Kr.66 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag, sy.MrzMH
Hier wird der Führer die Arbeitsschlachl eröffnen.
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Die Baustelle Unterhaching an der im Bau besindlichen Autobahn München—Landesgrenze.
Oie Krau in der Badewanne.
Das Leben schreibt einen Kriminal-Neißer.
Von Georg Telberg.
Madame Herel geht aus.
Am Freitag, dem 9. März, kurz nach 2 Uhr verließ Madame Herel, die Frau eines reichen Korn- und Weinhändlers ihre Wohnung in Paris. Sie teilte dem Mädchen mit, daß sie zum Abendessen wieder zurück sein würde. Da Madame Herel öfters allein ausging, wunderte sich das Mädchen nicht darüber, zumal da es vor einiger Zeit mitangehört hatte, wie Madame einer Freundin erzählte,, daß sie öfters allein ausgehe, um sich zu amüsieren, weil ihr Mann keine Zeit habe, mit ihr auszugehen. Am Abend kapi Madame aber nicht zurück. Als Monsieur zum Abendbrot erschien, rief er alle Bekannten an, um seine Frau zu finden. Aber niemand hatte sie an diesem Nachmittag gesehen.
Die Frau in der Badewanne.
Während der Ehemann der Madame Herel verzweifelt nach seiner Frau suchte, entdeckte die Inhaberin einer Wohnung, die von ihr tage- bzw. stundenweise vermietet wurde, in der Badewanne die Leiche einer Frau. Als sie sich von ihrem ersten Schrecken erholt hatte, telephonierte sie mit der Polizei. Diese stellte fest, daß die Fräu bereits im Schlafzimmer ermordet worden sei. Der Mörder hatte die Leiche dann in die mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt, um den Anschein zu erwecken, der Tod sei durch einen Unglücksfall eingetreten. Da die Ermordete keine Ausweispapisre mit sich führte, konnte man sie in der Nacht nicht mehr identifizieren. Die Polizei stellte aber fest, daß ein Pelzkragen von dem Mantel der Toten abgetrennt worden sei, und daß sich an ihren Fingern keine Ringe befanden, trotzdem Druckstellen auf den einzelnen Fingern deutlich bewiesen, daß die Frau erst vor kurzem noch Schmuck getragen hatte.
Monsieur Herel
macht eine furchtbare Entdeckung.
Monsieur Herel, der in der Nacht kaum ein Auge zugetan hatte, saß müde und apathisch am Früh
stückstisch. Er zermarterte sich den Kopf über den Verbleib seiner Frau. Der Verdacht tauchte in ihm auf, sie sei mit einem Manne durchgebrannt. Mechanisch öffnete er die Zeitung, die neben seiner Kaffeetasse lag. Auf einmal stieß er einen Schrei aus. Das Gesicht seiner Frau blickte ihm aus dem „Ternps" entgegen. Ueber dem Bild eine dicke Schlagzeile: „Leiche einer unbekannten Frau in der Badewanne". Herel rief das Dienstmädchen. Mit zitternden Fingern deutete er auf die Zeitung. Das Mädchen weinte hysterisch.
Der Mörder holt sich den Pelzmantel.
Während Herel und das Mädchen auf die Polizei warteten, erzählte dieses ihrem Dienstherrn von dem Besuch, den es am Abend vorher gehabt und ihm verschwiegen hatte, um Madame nicht zu kompromittieren. Kurz vor 20 Uhr, als man Madame bereits erwartete, kam ein Mann, der ihr den Schlüssel von Madame übergab und sie bat, ihm den Zobelmantel der gnädigen Frau mitzugeben. Madame Herel hätte ihn geschickt, da ihr anderer Mantel beschädigt worden sei. Da der Herr genau wußte, wo sich der Mantel befand und auch die Schlüssel von Madame mitbrachte, hatte sie keine Bedenken gehabt, ihm den wertvollen Pelz auszuhändigen.
Die Tote bezichtigt ihren Mörder.
