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184. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Das Genser prototoll über den Oftpakl

h c ,ni i g t e i t vom Ausland zu machen. Daß bic > -- volkswirtschaftlich und politisch betrachtet

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ie erhielt,

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i mgeheurer Bedeutung ist, geht schon daraus d:, daß noch in diesem Jahre schätzungsweise 1 Milliarden Mark landwirtschaftliche Erzeug-

sprungen sind. .

2. Zu diesem Zweck wird jede der beiden Regie­rungen die andere über jeden Vorschlag

deutsch-französische Annäherung im internationalen Rahmen ist eine wirkliche Ariedensbürgschaft. Möge Deutschland davon überzeugt sein, möge es dementsprechend handeln. Dann wird ein großer Schritt in Richtung aus die notwendige Der- söhnung unserer beiden Völker getan sein. Deutschland wird bei den kommenden Verhand­lungen sich zu äußern haben und wird sagen,

ob es an den geplanten Kollektivpakten Anteil nehmen will.

Es wird auf diese Weise imstande sein, sein Soli­daritätsgefühl zu bezeugen. Wir schließen vor keiner Gefahr die Augen, aber wir verzichten auch auf keine Hoffnung. Wir bewahren die Ueberzeugung, daß in der heutigen Zeit etwas Dauer haf- t e s nur auf einer aufrichtigen und wirk­lichen internationalen Zusammen­arbeit begründet werden kann."

Reichsnährstandes berangezogen. Ferner haben sich die Beamten der wissenschaft­lichen Institute ebenso freudig und freiwillig in den Dienst dieser großen Aufgabe gestellt wie die landwirtschaftlichen Beamten der Düngemittelindustrien. Darüber hinaus wird auch jedem Privatmanns, der in besonderen Gebieten größere Erfahrungen besitzt, Gelegenheit gegeben, aufklärend zu wirken.

Diese Vorträge, die gegebenenfalls durch Filmvorführungen zu unterstreichen sind, werden durch Rundfunkvorträge an allen deutschen Sendern ergänzt. Daß die Presse sich während der ganzen Dauer der Erzeugungsschlacht mit diesen wichtigen Problemen beschäftigt, ist eine Selbstverständlichkeit. Um aber auf dem Dorfe selbst für die richtigen Gedanken zu werben, werden dort besondere Tafeln aufgestellt, die auf die Wich­tigkeit der einzelnen Maßnahmen Hinweisen. So. wird der Bauer immer und immer wieder daran erinnert, wie und zu welchem Zwecke eine Ver­mehrung seiner Erzeugnisse angestrebt wird.

Daß der Reichsnährstand außer dieser Aufklärung

Dir werden", so fuhr Laval fort .»sehr bald unsere Unterhaltung mit Deutsch­land wieder aufnehmen. Ich habe be­reits gesagt, daß Deutschland aufgefordert werden werde, mit uns und den übrigen Län­dern unter den gleichen Bedingun­gen und mit gleichem Recht (au meme titre) zu verhandeln. Deutschland wird aufs neue ausgefordert werden, sich die­sem Kollektivpakt anzuschließen, in dessen Rahmen es versichert ist, die glei­chen Garantien zu erhalten, die er den übrigen beteiligten Ländern gewähren wird." Zum Schluß betonte Laval, daß Frankreich ein­zig und allein auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit handeln wolle und bereit sei, auf diesem Gebiet mit allen zusammenzuar­beiten. Frankreich betreibe eine Friedenspolitik; eine solche Politik sei gegen kein Land ge­richtet. Laval erklärte:Ich schließe auch nie­manden aus. Ich werbe im Gegenteil um den Bei­stand aller, die guten Willens sind. Wir haben uns um sie bemüht, wir bemühen uns auch jetzt noch um sie.

Die französische Regierung wird niemals etwas tun, was Deutschland zu dem Glauben berech­tigt, Frankreich wolle ihm gegenüber eine Politik der Vereinsamung betreiben. Die

London, 18. Dez. (DNB.) Der linksradikale S t a r" veröffentlicht Einzelheiten über ein fran­zösisch-sowjetrussisches Militär- und Handelsabkommen. Die Gerüchte über das Bestehen eines derartigen Abkommens tauchten nach der Rede des französischen Abgeordneten Ar- ch i m b a u d in der Kammer auf. Die französische Regierung sah sich damals zu einem Dementi ver­anlaßt. Nunmehr veröffentlicht derStar" den an­geblichen Inhalt des Abkommens unter genauer Wiedergabe der einzelnen Artikel.

