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Ober-Hessen

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Steuerermäßigungen sürZnstandsetzlings und Ergänzungs-Arbeiten.

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er-Jubiläum in der Gieße-

Verbandstag desHessischenBäckerhandwerksinAlsfeld

goldenes Priesterjubiläum. Entsprechend der Weihe des Tages findet Mittwoch, Donnerstag und Frei­tag, abends 8.15 Uhr, in der Pfarrkirche ein feier­liches Triduum in Form dreier von einem Domi­nikanerpater gehaltenen Predigten statt. Das Tri­duum findet feinen würdigen Abschluß in einer Ge­neralkommunion der ganzen Pfarrei und dem Ju­belgottesdienst am Sonntag, dem 22. Juli. Am Nachmittag findet ein Festakt im Vereinshause statt. Auf Leben und Wirken des Jubilars behalten wir uns noch vor zurückzukommen.

** A l s Fleisch beschau er verpflichtet. Der Tierarzt Wilhelm Martin Zimmer zu Gie­ße n wurde als Fleischbeschauer für ine Stadt Gie­ßen verpflichtet.

** Promenaden-Konzert des Stadt- theater-Orchesters. Wegen der Bespielung

Bezüglich der Steuervergünstigungen für Jn- standsetzungsarbeiten und Ergänzungsarbeiten an Gebäuden muß ein Unterschied gemacht werden, je nachdem es sich um die Auswirkung des Gesetzes

1?' Znli 1933 oder der Verordnung vom 20. April 1934 handelt.

Steuervergünstigungen für Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiken an Betriebsgebäuden.

Gemäß dem Gesetz über Steuererleichterungen vom 15. Juli 1933 wirken sich solche Arbeiten auf die Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer aus. Diese beiden Steuern werden aber nur für die Steuerabschnitte ermäßigt, welche nach dem 30. Juni 1933-unb vor dem 1. Januar 1935 enden, und zwar um 10 v. H. des Betrages, den der Steuerpflichtige für Instandsetzung^ und Ergän­zungsarbeiten an Betriebsgebäuden aufgewendet Han Damit aber eine Steuervergünstigung Platz greift, müssen folgende drei weiteren Voraussetzun­gen erfüllt sein:

holischen Kirche. Am 20. Juli be­geht der Hochwürdige Herr Ehrendomherr Geistliche Rat und Dekan, Pfarrer Johannes Bayer sein

+ Alsfeld, 17. Juli. Am vergangenen Sams- tag und Sonntag hielt der Zweigverb anb Hessen des ZentralverbandesGerma­nia" Deutscher Bäckerinnungen in Als­feld feinen diesjährigen ordentlichen Ver­bandstag ab, zu welchem zahlreiche Vertreter des hessischen Bäckerhandwerkes aus allen Teilen des Hesfenlandes erschienen waren; ebenso war der Präsident des Germania-Verbandes aus Berlin an­wesend. Die Stadt hatte zu Ehren der Gäste reichen Flaggenschmuck angelegt.

Die Arbeitstagung begann am Samstagnachmit­tag mit einer Sitzung des Vorstandes im Hessischen Hof", an die sich eine Besprechung der Obermeister anschloß. Sie war der Erledigung des geschäftlichen Teiles des Verbandstages gewidmet.

Abends fand im großen Saale desDeutschen Hauses" ein Bunter Abend statt, der einen bis auf die letzte Ecke gefüllten Saal sah. Das reichhaltige Programm bot eine Fülle sehr guter Darbietungen. Vom Gießener Stadttheater wirkten dabei die Herren Vieren und Wrede mit. Ober­meister Karl Klingelhösfer (Alsfeld) begrüßte die Gäste.

Die Verbandstagung begann am Sonntagmorgen, sie war recht gut besucht und fand im großen Saale desDeutschen Hauses" statt. Das Trompeterkorps der Alsfelder Hitler-Jugend eröffnete mit Fanfaren­musik die Tagung. Der Verbandsführer Stein­mann hielt die Eröffnungsansprache. Obermeister Klingelhösfer (Alsfeld) begrüßte die Teil­nehmer im Namen der Alsfelder Bäckerinnung.

