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irtschast

von Pro- ordnung eine Ausdehnung der Ermächtigung des ieftr- und I Reichswirtschaftsministers auf alle industriellen Er-

Mai 1933

Mai 1934

Produktion Absatz Produktion Absatz

Preußen

Der Auslandabsatz von

verstarb.

Dittkreis.

und fast war

Die deutsche Kraftfahrzeugindustrie weist, wie in Wirtschaft und Statistik" berichtet wird, für den Monat Mai eine abermalig« Steigerung von Pro-

10558

1103 3429 3263

Personenkraftwagen zeigt gegenüber dem Vormonat eine weitere leichte Besse­rung. Ebenso erhöhte sich die Aufuhr von Kraft- rädern wieder. Der Auslandabsatz von Liefer- und Lastkraftwagen ging weiter zurück.

Schweinemarkt in Friedberg.

LPD. Friedberg, 18. Juli. Beim heutigen Schweinemarkt wurden folgende Preise be­zahlt: 6 Wochen alte Tiere 8 bis 10 Rtark, 6 bls 8 Wochen alte 10 bis 14 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 15 bis 18 Mark. Der Auftrieb betrug 800 Jung­tiere. Der Handel war sehr lebhaft.

Frankfurter ^crrclvebörse.

Frankfurt a. M., 18.Juli. Die Neuordnung der Getreidewirtschaft für das Erntejahr 1934/35 stand am heutigen Getreidegroßmarkt naturgemäß im Vordergrund. Da allenthalben noch sehr großes OrientierungsbedürfUis für die sBeftiinmun=

gen bestand, herrschte auf allen Marktgebieten weitgehendste Zurückhaltung, weshalb die Umsag­tätigkeit an den einzelnen Märkten sehr klein blieb. Neuer Roggen und neue Wintergerste kameni als Großhandelsfestpreise erstmals zur Notiz. Alter Weizen blieb im Verhältnis zur Nachfrage ausre,- chend angeboten und gab leicht nach, Hafer yar eine weitere merkliche Ermäßigung erfahren. Am Mehlmarkt herrschte gleichfalls Zuruckhaltung bet unveränderten Preisen. Eine Notierung für Rog­genmehl nach der neuen Verordnung wurde noch nicht vorgenommen. Der Futtermittelmarkt hatte bei unveränderten Preisen angesichts der anhaltend trockenen Witterung weiter feste Haltung.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 207 bis 209, Roggen neuer Ernte R 13 161, R 15 165, Winter­gerste G 9 159, G 11 162, Hafer alter Ernte 190 bis 195, Weizenmehl Type 563 Mtpreisgebtet W X 28,90 plus 50 Pf. Frachtausgleich, do. Fest- preisqebiet W VII 28,60 plus 50 Pf., Roggenmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII 25,25 plus 50 Pf-, do Festpreisgebiet R VI 25,25 plus 50 Pf., Weizen­mehl IV B 17 bis 17,25, Weizennachmehl 16,50 bis 16,75, Weizenfuttermehl 12,75, Weizenkleie fein 11,40 bis 1,50, grob 11,75 bis 11,85, Roggenfutter­mehl 13,25, Roggenkleie 12,50, Soyafchrot 15,80 Palmkuchen 15,70, Erdnußkuchen 17,20, Treber 17 bis 17,25, Heu 11, Weizen- und Roggenstroh draht- gepreßt oder gebündelt je 2,80 bis 2,90.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 19. Juli. Vorbericht. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 70 Rinder (27 Ochsen, 5 Bullen, 8 Kühe, 30 Färsen), 1009 Kälber, 104 Schafe (63 Hämmel) und 589 Schweine. Es kosteten: Kälber 18 bis 43 Mark, Hämmel 28 bis 34, Schweine 38 bis 47 Mark. Marktverlauf bei allen Viehgattungen mittelmäßig.