Und dann, als die Polizei kam und alles wissen wollte, faßte sich das Dienstmädchen auf einmal an den Kopf, lief zum Wäscheschrank und begann in der seidenen Wäsche von Madame herumzuwühlen. Dem Kommissar, der hinzusprang, erzählte sie unter Tränen, daß sie sich jetzt an das erinnere, was Madame ihr vor längerer Zeit einmal anvertraut habe. „Sie sagte mir, sie glaube, daß man sie einmal ermorden werde. Wenn das geschehen sollte, so sollte ich zwischen ihrer Wäsche suchen. Dort würde ich eine Photographie und einige Visitenkarten finden. Der Mann, den das Photo darstellt, würde ihr Mörder
Die Kämpfe in Ost-Turkestan
Oben- Das englische Generalkonsulat in Kaschgar, in dem durch einen Feuerangnff der Tun- qusen mehrere Konsulatsmitglieder getötet wurden. — Mitte links: Karte des Kampfgebiets zwischen Kaschgar und Jarkent. — Unten: Typische Strahenszene in einer turkestanischen Stadt.
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sein." Man sand einige Visitenkarten, aber keine Photographie. Die Karten waren sorgfältig versteckt und ließen darauf schließen, daß Madame eine große Anzahl von Herrenbekanntschaften gehabt hatte.
Die Polizei arbeitet fieberhaft .. .
Die Polizei stellte fest, daß Madame Ringe und Ketten im ungefähren Wert von 15 0 0 0 Mark auf dem Körper trug, als sie ermordet wurde. Der von ihrem Mantel heruntergetrennte Kragen war auch ein wertvoller Pelz. Die Polizei ist überzeugt, daß es der Mörder selbst war, der die Frechheit besaß, nach der Ermordung von Madame Herel die Wohnung seines Opfers aufzusuchen, um sich den Pelzmantel zu holen. Alle Männer, deren Visitenkarten im Schrank gefunden wurden, konnten bis auf einen nachweisen, wo sie sich in den fraglichen Stunden befunden haben. Einer war aber nicht auffindbar. Die Polizei hat seine Beschreibung an alle Polizeibehörden weitergegeben und läßt die Grenzen scharf bewachen.
Fortsetzung folgt.
Fortsetzung dieses Kriminalfalles, der ganz Paris in Aufregung hält, folgt, sobald die fieberhafte Tätigkeit der Polizei von Erfolg gekrönt worden ist.
Buntes Allerlei.
Der Ar^t im Kampf mit den körperlichen Erbleiden.
Der deutsche Arzt ist durch die gesetzliche Ge- Währung der Möglichkeit, durch Sterilisierung eine kranke Erbmasse unschädlich zu machen, vor eine Aufgabe von geschichtlicher Bedeutung gestellt. Das Gesetz gibt ihm eine Machtvollkommenheit, die zu tiefstem Ernst und größter Kritik bei der Beurteilung des Erbproblems verpflichtet. Sofern in jedem Einzelfalle die geistigen und körperlichen Erbanlagen schwer geschädigt sind, ist ihre Beseitigung eine völkische Notwendigkeit. Wo ausschließlich die geistige Erbanlage schwer geschädigt ist, rechtfertigt sich die Ausschaltung der ganzen Erbmasse ebenfalls. Schwierig aber ist die Entscheidung bei Fällen, in denen ernste körperliche Erbleiden 'vorliegen, ihre Träger aber eine geistige gesunde Erbmasse besitzen. Als Beispiel dafür führt der Orthopäde Prof. Lothar Kreuz in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" die beiden häufigsten angeborenen Mißbildungen an, nämlich Klumpfuß und Hüftgelenk- Verrenkung. Wir werden uns die Aufgabe nicht so leicht machen dürfen, wie einstmals die Spartaner, die jedes Kind mit einer angeborenen kör-
Börnes von Münchhauien.
