Vom Goslarer Reichsbauerntag.
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Schwertertanz der Traunsteiner, ein Bild von dem Festabend, der unter dem Leitwort „Deutsches Bauerntum" im Nahmen des Reichsbauerntages veranstaltet wurde.
Handball-Gauliga 1900 gegen ET Kassel 3:7 (1:3).
Die Handballspiele der Gauliga haben, soweit man sie bisher in Gießen zu sehen Gelegenheit hatte, eine sehr harte Note getragen. Das war auch am gestrigen Sonntag auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 nicht anders. 1900 und CT. Kassel standen sich gegenüber. Es entspann sich ein heftiger Kampf, aus dem man sofort erkennen konnte: es geht um wertvolle Punkte! Für die Spielvereinigung entschied das Spiel darüber, ob sie sich an bevorzugter Stelle in der Spitzengruppe behaupten konnte oder nicht. Die Aktien der Blauweißen sind gefallen. Die Spielvereinigung 1900 verlor, und es läßt sich noch nicht einmal sagen, daß sie unverdient verlor, wenngleich sie auch der Schiedsrichter, insbesondere zum Schluß in zwei Fällen ziemlich offensichtlich durch seine Entscheidungen benachteiligte. Es muß aber zugegeben werden, daß die Kasseler das Spiel so oder so für sich entschieden hätten. Die Tordifferenz von 3:7 war, für dieses Spiel gesehen, doch recht eindeutig.
Der Kampf verlief von Anfang bis zum Ende sehr spannend. Ein Angriff wurde so heftig vorgetragen wie der andere. Es wurde bis zum Schluß mit einer fanatischen Verbissenheit gekämpft. Es fiel angenehm auf, daß die Mannschaft der Spieloereinigung bis zehn Minuten vor Schluß noch immer die Hoffuuna trug, ein Unentschieden zu erreichen. Das war insbesondere in der zweiten Halbzeit der Fall, als Betz auf 3:5 zu verkürzen vermochte.
Das Spiel begann mit einer leichten Ueberlegen- heit der Gäste, die dem auch in der sechsten Minute Ausdruck gaben, indem sie in Führung gingen. Die Blauweißen ließen sich von dem System oer Kasseler etwas aus dem Konzept bringen und spielten zerfahren. In der sechszehnten Minute vermochten die Gießener den Ausgleich zu erzielen und man hoffte 3u dieser Zeit im Publikum, daß die bisher sichtliche Ueberlegenheit der Gäste mehr und mehr durch die Gießener Mannschaft ausgeglichen werden würde. Aber die Platzbesitzer konnten sich nicht lange freuen, denn die Gäste erhöhten auf 1 :2. Zwar kamen die Gießener in guter Kombination auch immer wieder vor das gegnerische Tor, der Sturm verstand sich aber nicht gut genug, spielte zu engmaschig und konnte sich gegen die harte Verteidigung der Gäste nicht durchsetzen. Die wenigen Schüsse, die die Gießener anbringen konnten, hielt der Gästetormann mit absoluter Sicherheit. Sein Gegenüber, Enders im Tor der Spielvereinigung, bekam in der Folge immer mehr Arbeit und hielt tadellos. Zur Halbzeit lautete das Ergebnis 1:3 für die Gäste.
Bckld nach dem Wechsel war der Kasseler Mitteltürmer, der aus der Mannschaft hervorragte, er- olgreich und erhöhte auf 1 :4. Wenig später fiel l ogar ein fünftes Tor für die Gäste. Die Gießener, verloren dadurch noch mehr an Zusammenhang. Schließlich aber gelang es, durch einen Strafwurf, der abgegeben wurde, durch Steines ein Tor auf- Zuholen. Die Blauweißen schöpften neuen Mut und die Mannschaft lief in der Folge etwas auf. Ein tadellos geworfener Ball von Betz, der sich geschickt freigestellt hatte und eine tadellose Flanke erhielt, verkürzte auf 3 :5. Die Kasseler antworteten darauf aber mit druckvollstem Spiel, in dessen weiterem Verlauf es ihnen gelang, auf 3 :7 Tore zu erhöhen ; und damit das Spiel eindeutig für sich zu ent- scheiden.
Handball der Soldaten.
Militärmannschaff Gießen — Hochschule für Lehrerbildung Weilburg 19:2 (8:2).