LPD. Herborn, 18. Juli. Nach dem Himbeer­suchen machte sich der neunjährige Sohn Otto der Familie des Steinrichters L ö b e r aus Schön­bach an der Seilbahn des SteinbruchsStein­ringsberg" zu schaffen. Hierbei wurde der Junge von dem auf der Seilbahn laufenden Rollrad des Kippwagens erfaßt und in die Speichen des Rades förmlich eingezwängt. Es bedurfte großer Anstrengungen, den Jungen aus seiner furchtbaren Lage zu befreien. Ein Arm wurde zweimal gebrochen und am Unterschenkel das Fleisch bis auf die Knochen heraus- geriffen. In sehr bedenklichem Zustande mußte der Knabe dem Herborner Krankenhaus zugeführt werden.

Tierschau und Prämienmarkt in Kirchhain.

LPD. Kirchhain, 18. Juli. Der von der Stadt Kirchhain veranstaltete 5. Prämien- markt brachte trotz der im Gange befindlichen Kornernte einen Massenbesuch. Zur Prämiierung waren aufgetrieben: 35 Kaltblutpferde, 29 Warm­blutpferde, 59 Stück Fleckvieh, 57 Stück Rotvieh, etwa 50 Schafe und ebensoviel Ziegen. Eine kleine Geflügelschau zeigte 48 Nummern Wassergeflügel und Tauben. Außerdem standen bei einer Versteige­rung von Rindernutzvieh etwa 70 Tiere zum Ver­kauf. Das aufgetriebene prächtige Tiermaterial zeugte davon, daß die Viehzucht in Kirchhain und Umgebung in weiterem guten Aufschwung be­griffen ist und die dort ansässigen Bauern den Ge­danken der Leistungszucht in die Tat umgesetzt haben. Der gleichzeitig stattfindende Fohlenmarkt wies einen Auftrieb von rund 50 Fohlen auf, die mit 250 bis 350 Mark für das Stück notiert wur­den. Dem Schweinemarkt waren 490 Läufer und Ferkel zugefahren. Bei flottem Handel kosteten bis sechs Wochen alte Ferkel 10 bis 12 Mark, sechs bis acht Wochen alte 12 bis 14, acht bis zehn Wochen alte 14 bis 16 und Läufer 20 bis 30 Mark das Stück.

Raubüberfall in Frankfurt.

LPD. Frankfurt, 18. Juli. Gegen 18.30 Uhr gestern erschien in einem Frankfurter Fahrrad- g e s ch ä f t ein bisher unbekannter Mann und ver­langte einen Herrn Müller zu sprech-.n. Nachdem ihm gesagt worden war, daß ein Herr Müller nicht anwesend sei, ging er unverrichteter Dinge wieder weg, u maber kurz vor 20 Uhr nochmals zu erschei­nen. Als der verlangte Herr Müller immer noch nicht anwesend war, erklärte der unbekannte Be- sucyer, dann wolle er einen Fahrradschlauch kaufen. Als der Geschäftsinhaber darauf mit dem Mann in den Keller ging, erhielt er plötzlich von dem Kunden einen Schlag über den Kopf, daß er bewußtlos zusammenbrach. Der Besucher suchte dann mit einem gestohlenen Fahr­rad r e i f e n das Weite. Der Uebersallene hat glücklicherweise keine ernsteren Verletzungen davon­getragen.

^Äm Rentenmarkt herrschte ebenfalls weitgehendste Geschäftsstille und die Kurse wiesen keine Verande- runq suf. Am Auslandrentenmarkt blieben Schweizer Bundesbahn-Obligationen voll behaup­tet; 4prozentige 178,25 (178), 3V-prozentlge 166,50 (uno./ U a. notierten: Altbesitzanleihe 95,75, 6 Pro­zent Stahlverein-Bonds 79,50, Reichsbank 154, Commerzbank 57, Gelsenkirchen ^0,50, Harpener 105,50, Mannesmann 65, Phönix 47, Stahlverein 40 50 AKu. 62,75, Bekula 143,25, Zement Heidel­berg ' 108,25, Conti Gummi 130, Daimler 48,75, Scheideanstalt 205,50, Licht & 110,50, IG.