Der Militärpakt hat eine Laufdauer von fünf Jahren und kann um weitere fünf Jahre verlängert werden. Artikel 3 und 4 sehen engste Zusam­menarbeit in Luftfahrtfragen vor. Ar­tikel 2 soll Andeutungen darüber enthalten, daß I a - p a n und Deutschland d i e mutmaßlichen Widersacher der beiden Unterzeichnermächte sein würden. Gleichzeitig wird in Artikel 1 der Pakt als reinen Verteidigungszwecken die­nend bezeichnet. Ein Zusammenwirken zwi­schen beiden Generalstäben ist vorgesehen. Das Ma­terial über die militärtechnischen Fortschritte soll ausgetauscht werden. Außerdem wird sich eine fran­zösische M i l i t ä r m i s s i o n nach Sowjetrußland und eine sowjetrussische Militärmission nach Frank-

die Fragen auch nur innerhalb eines Landkreises gleichmäßig zu behandeln. Keine theoretischen Heber- legungen werden hier angestellt, sondern rein praktische Gebiete werden behandelt, die für jeden Bauern von größtem Interesse sind. Zum Bei­spiel wird gezeigt, wie durch bessere Bodenbearbei­tung, durch zweckmäßige Düngung und einwand­freies Saatgut die Erkäge von Acker, Wiese und Weide erhöht werden können, wie die Futterver­sorgung des Viehes in eigener Wirtschaft gesichert wird, wie mehr Textilrohstoffe (Flachs, Hanf und Wolle) zu erzielen sind, wie die Leistungen aller landwirtschaftlichen Nutztiere, auch der Kleintiere ge­steigert werden können usw. Insgesamt werden auf diese Weise 14 verschiedene Fragen behandelt.

Soll eine derartige Schulung des Bauern mit Erfolg durchgeführt werden, so dürfen zu diesen Sprechabenden natürlich nur einwandfreie und mit guten praktischen Kenntnissen ausgerüstete Kräfte berangezogen werden. Diese Kräfte stellt der Reichsnährstand zur Verfügung. Außer den Leh­rern der bäuerlichen Werkschulen wer­den sämtliche Fachbearbeiter des

noch viele andere Maßnahmen getroffen hat, die Erzeugungsschlacht zu einem vollen Erfolge wer­den zu lassen, ist selbstverständlich. So wurden z. B. 14,5 Millionen Mark zum Bau von Ein- säuerungsbehültern zur Verfügung gestellt, die rest­lose Abnahme einer Flachsernte von 50 000 und die einer Hanfernte von 5000 Hektar wurden ga­rantiert und die für die Verarbeitung notwendi­gen Industriebetriebe in Gang gesetzt, das für den Anbau nötige Saatgut beschafft, die Düngemittel­preise für Kali und Phosphorsäuredünger herab­gesetzt, wenig ertragreiche und widerstandsfähige Sorten der Kulturpflanzen aus dem Handel ge­zogen, das Früchtepfandrecht verlängert und vieles andere mehr. So sehen wir also an dem Beispiel der Erzeugungsschlacht, welche gewaltigen Aufgaben dem Reichsnährstand bevorstehen und wie sie mit Hilfe der umfangreichen Organisation gelöst wer­den, Aufgaben, die um so schwerwiegender sind, als sie nicht einen einzelnen Berufsstand, sondern schlechthin das gesamte deutsche Volk be­treffen.

gen gemeinsam Abschluß der vor-

Geheimes MMabkommen zwischen Paris und Moskau?

Veröffentlichungen eines englischen Blattes. - Angeblich gegen Deutschland und Japan gerichtet.

rm die die Erzeugnisse des Bauern vertreiben, er> iic^t worden, sondern vertritt gleichzeitig auch | i t interesfen der Verbraucherschaft. Lasseste Beispiel hierfür ist die Marktord- N i n und die daraufhin erfolgte Einführung der $ rh- und Festpreise. Trotzdem werden heiMeiaoch Stimmen laut, die sich gegen die Errich- lim uner derartig umfangreichen Organisation, die M letzten Dorf und Bauernhof reicht, aus- spr^chn und behaupten, die gleichen Erfolge auch au cnbere Art und Weise erreichen zu können.

fe :id)tig aber gerade die Erfassung aller La ^Wirtschaftlichen Kräfte in einer anLßi Organisation ist, geht aus der Durch- |üm:iu n g der Erzeugungsschlacht hervor, Hi cis j dazu dient, uns hinsichtlich der Nahrungs- «iitkreschaffung möglichst frei von der Ab-

sictz nur schwer zu einer Umstellung seiner Wirt- fdjHfn und zu Neueinführungen bewegen. Hinzu fDihniü;, daß er oft genug Nackenschläm ronmer die Ratschläge geschäftstüchtiger Leute oder

Oie Lücke im französischen Kollektivpakisystern.