Zu diesem Spiel standen sich zwei unbekannte Mannschaften gegenüber. Die Spieler hatten sehr unter dem schlechten Platz zu leiden. Die Soldaten, die sich dank ihrer besseren körperlichen und technischen Verfassung schnell fanden, konnten dies Spiel überlegen gewinnen Diese Ueberlegenheit wirkte ' sich dann auch zahlenmäßig aus. In regelmäßigen I Abständen fielen bis zur Halbzeit acht Tore, denen Weilburg nur zwei Treffer entgegensetzen konnte. Nach der Pause trat das bessere Können der Soldaten noch deutlicher hervor, da sie über die größere Ausdauer verfügten. Der Vorsprung würde auf 19 Tore erweitert. Weilburg konnte trotz verschiedenen Umstellungen keinen Erfolg mehr buchen. Die Hintermannschaft der Soldaten war auf der Hut. Die Angriffe des Gegners konnten meist schon durch die Läuferreihe abgewehrt werden. Die Soldaten dürften in ihrer jetzigen Aufstellung noch manchen Erfolg erringen. Der Schiedsrichter hatte das Spiel jederzeit in der Hand und bot eine ansprechende Leistung. Vorbildlich war die Disziplin beider Mannschaften.
Neue Handball-Termine in Nordheffen
Die Handball-Termine im Gau Nordhessen muhten jetzt geändert werden, da durch die Auflösung der Handballabteilung des SC. 03 Kassel einige Spiele wegfallen. Am 25. November sowie am 2. Dezember herrscht Spielverbot, so daß die neue Terminliste mit dem 9 Dezember beginnt. Die Terminliste hat jetzt folgendes Aussehen:
9i 1900 Gießen - Kurhessen
Kassel; CT. Kassel — Tv. Wetzlar; Id. 61 Eschwege
— Tv. Kirchbauna; Tuspo 86/09 —- Tura Kassel.
16. Dezember: Tura Kassel — Tv. Wetzlar; To. 61 Eschwege — 1900 Gießen; Kurhessen Kassel — Tuspo Bettenhausen; Tv. Kirchbauna — CT. Kassel.
6. Januar: Tuso Bettenhausen — Tuspo 86/09 Kassel; CT. Kassel — Tura Kassel; Tv. Wetzlar — Kurhessen Kassel.
Zwischenrunde um den Handball-Pokal.
Eine Riesenüberraschung gab es bei der Zwischen- rimde um den Deutschen Handball-Pokal mit dem Sieg des Gaues Schlesien in Minden über die starke Mannschaft Westfalens mit 9:7 (6:1) Toren. Die übrigßn Treffen nahmen den erwarteten Ausgang. In Mannheim kamen die Bayern zu einem recht knappen Erfolg über Baden mit 16:14 (7:6), allerdings erst nach Verlängerung. Der Gau Nordmark schlug in Barmen den Gau Niederrhein 12'7 (7:6) überlegen und auch Brandenburg siegte über die Ostpreußen-Elf sicher 15:7 (10:5). Demnach bestreiten also am 24. März 1935 Bayern, Brandenburg, Schlesien und Nordmark die Vorschlußrunde.
Erste Niederlage
des deutschen Handballmeisters.
Bei den Pflichtspielen des Gaues Südwest bezog Polizei Darmstadt, der deutsche Handballmeister, im Lokalrivalen-Spiel gegen den SV. 98 Darmstadt eme knappe 12:11- (4:6)-Niederlage. Vor 3000 Zuschauern entwickelte sich ein überaus spannendes Spiel, bei dem abwechselnd die Mannschaften in Führung lagen. Der Torwart von 98, der in der ersten Halbzeit zwei haltbare Tore passieren ließ, wurde nach der Pause zusehends besser, ebenso der Sturm seiner Mannschaft, der bei den Strafwürfen nmnmehr wesentlich erfolgreicher war. Die Polizisten waren den ungestümen Angriffen nicht mehr gewachsen und mußten ihre Halbzeitführung noch mit einer Niederlage vertauschen.
Die nordhessische Gauliga.
In Nordhessen gingen die Meisterschaftsspiele ohne sonderbare Aufregungen vorüber. Tuspo. Bettenhausen behielt die Spitze durch einen 8:5-Sieg beim TV. Wetzlar. Tuspo. 86/09 Kassel, CT. Kassel und 1900 Gießen halten mit je 8:4 Punkten den zweiten Platz. Auch im Mittelfeld gab es keine Ueberraschungen. Kurhessen schlug Kirchbauna 10:5 und Eschwege Tura Kassel 5:3.
