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Ausartung der Rasse.

Oberheffen

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BeiV/undseih^nat^^^e

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abend

N. Mücke, 18. Jan. Gestern ereignete sich am Bahnübergang M ü ck eR u p p e r t e n r o d ein U n f a l l. Ein L a st k r a f t w a g e n fuhr gegen den zur gleichen Zeit den Uebergang passierenden ~ g. Glücklicherweise kamen Menschenleben nicht

Schaden. Nach kurzem Aufenthalt konnten die Eisenbahn, wie auch der Lastkraftwagen die Fahrt

Landkreis Gietzen.

Klein-Linden, 18. Jan. Am Dienstag

300 Mk. aus Opfern und Kollekten und 3200 Mk. aus Kirchensteuern. Infolge der Schuldenabtragun­gen in den letzten Jahren wurden die Steuern von Jahr zu Jahr gesenkt, sie betrugen noch in 1931: 5076 Mk., in 1932: 4300 Mk., in 1933: 3600 Mk. Die Schulden betragen heute nur noch 100 Mk., deren Abtrag in 1934 vorgesehen ist. Es ist infolge­dessen mit einer weiteren Herabsetzung des Steuersatzes, der in 1933 noch neun v. H. betragen hatte, zu rechnen. Die Gesamtsumme der Einnahmen beträgt 6109,25 Mk. Bei den Aus­gaben erscheinen als bemerkenswerte größere Posten 190 Mk. für Heizung und Beleuchtung der Kirchs, 1000 Mk. als Zuschuß an die Landeskirchenkasse, 442 Mk. für Kosten (Porto, Steuererhebung und dergleichen), 120 Mk. für Unterstützung von Armen und Kranken und sonstige Notstände, 15 Mk. für Männerarbeit des evangelischen Männerwerkes, 300 Mk. als Betriebskapital und 250 Mk. als Reserve­fonds. Bei den außerordentlichen Ausgaben erschei­nen 100 Mk. als Schuldenabtrag und 1604,37 Mk. als auszuleihende Kapitalien. Die Summe aller Ausgaben beträgt 6109,25. Nach Klärung einiger Fragen wurde der Voranschlag genehmigt. Auf Wunsch aus der Vertretung berichtete der Vorsitzende noch über den gegenwärtigen Stand der P f a r r - Hausbauten. Daraus war zu entnehmen, daß sich die bürgerliche Gemeindevertretung bereit er­klärt hat, nach vorheriger Klärung einiger Fragen eine Bürgschaft von 15 000 Mk. zu übernehmen Die Platzfrage ist ebenfalls noch nicht gelöst. Doch ist zu erwarten, daß sich die Gemeindevertretung der bürgerlichen Gemeinde in nächster Zeit nochmals mit der Angelegenheit befassen wird.

X Wieseck, 18. Jan. In den hiesigen Stan­desamtsregistern wurden im letzten Jahre verzeichnet: 34 Geburten, 41 Eheschließungen und 21 Todesfälle. Nach den Kirchenbüchern wur­den im Jahre 1933 hier getauft: 31 Kinder-, dazu in Gießen 15. Kirchliche Trauungen erfolgten 40; dazu wurden von Nachbarpsarreien noch vier ge­meldet. Kirchliche Bestattungen wurden 30 vorge- nommen, dabei eine Feuerbestattung in Gießen. In Gießener Krankenanstalten starben neun Ge­meindemitglieder; konfirmiert wurden 49 Kinder Am heiligen Abendmahl nahmen 893 Personen teil

Oer Angriff gegen Hunger und Kälte geht weiter, opfert am 21. Januar für das Winterhilfswerk!

gegen 702 in 1932.

