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Oer Grünberger Gallusmarki.

Oer zweite Tag.-Landesbauernführer Or. Wagner spricht.

+ (Brünberg, 18. Okt. Der zweite Markttag (Donnerstag) brachte gutes Wetter, in den Mittags­stunden sogar strahlenden Sonnenschein. Dadurch begünstigt, war der Zustrom von Besuchern an diesem Tage wieder sehr stark, wenn er auch nicht die große Besucherzahl des ersten Tages brachte.

Eingeleitet wurde das Markttreiben durch den offiziellen Frühschoppen im Wirtszelt. Der Nachmittag brachte dann auf dem Marktplatz eine Bauernkundgebung, zu der

Landesbauernführer Or. Wagner erschienen war. Im Sitzungssaals des Rathauses hatten sich neben der hiesigen politischen Leitung der NSDAP, die Ortsbauernführer der Nachbar­dörfer, ferner Bürgermeister Dr. Mildner, Orts­bauernführer L. Großhaus, Bezirksbauernfüh­rer Metzger (Röthges) und Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck zur Begrüßung des Landesbauern­führers Dr. Wagner versammelt. ,

Nach Eröffnug der Kundgebung durch Kreis- bauernführer D ö r r s ch u ck sprach Landesbauern- führer Dr. Wagner vom Fenster des Sitzungs­saales zu den Erschienenen. Er führte in feiner Rede u. a. aus:

Selbst nach anderthalbjähriger Agrarpolitik im nationalsozialistischen Sinne gibt es immer noch Kritiker, die an unserer Politik mäkeln. Bei einem Rückblick und Vergleich mit der früheren Zeit muh der Unbefangene doch erkennen, daß manches ge­leistet wurde. Freilich sind diejenigen enttäuscht worden, die glaubten, mit der Machtübernahme durch uns würden sie ihre Schulden los. Wir sind uns von vornherein darüber klar gewesen, daß wir diese Sorte Menschen nicht zufriedenstellen würden. Wir sind aber auch in dem Gedanken an die Arbeit gegangen, daß bis zur Verwirklichung unserer Ideen viele Jahre vergehen wurden.

Zur Zeit knüpfen sich an die Getreide- erhebung allerhand Gerüchte: Finanzamt, bzw. Ablieferung des Getreides. Alle diese Mutmaßungen sind aus der Lust gegriffen, vielmehr sollen unsere Getrcidevorräte festgestellt werden, damit sich ein Ueberblick gewinnen läßt, um danach die Preisgestaltung zu regeln.

Ausdrücklich kann gesagt werden, daß der Bauer Herr über sein Getreide ist.

Weiterhin wird auch der Bauernstand beim dies­jährigen Winterhilfswerk wieder Helsen. Sind auch vereinzelte Fälle von ungerechten Ver­teilungen vorgekommen, so soll man dadurch nicht das große Werk als solches ablehnen. Es ist an­geordnet, daß Unterstützungsempfänger, die sich oer Arbeit in der Landwirtschaft entzogen haben, künftig nichts erhalten sollen. Die Richtsätze für die Abgabe der Bauern liegen dieses Jahr durchschnittlich etwas unter den vorjährigen Sätzen als Folge der niedri­geren Ernteerträge. Selbstverständlich können je nach Lage der Sache diese Sätze unterschritten ober auch erhöht werden. Anderseits zieht aber auch der Bauernstand aus dem Winterhilfswerk Nutzen, denn das Winterhilfswerk läßt beispielsweise in unserem Gau 500 000 Zentner Kartoffeln aufkaufen.

Allmählich bringen die gesetzgeberischen Maß­nahmen für den Bauernstand immer mehr ein, man erkennt ihre Borleile, z. B. bei der Rege­lung der Milchwirtschaft der Getreideversorgung und des Fleischmarktes. Gerade diese drei letzten Sachen, die etwas vollständig Neues darstellen, verfolgen den Zweck, dem Bauer in der Preis­gestaltung gerecht zu werden.

Wenn bei solchem Neuartigen sich anfangs vielleicht noch kleine Fehler bemerkbar machen, so wird sich das im Laufe der Zeit beheben lassen. Beispiels­weise sind die Preise für Kartoffeln so, daß der Erzeuger zufrieden sein kann, und auch die Preise für Fleisch werden sicherlich in ebenso zufriedenstellender Weife geregelt werden. Jedenfalls wird erreicht werden, daß

die Erzeugnisse des Bauern aus dem Auf und Ab der Preisbildung der Börse herauskommen, so daß der Erzeuger nicht mehr jeden Tag erst rasch feststellen muß, welche Preise an der Börse für seine Sachen gezahlt wurden. Ebenso wird auch der Händler an die festen Preise sich halten müssen. Jedenfalls wird künftig bei Nichteinhaltung der fe st gesetzten Preise, einerlei ob Händler oder Bauer, mit strengen Maßnahmen vorgegang>'n werden.

Bezüglich des Reichserbhofgesetzes, das ia nun allgemein in seinen Grundgedanken Ver­ständnis gefunden hat, ist noch darauf hinzuweisen, daß das dem Bauernstand gewährte Mitbestimmungs-

nen, ergänzt wurde.

Das über Nordskandinavien ostwärts wandernde

den, doch dürfte späterhin erneut Verschlechtenma einsetzen, da über Island bereits ein neues Tief

Aus aller Wett

18. Oktober: abends 7,3 Grad; am 19. Oktober: moi.

Bürgermeister Waiblinger nicht ermordet, sondern Opfer eines Unglücksfalles.

Hand herbeigeführt wurde, sondern daß es sich um einen Unglücksfall handelt, der auf eine schwere mit heftigen Magenbeschwerden verbundene chronische Erkrankung des Verstorbenen zurückzu.

