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Mittwoch, 18.ZulU934

Kr. 165 Zweiter Blatt

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderhesien)

Ein Musikpavillon am Andenbmgwall

°°llen Genuß des Konzertes haben. An d-m^jetzt unbedingtem Geh°r,°m^rner Dhz.pli

Don der Landesuniversität.

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt:

Zu der schon gemeldeten Unterredung zwischen dem Herrn Reichsminister R u st und dem Herrn Rektor der Universität Gießen wird weiter mitgeteilt, daß dabei hauptsächlich die Fragen des weiteren Aus­baus der Universität Gießen besprochen wurden. Der Herr Reichsminister äußerte sich sehr befriedigt über das, was er von der Universität Gießen ge­sehen und gehört hat.

Von der Pressestelle der Universität wird ferner folgendes zur Kenntnis gegeben:

Herr Lic. Karl Friedrich Euler, der sich für das Fach der Alttestamentlichen Wissenschaft und der biblischen Geschichte an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hätt am Donnerstag, 19. Juli, 16.15 Uhr, in der Kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema:Orientalistische

Da sich an der von dem Verkehrsvereinsvorstand, vorbehaltlich der Genehmigung der Stadtverwaltung, ausgewählten Baustelle eine Anzahl Anlage« wege befinden, wird es in Zukunft nicht mehr nötig fein, daß die Zuhörer sich unmittelbar um den Standort der Kapelle gruppieren, sondern sie können

vollen Genuß des Konzertes haben. An dem jetzt vorliegenden Bauplan sind nur ganz geringfügige Aenderungen vorzunehmen, die sich in der gestrigen Besprechung des Vereinsvorstandes ergeben haben. Wenn auch die Stadtverwaltung ihre Zustimmung zu dem Vorhaben bald gibt, wird schon in aller Kürze mit dem Bau begonnen werden.

Mit diesem neuen Werk bürgerlichen Gemein­sinns wird für unsere Promenadenkonzerte ein fester Mittelpunkt geschaffen, den man bisher immer vermißt hat und der den Darbietungen unserer Gießener Kapellen einen würdigen Rahmen gibt. Zugleich ermöglicht der Verkehrs­vereinsvorstand mit diesem Werk auch ein an­sehnliches Stück Arbeitsbeschaffung, bei dem eine Anzahl Volksgenossen für einige Zeit loh­nende Beschäftigung finden können.

Man muß also in doppelter Hinsicht diesen Ent­schluß des Verkehrsvereinsvorstandes dankbar be­grüßen in der Hoffnung, daß auch die Stadtver­waltung sich mit dem in allen Einzelheiten aus­reichend fundierten Plane einverstanden erklären wird, damit die Inangriffnahme des Bauprojektes rasch erfolgen kann. Man wird dann wohl vom Herbst ab Promenadenkonzerte schon von dieser Stelle aus hören können. Es besteht ferner der Plan, im Einvernehmen mit den zuständigen Män­nern unserer Gießener Kapellen die Promenaden­konzerte künftig so zu gestalten, daß an jedem Samstagnachmittag und am Sonntag­vormittag Platzmusik vom Musikpavi- l o n aus zu hören sein wird.

Dieser Tage trat abends die Gefolgschaft 1 Unter­bann 1/116 der Hitlerjugend an, um ihr neues Heim einzuweihen. Am Bergwerk liegt dieses Heim, ein einfaches Holzhaus, das in den letzten Tagen von Hitlerjungen den letzten Schliff für ein wohnliches und nettes Kameradschaftsleben erhielt.

Gefolgschaftsführer Erwin Boß hiell eine kurze

senbild zusammengefügt. Kein einzelner Held über­ragt die anderen und kristallisiert sich um seine Mitte. In endloser Folge heben die Wellen sich, wölben sich und versinken. Von Zeit zu Zeit nur glänzt eine Welle im kosmischen Sonnenblitz leuch­tender auf: das sind die kulturhistorischen, eigent­lich dichterischen Einzelbilder, die stets nach sechs historischen etwa die Handlung aus der Politik und Strategie wieder in das Reich des Ewig-Mensch­lichen führen. Da lebt Kepler auf, da glüht Fried- rich Spees franziskanisches Herz, da huscht visionär der ewige Jude durch das Werk.

