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Gintritt frei!

gez.: Hainbach, stellv. Kreisamtsleiter

gez.: Kloß, Kreisamtsleiter

Bür-

3um SO Todestag von Karl Hillebrand.

eine

17. Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

eit entstammen,

neue Arbeit bitten, gnädiges Fräulein?

,Du hörst doch nicht schwer, Udo!" .Deine Sekretärin? Heiliger Bim!

Wenn da deine

offen, was sie denkt. Und ob's wirklich stimmt, weiß

Si-

tun

wie

das

von ein

Es waren zwei große Tränen langsam die schma­len Wangen heruntergerieselt. Käthe wischte sie «schnell fort, «schämte sich, setzte sich still ans Fenster an den kleinen Tisch, auf dem die Schreibmaschine stand, und wartete, was er sagen würde.

man ja auch noch lange nicht.

Die beiden Inspektoren verließen die Stube. Grü­ßend, sehr höflich. Und Arndt von Berken blickte

Das ist doch der blonde Filmnachwuchs!"

Ist er jawohl!"

Seit wann werden bei euch in Berkenhofen

Filme gedreht?"

Sie ist meine Sekretärin!"

Was?"

Wie gesagt, nur ein paar Tage, dann wird's gemütlicher. Ich werde das Bureau drüben ein­richten. Es ist da ein nettes, kleines Zimmer, das nie benutzt wird. Ich habe hier einige Briefe zu diktieren. Wir können anfangen. Ach so, Fischer, was wollen Sie noch?"

Der jüngere Inspektor hatte dagestanden, hatte immerzu auf Käthe Randolf gesehen. Inspektor Graf jrnr auch wieder eingetreten.

ihnen nach. Ganz genau wußte er, was jeder den beiden dachte. Und in seine Augen kam Grübeln.

Hatte er das Mädelchen in eine verfängliche tuation gebracht?

Wieso? Käthe Randolf stand drüben im Schloß unter dem Schutz Brigittes! Das gnügte. Brigitte würde aufpaffen. Sie hielt zu ihm durch dick und dünn. Mt Bemerkungen mochte ihr ja keiner in die Quere kommen; der konnte etwas erleben.

Ja, also wir fangen an. Hier ist Papier. Drüben in Ihrem eigentlichen Arbeitszimmer richten Sie sich alles handlicher ein. Hier ist nun mal noch das

Reich Ihrer Vorgängerin. Also, es muß einstweilen gehen."

Und Arndt, wartete noch ein Weilchen, dann aber diktierte er. Und als die ersten zwei Briefe fertig waren, bei denen er übrigens Rücksicht genommen und langsam diktiert hatte, da betrachtete er unauf­fällig den gesenkten blonden Mädchenkops. Ganz kühl und kritisch betrachtete er das goldig schimmernde

davon, ihr leicht zunickend.

Draußen auf dem Hose hörte sie ihn mit irgend jemand sprechen. Kurz, befehlend. Und es war doch immer die schöne, tiefe Stimme, die sie so sehr liebte.

Käthe arbeitete! Blickte nicht mehr auf. Schrieb und schrieb. War bald genug mit den Briefen fertig, blickte unschlüssig vor sich hin. Er hatte ihr nicht I gesagt, wo sie die Briefe hinbringen sollte. Ob sie

unangenehm das wäre!

Sie dankte ihm und schlüpfte schnell an ihm vor­bei. Und jetzt j^on war sie Arndt von Berken un­endlich dar \afür, daß er sie drüben im Schloß in einem geschützten Zimmer arbeiten lassen wollte. Denn sie wußte nicht, wie sie sich dann benehmen sollte. Grob durfte sie doch ganz gewiß zu einem Inspektor nicht sein. Und vielleicht wäre hier in dieses Bureau doch dieser oder jener von den anderen

Leuten, die hier auf dem Wirtschaftshofe zu hatten, gekommen.

Käthe ging über den Hof. Und da sah sie, Herr von Berken drüben durch das Hoftor ritt.

Wie schön er zu Pferde sah! Und wie wild Pferd ausgriff!

