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treuen Dienste bei der Straßenbahn aussprechen zu können. Er feierte sodann die Jubilars als Beispiele der vorbildlichen Pflichterfüllung, Treue und Ar­beitskameradschaft, mit der sie wahrhaften Natio­nalsozialismus bekundet hätten. Sodann gedachte er der bei der Verteidigung des Vaterlandes im Kriege gefallenen Arbeitskameraden des Werks und ermahnte, im Geiste und im Sinne der hohen Pflichtauffassung dieser gefallenen Brüder weiter­zuarbeiten, damit ihr Vermächtnis an uns zum Besten unseres herrlichen deutschen Volkes und Vaterlandes erfüllt werde. Erfreulicherweise sei die Zeit des Individualismus, in der immer nur das eigene Ich im Vordergründe stand, nunmehr durch die bahnbrechende Idee unseres Führers vom Dienst am Volksganzen, der Gedanke der Volksgemein­schaft zum Durchbruch gekommen und überall die nationalsozialistische Erkenntnis verbreitet, daß es dem einzelnen nur gut gehen kann, wenn es dem ganzen Volke gut geht. Er beglückwünschte sodann die acht Jubilars als Arbeitskameraden im Sinne der nationalsozialistischen Schaffensgemeinschaft und ermahnte die übrigen Arbeitskameraden und die junge Generation, sich immer an diesen Jubilaren ein Beispiel zu nehmen. In eindrucksvoller Weise betonte der Oberbürgermeister ferner, daß nicht allein die Treue im Betrieb und die Treue zur Werkgemeinschaft, sondern darüber hinaus die Treue zu unserem Führer und Reichskanzler und damit die Treue zu Volk und Vaterland oberstes Gesetz für alle deutschen Menschen sein müsse. Jeder müsse sich in die nationalsozialistische Volksgemeinschaft einaliedern, in der der einzelne Mensch nicht etwa nach feiner Zugehörigkeit zu der Partei, sondern nur nach seinem Charakter, seiner Treue zu diesem Staat und Volk und nach seiner Leistung für die Volksgesamtheit gewertet werde. In dieser Erkennt­nis der Pflichten und in unwandelbarer Treue, wie diese Jubilars der Arbeit, mögen auch immer die Werkgemeinschaft dieses städtischen Betriebs und darüber hinaus alle deutschen Menschen unserem Führer und Volkskanzler Gefolgschaft leisten, um ihm durch diese Mitarbeit an seinem Werk von Her­zen Dank darzubringen für alles das, was er Großes und Gutes an unserem Volke getan. Die mit stärkstem Beifall aufgenommene Ansprache klang in dreimalige Sieg-Heil-Rufe auf den Führer

und Volkskanzler Adolf Hitler aus. In die die Feiergemeinschaft freudig einstimmte.

Den Jubilaren wurde im Auftrage des Oberbür­germeisters von Stadtverwaltungsdirektor Kolb je eine Ehrenurkunde überreicht.

Kontrolleur Merbach

dankte im Namen der Jubilare dem Oberbürger­meister für seine freudig empfundenen Worte der Anerkennung und des Dankes. Sodann erinnerte er an die Zeit der Inbetriebnahme der Straßen« bahn und der Stillegung des Omnibusbetriebs. Er brachte ferner zum Ausdruck, wie sehr die Beleg­schaft der Straßenbahn die bisherigen Zuschutz­opfer der Stadt für diesen Betrieb zu würdigen weiß, und er verband damit den Wunsch und die Hoffnung, daß unsere Straßenbahn mit ihrer vor­trefflichen technischen Einrichtung und ihrer von bestem Pflichtbewußtsein erfüllten Belegschaft in absehbarer Zeit zu einem rentierenden Unternehmen werden möge, das der Stadt die bisher gebrachten Opfer erstatten könne. Im Geiste des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler sprach der Redner namens der Jubilare und der übrigen Werkangehö­rigen Oberbürgermeister Ritter als Leiter der Stadtverwaltung und Direktor Lotz als Leiter der Straßenbahn und des E-Werks allezeit treue Ge­folgschaft in dankbarer Würdigung des vorbildlichen Geistes der nationalsozialistischen Werkgemeinschaft unter ihrer Führung aus. Mit dem Wunsche, daß der allmächtige Lenker aller Dinge und aller Oe» schicke auch der Arbeit in unserer Stadt seinen Schutz und Segen schenken möge, schloß der Redner seine mit starkem Beifall unterstrichene Ansprache.