Iußballergebniffe
der Gauliga-Mannschasten
GauNordhessen: Kurhessen Kassel — VfB. Friedberg 2:1; Spieloerein Kassel — Hessen Hersfeld 1:0; Borussia Fulda — SC. 03 Kassel 0:0; Hanau 93 — Germania Fulda 5:1; Spvgg. Langenselbold — Sport Kassel 4:0.
Gau Süd west: Kickers Offenbach — Phönix Ludwigshafen 1:1; Wormatia Worms — Sportfr. Saarbrücken 4:2; Eintracht Frankfurt — FK. Pirmasens 0:0; Borussia Neunkirchen — FSV. Frankfurt 1:0.
(Bau Bayern: Bayern München — Schwaben Augsburg 2:3; Wacker München — ASV. Nürnberg 0:2; BC. Augsburg — 1. FC. Nürnberg 3:3; Spvgg. Fürth — Jahn Regensburg 1:0.
Ergebnisse der Bezirksklaffe, Gruppe Gießen-Dill.
W.-Steinbera — VfB.-Reichsbahn Gießen 1:1 (0:1). T.° u.So. Bissenberg — Tuspo Naunheim 0:1 (0:0).
Sv. 05 Wetzlar — BC. Sinn 6:2 (1:1).
Gießen zeigte bessere Leistungen und mußte dem Spielverlauf nach gewinnen. Kurz vor Schluß gelang es Steinberg, einen Punkt zu retten. — Wider Erwarten gewann Naunheim auf dem für die Gast- oerelne so gefürchteten Platz in Bissenberg. Die Leistungen waren beiderseits ziemlich gleichwertig. — BC. Sinn verlor hoch mit 2:6 in Wetzlar. Das Vorspiel in Sinn konnte 05 Wetzlar nur knapp mit 1:0 gewinnen. — Das Meisterschaftsspiel Dillenburg — 1900 Gießen wurde durch den Kreisführer abgesetzt. Mit diesen Resultaten behält SV. 05 Wetzlar die Führung.
Wieseck I — VfB.-Reichsbahn Gießen II 4:1.
3m ersten Spiel der Nachrunde der diesjährigen Verbandsspiele standen sich bei guten Platzoerhält- nissen in Wieseck am vergangenen Sonntag diese beiden Mannschaften gegenüber Das Spiel wurde sehr flott durchgeführt. Die Gäste, die mit nur zehn Mann das Spiel begannen, ergänzten sich während der ersten Spielhälfte. Schon vom Anstoß ab war Wieseck im Vorteil und die Gäste mußten reichliche Abwehrarbeit leisten. Eine Reihe Ecken für Wieseck war die Ausbeute, bis in der achten Minute das Führungstor für Wieseck fiel. Die Gäste versuchten nun durch großen Eifer die Ueberlegenheit der Platzbefttzer auszugleichen und konnten hierdurch auch zeitweise das Spiel offen halten. Wieseck erhöhte dann auf 2:0. Wenige Minuten später gelingt es den Gästen, zum einzigen Tor zu kommen. Halb- zeit 2:1!
Nach Seitenwechsel wurden die Gäste fast ganz in ihrer Hälfte festgehalten, die wenigen Durch
brüche scheiterten alle an der Abwehr der Platzbesitzer. Bald lautete das Resultat 4:1. Wieseck drückte weiterhin, aber alle Schüsse prallten an der zahlreichen Abwehr der Gäste ab.
Wieseck Jugend — Lich Jugend 1:4.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Grünberg I — Heuchelheim I 0:3.
Die Hiesigen weilten zum letzten Spiel der Vorrunde in Grünberg und konnten einen eindeutigen Sieg landen. Der Spitzenführer hat somit die Vorrunde ungeschlagen beendet. Es wurden neun Spiele ausgetragen. Das Punkteverhältnis ist 17:1. — Die 1. Jugend-Mannschaft weilte in Kinzenbach und spielte dort gegen die 1. Jugendelf 6:3.