In seinem wilden Kampf und Gewirr und tra­gischen Ausgang erinnert das Werk an unser Na­tionalepos, das Nibelungenlied: ein Sinn- und Schreckbild deutschen Volkstums, das so oft sich selbst zerfleischt, ein Mahnruf zur deutschen Em- heit und Würde.

Probleme im Alten Testament in der Geschichte un­serer Wissenschaft". Ebenda hält Herr Lic. Dr. Ed­mund Schlink, der sich für das Fach der Syste­matischen und der Praktischen Theologie zu habi­litieren wünscht, am Dienstag, 24. Juli, 16.15 Uhr, eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: In welchem Sinn kann von einer Erkennbarkeit göttlichen Handelns in der Geschichte gesprochen werden?"

Der Tag des Deutschen Volkstums.

Das Hessische Staatsministerium, Ministerialabtei- lung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volks­tum gibt in einem Schreiben an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstal­ten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgendes bekannt:

Aus Oer provinzialhauptstadt.

Gefiederte Freunde unserer Heimat.

Maler und Dichter haben das Abbild der deut­schen Vögel gern und kunstvoll in ihre Lieder und Gemälde verwebt. Wer könnte sich unsere Märchen ohne die Mitwirkung von Rabe und Storch, von Waldoogelsang und Kuckucksruf denken? Wie innig muß doch der deutsche Mensch mit seinen gefieder­ten Nachbarn verbunden sein, wenn er sie immer wieder zum Träger seiner Gedanken, seines from­men Glaubens und seiner abergläubischen Furcht macht? Ungemein rätselhaft ist uns das Gebaren des Kuckucks, der nicht einmal ein eigenes Nest zu bauen, nicht einmal feine eigenen Jungen aufzu­ziehen vermag. Man bezeichnet ihn alsTeufels­priester", dem allerlei Geheimkünste geläufig sind. Beim ersten Kuckucksruf des Jahres schüttele deine Brieftasche, dann wird es dir das Jahr über nicht an Barem fehlen. Oder frage nach deiner Lebens­dauer und zähle die ersten Rufe des Jahres. Dann wirst du Antwort von dem klugen, aber unfrommen Tier bekommen. Wer unter einem Baume steht, auf dem ein Kuckuck ruft, hat drei Wünsche an das Schicksal frei.

Der Kiebitz, der Kiwitt, ist der urechteste Seelen­vogel des deutschen Märchens, die Verkörperung einer Menschenseele, die keine Ruhe im Grabe fin­det, weil ihr Unrecht geschehen ist, oder weil sie Un­recht von ihren Lieben daheim abwehren will. Die Tauben sind im Aschenputtelmärchen zwar keine echten Seelenoögel mehr, aber als liebe und treue Haustiere schützen sie auch im Namen der verstor­benen Hausherrin das Aschenbrödel gegen die böfe Stiefmutter.

