Dienstag, 18. Dezember 1954
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen)
295 Zweites Blatt
Bücher unter dem Weihnachtsbaum
im Volk, sondern an dem idealen Neuaufbau
ten
Zn der Heimat bestattet
■
ratum Der
erkennt für die Führer
deinem^ Aeihn-t einen M*1
»
Jcilius zum Major befördert" fei. Auch wurde ihm das Kommando übertragen. Der Major von Quintus Jcilius hat seinem König noch manches Jahr treu gedient und ist, als Oberst in den Ruhestand versetzt, auf seinem Gut Wassersuppe bei Rathenow gestorben. Die Familie derer von Quintus Jcilius aber hat eine Reihe tüchtiger Männer hervorgebracht, darunter auch den 1885 zu Hannover verstorbenen, durch seine Untersuchungen über das Strahlungsvermögen der Körper bekanntgeworden^n Gelehrten dieses Namens
Zeichnung der persönlichen Erlebnisse Hindenburgs. Des Verfassers Kenntnis von Hindenburgs Leben stützt sich auf Mitteilungen des Feldmarschalls selbst,
ChnstbaumschmuckundWeihnachtStand
Nicht mehr fern ist die Zeit, da wir wieder daran denken, den Tannenbaum zu putzen, der trotz aller lieben Mühe doch nie so schön wird wie damals, als wir selber noch jung waren und das Wunder erschauernd im Herzen erlebten. Ein verführerisch farbig illustrierter Aufsatz von Hanna Kronberger-Frentzen zeigt im Dezemberheft von Vel - Hagen & Klasings Monatsheften allerlei neuen Christbaumschmuck, wie er in treuer Entwicklung des Altüberlieferten neu aufzublühen begonnen hat. „In all den Wandlungen, die der Behang des Christbaumes erlebte, haben die Aepfel sich immer gleicher Beliebtheit erfreut. Auch heute noch, nach mehr als dreihundert Jahren, leuchten sie goldgelb oder rot und möglichst blankgerieben durch das dunkelgrüne Gezweig. Allerhand Backwerk hat sich bald zu ihnen gesellt: Kringel, Brezeln, Sterne, Lämmlein, Figuren aus knusperigbraunem Mürbeteig mit Rosinenaugen und Mandelverzierungen, vieles, was alte symbolische Bedeutung hat, die allmählich in Vergessenheit geriet, so daß es zuletzt nur noch „Schmuck" in des Wortes eigentlichem Sinne war. Dieses weihnachtliche Naschzeug ist nach und nach immer üppiger und vielfältiger geworden. Wie weit ist es von den einfachen Lebkuchenherzen und den Schaumkringeln der Biedermeierzeit bis zu den ausgeklügelten, in Stanniol verpackten Leckereien, mit denen nun seit Jahrzehnten in immer neuen, überraschenden Formen die Schokoladenfabriken den Markt beschicken! Nur mit unermüdlicher Entdeckerfreude und der üblichen festlichen Magenverstimmung ist es »allweihnachtlich möglich, diesen Süßigkeitswundern auch nur einigermaßen gerecht zu werden. Vieles von unserem Christbaumbehang scheint entstanden aus der Sitte, weihnachtliche Gaben, besonders Spielzeug, an den Baum zu hängen. So mögen sich jene Straßburger „Puppen" zu Weihnachtsengeln. in steif abstehendem Gewand mit langer, spitzer Taille gewandelt haben, wie es zur Barock
ifien
>'u6k
Auf dem Nordfriedhof zu Stockholm wurden die Urnen (im Vordergründe) mit der Asche der drei Polarforscher Andr 6 e, Strindberg und Fränkel, die im Jahre 1897 bei ihrem unglücklichen Ballonfluge den Forschertod im Polarois gefunden hatten und im Jahre 1930 wieder aufgefunden wurden, in einem zu diesem Zwecke errichteten Denkmal . feierlich beigesetzt.
Hochschulnachrichten.
Der Privatdozent Dr. Albert Wolfgang Schmidt von der Technischen Hochschule in Breslau ist zum ordentlichen Professor für chemische Technologie an der Technischen Hochschule in München ernannt worden.