Natürlich bin ich gern gekommen. Nach Elses Heimat fahre ich erst in drei Wochen. Da wird Der- lobung gefeiert. Die Mama hält auf alte gute Sit­ten, und es ist gut so. Es ist sehr gut, daß es noch Mamas gibt, die der guten alten Zl " und die nicht noch mit sechzig Jahren an Schlitt­schuhkonkurrenzen teilnehmen. Ja, aber Freund mei­nes Herzens, hab' ich da eigentlich recht gesehen? Wen hast du dir denn da mitgebracht aus Berlin?

Schon nach drei Wochen war es Käthe, als fci sie nie von hier weg gewesen. Ganz und gar eingelebt hatte sie sich. Und wenn sie am Abend noch ein Stückchen in den Park ging, dann dachte sie: Wie schön ist Arndt von Berkens Heimat! Wenn ich doch nie wieder hier fort brauchte! Wenn ich doch immer hier bei ihm und seiner Schwester bleiben dürste!

Er blickte sie unschlüssig an, sah sich unbehaglich! in dem kahlen Raum und meinte dann:

Wenn er stürzte? Käthes linke Hand griff nach dem Herzen.

Ich könnte es nicht ertragen, wenn ihm etwas zustieße. Schütze ihn, lieber Gott!"

Käthe ging schnell zum Schloß hinüber. Arndt von Berken aber jagte weiter. Immer weiter. Der wilde Ritt tat ihm wohl.

Käthe aber meldete sich bei Brigitte. Die sah ein bißchen erstaunt auf. Sie saß am Fenst*"- und hatte eine große Brille auf. Sie hatte ein dickes Buch auf dem Schoß liegen und schrieb da etwas hinein.

Sie wünschen, Fräulein Randolf?"

Es klang sehr freundlich.

Käthe sagte:

Schwester Brigitte dahinter kommt, gibt's was!" Sag' mal, was denkst du dir denn eigentlich?" Der andere sah ihn starr an, bann lachte er. Hör' mit Lachen auf! Du denkst nämlich falsch!

Brigitte ist vollkommen mit dem Hievsein der kleinen Randolf einoerftanben. Das heißt also so viel, daß Brigitte alles weiß unb mir dennoch vertraut."

Wundervoll umschrieben! Ist* die kleine FM' schönheit deine Geliebte ober ist sie es nicht?"

Nein!"

Brülle mich doch nicht so an! Was sind das denn eigentlich für Moden? Erst wird man freundlich eingelaben, unb bann wirb man angebrüllt. Ich reise ab!"

Udo, sei endlich vernünftig. Ich habe die Kleine lediglich aus einem gefährlichen Beruf herausneh- men wollen. Unb sie wollte auch gern heraus. Sie war nämlich nur eine kleine Filmkomparsin ver­stehst du? Unb sie hatte selber die Sehnsucht, ihren richtigen Beruf mieber ausüben zu können. Sie ist kaufmännisch ausgedilbet."

Ist bas bie Möglichkeit! Wer soll dir das denn glauben?"

,^Ich lüge nicht."

Gewiß nicht. Sonst nie! Das geb' ich zu. Don dir braucht man nie bas große Ehrenwort unb so zu verlangen. Dir hat man auch so zu glauben. Aber ich meine, wenn es sich um so ein kleines Mädel handelt, schwindelst du vielleicht doch?"

Mit dir ist nicht zu reden."

(Fortsetzung folgt!)

Ja, gnädiger Herr bas ist so eine Sache. Ich schreib' ba lieber doch mit ber Hanb."

Dann bleibt's babei. Die Herren machen mir Ihre Abrechnungen hier fertig, unb drüben wird bann alles geprüft."

Kurt Fischer, der jüngere Inspektor, blickte miß-

sprochen hatte.

Dann waren die Briefe fertig. Er blickte noch ein Weilchen auf den blonden Mädchenkopf, und dann

chcn, haben alle Amtsleiter der NSD. unb die germeifter des Kreises Gießen teilzunehmen. Erscheinen i st Pflicht!!

Heil Hitler!

K l ö ß, Kreisamtsleiter. H a i n d a ch , stellv. Kreisamtsleiter.

Käthe Randolf lächelte schwach. Und er dachte: Was für hübsche weiße Zähne sie hat? Dann ging er

troffen, um Brot für die notleidenden Volksgenossen zu sammeln. Nun warten die kleinen schwarzbraunen Pimpfe daraus, losstürmen zu dürfen unb recht viele Brote dem Jungzugführer zu bringen.

