Konzentration der Kräfte in Japan
Don Dr. Fritz Hesse.
lungnahme gegenüber den Juden, fallen Ak
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Kräfte herbeiführt.
Daß das die Aufgabe des Kabinetts des Admirals Dfaba ist, wird man jedenfalls annehmen können; und von diesem Standort werden dann auch die Taten des neuen Kabinetts zu bewerten sein.
noch viele Bekannte.
Schweres Erdbeben in Panama.
Panama wurde am Mittwoch von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden insgesamt neun Erd - stöhe verspürt, von denen auch die Inseln Loiba und Varica betroffen wurden. Der Mittelpunkt des Erdbebens ist etwa 200 Meilen von den Balboa-Bergen entfernt in der Provinz Lhiri- qui. In Davis, der Hauptstadt dieser Provinz, wurden vier Personen schwer verletzt, mehrere Gebäude, darunter das Postamt, sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Die Telephon- und Telegraphenlinien sind unterbrochen. Da die Elektrizitätsversorgung ausgesetzt hat, liegt die Stadt in völliger Dunkelheit. Flugzeuge mit Arzneimitteln und Nahrung sind nach Davis geflogen. In Puerto Armuelles wurde das Dock teilweise zerstört und die Del- und Wasserleitungen sind an mehreren Stellen unterbrochen«
England baut 600 neue Kriegsflugzeuge.
Die Luftaufrüstung vom britischen Kabinett endgültig beschlossen.
London, 18. Juli. (DBB.) Das englische Kabinett hat am Mittwoch das Programm für die Verstärkung der militärischen Luftfahrt endgültig gebilligt. Man erwartet bereits in der kom- menden Woche eine Aussprache über die Luftfahrt- kredite im Unterhaus. Die britischen Luflstreit- kräfte sollen während der nächsten Iahre um 50 Geschwader verstärkt werden, was einen Zuwachs von 600 Flugzeugen bedeuten würde. Außerdem sei die Schaffung weiterer Hilfsgeschwader geplant. Die augenblickliche Stärke der Luftstreitkräfte betrage 890 Frontmaschlnen bzw. 910 unter Einrechnung der bereits für das laufende Haushaltsjahr vorgesehenen Verstärkungen. Schon seit Monaten seien Pläne für eine umfassendere Organisation der Luftstreitkräfte einschließlich des Baues neuer, durch eine so beträchtliche Vergröherung der Luftslreit- kräfte notwendig werdender Flughäfen ausgearbeitet worden.
Frankreichs Flottenrüstung.
P a r t 3 , 19. Juli (DNB. Funkspruch.) Das Gesetz über den Flottenbauabschnitt 1934 ist im „Journal Officiel" erschienen. Vorgesehen ist der Bau eines Grohkampfschiffes, eines Torpedo- bootszerstörers und zweier Unter.see- boote. Ein Panzerkreuzer der „Dünkirchen"-Klasse wird den Namen „Straßburg" erhalten und demnächst auf einer französischen Privatwerft in St. Nazaire auf Kiel gelegt werden.
Oer Zwischenfall von Samos
Günstige Aussichten auf eine englischtürkische Einigung.
London, 19. Juli. (DNB.-Funkspruch.) Der britische Botschafter in der Türkei Sir Percy L o - raine hatte am Mittwoch zwei Unterredungen mit dem türkischen Außenmini st er im Zusammenhang mit der Erschießung des englischen Marinearztes Robinson durch türkische Küstenwachen. Wie verlautet, seien diese Besprechungen in herzlichem Tone verlaufen und es sollen jetzt g ü n - stige Aussichten auf eine Einigung über die von England geforderte Untersuchung des Zwischenfalles bestehen. Die Regierung scheint damit einverstanden zu sein, daß sich englische Vertreter mit den türkischen Organen an der Untersuchung des Zwischenfalles beteiligen. Gerüchtweise heißt es in Jstambul, daß die englische Regierung einen beträchtlichen Schadener- s a tz von der türkischen Regierung für die nächsten Verwandten Robinsons verlangt. Die Leiche des Erschossenen konnte bisher trotz der ausgedehnten Suche, die von englischen, türkischen und griechischen Schiffen in der Meerenge zwischen Samos und dem türkischen Festlande durchgeführt wird, nicht aufgefunden werden.
rachsüchtiger Menschen zu sein.