<£ Großen-Buseck, 18. Jan. Gestern wurde in unserer Kirche ein sehr schöner Missions- film:Andrea, der Sohn des Zauberers" gezeigt. Der Film spielt in der ehemaligen deutschen Kolonie Ostafrika, gab einen lebendigen Eindruck von der landschaftlichen Schönheit und dem wirtschaftlichen Reichtum unserer einstigen Kolonie, von der zu hoffen steht, daß sie bald wieder in deutsche Ver­waltung kommen möge. Weiter ließ der Film in die Dunkelheit heidnischen Aberglaubens und er­schütternder Unsitten (Kindesaussetzung u. a.) hinein- schauen und bot ein anschauliches Bild von der ge­segneten Tätigkeit der deutschen evangelischen Mis­sion in Missionskirche, Schule und Hospital. Missio­nar Weißer von der Basler Mission erläu­terte in sachkundiger Art den schönen Film. Der Besuch der Veranstaltung, die am gleichen Tag auch in Dp p en r ob stattfand, war recht befriedigend.

? Reiskirchen, 18. Jan. Gestern abend hielt der hiesige Turnverein in seinem Vereinslokal Gundrum seine Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende Müller erstattete den Jahres­bericht, dem zu entnehmen war, daß der Verein im Jahr der nationalen Erhebung eine besondere Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hatte. Der Turnstundenbesuch, gerade von jüngeren Turnern, habe zugenommen. Eine Frauenriege sei ms Leben gerufen worden, und die Anzahl der Schülerturner habe sich erhöht. Das Jahr 1933 sei von besonderer Bedeutung noch deshalb, weil die Bannerweihe und das 25. Stiftungsfest, verbunden mit dem Kreis- turnfest (der letzten Veranstaltung des alten Lahn- Dünsberg-Gaues der ADT.), begangen werden konnten. Aus dem Bericht des zweiten Turnwarts ergab sich daß der Verein auf allen Veranstaltun­gen des Jahres 1933 gut abgeschnitten hat. Es konnten einige erste Preise von hiesigen Turnern errungen werden. Die Kassenprufung ergab keiner- lei Beanstandung. Dem Kassenwart wurde Ent­lastung zuteil. Vier Mitglieder, die dem Verein feit 25 Jahren angehören, sollen durch eine Ehrennadel werden. Im weiteren Verlaufe der

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Deutsch, alkswohlfahrtj Sonntag ihre Der mit der e SA.-Mann lit den neuen üchsverbandtt leuen Lestini- hervor. Dann die Höhe der ruar wird die d aufgehoben, und im Kreise lufnahm mel­den Deutsch nerkannte Ge- Sodann ei' irz das Testz or, daß diese! -ung die Mei. etjöriofen vor Dies fei eii f) (jetyäu V txbtxan feiten on prcksch-'/k :ben, M der hörende, H so den Wv perrt sei. N Philipp Ruhl um Ehremnil' ickes-MM

Warum vraukyt NeuWianv miomen?

Werbekundgebung der Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung.

Ätz

die Versammlung.

(D Geilshausen, 18. Jan. Im Saale der Wirtschaft Hofmann fand heute die erste H o l z v e r- teigerung aus den Rabenauschen Waldungen tatt. Es wurden verhältnismäßig niedrige Preise erzielt. Es kosteten vier Raummeter Buchenscheit, holz 24 bis 25 Mark, vier Raummeter Buchenknüv- pel 18 bis 19 Mark, vier Raummeter Eichenholz 18 Mark.

* Londorf, 19. Jan. Die 83jährige Witwe Karoline Stern von hier stürzte dieser Tage so unglücklich, daß sie einen Oberschenkelbruch erlitt und in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.

tötete Alsfeld.

2. um Raum zu schaffen für das deutsaie Volk (Aufnahme des Bevölkerungsüberschufses);

3. zur Ausartung des deutschen Volkes.

Die wirtschaftlichen Notwendigkeiten seien ohne weiteres verständlich. Der erste Grund zur Forde­rung des Kolonialbesitzes spiele allerdings nicht die erste Rolle, wenngleich der Boden des Mutter­landes nicht alles hergebe, was das deutsche Volk brauche. Deutschland bedürfe einer gewissen Zufuhr, insbesondere der Rohstoffzufuhr für die Industrie. Deutschland sei an Mineralien nur nut Kohle, Magnesium und Kali reichlich versehen. Als Aus­tauschmittel könne man die wertvollen Me^lle, Diamanten, Gold, Platin, Vanadium, Zinn, Man­gan usw. aus den Kolonien gut gebrauchen.