Friedrich 't'k: Dr. ms lta (in / Anzeige^ Inhalt ber feil MO. N s-Duch- unb >
Mich in» 2,05 einsch'
1 Illustrierten ) Pf. und Soi rierten 5 Pf. r tr.2 vom
simile-Beilagen geschmückt.
Natur und Technik.
— Wilhelm Bölsche: Was muß der neue deutsche Mensch von Naturwissenschaft und Religion fordern? Preis 90 Pf. Verlag Buchholz 8z Weißwange GmbH., Berlin-Charlottenburg II. — (530) — Der bekannte Vermittler zwischen den Ergebnissen neuzeitlicher Naturerkenntnis und dem schlichten Volksverstehen nimmt hier zum ersten Mal Stellung zu der Rolle dieser Naturwissenschaft in unserer neuen deutschen Volksverbundenheit. Sie soll sich nicht nur verbrei-
Philosophie.
— Reichspressechef Dr. Otto Dietrich: $ii e philosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus. Mit einem Bilde des
zeit Mode war. Das alte „Zischgold" knistert in den Faltenröcklein und breiten Flügeln dieser „Nürnberger Christkindl". Bescheiden hatten sie da und dort noch an einem altmodischen Christbaum weitergelebt, etwas stumpf und unansehnlich neben dem neuen Tand. Dann hat man sie wieder entdeckt — waren es nicht zuerst die Künstler, die sich ritterlich dieser Flügeldamen annahmen? —, und seither entstehen sie wieder in immer größeren Mengen in Nürnberg. Genau nach der alten Überlieferung werden sie von vielen fleißigen Händen in Heimarbeit hergestellt, glitzernd und gravitätisch-steif, Wesen aus einem einfältig-frommen Weihnachts- zauoerland."
Erfolg «j bringt >Tirp*J nur
in I** ten nur M jcrh.au*
„Das verlorene Tal."
Diesen im Hochgebirge spielenden Film hat die Terra nach einem Roman von Gustav R e n k e r gedreht, und es ist hier, wie es mehrfach in letzter Zeit zu beobachten war: man merkt der Produktion die literarische Vorlage an. Die Handlung — Drehbuch und Spielleitung: Edmund Heuberger — kommt vor der Kamera etwas schwerfällig und umständlich in Gang und sammelt sich erst gegen Ende zu einer gewissen szenischen Geschlossenheit und dramatischen Steigerungen. Auch lassen sich die recht verwickelten Handlungsmotive, in denen Gegenwärtiges mit teilweise zeitlich weit zurückliegenden Elementen mischt, nicht allenthalben mit gleicher Wirkung ins Bild übersetzen, wie das im ruhigen und gegliederten Fluß einer Erzählung zweifellos möglich war. Ein entschiedener Vorzug der Spielführung: die klaren und stimmungsvollen Tier- und Landschaftsbilder. Das Interesse des Beschauers kon- zentriert sich, hierneben, gegen Ende immer mehr auf eine Liebesgeschichte, in der zwei so tüchtige Darsteller wie Matthias Wiemann und die junge blonde Marie Luise Claudius mit ruhiger Sicherheit die wichtigsten Gegenspieler bilden. Von den übrigen Mitwirkenden nennen wir Harry Hardt, Lotte S p i r a und Olaf Bach, dessen norddeutsche Mundart sich allerdings nicht recht in die gebirglerische Umwelt einfügt. — Im Beiprogramm sieht man u. a. die neue Wochenschau.
Deutsche Erzähler.
— Hans Friedrich Blunck: DerFeuer- lir g. Eine Erzählung von deutschen Siedlern in Literika. Eugen Diederichs Verlag in Jena. — (W) — Die kleine Erzählung, die als Band 15 der rn Diederichs herausgegebenen „Deutschen Reihe" schienen ist, gibt eine eindringliche Schilderung um Leben und Denken, von den Sorgen und <Mcksalen einer kleinen Gruppe deutscher Ansiedler lii Amerika, die in einen der dort nicht seltenen Äisstände verwickelt werden. Im Mittelpunkt der <mgnisse steht als dramastische Gipfelung die Be- "ffi'eibung eines Vulkanausbruchs aus dem Feuer- iia, welcher der Erzählung den Namen gab. Im Tstöhnlichen Ausklang, der einen jungen Mann iro ein Mädchen in der kleinen deutschen Gruppe j festen Lebenskameradschaft und Schicksalsgemein- fsift zusammenführt, lösen und glätten sich har- Tinifd) die mancherlei inneren und äußeren Wirr- n’e, von denen zuvor berichtet wurde.