Personen oder 2 v. h. Da sich die Gesamtbevölke­rung gegenüber 1925 um 4,5 v. h. vermehrt hat, ist der Anteil der Evangelischen an der Gesamtbe­völkerung (von 64,2 v. h. auf 62,7 v. h.) zurück- gegangen, der der Katholiken (von 32,4 v. h. auf 32,5 v. h.) gestiegen. Die Zahl der Israeliten (der Religions-, nicht der Rassezugehörigkeit nach) ist durch Abwanderung, Sterbefallüberschüsse und Austritte aus der Religionsgemeinschaft seit 1925

Amtlich wird in Wien verlautbart: Entgegen der ursprünglichen Annahme über den Tod des Bür»

Nach einem Hinweis auf den heutigen Gallus markt in der an geschichtlichen Erinnerungen so reichen Stadt Grünberg schloß Dr. Wagner mit

folgenden Sätzen:

Dir Nationalsozialisten sind entschlossen, das durchzuführen, was der Führer will.

recht durch die Einsetzung der Anerbenrichter, um 65000 auf 500000 zuruckgegangen: ihr Antch die bei etwaigen Härten mildernd einwirken kon- an der Reichsbevolkerung verringert sich dadurch - 9 von 0,9 v. h. auf 0,8 o. h. Fie Gemeinschafts»

..Hofen, d. f. die Personen, die angegeben haben, daß sie rechtlich keiner Religions- ober Weltan. schaunugsgemeinschast angehören, sind von 1,1 Mill, auf 2,4 Mill, angewachsen; ihr Anteil an der Ge. samtbevölkerung 'beträgt 3,7 v. h. gegenüber 1,8 v. h. im Jahre 1925.

führen ist.

Wettervoraussage.

zu erkennen ist, wodurch die Zufuhr milder D^ean» Die Religionszugehörigkeit der Relchsbevötkerung. lüft weiterhin gefördert wird.

Das Statistische Reichsamt hat soeben Aussichten sllr Samstag: Wechsetad. ^ahtenanaaben über die Religionsgliederunq der bewölkt und vorübergehend aufheiternd, Verhältnis. Bevölkerung des Deutschen Reiches nach der mäßig mild noch einzAne Niederschlage, Volkszählung vom 18. Juni 1 933 ver-! Aussichten für Sonntag: Nach vorüber, öffentlich!. Von der G-samtbevölkerung des Deut- gehendem Aufklaren erneut Bewölkungszunahme, scheu Reiches ohne Saargebiet (65,2 Mill.) sind Lufttemperaturen am 18. Oktober: mittags 10,1 etwas weniger als zwei Drittel evan - Grad Celsius, abends 7,2 Grad; am 19. Oktober; gelisch (40,9 Mill.) und knapp ein Drittel morgens 8,2 Grad. Maximum 10,4 Grad, Minimum katholisch (21,2 Mill.). Seit der vorhergegange- 3,6 _@rab. Erdtemperaturen in 10 ^cm Tiefe qri nen Volkszählung im Jahre 1925 beträgt die Zu­nahme bei ben Katholiken 979 000 Personen ober 4,8 0. h., bei ben Evangelischen 815 000

Kommt in einem Dorfe einmal etwas vor, was nicht recht ist, bann schiebe man das nicht gleich der Parte! zur Last. So wie der Führer feft in ------------------

seinem Wollen ist, werden wir ihn dabei unter-'ermeisters Alois Ka i b li n ger ist es auf Grund stützen, in dem unbergfamen Streben, wieder em bes gerichtsärztlichen Gutachtens feststehend, daß festes, dauerhaftes Reich zu schaffen, heil Hitler, der Tod des Bürgermeisters nicht durch fremde

Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenom- " .........

men. Kreisbauernführer Dörrschuck brachte dann ein Sieg-Heil! auf den Führer aus, worauf er nach dem Gesang des Horst-Wesiel-Liedes die Kund-

gens 7,6 Grad. Niederschläge 0,5 mm. Sonnen« scheindauer 5,1 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Bei, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

gebung schloß.

Später begab sich der Landesbauernführer hin­aus auf den Markt. Erwähnt sei noch, daß Pg.

Klo st ermann den Markt ebenfalls mit seinem Rüstige Tief hat seine Warmluft an der Südseite Besuche beehrte. | bereits über Deutschland vorgeschoben. Die Tem»

Begünstigt von gutem Wetter herrschte bei zahl- peraturen kommen daher allgemein höher zu liegen reichem Besuche auf dem Markte noch reges Leben ai5 in der letzten Zeit. Nach Abzug des Tiefs wird und Treiben, das bis in die Abendstunden dauerte, die Wolkendecke vorübergehend durchbrochen wer-

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Gießen (Marktplatz 9-10), den 18. Oktober 1934.

Die Beerdigung fand in aller Stille statt

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Die trauernden Hinterbliebenen.

Friedberg, Frankfurt, Offenbach, Essen, Gelsenkirchen.

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nach kurzem Leiden im Alter von beinahe 85 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

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Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 21. Oktober, nachmittags 1.30 Uhr, in Beuern statt.

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater

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Kartenansgabe für Oktober: Donnerstagmit­glieder, Sams­tag, 20. Oktober; Samslagmitgl. Montag, 22.Okt., jeweils von 16bis 19 Uhr an d.The- atertasse beiBor- legung der neuen (braunen) Mit­gliedskarte. 6133O

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von uns gegangen. Wir verlieren in ihm einen präch­tigen Kollegen und treuen Mitarbeiter, dessen Anden­ken wir in Ehren halten. Die Beisetzung findet seinem Wunsch gemäß in aller Stille statt.

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