Das Kupfer aus den Otavi - Minen fei für Deutschland von größter Wichtigkeit.

Kreis Büdingen.

* Borsdorf, 17. Jan. Gestern fand hier die erste große Brennholzversteigerung des Forstamts Nidda aus der Försterei Glaubzahl, dem großen Harbwald, statt, wobei über 900 Raummeter Scheiter und Knüppel, sowie etwa 770 Raummeter Reisig verschiedener Art und Stöcke ausgeboten wurden. Trotz der bedeutenden Menge Holzes waren die Preise hoch, weil sich viele Steigerer aus der eigentlichen Wetterau bis von Reichelsheim einge­funden hatten. Während bei den kürzlich in hiesiger Gegend abgehaltenen Brennholzversteigerungen des Forstamts Eichelsdorf der Preis für ein Raummeter Scheiter 1. Klasse durchschnittlich 7 Mark, des Forst- amts Konradsdorf 6,50 Mark und aus dem Graf Solms-Rödelheimschen Waldungen in Einartshausen nur 5,50 Mark betrug, kam hier ein Raummeter Buchen-Scheiter durchschnittlich auf 8 Mark, ein Raummeter Knüppel auf 6, 1 Raummeter Stocke auf 5, 1 Raummeter Knüppelreisig aus 1,50 und ein Raummeter gewöhnliches Reisig auf 0,80 Mark.

Ein gehässiger Priester.

LPD. Darmstadt, 18. Jan. Das Staats- Presseamt teilt mit: Dor dem S o n d e r g e - richt in Darmstadt stand heute Dekan H e i n stadt von Lorsch, der aus der Kampfzeit als erbitterter Gegner des Nationalsozialismus bekannt ist. Auch nach der Machtübernahme durch die NSDAP, versuchte er, wenn auch nicht in der offenen und brutalen Form wie früher, seinen Mißmut gegen die NSDAP, auszulassen. So hat er u. a. im Monat April eine sogenannte Agnes- Schar und einFähnlein der Getreuen" gegründet, selbstverständlich lediglich, um zu verhindern, daß die katholische Jugend sich in der Hiller-Jugend ober beim Jungvolk betätigt, ba, roie er sich oer- schiebentlich ausgebrüdt hat, beten Führer ein Protestant sei. Die Protestanten scheinen es ihm überhaupt angetan zu haben. So mußte er u. a. in ber Derhanblung zugeben, baß er einem Kriegs- befähigten gegenüber, ber eine protestantische Frau heiraten wollte, äußerte:Sie wären auch besiet auf bem Selbe ber Ehre gefallen, als eine Prote­stantin zu heiraten". Bezüglich ber Mutter des er­mordeten SA.-Kameraben Erich Jost glaubte er

Kaum könne man bie auf ber jetzigen japanifdjen Insel Nauru befinblichen Phosphorlager (Phosphat als Düngemittel) entbehren.

Ferner müsse man an bie k o l o n i a 1 -1 a n b - mirtfdjaftiidjen Suter denken: Ftt- und Dele aus den Kolonien konnten das deutsche Jn- lantiauftommen ergänzen. Die Kokos- die Oetpatme unb bie Erbnuhpflanze seien weit fettreicher als bie Fettpflanzen unserer Breiten. Kaffee Kakao, Tee Tabak als Einfuhrware feien faum entbehrlich. Aus ben Kolonien könnten, wenn sie beutsch waren, alle biese Güter, auch Sübfrüchte, mit weit weni­ger Bebenken eingeführt werben, als ""ter ben gegenwärtigen Verhältnissen. Erne große Rolle spielten ferner bie Faserstoffe (Ssial, Baumwolle), außerdem auch Kautschuk. Von N-rflchen> Produ, t-n sei besonders die Wolle, die noch durch keinen anderen Stoss ersetzt werden könne erwähnens, wert. Die Schaszucht Dürfe in DeutMand nicht zu weit ausgebaut werden, weil der Boden wertvol ler ausgenützt werben könnte.