— Helene Voigt-Diederichs: Luise. Zählung. (Die Klein-Bücherei Nr. 45) Albert Lan- g -Georg Müller, München, 1935. — (591) — Eine 1) anders schöne Liebesgeschichte ist diese ganz laichte, durch ihre Innigkeit tief bewegende Erzäh- lijg von der Liebe zweier Brüder zu einem Mädchen. Im kleinsten Kreise vollendet sich das Schick- |a von Menschen, deren festes Wesen keine Um- mge und keine Halbheit kennt, die sich nichts Der» juen. Sie ergreifen uns tief durch die Klarheit und ^'"schiedenheit, mit der sie ihren Weg zu Ende pn. Man sagt nicht zu viel, wenn man diese < ählung in die Nähe Hamsuns rückt. Es ist aber nht irgendeine Abhängigkeit, sondern eine ver- Mndte Art, die Menschen zu sehen und zu zeich- X, es ist das gleiche Blut in ihnen und der gleiche irische Himmel, der über ihren Gestalten sich vWt.
— Hermann Eris Busse, Der Vogt »an Schiltebach. Erzählung. 105 Seiten. Gestaden 1,20 Mk. Verlag C. Bertelsmann, Güters- Ic. — (585) — Eine prächtige Gestalt, dieser Vogt. 6b ist noch alter Bauernadel. Knorrig, kerzengrad i die düsteren Tannen seines Schwarzwaldes, mit h>'en Augen, klar wie Bergwasser, so freit der Kiecht Stoffel die Großbäuerin Agathe, ist nun fjrrenbauer auf dem Uhrenmichelshof und wird legt vom Schiltebachtal. Aber diesem Alemannen iij feiner großen sicheren Manneskraft will der Ingtsrorf nicht recht passen, lieber all der Plackerei ir Sippenwirtschaft und Engstirnigkeit kriegt cr's
„Dann werde ich Ihn Jcilius heißen!" Don Matthäus Becker.
Wer große König besaß unter seinen Offizieren nmchen tüchtigen Kopf, um den die Feinde ihn weideten. Der Hauptmann Karl Gottlieb Theophil ß.iichard aber war ein tüchtiger Kopf nicht nur M Offizier. Er war ein Mann mit gewandter Feder iro ein gründlicher Kenner der klassischen Literatur: nwjerhem mar er des Assyrischen und Chaldäischen nichtig, dazu des modernen Arabisch. An der alten Örioerfität Leyden hatte dem gelehrten Theophil, er Soldat geworden mar, die Aussicht auf einen k'irstuhl gewinkt: aber dann, als nicht durch feine faulb der Professoren-Talar ihm versagt geblieben ec.r, hatte er kurz entschlossen beim Regiment Her- ßi von Sachsen-Hildburghausen den Fähnrichsdegen zeiommen, um so auf andere Weise der Minerva zu innen.
Mer lateinische Fähnrich fand gerade noch Ge- ipmheit, im letzten Teil des Oesterreichischen Erb- bLi;efriegs in den Niederlanden sich rühmlich auszu- fvhnen. Dann kam der Friede, und einige Jahre beer nahm er als Hauptmann Guichard mit dem iejiment Baden- Durlach den Abschied. Der Mann W Wissenschaft mar nicht umsonst Soldat gemeßen: kiie Forschungen galten fortan dem Kriegsrnesen V. Griechen und Römer. Er begab sich zur Doll- niung eines umfangreichen Werks nach Großbri- hinten und hatte dort soeben den Schlußstrich unter te. Ganze gezogen, da kam die Kunde vom Aus- Irtid) des dritten schlesischen Krieges.
i$ür Theophil gab es kein lieb erlegen: bald lag Ig» Jnfelreich und das gesamte Kriegswesen der Riechen und Römer weit hinter ihm, er selbst aber iriifentierte sich dem großen König in dessen Winter- :mrtier zu Breslau.
