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Aus dem Buch der Geschichte

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Einführung und den ausführlichen Erläuterungen eine vollkommene Anschauung von dem heute wieder oft genannten Buch vermitteln. Gerade in den Bildern, die uns die verschiedenen Rechts­bräuche zu Beginn des 13. Jahrhunderts in drasti- cher Weise verdeutlichen, offenbart sich aufs schönste der volkstümliche Charakter des Buches, das im deutschen Rechtsleben eine so entscheidende Rolle ge­spielt und in einzelnen Teilen Deutschlands bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Geltung gehabt hat. Weit über den Kreis der Juristen hinaus wird man nunmehr Kenntnis von den Rechts- und Lebensgewohnheiten unserer Vorfahren erhalten. Das ungemein wohlfeile Büchlein ist ein willkom­menes ausgezeichnet gelungenes Seitenstück zu dem farbigenMinnesinger"-Bändchen.

Wilhelm Zimmermann, Der deut­sche Bauernkrieg, bearbeitet von Gottfried Falkner, mit 85 Holzschnitten von Karl Rössing. VerlagDas Bergland-Buch", Deutsche Vereins- Druckerei AG., Graz. (32) Obwohl wir seit kurzem eine ausgezeichnete neue Darstellung des Bauernkrieges aus sachkundiger Feder besitzen, ist diese Neuausgabe des zuerst 1841 erschienenen Buches von Zimmermann zu begrüßen. Zimmer­mann, ein schwäbischer Pfarrer, hat der Frank­furter Nationalversammlung als Abgeordneter der äußersten Linken angehört und der politischen Inter­essiertheit dieser Jahre verdankt sein Buch über den Bauernkrieg seine Entstehung. Es ist weniger eine systematisch-kritische Darstellung als eine ungemein anschauliche und eindrucksvolle Ausbreitung des ge­samten, damals vorliegenden Ouellenmaterials. Die Bearbeitung des Zimmermannschen Werkes durch Gottfried Falkner hat durch Streichung der lehr- haften Anspielungen auf die Zeit des Vormärz und durch weitere Kürzungen, eine Form gefunden, die die Lektüre dieses Werkes zu einem großen Reiz

William Somerset Maugham: Ein Stück Wege s". Südsee-Rvman. Im Pro­pyläen-Verlag, Berlin. Preis: brosch. 3,50, in Ganz­leinen 5 Mark. (152) Der Engländer ist tret uns in Deutschland vorwiegend mit etlichen effekt­vollen Theaterstücken bekannt geworden. Sein neues Buch spielt in der Südsee. Auf kleinen Seglern, die zwischen den felsigen Inseln der Südsee verkehren, am Rande des Dschungels in halb europäischen Städten und Einwohnerdörfern treffen sich Men­schen aus aller Herren Länder, sonderbare Existen­zen die das Leben in diesen märchenhaften, aber gefährlichen Weltteil verschlagen hat: verkrachte Ka­pitäne, alte holländische Pflanzer, Glücksspieler, Abenteurer, Männer und Frauen, Farbige und

Dichterin abgestimmt ist.

Karl Linnebach: Karl und Marie von Clausewitz. Ein Lebensbild in Briefen und Tagebuchblättern. Volksverband der Bücher­freunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin. (530) In der ersten Reihe der besten deutschen

Das Reichs-Telegramm-Adreß- buch (38) ist vor kurzem in 11. Auflage erschienen. Die Herausgabe erfolgt auf Grund eines Vertrages

richtige Telegrammadresse einer Firma schnell und zuverlässig festzustellen. Außerdem ist dem Werke ein Branchenregister mit Bezugsquellenverzelchnls angegliedert. Das Branchenregister ist für den Aus­landsgebrauch in die acht Welthandelssprachen übersetzt und macht das Reichs-Telegramm-Adreß- buch zu einem brauchbaren Nachschlagewerk für Firmen, Banken und Behörden im In- und Aus-