Die Zufuhr sei nur eine Seite des wirt­schaftlichen Problems. Kolonien seien auch Ab- aßqebiete für das Mutterland unb seine industriellen Erzeugnisse. Der Warenaustausch könne sich in eigenen Kolonien reibungslos vollziehen.

Ein fmuptarunb für die Wiedererlangung der Kolonien fei der Gedanke der Siedlung Zwar gebe es im Inland noch Siedlungsmoglich,eiten (Deutscher Osten, Meliorationen),,die erst ausgenutzt werden mühten. Die koloniale Siedlung müsse aber für die fernere Zukunft im Auge behalten werden. Zu berücksichtigen fei, daß Afrika für den deutschen Bevolkerungsüberschuh nicht etwa unbe chrankt aufnahmefähig fei. Die rem tropischen Sebiete ka° men für ben Europäer kaum in Frage. Die ge geben! Form ber Siedlung U* N»

die nach Oer Eiszeit vom Eise frei roerbenben Ge» biete) stark geworben <nb zu ihrer hohen Beben- tung gekommen. Der Rückgang ber norbischen Rasse sei auf bas Fehlen kolonialer Zebensfaebmgungen zurückzuführen. Eigene Kolonien könnten Zellen für eine geistige Höherzüchtung ber nordischen Rave bedeuten.

So fehle es also nicht an Gründen für bie Forde» rung ber Wiebererlangung bes beut- schen Kolonialbesitzes. Die Folgerungen, die Deutschlanb in bieser Sache stellen müsse, zu vertreten sei Sache bes Führers. Für uns gelte es, bereit zu sein.

Das Ausland dürfe nicht Grund haben, zu sagen, daß in Deutschland nur ein kleiner kreis Ko­lonien wünsche. Das ganze deutsche Volk müsse sie wollen!

Es müsse einst auch über fernen Stranden bas Hakenkreuzbanner wehen. (Lebhafter, anhaltenber Beifall!)

Mit einem breifachenSieg-Heil!" auf ben Füh­rer, auf bas Vaterlanb unb ben Kolonialgebanken fanb bie einbrucksvolle Kunbgebung ihr Enbe.

Versammlung würbe ein satzungsänbernber Be­schluß gefaßt, nach bem ber erste Dorsitzenbe unb ein weiteres Dorstanbsmitglieb ben Verein nach außen hin rechtsgültig vertreten können. Nach ben Bestimmungen ber DT. bleibt ber burch bie Gleich- fdjaltung ber Vereine im vergangenen Jahr be­stimmte Dorstanb für vier Jahre bestehen. Er setzt sich wie folgt zusammen: 1. Führer: Lehrer Mül­le r, 2. Führer: Karl Schäfer, Kassenwart: Lub- wig Schäfer, 1. Schriftführer: Ewalb Jünger, 2. Schriftführer: Heinrich Debus, 1. Turnwart: Philipp Launspach, 2. Turnwart: Richarb Damm, Gerätewart: Wilhelm Launspach, Beisitzer: Lehrer H. Roth, Erwin Sack, Otto Reitz unb Ferbinanb © u n b r u m. Bannerträger: Karl Haas. Mit einem breifachenSieg-Heil" auf Vaterlanb unb Führer schloß ber erste Dorsitzenbe

las Pobium zu seiner F e st r e b e über bas Thema ,81 erztliche Besinnungen. Mebizini- ches Denken, Fühlen unb Hanbeln in nserer Zeit", in ber er nach einem kurzen