Zum 60 Geburtstage des Dichters
Unter den vielen Wundern, die uns umgeben, reizt das der dichterischen Begabung zu immer neuem Staunen. Wie viele verschiedenartige, vielgestaltige, gegensätzliche Eigenschaften müssen hier zusammenschießen, um solch einen einzigen Kristall zu bilden, und wie ist es gerade die Fülle der scheinbar widerstrebenden Formen, die die Harmonie des in sich geschlossenen Ganzen ausmachen.
Solche von einem besonderen, interessanten, einmaligen Ich geprägte Form trägt ihre Dauer, ihren Zauber in sich, auch wenn sie nicht ganz große Kunst ist. Aus dem Reiche der Barock-Dichter z. B. ragt deswegen Christian Günther hervor, Brentano aus dem der Romantiker. Unter den Lyrikern von heute verdankt Börries, Freiherr von Münchhausen nicht nur seine großen Er- K, sondern auch seinen bleibenden Wert dem and, daß er „ein Wesen für sich" ist. Wie viele Elemente klangen zusammen, wie viele Voraussetzungen waren notwendig, um diesem hochgezüchteten Sprossen eines uralten Geschlechtes die volkstümliche Schlichtheit, die geistige Freiheit zu verleihen, um seine Gaben zur reifen Entfaltung zu bringen, und welche Schranken und Grenzen der Tradition und des Standesbewußtfeins waren andererseits notwendig, um ein allzu üppiges Wuchern und Verschwenden zu verhindern. Munch- Hausens tiefes Wissen um Wurzeln und Gegebenheiten seines Seins haben ihm, fern von aller vernünftelnden Bewußtheit, die reine Ausformung feiner Natur ermöglicht. Er hat feiner Ahnen stets gern gedacht und aus dem Zusammenleben mit ihnen seine Kräfte gezogen; der Blick des Weltkindes wurde durch solche Verbundenheit mit dem Vergangenen auf Tod und Jenseits, auf Geschichte und Schicksal hingelenkt. Seine Abstammung ist ein Grunderlebnis seiner Dichtung. So hat er uns denn jetzt auch in einzigartiger Weise von seinen Vorfahren erzählt in dem kürzlich erschienenen Aufsatz-Band „Die Garbe" und in der soeben veröffentlichten Geschlechterhistorie „Geschichten aus der Geschichte".
Das Ritterliche, das Kriegerische, das Heldische und das Adlige sind Leitmotive seiner Dichtung, aber der Grundton ist — wie bei jeder echten Kunst — aufs Allgemein-Menschliche gestimmt, aus dem ewigen Urgrund des Menschenwesens gestaltet. Um ihn zu erfühlen, muß man nach Sporn und Speeren „d a s Herz im Harnisch" seiner Verse
klopfen hören, unterm bunten romantischen Gewand den schlichten warmen Menschen entdecken. Er hat sich selbst einmal als einen modernen Barden oder Skalden bezeichnet, mehr äußerlich wegen seiner vielen Vortragsreisen und wegen seines Glaubens an die Macht des gesprochenen Wortes, aber er ist es auch innerlich durch feine Verehrung des Heroischen, sein Herauswachsen aus Volk und Heimat, seine Liebe zu den dunklen und gefährlichen Seiten des Daseins, aus denen echte Größe erblüht. Unter seinen Ahnen väterlicherseits waren mehr Staatsmänner und Gelehrte als Krieger, aber sie alle fühlten sich eins mit dem Boden und dem Volk, zu dem sie gehörten. Von ihnen hat der Dichter die niederdeutsche Schwere und Wucht, die ernste Geistigkeit, die Versenkung in die Natur, die das Größte und Kleinste umfaßt und für fein Weltbild so bezeichnend ist, dann aber auch den Abenteurer- Geist, die kühne Phantasie und die Gabe der hinreißenden Erzählung, die den berühmtesten seines Geschlechtes unsterblich gemacht hat. Von der mütterlichen Seite her, von der Familie der G adele n tz, dürfte das feine Gefühl für Sprache und Wort, die Kunst der Formung, die Freiheit im Denken und Glauben stammen.