Laßt sie nicht an euren Türen stehen unb vergeblich bitten!

Es geht hier nicht nur barum, Not zu Hubern. Der Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler hat gerabe für biese Aktion ganz bewußt die Iugenb eingesetzt. Er*will besonbers die Iugenb als bie fommenbe Generation unb Trägerin des nationalsozialistischen Gedankengutes zur Volksgemeinschaft erziehen. Wir ältere Generation wollen die Jugend aber schon jetzt Volksgemeinschaft, bas heißt ben Einsatz bes einen für ben anbern erleben lassen, benn die Jugend glaubt an uns. Wir wollen diesen Glauben nicht zu schänden werden lassen und durch die Tat be­weisen:

Wir gehen mit,

Wir wollen nicht stehn,

Wir wollen keinen hungernden Bruder mehr sehn, Seine Not ist auch unsre,

Da komme, was mag,

Das gebe ihm Licht auch im dunkelsten Tag."

ASOAp. - Amt für Volkswohlfahrt.

Kreisamtsleitung Gießen.

An alle Ortsgruppen-, Stützpunkt-, Zellen- unb Blockamtsleiter ber NSD., sowie Bürgermeister bes Kreises Gießen.

würbe am 17. September 1829 geboren Carl Hillebranb, hervorragend» als Philosoph, Gelehrter unb Schriftsteller, gestorben in Florenz am 19. Oktober 1884."

Ferner würbe nach ben beiben Hillebrands (Vater und Sohn) die Hillebrand st raße benannt.

Daten für Donnerstag, 18. Oktober.

Eröffnungsfeier des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes 1934-35

Kreis Gießen

Am Freitag, dem 19. Oktober 1934, abends 8 llhr, findet in »er Volks- Halle zu Gießen die feierliche Eröffnung des Winterhilfswerkes 1934/35 ftatt, wozu alle Volksgenossen des Kreises Gießen eingeladen sind.

Redner:

pg. Klostermann

Gaubeaufiragter des WHW. pg. Haug

Zu dieser Veranstaltung werden insbesondere die Hilfsbedürftigen der Stadt Gießen und der näheren Umgebung erwartet

An der Veranstaltung nehmen weiterhin teil: SA., (5(5., Hitler-Jugend, Frauen- schäft, BdM., Arbeitsdienst, 71(5. Beamtenschaft, AS.-Hago, Kreisbetriebs- zettenabteilung mit den Betrieben usw.

Durch die freiwillige Bereiterklärung der Leitung des Stgdttheoters zur Mit­wirkung wird die Eröffnungsfeier wesentlich bereichert werden.

Zeder Volksgenosse zeigt seine Verbundenheit mit Führer und Volk durch sein Erscheinen!

Arn morgigen 19. Oktober jährt sich zum 5 0. Male ber Todestag bes früheren Gieße­ner Professors Karl Hille b ranb. Er war ber einzige Deutsche, bem auch in Italien, unb zwar in Florenz, wo er am 19. Oktober 1884 ver­starb, in bankbarer Erinnerung eine Gedenktafel an seinem bortigen Hause gestiftet würbe. An seinem hiesigen Geburtshause am Horst-Wessel« Wall 7 befindet sich bekanntlich ebenfalls Gebenktafel mit folgender Inschrift: In biesem Haufe

Haar.

Echt ist's!, buchte er befriebigt.

Käthe war fertig, legte bie Schreiben neben bie Maschine. Er nahm einige andere Notizen zur Hand, und gleich darauf war er mitten drin in einem rück­sichtslosen Diktat. Es war eine Sache, die ihn ganz ; unb gar gefangen nahm. Er sprach sehr schnell, unb Käthe schrieb unb schrieb. Der vierte Brief schien ihm nicht so wichtig; er diktierte mieber langsamer, unb vielleicht war es auch deshalb, weil er sich plötzlich besonnen, mie rücksichtslos schnell er ge-

Wenn er doch niemals heiraten würde! Wenn alles bliebe, wie es heute ist!

Käthe liebte ben hochgewachsenen Mann völlig wunschlos. Sie wollte nichts, was ihr ewig uner­reichbar bleiben mußte! Sie wollte nur hier sein dürfen. In seiner Nähe, für ihn arbeiten wollte sie, unb wenn er zusrieben mit ihr war, «bann war bas ihr schönster Lohn.