Lschichtlichen Rückblick u. a. folgenbes ausführte: ' Die große weltanschauliche Erneuerung bes Natio- Wlsozialismus ergreift alle Gebiete menschlicher Betätigung, auch ben Beruf bes Arztes. So sind es j irztliche Besinnungen, mebizinifches Denken, Fuh-

l n unb Hanbeln unserer Zeit, was ich jetzt skizzen- Ibft vortrage. Es muß sich im Denken unb For­chen, im ärztlichen Entscheiben unb Hanbeln bie haft ber neuen Lebensauffassung offenbaren, ober i e Stoßkraft ber Neuorbnung traf einen, ber bie /eichen ber Zeit nicht verstanb. Entsprechet ber biologischen Auffassung bes Volkes würbe ber Arzt mm Führer noch stärker als zuvor zum Hüter unb Bfleger für ben Volkskörper verantwortlich im 'höchsten Sinne eingesetzt. Wie aus ber Not bes Krieges unsere Jbee bes Vaterlanbes leuchtenb aiis- >ammte, so sehe ich, wie im Schmelztiegel unserer butschen Revolution bie ibeenmäßige Begrunbung leer Mebizin sich neu herauskristallisiert. Zu allen Seiten beherrscht bas Denken bes Arztes bie Theo- r:e bie er von krankhaften Vorgängen sich bildet, k's kann nur erstrebt werben, baß ber Arzt für i l> ine Urteilsgestaltung möglichst vollkommen gebil-

|get unb mit besten Kenntnissen in allen Erfahrungs- Wissenschaften ausgerüstet sei. Eine geschichtliche Betrachtung unb Bewertung zeigt, wie fest manche Anschauung Bestaub hatte, unb gibt auch Kunbe :ion ben Irrwegen. Wenn heute in Erkenntnis man- yer Mängel eine Zurückwenbung zur zusammen- nffenben Betrachtungsweise, eine Beseelung unb ine neue, zweckhaft gerichtete Bewertung ber Nat"r

Gestern abend fanb im Saale bes Cafe Leib im Nahmen ber kolonialen Werbewoche burch bte 23 e r » i inigung für koloniale Wieb er gewm- lunq eine Kunbgebung für ben Kolonialgebanken ttatt. Die koloniale Werbewoche solle, wie ber Ver- i innssührer Tetzner ausführte, bie Bevölkerung i on ber ernsten Art ber Arbeit in ber Bereinigung Überzeugen. Abolf Hitler habe einmal einem Ver- ureter besSunbay Expreß" gegenüber geäußert, l Deutschlanb benötigt eine Menge Rohstoffe; wir i,rauchen beshalb Kolonien wie jebe anbere Macht! Der Punkt 3 bes nationalsozialistischen Programms «he ebenfalls bie Wiebergewinnung bes Kolonial­besitzes vor. Es gelte, alle Kraft für biefes Ziel em» mfetzen.

Sobann sprach ber Kanzler ber Universität Gießen

prosesior Or. Hummel

Seinen Ausführungen sei folgenbes entnommen: Heute jähre sich zum 63. Male ber Tag ber Reichs- iarünbung. Vor 50 Jahren habe Bismarck bas Kolo- malreid) ausgerichtet. 30 Jahre lang flatterte die »eutsche Flagge über weiten Flachen Afrikas. 1918 seien uns bie Kolonien genommen worben unter !iem fabenfcheinigen Vorwanb, Deutschlanb mih- -srauche seine Kolonien, es sei zur Kolonisation nicht 1 iähig.

Das Dritte Reich sei vorläufig noch em Älcin= neuliches Reich ohne Kolonialbesitz. Erstrebt werbe bas Großbeutsche Reich (Vereinigung mit ben österreichischen Brübern) mit bem Fernziel bes Ko- onialb-sitz--. Zwar gab es bisher und gebe s noch dringendere Ausgaben die Arbeitslosig- eit müsse erst beseitigt , bie Saarfrage bereinigt, ,as Verhältnis zum Ausland geklart werden - »1s die Wiedergewinnung der Kolonien.