Farben 149,25, Gesfürel 109,50 Goldschmidt 77,40,

zeugnisse vor. '

* Anmeldungspflicht für Vorräte in Kraftfahrzeugdecken. Die Ueberwachungs- stelle für Kautschuk hat für die Fabriken von Kraft­fahrzeugreifen, Kraftfahrzeugen und Anhängern so­wie die Wiederverkäufer von Kraftfahrzeugrelsen die Anmeldung der gesamten Lagerbestände in K r a f t f a h r z e u g d e ck e n per 18. Juli bis späte­stens 30. Juli angeordnet.

Ele ktrizitäts - Lieferungsgesell- schaft, Berlin. Eine Aufsichtsrats-Sitzung der ELG. hat beschlossen, einer auf den 2. August einzu­berufenden ordentlichen Generalversammlung die Bilanz nebst Erfolgsrechnung für das am 31. De­zember 1933 abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen. Die Stromabgabe weist im Berichtsjahr eine Stei­gerung von 12 Prozent auf. Die türkischen Unter­nehmungen besserten sich im Umsatz erheblich. Ihre Bilanz schließt mit einem Verlust von rund 371000 türkischen Pfunden ab, der auf neue Rech­nung vorgetragen wurde. Im übrigen wurden für dieses Geschäftsjahr in der Bilanz die erforderlichen Rückstellungen vorgenommen. Die Bilanz der ELG. schließt nach den Abschreibungen mit einem Rein­gewinn von 2170 065,03 ab, aus welchem die satzungsgemäße Dividende von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien und 5 Prozent auf die Stammaktien zur Verteilung vorgeschlagen werden sollen. Der nach Abzug des Gewinnanteiles des Aufsichtsrates vermeidende Restgewinn von 146 570 RM. soll auf

duktion und Absatz auf. Der Absatz von kraftwagen erhöyte sich um 15 o. H., an Liefer- und \ Lastkraftwagen wurden 10 v. H., an Kleinkraft­rädern 33 v.H. und an dreirädrigen Kraftfahr­zeugen 36 v.H. mehr als im April d.J. ab­gesetzt. Die Produktion ist noch stärker als der Ab­satz gesteigert worden. Für Personenkraftwagen und Gxoßkrafträder stellte sich die Zunahme Gegenüber dem Vormonat auf rund 25 v. H., für Kleinkraft­räder sogar um rund 66,66 v. H. Im Vergleich zum Mai 1933 hat sich der Absatz von Personenkraft­wagen um fast die Hälfte erhöht; an Lieser- und Lastkraftwagen wurde die doppelte und an Klein­kraftwagen sogar fast die 2,5fache Stückzahl des Dorjahrsmonats abgesetzt. Im einzelnen betrugen:

Zahlungen im Zusahausfuhrverfahren nur in Oevisen oder freier Reichsmark

Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat durch Runderlaß an die Devisenstellen nochmals klargestellt, daß als Zahlung in freier Reichsmark im Sinne des Zusatzausfuhrverfahrens nicht gel­ten: Zahlungen in Reichsmarknoten, Zahlung in deutschen Scheidemünzen, teilweise Zahlung zu La­sten eigener Sperrguthaben, teilweise oder volle Zahlung aus anderen Guthaben in Deutschland, die nicht vollkommen frei sind, x. B. Ausländer­konten für Jnlandszahlungen und gesperrte Zwi- schenkonten. Sie hat den Ausführern nahegelegt, in Fällen, in denen sie das Zusatzverfahren in An- spruch zu nehmen gezwungen find, in einwand- freier Form ju vereinbaren, daß nur in Devisen ober freier Reichsmark gezahlt wird. Durch den gleichen Runderlaß wird weiterhin bestimmt, daß das Zusatzausfuhrverfahren in Einzelfällen auch bei Kompensationsgeschäften in Anspruch genom­men werden kann, wenn z. B. durch das Ausfuhr­geschäft die Einfuhr lebenswichtiger Waren herbei­geführt werden soll und die Bedingungen des Korn- vensationsgeschäftes dem Ausführer einen angemes­senen Preis nicht gewähren.