Ich ersuche deshalb hiermit auf diesem Wege über die Presse alle diejenigen, die es angeht, h a l t - lose Denunziationen zu unterlassen. Sollte dieser mein Hinweis nicht genügen, so werde ich weitere Denunzianten der Staatsanwaltschaft Übergeben.
München, 18. Iuli 1934.
Der Ehef des Stabes: Luhe.
Oer Reichskanzler empfängt den Reichsbifchof. Berlin, 18. Juli. (DNB.) Reichskanzler Adolf Hitler empfing am Mittwoch den Reichsbischof Ludwig Müller und den Rechtswalter der Evangelischen Kirche August Jäger. Der Reichsbischof berichtete über die Hage der Deutschen Evangelischen Kirche und das stetige Dorwärtsschreiten des gro- ßen evangelischen Einigungswerkes.
Von den 28 zersplitterten Landeskirchen, die in Deutschland zur Zeit der Machtübernahme vorhanden waren, sind bisher bereits 22 in der evangelischen Reichskirche aufgegangen, bei drei weiteren Kirchen ist die Eingliederung in vollem Gange, während nur ein Rest von drei Kirchen verbleibt, bei denen die Schwierigkeiten als noch nicht überwunden angesehen werden können. Das stetige Vorwärtsschreiten des großen evangelischen Einigungswerkes wird, wie der Reichsbischof auf eindrucksvolle Weife belegen konnte, gerade von den breiten Maffen des Kirchenvolkes getragen, die durch ihr freudiges Be- kenntnis zur deutschen Einheit auch auf kirchlichem Gebiete die mannigfaltigen Schwierigkeiten der Entwicklung überwinden hilft.
Reichskanzler Adolf Hitler erklärte seine Befriedung mit dem Fortschritt des Einigungs- Werkes und der zeitgemäßen Neuordnung, zumal hiermit die zunehmende Befriedung des kirchlichen Lebens marschiere.
Einführung der Erlaubnispflicht für Eisdielen.
Der R e i ch s w i r t s ch a f t s m i n i st e r hat am 16. Juli 1934 eine Verordnung über Speiseeiswirtschaften erlassen. Nack § 1 dieser Verordnung bedarf künftig jeder, Der eine Speiseeiswirtschaft (Eisdiele) betreiben will, der Erlaubnis. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn ein Bedürfnis nachgewiesen wird und die Person des Unternehmers den durch § 2 des Gaststättengesetzes für die Erteilung einer Schankerlaubnis oorge- fchriebenen Anforderungen genügt.
Inhaber von Speifeeiswirtschaft, die den Betrieb vor Inkrafttreten der Verordnung begonnen haben, bedürfen der künftig vorgefchriebenm Er«
laubnis nicht; es kann ihnen jedoch die Fortführung ihres Betriebes untersagt werden, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Zurücknahme einer Erlaubnis rechtfertigen. Alle Inhaber bereits bestehender Speiseeiswirtschaften sind verpflichtet, ihren Betrieb der zuständigen Polizeibehörde binnen zwei Wochen anzuzeigen. Die damit gegebene gesetzliche Regelung erhält eine besondere Bedeutung dadurch, daß mit ihrem Erlaß auch eine weitere Voraussetzung für eine dem Interesse des Publikums und der Eisdielen entsprechende Regelung der Poli - z e i st u n d e für Eisdielen gegeben wird.
Rothermere entziehtdenbritischen Faschisten seine Unterstützung.
