschwerden des ewigen Eises geführt haben. c K