©er Krastwagenabsatz steigt weiter.

Der Bezirksbeauftragte für die vieh- wirtschastliche Regelung ernannt.

Der Reichskommissar für die Dieh-, Milch- und Fettwirtschaft, Freiherr von Kanne, hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister R. Walter Darre gemäß der ersten Derordnung zur Rege­lung des Verkehrs mit Schlachtvieh vom 9. Juni 1934 (§ 27 Absatz 1 und 2) mit Wirkung vom 15. Juli 1934 Pg. Karl Moses, Michelbach (Kreis Ufingen), zum Bezirksbeauftragten für die vieh­wirtschaftliche Regelung innerhalb des Wirtschafts­gebietes Groß-Heffen (Dolksftaat Hessen, Nassau und Kurhessen) ernannt. Zu seinem Stellvertreter wurde Pg. Karl Patry, Hattenbach (Kreis Hers­feld), bestellt. Der Bezirksbeauftragte ernannte Diplomlandwirt Haack, Frankfurt, zu feinem Ge­schäftsführer. Der Bezirksbeauftragte hat feine Tätigkeit bereits ausgenommen.

Die Neuordnung der Festpreisgebiete für Gerste und Hafer.

In Fortsetzung unserer gestrigen Meldung brin­gen wir heute die Abgrenzung der heimischen Fest­preisgebiete für Gerste und Hafer.

Gerste:

Hessen-Nassau: GIX: Reg.-Bez. Wies­baden: Kreis Wetzlar. G X: Reg.-Bez. Kastel: Kreis Marburg Stadt und Land; Reg.-Bez. Wiesbaden: Biedenkopf, Dillkreis.

Hessen (Freistaat): GIX: Provinz Oberhessen insgesamt. Die Festpreise in den genannten Gebie­ten sind folgende: GIX: 16. Juli bis 31. August 1934 156 RM. pro Tonne, September 157, Oktober 159, November 161, Dezember 162,50 RM. Für die ersten Monate 1935: Januar 164 RM., Februar 165,50, März 167, April 168, Mai 169, 1. Juni bis 15. Juli 169 RM. G X: 16. Juli bis 31. August 158 RM. pro Tonne. September 159, Oktober 161, November 163, Dezember 164,50 RM. Für die

Die Abendbörse entbehrte jeder Anregung verkehrte infolgedessen auf der ganzen Linie vollkommen aeschäftslos. Die Grundftlmmung jedoch w/Lr ft°undlich, die Kurse blieben .m Ver- gleich zum Berliner Schluß in den meisten Fallen aut behauptet, hier und da ergaben sich geringfügige Abweichungen nach beiden Setten. Conti Gummi allerdings lagen 1,50 v. H. niedriger. Am Kassa- markt wurden Vereinigte Ultramarin in Anpassung an Berlin um 4 v.H. heraufgesetzt, daneben lagen Schöfferhof-Binding und Mönus Maschinen bis 1 o H höher, Park und Bürgerbrau waren hoher

Som Horch-Achtzylinder ins Paddel­boot und verduftet.

LPD. Limburg, 18. Juli. In einem Lahnort fuhr am Sonntag ein Pärchen in einem hoch­eleganten Horch-Acht-Zylinder vor. Die In­sassen, zwei junge Leute, machten am Lahnufer halt, ließen den Wagen stehen und mieteten bei einem Bootsverleiher ein Paddelboot, um an­geblich eine kurze Partie aus der Lahn zu unter­nehmen. Die Zeit verrann, es verging Stunde um Stunde, aber das Pärchen ließ sich nicht mehr blicken. Der Bootsverleiher wurde schließlich stutzig und benachrichtigte die Polizei, die nach einiger Zeit feststellte, daß der Wagen im Wuppertal g e= stöhlen worden war. Die näheren Erkundigungen am Montag ergaben, daß das Pärchen mit dem Paddelboot bis zum Rhein gefahren war und in der Nacht zum Montag in Ehrenbreit st em übernachtet hatte, um in aller Frühe rheinabwarts zu paddeln.