Jedenfalls ist sehr Gegensätzliches in feiner Natur und Dichtung verschmolzen; es entstand eine seltene Mischung von Pathos und Esprit, von Dumpfheit und Helle, von Derbheit und Anmut, von Ernst und Leichtigkeit. Der Student, der eine Weile mit Zigeunern herumzog und die Künster-Boheme der Großstädte gründlich durchkostete, hatte den Goethe- schen Trieb zum „Ordnen, Aufheben, Registrieren" schon in sich, der ihn auch das Dichten so ernst nehmen, sein Schaffen bis ins letzte organisieren ließ. Seine in früher Kindheit ausbrechende Begabung brachte ihn in Gegensatz zu dem engen Standesbe- wußtsein feiner Familie. Der Kampf stählte feinen Trotz, aber der Konflikt liegt in ihm doch tiefer, denn oft hat er das rückhaltlose Bekennen, zu dem ihn sein Talent zwang, als peinliche Preisgebung des Persönlichsten empfunden, und nicht nur vieles Unfertige aus strenger Kritik, sondern auch Bestes aus heiliger Scheu zurückgehalten. Die Nachwelt wird wohl noch manche Ueberraschung erleben, wenn diese sorglich gehüteten Geheimnisse einmal ans Licht treten. Erst dann wird man die ganze Tiefe und Breite feiner Begabung würdigen können. Diese feste Verwurzelung in Familie und an- ftammtem Boden, fein Leben auf dem Lande in innigster Gemeinschaft mit der Natur, die historische Umgebung feiner Schlösser, in der Geschichte und Kunst aus tausend Zungen zu ihm sprechen, haben Münchhausen vor dem Sichverlieren, vor jedem
Abirren bewahrt. Sie haben ihn zu dem geprägt, was er ist: zu dem aufs feinste gebildeten Edelmann, zum Künstler mit weitem Herzen und strenger Selbstzucht, aber auch zu dem ewigen Kinde, das in jedem echten Dichter lebt, zu dem großen Jungen voll innerer Schwere und natürlich strahlender Liebenswürdigkeit.
Die Literaturgeschichte, die so gern etikettiert, hat Münchhausens Dichtung in das Schubfach der Balladen eingeordnet. Als Balladendichter ist er berühmt geworden, die Ballade hat er wieder zur Geltung gebracht, in ihr Wesen hat er sich vertieft wie keiner vor ihm und hat uns in feinen „Meister- Balladen", in denen er eine fchier unerschöpfliche Fülle von Schönheiten an einzelnen Mustern dieser „königlichen Dichtung" aufzeigte, Balladen erst richtig lesen und verstehen gelehrt. Aber mit gutem Recht hat Goethe gesagt, daß der Balladen-Dich- ter sich aller drei Grundarten der Poesie, der lyrischen, epischen und dramatischen, bediene, und Münchhausen hat nicht nur die Ballade stofflich erweitert und bereichert, ihr Töne weltanschaulicher Mystik und kosmischen Allgefühls entlockt, sondern er besitzt auch als reiner Lyriker einen eignen Ton; er ist ein farbiger Erzähler in Vers und Prosa und und ein entzückender Plauderer, der diese seit Fontane verlorene Kunst noch lebendig erhält. Freilich ist seine Begabung begrenzt; ihr fehlt die feurige Spannkraft dramatischer Komposition, der lange Atem des großen Romans. Auch fein Gedicht hat nicht die Melodik des Windes, der in der Aeols- harfe spielt, steigt nicht aus Abgrundtiefen des Unbewußten ans Licht. Seine Kunst erhält ihre Vollendung durch eine sehr feine und berechnete Technik. durch eine genaue Kenntnis des „Metiers", aber sie ist weit entfernt von allem „Part pour Part", sondern genährt aus dem Volkstum, kommt aus jenen feinsten Verzweigungen, die den Sohn der Scholle und eines alten Stammes in geheimnisvoller Weise untrennbar mit dem Heimatboden verknüpfen. Es ist diese nur aus feiner Persönlichkeit erklärbare Verschmelzung des Künstlerischen mit dem Nationalen, dieser Einklang zwischen den Mächten der Erde und des Geistes, die das innerste Wesen feiner Schöpfung ausmachten.