Bürgermeister Dr. Dölsmg

überbrachte die Grüße der Stadt Alsfeld, wobei er insbesondere daraus hinwies, daß die Stadt Alsfeld ihrer ganzen Vergangenheit nach eine Pflegestätte regen Gewerbefleißes gewesen sei, in welcher auch die Zunft der Bäcker eine angesehene Rolle gespielt habe. Das Handwerk bilde im Dritten Reiche eine Hauptsäule im ständischen Aufbau und dürfe nun­mehr wieder mit Vertrauen und voll Hoffnung in die Zukunft blicken. Er wünschte der Tagung einen vollen Erfolg. Das erste Referat hielt der

Landeshandwerksfiihrer Gamer, der sich in seinen Ausführungen mit dem neuen Handwerkergesetz befaßte. Dieses müsse die Grundlage handwerklichen Denkens und Handelns im nationalsozialistischen Staate sein. Das Hand­werk habe volles Verständnis für die Not der Zeit gezeigt. Auch bei der Organisation des Handwerks müsse das Führerprinzip angewandt werden, und nur solche dürften Führer werden, die oen wahren Nationalsozialismus in sich ausgenommen haben. Nicht diktatorische Gewalt sei das Entscheidende, sondern jeder Führer muß durch seine Tat und sein Leben zeigen, was er verlangt. Der Redner befaßte sich sodann noch mit der Frage der Preisbil-

Preußen.

Kreis Wetzlar.

CfJ V rJ?' V- Juli. Beim Gleibergfest am h»r h r d'e eingerichtete Sanitätswache von ihr«, %n.ne verschiedentlich Gelegenheit,

,-"lichkelt zu beweisen und helfend ein- x ^leiberger Jungen fiel ein ab- brockelnder Stein des Mauerwerks auf den Kopf S" e -me Fl-i,chwstnd°. Etwa ein halbes

Dutzend Insektenstiche mußten behandelt werden. Ein junger Mann von Vetzberg erlitt einen starken Nie- renkolikanfall; er wurde mit dem Sanitätsauto in ferne Wohnung verbracht. Beim Eintreffen des Gauleiters Sprenger rutschte ein Krofdorfer Bursche Lohten Platz und erlitt einen Sein« brud) davon; er befindet sich in der Klinik. Jnsqe- samt wurden 13 Fälle behandelt.

Nassau 2,3 (Oldenburg 2); Salat 2 bzw. 2,2 (Olden­burg und Bayern 2); Spinat 2,5 bzw. 3,4 (Olden­burg 2); Erdbeeren 2,7 bzw. 3,4 (Oldenburg 2).

Aus den Veröffentlichungen über Arbeitslosigkeit in Großstädten über 200 000 gewinnen wir einen Einblick in die Erfolge der von der nationalsoziali­stischen Regierung durchgeführten Arbeitsschlacht. So hatte Frankfurt a. M. am 31. Mai 1933 noch 61 875 Arbeitslose, d. h. von 1000 Frankfurter Ein­wohnern waren 111,5 ohne Arbeit. Am 31. Mai 1934 beträgt die Zahl der Arbeitslosen in Frankfurt nur noch 40 340 oder auf 1000 Köpfe der Gesamt­bevölkerung entfallen noch 72,7 Arbeitslose. Das bedeutet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Frankfurt um 34,8 v. H. in der Zeit vorn 31. Mai vorigen bis zum 31. Mai dieses Jahres.

Daten für Donnerstag, 19-Jnli.

1810: Königin Luise von Preußen in Hohenzieritz gestorben (geboren 1776); 1819: der Dichter Gott­fried Keller in Zürich geboren (gestorben 1890); 1834: der französische Maler Edgar Degas in Paris geboren (gestorben 1917).

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Leise flehen meine Lieder". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 17 bis 18 Uhr, AusstellungDas Tier im Bild". Bergschenke, 20.15 Uhr, 6. Abon­nement-Konzert der Militärkapelle.

st. Kirtorf, 17. Juli. Die hiesige Gemeinde­vertretung trat dieser Tage zu einer Sitzung zu- jammen. Der Antrag zur Herstellung einer Mauer JJ Mischen der Braugasse und der

Alsfelder Straße wurde genehmigt. Der Wirtschafts­plan für 1935 über die Waldungen der Gemeinde Kirtorf fand Genehmigung. Ebenso wurde den Vor- ^6«! einer monatlichen Beihilfe für den Jungbann <5/2/116 (Jungvolk) und verschiedenen Holzoerkaufs- oertragen aus dem laufenden Wirtschaftsjahr zu- r?m Anschluß an die Tagesordnung be- icyastigte sich die Gemeindevertretung in einer ein­gehenden Beratung mit dem diesjährigen Jakobi- markt am Donnerstag, 19. Juli.