!.Es ist ein großer Entschluß, den Er da gefaßt lä‘“, meinte Friedrich wohlwollend. „Sire, ich habe Icieits fünf Jahre als Offizier ..." „Weiß ich", er= irrte der König. „Ich meine das mit dem großen krischluß anders. Er will den Leuten nun nicht von lei musterhaften Kriegstaten der Alten erzählen, hs wird Er nur verantworten können, wenn Er st'«st das Muster eines Kriegers abgibt!"
!.Mir scheint, um mit Devotion so zu reden, Eure Fhjeftät verlangt das nicht nur von den Offiziers, über die Kriegskunst der Alten geschrieben ll-.en?"
iftein, er mar nicht auf den Mund gefallen, der Icuptmanrr Guichard. Friedrich hatte im Winter-
auf Unterlagen aus feiner Familie und auf Bern durch das „Büro des Reichspräsidenten". Verfasser bringt manche bisher unbekannte Züge aus diesem schon so viel durchforschten Leben, er legt ein besonderes Gewicht auf Hindenburgs weises, gütiges Menschtum, das ihm aus eigener miterlebter Anschauung vertraut ist. So wurde dieses ausführliche Lebensbild mit Liebe geschrieben und ist dazu bestimmt, ein Volksbuch zu werden. Der schöne Band ist mit 24 Bildtafeln und vier Fak-
quartter Muße für geistreiche Unterhaltung, und so behielt er den gelehrten Offizier denn in seiner Umgebung. Und als der Kömg vor Beginn des Feldzugs von 1759 ein paar Monate in Landshut verbrachte, verkürzte der schlagfertige Theophil ihm auch dort die Zeit der Untätigkeit. Auf einem Spaziergang nach Schloß Trausnitz brachte Friedrich das Gespräch auf die Schlacht bei Pharsalus und das vorbildliche Verhalten der zehnten Legion. Dabei erwähnte er rühmend eines Centurio, der, wie des Pompejus Truppen ihm in die Seite fallen wollten, schnell zur schrägen Schlachtordnung überging, den Feind überflügelte und so, des Feindes Taktik vereitelnd, Cäsars Glück den Weg ebnete.
„So denk' ich mir den Offizier", reif der König, ,/fo wie diesen Centurio Quintus Jcilius! Dergleichen geschickte Ueberflügelungstaktik ist nie wieder dage- wesen in der Geschichte."
„Majestät wollen mir die Belehrung nicht verargen: dergleichen geschickte Ueberflügelungstaktik ist sehr wohl wieder dagewesen. In meisterhafter Weise angewandt hat die schräge Schlachtordnung in Verbindung mit der modernen Phalanx derjenige, der diese Kombination ersann: König Friedrich in der Schlacht bei Leuchen."
Friedrich blieb stehen. „Ist das Verdienst des einfachen Centurio darum geringer? Guichard, komm' Er mir nicht mit Elogen!"
„Elogen?" Der gewandte Guichard spielte den Bestürzten. „3m Gegenteil: ich bedauere, Eurer Majestät erneut eine Belehrung erteilen zu müssen. Einen Centurio Quintus Jcilius hat es nicht gegeben, wenigstens nicht bei Pharsalus."
„Hat es nicht gegeben?" fragte der König überrascht. „Nein, Majestät, der Centurio hieß Quintus C a e cilius." „Um so besser, Guichard, dann werde ich Ihn Quintus Jcilius heißen. Damit ich immer weiß: der Caecilius ist der Andre. Die Namen von Jcilius, die Taten von Caecilius!"
Der gute Theophil rang diesmal vergeblich nach einer treffenden Antwort. „Guichard", sagte der König, „Er soll sich nicht ärgern Im Gegenteil: ich habe Ihn so genannt, weil Seine geistige Schlagfertigkeit mit der kriegerischen des Centurio sonst sich stets gemessen hat!"
