Hans, die zwei und ein Jahr alt sind. Ich gehe mit ihnen ins Feld spazieren und schaue dort zu. Zu essen habe ich genug, ich trinke viel Milch und das Schwarzbrot mit Butter schmeckt herrlich. (Zs ist aber richtige Butter und keine Margarine, wie Du, Mutter, sie uns aufs Brot schmierst. Und denkt nur, ich schlafe sogar allein in einem Bett und kann mich jetzt so recht ausstrecken, und' morgens scheint die Sonne sogar bis in meine Kammer, so daß Gertrud und Hänschen, die bei mir drin schlafen, in ihren Wiegen daran erwachen. Denkt Euch nur, die Sonne sogar im Schlafzimmer! Und rings ums Haus find Wiesen und Bäume und es riecht nach Heu, nach Blumen, nach Milch und sogar nach Honig! Es ist so
schön, daß ich es gar nicht schildern kann. Am Abend kommen manchmal noch andere Kinder zu uns und ich lerne ihnen unsere Ringelreihenspiele hinten auf der Wiese. Am Sonntag hat auch die Bäuerin mitgemacht und da mußte sie mich fangen und hat mich nicht gekriegt; dann gabs noch ein Honigbrot und wir gingen ins Bett. Hier draußen, liebe Mutter, würdest du bald wieder gesund werden, bei Milch und richtiger Butter, und wo die Sonne sogar in die Wohnung scheint. Und ich bin so froh, daß Bati wieder Arbeit hat!
Herzlichen Gruß und Kuß Eure dankbare Tochter
Helene.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von Otto Den kn er.
Problem TU. 371.
Bon F. Giegold, Leupoldsgrün.
Weiß 4 Steine: Kb8; De2; La3; Bd2.
Schwarz 7 Steine: Ka6; Ba4, b5, d7, f4, g3, h3 Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt.
Problem Jlr. 372.
Von Professor Rudolf D ü t f ch k e, Glogau (t).
Weiß 4 Steine: Ka4; Ddl; Tc4; Sc8.
Schwarz 5 Steine: Kd5; Lc3; Bd3; e6, h5. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt.
Partie Nr. 259.
Aus der Meisterschaft von Deutschland in Bad Aachen.
Gespielt in der III. Runde am 15. Mai 1934.
■ Weiß: Carls, Bremen.
Schwarz: Schmitt, Breslau.
1. c2—c4. (Die sog. „Englische Partie".) 1. ..., Sg8—f6. 2. Sbl—c3. (Run kann Schwarz zwischen den oerschiedenLrtigsten Fortsetzungen wählen; z. B. I. 2. ..., d7—d6. 3. d2—d4, Sb8—d7. 4. e2—e3, e7—e5. 5. Lfl—d3 usw. mit Einlenkung in die altindische Partie. II. 2. ..., c7—c5. 3. Sgl—f3, e7—eG. 4. g2—g3, b7—bG. 5. Lfl—g2, Lc8—b'7 usw. III. 2. ..., d7—d5. 3. c4Xd5, SlGXdö. 4. g2—g3!, Sd5Xc3. 5. b2Xc3. Diese Variante möchten wir allerdings nicht empfehlen, da die Aufbaumöglichkeiten für Weiß zu gut sind. Obwohl kein direkter Weg zu sehen ist, der Weiß mit Sicherheit in Vorteil bringt, so bleibt ihm jedoch mindestens für lange Zeit die Initiative vorbehalten. Und dies ist nach fünf Zügen schon sehr viel.) 2. ..., e7—eG. 3. e2 —e4!. (Damit verhindert Weiß, daß Schwarz in die Varianten des Damengambits einlenkt.) 3. ..., d7—d5! (Das Beste. Ein Reinfall wäre 3. ..., Lf8—b4, da nach 4. e4—e5, SfG—g8. 5. Ddl—g4, Lb4—f8 Weiß bereits Gewinnstellung erlangt hat.) 4. e4—e5, d5—d4. 5. e5Xf6, d4Xc3. 6. b2Xc3, Dd8Xf6. 7. Sgl—f3, Sb8—d7. 8. d2—d4, h7—H6. (Schwarz muß schon Sicherungszüge für die auf fG stehende Dame machen. Man kann für den ganzen mit d4 oder c4 beginnenden Eröffnungskomplex die