Oer weitere Verlauf der Ieier

brachte noch gute Jnstrumentaldarbietungen, ferner einen mit feiner Situationskomik von drei Männern gespielten Militärschwank aus der Vorkriegszeit, das gemeinsam gesungene LiedDer Straßenbahner", gedichtet von dem Straßenbahnkontrolleur Kreuter, zu singen nach der MelodieWohlauf, die Luft weht frisch und rein", und schließlich zur besonde­ren Freude der jungen Welt flottes Tanzvergnügen.

Es war in allen Teilen ein schönes Fest, das man bei unseren Straßenbahnern verleben konnte und an das man immer gern zurückdenken wird.

Oberheffen.

pg. Klostennann spricht in Großen-Buseck.

wg. Großen-Buseck, 18. Nov. In der Gast­wirtschaft von Wagner fand gestern Abend eine Kundgebung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, statt. Nach der feierlichen Einbringung der Fahnen der Hitler-Jugend und der SA.-Stürme eröffnete Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Bg. R e b h o l z die Kundgebung. Sodann sprach Der Kreisleiter Pg. Klo st ermann (Gießen). Er führte u. a. aus: Die Aufräumungsarbeiten der nationalsozialistischen Revolution seien beendet. Wir stünden nun mitten im Aufbau. Im neuen Staate stehe bar Gedanke der Volksgemeinschaft obenan. Das eigene Interesse müsse der einzelne zurück- stellen und den Blick auf das Ganze gerichtet hal­ten. Wohl sei manches noch besser zu machen, man müsse aber auch bedenken, daß noch nicht die Hälfte der Zeit vergangen sei, die sich der Führer aus­bedungen habe. Kritiker werde es immer geben, denn man vergesse bei uns allzu leicht, wie nahe unser Volk dem Abgrunde gestanden habe. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Redner von den bisherigen Erfolgen der Regierung, vor allem von dem Aufbau der Arbeitsfront. Durch die Arbeits ront solle die Möglichkeit geschaffen wer­den, daß der arbeitende Volksgenosse mit Ruhe den Tagen eines Alters entgegensehen könne. In seinen Schlußworten beschäftigte sich der Redner mit der Frage der Garantie für den Bestand des Reiches. Die Partei, so betonte er, werde sich immer aus der Jugend neu ergänzen. In dieser Jugend aber werde eine Führerschaft heranaebildet, welche die Aufgabe habe, die Gedanken Adolf Hitlers unver­fälscht den nächsten Generationen zu vermitteln. Stürmischer Beifall dankte dem Redner. Bürger­meister und Ortsgruppenleiter R e b h o l z schloß die Versammlung in der üblichen Weise.

Landkreis Gießen.

§ Mainzlar, 18. Nov. Zur Zeit wird hier die Starkstromleitung am Lumdaberg von den nahen Wohnhäusern weg über das freie Feld ge­leitet. Es wird damit einem langjährigen Wunsche der Anwohner Rechnung getragen, zumal vor einigen Jahren bei einer Dachreparatur ein tödlicher Unfall zu verzeichnen war. Einige hohe alte Pappeln am Hochfurchweg mußten als Hindernis wegen Gefähr­dung der Leitung umgelegt werden.

wg. Großen-Buseck, 18. Nov. Die hiesige NS.-Frauenschaft hielt dieser Tage ihren Heimabend ab. Die Führerin, Frau Schneider, gab die Richt­linien für das Winterhilfswerk bekannt und sprach anschließend über Kindererziehung. Im Verlause der nächsten Woche soll der erste Samariterkursus der NS.-Freundschaft beginnen. Es haben sich viele Teil­nehmerinnen gemeldet, so daß voraussichtlich der Kursus wiederholt werden muß. Bei der dieser Tage im hiesigen Gemeindewald abgehaltenen Treibjagd wurden 55 Hasen, 4 Füchse, 2 Fa­sanen und 1 Schnepfe zur Strecke gebracht.