Die fiolonialfrage fei eine Angelegenheit der Gleichberechligung. Der Führer werde, wie alle anderen Fragen, auch biefe tofen Das deut,che Volk habe die Aufgabe, sich auf dieses Ziel ein- zusiellen, des Führers Ruf zu erwarten Des Führers Wille müsse getragen fein vom Willen des ganzen Volles.

Um diese Einheit des Willens im Volke zu errei­chen, sei es notwendia, daß Hermann roih, warum Deutschland Kolonien brauche. Deutsch- nnb brauche Kolonien nicht aus "uperialistischen Ärünben, nicht, um schöne Verwaltungsposten zu chaffen, nicht, um einer bestimmten ®ppe bas tiagboergnügen zu sichern, sondern Deutschlanb -rauche Kolonien um bes ganz en V o l k e s willen. Drei Hauptgrünbe seien ausschlaggebenb.

1. Die Sicherung ber Ernährungdes deutschen Volkes (Kolonialbesitz als wirtschaftliche Not Wendigkeit);

Das Leben bes Sieblers fei hart. Der Mensch stehe im stänbigen Kampf mit ben Naturgewalten. Das mache ihn stark. Der Siebter, ber ausroanbere, müsse ein kämpferischer Mensch sein. In ben Kolonien etze sich nur ber wertvolle Mensch burch. Koloniale Volksgruppen seien wertvollste Volksgruppen. Dem Tatenbrana bieser Besten unseres Volkes sei in unserem Vaterlanb kaum Raum zur Entfaltung gegeben. Allerbings müsse ein ftänbiger Austausch zwischen bem Volkstum bes Mutterlanbes unb bem Volkstum ber Kolonien ftattfinben, wenn bieser wertvolle Bestanbteil unserer Volksgemeinschaft nicht verloren gehen solle. Wie günstig sich bie koloniale Tätigkeit auf bas Volkstum auswirke, zeige insbefonbere bie Geschichte bes beutfchen Ostens. Die norbische Rasse sei allein burch bie kolonialen Lebensbedingungen (Nachwanderung in

______ traten in ber Kleinkinderschule der evan­gelische Kirchenvorst and und bie Kir­chenvertreter zur Beratung bes D or au­

ch l a g s ber Kirchengemeinbe für R j. 1934 wfammen. Der Vorsitzende, Pfarrer Brem­mer, schilberte in feiner Eröffnungsansprache bie Bebeutung ber neuen Zeit für unsere evangelische Kirche, unb rechnet auf Mitarbeit aller bazu Be­rufenen am Neuaufbau unserer Kirche. Der Vor­anschlag zeigt in Einnahmen an erster Stelle einen Rechnungsrest aus oorberen Jahren mit 2497,93 Mark. Ferner erscheinen an größeren Posten in Ein­nahmen: 70 Mk. Zinsen vom Pfarrhausbaufonbs,