Kreis Marburg.

LPD. Marburg, 17. Juli. Vermessungsrat Katzwinkel von hier wollte gestern nachmittag bei einer Motorradfahrt auf der Dorfstrahe m Cölbe einem Huhn ausweichen. Er geriet dabei ins Schleudern und fuhr .gegen ein ihm entgegen- kommendes Auto. Mit schweren inneren und äußeren Verletz u n g e n brachte man den Verunglückten in die Klinik, wo er alsbald

ersten Monate 1935: Januar 166, F-bruar 167,50, März 169, April 170, 1. Mai bis 15. Juli 171 RM.

haser:

Hessen.Nassau: H XIII: Reg.-Bez. Wies­baden: Kreis Wetzlar; H XIV: Reg.-Bez.: K-ll-l: Kreis Marburg Stadt und Land; Reg.-Bez. Wies­baden: Kreis Biedenkopf, Dillkreis.

Hessen: H XIII: Provinz Oberhessen insge­samt. Die Festpreise in den genannten Gebieten sind vlgende: H XIII: August 1934 154 RM. pro Tonne, September 155, Oktober 157, November 159, De­zember 160,50 RM. Für die ersten Monate 1935: Januar 162, Februar 163,50, März 165, April 166 1. Mai bis 30. Juli 167 RM. HXIV: August 1934 156 RM. pro Tonne, September 157, Oktober 159, November 161, Dezember 162,50 RM. Für die er­sten Monate 1935: Januar 164, Februar 165,50, März 167, April 168, 1. Mai bis 30. Juli 169 RM.

* DerVerkehrmitindustriellenRoh- stoffen und Halbfabrikaten. Das Gesetz über den Verkehr mit industriellen Rohstoffen und Halbfabrikaten vom 22. März 1934 sieht vor, daß der Reichswirtschaftsminister den Verkehr mit indu­striellen Rohstoffen und Halbfabrikaten regeln und hierzu Ueberwachungsstellen einrichten kann. Die Beschränkung auf Rohstoffe und Halbfabrikate hat sich schon deshalb als unzweckmäßig erwiesen weil der Begriff des Halbfabrikats im Einzelfall strittig fein kann. Daher sieht eine jetzt veröffentlichte Ver-

neue Rechnung vorgetragen werden.

Frankfurter Börse.

INittagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 18. Juli. Trotz der immer noch in starkem Maße vorherrschenden Geschäfts­losigkeit blieb die Haltung an der Börse weiter freundlich, und auch die Kurse zeigen überwiegend leicht nach oben. Auf einzelnen Spezialgebieten tagen kleine Kundenorders vor, was auch die Kulisse zum Teil bewog, einige Meinungskäufe vorzunehmen. Im ganzen blieb das Geschäft aber noch eng begrenzt. Eine gute Stütze erhält die Börse von der fortschrei­tenden konjunkturellen Besserung der deutschen Wirt­schaft, die sich täglich in den günstigen Gesellschafts­berichten und -abschlüssen äußert. So fanden u. a. die weitere Belebung in der Bauindustrie und der befriedigende Bericht der Eisenverbände Beachtung.