London, 19. Juli. (DNB.-Funkspruch.) Der bekannte Zeitungsbesitzer Lord Rothermere, Bruder und Erbe des aus der Kriegspropaganda gegen Deutschland berüchtigten Lord Northclifse, hat die weitgehende Unter st ützung der Mosley- F a s ch i st e n durch feine Presseorgane einge- st e l l t. Diese Tatsache geht auf einen bemerkenswerten in der „Daily M a i l" veröffentlichten Briefwechsel zwischen Lord Rothermere und dem faschistischen Führer Sir Oswald Mosley hervor. In mehreren persönlichen Unterredungen hat Lord Rothermere den ^aschrstenführer aufgefordert, einige feiner hauptsächlichen Programmpunkte, nämlich die Errichtung eines Ständestaates, die Modernisierung des Parlaments, die Schaffung einer autoritären Regierung und die ablehnende Siel-
Wechsel der Innenpolitik zu erwarten. Wenn die frühere Regierung noch in der Lage war, ich auf die Parteien zu stützen, so wird das die neue Regierung nicht mehr, oder doch nur vorübergehend tun können. Die Notwendigkeit, die belasteten Politiker der Parteien auszuscheiden und ein Gleichgewicht zu halten, das praktisch die Parteien ausschaltet, führt zwangsläufig eine Lage herbei, die zu einem Regieren ohne die Parteien, ja vielleicht sogar gegen die Parteien führen muß. Die Tatsache, daß die neue Regierung mit der Parlamentsauflösung drohen mußte, um sich im Parlament durchzusetzen, zeigt bereits, wohin der Weg führt: zu einer Entwicklung, die man als Vorstadium eines japanischen Faschismus oder Nationalsozialismus bezeichnen kann, wobei allerdings bedacht werden muß, daß es sich hier um ein japanisches Eigengewächs mit sehr starken nationalistischen und sozialistischen Elementen handelt, das keinesfalls mit den europäischen Bewegungen gleichgesetzt werden kann.
Die Ursache für diese Entwicklung ist in der innen- und außenpolittschen Lage Japans zu suchen. Wie früher in Deutschland, so gibt es auch in Japan eine Bauern- und eine Arbeiterfrage, die gelöst werden müssen, und die sich einerseits aus der Industrialisierung des Landes und andererseits aus der Uebervölke- run g erklären. Diese Erscheinungen haben starke Spannungen erzeugt, die nach einer Lösung drängen, da der bisherige liberalistische Ausweg einer sehr scharfen Exportausweitung nicht ausgereicht hat, um die Mißstände zu beseitigen. Allein die Armee hat bislang in Japan mit ihrer mandschurischen Politik, die großzügig geo- politisch begründet ist, gezeigt, daß sie neue Wege zu beschreiten in der Lage ist, und die vielleicht einmal in einigen Jahren der wirtschaftlichen Krisis des Landes ein Ende machen wird.
Gerade diese Politik aber auch hat es mit sich gebracht, daß die Notwendigkeit einer starken Führung nach außen und einer straffen einheitlichen Politik im Innern des Landes lebendig den führenden Persönlichkeiten der japanischen Politik vorschwebt. So erfolgreich die mandschurische Politik Japans bisher gewesen ist, so groß sind selbstverständlich auch die Opfer gewesen, die sie von der Bevölkerung verlangt hat und so groß sind auch die Gefahren gewesen, die sie für die japanische Außenpolitik mit sich brachte.
Sachschaden anrichtete.