Tödlicher DerkehrSunfall.

& Lauterbach, 17. Juli. Heute mittag er­eignete sich auf der Hauptstraße LauterbachHerb­stein in der Nähe des Eisenbacher Bahnhofs ein Derkehrsunfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der Riedeselsche Förster N e e b aus Eisenbach kam um die angegebene Zeit die steile Stockhäuser Straße, dem sogenannten Fuchsküppel, mit dem Fahrrad heruntergefahren und wollte die Hauptstraße rechtwinklig überqueren, um nach seiner Wohnung bei Schloß Eisenbach zu fahren. In dem gleichen Augenblick kam aus Richtung Lauterbach ein mit mehreren Personen besetzter Personen­wagen angefahren. Ein Zusammenstoß war, da beide Fahrer nicht mehr rechtzeitig halten konnten, unvermeidlich. Der dabei tödlich verunglückte Forst­mann wurde vom Auto noch 15 bis 20 Meter mit« geschleift und war, orts der Wagen zum Stehen kam, bereits tot. Die sofort herbeigerufene Gerichts­kommission stellte mit Kreisarzt Burger die Einzel­heiten des tragischen Unfalls fest; die Schuldfrage ist allerdings noch nicht völlig geklärt. Der so jäh aus dem Leben Gerissene war ein von seinen Vor­gesetzten wie auch von seinen Mitmenschen sehr ge­schätzter Forstbeamter.

Landkreis Rieften.

in früheren Zeiten das Einnehmen besserer Vor­derplätze als ein gewissermaßen selbstverständliches Vorrecht der Begüterten oderVornehmen" an, war es bei einem gesteigerten Kirchenbesuch in ge­wissem Sinne notwendig, sich durch Ankauf eines Platzes eine gute Sitzgelegenheit für die Dauer des Gottesdienstes zu sichern, so können heute beide Gründe nicht mehr als stichhaltig und im Zeichen der Volksgemeinschaft erst recht nicht mehr als zeitgemäß gelten.

* Obbornhofen, 18.Juli. Die 15 Jahre alte Frieda Peter von hier erlitt durch einen unglück­lichen Sturz erhebliche Verletzungen am lin. k e n Knie und mußte in die Chirurgische Klinik in Gießen eingeliefert werden.

* Bellersheim, 17. Juli. Gegenwärtig be­unruhigt wieder einmal ein Einbrecher die Be­völkerung unseres Ortes. In der Posthilfsstelle wurde zum zweiten Male einaebrochen und Geld gestohlen, einem Arbeiter, der feine ersparten Gel­der in einem Schrank aufbewahrte, wurden diese Ersparnisse ebenfalls gestohlen, ein Landwirt ver­mißt aus seiner Räucherkammer einen schweren Schinken, einem anderen wurden Kartoffeln aus dem Keller gestohlen. Von dem Täter, der mit den örtlichen Verhältnissen sehr gut vertraut zu sein scheint, fehlt noch jede Spur.

Kreis Frievberg.

