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e deutsche Kampfflieger chthofen, Carlos öolich verunglückt.

sich, daß den

9 Arbeiter werden vermißt. Man glaubt, sie getötet worden sind. 12 Personen wur- teils schwer, teils leicht verletzt.

Entführung eines amerikanischen Bankiers.

den Standpunkt, daß Hauser infolge seiner Mor­phiumsucht starke körperliche und geistige Ver­fallserscheinungen aufweise und daß daher erheb- liehe Zweifel an seiner Zurechnungs­fähigkeit beständen. Bereits im Jahre 1924 habe der Angeklagte u. a. bei der Restauration eines Ahnenbildes die fixe Idee gehabt, daß sich dieses Bild bewege. Er sei dann an das Bild hin- getreten und habe mit einer Pistole mehrere Schüsse auf das Gemälde abgegeben. Der Sachverständige setzte sich dafür ein, daß Hauser, falls bei ihm der Paragraph 51 zur Anwendung kommen sollte, auf Grund der neuen gesetzlichen Bestimmungen in eine Heilanstalt überführt werde. Ein zweiter medizini­scher Sachverständiger, Dr. M a h r e n h o l z , lehnte in seinem Gutachten die Anwendbarkeit des Para­graphen 51 für Hauser ab. Das Urteil wird vor­aussichtlich am Freitag gesprochen.

Das Große Schauspielhaus in Berlin von der GemeinschaftKraft durch Freude" neueröffnet.

Aus aller Wett.

Reichsluftfahrtminister Göring ehrt einen tödlich verunglückten Fliegerkameraden.

Am 27. November vorigen Jahres war in Mara-

Das Große Schauspielhaus in Berlin, das andert­halb Jahre geschlossen war, wurde mit Schillers Räubern" von der GemeinschaftKraft

Hermann Bahrs Beisetzung.

Der Dichter Hermann Bahr wurde auf dem städtischen Friedhof zu Salzburg beigesetzt. Der Dekan der Salzburger Theologischen Fakultät Pro­zessor Dr. Adamer, nahm die kirchliche Ausseg- ,ung vor, worauf namens des Reichsverbandes

Der 36jührige Bankier Edward Bremer in St. Paul (Minnesota), Sohn eines wohlhabenden Brauers, ist von Menschenräubern ent» führt worden. Die Verbrecher verlangen ein Löse­geld von 200 000 Dollar. Die Familie verweigert der Polizei gegenüber jede Auskunft, um das Leben des Entführten nicht in Gefahr zu bringen.

Deutscher Schriftsteller Franz Loos er, ein Schü­ler Bahrs, in bewegten Worten Abschied nahm. Dem Sarge folgten die Witwe, Frau Anna Bahr- Mi l d e n b u r g, der Landeshauptmann, der Weih- bischof und viele andere Leidtragende. Nach der Aussegnung hielt Prof. Adamer eine Ansprache, in der er Bahr als großen Oesterreicher bezeichnete und ihm für sein Wirken dankte.

Oer Kunstfalscherprozeß Hauser.

Den größten Teil der Donnerstag-Verhandlungen im Berliner Prozeß gegen Professor H a u je r und die drei Mitangeklagten Händler Borchardt, I o s e p h und R o s e n t h a l füllte die Erörterung über das raffiniert ausgeklügelte Schiebergeschast mit dem Gemälde einesalten deutschen Meisters aus, das die Angeklagten Borchardt und Joseph mit einem gewissen Spitz inszeniert hatten Leidtragen- der mar der bekannte Leipziger Physiker Professor Carolus gewesen. Carolus schilderte als Zeuge eingehend das geschickte Manöver, durch das er ge­schädigt worden war. Es war ihm schließlich ge­lungen, von Borchardt einen großen Teil der Summe, um die ihn die Männer geprellt hatten,

cay (Venezuela) der ehemalige deutsche Kampfflieger im Jagdgeschwader Richthofen, Carlos Meyer, bei einem Flug tödlich verunglückt. Meyer stand in Diensten der oenezuelischen Luft« treitkräfte und war zuletzt stellvertretender Inspek­teur und Lehrer an der militärischen Fliegerschule in Maracay. Seine Beisetzung fand auf Grund eines besonderen Erlasses des Kriegsministeriums von Venezuela mit militärischen Ehren statt. Einem die« er Tage nach Venezuela reisenden Verwandten Meyers hat der Reichsluftfahrtminister Göring als letzter Kommandeur des Richthofengeschwaders eine Kranzschleife mit den Farben des Reiches und den Zeichen der nationalsozialistischen Bewegung mitgegeben, um sie drüben am Grabe seines toten Kameraden niederlegen zu lassen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Mümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen,

scheitert.