„Jawohl — sonst!" rief der Hauptmann Guichard mit kornisch-verzweifeltem Gesichtsausdruck. „Da sehen Eure Majestät doch eben, wie sehr der Sieger von Leuthen dem Centurio aus der Schlacht von Pharsalus überlegen ist!" — „Er ist nicht klein zu kriegen!" lachte der König. Und dann setzte er noch hinzu: „Ein richtiger Quintus Jcilius!"
An einem der nächsten Tage erfuhr Guichard bei der Parole, daß „der Hauptmann von Quintus
unseres eigenen Volkes tatkräftigen Anteil nehmen. Das kann'sie aber nur, indem sie sich in Einklang setzt auch mit den tiefsten weltanschaulichen Forderungen in der Seele unseres Volkes. Sie muß sich freimachen vom Materialismus und sich versöhnen mit allen Empfindungen dieser Volksseele, also auch mit dem Kern des Religiösen.
— Heinz Rangnow: Fünfzehn Jahr- Waldläufer. Ein Buch aus Wald und Flur, mit 64 künstlerischen Naturaufnahmen von W. Krause. In Ganzleinen 5.20 Mk. Verlag Grethlein 8z Co. Nachf. G. m. b. H., Leipzig. — (623) — Rangnow will aus seinem Leben in und mit der Natur erzählen. Und das tut er in so netter Form, daß man seine Tätigkeit als Waldläufer und Tierfänger mit immer mehr steigendem Interesse miterlebt. Pflege der Tiere in einer der Natur angepaßten Umgebung führt zu immer tieferem Verständnis, zur Liebe und Achtung der Geschöpf- Gottes und zur Schonung unserer Kleintierwelt. Rangnow ist nicht nur Tierfänger, er ist Tierfreund, Tierkenner und Tierheger. Wie der Jäger sein Großwild hegt, so pflegt er die niederen Tiere des Waldes und der Tümpel, die Lurche, die Frösche, die Ameisen und was sonst da kreucht und fleucht. Wohl ist es seine Aufgabe, täglich Hunderte von Futtertieren für deutsche und ausländische Aqua«
Ächspressechefs und einem Nachwort von Alfred- fygemar Berndt. 61 Seiten. 1,50 RM. Ferdi- rnb Hirt, Breslau. —(641)— Die Schrift enthält be richtunggebenden Ausführungen des Reichs- s<siechefs der NSDAP., die er in Köln über „Die pilosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus" irnlegte. Dr. Dietrich betont, daß der National- jjahsmus nicht mit einem fertigen philosophischen Wem, das nach der Theorie gezimmert sei, an d Oeffentlichkeit treten wolle, sondern daß sich aus km nationalsozialistischen Geschehen heraus die p:losophische Begründung seiner Weltanschauung Dm selbst ergäbe. Von Kant und Fichte ausgehend, 1pIt er die Grundlinien der nationalsozialistischen Pilosophie dar. An die Stelle des individualistischen r>iß das universalistische Denken treten, an die C?lle des mechanischen das universalistische 9Belt= ftö. Alle Wissensgebiete müssen ihre Einheit aus raer Wurzel gewinnen, die dem nationalsozialisti- tim Denken zugrunde liegt und ihr Weltbild be- immt: aus der Gemeinschaft. Dr. Dietrich d Freiheit der Persönlichkeit an, d. h. des pimeinfdjaft schöpferischen Menschen. Der si! hierfür das große Vorbild.
am richtigen Ende zu fassen: Lieber den Pflugftert in der Faust als den Seidenhut zwischen den Fingern!
— Otto Ehr hart- Dachau. Bobs und Bazi. Dom Maler und seinem Hund. Roman. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. —(610) — Ein Kunstmaler geht mit seinem Hunde in die Berge. Wie jeder für sich die stille, einsame Welt erobert, wie sie gemeinsam manche Gefahr bestehen und die langen Nächte am offenen Feuer verträumen, das ist der Inhalt dieses humvrübersonnten Buches. Das Eigentliche aber steht zwischen den Zeilen und ist das Hineinwachsen eines jungen Menschen in die Natur. Der Abglanz einer Siebe färbt den Klang der Erzählung, den man bewahrt wie die Erinnerung an ein selbsterlebtes Glück.