Als Seelenvogel darf auch der Rabe gelten, wie dasMärchen von den sieben Raben" andeutet. Allerdings übernimmt der Rabe und auch die Krähe meist nicht die Hege der Verstorbenen, sondern der verzauberten Seele. Deshalb verzaubern sich auch Hexen und Hexenmeister mit Vorliebe in Krähen. Daß die Krähe gescheit ist und das Wetter anzeigt, weiß man auf dem Lande gar wohl. Schreien die Krähen, sitzen sie scharenweise tief auf der Erde gibt es Schlechtwetter. Sitzen sie im Baumgeäst, wird's schön. Ganz entsprechend ist ja der Schwal­ben Tal- und Höhenflug zu bewerten. Wenig Vögel sind so beliebt. Des Jahres erste Schwalbe bringt dem Glück, der sie zuerst erspäht. Wenn Schwalben im Hause nisten, bedeutet es Gutes für die Familie ihres Gaftgebäudes. Vom ersten Erscheinen des viel­besprochenen Storches erwartet der Mensch vielerlei Prophezeiung. Sieht ein Mädel den ersten Storch des Jahres fliegend, so heiratet sie bald. Steht der erste Storch, den sie sieht, so bedeutet es nichts Gu­tes, deutet zugleich auch darauf hin, daß das Mäd­chen durch Faulheit das ganze Jahr nichts Gescheites zustande bringt. Klappert der erste Storch, so gibt es in der KücheBruch". Aus allen diesen Gemüts­beziehungen des deutschen Menschen zum Vogel spricht eine tiefe Vertrautheit und Liebe zur belebten Umwelt der Heimat.

gen Dichterinnen Gabriele Reuter, Helene V ö h l a u, Clara Viebig sich den aufsteigen­den Zeitproblemen zuwandten, der Frauenbewe­gung und den sozialen Fragen, leitete sie mit ihren tiefgründigen Bänden überDie Blütezeit" und denVerfall der Romantik" die neuromantische Gegenbewegung ein.

Ihr erster RomanErinnerungen von Ludolf Ursleu dem Jüngeren" (1893) schildert den Untergang des alten Patrizierge­schlechts der Ursleu und mutet vielfach an wie ein musikalisches Gegenstück zu den naturalistischen Buddenbrooks".

Am reinsten und tiefsten offenbart sich Ricarda Huchs romantisch-musikalisches Lebensgefühl in den ErzählungenAus der Triumph gaffe (1902). Eine italienische Hafenstadt (Triest), eine Gasse hoch auf dem Berge, in die ein alter romi»

Während das Lied der deutschen JugendVor­wärts, vorwärts..." in die nächtliche Stille klang, wurde die Fahne aufgezogen. Wg.

Ricarda Huch.

Zum 70 Geburtstag der Dichterin am 18 Juli Von Professor Dr. Philipp Witkop, GOS.

Ricarda Huch gilt heute wohl unumstritten als Deutschlands größte lebenöe, Dichterin. Im Jahre 1931 erhielt sie den Goethepreis der Stadt Frank­furt. In diesem Frühjahr sandte ihr Mussolini jein Bildnis und seinen Dank -für ihre Romane aus den Freiheitskämpfen Italiens.

Ihre Anfänge liegen im Zeitalter des deutschen Naturalismus. Aber während die fast gleichaltri-

Opfern und Triumphen. Wenn wir von Italiens Begrabenfein und Auferstehen singen, wird Gari- baldi hören; er steigt aus dem flutenden Schoße des Weltengottes seht, über den Felsen türmt sich sein Leib, sein Haupt umkreisen Wolken, des Ozeans blauer Ring flieht um seine Füße."

Gerade der Wechsel zwischen dithyrambischem Zuruf, zwischen klingendem Pathos und epischem Bericht entspricht dem italienischen Lebensgefühl, gibt dem Heldenlied seiner Einigung den nationa­len Klang.

Wie sein tragisches Vorspiel klingtDas Leb en des Grafen Federigo Gonfalonieri" (1910), des ersten, der die Idee des einigen Ita­lien aufgenommen, der für sie in den Kerkern des Spielberg fein Leben geopfert hat. Und um Gari­baldi und Gonfalonieri drängen sich die Charakter­köpfeAus dem Zeitalter des Risorgi­mento" (1908). Alle durchglüht die Flamme na­tionaler Kampf-, Opfer- und Todesbereitschaft. So fühlt sich das italienische Volk der Dichterin (die in erster Ehe einem Italiener, dem Arzte Ceccom ver­mählt war) dankbar verbunden. Und dem hat Mussolini vor wenigen Wochen Ausdruck gegeben, da er ihr sein Bild übersandte.