Moltke. Die Schule des Generalstabs schuf auch jenen kristallklaren, Personen und Dinge durchdrin­genden, aber bei aller scharfen Logik warmen und ungemein plastischen Stil, der die Lektüre der mili­tärischen Schriften, der Briefe und Tagebuchblatter dieser großen Soldaten zu einem ungewöhnlich hohen ästhetischen Genuß, aber weit darüber hinaus durch die ethische Haltung, die diesen Mannern die Feder geführt hat, zu Stunden innerer Sammlung und Aufrichtung macht. Clausewitz war em Schuler

Rudolf Beyer, Amtsgerichtsdirektor. Verlag von Philipp Reclam jun., Leipzig. (215)

Friedrich Markus Huebner: Schaf­fen und Ruhen. Adel der Arbeit. Sinn der Er­holung. 91 Seiten. Verlegt bei Gotthard Pefchko, Darmstadt. (248) Eine übersichtlich geglie­derte, aphoristisch sich äußernde, leicht lesbare und zu fruchtbarem Nachdenken anregende Philosophie Leibes und der Seele. Sie handelt in kurzen, kla­ren, wohldurchdachten Kapiteln von der Arbeit und vom Müßiggang, von Körperpflege und Ernäh­rungsweise, Wohnen und Geselligkeit, Tanzen und Schlafen und manchem andern; sie will ein kleiner Führer sein zu einem neuen Lebensstil, richtet sich gegen Mechanisierung, Rationalisierung und Tempo-Besessenheit" und setzt sich ein für erleb­nisreiche Arbeitsgestaltung und schöpferische Er­holung.

Ratschläge und veranschaulicht sie durch viele Bilder. Fütterungstabellen geben die Möglichkeit, das geeignete Futter nach dem jeweiligen Nähr­wert zusammenzusetzen.

Vom schlechten zum rechten Han­de l s b r i e f. Von H a n s G l o y. 22. Tausend. 70 Seiten: Kart. 1,80 RM. Hamburg, 1934. Han­seatische VerlagSLnstalt. (83)Dieses flott ge­schriebene Buch Figt anregend, rote der neuzeitliche Geschäftsbrief aussehen muß, der frei von allen Phrasen des berüchtigten Kaufmannsdeutsches persönlich wirkt, überzeugt und eine enge Verbin­dung zum Kunden schafft. Durch treffende Gegen­überstellungen weist der Verfasser auf alle Fehler und Mängel hin, die in Kaufmannsbriesen noch zu finden sind. Er gibt jedem die Möglichkeit, sei­nen Stil kritisch zu prüfen und sich eine klare, ein­fache und wirkungsvolle Ausdruckswelse anzu-

Helmut Verve: Kaiser Augustus. Insel-Verlag, Leipzig. Preis 0,80. (146) Selten haben sich die Anschauungen schon der Zeit­genossen über einen Staatsmann während seines öffentlichen Wirkens so gewandelt, selten aber auch hat die Historie einen Mann wechselvoller beurteilt als den Neffen und Nachfolger des großen Caesar, den ersten römischen Kaiser. Und tatsächlich ist das Bild des eisigkalten, nüchtern berechnenden, brutal zynischen, alle heroischen Attribute entbehrenden Jünglings Octavian, der sich nach der Ermordung Caesars mit unbeirrbarer Zielsicherheit in den Wirren des Bürgerkriegs gegenüber der weit an­ziehenderen Persönlichkeit des Antonius durchsetzte, kaum vergleichbar mit dem des erhabenen und weisen Herrschers, dessen kluge Mäßigung inner­und außenpolitisch für das römische Imperium nach den Stürmen der letzten beiden Jahrhunderte jene statische Form schuf, die für die kommenden Jahr­hunderte der Weltgeschichte ihr Gesicht gab. Die Fäden zwischen diesen beiden Polen spinnt Helmut Verve ungemein fesselnd und anschaulich.