* Bad-Nauheim, 17. Juli. Am Montag' hielt der als Bienenzuchtschriftsteller bekannte Pfar­rer i. R. A i f cf) im Kerckhoff-Jnstitut einen Vor­trag über den Honig als Kraftquelle für das Herz. Er war von über 400 Personen, darunter vielen Kurgästen, besucht. Der Vortrag knüpfte an das an, was vor einem Jahre auf dem deutschen Jmkertag in Bad-Nauheim Professor Dr. med. Koch zu dem gleichen Thema gesagt hatte und war im Auftrage der Reichsfachgruppe Imker von dem Vortragenden mit Bildern ausge­stattet. Mit großer Spannung lauschten alle Zu­hörer den Tatsachen, aus denen hervorgeht, daß der Honig ein geradezu vollkommener natürlicher Herzbetriebsstoff ist, der durch seinen Reichtum an Traubenzucker den Herzmotor speist, durch seine Phosphate die Herztätigkeit unterützt und sie durch Kalzium anregt. Dazu kommt, daß seine Fermente aue Mehlspeisen so umwandeln, daß sie schon halb verdaut genossen werden, und daß der im Honig enthaltene Zucker schon in die Form übergeführt ist, die der Körper ohne jede weitere Arbeitslei­stung ohne weiteres vom Magen aus in den Blut­kreislauf aufnimmt. Als Beweis dafür, wie sehr die Sportsleute diese Tatsachen ausnutzen, um die Erschöpfungszustände, die sie anfallen, schnell zu überwinden, wurde ein Bild des Bienenstandes ge­zeigt, den sich der Weltboxer Max Schmeling in seinem Heim am Scharmützelsee in der Mark an­gelegt hat. Viele Fragen, die aus den Kreisen der Zuhörer gestellt wurden, brachten noch ein Zu­sammensein über die Zeit des Vortrages hinaus zustande.

Kreis Schotten.

* Wetferfeld, 16. Juli. Heute morgen stürzte der Wärter Karl Trapp von hier auf der Straße WetterfeldGießen, als er nach feiner Arbeitsstätte in Gießen fahren wollte, vom Fahrrad. Er erlitt verschiedene innere und äußere Verletzun- g e n, so daß er nach der Chirurgischen Klinik in Gießen verbracht werden mußte.

Kreis Alsfeld.

des Kurtheaters Bad-Nauheim fällt das Promena­denkonzert am heutigen Mittwoch aus und wird auf morgen, Donnerstag, verschoben. Beginn um 20 Uhr, Ende 21 Uhr. Die Leitung hat Konzertmeister K e r z i s n i k. Programm:Deutschlands Waffen­ehre", Marsch (Blankenburg; Ouvertüre zur Ope­rette:Der Zigeunerbaron" (I. Strauß);Rosen aus dem Süden", Walzer (I. Strauß); Fantasie über die OperCavalleria rusticana" (Mascagni); Paraphrase über dieRosenlieder" (Eulenburg); Potpourri aus der OperetteLand des Lächelns" (Lehär);Der Rose Hochzeitszug", Charakterstück (Morena);Seid einig", Marschpotpourri (Mo- rena).

** Sonderzüge zum 116er-Tag in Gießen. Der Verkehrsausschuß für den am kom­menden Samstag und Sonntag stattfindenden 116er- Tag in Gießen bittet uns, darauf hinzuweisen, daß die Fahrpläne für die Sonderzüge zum 116er-Tag an allen Bahnhöfen einzusehen sind. Extrafahrpläne gehen den Vereinen außerdem zu.

D i e Wasserversorgung in den Kleingärten. Das Gas- und Wasserwerk teilt in Erwiderung auf ein gestern von uns veröffent­lichtesEingesandt" mit, daß die Maßnahmen zur Einschränkung des Wasserverbrauchs, besonders aber die Beschränkung des Wasserverbrauchs in den Kleingärten, wieder aufgehoben werden konnten. Die Sperrung der Wasserzufuhr für Kleingärten erstreckte sich lediglich auf drei Tage (Freitag, Sams­tag und Sonntag). In Anbetracht dessen, daß auch weiterhin mit heißen Tagen zu rechnen ist, emp­fiehlt das Gas- und Wasserwerk, mit dem Leitungs­wasser nicht verschwenderisch umzugehen, da sich in anderem Falle Zwangsmaßnahmen nicht vermeiden ließen. Es ist notwendig, die Anordnungen des Gas- und Wasserwerks zu beachten.

** Der Xintenftift im Auge. Wie von ärzlicher Seite berichtet wird, haben in letzter Zeit Verletzungen durch den Tintenstift zu schweren Schädigungen des menschlichen Auges geführt. Die Chemie lehrt, daß die Anilinfarbe des Tintenstiftes ein Methylviolett ist, das die Eiweißstoffe des Ge­webes verflüssigt und rasch in die Tiefe dringt. Der gefährliche Stoff kann auch bis zum Augenhinter­grund Vordringen; Komplikationen können zur Blindheit führen. Zur Heilung empfiehlt man die gehörige Entfernung der Tintenstiftteile, darauf eine Spülung mit lOprozentigem Wasserstoffsuperoxyd oder mit 5- bis lOprozentiger Tanninlösung. Die ins Gewebe eingekeilten Fremdkörper beseitigt man durch Watte, die mit 96prozentigem Alkohol ge­tränkt ist und die den Rest auflöst.