Laval fordert Deutschland erneut zur Teilnahme auf.-Annäherung und Zusammenarbeit, aber im internationalen Rahmen.

M Erzeugungsschlacht N deutschen Bauern : Onn Or. Schünemann (Reichsnährstand).

>e! Reichsnährstand als Organisation des natio- ia somlistischen Staates ist nicht nur für die Be- tii gelber landbautreibenden Bevölkerung und der

Paris, 18. Dez. (DNB.) Der Senat befaßte sich mit dem Haushalt des Außenministeriums. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschußes, Senator Börenger wünschte vor allem Aufklärung über die Verhandlungen mit Polen, der Sowjetunion, der Kleinen Entente und Italien und über das mit der Sowjetunion unterzeichnete Protokoll. Er nahm auch Bezug auf die Fühlungnahme zwischen den Vertretern französischer und deutscher Front­kämpfer.

Außenminister Laval

begann mit einem Bericht über die Beschlüsse des Dölkerbundsrates zu der Saarabstimmung. Wenn er in der Kammer bereits erklärt habe, daß Frank­reich sich einer zweiten Abstimmung gegebenenfalls nicht widersetzen würde, so habe er die Genug- tung, feststellen zu können, daß die Ansichten der französischen Regierung über dieses heikle Problem mit denen des Dreierausschusses überejnstimmten.

Die Interessen Frankreichs fielen mit den In­teressen des Friedens zusammen. Damit aber Frankreich seine Vernunft durchsetzen könne, müsse es geachtet werden und um geachtet zu werden, müsse es st a r k s e i n. 3n allen laufen­den Verhandlungen verfolge Frankreich kein egoistisches Ziel, wenn es auch die berechtigte Sorge um die Sicherheit hege. Für den festen Ausbau des Friedens feien die Verhandlungen zum Abschluß eines O ft p a k t e s und zu einer engeren Zusammenarbeit mit I la­llen aufgenommen worden.

Wie Frankreich, so habe auch Mussolini Freund­schaften, denen er treu z u bleiben gedenke. Von der Uebereinftimmung zwischen beiden Regie­rungen hänge die Aufrechterhaltung einer eng mit den Interessen des europäischen Friedens ver­knüpften politischen Ordnung in Mittel­und Osteuropa ab. Da die Freundschaft Frank­reichs unerschütterlich sei, müsse die Kleine En­tente im voraus alles, was die französische Regie­rung mit der italienischen Regierung planen könnte, als vollständige Uebereinftimmung an­sehen mit der Auffassung, die die Regelung ihrer (der Kleinen Entente) eigenen Interessen Frank­reich vorschreibe und immer vorschreiben werde.

Die Verhandlungen über den Ostpakt würden fortgesetzt, Frankreich sei bestrebt, sich die Z u * ftimmung Polens zu sichern. Frankreich habe Polen ebenso herzliche wie genaue Aufklärungen gegeben. In Polen könne kein Zweifel darüber be­stehen, daß Frankreich bestrebt sei, den berechtigten polnifchen Wünschen Rechnung zu tragen.

reich begeben. Die sowjetrusssiche Regierung über­nimmt ferner die Herstellung französi­scher Flugzeugrnotore-, die technische Lei­tung wird in französischen Händen liegen. Von den neuen französischen Zwergtanks werden vierhundert Stück nach Sowjetruß­land befördert, um die Erfahrungen der franzö­sischen Tankfabrikanten auch Sowjetrußland nutzbar zu machen. Für die ständige drahtlose Ver­bindung zwischen den beiberfeitigen General­stäben ist ein Geheimcobe ausgearbei- t et worden.