Der Sachsenspiegel. Bilder aus der Heidelberger Handschrift. Eingeleitet und erläutert von Eberhard Freiherrn von Künßberg. Im Insel- Verlag zu Leipzig. Insel-Bücherei Nr. 347. In Pappband 80 Pf. (282) Durch die in diesen Tagen erfolgte feierliche Einweihung des Denkmals für Eike von Repgow in Reppichau ist der Name dieses anhaltischen Ritters heute wieder in vieler Munde gekommen. Wer aber kennt sein Werk, den Sachsenspiegel"? Wer hat eine Vorstellung von der besonderen Art dieses ersten deutschen Rechts­buches? Das vorliegende neue farbige Insel-Bänd­chen bringt auf zweiunddreißig Tafeln in druck- technisch bewunderungswürdiger Wiedergabe Bilder . aus dem Werke Eikes, die in Verbindung mit der

Lydia Gottschewski, seit Jahren eng mit der nationalsozialistischen Frauenbewegung ver­wachsen, läßt in I. F. Lehmanns Verlag, Mün­chen, ein Buch unter dem TitelM ännerbund und Frauenfrage" (Preis einzeln 1,20 RM., 20 Stück je 1,10 RM., 100 Stück je 1 RM.) er- cheinen, das bei allen deutschen Frauen großen Widerhall und lebhafteste Zustimmung Hervorrufen wird. Die Verfasserin geißelt mit treffenden Wor­ten die Sünden der alten Frauenbewegung libera- listisch-marxistischer Prägung. Die Verfasserin legt dann den Sinn, das Werden und das Wesen der nationalsozialistischen Frauenbewegung dar, die nicht ausschließlichen, sondernzusätzlichen" und zeitweiligen Charakter habe und die Erfüllung nicht in der eigenen Mitte suche, sondern Vorbereitung, Durchgang und Ergänzung sein wolle zu den ewi­gen Urformen der Menschheit, zu Ehe und Familie. Sie spricht weiter vom neuen Sozialismus, vom Blut- und Boden-Gedanken, von all den Proble­men, die sich im Zusammenhang mit der Berufs­tätigkeit der Frau ergeben, und legt zum Schluß ein begeistertes Bekenntnis zur Volksgemeinschaft ab.

Else Frobenius: Die Frau im Dritten Reich. Eine Schrift für das deutsche Volk. Nationaler Verlag Joseph Garibaldi Huch, Berlin-Wilmersdorf. (554) Die Verfasserin greift die Probleme und Ideen auf, die die Frauen im neuen Staat vor große Aufgaben stellen. Sie behandelt die Rasse- und Bevölkerungsprobleme, tn

D i e deutsche Volkswirtschaft der Gegenwart. (Wirtschaftslehre 4.) Don Professor Dr Friedrich Raab. Reclams Universal- Bibliothek Nr. 7231. (219) Auf Grund der neuesten Unterlagen, aber ohne Dorkenntnisse vor- auszusetzen, in. allgemeinverständlicher, sachlicher Form werden zunächst die natürlichen Grundlagen der deutschen Volkswirtschaft und die Beschaffen­heit der in ihnen wirtschaftenden Menschen geschil­dert; alsdann Gliederung und Wirksamkeit der wich­tigsten einzelnen Wirtschaftszweige, ferner die ge­rade heute in der Umbildung begriffene Rechtsord­nung des Wirtschaftslebens und schließlich die Be­ziehungen der deutschen Volkswirtschaft zu den Wirtschaften des Auslandes. Auf diese Bestands­aufnahme der'wirtschaftlichen Kräfte folgt die Schil­derung ihres Zusammenwirkens bei Erzeugung, Verteilung und Verbrauch. Auf diese Betrachungen gründet sich zum Schlüsse eine knappe Schilderung der Zukunftsaussichten und Zukunftsaufgaben der deutschen Volkswirtschaft.

Der wirtschaftliche Kreislauf und seine Gesetze. (Wirtschaftslehre 7.) Von Dr Georg Halm, o. Professor an der Universität Würzburg. Reclams Universal-Bibliothek. Nr...7234. (222) Der Verfasser sucht gemeinverständlich zu zeigen, wie die gegenwärtige Wirtschaft geord- ( net wird. Es wird nachgewiefen, daß die' Gesetze i der Preis-, Lohn-, Zins- und Rentenbildung der ; Wirtschaft wesenseigentümlich und daß sie unent- - behrlich sind, solange man grundsätzlich am Privat- eigenhun festhält. Um dies ganz klar herauszuar­beiten, stellt der Verfasser am Ende seiner Unter, suchung derVerkehrswirtschaft" einekollektivisti­sche Planwirtschaft" gegenüber und zeigt, rote in­folge der Zerstörung des Tausches und der Preis­bildung, bei Aufhebung von Privateigentum und Privatinitiative, eine solche Wirtschaft notwendig im Kommunismus enden würde. Die Ablehnung der zentraliftifch-gemeinwirtschdftlichen Experimente soll dazu dienen, die Grenzen klar erkennen zu las-1 kn, in denen die Neuordnung der entarteten kapi­talistischen Wirtschaft nach nationalsozialistischen Grundsätzen zu erfolgen hat.