9. Kapitel.

1663: Prinz Eugen von Savoyen in Paris ge­boren (gestorben 1736); 1777: ber Dichter Heinrich von Kleist in Frankfurt a. d. Oder aeboren (gestorben 1811); 1914: Eröffnung ber Universität Frank- furt a. M.; 1933: Führertagung ber NSDAP.; Aböls Hitler:Wir wollen ben Frieben, aber mir

ging er zur Tür:

Na, nun sehen Sie, mie Sie zurechtkommen, Fräulein Randolf. Und mas ich noch sagen mollte: Sie können mit allem zu mir kommen. Wenn man

mutig drein. Nun hatte er sich so sehr gefreut, ab und zu mit diesem schönen, blonden Mädel sprechen zu können, und jetzt kam es so! _

Inspektor Graf aber dachte: Aha! Die Mittrasch sich bei Fräulein von Berken meldete?

ist gar nicht so dumm. Aber sagen darf sie nicht s Die Briefe in der Hand, verließ sie das Bureau, offen, mas sie denkt. Und ob's mirklich stimmt, weiß Inspektor Fischer machte ihr galant die Haustür auf.

Er mußte hier herumgestanden haben. Vielleicht hatte er gar auf sie gewartet. Wie häßlich, wie

Oie SA bei der Eröffnung des Winterhilfswerks.

Am morgigen Freiing, 18. Oktober, freien fäml- ljche 52L-Jorma(ionen des Standorts Gießen um 19.20 Uhr auf dem Landgrafphilippplah jum Blarfd) zur Kundgebung In der Votkshalle an. Großer Dienstanzug. Die Blarschspihe mit den zu einer Fahnengruppe vereinigten Sturmfahnen steht an der Senckenbergstrahe. Der Einmarsch in die Volkshalle erfolgt im Blarschschritt. Spielmannszüge und Blusikzüge von SA.-Forrnattonen können mit- geführt werden. Der Rückmarsch durch die Stadt er­folgt geschlossen mit Vorbeimarsch am Kriegerdenk­mal auf dem Landgraf-Philipp-Plah vor dem Stand­ortältesten.

Das Treffen der alten SA.-Kämpfer in Laubach.

Wie schon kurz berichtet, findet am kommenden Samstag und Sonntag in L a u b a ch eine Ehren­tagung der alten SA. - Kämpfer der Standarte 116 statt. Der Verlauf dieses Tref­fens wird folgender fein:

Am Samstag um 1 Uhr werden die alten Kämpfer unter Mitführung des Feldzeichens der Standarte 116 und sämtlicher Fahnen der Stand­orte von Wett er seid her in L a u b a cf) ein- marschieren. Der Musikzug von Gießen wird babei zugegen sein. Dann folgt ein Vorbeimarsch auf bem Marktplatz. Um 21.45 Uhr finbet im Schloßhof Großer Zapfenstreich mit Be­leuchtung bes Laubacher Schlosses statt. Anschließend vereinigen sich bie SA.-Kameraben zu gemütlichem Beisammensein.

Sonntag vormittag ist zunächst gemeinsamer Kirchgang mit anschließenber feierlicher Kranz- nieberlegung am Kriegerbenkmal. Im weite- ren Verlaufe bes Tages folgt Preis-Schießen und geselliges B e i f a m m e n f e i n ber Karne- raben. t , .. ....

Zu ber Ehrentagung werben nicht nur bie fuh« renbcn Persönlichkeiten ber SA. unb PO. erscheinen, sondern auch die stüheren Standartenführer zugegen jein. Das Treffen soll in dem altbewährten Geiste der SA. durchgeführt werden.

Jede Rücksicht auf körperbehinderte Volksgenossen!

DNB. Der Reichsmimster des Innern hat bie ßanbesregierungen ersucht, bafür Sorge zu tragen, baß bei polizeilichen Absperrungen unb bei ber Durchführung der Verkehrsregeluna gelegentlich von Aufmärschen, Aufzügen unb bei ähnlichen Gelegen­heiten Schwerbeschädigten durch bie Zuweisung be­vorzugter Plätze am Ranbe ber Wegbahn ober Fahr­bahn bie Möglichkeit gegeben wirb, an solchen Ver- anstattungen teilzunehmen. Auf körperbehinderte Volksgenossen, bie sich im Rollwagen ober Selbst­fahrer fortbewegen, soll jede nur mögliche Rücksicht genommen werben. .