— Fritz Kühn: Das Heilandskind. Sieben Legenden. („Das kleine Buch" Nr. 13.) 43 Seiten. Gebunden 1,10 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. —(605)— Wie wenn Kinder ihr Licht hinter die bunte Papierscheibe stellen, und die Krippe zu Bethlehem leuchtet dann in magischem Licht, so umstrahlen hier sieben Legenden das Geheimnis des Heilandskindes. Zarte Bilder einer nachfühlenden Künstlerin umschlingen die sieben weihnachtlichen Legenden.
— Die Möller von Möllenbeck. Von Lene Bertelsmann. Roman. 379 Seiten. 4,40 RM. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. — (611) — Es wird hier die Geschichte jener dreißig Kriegsjahre erzählt: Als der weißblonde Möller hilflos im Stall zwischen den Pferden starb — das war 1620; als die Magdalena Müllerin den Reitern Kurbrandenburgs selbst das letzte Korn mahlte — das war im Jahre 1630; und als der leichherzige Sohn doch noch als Schützer der Heimaterde, geleitet vom letzten Schimmel, die ewige Ruhestatt findet auf einem Totenbrett — sie hatten keinen Sarg mehr, und ‘ fein Kind schrie in der Wiege — da war's 1648 an einem Herbsttage, wo sie den Frieden etn- läuteten, auch für die Möllenbeck. Zwei Seelen birgt die Ravensberger Landschaft: Lächelnde Anmut und die Schwermut wegloser Moore, die Herbe sandiger Heide und endloser Kiefernwälder. Wie die Menschen dieses Romans ihr Schicksal leben und zwingen, das ist Wittekindart und echtes Niedersachsen- tum.
Biographisches.
— Karl Heidkamp: Friedrich Wilhelm I. Ein deutsches Vorbild mit 20 Abbildungen. Brosch. 2,40 RM. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion m. b. H. Potsdam. — (518) — Die Deutung des einzigartigen Lebens Friedrich Wilhelms in feiner ganzen Fülle und inneren Vielgestaltigkeit, die Karl Heidkamp mit feinem Buch gegeben hat, offenbart uns die außerordentlichen Lebenskräfte, die von diesem König ausgingen und sich lebendig in der deutschen Gegenwart auswirken. Eindeutig klare religiöse Verwurzelung und von da aus tiefstes Verantwortungsbewußtsein gegenüber Gott auf der einen und dem Volk auf der anderen Seite bestimmte das Leben Friedrich Wilhelms I. Nicht Familientragödien waren das Wichtigste im Leben des Königs, der ein großer und kluger Landwirt, hervorragender Soldat, vorbildlicher Kolonisator und „christlicher Staatsmann" mit letzter Konsequenz gewesen ist, sondern seine vorbildliche deutsche Gesinnung. Gerade dieses Deutschtum, das Friedrich Wilhelm mit der ganzen Kraft feiner Leidenschaft vertreten hat und mit dem er in feiner Zeit allein stand, gewinnt heute wieder Verständnis.
— Gerhard Schultz-Pfaelzer: „Hindenburg". Ein Leben für Deutschland. Verlag Ullstein, Berlin. — (613) — Diese Biographie Hindenburgs erweitert das Lebensbild zu einem Geschichtsbild, das von der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zur jüngsten Gegenwart reicht. Hindenburg hat eine Zeitspanne von ungeheurer Weite des Geschehens durchlebt. Das Buch folgt diesem gewaltigen Schicksalsbogen ebenso durch quellen- kundliche Schilderung wie durch sorgfältige Nach-
LH
Unent J4 WtüJW lUerh h; ■ iriinben > ' "Wih > unb «■ '»5*5:
°OtaU5|agt
Sri* ™irbel51* ssS
bei
$Onner5tö,.
elt tnilb unb 4'.
2-4 ®rab; am ?
Mum 8,8
*n in io, >'? Trab: am? ls'US. - Soirt
I
V na