Die Gesteinsanalysen haben bis zu 124 Penny- weight ergeben. Noch ist man in dem ganzen um­fangreichen Gebiet zur Hauptsache mit den Unter­suchungsarbeiten beschäftigt. Auf einigen kleinen Feldern zwar sieht man schon die Maschinenparks für die Ausbeutungsarbeiten, die mit den modern­sten Mitteln'der Technik in Angriff genommen wer­den sollen. Einige sind sogar schon in voller Tätig­keit anzutreffen, und überall hört man, daß die Schürfungen die kühnsten Erwartungen übertreffen. Die bisherigen Arbeiten haben im Durchschnitt einen Ertrag von 31 Gramm reinem Gold aus der Tonne Erz ergeben.

Das bisher erforschte neue Goldvorkommen m Südwest umfaßt etwa 130 Quadratkilometer. Es dürfte aber nur einen Teil des wirklichen Goldfeldes darstellen, nachdem etwa 65 Kilometer weiter west­lich ebenfalls ausgezeichneter Goldquarz gefunden worden ist. Die geologischen Verhältnisse sind un­gefähr dieselben wie im östlichen Transvaal und in Rhodesien. Südafrikanische Fachkreise nehmen an, daß in etwa Jahresfrist die Goldgewinnung m Südwest in vollem Umfang nach den Methoden desRand" ausgenommen sein wird. Schon jetzt ist Deutsch-Südwest überlaufen von einem Zustrom von Goldsuchern. Die Bodenpreise sind im Terri­torium Rehoboth außerordentlich gestiegen. Zahl- reiche Grundbesitzer weigerten sich bisher, ihr Ge­lände auch zu den höchsten Angeboten herzugeben. Die deutschen Besitzer haben, wie gesagt, in Deutsch­land versucht, Kapital aufzutreiben. Wird dieses Bemühen nicht von Erfolg sein, wird es von dem Willen der großen Goldkonzerne abhangen, m wel- chem Tempo und in welchem Umfang das Vor­kommen in Süd-West ausgebeutet wird.

Viele Deutsche aus dem Mutterlande wissen noch immer nicht, was es heißt, in einer Kolonie zu leben. Sie denken, hier fließt Milch und Honig und stellen sich ungeahnte Möglichkeiten vor. Aber es ist ganz anders. Hier sind vorerst keine goldenen Ge- legenheiten. Und was aus den Goldfunden wird, das wissen wir noch nicht. Vorerst besteht die Ge­fahr, daß die Finanzgruppen nach Gutdünken in dieseAussichten" eingreifen werden und zuhem­men" versuchen, so sie nur können. Aasgeier mästen sich. Und wir Deutsche kämpfen weiter den bitter­schweren Kampf gegen die Unbill der Dürre und der feindlichen Annexion. .

Unsere Bergwerksindustrie liegt ganz darnieder. Hier und da gute Mineralläger z. B.m der Namib, südlich des Oranje bis nördlich des Ku- neue Dann einige Kupfervorkommen im Khan- qebirqe- aber das Sinken der Kupferpreise macht die weitere' Ausbeute dieser Läger unmöglich. Dann gibt es hier Diamantenfelder: aber sie find alle außer Betrieb. Das war ein schwerer Schlag für Deutsch-Südwest. Es gibt hier Aquamarinfelder, die ,ur Zeit der Ausbeute gute Funde zeitigten. Weiter findet man hier Topase, farbige Thurmalme und Üblich von Gobabis sogar Edelkorunde und Lasur- telne. Die letzten Felder, die stillgelegt wurden, waren die großen Diamantenfelder m der Ludentz- bl£ie lohnendste Ausbeute bietet hier immer noch das Schaf und insbesondere das Kar a k u l s ch a f. Als wir 1908 unsere Karakulzucht emrichteten, war es keineswegs leicht, sich in die neue Zucht einzu-

Kleine politische Nachrichten.