Oie Ausstellung von Zagdpäffen.

Der Hessische Staatsminister veröffentlicht in der gestrigen Ausgabe der amtlichenDarmstädter Zei­tung" die nachstehende Zweite Verordnung über bie Ausstellung von Jagdpässen vom 16. Oktober 1934:

Auf Grund des §66 des Reichsjagdgesetzes vom 3. Juli 1934 wird mit Zustimmung des Reichs- jäqermeifters verordnet:

Artikel 1.

Jahresjagdpässe nach den Bestimmungen des Hef- fischen Jagdpaßgesetzes vom 25. März 1929 dürfen nur noch mit Gültigkeit bis zum 31. März 1935 ausgestellt werden. Die Geltungsdauer von Jahres­jagdpässen, die bereits für einen über diesen Zeit­punkt hinausgehenden Zeitraum ausgestellt sind, erlischt mit Ablauf des 31. März 1935.

Artikel 2.

(1) Für einen Jahresjagdpaß, dessen Geltungs­dauer nach Artikel 1 nicht mehr als 11 Kalender-

Hm!"

Brigitte legte mit einem merklichen Laut ber Er­leichterung bas dicke Buch auf ben Tisch.

,Za, liebes Fräulein Randolf hier, mein Wirt­schaftsbuch. Da ist so vieles liegengeblieben, was alles noch hinein muß. Ich hab' zu so etwas nie Lust gehabt. Wenn Sie sich mal ein bißchen damit beschäftigen möchten, wäre bas hübsch von Ihnen. Aber Sie können gleich ein wenig hierbleiben, bas Büro ist so kahl unb unfreundlich. Unb mein Bru­der kommt bann hierher, ba kann er seine Briefe ja gleich begutachten. Kommen Sie, hier am Fenster ist ein nettes Fleckchen. Ich gehe einstweilen mal in bie Küche."

Brigitte wußte gar nicht, wie lieb und nett sie war. Daß sie es war, die die kleine Käthe behan­delte, als gehöre bie längst mit hierher.

3a, ba können wir gleich noch eine andere Frage erledigen. Wo mochten Sie essen? Das Personal ißt für sich im großen Speiseraum unten. Die beiden Inspektoren und unsere alte gute Mamsell essen zu­sammen neben dem großen in einem kleineren Raum. Möchten Sie mit denen zusammen essen ober ziehen Sie es vor, auf Ihrem Zimmer zu speisen?"

Wenn es nicht unbescheiben ist, bann möchte ich auf meinem Zimmer essen, gnädiges Fräulein. We- nigjtens vorläufig. Sie finb mir alle so fremb, die vielen Leute, unb unb ich bin gern allein."

Na, ba ist bie Sache ja geklärt", sagte Brigitte sehr befriedigt. Dann ging sie hinaus.

Käthe aber vertiefte sich in Brigittes dickleibiges Wirtschaftsbuch.

neuen Austrieb. Im besonderen blieb der Jubilar ein treuer Hüter des Geräteturnens. W. Mills ganzes turnerisches Tun wurzelte fest im alten Jahnschen Turnen und dem Gedankenschatz des Turnvaters. Ein Vorbild war er in der Betätigung vaterländischer Gesinnung.

Bei aller glücklichen, erfolgreichen Lebensarbeit im Dienste der Allgemeinheit ist W. Will immer bescheiden geblieben. Obwohl äußeren Ehren im Grunde seines Wesens abhold, durfte er mit be­rechtigter Befriedigung die schlichten Auszeichnun­gen yinnehmen, die ihm seine Turner in dank­barer Verehrung und Hochschätzung darbrachten. Er ist Ehrenmitglied einer Reihe von Turnvereinen und wurde zum Ehrengauoberturnwart des ehe­maligen Gaues Hessen ernannt. Als dieser nach der Neuordnung aus dem bisherigen Mittelrheinkreis ausschied und dem Bezirk Gießen im neuen Turn- gau Nordhessen zugeteilt wurde, ehrte man W. Will durch Ernennung zum Ehren-Bezirksoberturn- wart und Berufung in den Gauturntag des Gaues Nordheffen. Nachdem W. Will 1926 auf dem mittel- rheinischen Kreisturnfest auf der Marksburg schon den Ehrenbrief der DT. erhalten hatte, wurde ihm auch die höchste Auszeichnung der DT., die Ehre n - urkunde, beim 100. Gauturntag des früheren Gaues Hessen im Jahr 1932 verliehen.

