HimbeereniFrühblrnen'Brombeepen
Gelbe. Eöben
Deutsche Stenographenschast Gießen
Nachdruck verboten!
7 Fortsetzung
Bestraftwerdens, ein Leben so ganz ohne Schmutz. I
dehnte und streckte die Glieder.
(Fortsetzung folgt.)
daß so ein Kerl wie er viel zu schade für das Mädel sei.
Man hatte die Doppeloerlobung in stanz kleinem Kreise gefeiert, schon allein mit Rücksicht auf ihn,
Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Steno- araphenschaft hielt dieser Tage im Hotel Hindenburg eine Mitgliederversammlung ab, der eine besondere Bedeutung zukam durch einen vom Leiter der Ortsgruppe, Herrn Diplom-Handelslehrer- 45. Dehmer gegebenen Rückblick und Ausblick und die Ausgabe der beim Reichsleistungsschreiben der Deutschen Stenographenschaft und bei dem Kreis- leistungsschreiben errungenen Diplome und Oie Ehrung zweier alter, um die Kurzschrift überhaupt und im besonderen um die Ausbreitung und Forderung der Kurzschrift in r ..... """
besonders verdienter Manner,
zu gestalten.
Er griff noch einmal zurück auf die Gründung der Ortsgruppe, die bekanntlich vor einem Jahr durch Verschmelzung der beiden hiesigen Steno- graphen-Vereine entstand. Die Hoffnungen auf verdoppelte Lehrgangsteilnehmerzahlen und daraus sich ergebende wesentliche Erhöhung der Zahl der laufenden Kurse, zu denen mvn sich auf Grund der verdoppelten Mitgliederzahl berechtigt glaubte, hatten sich leider nicht in dem erwarteten Maße erfüllt Wesentlich besser wurde der Kursusbesuch im ersten Halbjahr 1934, als die Lehrgänge auf die dienstfreien Tage gelegt waren.
Wenn trotz aller Schwierigkeiten 6 Kurse durch- gesührt werden konnten, von denen allein der Lehrgang zur Vorbereitung auf die Geschäftsstenographenprüfung in 150 Silben von 45 Teilnehmern besucht wurde, so spricht das für die Tatkraft der führenden Männer, zeigt aber auch, daß ein großer Teil unserer Jugend erkannt hat, daß die Be-
auffälligkeit und Gründlichkeit nur in einem Lande wie Rumänien mit seinen weiten, kaum von der Zivilisation berührten Gegenden möglich war. Immerhin — es gab einen ganz anderen Haltepunkt, wenn man Unterlagen dafür besaß, daß nichts mehr zu befürchten sei.
zustellen.
Herr H anstein dankte für die anerkennenden Worte und gab einen kurzen Ueberblick über sein über 40jähriges Wirken für die stenographische Sache.
Die Versammelten folgten den Ausführungen der Redner mit sichtlichem Interesse und dankten ihnen mit reichem Beifall. Damit war der offizielle Teil beendet. In geselliger Unterhaltung blieb man noch einige Stunden beisammen.
herzliches Ding. Einmal ertappte er sich in einer Anwandlung von Ehrlichkeit bei dem Gedanken,
Förster; die Vermessungsreferendare Dipl.-Jng. Heinrich Geißler in Hungen und Dipl.-Jng. Wilhelm Ohl in Darmstadt zu Vermessungsassessoren; der Hilfsamtsgehilfe an der chirurgischen Veterinärklinik in Gießen Versorgungsanwärter Heinrich Momberger zum Amtsgehilfen an der Oberrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach vom Tage des Dienstantritts an.
** Evangelisch-kirchliche Personalie. Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen hat dem Pfarrer Gustav Z e h f u ß in Hopfmannsfeld die erste evangelische Pfarrstelle in der Stadt Schlitz übertragen.
** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 1. bis 15. Juli 1934 verstorben in unserer Stadt: 2. Emma Lapp, geb. Löser, 76 Jahre alt, Seltersweg 73; 2. Georg Jung, Bahnschlosser i. R., 88 Jahre alt, Teufelslustgärtchen 3; 3. Wilhelm Schneider, Reichsbahnsekretär i. 9t., 65 Jahre alt, Weserstraße 27; 5. Anna Josefine Strauch, Kassiererin, 45 Jahre alt, Friedrichstraße 16a; 9. Katharina Hahn, geb. Schimmel, Wwe., 72 Jahre alt, Mittelweg 14; 10. Martin Johann Umbeer, Invalide, 59 Jahre alt, Asterweg 72; 14. Jakob Kunz, Reichsbahnassistent i. 9t., 86 Jahre alt, Liehigstr. 24; 14. Karl Heinz Schulte, Student der Veterinär-Medizin, 19 Jahre alt, Leihgesterner Weg 16.