Der R e i chs p r ä s i d e n t hat den Bevollmächtig­ten zum Reichsrat und Leiter der Vertretung Hes- jsens beim Reich, Ministerialrat von Zengen, □uf die Dauer des von ihm bekleideten Staatsamts gum ständigen Mitglied des Reichsaufsichtsrats für Privatverficyerung im Nebenamt ernannt.

Der Bundesführer des Stahlhelms, Reichsarbeits- minifter Franz Seldte, hat dem Reichsminister und preußischen Ministerpräsidenten General der Infanterie, Göring, anläßlich seines Geburts- liages das Ehrenabzeichen des Stahl­helms überreicht Ministerpräsident Göring hat Die Ehrenmitgliedschaft des Stahlhelms mit Dank angenommen.

Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist Vie von einigen Blättern gebrachte Nachricht, daß Vas Reichspostministerium zum 30. Januar H i t -- er-Briefmarken herausgeben wolle, u n z u- «reffend.

Die italienische Abgeordnetenkammer hat in An­wesenheit Mussolinis das Korporationsgesetz einstimmig angenommen.

Kunst und Wissenschaft.

Neuordnung

der preußischen Slaatsthealer-Verwaltung.

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, vat das preußische Staatsministerium in seiner Sitzung vom 18. dieses Monats ein Gesetz über Vie Neuordnung der Verwaltung der Staatstheater beschlossen. Danach gehen von Den Aufgaben und Zuständigkeiten des Ministe- -iums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung die Verwaltung der staatlichen Theater in Berlin (ein- chließlich des Kroll-Theaters) und die ehemaligen üaatlichen Theater in Kassel, Wiesbaden und Hannover auf den Ministerpräsidenten über. Die rforderlichen Ausführungsbestimmungen erlaßt der Ministerpräsident im Einvernehmen mit dem Mim- iter für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Der Ministerpräsident hat der Pflege des Theaterwesens ttets besonders lebhaftes Interesse entgegengebracht. Das soeben verabschiedete Gesetz über die Staats- «Heater läßt den Willen des Ministerpräsidenten er- ennen, die Neugestaltung des Theaters sw national- tozialistischen Geiste an der Stelle nut Nachdruck »urchzuführen, wo es in Fortsetzung alter preußi- cher Tradition vorbildliche Kunst zu pflegen gilt.

Deutsche Gorgen in Süd-West

23on unserem ll.-Berichlerstaiier.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Rehoboth (Deutsch-Südwest), Dezember 1933.

Wie oft ist hier im Lande schon Gold gefunden worden: wie oft wohl hat man an solche Funde die größten Hoffnungen geknüpft und wie ost ist man von dem späteren Ergebnis bitter enttäuscht gewesen. Wie oft aber sind auch vielversprechende Vorkommen aufgegeben worden, weil diese Vor­kommen nicht auf den ersten Anhieb das brachten, was man voraussetzte, die Energie der Finder ließ zu früh nach oder die vorhandenen Barmittel ge» tatteten weitere Aufschließungen nicht. Nur im Kleinen und sehr mühsam wurde hier in Deutsch- Südwest bisher das Gold gewonnen. Ich erinnere mich noch ganz gut des Herrn E. Worms, eines Wind­hukers, der auf der Farm Neuras hier bei Reho­both mit 30 bis 50 Mann mühselig schürfte, Oder des Finders Kerkhoff, der mit feinen drei Jungen täglich eine Selterflasche voll Goldkörner sand. Ganz selten sand man Stücke reinen Goldes, die ^ge­nanntenNuggets".