5000 Sportler beim Winterhilfswerk.
Dom Gau XII (Nordhessen des DFB. wird uns geschrieben:
Der 21. November ist zum erstenmal der Bußtag des ganzen geeinten deutschen Vaterlandes. Es ist ein ernster Tag! Aber man wird seinem Charakter sicher gerecht, wenn man sich dessen bewußt ist, an ihm Taten zur Linderung der Not unserer Volksgenossen zu vollbringen. Es ist nicht nur der Sinn dieses im ganzen Gebiet des Deutschen Fußballbundes zur Durchführung kommenden ersten gemeinsamen Opfertages, daß jeder, auch der kleinste Verein, sich so dafür einsetzt, als hänge das Gelingen nur von ihm ab. Allein diese Einstellung dürfte den Erfolg des Tages sichern. Wir kennen die Not der Armen; denn viele der Arbeitslosen stehen gerade in den Reihen des DFB. und sind die treuesten und begeisterten Anhänger. Diese Tatsache wird alle an verantwortlicher Stelle stehenden Dereinsführer hinauf bis zum Führer des Sportgaues Nordhessen besonders anspornen zu einer einzigen Hilsaktion, zu einem wahren „Sozialismus der Tat".
Eine solche Arbeit der Gemeinschaft liegt dem Gedanken unseres Mannschaftskampfes, der nicht nur im Spiel feinen beredten Ausdruck finden soll, sondern auch in der Art, sich als Glied einer großen Hilfsbereitschaft zu fühlen und zu betrachten. Unsere auf Grund jahrzehntelanger Erfahrung aufgebaute, bis in die einliegendsten Gebiete greifende Organisation mit ihrem sonntäglich festerprobten Spielwesen, das wie ein guter Mechanismus alle erfaßt, die körperliche Ertüchtigung als eine Lebensnotwendigkeit erkannt haben, bürgt für ein Gelingen. Am Bußtag werden alle Angehörigen des Gaues Nordhessen einsatzbereit sein zum Kampf gegen Hunger und Kälte. Ehrenamtlich tätige Mitarbeiter des Gaues haben in mühevoller Arbeit ein Spielprogramm zusammengestellt, das in seinen Ausmaßen alle früheren Hilfsaktionen erheblich übertrifft.
lieber 5000 Sportler find an einem einzigen Nachmittag bei frohem Spiel der Kräfte in Gottes freier Natur tätig, um mitzuhelfen, mit beizusteuern zur Linderung der großen Not ihrer armen Volksgenossen.
In allen Kreisen des Gaues finden die Opferspiele tatt. Von den Vereinen der Städte und größeren Orten bis zu den kleinsten Landgemeinden werden über 160 Mannschaften tätig sein. Dazu kommen Schiedsrichter, Linienrichter, Platzordner und Kassenbeamte, die alle von dem einen großen Gedanken beseelt sein werden. Der 21. November ist der ernsteste Tag des Jahres. In Würdigung feiner wird der Gau Nordhessen bei seinen Spielen sportliche Haltung und Disziplin besonderen Ausdruck zu geben wissen.
Aus der Fülle der Veranstaltungen sollen nach- tehend die wichtigsten herausgestellt fein:
Kassel: Gaunachwuchsmannschaft — Borussia Fulda, Platz Kurhessen.
Hanau: Nachwuchsmannschaft — Stadtmann- chaft, Platz 1. FC. 93 Hanau.
Friedberg: VfB. Friedberg — SV. Bad-Nau- heim, Platz VfB. Friedberg.
s Marburg: Stadtmannschast — Kreismann- schaft.
Gießen: Stadtmannschaft — Kreismannschaft. Fulda: Stadtmannschaft — Kreismannschaft.
H e r s f e l d: Stadtmannschaft — Kreismannschaft.
Für das Spiel der Gießener Stadtmannschaft gegen die Mannschaft des Kreises wurde nunmehr folgende Vertretung der Stadt festgestellt:
Schlarb (1900)
Hainbach (1900), Lehrmund (VfB.)
Knauß (VfB.), Heilmann (1900), Fenster (VfB.) Wilhelmi (1900), Hammer (1900), Birkenbiel (VfB.), Schmelz (1900), Ritter (VfB.).
Ersatz: Mank (1900), Fehling (VfB.).
Deutscher Hockeysieg über Belgien.
4:1 (1:0) in Berlin.
Die deutsche Hockey-Mannschaft stand am Sonntag zum dritten Male der belgischen National-Elf gegenüber und kam vor 3000 Zuschauern in Berlin zu einem erwarteten 4:1- (1:0)- Sieg. Technisch war unsere Elf dem Gegner bedeutend überlegen. Die Belgier versuchten diesen Mangel durch ihren Kampfgeist auszugleichen, was ihnen auch fast gelang, denn der deutsche Sieg war keineswegs so überzeugend, wie es das Ergebnis besagt.