** Keine Enteneier bei der Herstel - lung von Speise-Eis. Das Reichsgesundheitsamt weist darauf hin, daß Enteneier des öfteren
ZweiMnnrr und Hilda
(Roman von Hermann W. Walber.
Ucheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)
zufrieden sein."
Und es kam ihr dabei der Gedanke, ob es wohl möglich fein würde, mit diesem ihrem Jungen, wie sie ihn gern nannte, gemeinsam ein neues Leben aufzuzimmern, ein Leben ohne Falsch, ohne Betrug und ständiger Gefahr des Entdeckt- und
unserer engeren Heimat belonöers veroienier u/iunner, der Herren Franz Hanstein und Alexander K a r n b a ch. Die Ver- ammlung war sehr gut besucht.
Nach einigen Worten der Begrüßung gab der Leiter der Ortsgruppe, Herr Diplom-Handelslehrer D e h m e r einen längeren, eingehenden Bericht. Er beleuchtete die bisher geleistete Arbeit, stellte die Mängel heraus, führte aber auch die großen Er- olge der Ortsgruppe in der Ausbildungsarbeit vor Augen, für die der beste Beweis das hervorragende Abschneiden der Gießener Wettschreiber bei den diesjährigen Leistungsschreiben sei, und zeigte dann die Wege, die beschritten werden müssen, um die Aktivität noch mehr zu steigern, die Arbeitsbasis zu verbreitern und die Ausbildung noch intensiver
Fest des Neffen wegen Erkrankung nicht teilnehmen zu können. Daß ein Onkel Bernhard überhaupt nicht existierte, daß das Schreiben und die Blumen ebenfalls von Hans von Kirchhofen selbst besorgt waren, ahnte natürlich niemand von der Festgesell- chaft.
Kurz und gut: er war seinem Ziel ein beträchtliches Stück nähergekommen.
Derjenige, der in den Geyerling-Werken bis vor kurzem befahl, dürfte längst nicht mehr unter den Lebenden weilen.
Mochten sie zu Tausenden sich auf die Suche begeben, niemand würde Wolterstorff lebendig wieder- inben. Er, Kirchhofen, war sein Nachfolger, Herr- cher über ein großes Arbeiterheer, Verfüger über Millionenwerte. Von der Schwiegermutter war ihm bereits angekündigt, daß sie ihn zum Direktor bestellen wolle, wenn auch unter dem Vorbehalt einer Neuentscheidung bei etwaigem Auftauchen Wolters- torffs. Nun — er wußte, daß er dessen Rückkehr nicht zu befürchten brauchte. Was hinderte ihn also, jetzt schon zu wirken, als habe er allein zu bestimmen. Die beiden Frauen, Hilda und ihre Mutter, würden bald so tanzen müssen, wie er es ihnen diktierte. Es mußte hierfür nur noch erst einige Zeit ins Land gegangen sein.
Es klopfte.
Er drehte sich vom Fenster nach der Tür hin.
Die Sekretärin reichte ihm eine Karte. Spannung trat in seine Züge.
„Bitte!"
Er machte eine Handbewegung, die besagen sollte, der Fremde möchte eintreten.
Es war Alexander Prachianu, der nach wenigen Augenblicken vor ihm stand.
Er begrüßte den Rumänen lebhaft, und er konnte es kaum vor Erwartung aushalten, so gespannt war er auf dessen Bericht.
Was er zu hören bekam, befriedigte ihn ungemein.
Prachianu hatte, wie er erzählte, Wolterstorf nach dem Ueberfall in die unzugänglichen Berge Rumäniens verschleppt, wo dann eine Kugel seinem Leben ein Ende bereitete. Sein einsames Grab würde niemand auffinden. Wolterstorffs Leben war ausgelöfcht.
der so gaiu allein in der Welt stand. Nur ein paar entfernte Verwandte schickten Glückwünsche. Daß es sich um Bekannte mit vornehmen Namen aus dem Kreise Mya Körbers handelte, die er eigens zu dieser Glückwunschaktion so gewissermaßen engagiert hatte, wußte natürlich nur er. Just als man beim Kaffee saß, traf ein prächtiges Blumenarragement ein mit einem Gruß Bernhard von Kirchhofens, der schriftlich sein Bedauern ausdrückte, an dem
Diese zwei Jahre, die sie älter war, bedeuteten doch keinen gewaltigen Unterschied, und Geldmittel hatte sie zur Genüge, um sich das Dasein sorgenfrei zu gestalten. Den Jungen da würde sie schon ganz nach Geschmack zurechtstauchen.