Nun ist das alles anders geworden, das Gold­fieber hat Deutsch-Südwest ersaht. Die Augen der an der Goldgewinnung interessierten Finanzgrup­pen sämtlicher Erdteile sind seit ein paar Wochen auch Rehoboth gerichtet, wo unter Mitwirkung deut­scher Ingenieure ein neues, außerordentlich umfang­reiches und ergiebiges Goldvorkommen entdeckt wor­den ist. Für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der früheren deutschen Schutzgebietes ist diese Tat­sache eine Zeitwende, sie eröffnet uns die glän­zendsten Aussichten. In diesem Deutsch-Südwest- Goldvorkommen ist den Gesellschaften desR a n d" (Witwatersrand, Transvaal) ein neuer unerwarteter Wettbewerb entstanden. Die südafrikanischen Gesell­schaften planen daher bereits, ohne viel Aufsehen zu erregen, im nächsten Jahre alle Felder in B e - s i tz zu nehmen. Bemühungen, in Deutschland Ka­pital zur Aufschließung der jetzt noch in deutschen Händen befindlichen Ab­ba u f e l d e r aufzubringen, sind leider bisher ge»

Das Leben der Frau ist hier in Südwest ent« behrungsreich und hart, voller Sorgen und reich an Enttäuschungen, es ist ein steter aufreibender Kampf. Die Frau findet hier gewiß mehr Schatten als Sonne. Deshalb wird sie hier auch so rar fein, denn Deutsch-Südwest leidet an einemchronischen Frauenmangel". Die Farmersfrau muß ohne weihe Frauen, und zwar ganz allein, meilenweit von anderen Farmen entfernt, ihr Leben verbringen. Es gibt hier keine Zerstreuung, Rundfunkempfang ist durchweg nicht möglich, keine gesellschaftliche Ab­wechslung, dagegen aber sehr viele Pflichten. Den ganzen Tag fordert die Farm die Frau. Der Ar­beitsplan der Wirtschaft ist unerbittlich und rück­sichtslos. Die Dienstboten, nur Farbige, sind schlecht. Die Kinder muh die Frau im siebenten Lebens­jahr abgeben, damit sie in der fernen Stadt die Schule besuchen können. Von da an sieht sie sie nur noch zweimal im Jahre. Auch gibt es keinen Arzt; keine Migräne würde ihr helfen.. Hier heißt es wirklich tapfer fein!

Es ist die Schande des Versailler Vertrages, daß die Südafrikaner nach Willkür über Deutfch-Süd- west die Hand ausstrecken konnten. Die Union hat eine Masse besitzloser W e i ß e r s ü d a f r i k a - nischer Nationalität nach Sudwestafrika geschickt und die Verwaltung angewiesen, ihnen reichliches Farmland und freigiebige Beihilfen für Hausbau, Viehkauf, Wassererschließung usw. aus­zuzahlen. Darüber hinaus wurden mehrere hundert wirtschaftlich leistungsunfähige, in allem, was zur Kultur gehört, noch weit unter der afrikanischen Norm zurückgebliebene Burenfamilien aus Angola importiert, mit Land, Vieh und Lebens­rnitteln ausgestattet, und das alles nur zu dem Zweck, das Deutschtum hier in Sudwest in bie Minderheit zu bringen. Es ist das sage» nanteAngola-Stammvieh", wie man hier sagt Diese Leute sind jetzt am Verkommen, müssen mit Regierungsmitteln vor dem Verhungern geschützt werden, fallen also dem deutschen Steuerzahler zur Last, aber sie stimmen bei den Wahlen für die süd­afrikanische Liste, und das war der Zweck der Hebung.

Alle Eisenbahntarife von Südwest nach der Union sind hoch, um den Wettbewerb hiesiger Erzeugnisse vor allen Dingen des hiesigen Schlachtviehs, au den Märkten Union zu unterbinden. Umgekehrt aber sind die Tarife von der Union nach Südwest nied­rig gehalten, so daß die Produkte der Union leicht in Südwest eingeführt werden können. Wir Süd­wester müssen den Zucker von Natal schlucken, da­mit die dortigen Zuckerfarmer ihre Absatzquote stei­gern können und die Preise halten. Man hat Sud­west geradezu zumArmenhaus der Union" gestempelt. Uns aber hat man alle Hilfs- quellen verschlossen. Die Gesamtausfuhr in diesem Jahre blieb unter der Hälfte der Ausfuhrquote von 1932. Ein nie dagewesenes Minimum. Die Staats­einnahmen finken von Tag zu Tag, und die Lasten nehmen zu. , , , . . .