(D Bersrod, 18. Nov. Durch die G a u f i l m - stelle der NSDAP, wurde am Freitagabend im Saale der Wirtschaft Hofmann der FilmDie letzte Kompanie" vorgeführt. Der Film zeigt das heldenhafte Ringen einer nur noch dreizehn Mann starken Kompanie, die unter Führung ihres Haupt­manns durch Besetzung einer strategischen Mühle nach Der Schlacht bei Jena im Jahre 1806 das Leben von Tausenden von Kameraden durch zähe Verteidigung rettete. Im Beiprogramm wurde die Entwicklung des Flugzeuges gezeigt.

Kreis Büdingen.

t. M i t t l e r e s N i d d a t a l, 18. Nov. Erfreulich ist die Beobachtung, daß die nachdrücklich empfohlene Ob st da umpflege zur Erzeugung von O u a l i t ä t s o b st von den Landwirten und son­stigen Interessenten als Notwendigkeit anerkannt wird. Hegte mancher Baumbesitzer zu Beginn des Jahres 1934, als die große Säuberung der Stämme und das Auslichten der Baumkronen ausgeführt wurde, Mißtrauen gegen die oft berechtigten Ein­griffe, so hat man sich im Laufe dieses Jahres doch von dem Vorteil der behördlichen Anordnung über­zeugt. Weit mehr als früher beschafft man sich jetzt die notwendigen Geräte zur Arbeitsausführung. Zur Insektenvertilgung unterstützt man den Nestbau der Vögel durch Anbringung von Nistkästen. Nicht nur Die Bäume an den Provinzialstraßen sind mit Leim­ringen versehen, sondern auch eine große Anzahl der Bäume von Privatleuten. Die Einsicht bricht sich

immer mehr Bahn, daß Baumpflege und Vernich­tung der Schädlinge zur Erlangung von marktfähi­gem Obst unbedingt zum Ziele führen müssen, vom Auslande unabhängig zu werden. Bedauerlich ist es allerdings, daß nur knapp ein Drittel aller Obst- bäume wegen der verhältnismäßig hohen Kosten nicht mehrmals zur Vernichtung von Infekten und Schorf bespritzt wurde. Die auf diese Weife behan­delten Bäume stechen rein äußerlich von andern vorteilhaft ab und bringen schönere Früchte.

x Bad Salzhausen, 18. Nov. Die Bau» l u ft war in diesem Jahre sehr gering, nur ein zweistöckiges Wohnhaus von mäßiger Ausdehnung wurde von Karl Wagner an der Durchgangs­straße in nächster Nähe des Gradierwerkes neu errichtet und das Staatliche Kurhaus mit einem einstöckigen Anbau mit aroßer Fensterfassade nach der Straßenseite hin versehen. Dagegen wurde das frühere Salzhaus zu einer stattlichen Kapelle für kirchliche Zwecke umgebaut und an mehreren Wohn­häusern gründliche äußere Jnstandsetzungsarbeiten ausgeführt. Das KinderheimFrohkind", von W. P e tz o l d vor etwa drei Jahren eingerichtet, wurde wieder aufgelöst. Das Haus ging in andere Hände über und macht nun durch gründliche Aufräumung in der Umgebung, durch geschmackvolle Einfriedi­gung dieses Besitztums, sowie durch Anlegung eines neuen Verputzes einen prächtigen Eindruck.

I Unter-Schmitten, 18. Nov. Als Nach­folger des plötzlich verstorbenen Bürgermeisters D ö l l wurde der Maurermeister Rudolf E ck - Hardt ernannt und vom Kreisamt bestätigt. Der ins Bürgermeisteramt Berufene ist auch Vereins- walter des hiesigen Männergesangvereins.

Kreis Schotten.