Ihrer Liebe zum deutschen Land und Volk hat Ricarda Huch Ausdruck gegeben in der wi sen- schaftlich-künstlerischen Darstellung großer deutscher Lebensschicksale:Wallenstein" (1905),F r e i- herr vom Stein" (1925), in farbig liebevollen Bildern alter deutscher Städte, ihrer Geschichte, ihrer Atmosphäre, ihrer Architektur (Im alten Reich" 1927 undNeue Städtebilder", 1929), in der tiefgründigen Deutung großer deutscher Lebens­probleme:Luthers Glaube" (1916),Der Sinn der hl. Schrift" (1919),Entpersönlichung" (1921). Eine umfassende Darstellung der deutschen Geschichte soll über diese Einzelstudien hinaus dem­nächst ein großes Gesamtbild des deutschen Wesens und Werdens geben.

Ihre dichterische Gewalt lieh Ricarda Huch der Darstellung düstersten deutschen Schicksals im Drei­ßigjährigen Krieg. Kurz vor dem Weltkrieg erschien Der große Krieg in Deutschland (1912/14) wie ein prophetisches Schreckbild des nahenden Unheils.

Eine ganze Kulturwelt zieht an uns vorüber, sämtliche Staaten des damaligen Europa, mehrere Generationen. Historisches, Kultur- und Religions­geschichtliches, Diplomatisches, Strategisches, Bio- graphisches fügt sich in zahllosen farbigen Stein­chen zum kaum noch übersehbaren Mosaikbild. Eme bewunderungswürdige Forschungskraft und -andacht hat das ungeheure Material durchstöbert, gedeutet, geordnet und zum wissenschaftlich-künstlerischen Rie-

Aus den Bekenninisschristen Mcarda Huchs.

Was suchen wir eigentlich auf der Erde anderes als Menschen? Das einzige, wonach wir mit Lei­denschaft trachten, ist das Anknüpfen menschlicher Beziehungen, nichts ist uns umgekehrt so schmerz- lich als das Auflösen derselben. Unser Glück und Unglück hängt von unseren menschlichen Beziehun­gen ab. Eltern, Geschwister, Geliebte, Kinder, Freunde, Lehrer, Jünger in diesem Kreise be­wegt sich unser Leben, wir leben nur, soweit an­dere in uns, soweit wir in anderen leben. Insofern ist das ewige Leben eine Fortsetzung des irdischen und bauen wir uns im irdischen Leben das jensei­tige Haus. Wir leben geistig nur, insofern wir gei- tig wirken, und je größer die Wirkung des Meu­chen auf andere ist, desto fester hat er ins Ewige gebaut. Der Ungeliebte, der Böse, muß als Ge- penst schweifen, weil er nirgends Heimat in Men- chen hat, die ihn lieben und beherbergen. Wie tief ist das Wort: Und ihre Werke folgen ihnen nach. Von uns selbst hängt unsere Unsterblichkeit ab: nicht von der sinnlichen Liebe, die wir erregten, nicht von der Bewunderung, die etwaigen Lei­stungen gespendet wird, sondern von dem inneren Leben, das unser Hauch ansacht, von dem erroar« menden Feuer, das von uns ausstrahlt. Das Ge- fühl, in die Seele eines anderen aufgenommen zu sein und in ihr zu wirken, kennen wir aus dem irdischen Leben als höchste Seligkeit; es ist der Himmel, wie Hölle die Finsternis des von der Liebe Ausgeschlossenen ist.