_ Gaupp Stein Jonas, Kom­me n t a r z u r Z i v i l p r o z e ß o r d nu ng in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. November 1933 15- Auflage, in zwei Bänden, Lieferung 7 und 8 Subskription. Preise in der 1. Subskription (bis 31. Dezember 1933): 9,90 und 7,20 Mark, in her 2 Subskription (all 1. Januar 1934): 11 und 8 Mark (237301) Die Lieferungen 7 und 8 dieses Kommentars behandeln die Zwangsvoll- streckuna das Aufgebotsverfahren, das Schiedsge­richtsverfahren And das Einführungsgesetz zur -oMO Die Lieferung 8 bringt außerdem tm Ge- dppe das Gesetz zur Aenderung des Verfahrens in^ bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten vom 27. Df ober 1933 ferner die Bekanntmachung zur Entlastung

anschauung.

Studenten greifen an. Nationalso­zialistische Hochschulrevolution. Von Jndreas F e i - (fert. 39 Seiten. Kart. 1 RM. Hamburg 1934. Hanseatische Verlagsanstalt. (159) Feickert stellt aus unmittelbaren Erlebnissen und Erfahrun­gen Forderungen auf, die allgemeine Beachtung verdienen. Es ist der Geist der Revolution, der aus den Zeilen dieser Schrift spricht und der hier die alten Formen der Hochschulerziehung, die lebens- und volksfremd waren, anklagt. Von dem großen Umschmelzungsprozeß, der uns alle erfaßt hat und der zu einer völligen Neuordnung des Lebens auf nationalsozialistischer Ebene führen wird, glaubt der Verfasser auch heute noch die Uni­versität am wenigsten berührt. Ihre oft in jahr­hundertelanger Tradition erhärtete Form wird hier einer scharfen Kritik unterzogen. Das Ziel ist: die echte nationalsozialistische Hochschule, die eine Stätte bewußter Erziehung zu den Ideen des Na­tionalsozialismus sein soll. Studentischer Arbeits­dienst und die Frage der Kameradschaftshauser werden in ihrem gemeinschaftsbildenden. Charakter von dem Verfasser eingehend untersucht. Die poli­tische Wissenschaft, die er fordert, soll die neue Grundlage jeder akademischen Ausbildung sein. Was die Schrift vor allem auszeichnet, ist die Forderung einer charakterlichen Ausbildung und Festigung der später an verantwortlicher Stelle des Staates stehenden jungen Generation.

Hanns Arens: Befreiung der Jugend. Mit einem Geleitwort von Staats- kommiffar Hans Hinkel und einem Brief von Paul Ernst. Verlag der Breisaauer Zeitung. Freiburg i. B. (273) Eine knappe Ausein­andersetzung mit den Problemen unserer heran- wachsenden Generation; Rückblick und Ausblick in die Zukunft einer starken und gläubigen Jugend, der Schlageter ein leuchtendes Vorbild bedeutet, während Lerfchs WortDeutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!" ihrem Tun und Denken die Richtung weist.