Das Feuer der Liebe und Leidenschaft leuchtete auf Prachianus Antlitz.
Für diese Frau würde er sein Letztes hergeben, und immer würden ihre Wünsche für ihn Befehl sein. *
Jarow Santikoff wußte, daß seine Burg, die übrigens schon stark verfallen war, ihm sicheren Unterschlupf bot. In diese Felseinöde wagte sich so leicht kein Polizei- und Militäraufgebot, und mochte es noch so groß sein.
Uebrigens lag es auch nicht in der Absicht der Regierung, gegen die Bewohner dieser Gebirgsdörfer mit ihren von der Natur ausgestatteten Befestigungen etwas zu unternehmen, solange sie in der Passivität, wie sie die letzten Jahre üblich war, verharrten. Warum sollte sie unnütz gegen Santikoff vorgehen, wo er selbst doch merklich Zurückhaltung übte. Wie lange hatte man nichts mehr von ihm gehört! Würde man gegen ihn zu Felde ziehen, so wäre das gleichbedeutend gewesen mit der Eröffnung eines gefährlichen Kleinkrieges gegen die gesamten Derglandbewohner, deren ungekrönter König Santikoff gewissermaßen war, und für dessen persönliche Sicherheit sie alle durchs Feuer gingen.
Santikoff befand sich gegenwärtig auf einer seiner vielen geheimnisvollen Reisen. Vor ein paar Tagen hatte er seine Burg verlassen, nicht ohne besondere Sicherungsanordnungen für den Mann zu treffen, der seit etwa acht Tagen sein unfreiwilliger Gast war. —
Heinz Wolterstorff sah sich, als er zum ersten Male seit dem auf in verübten Ueberfall — es war etwa vierundzwanzig Stunden nachher gewesen — die Augen ausmachte, in einem Raum, der sehr dürftig eingerichtet war und mit feinen kahlen, schmucklosen Wänden äußerst nüchtern wirkte.
Er wußte zuerst nicht, was mit ihm los war. Seine Augen irrten umher und es dauerte noch geraume Zeit, bis er mit seinen Sinnen in der Wirklichkeit war.
Ja, er erinnerte sich jetzt genau: an die Fahrt mit dem Auto durch lichtvolle nächtliche Straßen, an den Ueberfall, als er den Eingang des Hotels betreten wollte, an feine vergeblichen Versuche, sich der Uebermacht zu erwehren, und dann — Träume — und nichts mehr...
Wo war er?
Wie lange mochte er besinnungslos gewesen fein?
Weshalb dies alles? Und was wollte man von ihm?
Er erhob sich von feinem harten Lager und
Hans von Kirchhofen sah. durch das Fenster in den Hof, auf dem ein dauerndes Kommen und Gehen von Menschen zu beobachten mar. Autos fuhren ein, wurden beladen und schafften die Lasten weg. Aus den gewaltigen Schornsteinen zogen lange, dicke Rauchfahnen. Dumpf dröhnte das Lied der Arbeit, das Stampfen der Maschinen, das Surren der Dynamos zum Kontorhaus herüber.
Ein breites, zufriedenes Lachen zeigte sich auf feinem Gesicht — und er war stolz auf sich.
Als Junge schon, der kaum denken und sprechen konnte, war er zu allen Menschen hingetreten, hatte auf feine Umgebung ringsherum gezeigt und geplappert: Alles mein!
Dasselbe Gefühl beherrschte ihn geaenroärtig: Hier über alles dies bin ich der Herr! Ich bin es zur Stunde zwar noch nicht völlig, aber es trennt mich nicht viel mehr davon. —
Seit einer Woche war er der offizielle Bräutigam der Erbin dieses riesigen Werkes und Vermögens.
Ironisch zuckte es in feinen Mundwinkeln. Gott ja! War das eine langweilige rührselige Geschichte gewesen an dem Verlobungstage. Verrückt, wie sich dieser Becker und seine Liesgreta benahmen. Für sie war die Umgebung nur noch Luft.