Der Sinn der Heiligen Schrift (erschienen im Insel-Verlag zu Leipzig). A

Der Vorstand des Verkehrs- und Ver­schönerungsvereins Gießen hat in er­freulicher Weise Mittel und Wege gefunden, um den schon seit längerer Zeit gehegten Plan der Er- richtuna eines Musikpavillons am Hindenourgwall nun in die Tat umzusetzen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverwaltung, deren Entscheidung hinsichtlich des Grund und Bodens und auch in bezug auf die bauliche Gestal­tung des Musikpavillons für den Verkehrs- und Verschönerungsverein ausschlaggebend ist, wurde in einer Vorstandssitzung am gestrigen Dienstag­abend die Errichtung dieses Musikpavillons b e - schlossen. Als Platz ist ein Geländestück in den Anlagen zwischen dem Stadttheater und der Johanneskirche vorgesehen, das in der Verlängerung der Plockstraße nach dem Hindenburgwall zu inmitten der kleinen Geländesenkung liegt.

hier soll ohne Beeinträchtigung des gärtnerischen Anlagenbitdes ein Musikpavillon von etwa acht Meter Durchmesser und 3,2 Meter lichter Weite (vom Fußboden bis zur Decke) errichtet werden. Der Pavillon soll für rund 50 Musiker. Raum bieten. Der Fußboden wird, um die Klang­wirkung der Konzerte nach allen Richtungen hin frei hinausdringen zu lassen, ein Meter hoch gelegt werden. Die Fundamentierung wird aus Mauerwerk geschaffen, das rundherum mit Sträuchern umgeben werden soll, um das fchöne Bild der Anlagen nicht durch ein Mauerwerk beeinträchtigen zu lassen. Der Oberbau des Pavollons wird aus acht Säulen bestehen, die ein nach dem Bauentwurf des städtischen Hoch­bauamtes geschmackvoll gestaltetes Dach tragen. Durch diese Gestaltung wird erreicht, daß der Musikpavillon nach allen Seiten hin offen ist, so daß man an jeder Stelle der Anlagen die musikalischen Darbietungen ungehindert hören kann.

pottzeibencht.

Festgenommen:

Am 16. Juli abends wurde der 23jährige Bäcker­gehilfe Hans B ö t t ch e r aus Ilmenau (Th.) we­gen eines Sittlichkeitsoerbrechens, begangen an einem noch nicht 4jährigen Kinde, feftgenommen. Böttcher, der geständig ist, wurde dem Amtsgericht zugeführt. Er kam in Untersuchungshaft.

Fahrraddiebstähle:

Herrenräder: Borussia, Fabrik-Nr. 1066335, schw. Rahmen, gelbe Felgen m. schw. Streifen, graue Bereifung, englische Lenkstange, Torpedofrei­lauf, Gepäckträger. Göricke, Fabrik-Nr. 786045. Krefto, Fabr.-Nr. unbekannt, schwarzer Rahmen, grünen Streifen, verchromte Felgen, rote Ballon­bereifung, engt. Lenkstange, Torpedofreilauf, Klotz­pedale, Kettenschutz. Marke Cito, Fabriknummer unbekannt, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen mit schwarzen Streifen, rote Bereifung, deutsche Lenk­stange mit roten Gummigriffen, braun-grünlicher Sattelschoner. Marke Miele, Fabriknummer unbe­kannt, schwarzer Rahmen, gelbe Felgen, graue Be­reifung, deutscher Lenker mit roten Gummigriffen, Torpedofreilauf, Gepäckträger. Marke Gritzner, Fa­briknummerunbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, graue Bereifung, gewöhnt. Lenkstange. Torpedofreilauf, alter Sattel. Damenräder: Marke NSU., Fabriknummer 516063, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, graue Bereifung, ge­wöhnliche Lenkstange, NSU.-Freitauf, Klotzpedale, brauner Sattel, Kettenschutz. Marke Opel, Fabrik­nummer 16366, schwarzer Rahmen, schwarze Fel­gen, graue Halbballonbereisung, gewöhnt. Lenk­stange, Radlaufgtocke, gelbschwarzes Schutznetz.

Statistisches aus Hessen-Nassau und Hessen.

Im soeben erschienenen Julihest vonWirtschaft und Statistik" werden u. a. auch die Anbauflächen für Getreide, Frühkartoffeln, Zuckerrüben und Mais in Hessen-Nassau und Hessen zu Ende des Monats Mai veröffentlicht. Die entsprechenden Zahlen lau­ten in 1000 ha für Roggen in Hessen-Nassau 140, in Hessen 51; für Weizen und Spelz 72 und 34; für Gerste 27 und 45; für Hafer 142 und 47; für Mais 0,03 und 0,06; für Frühkartoffeln 5 und 7; für Zuckerrüben schließlich 2 und 7.