Größeres Interesse fand heute der Elektromarkt, wo besonders Gesfürel mit plus 1 v. H. hervortraten. Daneben gewannen AEG., Bekula, Licht & Kraft, Fetten bis 0,5 v. H., Schlickert und Siemens lagen behauptet, während Lahmeyer angeboten waren und 2,5 v. H. einbüßten. Mehr Beachtung fanden auch Bergwerkspapiere, die meist von 0,25 bis 0,75 v. H. anzogen, so Gelsenkirchen, Klöckner, Phönix, Stahl­verein und Rheinstahl, Mannesmann und Mans­feld eröffneten unverändert. Farbenindustrie setzten zunächst 0,40 v. H. niedriger ein, zogen aber später wieder 0,50 v. H. an. Deutsche Erdöl minus 0,50 v. H. dagegen Goldschmidt erneut plus 0,50 v. H. und Metallgesellschaft plus 0,25 v. H. Schiffahrtsaktien lagen unverändert. Sonst eröffneten u. a. Deutsche Linoleum und Aku je 0,5 v. H., Zellstoff Aschaffen­burg 0,75 v. H. niedriger, andererseits Reichsbank­anteile 1,25 v. H., Daimler 0,25 v. H., Junghans 0,40 v. H., Waldhof 0,25 v. H. höher.

Am Rentenmarkt standen Ältbefitzanleihe im Vor­dergrund, die nach und nach 0,75 v. H. gewannen,

ohne indes befonbere Umsatztätigkeit aufzuweisen. Späte Reichsschuldbuchforderungen tagen E knapp gehalten. Stah-loerein-Bonds eröffneten 0,40 v. H. fester.

Auch in der zweiten Börsenstunde blieb die Um­satztätigkeit mit Ausnahme einiger 6pyialpapiere sehr klein bei meist gut behaupteten Kursen. Fester tagen nochmals Phönix (plus 1 v.H.), Harpener (plus 0,50 d. H.), Stahlverein (plus 0,50 d. ^'Gold­schmidt etwas stärker erhöht (plus 1,50 v. H-), Ges­fürel (plus 0,50 v. H.), Aku (plus 0,25 v. H.), fer­ner kamen Rhein. Braunkohlen 1,25 v. H. und Ilse Genuß 1 o. H. höher zur Notiz. Farbenindustrie bewegten sich bei 149,65 v. H.

Am Rentenmarkt blieb die Ältbefitzanleihe zu 95,75 v. H. gut behauptet, auch die ubngen variablen Werte lagen unverändert. Der Pfandbriefmarkt war größteneils unverändert, vereinzelt auch 0,13 bis 0,25 d H freundlicher. Stadtanlerhen tagen ehr ruhig und ohne Besonderheiten, auch Staatsrenten zeigten keine Veränderung von gelang. Am Auslandrenten- markt bröckelten mexikanische Anleihen etwas ab, Schweizer Bundesbahn-Obligationen tagen voll be­hauptet. .. . .

Tagesgeld blieb zu 3 v. H. unverändert.

Abendbörse geschäfislos.

wagen

Liefer- und Last­

15960

15592

10356

1168

kraftwagen

2056

2208

Kleinkrafträder

7115

8301

3168

Großkrafträder

3421

4013

2468

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Franksur

a. Ul.

Berlin

Schluß» fur4

Schluß,. Abend» börfe

Schluß» hirt

Schlußk. Mittag- börfe

Datum |

17.7.

18.7.

17.7.

18.7.

% Deutsche RetchSanIethe v. 1927

93,4

93,4

93,5

93,4

% efcm.7% Dt. RetchSanl. v. 1929

6Vi% öoung-ÖInleitje von 1930

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

91.1

91

90,9

90,9

Lutlol.-Rechten ..........

95,25

95,75

95,4

95,75

DeSgl. ohne Auülos.-Rechte......

% ehern.8% Hell. Volksstaat 1929

(rückzahlb. 102%) ..........

91,75

91,75

92

91,9

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12 ....

89,75

89,75

89,5

89,75

6%% hell. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqul........

89,5

89,5

Oberhessen Provinz.Anleihe mtl

Auvloi.-Rechten.........

95,5

95,5

-

Deutsche Komm. Eammelabl. An-

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 8% ehem. 8% Frankl. Hyp.-Bank

95,25

95,4

95,6

95,75

Goldpse. 16 unkündbar bis 1935 8% ehem. 7% Frankl Hyp.-Bank

89,75

89,75

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4y,% Frank, Hyp^

Bank-Ltqu.-Pfandbriefe.......