einsetzt, so dürfen wir nicht das Recht unb ben ge- 1 wattigen Erfolg auch ber zergliebernben Forschung ' außer acht lassen. Die naturwissei^chaftliche Grunb- i läge jjiufj unangetastet bleiben, a&r besinnen müs­sen wir uns auch auf bie anberen ©runblagen in ber Mebizin unb in ber Wissenschaft überhaupt. Wie gering ist noch immer unser Ausschnitt ber ber Wett für bie wissenschaftliche Beobachtung. Die Bebingtheit unserer Kenntnisse unb bie Nötigung zur Besinnung auf bie Voraussetzungen aller unse­rer Aussagen wirb am beutlichsten bei ber Frage nach unserem eigenen Ich unb nach beren Leiv- Seele. Niemals ist ber Körper in sich selbst gleich- bleibenb. In bauernbem Wechsel änbern sich bie Bestanbteile bes Leibes, werden ausgetauscht unb eingeschmolzen. Trotzbem bleibt bie Struktur bes Ganzen erhalten. Was ist bas Gebächtnis, bas Spuren aufweist, aus benen bann Erinnerung unb Vergleich heraufbämmern in bie Bewußtfeinshelle? Unb wie stark ist biefes Bewußtsein Wanblungen unterworfen im Fieber, im Rausch, in Träumen, in Krankheiten. Wie wenig kennen wir unser eigenes Ich. Schon bie Anbeutung all bieser brängenbcn Fragen zwingt zur Suche nach neuen Wegen. Wir forschenben Aerzte können nicht nur Naturwissen­schaftler sein, sondern bedürfen ber philosophischen unb religiösen Einsichten. Zum Rationalen tritt das Irrationale. Alle großen Entscheibungen unseres Lebens sinb geboren aus viel unmittelbareren Kräf­ten, als jemals ein gebankliches Kalkül bas ver­möchte. Wir wählen ben Freunb, bie Lebensgefähr­tin aus brängenbem Empfinben; bie heroische Tat, bas große Blutopfer ber Kämpfer bes Leibes unb Geistes geschieht mit einer bebingungslosen, un- wiberstehlichen Kraft. Aus irrationalen Grünben leitet sich für ben Arzt bie tiefste Ehrfurcht ab vor allem Geschaffenen. Wir fühlen ben Antrieb als von Gott gegebene Aufgabe, auch bas noch un­heilbare Leib einmal zu besiegen, wie schon manche Krankheit gebannt unb geheilt würbe. Der wahre Arzt unb Biologe vermaa mit reiner Kausalitäts­betrachtung, mit rein mechanischer Naturauffassung bie Fülle ber Lebensvorgänge unb Krankheiten babei nicht zu verstehen. Die Krankheitslehre bebarf noch ber Erkenntnisse unb Bemühungen ber anbe­ren Gebiete naturwissenschaftlicher Art. Nur so werben wir roieber eine einheitliche Anschauung von Mensch, Natur unb Gott gewinnen. Aber alle Gelehrsamkeitt finbet im Arzt ihre Krönung in seinem Umgang mit Kranken, in feiner pedenben Tätigkeit. Hier liegt auch so oft bie Befreiung von innerem Zwiespalt über bie richtige Auffassung Der Handelnbe ist immer schöpferisch. Der fuhrenbe Wille unb bas umsichtige Hanbeln befreit beibe, Arzt unb Kranken, in gleicher Weise aus bem Zwange unerträglicher Dulbung unb Passivität. Im Hanbeln liegt so viel Befreiung. Wie bantbar empfinben wir schon, baß jetzt im Reich eine Führung hanbett. Nichts ist so vollkommen als allein em guter Wille spannen wir biesen also allezeit an. Hier wirb auch ber Arzt nie mübe werben bürfen. lieber bte Behanblung ber Krankheit hinaus erwachst uns, betonter unb bewußter als früher, bie Aufgabe ber Gesundheitsfürsorge am Einzelnen unb am Volke. Viel hängt von uns selbst ab, überall erkennen wir heute Pflicht unb Verantwortung. Unser Füh­rer verpflichtet uns in Übereinstimmung mit bem Sittengebvt: Hanbele, bas heißt nicht allein denke unb träume, tue bas Vollkommenste, was bu schaf­fen kannst. Das Vollkommenste kann nur meine freiwillige Einorbnung im Dienste bes Guten sein, wie bas wahre Christentum es forbert. Nicht für uns selbst leben wir, ber Einzelne kann nicht für sein Wohlleben hier ober im Himmel alle Wett unb Gott selbst belasten. Jeber muß tapfer anfa fen unb bauen helfen, bann wirb bas Gute wachsen, bas Böse schwinben. Unb Deutschlanb wirb leben, auch wenn wir sterben müssen. , . .

Der Festakt würbe mit bem ChorgeiangHeimat­gebet" unb einem Orgelnachspiel roürbig beschlossen.