allgemeine Regel aufstellen, daß man Varianten, in denen die schwarze Dame nach fG kommt, vermeiden soll, da sie dort fast immer schlecht steht. In diesen Eröffnungen muß auf fG ein Springer behauptet werden.) 9. Lfl—d3, c7—c6. 10. Ddl—e2, Lf8—d6. 11. a2—a4! (Weiß, das bereits die bessere Stellung hat, greift den schwarzen Damenflügel an, um den Gegner mit neuen Drohungen zu beunruhigen.) 11. ..., b7—b6. 12. 0—0, Lc8—b7. 13. a4—a5! (Damit stellt Weiß seinen Vorteil sicher! Schwarz kann nicht gut b6Xa5 spielen, da die Isolierung des a- und c-Bauern für ihn verhängnisvoll würde. Auch käme Weiß in den Besitz der offenen b-Linie. Allerdings wäre diese Möglichkeit immer noch besser gewesen, als der kommende Zug von Schwarz.) 13. ..., Df6—d8? 14. a5—a6, Lb7—c8. (Entwicklung nach rückwärts. Der schwere Positionsfehler von Schwarz im 13. Zuge ist wahrscheinlich nur damit zu erklären, daß Schwarz 'der Ansicht war, daß es ohne weiteren Nachteil zu der Aufstellung Sfo, Ld7, Td8 gelangen könnte.) 15. Tfl—el, Dd8 —c7. 16. H2—h3, Sd7—f6. 17. Sf3—e5, Ld6Xe5. (Auf 0—0 könnte 18. De2—f3, Lc8—d7. 19. Lei XH6! folgen.) 18. d4Xe5, Sf6—d7. 19. De2—g4, g7—g6. (Die Rochade scheitert wieder an LclXhö.) 20. Ld3Xg6, Sd7Xe5. (Auf 20. ..., f7Xg6 folgt 21. Dg4Xg6+, Ke8—d8. 22. Dg6—g7, TH8—e8. 23. LclXhö mit der Drohung Lhö—g5+ bzw. auf 21. ..., Ke8—f8 folgt 22. LclXhö+ usw.) 21. Dg4 —g3, f7Xgö. 22. TelXe5, Dc7—g7. 23. c4—c5, 0—0. 24. Lei—e3, Tf8—f5. 25. Le3—d4, Dg7—f7. 26. Te5Xf5, Df7Xf5. (Nach e6Xf5 hätte Dg3—e5 entschieden.) 27. Dg3—c7, Df5-f7. 28. Dc7Xc6, Ta8—b8. 29. c5Xb6, Lc8—d7. 30. b6Xa7. Schwarz gibt auf.
Der neue Meister von Deutschland, Altmeister Carls, zeichnete sich durch seine ruhige und sichere Spielführung aus, was ihm auch die Üeberlegenheit über den herandrängenden Nachwuchs gab. Er hat in Bad Aachen nur eine Partie verloren.
Lösung des Problems Nr. 369.
Von W. Pauly.
1. Ld6—c7!, Kb5—c6. 2. Se4-d6, Kc6—c5. 3. Df7—c4+ und matt.
1. Kb5—a6. 2. Se4—d6, Ka6—a7. 3. Df7 —a2+ und matt.
1. ..., Kb5—b4. 2. Se4—d2, Kb4—c5 oder b5. 3. Df7—c4+ und matt.
1. ... 2. ..., Kb4—a4. 3. Df7—b34- und
matt.
1. ...» Kb5—a4. 2. Df7—c4+, Ka4—a3. 3. Lc7 —d6+ und matt.
Lösung des Problems Nr. 370.
Von I. Neukomm.
1. Sb2—a4!
Aus der Schachwelt.
Dr. Aljechin gewinnt den Wettkampf um die Weltmeisterschaft überlegen mit 8:3 bei 15 Remisen. Wieder muß seine große Kampfkraft, seine glänzende Taktik und seine Erfindungsgabe hervorgehoben werden. Besondere Beachtung verdient seine hervorragende psychologische Behandlung seines Gegners. Darin wird dem Weltmeister zur Zeit wohl kein anderer Meister ebenbürtig sein. Dr. Aljechin scheint tatsächlich seine jeweiligen Gegner genau zu studieren und stellt sich dann ganz auf sie ein. Man vergleiche nur den Unterschied seiner Spielweise im jetzigen Wettkampf gegen die von 1927 im Kampfe mit Capablanca, wo er sich erstmalig den Weltmeistertitel sicherte.
Im übrigen verweisen wir Schachfreunde, die diese kampfpsychologischen Momente im Schach interessieren, auf die vor einiger Zeit im Schachoerlag Hans Hedewigs Nachf.,«Leipzig, erschienenen Ausführungen von Meister Brinkmann hin. Unter dem Titel „Schachmeister, wie sie kämpfen und siegen", gibt Meister Brinkmann ein anschauliches Bild über diese Faktoren, die einen Schachkampf entscheidend beeinflussen. Ernste Turnier- und Wett- kampfspieler werden in diesen Ausführungen manche wertvolle Lehre finden.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Guter Rak.
Ein Herr betritt ein Modegeschäft und verlangt ein Kissen. Die Verkäuferin legt ihm ein nettes vor.
„Tja, von dem wird meine Frau sagen, daß es zu groß ist."
Ein kleineres Kissen wird gezeigt.
„Nein, das wird meine Frau zu neckisch finden."
„Vielleicht ein gehäkeltes Kissen?"
„Ach, da wird meine Frau sagen, daß man zu leicht daran hängen bleibt."