Deutschland gewinnt den Ringlcinder- kampf gegen Ungarn.
3000 Zuschauer wohnten am Sonntag in Ludwigshafen dem Ringländerkampf Deutschland-Ungarn bei. Deutschland errang einen überzeugenden Sieg mit 6:1 Punkten. Nur im Bantamgewicht gab es eine deutsche Niederlage. Sämtliche anderen Kämpfe wurden von unseren Leuten gewonnen. Am besten aefielen Schäfer, Siebert und Hornfischer mit ihren Leistungen. Die Ungarn waren in technischer Hinsicht den Deutschen nicht ganz gewachsen, trotzdem überraschte der hohe Sieg der deutschen Staffel.
phantastischer Diskuswurf.
Schröder mit einem Schlug bei der weltelite.
Der Magdeburger Polizist Schröder ist der erste Deutsche, der den Diskus über die 50-Meter- Marke hinauswarf. Mit dieser grandiosen Leistung setzte sich Schröder in ernsteste Konkurrenz mit den Weltbesten dieser Sportart. Beim sechsten Versuch blieb die Scheibe 51,39 Meter von der Abwurfstelle liegen — Sieverts Rekord steht auf 49,32 Meter. Nur noch ein Meter trennt Schröder vom Weltrekord. Leider wird diese Leistung nicht in die deutsche Rekordliste Einzug halten können, da sie nicht bei einer Wettkampf-Veranstaltung erzielt wurde.
Kurze Gportuotizen.
Sonja Henie, Norwegens Weltmeisterin im Eiskunstläufen, wird ihre Absicht, nach USA. zu fahren, doch nicht verwirklichen. Die Norwegerin will auf alle Fälle noch bis zu den Europameisterschaften in Europa bleiben, um sich für die Kämpfe in St. Moritz gründlich vorbereiten zu können.
Als deutscher Rekord amtlich bestätigt wurde nunmehr die Leistung des Bremers Helmut Fischer, der am 3. November in Düsseldorf die 100-Meter-Crawl in 58,8 Sekunden durchschwamm. Die von Martha Genenger (Krefeld) erzielte Zeit von 6:31,6 für 400 Meter Brust konnte ebenfalls als deutsche Höchstleistung genehmigt werden.
Das Endspiel um den Hockey-Silberschild zwischen Brandenburg und der (Baugruppe Baden/Würt- temberg wird am 25. November in der Reichshauptstadt ausgetragen.
Weltmeister Nüßlein beteiligt sich an dem Berufsspieler-Tennisturnier, das am 19. November in Wembley beginnt. Seine Gegner sind Tilden, Vines, Barnes (USA.), Plaa (Frankreich) und Maskell (England).
Dietarbeit sein.
AaiwnalpMsche Erziehung im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen
Die Wege, die erfolgreich feien, sind folgende. Zu- nächst erfolge die weltanschauliche Schulung der Gau- und Kreisdietwarte auf den Landesführerschulen und Gaufuhrerschulen. Die Schulung der Orts- und Der- emsdietwarte erfolge in den Kreisführerschulungen durch die NSDAP, oder die DAF. Die Dietarbeit mnerhalb her Vereine dürfe sich nicht auf trockene I
Die Zusammenarbeit der Dietwarte mit dem Reichsbund für Volkstum und Heimat und der NS.-Kulturgemeinde biete große und dankbare Auf- gaben. Kitsch und Schund seien bei Veranstaltungen der Turn-und Sportvereine grundsätzlich und rück- sichtslos auszumerzen. Eine besondere Aufgabe der Dietwarte sei die wirklich gehaltvolle Ausgestaltung der Feste und Feiern. Weiter hätten die Dietwarte die hohe Aufgabe, in den Vereinen das seichte Lied auszurotten und dafür das deutsche Volkslied wieder zu Ehren zu bringen. Auch die Beratung der Vereinsmitglieder bei der Schenkung von Büchern für die Dereinsbüchereien fei Sache des Dietwarts,
Line weitere wichige Arbeit des Dietwarts fei die Zusammenarbeit mit dem VDA. und damit die Weckung des Verständnisses der Innerdeutschen für ihre Volksgenossen außerhalb der
Reichsgrenzen und für deren Lage.