89,5

89,75

89,5

89,9

IK% ehem. Wt% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse.

90

90,13

-

8% ebem. 8% Pr. LandeSpfand- briefanstakt, Psandbriefe R. 19

92,25

92

92

92

8% ebem. 7% Pr. LandeSpfand- brtefan stall, Pfandbriefe R. 10

93

93

93

93

kteuerautsch. BerrechnunaSkurS

101,4

101,4

101,4

1 101,4

8% Oesterretchstche Goldrente

4,20% Oesterreicyifche SUberrente

26,25

1,15

26,5

1,15

26,65

1,25

26,65

1,25

4% Ungarische Goldrente .......

7,3

6,9

7,3 7

7,5

7,13

7,45

7,1

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4%% desgl. von 1913........

7

7

9,25

7,13

9,25

7,13

9

6% äbgefL Goldmexikaner von 98

9,13

4% Dürktsche Zollanlcihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

7,5

7,5

7,13

6<rrie 1 ....

7.6

7.r

ftranffurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurü

Schlußk. Mittag­börse

Datum

17.7.

18.7.

17.7.

18.7.

4% desgl. Serie II ............

7,6

7,6

7,8

6% Mumän. vereinh. Rente v. 1903

4,4

4,35

4,4

4,5

4^%Rumän.vereinh.Rentev.l913

7,1

7,1

7,1

7,4

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4

4,13

4,13

4,2

814% Anatolier ........

35,25

35

35,25

pamdurg-AmerUa-Pakel 0

27,4

26,75

27,4

26,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

25,5

24,5

Hansa-Dampfschifs........0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

30,4

30,4

30,5

30,25

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

65

65

65,5

64,25

Berliner Handelsgesellschaft .. 4

90,25

90,5

91

91

Commerz, und Prioat-Bank .. 0 Deutsche Bank und Dis conto-

57,5

57

57,5

57

Gesellschaft................ 0

62

62,13

62,25

62,25

Dresdner Bank..............0

65

65

65

65

Reichsbank ......... 12

153

154

154.5

154,25

A.G.G......................o

23,13

23,4

23,25

23,4

Bekula..................... o

142,75

143,25

142,9

143,5

Elektr. Lieferungsgefellfchaft... 6

92,75

93,25

92,5

92

Licht und Kraft ... 6

109,75

110,5

110

110,5

Felten & Guilleaume........ 0

66,75

67

66,65

67,25

GeseUsch.s.Elektr.Unternehmung. 5

108

109,5

108,5

109,75

Rheinische Elektrizität ...... 5

102,25

102,5

102,5

102,25

Schuckert L Co............... 5

90,5

90,5

90,75

90,75

Siemens S Halske............ 7

148 25

148,25

148

149,25

Lahwever L Co. ............ 10

121

119

121,9

119

Buderus ..................0

74,75

76

75,5

75,5

Deutsche Grdbl ............. 4

117

116,75

117,25

59,65

116,75

Gelsenkirchener..............0

59,75

60,5

60,75

Haroener...................(

106

105,5

106

105,75

Hoesch EisenSüln-Neuefsea .. (

74,4

74,5

Flse Bergbau ...............<

163

163

162

Ilse Bergbau Genüss,........<

126,75

127,75

128

128

Klöcknerwerke....... <

72,25

72,5

72,25

72,4

TDimne4mmtn4to6tee ........ 4

65,13

65

65

64,75

Jranffun a. M.

Äerlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- böxse

Schluß­kurs

Schlußk. Minag- börse

Dalum

17-7.

18-7.

17.7.

18-7.

Mansselde, Bergbau ..

0

76,75

76,5

76,75

77

Kolöwerke ...........

0

U ,

93,65

93,65

Phönix Bergbau......

0

46,25

47

46

47,13

Rheinische Braunkohlen

.....