Sollte Sowjetrußland von Japan an­gegriffen werden, dann wird Frankreich ohne besondere Aufforderung Kriegsmaterial im Werte von vier Milliarden Francs an Sowjetrußland liefern. Im Falle eines französisch - deutschen Krieges werden die Sowjetrussen Frankreich mit einer entsprechen­den Menge Getreide versorgen. Frankreich und Sowjetrußland verpflichten sich ferner, keine zweiseitigen Verträge mit Deutsch­land abzuschließen. Es sei keine Bestimmung über die Entsendung von Truppen von einem Land zum anderen enthalten. Wahrscheinlich würden beide Länder die Lage hinsichtlich Polens später überprüfen.

bidehuDeifungen nicht lanbwirtschastsfreunblicher BWHen befolgte. So setzt er bewußt ober unbe- wiiw'li allen Fortschritten selbst wenn sie gut mi'ic?' einen gewissen Wiberstand entgegen unb bl !i: Bei seinen alten, heute zum Teil überholten otümim minbeften nicht mehr zweckmäßigen Wirt- schhctnnethoben.

I H greift nun der Reichsnährstand ein um! «ieginnt mit einer ungeheuren Aufklärungs- enrtii: die zunächst den Zweck verfolgt, dem Bauern flökeyu weisen, auf denen er ohne besonders große -Belastung höhere Erträge aus seiner 's mft erzielen kann. Die Erzeugungsschlacht gli:i.!c:t sich also in zwei Abschnitte,

jn die Schulungsarbeit durch die Be- cmten des Reichsnährstandes

: 2r die Ausführungsarbeiten durch die j | lmdbebauende Bevölkerung selbst.

Slsen die Arbeiten von Erfolg gekrönt sein, so miwe bei der Aufklärung unbedingt all die Rat­sch ilz unterbleiben, aus deren Befolgung für den Biül^m ein Risiko entstehen kann, weil er anberm faiili halb bas Vertrauen verlieren unb seinen alten GüGisätzen treu bleiben würbe.

2n große Plan ber Erzeugungsschlacht wurde oaii ^raumer Zeit vom Stabsamt in Verbindung mniilin: Hauptabteilung H des Reichsnährstandes auasjuirbeitet. Dieser ist in den großen Linien rich- tunr|c:benb für sämtliche Landesbauernschaften und roniÄ ihnen vor kurzem zur Weiterbearbeitung ü6t>!G?ben. Die Landesbauernschaften beauftragen num' n Hand der Richtlinien die einzelnen Kreis- boittchschaften mit der Durchführung des Aufklä- ruii Feldzuges. Die Hauptarbeit liegt also in den einzelnen Kreisen. Hier werden soweit w möglich in jedem Dorfe in vierzehntägigem Ai Ittiib je zwei Vorträge an einem Ei):r;chabend während des Winters ab- getton, in dem von erfahrenen Fachleuten den $!$ci?Tn Rede und Antwort gestanden wird. Durch biiiefraffe Organisation des Reichsnährstandes ist Si:LP getragen, daß auch der entfernteste B!! iüsr erfaßt wird. Dadurch daß der Vortra- genie selbst zum Bauern in das Dorf ti'unmt, erreicht man, daß einmal jeder Bauer sich avitli'len Sprechabenden beteiligen, zum anbe» reitrauer, baß ber Vortragenbe sich vollkommen auf di iswrhältnifse ber betreffenben Gegenb einstel- [ e m iann Unb gerabc dies erscheint außerordent- licL richtig, sind doch die Wirtschafts-, Boden- und Kk!l Verhältnisse innerhalb Deutschlands so auher- orihilidjt verschieden, daß es oft nicht möglich ist.

auf dem Laufenden halten, der eine der­artige Tragweite haben könnte, auf gleich welchem Wege er ihr von einer der in Frage kommenden Regierungen unterbreitet werden würde. Diese Ver­pflichtungen gelten für b i e Dauer bes lau­fenden diplomatischen Unternehmens (entreprise) unb aller folgenden Unterneh­men, die gemäß der gleichen allgemeinen Auf­fassung und mit der gleichen Absicht an feine Stelle gesetzt werden töneten.

Beide Regierungen verpflichten sich, auf diese Unternehmen nicht zu verzichten, ohne durch gemeinsame U e b e r e i n f o m m e n fe ft ge|t eilt zu haben, daß es nutzlos wäre, sie weiter zu verfolgen. In diesem einen Falle würden sie über bie neuen Versicherun- g e n beraten, bie sie sich in dem gleichen Geist unb zum Zwecke eines gleichen Gegenstandes zu geben für zweckmäßig erachten würben. Die beiden Regierungen sind überzeugt, daß eine solche Ga­rantie ber Kontinuität unb ber Wirksamkeit in der diplomatischen französisch-russischen Zusammenarbeit den Erfolg der laufenden internationalen Verhand­lung erleichtern und gleichzeitig dazu dienen wird, allgemein den Geist des gegenseitigen Vertrauens in den amtlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Im Vertrauen darauf haben die Unterzeichneten, die von ihren Regierungen hierzu ermächtigt waren, das vor­liegende Protokoll unterzeichnet.