Nun ja, er selbst hatte sich auch seiner Hilda mehr als sonst üblich widmen müssen.
Erst kam er sich etwas lächerlich vor in der Rolle des zärtlichen Bräutigams. Schließlich war er aber doch warm geworden dabei. Die Hilda war ein
herrschuna der Kurzschrift unerläßliche Voraus- etzung für ein Vorwärtskommen ist.
Der Redner führte weiter aus, daß Die bisherigen Erfolge erfreulich gewesen seien, daß aber diese nur ein Ansporn zu weiterer, noch intensiverer Arbeit sein könnten. Es soll in den kommenden Mona en erreicht werden, daß ein noch größerer Prozentsatz der gegenwärtigen Mitglieder die Lehrgänge besucht und sich überhaupt aktiver in der Ortsgruppe beteiligt und außerdem diejenigen, die noch nicht tenographieren können, zur Teilnahme an Den An- ängerfurfen gewonnen werden.
Nachdem schon lange die Beherrschung der Kurzschrift eine Voraussetzung zum Ausstieg un kaufmännischen Beruf war, muß jetzt auch bet jeher Prüfung im staatlichen und behördlichen Verwaltungsdienst, bei der Polizei sowohl wie bet der Reichswehr die Kenntnis der Kurzschrift und eine gewisse Schreibgeschwindigkeit nachgewiesen werden. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß es gelingen möge, zum Leistungsschreiben der Deutschen Stenographen in Frankfurt a. M. tm nächsten Jahr nicht mit 50 oder 100, sondern mit 200 Wettschreibern zu erscheinen und hervorragende Leistungen zu erzielen. . ,. , _
Anschließend nahm Herr Kretsgebietsfuhrer K. H. Kuhl das Wort. Er hatte im Auftrag der Reichsleitung die, wie er betonte, angenehme Pflicht, zwei alten verdienten Pionieren der Kurzschrift, Franz Haustein und Alex. Karn b ach, den ihnen von dek Reichsfuhrung verliehenen Ehrenbrief der Deutschen Stenographenschaft, die höchste Auszeichnung, die von dieser Stelle zu vergeben ist, zu überreichen. Er, der er mit den beiden genannten Herren schon viele Jahre für die stenographische Bewegung zusammen gearbeitet hat, wußte die Verdienste der Geehrten in treffenden Worten dar-
Eine Gefahr für daspnbliknm.
Zeitschriftenwerber wegen versuchter Erpressung und Beleidigung verurteilt. Wie kürzlich aus Bochum berichtet wurde, ist dort ein Zeitschriftenwerber zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er Hausfrauen in Abwesenheit der Ehemänner aufsuchte und sie zum Abonnement einer Zeitschrift dadurch drängte, daß er ihnen erklärte, ihre Ehemänner würden die größten Schwierigkeiten haben und vielleicht sogar entlassen werden, wenn die betreffende Zeitschrift nicht abonniert würde.
Ein ähnliches Urteil ist jetzt in Leipzig ergangen. Wie die „Leipziger Neuesten Nachrichten mitteilen, sind vom Landgericht Leipzig zwei Zeitschriftenwerber wegen Anwendung erpresserischer Werbemethoden ver- urteilt worden. Sie waren bei einer Geschäftsinhaberin erschienen und hatten versucht, diese mit etwa folgenden Worten zum Bezug einer illustrierten Zeitschrift zu veranlassen: „Wir können Sie natürlich nicht zwingen, die Zeitschrift zu nehmen, aber S i e kommen dann auf emeLlste, und die Parteimitglieder werden aufgefordert, nur bei denen zu kaufen, die die Sache unterstützen. Die Frau ließ sich dadurch einschüchtern und be- teilte die Zeitschrift vor allem deshalb, weil sie ürchtete, daß ihr Sohn, der SA.-Anwärter war, onst Schwierigkeiten haben könne. Ser Sohn machte das Abonnement jedoch schriftlich bei Der Buchhandlung, für die der Werber arbeitete, rückgängig. Der Erfolg war, daß am nächsten Tage gleich vier Werber in das Geschäft kamen und die Frau und ihren Sohn zur Rede st eilten. Sie bedienten sich dabei so beleidigender Aeußerun- gen, daß ihnen die Tür gewiesen wurde. Wegen Beleidigung und versuchter Erpressung erhielt der eine Werber sieben Wochen Gefängnis, der andere nur wegen Beleidigung 30 Mark Geldstrafe.. Der Vorsitzende der Strafkammer betonte in der Urteilsbegründung ausdrücklich, daß derartige Fälle keineswegs leicht genommen werden dürften, weil Werber, die mit solchen Methoden vorgingen, eine Gefahr für das Publikum bedeuteten.