-T- Ulfa, 18. Nov. Pfarroerwalter Lic. Flech- senhaar, der vorübergehend im evangelischen Jugenddienst Mainz beschäftigt war, ist nach viertel­jähriger Abwesenheit wieder auf seine hiesige Pfarr­stelle zurückgekehrt. Damit erfährt die Pfarrei E i ch e l s d o r f, die seither auch die Gemeinden Ulfa und S t o r n f e l s seelsorgerisch zu betreuen hatte, eine wünschenswerte Entlastung.

co Rainrod, 17. Nov. Die Pflasterar­beiten auf dem Straßenteil Rainrod Schotten sind soweit fertigaestellt, daß in kür­zester Zeit mit der Freigabe Der Straße für den Verkehr gerechnet werden kann. In einer Länge von etwa 1,5 Kilometer wurde Kleinpflaster ange­legt und zwar auf dem Teil der Straße, der auf beiden Seiten vom Spieswald umgeben ist.

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 18. Nov. Unsere Stadt gab sich alle Mühe, den Gästen von der Saar den Aufenthalt in unserem Homberg so angenehm wie möglich zu machen. Es fanden verschiedene Füh­rungen statt, die den Saardeutschen viel Inter­essantes vermittelten. Bürgermeister S ch w e i k e r hielt einen Vortrag über die Geschichte der Stadt. Die Gäste besuchten das Arbeitsdienstlager, die Töpferei Seitz und die Steinbrüche an der Straße nach Büßfeld. Die Gäste statteten ferner dem Flieger- lagen Nieder-Ofleiden einen Besuch ab. Ferner fand ein großer Kommers statt, an dem die Bevöl­kerung, die SA. und der Arbeitsdienst teilnahmen. Herr G ö tz von der NS.-Volkswohlfahrt Alsfeld hielt eine eindrucksvolle Ansprache. Stürmischen Jubel löste das Erscheinen der Kapelle des Arbeits- dienstlagers Alsfeld aus. Im weiteren Verlauf des Abends sprach Pg. Kümmel (Alsfeld) über das Binnen-, Ausland- und Grenzlanddeutschtum. Der Sprecher der Saarländer dankte für die herz- lidje Ausnahme, die sie als Brüder und Schwestern von der Saar allenthalben gefunden hätten. Der Silcher-Chor unter Leitung von Lehrer Vieh- mann verschönte den Abend. Am anderen Tag unternahmen die Gäste einen Ausflug nach Ober- Ofleiden.

w Schellnhausen, 18. Nov. Die Erdar­beiten an der Landstraße Grünberg Alsfeld oberhalb unseres Orts sind gegenwärtig noch im Gange. Es handelt sich dabei bekanntlich um die Beseitigung des starken Anstiegs der Chauesse in der Art, daß an der höchsten Stelle das Gelände etwa 7 Meter hoch abgetragen und die Erde an den tieferen Stellen der Straße aufgefüllt wird. Bereits während der Sommermonate konnte bei dieser Arbeit eine große Anzahl Arbeiter in zwei Schichten Beschäftigung finden, gegenwärtig find noch etwa 60 Arbeiter in einer Schicht bei diesem Unternehmen tätig.

st. Ober« Gleen, 17. Nov. In der Gastwirt­schaft Ruppert fand dieser Tage die General­versammlung des Rotviehzuchtvereins für den Kreis Alsfeld unter Leitung seines ersten Vorsitzenden, Freiherrn Schenck zu Schweinsberg.Kirtorf, statt. Der Vor- sitzende und Dr. Lehr (Alsfeld) erstatteten den Geschäftsbericht, der einen Ueberblick über die Tätig- feit des Vereins vermittelte. Rechner Wachtmeister Rausch (Romrod) erstattete den Kassenbericht. Die Jahresbilanz wies einen nicht unbedeutenden lieber» schuß auf. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Im weiteren Verlaufe bestimmte der Dereinsführer das Mitalied V ö l z i n g von der Hitzmühle in Groß-Feloa zum zweiten Vorsitzenden. Im Mittel­punkt der Versammlung standen zwei Vorträge von Kreisveterinärarzt Dr. Ohly (Alsfeld), der in sehr instruktiver Weise über die ThemenSeuchenhaftes Verkalben" undGelber Galt" sprach. Nach einem kurzen Vortrag über die Bekämpfung der Ratten­plage und nach einer regen Aussprache über aktuelle Fragen wurde die Versammlung geschlossen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

I Waldgirmes, 18. Nov. Da die gemein­same Wasserleitung für Dorlar und Wald­girmes im letzten Sommer wiederholt versagte.