W. Will ist heute noch ausübender Turner, ^m Turnverein 1846 Gießen leitet er die Frauen­abteilung und konnte erst kürzlich ReichswerbewocheGesunde Frauen durch Leibes­übungen" in einem Turnstundenbild zeigen. Daß er als «siebziger hier noch erfolgreich tätig ift. uRog cs dem rüstigen Jubilar vergönnt sein, nochrecht lange der Turnfache dienen zu tonnen. Das if Geburtstagswunsch des Turneroolkes in Stadt und Land.

Achtung! Deutsche! Herhören!

Das Jungvolk sammelt am Freitag, 19.Okto­ber, für die hilfsbedürftigen Brot!

Die Bevölkerung der Stadt Gießen sowie des Greifes wird gebeten, zu diesem Zweck Brot bereit zu halten! .

heute am Donnerstag, 18. Oktober, geht das Jungvolk von haus zu haus und stellt die Zahl der am Freitag zu sammelnden Brote fest.

Denke jeder daran, daß et geben muß, wenn das werk gelingen soll!

heil Hitler!

Kreisamtsleitung der ItSB.

K h, Kreisamtsleiter.

hainbach, stellv. Kreisamtsleiter.

Eine Tat

der Volksverbundenheit!

Die Firma A. L-W. Denninghoff, Gießen, unterstüht das Winterhilfswerk des Führers mit einet Zahlung von 3000 Blatt

Die Tonwerke Abendftern geben 300 Blatt

Wer will, daß in Deutschland ein Volksgenosse hungern und frieren soll? Wer will, daß der Wunsch des Führers, daß kein Volksgenosse hungern und frieren darf, erfüllt wird, der

zeichne Spenden auf das Konto Bezitksspar- (affe Gießen 4600 ober Postscheckkonto Frank­furt a. Bl. 5979.

heil Hitler!

Kreisamtsleitung der BSV.

Kloß, Kreisamtsleiter.

h a i n b a ch, stellv. Kreisamtsleiter.

Oie Lugend sammelt Brot!

Der morgige Freitag wirb in unserer Stabt im Zeichen einer großen Brotaktion stehen. Unb wieder wird sich die Jugend mit ganzer Begeisterung für das Gelingen dieser einzigartigsten aller «Sammlun­gen einfetzen. Die Vorbereitungen sind schon ge-

Ja, meine Herren, ich denke, daß Sie bie paar öie luimen um uucm nm luuuutn. «u». »*«** Sachen, die Sie zu schreiben haben, auch mit der 'Ihnen nicht mit der nötigen Achtung begegnet, dann Hand erledigen können. Ich kann auch noch für 1 melden «Sie mir das. Ich fahre da mit einem Don= drüben eine Schreibmaschine beschaffen, so daß die ! nermetter dazwischen. Verzeihen Sie, aber das heißt alte hierbleiben kann. Lieber Graf, «Sie können doch hier so!"

so ein bißchen tippen?" Käthe Randolf lächelte schwach. Und er dachte:

Herr von Berken hatte mir Briefe diktiert. Ich bin gewöhnt, sehr schnell zu schreiben. Nun bin ich fertig. § Herr von Berken aber ist fortgeritten. Darf ich um

MMMelw.

Vornan von Gert Rothberg.

Urheberrechtsschutz: Füns-Türme-Verlag, Halle (S.).

Oie Volkshalle wird geheizt!

Heil Hitler!

Kreisamtsleitung der 716>V.

An ber am Freitag, 19. Oktober, abenbs 8 Uhr, in ber Volkshalle zu Gießen ftatfinbenben Eröff­nungsfeier des Winterhilfswerks für den Kreis xtuui| jjiuti.xvn ivumn vtm u««vuv^ **w~ *r*- Eießen, bei der der Pg. Klostermann, sowie lassen uns nicht als Nation zweiten Ranges be- der ©aubeauftragte des WHW. Pg. Haug spre->handeln!".__________