In journalistischen Kreifen verlautet mit großer Bestimmtheit, daß die Polizei an sämtliche amtlichen Stellen die Weisung erteilt hat, alle Personen, die zu der landesüblichen, im Sommer viel getragenen Tiroler Kleidung kurze weiße Wadenstrümpfe tragen, unverzüglich zu verhaften, sie zu durchsuchen und Haussuchungen bei ihnen vorzunehmen. Falls diese Personen sich als nationalsozialistisch verdächtig erweisen, sollen sie sofort bestraft werden. Die Anweisung der Polizei soll daraus zurückgehen, daß die weißen Wadenstrümpfe in den notionalsozialistischen Verbänden, besonders in den Jugendgruppen in einem derartigen Ausmaß üblich seien, daß das Tragen von weißen Wadenstrümpfen als ein Parteiabz eich e n angesehen werden könne. Es sollen am Mittwochabend auf Grund dieser Anweisung bereits zahlreiche Personen verhaftet worden fein.
Oer Generalstreik in San Franzisko im Zusammenbruch
Energische Maßnahmen gegen die kommunistische Wühlarbeit.
S a n F r a n z i s k o, 19. Juli (DNB. Funkspruchh Der Generalstreik geht in einem allgemeinen Durcheinander seinem Ende entgegen. Von allen Seiten wird der Zusammenbruch der Streikbewegung bestätigt, ein Ergebnis, das hauptsächlich auf den energischen Selbstschutz der Bevölkerung zurückzuführen ist, durch den die Nahrungsmittelzufuhr mit Waffengewalt gesichert wurde. Einige Zusammenstöße, die sich in Seattle und Spokane ereigneten, sind hauptsächlich auf kommunistische Anstiftung zurückzuführen. Das bei den in den letzten Tagen verhafteten Streikführern beschlagnahmte Material ergibt, daß die Kommuni st en bereits seit Jahresfrist einen allgemeinen Streik in sämtlichen Hafenstädten der Vereinigten Staaten planten. Als Ergebnis der Aufdeckung dieser Pläne werden Massenverschickungen erwartet. Der Gouverneur von Kalifornien hat den Präsidenten Roosevelt auf drahtlosem Wege ersucht, Ausländer, die im Zusammenhang mit dem Generalstreik in San Franzisko aufwieglerische Tätigkeit verfolgten, aus Amerika auszuweisen. Die Forderung ist an das amerikanische Arbeitsministerium weitergeleitet worden.
Ein aller Kolonialpionier.
Aus unserem Leserkreis wird uns geschrieben: Bei der 5 0. I u b i l ä u m s f e i e r der Begründung des früheren Kolonialbesitzes gedenkt man auch der Männer, die sich um den Ausbau der deutschen Kolonien besonders verdient gemacht haben. Darunter befindet sich auch ein hessischer Landsmann, der z. Z. in Wiesbaden zur Wiederherstellung seiner Gesundheit lebende ehemalige Verwaltungs-Baureferent von Deutsch-Ostafrika Herr Alfred Lipowsky. Exzellenz General von Liebe r t, der frühere Gouverneur von Deutsch-Ost- afrifa (ein Jugendfreund unseres Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg von der Kadettenanstalt her), schreibt u. a.: Den technischen Ausbau unserer schönsten und größten einstigen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) verdanken wir in erster Linie dem genialen wackeren Kolonial-Baumeister und Baureferenten und O st afrikaforscher (auch der Landessprachen, Sitten usw.) Alfred Lipows- k y, dessen Name für alle Zeiten fortleben wird in der ruhmreichen deutschen Kolonialgeschichte. Lipowsky ward 1895 als erster hessischer Beamter (vom Hessischen Ministerium, Abteilung für Eisenbahnwesen, damals tätig bei der Neubau-Abteilung der Oberhessischen Vogelsbergbahn Lauterbach —Gedern) ins Auswärtige A m t (Kolonial-Abteilung) berufen für Deutsch- Ostafrika. Unter allen Gouverneuren war Lipowsky , in Deutsch-Ostafrika tätig. Er gehörte auch der , Reichs-Gesundheitskommission in den Kolonien an, die einst von dem bekannten Arzt- [ forscher Robert Koch 1896 ins Leben gerufen [ wurde. Viele hohe Auszeichnungen sind Lipowsky ' im Krieg und im Frieden zuteil geworden. Lipowsky ■ hat in Gießen, Butzbach, Friedberg und Lauterbach
Oas neue Sprengstoffgesetz in Oesterreich tritt in Kraft.