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Johannes Haller, Reden und Auf­sätze zur Geschichte und Politik. Prem geh. 5,20 Mk. Verlag I. G. Cotta, Stuttgart. (29) Der bedeutende Tübinger Historiker, der durch seine Lehrtätigkeit vor dem Kriege auch mit unserer' Gießener Universität verbunden ist, gibt in diesem umfangreichen Bande ein ungemein farben­reiches Bild aus zwei Jahrtausenden europäischer Geschichte. Don höchstem aktuellem Interesse ist schon der einleitende Aufsatz über den Eintritt der Germanen in die Geschichte. Ungemein aufschluß­reiche und anregende Streifzüge durch alle Epochen deutscher Vergangenheit gibt der AufsatzNord und Süd in der deutschen Geschichte". Ebenso reizvoll ist die Untersuchung überdie Monarchie im Wandel der Geschichte". Andere Beiträge befassen sich mit der Reformation, der Bismarckschen Aera und dem Weltkrieg. Sie alle geben dem aufmerksamen Leser scharf gesehene, zum Nachdenken anregende Bei- piele meisterlicher historischer Essays, die besten Beweise für die Richtigkeit der Behauptung vom bildenden Wert der neueren Weltgeschichte", von dem der Verfasser in einem dieser Aufsatze selber handelt. m .

Ricarda Huch, Im alten Reich. Lebensbilder deutscher Städte. Der Norden 44 Städtebilder. In Leinen geb. 3,25 Mk. Carl Schüne­mann, Verlag, Bremen. (294) - Nun liegt auch der zweite Band jener Lebensbilder deutscher Städte vor, die den Deutschen zeigen, wie im Antlitz ihrer Städte die Geschichte des Reichs geschrieben steht. Hildesheim, Lübeck, Münster und viele andere Namen werden beschworen, Namen, mit denen glänzende und ehrwürdige Architekturen, zugleich aber große, herzbewegende geschichtliche Erinnerun­gen verknüpft sind. Wer mit Ricarda Huch durch alte Giebelgassen, durch das Dämmerlicht riesiger Dome, über hochgelegene Burgplätze wandert, dem begegnen, als wäre vergangene Zeit durch die Zauberkraft der Dichterin geweckt, Ratsherren und Richter, Kaiser und Fürsten, Ritter, Landsknechte, Soldaten deutscher und fremder Länder, Dichter, Musiker, Gelehrte. Auch dieser Band ift geschmückt mit meisterlichen Tuschzeichnunaen von Hans Meid, deren märchenhafte Anmut auf die Sprache der

der Gerichte in der Fassung vom 13. Mai 1924 so­wie das ausführliche Sachregister. Das gewichtige und gründliche Erläuterungswerk ist damit vor­läufig abgeschlossen, Bearbeiter und Verleger stel­len aber bei Gesetzesänderungen Ersatzbogen in Aussicht, wie jetzt gleich wieder ein Ersatzbogen bei­gefügt ist. Die Einbandmechanik ist, wie bereits früher mitgeteilt, für die Einfügung von Ersatz­bogen eingerichtet. Das für jeden mit dem Zivil- prözeß befaßten Juristen unentbehrliche Werk sei nochmals der Beachtung empfohlen. E.

Wechselgefetz vom 21.Juni 1933 nebst dem S ch e ck g e s e tz vom 14. August 1933 samt den Einführungsgesetzen, den wesentlichen Bestimmun­gen und Auszügen aus den Genfer Abkommen zur Vereinheitlichung des Wechsel- und Scheckrechts und anderen Bestimmungen. (Hitlergesetze VII) Textaus­gabe mit kurzen Anmerkungen. Herausgegeben von

Sonnenwende. Feier der Hitlerjugend. Herausgegeben von der Abt. S (Schulung, Kultur) des Obergebietes IV/Mitte HI. Bearbeitet von Eberhard E ck a r d t. VerlagJunger Wille", Leipzig und Gera, 1934. (249) Hier haben die HI.-Kameraden aus dem Erlebnis der Kame­radschaft und Gemeinschaft heraus ihr Wollen und ihre Art durch schöpferische Arbeit in Liedern, Sprechchören und chorischen Spielen zum Ausdruck gebracht. Nur junge Menschen, die in der leben­digen, blutvollen Kameradschaft der HI. Petzen, sind imstande, der jungen Front derartige Werke zu geben. Auch die kleinste Gemeinschaft muß im Besitz dieses Buches sein. Für Feste und Feiern ist es unentbehrlich.