1. Die Gesamtlohnsumme des Betriebes, dessen Inhaber die obige Steuervergünstigung für N, in Anspruch nimmt, muß in dem Steuerab­schnitt, innerhalb dessen die Jnstandsetzungs- und Erganzungsarbeiten oorgenommen worden sind, wegen welcher die Steuervergünstigung eintreten soll, mindestens um den Betrag gegenüber dem Atzten Steuerabschnitt höher sein, in dessen Höhe bie Steuerermäßigung verlangt wird. Ist die Ge- amtlohnsumme gegenüber dem letzten Steuerab- schnitt nicht in die Höhe gegangen, jo tritt eine Steuervergünstigung nicht ein; ist die Gesamtlohn- umme gegenüber Dem letzten Steuerabschnitt um weniger gestiegen, als der Betrag ausmacht, der auf Grund der Jnstandsetzungs- und Ergänzungs- arbeiten von der Steuerschuld in Abzug gebracht werden soll, so faen die Steuervergünstigung höchstens in dem Maße gewährt werden, auch wenn 10 v. H. der für die Jnstandsetzungs- und Erganzungsarbeiten aufgewendeten Summe mehr ergeben, um welchen die Gefamtlvhnfumme im oetreffenben Steuerabschnitt höher ist als im vor- ausgegangenen.

2. Material: Das Gesetz verlangt^ daß zu oresen steuerbegünstigten Jnstandsetzungs- und Er­ganzungsarbeiten ausschließlich inländi« ch e E r Zeugnisse als Mkterial verwendet wor­den sind.

ei 3 u 3 e i t p u n 11 der Ausführung d e r jnstandsetzungs- und Ergänzungsar- JJe 1W Schließlich müssen die Arbeiten nach dem 30. Juni 1933 begonnen und vor dem 1. Ja­nuar 1935 beendet worden sein.

Es sei nochmals ausdrücklich bemerkt, daß sich dlese Steuerermäßigung aus dem Gesetz vom 15. Jul: 1933 aber nur auf Jnstandsetzungs- und Erganzungsarbeiten an

gewerblichen Gebäuden, Gebäudeteilen und Belriebsgebäuden

erstreckt; sie tritt also nicht in Kraft bei Arbeiten an andwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Be- bert ° Un& Wirtschaftsgebäuben und Wohngebäu-

ofte ^Ordnung über Steuererleichterungen oom 20. April 1934 werden

alle Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten, Zuschuß gewährt worden ist, steuerlich begünstigt, und zwar wiederum in bezug auf die Einkommens» und Körperschaftssteuer.

duna im Handwerk und mit der E r z i e h u ng der Lehrlinge im Handwerk.

Hierauf sprach der

Präsident der Hessischen Handwerks­kammer Müller.

Er betonte in seinen Ausführungen hauptsächlich die soziale Seite. Das Handwerk habe die Aufgabe, diejenigen Elemente zu beseitigen, die unsozial den­ken und handeln. Die Rangordnung bestimmt sich nach Arbeit und Charakter und nicht nach der Funktion, die jemand zu erfüllen hat. Scharf wandte sich der Redner gegen die nörgelnde und unehrlich gemeinte Kritik. Zum Schluffe gab der Vortragende Erläuterungen zu Fachzeitschriften.