So wird Südwest systematisch ruiniert Die Gegensätze zwischen der deutschstammlgen und der südafrikanischen Bevölkerung werden von Tag zu Tag lebendiger und sind eine latente Gefahr für das ganze Land. Die Deutschen besitzen Landes­erfahrung, nicht die Südafrikaner. Diese aber wer­den auf Händen getragen, obwohl sie sich täglich als ungeeignet kennzeichnen. Wir Südwester halten zum Mutterland. Möge Deutschland das nicht ver­gessen und einmal an uns denken, wenn es an der Zeit ist.

Wettervoraussage.

Mit betn Weiterzug der nördlichen Störung über Skandinavien gelangen wir unter den Einfluß ihrer Rückseite. An ihr fließt von Island her kalte Luft südwärts, die sich späterhin auch bei uns auf die Temperaturen auswirken und einen Rückgang ver­ursachen wird. Beim Eintreffen der Kultluft tritt zunächst nach wechselhafte Bewölkung auf, und ver­einzelt dürfte es zu leichten Schauern kommen, doch läßt die Niederschlagstätigkeit bei weiter ansteigen­dem Luftdruck später nach.

Vorhersage für Samstag: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, etwas kälter, nur ver­einzelte Schauer.

Vorhersage für Sonntag: Weitere Be­ruhigung und nachts Temperaturrückgang bis unter Null.

Lufttemperaturen am 18. Januar: mittags 11,1 Grad Celsius, abends 10,7 Grad; am 19. Januar: morgens 9,4 Grad. Maximum 11,6 Grad, Minimum 6,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Januar: abends 0,6 Grad; am 19. Januar: mor­gens 1,8 Grad Celsius. Niederschläge 8,6 mm. SonnenscheindauerA Stunde.

arbeiten. Alle europäischen Erfahrungen und Lehr- ysteme waren hier hinfällig, weil die ganz anders- jearteten klimatischen und geographischen Voraus- etzungen Südwestafrikas einen völlig und von Grund auf neuen Ausbau dieser Zucht erforderten. Wir lieferten in erster Linie an die großen Pelz- irmen in Leipzig, deren Hauptartikel Persianer Dar. Diese Herren tarnen öfters nach Bochara, aber ie konnten uns auch keine Ratschläge für die Zucht geben; hierin muhten wir selbst unser Lehrgeld be­zahlen. Abhilfe so vieler Fehlzüchtungen wurde durch die Regierung geschaffen, sie hat an deutschen Hochschulen (in Leipzig und in Halle) Regie­rungsbeamte ausbilden lassen, die gleich­zeitig in Europa und auf hiesigen Karakulfarmen praktische Erfahrungen sammeln mußten, diese also vorgebildeten Fachleute wurden nun die wissen- chastlichen Beiräte der Karakulzüchter, und seither ist ein merkliches Aufblühen in dieser Zucht $u verzeichnen. Das Karakulschaf ist zweifellos für Südwest geeignet; es befindet sich hier beinah ausschließlich in deutschen Händen. Alle Farmer, die Karakulschafe zielbewußt auf­züchten, haben durchschnittlich gute Einnahmen. Der Karakulzuchtverein SWA., der vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde, hat eine einheitliche Front der Karakulzüchter geschaffen und neben or­ganisiertem Absatz manche Erfahrung austaufchen können, die dem Ganzen nur gedeihlich wurde. Sehr mustergültig und wurde für uns auch die sogenannte Regierungsherde, die eine Musterherde auf diesem Gebiet darstellt. Alle Erfahrungen, die die Regierung sammelt, werden ohne weiteres den pri­vaten Züchtern unterbreitet, so daß sich jeder an Hand dieser Anweisungen zurechtfinoen kann, wenn er selbst einige Kenntnisse besitzt.

Sühne für die Ermordung des Hamburger httlerjungen Vloecker.