Thema. Es liegt dabei in i>er Natur der Sache, daß das Schwergewicht des Romans allmählich von dem mißratenen Knaben Heini allmählich übergeht auf die prachtvolle Gestalt der Frau Marie, die ge­sund an Leib und Seele, energisch und tüchtig, voller Kraft, voller Güte und Liebe, nicht nur mit diesem Heini fertig wird, sondern ihn wirklich aus seiner Verwahrlosung herausreißt, ihn an sich fesselt und innerlich umformt kraft ihrer starken, mütterlichen, ausstrahlenden und aus/ichtenden Persönlichkeit, so daß am Ende aus ihrer Heirat und Ehe ein starkes selbstbewußtes und blühendes Bauern­geschlecht hervorblüht. Mag der Wirklichkeitssinn Walschaps, von dorn schon die Rede war, sich ge- I legentlich für manchen Leser ein wenig kraß äußern, i mag über die Behandlung des Motivs von Schuld 1 und Sühne gestritten werden können, die natür­lich und liebevoll geschilderte Frauengestalt im Mit­telpunkt der Ereignisse zeugt für die ^dichterische Kraft und Reise des hämischen Erzählers, und man muß dem Insel-Verlag dafür dankbar sein, daß er uns die Bekanntschaft mit ihm vermittelt hat.

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__ Am Bienenstand", ein Weaweiser zum einfachen und lohnenden Betrieb der Imkerei von Ma?rer A Ludwig, Dozent sür Bienenzucht an der Universität Jena 144 Seiten star. mit zahU reichen Abbildungen 8. Auslage, Pr - W5 ?tCl ÄÄ W°g°eser

und daneben doch auch sür den geübteren Imker als Fundgrube ausgeprobter, zweckmäßiger Maß­nahmen. Wer feine Bienen neuzeitlich pflegen und sich dabei der Anweisungen eines alten Bienen- I züchters bedienen will, dem die Erfahrungen aus der Bewirtschaftung eines eigenen großen Standes r «{«-r ah nhriaen Lehr- und Vortragstätigkeit ! °U?S U° stSn zu diesem Alle.

U einen zuverlässigen »er für Öen ..einfachen, lödnenden Betrieb der Imkerei" suchen, können die eZt mit Nutzen für sich verwenden, sie ist in reinem Deutsch geschrieben und weist eine allgemein "ndliche'DarsUllung aus, >e durch zahlreiche anschauliche Bilder unterstützt wird.

ani^auim; r n h a r d G r z i rn e k: D a s k l e l n e e f I ü a e I b u cf). Ein praktischer Ratgeber ur hpn Kleinbetrieb J Mit 36 Abb. im Text. Verlag b« Grünen P°st, Berlin. - (233) - Für Siedler, Kleimchrtner und Bauern ist dieses Buch gemacht, die mit Sem Pfennig rechnen müssen, die sich Ent- täuschunae7 und unnötige Unkosten nicht leisten können sondern mit einfachsten Mitteln gesunde Eierleg'er und kräftiges Schlachtgeflugel ziehen wol­len Dr Grzimek baut auf den Erfahrungen lang­jähriger Praxis auf, gibt klare, unmißverständliche

deren Mittelpunkt der Schutz der Mutter und des werdenden Lebens steht, und sie verteidigt den Standpunkt, daß die Frau als Hüterin und Füh­rerin in der Familie ihre Kraft zu den großen Aufgaben empfangen muß aus der unlöslichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zwischen Mann und Frau. Die lebendig und anregend geschrie­bene Broschüre ist dem Volkskanzler gewidmet und wird von der Reichsregierung aus Aufklärungs­schrift und Schulungsmaterial angelegentlich emp­fohlen.

Helene Lange. Eine prophetische Per­sönlichkeit. Von Marie B o u s s e t. 28 Seiten. Sonderdruck und Verlag derGöttinger Zeitung , 1933. Die kleine Broschüre ist ein Versuch, einige wesentliche Züge der Gestalt und des Wirkens der bekannten verstorbenen Frauenführerin nach ihren eigenen Darlegungen und den Aussagen Berufener über sie zusammenzustellen. Zugrundegelegt wur­den dabei vornehmlich Helene LangesLebens­erinnerungen" undKampfzeiten" und Gertrud

Bücher der Jugend.