Anschließend erstattete der Geschäftsführer des Hessischen Zweigoerbandes, Dr. Maurer, den Geschäfts- und Tätigkeitsbericht über das abgelau­fene Geschäftsjahr und berichtete über die vor der Tagung stattgefundene Obermeisterbesprechung. Als­dann ergriff der

Präsident des Germania-Verbandes Grüßer-Berlin

das Wort. Er überbrachte die Grüße des Zentral» verbandes und sprach in gut durchdachten Ausfüh­rungen über die Zwecke und Aufgaben des Handwerks, Voraussetzung sei das gegenseitige Vertrauen und Verstehen. Eine selbstverständliche Voraussetzung für die Einführung in bas Wesen bes neuen Staates sei auch bie praktische Ertüch­tigung in ber Werkstube. Die Ausbilbung ber Lehr- finge bürfe unter keinen Umftänben leiben. Primär sei es, baß überhaupt Menschen in Arbeit unb Brot gebracht werben, sekunbär bagegen fei bie Entloh­nung nach bem Tarif. Es müsse überall Maß ge- holten werben. Die Arbeit ber Regierung bürfe von bem Bäckerhanbwerk nicht erschwert werben. Dieses habe ben ehrlichen Willen mitzuarbeiten an bem großen Aufbauwerk unseres Führers Abolf Hitler. Jeber Hanbwerker werbe bazu aufgerufen, in die­sem Sinne mitzuarbeiten. Die Kritik müsse von Ehrlichkeit getragen sein.

Das Schlußreferat erstattete der Lanbesbilbungs» referent H e i b (Darmstabt).

Im Laufe bes Nachmittags versammelten sich biß Teilnehmer im schönen Kasinogarten bei Kaffee und Kuchen, wobei die Kapelle bes Arbeitsbienstlagers Alsfelb konzertierte. Abenbs fanb eine Veranstal- tung ber Bäckerinnung Alsfelb im Gasthaus23a- terlanb" mit Konzert, Tanz unb unterhaltenben Darbietungen statt. Am Montag unternahmen bie noch anroefenben Teilnehmer ber Tagung zusam­men mit ber Alsfelber Innung einen Ausflug nach ber schönen Burg Harzberg. Die Teil-' nehmer waren von bem gastlichen Empfang unb den Schönheiten ber altertümlichen Stabt Alsfelb ehr begeistert. Es war eine in allen Teilen gut vorbereitete unb ebenso gut burchgeführte Tagung.

Llch, 17.Juli. Unter Führung von Professor Corbier besuchte gestern bas theologische Seminar Gießen etwa 25 bis 30 Damen "no Herren unser Städtchen, um bie sehenswerte 400 Jahre alte Marien st ijtskirche zu be­sichtigen. Mit großer Aufmerksamkeit folgten sie einem ihnen gebotenen Vortrage unb nahmen bann Anblick in einzelne Teile bes Gotteshauses. Beson­ders interessierten die im Chor unb an ber Süb- wanb aufgestellten prächtigen Grabbenkmäler, unter benen bas des Cuno v. Falkenstein und seiner Gemahlin Anna von Nassau (1330), ein Meisterwerk edelster gotischer Steinmetzkunst, immer wieder jeden Beichauer entzückt, und die im Renaissancestil gehal- tenen farbigen lebenswahren Standbilder ber ©ra­ten Philipp, Reinhard und Otto von Solms mit tljrcn Frauen (1548) durch ihre Schönheit hervor­ragen. Von besonderem Interesse waren bas an bem Sater bes preußisch - hessischen Zollvereins, ben Stistspfarrer Georg Frank erinnernbe, zum 400. ©eburtslage ßuthers gestiftete farbige Fenster des jublichen Seitenschiffes unb bas nur sehr selten sich finbenbc sog. Schinberbänkchen im Trep- penaufgang zur Orgel, das einen anschaulichen Be- ?eI5JorfDenkweise vergangener Zeiten bietet. Als em Kunstwerk besonderer Art wurde die aus der Barockzeit stammende mit ben Figuren ber Kirchenvater geschmückte Kanzel mit Schallbeckel berounbert, ber Moses mit ben Gesetzestafeln trägt, unb beren holzgeschnitzte Rückwanb, bie Gesetzgebung xenV®Jnat darstellenb, jetzt ein Schmuck­stück der Subwanb der Kirche bildet. Nach ber Be­sichtigung würben in ber Kirche von einzelnen Mit- ghebern des Seminars Referate über theologische Fragen gehalten unb bann die Wanderung nach ber nahen Klosterruine Arnsburg fortgesetzt.