Die verdächtigen Wadenstrümpfe.
~©ien, 19.Juli. (DNB.) Die Frist für die freiwillige Ablieferung vonSpreng- st o f f e n läuft in der Nacht zum Donnerstag ab. Mit Rücksicht auf diesen Termin herrscht in der Bevölkerung eine gewisse Spannung, ja Beunruhigung. Man fragt sich, ob die zahlreichen, jetzt anhängig g^ wordenen Standgerichtsprozesse tatsächlich alle mit Todesurteilen abfchließen roer» den, oder ob die jetzt angefallenen Strafsachen noch mit den milderen Strafen geahndet werden. Für den Fall der Verhängung von Todesurteilen ist man um die weitere Entwicklung der Dinge sehr besorgt. Besonders aus der Provinz wird eine beträchtliche Erregung und Spannung gemeldet. 2ßie mitgeieili wird, soll eine L i st e der abgeliefe r t e n Sprengstoffe veröffentlicht werden. Die Meinungen über die Menge der abgelieferten Sprengstoffe gehen auseinander. An zuständiger Stelle wird versichert, daß sie beträchtlich s?i, während man aus privater Quelle erfährt, daß die Ablieferung von Sprengstoffmaterial weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Aus dem dritten Bezirk wird wieder ein Sprengstoffanschlag gemeldet. Eine Person wurde dabei schwer verletzt. In Waldenberg (Oberösterreich) wurde ein Spreng- stoffanschlag auf ein Pfarrhaus verübt, der großen
Zwar ist bisher von den Gefahren eines ostasiatischen Konfliktes nur geredet worden, und gewiß ist nicht zu beftreiten, daß alle Propheten kriegenscher Verwicklungen in Dftafien bislang unrecht gehabt haben. Aber der Grund hierfür ist deutlich. Japan war bisher so stark, daß keine Macht wagen konnte es anzugreifen. Die Mächte aber, die man als mag- liche Gegner Japans ansehen konnte, haben inzwischen ihre Rüstungen verstärkt, und streben das offen an. Man kann es fomil nicht ganz von der Hand weisen, wenn verschiedene Leute der Ansicht sind, daß noch keine Konsolidierung der japanischen Position seit dem Beginn der mandschurischen Politik eingetreten ist. Und es wird daher jeder verstehen, wenn Japan das Bestreben zeigt, durch eine V e r g r ö ß e r u n g s e i n e r Rüstungen sich die unangreifbare Stellung zu schaffen, die es zur Fortsetzung seiner bisherigen Politik, die man aber durchaus als eine Politik des Friedens ansprechen kann, braucht.
Das heißt aber nichts anderes, als daß Japan vor allem seine Flotte auf einen Stand bringen muß, der der jetzigen Machtstellung Japans entspricht. In Europa ist man allzusehr geneigt, zu vergessen, daß die Ergebnisse der Flottenabrustungs- konferenzen sehr stark auf Kosten Japans gegangen sind. Wenn vor etwa zehn Jahren England und Amerika sich einig darüber waren, daß ein motten- standard von 5:5:3 — also auf fünf englische ober amerikanische Einheiten drei japanische — zur Aufrechterhaltung des Status quo in Dftafien notwendig sei, so muß man wissen, daß Japan nur aus Gründen politischer Klugheit damals diese Entscheidung angenommen hat. Das hieß aber nicht, daß Japan die Zuteilung dieser Flottenstärke als für seine Bedürfnisse ausreichend ansah. Da sich inzwischen die gesamten Machtverhältnisse verschoben haben, darf man wohl annehmen, daß es zu einem der Hauptziele der Politik Okadas gehören wird, die Anerkennung der japanischen Gleichberechtigung zur See au erhalten.