Die Pflege deutscher Volkstumswerte, vor allen Dingen einer reinen Sprache und Schrift fei die weitere Aufgabe der Dietwarte. Der Dietwart müsse aber auch selbst ein Beispiel völkischer Lebenshal- tung und Lebensführung sein. Um die Dietarbeit aurf) praktisch zu werten, habe der Reichsbund für Leibesübungen für die Wettkämpfer eine völkische Aussprache emgeführt, der sich jeder Wettkämpfer unterziehen müsse. Der Wettkämpfer oder Spieler, der diese Aussprache nicht bestehe, habe das Recht öen,~IiteI e'ues Siegers im national* sozialistischen Staate zu tragen.
Große Aufgaben harrten der Dietwarte, bis m die kleinsten Zellen hinab, aber unerschütterlicher Glaube an Deutschlands Zukunft gebe die Grundlage, von der aus mit Sicherheit gebaut werden rönne.
Der Schriftleiter der Deutschen Turnzeitung,
Willi Buch, Berlin,
Oer Reichsdietwart sprach.
Auf dem ersten Kongreß des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen am 27. Heuets 1934 in Nürnberg hat der Reichssportführer mit aller Klarheit und Eindringlichkeit betont, daß die Dietarbeit eines der wesentlichen Mittel ist, das er eingesetzt hat, um sein Ziel zu erreichen: den Lei- besübungen in Deutschland den poli- tischen Sinn zu geben und alle Turner und Sportler nationalsozialistisch auszurichten.
Diesem Ziel diente auch die Lehrgangsarbeit, die Samstag und Sonntag in der Kasseler Jugendherberge für die Kreisdietwarte und Turnkreispresse- marte des Gaues Nordhessen unter Leitung des Gaudietwarts und des DT.-Gaupressewarts statt- and. Da die Gaudietwarte und Kreisdietwarte der DT. gleichzeitig die Dietwarte für den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen sind, kann das Kasseler Wochenendtreffen auch als Tagung dieses Emheitsverbandes der deutschen Leibesübungen angesehen werden. Insoweit ist es auch für unser Gebiet von richtunggebender Bedeutung gewesen.
In grundlegenden Ausführungen zeigte der Neichsdietwart des Reichsbundes für Leibesübungen und Preffeführer der DT.,
Kurt Münch, Berlin, die Aufgaben des Dietwarts auf, zugleich das Ziel der Leibesubung im neuen Staat klar weifend. Alle Mitglieder der deutschen Turn- und Sportbewegung m der sowohl der tatkräftigste wie auch der rasst ch und völkisch gesündeste Teil des deutschen Volkes ich gesammelt habe, seien berufen, an der Neugestaltung unseres Volkstums tätig mitzuarbeiten. Aus diesem Gedanken heraus sei auch nur die Ein- egung des Reichssportführers zu verstehen.
Der volkspolitische Wille in den Leibesübungen, das sei das Reue, was der nationalsozialistische
Staat gebracht habe.
Dieser Will- werde verwirklicht durch die zur Wehr- Hastigkeit und Gesundheit führende sportliche Aus- bilbung weiter aber durch das Dietwesen als welt- anfchauliche Schulung. Die nationalsozialistische Be- megung habe diese Wandlung in den Leibesübun- gen anerkannt.
sprach anschließend über „Presse und D iet* wesen". Emen unpolitischen Turner und Sportler gebe es heute nicht mehr, und so müsse der Presse* wart sich nicht nur auf die Wiedergabe von Zahlen und Rekorden beschränken, sondern volkserzieherische Arbeit leisten. So müsse der Pressewart der Zukunft das Dolkspolitische, Volks- und Heimatkundliche einer turnerischen ober sportlichen Veranstaltung stark Herausstellen unb ben Sinn ber Leibesübungen -n völkischer Zielsetzung bem Leser näher bringen.
Sie Sonntagsarbeit begann mit einer bie Teil- nebmer erfrifdjenben Körperschule im Hofe der Jubenbherberge. Es schloß sich eine Morgen- BorM1" ?Ürte ,id> nid>‘ °uf trockene! chungen °d°'r Di-twa?t"e fftataW«*
AuslprÄ .Eisch-i -neinsom horten sich bann all- Teilnehmer den tief-
^usjpraaje im wahrsten.Sinne des Wortes also schürfenden Vortrag von Regierungsbaurat Dr.
* ' *Bode (Kassel) über „Don deutscher Kultur" an.