Zu statistischen Zwecken werden die im Deutschen Reich angebauten Gemüsekulturen lausend auf ihre Güte hin beurteilt. Man bedient sich dabei eines Notensystems, in dem 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering und 5 sehr gering ist. Die Mitte Juni das letzte Mal vorgenommene Begutachtung ergab für Hessen - Nassau und Hessen folgende Noten: Weißkohl in Hessen-Nassau 2,9, in Hessen 3,1 (die beste Note entfällt für Weißkohl mit 2 auf Olden­burg); Rotkohl 3 für Hessen-Nassau, für Hessen 3,1 (2,5 Hannover); Wirsingkohl 2,5 bzw. 2,8 (Hamburg 2,3); Blumenkohl 3,2 bzw. 3,1 (Oldenburg 2); , Kohlrabi 2,5 bzw. 2,2 (Oldenburg 1); Zwiebeln 2,3 bzw. 2,5 (Hamburg 2); Gurken 2,8 bzw. 2,9 (Ham­burg und Oldenburg 2); Grüne Pflückerbsen 2,4 bzw. 2,9 (Hamburg 2,2); Grüne Pflückbohnen 2,6 > bzw. 2,8 (Oldenburg 2); Möhren und Karotten 2,3 bzw. 2,4 (Hamburg 1,9); Sellerie in beiden > Gebieten 2,6 (Bayern 2,4); Tomaten in beiden . Gebieten 2,5 (Hamburg 2,2); Meerrettich in Hessen-

Jungen, für die Zukunft mitzuarbeiten an den gro- ßen Aufgaben der HI. mit eben demselben Eifer, mit dem sie dieses Heim hergerichtet hätten, auch dann, wenn schwierigere Aufgaben und weniger schöne Arbeit zu leisten wären. Und wenn wir heute unsere Fahnen auf diesem Heim aufziehen, so erklärte der Gefolgschaftsführer, dann wollen wir der Bürger­schaft kundtun, daß hier oben am Bergwerk Hitler­jugend arbeitet, arbeitet für ihre Aufgaben, Pflich­ten und Ziele. Dann forderte er die Jungens auf.

VDA., Landesverband Hessen, Darmstadt, Lager- hausstrahe 7."

1'/-Millionen warten aufihreGewinner

Eine einzigartige große Gewinnaussicht bietet die dritte Arbeitsbeschaffungslotterie. Neben der hehren vaterländischen Aufgabe, noch arbeitslosen Deutschen zu Arbeit und Brot zu verhelfen, verfolgt die na­tionalsozialistisch gehaltene Lotterie den Zweck, vie­len Deutschen eine Gewinnfreude zu schenken. Sie hat, um dieser Absicht ein ehrliches Genüge zu lei­sten, von einem einzelnen großen Hauptgewinn Ab­stand genommen und damit Raum für viele mittlere Gewinne geschaffen.

1 500 000 Reichsmark werden in zwei Abteilungen dieser dritten Lotterieserie gespielt. Wer aus der Gruppe A und B je ein Los mit der gleichen Num­mer gezogen hat, besitzt natürlich ein Doppellos und erhält wenn auf feine Nummer ein Gewinn fällt das Doppelte ausgezahlt.

Nur noch kurze Zeit bieten sich diese Gewinnmög­lichkeiten. Jeder erwerbe das braune Los, ehe es zu spät ist, denn am 21. und 22. Juli findet schon die Ziehung statt.