Börries von Münchhausen, der von sich erzählt, daß bei jedem Ausflug in fremde Lande das Heimweh ihn fo arg geplagt, daß er mit dem festen Entschluß, von nun an daheim zu bleiben, zurückkehrte, der stets nur in seinem Volk und mit seinem Volk leben und schaffen konnte, ist ein deutscher Dichter, und zwar ein Dichter der Freude. Auch die schwersten Prüfungen, die er mit dem Vaterlands erlitt, haben ihm den Glauben an Deutsch
lands Leben und Größe nicht nehmen können, unb sein höchstes Ziel war stets, Erhebung und Trost, Mut und Freude zu schenken. Möge sich diese starke Kraft an ihm selbst bewähren, da ihn durch den Tod seines einzigen Sohnes Schwerstes getroffen, möge er auch weiter als „deutscher Barde" sein Volk in eine schöne Zukunft begleiten. C. W.
Tragikomödie um eine Telefon-Nummer
In der Organisation der ärztlichen Hilseleistung muß im heutigen Rußland noch vieles im Argen liegen. Das zeigt in tragikomischer Weise eine kleine Begebenheit, über die aus Moskau berichtet wird. In der Hauptstadt bietet ber „Medizinische Eildienst" der Bevölkerung seine Hilfe an und hält Tag unb Nacht feine Spezial-Aerzte und Schwestern zur Verfügung. Man erlaubte sich jedoch einen sehr schwerwiegenden Fehler in der Anzeige, in der nämlich eine falsche Telephon-Nummer angegeben worden war. Es dauerte eine Reihe von Wochen, bevor dieser Irrtum in der Oeffentlichkeit berichtigt wurde. Die Auswirkungen scheinen jedoch auch jetzt noch nicht behoben zu sein. Zahllose Anrufe sollen von Menschen, die dringend nach ärztlicher Hilfe verlangten, an falscher Stelle erfolgt fein. Kostbare Zeit ist dadurch verloren gegangen. Der Inhaber der auf der Anzeige des „Medizinischen Eildienstes" falsch angegebenen Telephon-Nummer, der Ingenieur M. Scheresewski, hat ein wahres Martyrium ausstehen müssen. Er und seine Familie sind dem Nervenzusammenbruch nahe, denn es klingelte in den letzten Wochen fast ununterbrochen. Tag unb Nacht. Der erbitterte Telephon-Besitzer hat viele Male protestiert und sich in seiner Verzweiflung zuletzt sogar erboten, die Drucksachen, auf denen der Irrtum wieder richtig gestellt werden sollte, auf eigene Kosten anfertigen zu lassen. Das war aber alles umsonst. Es scheint fein Kraut gegen diese Katastrophe und gegen die Schwerfälligkeit des „Medizinischen Eildienstes" gewachsen zu sein. Als der Ingenieur wieder einmal das Büro dieser Organisation aufsuchte, um zum letztenmal mit einem Prozeß zu drohen, sah er eine Schwester damit beschäftigt, einen Auftrag für neue Werbedrucksachen auszusüllen. Er konnte sie gerade noch dabei ertappen, wie sie wieder die falsche Nummer auf» schrieb. Das brachte den Mann in Raserei. — Noch immer laufen Zettel mit der Aufforderung um, beim „Medizinischen Eildienst" telephonisch Hilfeleistung zu erbitten; sie tragen nach wie vor die falsche Nummer. Für den armen Ingenieur besteht wohl nur noch der Ausweg in einer schnellen Flucht aus t seiner Wohnung.