Wirsing (grün), das Pfund 15, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15, Gelbe Rüben, das Bund 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat, das Pfund 15 bis 18, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 20 bis 25, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 12, Kartoffeln (alte) 5% Ps., der Zentner 5,50 Mk., (neue), das Pfund 8 bis 9 Pf., Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 6 bis 8, Pfirsiche 25 bis 30 Himbeeren 10 bis 20, Birnen 20 bis 25, i Aprikosen' 20 bis 25, Kirschen 20 bis 25, Heidelbeeren 30 bis 35, Stachelbeeren 15, Johannisbeeren 115 bis 18, Pflaumen 15 bis 25, Mirabellen 30 bis 35 junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Cinmach- gurfen 2, 3 bis 5, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch (Suppengrünes) 5, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 8 Ps.
Bornotizen.
—Tageskalender für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leise flehen meine Lieder". — A.-D.: Zusammenkunft der Damen in Annerod. *
** Ernennungen. Laut Bekanntmachung des Personalamts des Hess. Staatsministeriums wurden ernannt: der Oberforstrat Otto Löb er bei der Abteilung Id (Finanzen) des Hess. Staatsministeriums — Forstabteilung — vom 1. April 1934 an zum Vorsitzenden der Prüfungskommission für
Hüften an der Grenze.
„Der Burgherr ist völlig im Bilde, und für Wolterstorff besteht keine Gefahr, wenn er nicht selbst eine solche heraufbeschwört", fügte Prachianu hinzu. „Es genügt ein bestimmter Wink von meiner Seite, und Wolterstorff kann gehen, wohin er will."
„Gut!" unterbrach ihn die Frau. „Aber vorerst sitzt er sicher, wie ich höre, und es darf nichts zu seiner Befreiung unternommen werden, weil der andere noch nicht reif ist."
„Und mein Lohn, Mya?"
Sie sah ihn mit einem Blick an, der seine Sinne trunken machte.
„Wenn ich am Ziel bin, wirst du mit mir
Träger von Krankheitserregern seien. Enteneier sollten deshalb nur in gekochtem Zustand genossen werden. Dor der Verwendung von Enteneiern bet der Herstellung oder Zubereitung von Speise-Eis müsse gewarnt werden. , , ,,
** Platzmusik der Re i ch sw e h r k a p e 11 e. Am morgigen Freitag um 18 Uhr De^anfto^t.e^una fere hiesige Reichswehrkapelle in starker Besetzung und unter Hinzuziehung des Spielmannszuges des Bataillons ein Platzkonzert in der Anlage am Hitler-Wall und zwar vor dem Liebrgsdenkmal. Eine besondere Note erhält das Konzert diesmal neben der Teilnahme des Spielmannszuges durch die Mitwirkung des Männerchores der 2. Kompanie. Das Konzert bringt vaterländische Musik, u. a. auch Märsche für Fanfarentrompeten, die sich einer besonderen Beliebtheit erfreuen. Das Programm ver- zeichnet im Einzelnen folgende Darbietungen: 1. Der 116er-Marsch (Krauße); 2. Vaterländische Fest- ouoertüre (Zimmer); 3. Deutschland höre wieder! (Sonnet), Männerchor der 2. Komp. J.-R. 15; 4. Fantasie über das Lied: „Horch die alten Eichen rauschen" (Stiberitz); 5. zwei Märsche für Fanfarentrompeten: a) Reichsritter-Fanfare (Prager), b) Adolf-Hitler-Fanfare (Blume); 6. zwei Marsche mit Spielleuten: a) Parademarsch der langen Kerls (Roland), b) Preußens Gloria (Piefke). .