mußte im Nachsommer eine neue Quelle ge­sucht werden. Nachdem die Wünschelrute in- Der Hand unseres Bürgermeisters immer wieder an derselben Stelle ausschlug, bohrte man an . diesem Platze in einem Tage eine Quelle an, die täglich an 200 Kubikmeter Wasser liefert. Das Wasser wurde vom Kreisarzt für gut befunden. Man ist nunmehr dabei, die Quelle in vier Meter Tiefe zu fassen. Sie liegt 400 Meter oberhalb der Hauptquelle; ihre Zuleitung verursacht eine Erd­bewegung von 1800 Kubikmetern. Die Arbeiten sind für 6500 Mark der Baufirma Friedrich Klaas von hier übertragen worden. Die Arbeiter werden yur Hälfte von Dorlar und Waldgirmes aus lfahrtsempfängern gestellt, da beide Gemeinden zu gleichen Teilen zu den Kosten beitragen.

Kreis Biedenkopf.

£ Weidenhausen, 18. Nov. Durch die Auf­lösung des ehemaligen Turnvereins war die Grün­dung eines neuen Vereins notwendig geworden, zumal Die neu errichtete Turnhalle ihren Zweck überhaupt nicht erfüllen konnte. Die Gründung eines neuen Turnvereins fand nunmehr dieser Tage statt. Gleichzeitig wurde ein Werbe- turnen des Turnkreises Lahn-Ohm veranstaltet. In den neugegründeten Verein traten sofort fünf­undsiebzig Volksgenossen ein. Als vorläufiger Füh­rer wurde der Turner Karl S ch e p p genannt

Brückenweihe in Mainz.

Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger übergibt die Brücke dem öffentlichen Verkehr.

LPD. Mainz, 18. Nov. Die in Den letzten drei Jahren verbreiterte und den modernen Bedürfnissen angepaßte Straßenbrücke über den Rhein wurde heute in einem feierlichen Akt dem öffent­lichen Verkehr übergeben. In dichten Scharen um­säumten viele Tausende die Rheinufer auf beiden Seiten des Stromes. Ein Wald von Fahnen der NSDAP, und ihrer Gliederungen sowie der Main­zer Vereine auf Der Höhe Des Mainzer Brückenkopfs btrl ein festlich-frohes Bild.

Um 12.15 Uhr kündeten Böllerschüsse das Heran» nahen des Reichsstatthalters, Gauleiter Sprenger. Unter Den Klängen Des BaDenweiler Marsches schritt er Die Front Der Ehrenstürme ab. Nachbem die Ouvertüre zuRienzi" verklungen war, sprach

Oberbürgermeister Kreisleiter Or. Barth

Worte der Begrüßung. Er begrüßte insbesondere Den Gauleiter, Reichsstatthalter Sprenger, Den Staatsminister Jung, Die Vertreter Der Reichs» unD LanDesbehörDen unD Der Kirchen, Die Ober­bürgermeister Der NachbarstäDte unD alle. Die an Dem heute vollenDeten Werk HanD angelegt haben.

Die Vollendung des Umbaues bedeute für die Stadt und das reiche Land zwischen Worms und Koblenz die einzige Rheinbrücke, die für den allgemeinen Verkehr vorhanden fei. Ihre Ausweitung und ihre Bereitstellung für die Notwendigkeiten des erweiterten Verkehrs wür­den für das gesamte Leben dieser Gegend eine bedeutsame Anregung fein.

Der Oberbürgermeister dankte sodann in erster Linie der Reichsregierung für Die Unter­stützung, die sie durch Uebernahme der wesentlichen Lasten des Umbaues Der StaDt habe zuteil werden lassen. Er dankte dem Lande Hessen, das als Bauherr diesen Brückenbau vollzogen habe. Er Dankte dem ursprünglichen Schöpfer der Brücke, Dem Baumeister von Thier sch, der vor mehr als 50 Jahren dieses Bauwerk geschaffen, und er dankte allen Arbeitern der Faust und Der Stirn für ihre Leistungen zur VollenDung Der Brücke. Er geDachte auch Derer, Die Die VollenDung Der Brücke nicht mehr erlebt haben, unD insbesonDere Dankte er Dem Gauleiter, Der Die Berechtigung Der StaDt, Die Brückenhäuser fallen zu lassen, anerkannt habe. Oberbürgermeister Barth schloß:

Das hier vollendete Werk ist dazu angetan, einen Gedanken, den der Nationalsozialismus wieder zu Ehren gebracht hat, darzustellen, nämlich, daß auf einem wertvollen Werk frü­herer Generationen wertvolle Aufbauarbeit ge­leistet werden kann zur Zusammenschweihung der Deutschen diesseits und jenseits des Stromes, zur Ueberwindung aller Gegensätze und Unter­schiede des Standes und Berufs, und zur Zu­sammenfassung zu einem einheitlichen und un­zerreißbaren Volkskörper.

Wenn Das Deutsche Volk diesen Gedanken in Zu­kunft hege und ihm nachlebe, dann werde Der sehnliche Wunsch, Der in Dieser StunDe in uns allen wach ist, für alle Zeiten seine Erfüllung finDen, nämlich: Möge niemals wieDer Der Marschtritt fremDer Bataillone von Dieser Brücke hallen.

Ministerialrat ZckeS

Der VorsitzenDe Des Bauausschusses, übergab dann Die Brücke unD führte nach einem Rückblick auf Die Geschichte Des Baues aus, Daß außer Den beiben großen Firmen MAN. unD Grün & Bilfinger 41 weitere Firmen unD HanDwerksmeifter unmittelbar unD 58 Lieferfirmen an Dem Bau beteiligt waren.

Rur deutsche Arbeit und deutsche Werkstoffe haben Verwendung gefunden.

Den Firmen, Handwerkern unD Arbeitern sprach Ministerialrat Ickes Den Dank Der Bauverwaltung aus. Die höchste Zahl Der gleichzeitig auf Der Bau­stelle beschäftigten Arbeiter betrug 220, Die Zahl Der geleisteten Tagewerke runD 170 000. Der Um­bau hat 3 1 2 0 0 0 0 R M. gekostet, fast so viel, wie seinerzeit Die alte Brücke. Zum Schluß seiner Ausführungen geDachte Der Redner Der Drei Opfer, Die Der Umbau geforbert hat, ber Arbeiter Joses Müller unb Philipp Seegräber, bie schwer verletzt unb arbeitsunfähig würben, unb bes Ar­beiters Karl Großmann, ber von einem aus Kastel ausfahrenben Zug erfaßt unb so schwer Der» letzt würbe, baß er halb barauf starb. Sobann ver­laß er bie U r f u n b e, bie im Schlußstein gebor­gen werben unb ber Nachwelt Kenntnis von ber Dollenbung bes Werkes geben soll. Die Urfunbe würbe unterzeichnet unb vom Reichsstatthalter ein­gekapselt. Nach ber Einmauerung ergriff

Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger bas Wort unb führte u. a. aus: Sie finb von allen Ufern bes Rheins unb bes Mains hierher ge­kommen, um Zeuge zu fein ber Uebergabe ber neu» erstellten Brücke, bie bie beiben Rheinufer mitein- anber oerbinbet. Seien wir eingebenf besten, baß wir heute noch unter bem Druck bes Versailler Vertrages nicht die Möglichkeit haben, eine größere

Anzahl Rheinbrücken zu erstellen. Früher mochte eine genügen für biefes große Gebiet, heute brauch­ten wir minbeftens bereu zwei ober brei. Ich bin überzeugt, baß auch bie Vertragspartner sich nicht ber Ansicht verschließen werben, baß ber Zeitpunkt balb gekommen sein muß, von ihrer berartig eng­herzigen Auslegung ber Verträge nicht weiter Ge­brauch zu machen, unb baß auch bort bie Einsicht einkehren wirb, baß man ein so friebfertiges und arbeitsames Volk, ein Volk, das beide Ufer des Rheins bewohnt, nicht trennen kann.