Wenn französische und englische Blätter sich schon jetzt aus Tokio berichten lassen, daß der Kabinettswechsel in Japan im Hinblick auf die bevorstehende Flottenkonferenz 1935 erfolgt fei so hat eine derartige Vermutung einiges für sich. Allerdings muß man demgegenüber auch feststellen, daß die japanische Regierung bisher ihren Standpunkt in der Flottenftage nicht bekannt gegeben hat aus Gründen, die man verstehen wird; fein Kartenspieler legt die Karten auf den Tisch, bevor das Spiel begonnen hat. An den Vorverhandlungen zur Flottenkonferenz sind die Japaner bisher auch nicht beteiligt gewesen. Trotzdem darf man erwarten, daß die Frage der japanischen Haltung auf der kommenden Flottenkonferenz von den Notwendigkeiten der politischen Lage, wie sie nun einmal in Ost- asien gegeben ist, bestimmt wird. Die Flottenfrage ist für das Jnselreich Japan eine Lebensfrage. Ohne eine Flotte, die allen möglichen Gegnern ebenbürtig ist, kann Japan seine Großmacht- stellung nur schwer behaupten. Es ist daher nur zu begreiflich, wenn als Vorbereitung auf einen solchen entscheidenden Zug der japanischen Außenpolitik, die bewunderungswürdig instinktsichere japanische Politik auch im Innern eine Konzentration der nationalen und sozialen
lassen oder abzuändern. Sir Oswald Mosley hat diese Forderungen jedoch energisch ab- gelehnt. Lord Rothermere sagt in seinem Schreiben u. a., er sei niemals der Ansicht gewesen, daß eine Bewegung, die sich faschistisch nenne, in England Erfolg haben könne. Seine Unterstützung für Mosley sei in der Hoffnung gewährt worden, daß Mosley bereit sein werde, sich bei den näch- ft en Wahlen den konservativen Kräf- ten anzuschließen, um die Sazialisten zu schlagen. Sir Oswald Mosley erklärte seinerseits, er könne von keinem seiner Programmpunkte abgehen. „Wir können den faschistischen Glauben nicht aufgeben, denn er bedeutet für uns alles in der Welt. Er trennt uns von allen alten Parteien des Staates, die sich jetzt gegen uns vereinigen. Es ist die Aufgabe der Schwarzhemdenbewegung, das englische Volk zu dem neuen Glauben und System des 20. Jahrhunderts zu bekehren, nämlich zum Faschismus."
Da- Kabinett Saito ist nach zweijähriger Amtsdauer zurückgetreten. An ftme Stelle ist auf Vorschlag des Prinzen Saionji em Kabinett unter der Führung des Admirals Okada getreten, eines Mannes, der bisher politisch überhaupt nicht her- Dorgetreten ist, der sich aber der Sympathien der Marine und der Armee in besonders hohem Maße erfreut. In dieser Feststellung liegt auch die Erklärung für den Rücktritt des bisherigen Kabinetts beschlossen. Man hat nicht ohne Absicht einen politisch nicht vorbelasteten Mann zum Ehef des Kabinetts gemacht und hat nicht ohne Grund einen Mann an diesen Posten gestellt, der mit den beiden großen Parteien Japans, dem Seiyukai und Minseito, nichts zu tun hatte: das Parteien- ystem hat sich auch in Japan verbraucht. Die Skandale haben die Stellung des früheren Kabinetts so sehr unterhöhlt, und die Parteien so in Mißkredit gebracht, daß es eben mit der bisherigen Methode nicht mehr weiterging. Auch die großen unbestreitbaren außenpolitischen Erfolge, die das rühere Kabinett für sich buchen konnte, haben das richt verhindern können.
Von dem neuen Kabinett ist vor allem ein
beit auch des Geringsten Dienst an der Volksgemeinschaft sein und werden kann, wird hier, fach- lich vernünftig und gesinnungsmäßig einwandfrei auch die Führung der Arbeitsstellen in die gleiche Richtung gebracht.