chJ7- Auli. Unter bebeutenbem Kosten­aufwand wird gegenwärtig die im Jahre 1922 erst- mahg eingerichtete Heizung ber Marien- ftift5fir$e neu instanb gesetzt, ba sie sich all die Jahre hmburch nicht hinreichenb bewährt hat Zu diesem Zweck wird bie nörbliche Seitenkapelle

>og- Sakristei, in ber bie Heizungsanlage unter­gebracht war mehrere Meter tief ausgeschachtet, um bie Heizkessel tiefer zu legen unb so eine bessere ©irfung zu erzielen. Gleichzeitig wirb bannt ein Jtaum zur Lagerung unb bequemeren Hineinschaf- fung bes Heizmaterials geschaffen. So hofft man, den gewaltigen Kirchenraum mit einer wohligen Temperatur versehen zu können, unb auch baburch im Winter einen stärkeren Kirchenbesuch herbeizu- fuhren. Demselben Zweck bient auch eine Ver­besserung ber Sitzgelegenheiten, befonbers ber Frauenstühle im Mittel,chisf, die seither allzu schmal unb beren Rückwänbe zu steil waren Bei biesen Ausbesserungsarbeiten an ben Bänken ist auch eme seit Jahrhunberten hier wie an anberen ?.rten gebräuchliche Einrichtung beseitigt worben: bie Bezeichnung bestimmter Kirchenplätze burch Namensschilber, ber sog.Kirchenenben". Sah man

Diese Begünstigung erstreckt sich also im Gegen- >atz zu ber unter I gemäß bem Gesetz vorn 15. Juli 1933 aufgefuhrten Regelung auf Jnstanbsetzungs- und Erganzungsarbeiten an Gebäuben unb Ge- baubeteilen aller Art, also auf gewerbliche Gebäube Gebaubeteile, auf lanbwirtschaftliche, forftmirt- Wirtschafte unb Setriebsgebäube unb aUL r °^flebäube in der Stabt unb auf bem Lanbe.

Dlese Vergünstigung wirb für Jnstanbsetzunqen unb Ergänzungen gewährt, bie in Steuerabjchnit- ten liegen, welche in ber Zeit vorn 1. Januar 1934 bis zum 31. Dezember 1935 enben, unb zwar wieberum in Höhe von 10 v. H. ber Aufwenbunqen für bie vorgenommenen Arbeiten.

Die Voraussetzungen zur Herbei- s u h r u n g de rSteuervergünstigung sind ebenfalls wieder dreierlei Art:

1. Beginn und Ende der Instandsetzungen und Ergänzungen müssen in ber Zeit vom 1. Ja- nuar 1934 bis 31. März 1935 liegen. Die Aus- legung bes Begriffes ber JnstanbfetzungS- unb Er- gan^ungsarbeiten richtet sich nach bem Verkehrs- -c- ""Here Ausführungen hierüber bürsten uberfluffig fein, nachbem sich jeber Interessent im taufe bes letzten Jahres über biesen Begriff ge- nugenb informiert haben wirb. Dagegen sinb Um- bauten eines gewerblichen Gebäubes zu Wohnun- gen weiterhin ebensowenig steuerbegünstigt, wie Neubauten.

2. Nichtgewährung von Zuschüssen- Für die betreffenden Arbeiten dürfen Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln des Reiches, ber ßänber unb der Gemeinben roeber mittelbar, noch unmittelbar gewährt worben fein, also insbefonbere keine Reichszu chusse. Trotz ber Gewährung von solchen Reichszuschussen unb Zinsvergütungsscheinen nach bem Gesetz vom 21. September 1933 sinb Jnstanb- 'Otzungs- unb Erganzungsarbeiten an gewerblichen ©ebauben ober ©ebäubeteilen steuerbegünstigt.

3-r te r t al; Schließlich müssen auch hier ausschließlich mlanbische Materialien verwenbet werben, außer wenn beren Verwenbung zu einer unverhaltnismaßigen Verteuerung führen würbe oder menn solche Materialien in geeigneter Quali­tät ober Form nicht zugänglich sinb.

iÄeuHnia£ ?er ^elung nach bem Gesetz vom 15. Juli 1933 fommt es bei biefer zweiten Art ber ©teuerbegunftigung gemäß ber Verorbnung vom 20 Slpnl 1934 also vor allem nicht mehr auf bie Hohe ber Lohnsumme an. Dr. Rösler.