Ihne ihn wäre keiner von uns seines Lebens sicher, i mehr: ohne ihn wäre keiner von uns ber Mensch, l:r er ist. Denn aus Staat und Volkstum, aus 51 lut unb Geschichte, aus ber uns umgebenben Wirklichkeit bes Staatsgebankens unb der Volks- t'nossenschaft wirb bie geistige Form geschaffen, rach ber wir geprägt werben, ob wir wollen ober richt. So wenig wie ohne Staat kann ein Volk lauern ohne einen echten unb guten ©0310115» nu 5, ber jebem nicht nur bie Lebensguter, son- iem auch bie Ehre gibt, ohne bie er nicht leben !nnn. Dor bem Volk sinb wir so gleich rote im r.iobe. Das muß ein wahrer Staat m feiner Orb= uma unb Regierung wahrmachen. Damit erschttetzt sch ber Reichtum, ber uns in aller Armut gefalte­ten ist: bas gemeinsame Blut, bas bis in bie -sheimsten Schläge bes Herzens bis m Liebe unb lebet unser Volk bei uns fein laßt, unb ben mut- erlichen »oben, ohne ben bie Wurzeln auch bes Ächsten geistigen Lebens oerborren. Diese Kräfte Mich in uns zu erwecken, in uns selbst auszurot- : n, was sie täglich roieber verhüttet, ist bte Mah- mng bieser Stunbe, ist die Mahnung des herr- Ichen unb boch tobverfallenen Zweiten Reiches an Ins junge Dritte Reich. Wenn wir biefes Werk in An- (Tiff nehmen, bann umfänat uns babei bas ganze jn id)tbare Reich ber Deutschen Wir gebenkey all ter unter ber Frembherrschaft schmachtenden Bru- ter im Osten unb Westen, Norben unb Guben, bte J UNS gehören, unb bie wir uns nicht aus bem «erzen reißen lassen. m

Das Werk, bas uns auferlegt ist unb bte Ver­antwortung unseres Geschlechts vor ben Vatern unb ter Geschichte ist so gewaltig, bafc wir uns nur mter bem Ernst bes letzten Gebotes unb ber Bitte .m ben höchsten Segen baran wagen können:

Frisch auf in Gottes Namen bu werte beutsche Nation!

Hierauf würben gemeinfam die ersten Strophen tes Deutschlanb-Liedes unb bes Horst-Wessel-Lisbes sesungen.

Anschließenb betrat ber vor kurzem an bie Lan- tesuniversttät berufene Drbinarius für Innere Me- izin, ,

profeffor Or. H. Bohnenkamp

fortsetzen.

> Merlau, 18. Jan. Dieser Tage fanb hier bie erste Versammlung ber Milchabsatzgenos­senschaft bei Gastwirt Hörle statt. Es handelte sich in ber Hauptsache barum, bie Stellungnahme zur Milchpreisberechnung bei ber Molkerei fest- zuleaen, unb zwar ob diese nach Liter ober nach Fett­gehalt erfolgen solle. Nach längerer Aussprache ergab sich eine große Mehrheit für bie Milchpreisberech­nung, wie bisher, nach Liter unb Menge.

C> Bernsf elb, 18. Jan. Der Turnverein Bernsfelb hielt im Saale ber Gastwirtschaft Schott seine Winterveranstaltung ab. In ber Be­grüßungsansprache betonte ber Führer bes Vereins, Lehrer Hofmann, baß gerabe ber körperlichen Ausbilbung ber Jugenb im neuen Deutschlanb be- sonbere Bebeutung zukomme. Aus biesem Grunbe müsse bas Turnen in ben Turnvereinen auf eine breitere Basis gestellt werben. Sobann würben zwei Theaterstücke aufgeführt, beren eines befonbers tiefen Eindruck hinterließ. Die Musikkapelle Hisse- rich (Homberg) umrahmte die Aufführungen. Der Führer des Vereins beschloß ben Abenb mit ©or­ten bes Dankes an alle Mitwirkenden.

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bie Farm, der lanbwirtschaftliche Großbetrieb also. Allerbings habe sich in jüngster ^eit auch die beutsche Kleinsieblung burchsetzen können.

Wichtigster Grunb für bie Aufrechterhaltung ber Forderung nach Kolonialbesitz sei seiner Ansicht nach die mit ber Sieblung stets verbunbene