Politische Jugend. Eine Aussprache unter Studenten.Schriften an die Nation" Bo. 23 (Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Ge­bunden 1,20 RM. (202) In fünf Aufsätzen nehmen Studenten als geistige Exponenten der deutschen Jugend zu den großen innen- und außen­politischen Fragen und ihrer Lösung vom Stand­punkt der Jugend aus Stellung! K. Ellersiek zeich­net den revolutionären sozialistischen und politischen Soldaten. K. Gengenbach zeigt die politische Ju- gend, die geistige SA. mit ihrem einfachen Befehl: Kampf und Opfer für Volk und Nation. G. Kauf­mann weist das Primat der außenpolitischen Er­ziehung nach, F. A. Six schreibt über die neue Gemeinschaft der Jugend. Karl Rau zeichnet den Beitrag: Politische Juaend und Staat! Der Staat ist begründet auf Herrschaft und diese Herrschaft ift Führertum, begründet auf Raffe, Art und Welt-

Das Gilgamesch-Epos. Neu übersetzt , und mit Anmerkungen versehen von Dr. Albert i Schott. Reclams Universal-Bibliothek Nr. 7235. i Geheftet 35 Pf., geb. 75 Pf. - (57) - Das älteste Heldenlied in neuer, zuverlässiger Uebertraigung. Der Faust des Alten Zweistromlandes. Vor über vier­tausend Jahren entstanden, kündend von Mannen- treue und Göttertücke, von Kämpfen und Träumen, von ewigem Ruhm und vom Schicksal nach dem Tode. Die vorliegende Ausgabe in der metrischen Übertragung von Dr. A. Schott ist im Unterschied zu anderen nach dem Urtext geschaffen und berück­sichtigt auch kürzlich neuaufgefundene Teile, die hier zum ersten Male in deutscher Sprache erscheinen.

Gerard Walschap: Heirat. Roman. Aus dem Flämischen übertragen von Elisabeth und Felix A u g u st i n. 163 Seiten. Im Insel-Verlag zu ; Leipzig. (147) Die flämische Dichtung alter und neuer Zeit ist von jeher ein mit besonderer Sorgfalt gepflegtes literarisches Lieblingsgebiet der Insel gewesen: in der stattlichen Reihe der Übertragungen von Conscience und de Coster bis zu Ernest Claes und Anton Coolen steht inmitten das Werk von Timmermans, der den breitesten und volkstüm­lichsten Bucherfolg unter seinen Landsleuten zu ver­zeichnen hatte. Als der neben Timmermans be­deutendste flämische Dichter unserer Zeit wird nun der bei uns bisher unbekannte Gerard Walschap vorgestellt und mit seinem RomanHeirat in Deutschland eingeführt. Obwohl man ihn, abgesehen etwa von Claes, mit keinem seiner obengenannten Landsleute unmittelbar vergleichen konnte, hat er doch mit den meisten von ihnen zweierlei aus eine sympathische Weise gemeinsam: Wirklichkeitssinn und Humor; und beides kommt der Fabel seines Buches sehr zustatten. Walschap schildert, wie ein durch Anlage und falsche Erziehung verdorbener

1 junger Busche, der schon «us ^em Weg st , Zz"iße^Sie alle führt der Zufall zusammen und be- , ausgemachter Luderiahn und uEveyerucy klieren, gehen sie ein Stuck

1 Lumpenkerl 5U werden, durch E Frau 3 I gemeinsam. Mit Eindringlichkeit und viel

! I Humor Zeichnet Maugham diese Gestalten.

Bäumers Schriften. . .

D i e Welt der Mädchen. Erlebnisse m höheren Mädchenklassen. Don Nikolaus Jenne- b a ch. 156 Seiten, kart. 2,20 RM., Leinen 3 RM. Bergstadt-Verlag,Breslau. (131) Jennebach erzählt in diesem Buch von jungen Mädchen, die ihm in seinem Berufsleben begegneten. Es sind lebendige, amüsante Geschichten, schulpädagogisch wertvoll, und spannend zu lesen für Lehrer und Erzieher, Eltern und Schülerinnen.