In beiden Organisationen der Gemeinschaftsarbeit auf ganz verschiedenen Ledens - , gebieten ist der Platz für jeden schaffenden Un- . ternehmer. In keiner ist Platz für Aus- ; einander setzungen zwischen Betriebs- führer und Gefolgschaft. Hier hat das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit beide, Führer und Gefolgschaft, ohne Mittler aufeinander angewiesen. Hier hat der nationalsozialistische Staat den Treuhänder und seine Sach- verständigen-Beiräte bereitgestellt zur nationalsozialistischen Betreuung einzelner unö allgemeiner Fragen der Sozialpolitik — nicht als Sachwalter von Parteien, die sich selbst ausemander- fetzen und hören sollen, sondern als entscheidende Vertreter letzter Gerechtigkeit.
Sozialpolitische Betreuung oder Vertretung in der Wirtschaftsorganisation ist gesetzwidrig und verboten. Ebenso ist „nach dem Willen unseres Führers Adolf Hitler dieDeutfcheAr- beitsfront nicht die Stätte, wo die m a - t er i eilen Fragen des täglichen Arbeltslebens entschieden, die natürlichen Unterschiede der Inter- e fen der einzelnen Arbeitsmenschen aufeinander abgestimmt werden." (Aufruf vom 27. November 1933.)
Sache des Unternehmertumes ist es in erster Linie, dem Gesetz des Führers Geltung zu verschaffen. Wer ohne zum Betrieb zu gehören für den Betriebsführer mit der Gefolgschaft über Jutereffenfragen oerhandelt. Han- delt gesetzwidrig. Wer st a t t mit be r (3 e solgschaft mit betriebsfremden Vertretern verhandelt, handelt gesetzwidrig. Wie soll der Arbeiter das Gesetz achten, wenn es sein Betriebsführer selbst nicht tut.
Demgemäß weise ich daraus hin: ,
Jeder Verband, der f o 3 i a I p o 1111 f d) e Jnteressenvermittlung f ur Arbeitgeber betreibt, wird als gesetzwidrig aus- gelöst und der Schuldige verfolgt.
Jeder Betriebsführer, der die Gesetze unfe- res Führers nicht achtet, erscheint unfähig, im nationalsozialistischen Staat einen Betrieb zu führern und setzt sich ehrengerichtlicher Verfolgung aus. .
Und jeder Betriebsführer sorge durch Mitarbeit in der Arbeitsfront, daß die hohen erzieherischen Gedanken ihrer Schöpfung — und durch Mitarbeit in der Wirtschaft s- f ü h r u n g — die hohen Gemeinschaftsauf- gaben deutscher Volkswirtschaft ihre Verwirklichung sinden. Beide Wege gemeinsam fuhren zur Vollendung des Nationalsozialismus als des Willens unseres Führers.
Gegen das Oennnzianieninm EineBekanntmachung des Chefs desStabes der SA.
Ich sehe mich veranlaßt, der Oeffentlichkeit mit aller Deutlichkeit folgendes zur Kenntnis zu bringen: Die SA.-Führer und -Männer, die Im Zuge der Säuberungsattion innerhalb der 52t. belastet sind oder waren, sind zu einem Teil beseitigt, zu einem anderen Teil schweben gegen sie Disziplinarverfahren.
Aus zahllosen Zuschriften von Denunzianten habe ich ersehen, daß innerhalb des deutschen Volkes eine ganze Reihe von Menschen sich bemüßigt fühlt, die Ehre der anständigen SA.-Führer und -Männer anzugreifen. Als Chef des Stabes der SA. ist es meine Pflicht, mich schützend vor die Ehre der mir anvertrau ten Führer und Männer zu stellen. Ganz ■ abgesehen davon, daß mir als Soldat jegliches Verständnis für Denunziantentum abgeht, bin ich n i ch t gewillt, das Werkzeug kleinlicher.