10

241,25

243,5

244

242

Rhein stahl . ...

.......

0

90,25

90,75

90,5

91,25

Bereinigte Stahlwerke.

0

39,75

40,5

39,75

40,5

Otavt Minen ....

0

13,75

13,75

13,65

13,75

Kaliwerke SU|cbekleben.

6

124,75

124,25

124,75

124,25

Kaliwerke Westeregeln .

6

124

124,5

124,5

124

Kaliwerk» Salzdetfurth

165

165

164,76

165

3

G. Farden-Jnvustrte

7

149,65

149,25

149,9

149,25

i

rbetbeanftnll ..._____

e

207

205,5

1

Goldschmidt .........

0

75,5

77,4

75,5

77,25

RütgerSwerke ........

0

39,25

39,25

39,9

39,13

Metallgesellschaft......

0

86,4

87,25

86,5

87,9

Philipp Holzmann ....

0

60,5

61,25

61

61,5

Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt..

0 v

108,5

125,75

108,5

125,75

Z

=

Schnllhe« Pcmenhoter

0

115,65

115,4

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

62,25

62,75

62,25

62,25

Bembera

0

67,75

67

67,75

67

£

ellstof, Waldho, ....

0

47,75

47,9

47,5

47,5

L

ellstoss Aschaffenburg

0

64,75

63,25

65,5

63,75

5

)essaner Gas ......

128,9

127,75

2

)aimler Motoren ....

0

49,13

48,75

49,4

49,13

)eutsche Linoleum ...

0

61

60,25

60,65

60,75

£

)renstetn & Koppel ..

0

71,4

71,65

£

eonhard Tietz ......

0

22,25

22,5

22

22,25

Thade ..............

1C

199

199

197,5

199.5

«umulatorrn^lfabrü

0

177,25

177,5

176,5

177,25

lonti-Gsmml ......

0

130

132,13

131,5

0

1

I 22,65

I 23

| 23

Matnkrastwerke Höchst O.TL.«

4

72,5

73

Süddeutscher Zucker .

1

1 191

I -

193

191

17-Iuli

18.3U11

Amtliche Rotierunq

Amtliche Notierung

Seid

Äriet

Geld

Ärte

Buenos Aires

0,610

0,614

0,611

0,615

Brüssel.....

58,61

58,73

58,61

58,73

Rio de Jan. .

0,184

0,186

0,184

0,186

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

56,46

56,58

56,44

56,56

Danzig.....

81,72

81,88

«1,72

81,88

London .....

12,645

12,675

1$ 645

12,675

Helsingfors..

5,584

5,596

s,584

5,5f 6

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Holland ....

169,73

170,07

169,73

170,07

Italien.....

21,58

61,62

21,58

21,62

Japan ......

0,749

0,751

0,749

0,751

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,664

5,676

Lslo..... :

63,54

63,66

63,54

63,66

Wien.......

48,45

48,55

48,45

48,55

Lissabon....

11,47

11,49

11,47

11,49

Stockholm...

65,20

65,34

65,18

65,32

Schweiz ....

81,67

81,83

81,65

81,81

Spanien....

34,32

34,38

34,32

34,38

Prag.......

Budapest ...

10,44

10,46

10,44

10,46

Neuyork...

2,512

2,518

2,512

2,518

Banknoten.

Derlin, 18-3u1i

Geld

Brie!

Amerikanische Roten.............

2,465

2,485

Belgische Noten..................

48,45

58.69

Dänische Noten .................

56,39

56,61

Gnglijche Noten .................

12,60

12,66

Französische Noten...............

16.46

16 52

Holländische Noten...............

169 31

169,99

Italienische Noien. ..............

Norwegische Noten ..............

21,46

63,37

21,54

63,63

Deutsch Oesterreich, i IOO Schilling

Rumänische Noten...............

-

_

Schwedische Noten...............

65,02

65,28

Schweizer Noten.................

81,47

81,79

(panische Note».................

Ungarische Note» ................