** Letztes Militär konzert in Der Bergschenke. Der gestrige Mittwochabend brachte in der Bergschenke den Abschluß der Militärkonzertreihe, die von dem Musikkorps unseres Bataillons unter Leitung von Obermusikmeister Krauße ausgeführt worden war. Die bereits in früheren Konzerten gebotenen, weit über dem Durchschnitt stehenden künstlerischen Leistungen des Orchesters hatten auch gestern wieder zahlreiche Zuhörer angelockt, denen von der Kapelle einige genußreiche Stunden bereitet wurden. Das sorgfältig zusammengestellte Programm brachte u. a. Die bekannten Darbietungen von Lortzmgs Ouvertüre zur Oper „Der Waffenschmied", Verdis Szenen aus der Oper „Der Troubadour" und Szenen aus der Oper „Madame Butterfly" von Puccini. Viele bekannte Melodien hörte man bei der Wiedergabe des Portpourris über Wiener Meisteroperetten „Von Wien durch die Welt" in der Vertonung von Hruby, dem der ausgezeichnet zum Vortrag , gebrachte Walzer „Aquarellen" von Strauß folgte. Besondere Erwähnung verdienen das Marine- : Tongemälde über das „Deutsche Flaggenlied" von Thiele und das mittelalterliche Tonbild in Marsch- > form „Landsknechte auf dem Marsch" von Schme- ling, die in ihrem Stimmungsgehalt vom Orchester : vortrefflich ausgeschöpft wurden. Sehr wirkungs-
Berliner Kriminalfpezialiften eilten nach Bukarest, um Nachforschungen anzustellen. Sie arbeiteten in korrekter Weise mit der Dortigen Polizei zusammen.
Indessen — je mehr man sich mit dem Fall beschäftigte, um so geheimnisvoller und dichter und damit undurchsichtiger wurde er.
Nachdem Prachianu gegangen war, setzte sich Kirchhofen mit der Geheimrätin in Verbindung und bat sie um Einwilligung zur Verdoppelung der Prämie für die Auffindung Wolterstorffs. Sie war ohne weiteres damit einverftande'' und freute sich insgeheim über den Edelmut und die Hochherzigkeit ihres Schwiegersohnes, dem sehr daran gelegen schien, dem Verschollenen auf die Spur zu kommen. —
Prachianu nahm inzwischen einen Wagen und ließ sich nach Friedenau zu Mya Körber fahren, die nicht wenig erstaunt war, als der Rumäne unerwartet vor ihr stand. Sie erwartete seit geraumer Zeit eine Nachricht, daß er sie persönlich bringen würde, hatte sie nicht geglaubt. Wähnte sie doch Prachianu in Rumänien zur Zeit als unabkömmlich.
Ihre erste Frage war:
„Tot ober lebendig?"
Er lachte laut auf.
„Wolterstorff lebt, und er hat sogar alles, was er sich wünschen kann — nur nicht ferne Freiheit."
Mya Körber atmete erleichtert auf.
Sie hatte absolut kein Interesse daran, in eine Mordaffäre verwickelt zu werden — und sei es auch nur als Mitwisserin. Ihre Absichten zielten nach einer anderen Richtung. Rache wollte sie! Und Wolterstorff war ihr Da nur Mittel zum Zweck. Er mußte eine Zeitlang leiden, weil sie triumphieren wollte.
Prachianu erzählte.
Er schilderte den Ueberfall vor dem Hotel, zu dem er sich neben dem Chauffeur drei Helfershelfer gedungen hatte, drei, auf die nach alten Erfahrungen Verlaß war, die im Ernstfälle nicht lange fackelten, sondern frisch zugriffen und keine Gefahren scheuten.
Er gab dann einen kurzen Ueberblick über die Flucht aus der Hauptstadt und die Unterbringung des Wolterstorff bei einem politischen Bandenführer in dessen burgartigem Schlupfwinkel in den Berg-
1, Kirchhofen händigte Prachianu einen Scheck in 5 der verabredeten Höhe aus und sicherte ihm als
I Belohnung einen zweiten Scheck zu, wenn er ihm - Beweise für seine Tat bringe. Nicht, als ob er etwa Prachianus Bericht damit anzweifeln wolle. Die Tatsache, daß jede Spur des Vermißten verwischt schien, sprach dafür, daß ganze Arbeit geleistet worden war — eine Arbeit, wie sie in solcher Un=
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Gienencr Wochcuruarktpreise.
* Gießen, 19. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Süßrahmbutter, das Pfund 1,40 Mk., Landbutter 1,30 bis 1,35 Mk., Matte 20 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische), Klasse S 10%, Klasse A 10L Klasse B 9%, Klasse C 9, Klasse D 8,
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