Die Brücke allein gibt die Möglichkeit, die engen Wechselbeziehungen zwischen beiden Ufern zu pflegen. So fordern wir heute nicht das hätte keinen Sinn sondern wir wissen, daß die Entwicklung Deutschlands, daß die Ent­wicklung überhaupt den Weg gehen wird, der uns ohne weiteres eine Selbstverständlichkeit ist, daß in absehbarer Zeit die Möglichkeit be­steht soweit die Notwendigkeit es erfordert Brücken herzustellen. Ich glaube, der beste Garant für diese Entwicklung ist immer wie­der Einigkeit, Einheit und Volksgemeinschaft, die keinerlei Brücken kennt, und diese wollen ivir pflegen zu jeder Zeil.

Wir wollen auch in dieser Stunde wieder gedenken dieser wundervollen Einheit, bie ber Führer ge­schaffen hat. Wie oft hat er uns schon gesagt, baß

Oie Technische Nothilfe

ist ein Machtmittel des Staates!

alles, was er in ber Lage ist zu vollbringen, alles, was heute geschieht, nur möglich ist, weil bas Volk, bas beutsche Volk so rounberbar wie ein Mann zu­sammensteht unb sich bewußt ist, baß es aus ber Einheit sich feinen Weg roieber bahnt in bie Zukunft.

Dir aber wollen uns bewußt bleiben, daß trotz dieser Erkenntnis des Führers es fein Derk war, wenn heute Deutschland, soweit die deut­sche Zunge reicht künstliche Grenzen können daran nichts ändern, das deutsche Volk sich eng verbunden weiß.

So grüßen wir den deutschen Rhein, unb ich über­gebe in biesem herrlichen Gebauten biese Brücke bem öffentlichen Verkehr. Wir aber gebenden bes Schöpfers bes neuen Deutschland), bes Führers ber Nationalsozialistischen Deutschen Ar­beiterpartei, bes Führers ber Deutschen unb Reichs­kanzlers Abolf Hitler Heil!

Das Deutschlanblieb unb bas Horst-Westel-Lied erklangen. Nach einem Chorgesang unb bem Krö­nungsmarsch aus Folkunger schloß Oberbürgermei­ster Dr. Barth ben Festakt mit einem braufenben breifachen Sieg-Heil auf ben Führer.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 20. November.

6 Uhr: Sauern fünf. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmelbungen. 7: Frühkon­zert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15: Nachrichten. 9.20: Alte unb neue Volksweisen, gesungen von einem gemischten Doppelquartett. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Die Orchesterinstrumente als Mittel bes musikalischen Ausbrucks. 11.45: Sozial- bienft. 12: Mittagskonzert I. 13: Saarbienst, Nach­richten. 13.10: Nachrichten aus bem Senbebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Für die Frau! 15.50: Kunst­bericht ber Woche. 16: Nachmittagskonzert. 18: Ita­lienischer Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirtschaft unb Arbeit. Kurzberichte. 18.30: Der Kugelblitz, ein Gewitterspuk. Gespräch über eine merkwürdige Na- turerscheinung. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19: Wir bekommen ein Ehestanbsdarlehen und richten uns ein. Funkszene. 19.30: Unterhaltungskonzert. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde ber Nation. Musik im deutschen Heim. 21: Eine schutzlose Frau. Schwank. 21.30: Tanzmusik. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Senbebezirk. 22.30: Kon- zert. 23: Bunte Stunde mit Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

Mittwoch, 21. November (Buß und Bettag):

6.35 Uhr: Frühkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: Orgelkonzert. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Requien für Mignon. 10.15: Konzert auf zwei Kla­vieren. 11: Mein Freund Gerrit Engelke. Heinrich Lersch spricht persönliche Erinnerungen an ben im Krieg gefallenen Dichter. 11.15: Hausmusik. 12: Mittagskonzert I. 12.50: Saarlänbische Dichter. 13.05: Mittagskonzert II. 14.30: Kinberstunbe. 15: Der Tob von Flandern. 16: Nachmittagskonzert. 18:Opferstunde" Schauspiel von Hellmuth Unger 19.30: Altes Handwerk im Odenwald, Funkfolge. 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar ben Weg frei zur 23erftänbigung. 20.30: Bach-Hänbel-Konzert. 22: Nachrichten. 22.30: Konzert. 23: Kammermusik. 24 bis 2: Nachtmusik.