Gefolgschaft l des Gießener Unter- Hannes der HI. weiht ein neues Heim.

scher Triumphbogen einführt, in deren verfallenen Palästen die Armut und das Elend wohnt. Ader Schmutz, Hunger, Schande, Verbrechen und ^Ver­zweiflung, die vor uns aufsteigen, sind entförpert und entrückt, sind nur wie Klänge aus metaphy- ischen Tiefen; mit einem Traum beginnt, mit einer Vision schließt die Erzählung. Traum und Wirklichkeit, Wahrheit und Märchen tönen inein­ander zurgroßen Klage des Lebens, um seine Schönheit und seine Vergänglichkeit und feine Blindheit".

Der folgende RomanVon den Königen und der Krone: (1904), stellt eine romantische Sagen- und Mythenwelt am Adrigtischen Meer mitten in die industrielle Gegenwart. In Lasko, dem Helden, der keine episch-objektive Einheit be­sitzt, sondern die lyrische Stimmungsemhell aller Volksromanzen, perlen die schmerzlich-schönen Ntt- lodien derTriumphgasse" noch einmal aus. Er ist der Sproß eines alten, verarmten Komgsge- fchlechts, der Hüter einer heimlichen Krone, der Fremdling von den Sternen".

Aus alten Volksromanzen scheint auch der Glanz und Ruhm Garibaldis aufzuklingen, des Italien., schen Volks- und Freiheitshelden, den die beiden folgenden RomaneDie Geschichten von Garibaldi" feiern,Die Verteidigung Roms" (1906) undDer K am p f um R 0 m (1907) Sie gestalten in Garibaldi den Helden und seine Berufung im Kampf mit der Welt, die Tra­gödie des Genius, die geschichtliche Notwendigkeit, die auch über ihr größtes Werkzeug unerbittlich hin- weggeht, wenn es seinen Dienst getan hat und wenn seine mythische Gröhe der unerläßlichen neuen Ordnung entgegensteht. Cavour, der Staatsmann, der Mann der Brille und Feder der schicksalsvolle Gegenspieler Garibaldis, erklärt diese tragische Not­wendigkeit des Weltverlaufs, als er Victor Ema­nuel, dem Garibaldi die Krone des geeinten Ita­liens erobert hat, zuruft:Dankbarkeit solle er Garibaldi beweisen, soviel er wolle, aber zuvor möge er ihn von der Hohe herunter, auf die das Gluck und der Genius den Mann unverhofft ge­hoben hätten, dahin stellen, wohin der Untertan gehöre Im stillen möge er Garibaldi bewundern, hi/ unbegreifliche Kraft, die ihm mnewohne, ver­ehren vorbin Augen des Volkes müsse er ihn behandeln wie der Herr den treuen Diener.

In mythischer Größe steigt Italiens Volksheld, Der Löwe der Insel", vor uns auf:Wir wollen alte Lieder fingen, um den Toten der Insel zu be­schwören. Eine Aeolsharfe wollen wir zwischen die Klippen spannen: wenn der Wind daruberfährt, wird sie von heiligen Erinnerungen tönen: von wehenden Fahnen und rasenden Schwertern, von

Der Volksbund für das Deutschtum im Ausland hat im vorigen Jahre in einer Reihe von Groß­städten durch dasFest der deutschen Schule" die Aufmerksamkeit weitester Volkskreije auf die deutsche Schule jenseits der Reichsgrenzen gelenkt. Auch in diesem Jahre soll dasFest der deutschen Schule" begangen werden und alsTag des deutschen Volks­tums" zu einem gewaltigen Bekenntnis des gesamten deutschen Volkes zu den auslandsdeutjchen Volksge­nossen gestaltet werden. Die Veranstaltung wird da­her in jeder Stadt und in jedem Dorf durchgeführt. Der Zeitpunkt ist auf den 16. September festgesetzt.

Wir ersuchen, den VDA. bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes weitgehendst zu unterstützen bzw. dort, wo noch keine VDA.-Schul- gemeinschaft oder Ortsgruppe besteht, alsbald für die Organisation der Veranstaltung Sorge zu tra- . -

gen. Auskunft über die Durchgestaltung erteilt der Ansprache an ine Gefolgschaft: Er ermahnte die