In Hamburg wurde unter starkem Andrang dec Öffentlichkeit und in Anwesenheit des Reichsstatt­halters im Prozeß wegen der Ermordung des Hamburger Hitlerjungen Otto B l o e ck e r das Ur­teil gefällt. Der Hauptangeklagte Fischer, der nach eigenem Geständnis die verhängnisvollen Schüsse abgegeben hat, wurde wegen gemeinschaft­lichen Mordes, wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes und wegen versuchten Totschlags zum Tode und zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Ferner wurden die Angeklag­ten Dettmer und Helbig wegen gemeinschaft­lich vollendeten Mordes zum Tode und au einer Zuchthausstrafe von je 8 Jahren verurteilt. Drei Angeklagte wurden freigesprochen. Zwei Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen von drei bzw. zwei Jah­ren. Die übrigen 20 Angeklagten bekamen Zucht- Hausstrafen von 12 bis 4 Jahren. Der Hitler- junge B l o e ck e r war bekanntlich bei einem kom­munistischen Feuerüberfall auf ein Lokal im Stadt­teil Hoheluft am 26. Februar v. I. erschossen wor­den. Ein anderer Hitlerjunge war schwer verletzt worden.

Der Ueberfall auf den Transsibirien-Expreß.

Der bereits gemeldete Ueberfall auf den sibi­rischen Expreß, wobei vier Personen getötet wurden (ein Deutscher wurde verletzt), hat in mandschurischen politischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Auf Veranlassung der mandschurischen Re­gierung soll der Bevollmächtigte des Auswärtigen Amtes in Charbin dem deutschen Konsul sein Be­dauern aussprechen und gleichzeitig betonen, daß die mandschurische Regierung alle Maßnahmen treffen wird, um die Attentäter zur Verantwortung zu ziehen. Nach privaten Meldungen sollen bei dem Ueberfall neun Personen getötet worden fein.

Neue S chreckensmeldungen aus dem indischen Erdbebengebiet.

Heber die Verheerungen, die das Erdbeben an- gerichtet hat, laufen immer neue Schreckensnachrich­ten ein. So sollen in der Stadt Darbhangha zwei Krankenhäuser eingestürzt fein. Nur einer der Kranken soll mit dem Leben davongekommen fein, die anderen 400 Kranken sollen tot unter den Trümmern liegen. Der Palast des Maharadschas in Darbhanga und der Palast seines Bruders sollen ebenfalls eingestürzt sein. Ein Basar, in dem Hun­derte van Personen zur Vorbereitung eines moha- medanischen Festes versammelt waren, st ü r z t e ein und begrub sämtliche Anwesende.

Linsturzunglück in hüll. Zahlreiche Tote und Verletzte.

Ein sechsstöckiges Lagerhaus in Hüll stürzte aus unbekannten Ursachen plötzlich zusam­men. Die Trümmer begruben 30 Personen unter

schen Arbeitsfront und der GemeinschaftKraft durch Freude" erschienen, ferner zahlreiche andere geladene Gäste. Man bemerkte u. a. den Stellver­treter des Führers, Rudolf Heß, Reichsminister Dr. Goebbels, den Führer der Deutschen Ar­beitsfront Dr. Ley, Staatssekretär F u_n k vom Propagandaministerium, Staatssekretär Schäfer vom Reichswirtschaftsministerium, SA.-Gruppen- ührer Prinz August Wilhelm von Preußen, die Ministerialräte Hanke und Laubinger vom Propagandaministerium und andere mehr. Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Var- teUung war ein großer Erfolg. Es gab oftmals Upplaus auf offener Szene.

wieder zurückzubekommen.------ - vs . .. .