Genf, den 5. Dezember 1934.

(Unterschriften.)

Gez. Litwinow. Gez. Laval.

pisise ' i n g e f ü h r t werden, die ebenso gut im fcnH<r;ie heroorgebracht werden können, und daß wcchmd des Weltkrieges, in dem wir wirtschaftlich Domn huslanbe abgesperrt waren, runb % Millionen ikünhger an Unterernährung zugrunbe gegangen fiii !>

'Dnretisch läßt sich nachweisen, baß unsere Land- wiirlstaft bas gesamte deutsche Volk aus eigener SciiZol' ernähren kann, allerbings unter ber Vor- auil>|eiung, baß Boben und Viehbestand so a i e n u tz t werden, wie es heute schon in den ?lvif l eleiteten Betrieben geschieht. Zwei- elib-ohie hat auch jeder Bauer das Bestreben, sei­nem Srund und Boden bie höchsten Erträge abzu- geipirien. Das Interesse bes Bauern läuft also mit ber» Jaeftrebungen bes Staates parallel. Es müßte bemild) durchaus nicht allzu schwierig sein, das gciiiic.'e Ziel gesicherte Ernährung des Volkes aio is io gen er Scholle zu erreichen, wenn ja, tminntibie genannte Voraussetzung erfüllt sein würde. Dck.sift aber durchaus nicht der Fall.

®ain nun aber der Bauer demselben Ziele nne ^allerdings aus persönlichen Gründen nach- ftriteb: so muß doch ein Grund vorliegen, der das (FPtWQen dieses Zieles verhindert. Unb bas ist tcttWlich ber Fall. Tag für Tag, Woche für Woche anibe:bt ber Bauer schwer unb hart, oft 10 bis 14 SlMi-en am Tage, ist bauernb körperlich ange- fpiiir unb hat keine Zeit unb Gelegenheit, sich eirigtiicnb um bie Fortschritte seiner B e- r u frg e n o ff e n zu kümmern. Er übernimmt bie WÜllchaftsmethoben seiner Vorfahren uneinge« fdniäitt, hält fest an biefen Anschauungen unb läßt

r.296 (Elftes Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, 19. Dezember 1954

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in im Bild'Die Scholle B Md 1 > B B B f I II III ÄJr B für Anzeigen von 22 mm

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ÄX11686 Druck und Verlag: Srühl'sche Univerfiläts-Such- und Steinörudmi R. Lange in Stehen. Schriftleitung und S-schSstrstelle: Schulftratze r M°ng°n°b|ch,üsi°s.°ff°l8

Außenminister Laval kündigte im Senat die Ver­öffentlichung des von ihm und Litwinow in Genf unterzeichneten Abkommens über das Verhalten beider Regierungen während der Ostpaktverhand­lungen an. Das Protokoll hat folgenden Wortlaut:

Der französische Außenminister und der sowjet­russische Volkskommissar für Auswärtige Ange­legenheiten, die in Genf einen Gedankenaustausch über den Stand der Verhandlungen zum A b - schluß eines O st p a k t e s, für den von ihren Regierungen die Initiative ergriffen worden ist, geführt haben, sind zu der Feststellung gelangt, daß beide Regierung"- t»

entschlossen sind, den , _v gesehenen internationalen Pakte zu betreiben. Sie sind in dem Augenblick, in dem die Verhandlungen eine aktivere Wendung genommen haben, über­eingekommen, im Namen ihrer Regierungen fol­gende Haltung einzunehmen:

1. Keine der beiden Regierungen wird sich mit den Regierungen, die zur Teilnahme an dem Ostpakt aufgefordert worden sind, und insbesondere mit denen, die ihren grundsätzlichen Beitritt noch nicht er­klärt haben, in Verhandlungen ein­lassen, die zum Abschluß von zwei- oder mehrseitigen Verträgen führen könnten, die die Vorbereitung und den Abschluß des regio­nalen O st p a k t e s und der mit ihm verbundenen Verträge kompromittieren könnten ober bie d e m Geiste wibersprechen, dem sie ent-