„Nehmen Sie doch ein Kissen aus Plüsch!"
„Das ist meiner Frau sicherlich zu altmodisch."
„Wissen Sie was", meint da die Verkäuferin zornig, „ich glaube, Sie brauchen gar kein Kissen, Sie brauchen eine neue Frau!"
Schwierige Verbindung.
Der bekannte Bakteriologe Professor D, aus Wien, ein lieber, alter Herr, dem wir so viel zu verdanken haben, daß wir seiner zeitweisen großen Zerstreutheit vollstes Verständnis entgegenbringen müssen, ruft eines Tages feinen Assistenten an, den er drin
gend sprechen muß. Aber am anderen Ende bei Leitung rührt sich nichts. Erst nach einer ganze, Weile kommt die Verbindung zustande und bei Assistent meldet sich.
Da sagt der Professor: „Ich steh' hier am App», rat und warte und warte und niemand meldet fto bei Ihnen; na, ich versuch's später notf mal!"
Sprichts und hängt an.
(„Die Sirene.")
Barometer und Thermometer flehen um die Wette.
Unter dem Einfluß eines neuen starken Hochs Jin die Temperaturen in Mitteleuropa wieder in fas erschreckendem Maße gestiegen.
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765
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Allgäuer Käsemarkt.
Kempten, 18. Juli. Rahmeinkauf bei 42,5 FeÜ einheiten ohne Buttermilchrückgabe (Preisfestsetzun der Milchversorgungsämter Alpenland) Ober- un Unterland 116 (116), Weichkäse mit 20 Prozent-Feil gehalt grüne Ware (Richtpreis des Milchwirtschaft; Verbandes) 21 (21) Tendenz: unverändert. Allgäm Emmentaler mit. 45 Prozent Fettgehalt (Richtpreis Milchwirtschaftsverbandes (Allgäu) 1. Sötte i bis 72 (70 bis 72), 2. Sorte 65 bis 67 (65 bis 67; Tendenz: unverändert.
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„Det- Ifaoyen
Rudolf Richter, Marktstr. 24-26 Herrenmod.-Richter, PIMstr.l
Frdr. Levermann, Seltersw. 71
Adolf Staudt, Kirchenplatz 18
4224 D
1.
2.
3.
4.
5.
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welche diese oder Anfang nächster Woche wirft,geg. Vergüt, gesucht. Heinrich Henkel, Walltorstr.27.^
wer mit unverwahrtem Feuer ober Licht einen Wald betritt ober sich bemselben in gefahr- bningenber Weise nähert;
wer im Walbe brennenbe ober glimmenbe Gegenstänbe fallen läßt, fortwirft ober unvorsichtig handhabt;
wer — in anberen als nach § 368 Nr. 6 bes Strafgesetzbuchs strafbaren Fällen — im Walbe ober in gefährlicher Nähe desselben im Freien ohne Erlaubnis der Forstpolizeibehörde Feuer anzünbet ober, falls ihm die Erlaubnis erteilt ist, bas Feuer gehörig zu beaufsichtigen ober auszulöschen unterläßt ober ben bei Erteilung ber Erlaubnis ihm vorgefchriebenen Bebingun- gen zuwiderhandelt;
wer Walbflächen ober Grunbftücke, welche an Waldungen angrenzen, ohne Erlaubnis der Forstpolizeibehörde abbrennt ober ben hierauf bezüglichen Anordnungen der Forstpolizei- behörde zuwiderhandelt;
wer bei einem Waldbrande der Aufforderung des zuständigen Forstbeamten oder Ortspolizeibeamten zur Hilfeleistung nicht nachkommt, obschon er ohne erheblichen eigenen Nachteil Folge zu leisten vermag. 4220C
Bau u. (4o86D Beratung
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Bleichstr. 12.
Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Schotten.
Betr.: Verhütung von Waldbränden.
Die große Trockenheit ist geeignet, das Entstehen von Waldbränden zu begünstigen. Jeder hat deshalb Vorsorge zu treffen, daß durch seine Handlungsweise Waldbrände nicht verursacht werden. Das Kreisamt bringt daher die Bestimmungen des Forst- strafgesetzes im nachstehenden erneut zur Kenntnis:
Mit Geldstrafe bis zu sechzig Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen wird bestraft:
kann in Gießen f. 2500-/6 sich Exist biet. Geschäft f. Schr. Ang. unter 4127Da.d.G.A.
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Zum Vierten 116er Tag eilen viele Tausende 116er und Angehörige der Kriegssvrmativnen in die alte Garnisonstadt. An unsere Bürgerschaft ergeht hiermit die herzliche Ditte, ihre
MsN skM 9 fWütlMi K WM! Jeder muh beweisen, daß das herzliche Verhältnis zu unserem alten Regiment auch noch heute bei unseren Mitbürgern wach ist.
Ehret unsere alten Soldaten und die Gefallenen und flaggt alle!
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