Später tarnen noch die medizinischen Sachver- durch Freude , die das Theater in Regie ge- ffänhiaen au Worte Dabei stellte sich der medizi- nommen hat, wieder eröffnet. Zu der (Eroffnungs- Nische S°ch°-MMg« Pr°i- MüllerHeh auf Vorstellung waren fast all- Amt-wolter der Deut,

die deutsche Jugend um ihre Einheit ringt, inbem der Führer Adolf Hitler in seinem Neuiahrs- avunsch dem Reichsjugendführer eben vollstes Vertrauen für seine erfolgreiche Einigungs- Arbeit ausgesprochen hat und die Führer der Ju- Bend s ich zu g e me in same r Ar b e i t zus a m- mengefunden haben, derartige schmutzige An» .griffe von feiten eines Pfarrers gegen den Führer idSr deutschen Jugend erhoben werden. Gerade die «Jugend weiß, daß die gesunden Kreise in der Kirche «bemüht sind, durch die Jugend neues Leben iund neue Kräfte des Christentums für .unser Dolk auszulösen. Sie weiß diese Be­mühungen zu schätzen, begegnet ihnen mit Verständ­nis und versucht, ihnen in jeder Hlnsicht nachzu- ! kommen. Um so verantwortungsloser ist die Hand- Ilungsweise dieses Pfarrers, der durch die unver- «schämten Verleumdungen des Relchsiugendfuhrers Offensichtlich den Einigungsbestrebungen der deut- sschen Jugend entgegenarveitet. Wenn man glaubt, «dies fei für die Jugend der rechte Boden des Chn- Istentums, dann wird die Jugend sich nie auf diesen «tzoden der Lüge und Verleumdung begeben, denn Lbie Jugend steht aus dem Boden Üer Wahr- lh a f 11 g f e i t.

politischer Llebereiser.

Bor unnötigerBeunruhigung wird gewarnt!

Berlin, 17. Jan. (DNB.) Amtlich wird mit- weteilt: In der letzten Zeit gehen bei den Behörden vielfach Postkarten, Bilder und Plakate ein, in denen «ine versteckte kommunistische Propa­ganda gewittert wird. In den Haaren eines Kopfbildes will man, obwohl es sich um eine Pho­tographie handel, das Gesicht Lenins erkannt haben, in der Ohrmuschel gar ein unzüchtiges Bild. Aus geinem Plakat hat man einen eingeschlagenen Schä­del und einen Kommunistenkopf verborgen gefun­den. Freilich müßten sich die Beschauer dieses Pla­kates, das üblicherweise angeklebt oder aufgehängt ist, auf den Kopf stellen, um in den Genuß dieser Fixierbilder zu gelangen. Von zuständiger Stelle wird solchem politischen Hebereifer entgegen» getreten, durch den eine unnötige Beunru­higung der Bevölkerung hervorgerufen und berechtigte Interessen geschädigt werden. Die Dienst- «ftellen werden angewiesen, diesem sinnlosen Treiben, Las leicht zu einer gefährlichen Psychose ausarten kann, mit allem Nachdruck Einhalt zu gebieten.

Oie Aufnahme in die SA.

B e r I i n, 17. Jan. (DNB.) Auf Grund des Neu- fahrserlasses des Stabschefs gehen der Obersten SA.-Führung täglich Gesuche von ehemaligen Angehörigen der gegnerischen Parteien und Organi- ' ationen um Aufnahme in die SA. zu. Die Oberste SA.-Führung macht, wie derNSK." mitteilt, darauf aufmerksam, daß derartige Gesuche zwecklos sind. Sie bleiben in jedem Falle u n - 'bearbeitet. Gesuche um Aufnahme in die SA. können nach Aufhebung der zurZeit be- tehenden Aufnahmesperre an bie zu­ständigen örtlichen S A.» D i e n st st e 11 e n gerichtet werden. Diese Dienststellen entscheiden über bie Aufnahme in eigener Zuständigkeit. Sine Beschwerde über die Nichtausnahme in die SA. ist nicht möglich.

Oie deutschen Monatsnamen.

Berlin, 18. Jan. (DNB.) Die Frage, ob bie | bisherigen Monatsnamen burch neue, rein deutsche Bezeichnungen zu ersetzen t sink», wirb zur Zelt im Ressort des Relchsministe- k riums des Inneren geprüft. Um Irrtümern 1 und Mißverständnissen vvrzubeugen, hat f der preußische Minister des Innern die Behörden I der inneren Verwaltung durch besonderen Rund- Lrlah ersucht, dis zur endgültigen Klä- l cung dieser Frage von dem Gebrauch neuer Monatsbezeichnungen im amtlichen Verkehr a b - «usehen.