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Leiste Dein Bestes!" laute die Forderung. Unter den Händen des einzelnen müsse das Beste erstehen, das zu leisten er fähig sei. Die Rekordidee müsse von jedem einzelnen übernommen werden. Dann erst befinde man sich auf dem richtigen Weg.

Und der einzelne wiederum sei nichts, wenn er seine Kraft nicht völlig in den Dienst der Allgemein­heit stelle. Der Mensch, der sich aus der Gemeinschaft ausschließe, sei wertlos. Der Mannschaftssieg stehe turmhoch über dem Einzelsieg. Und der einzelne offenbare wahre Größe, wenn er den eigenen Sieg zurückstelle um des Sieges der Mannschaft willen.

Der Sport dürfe niemals mit einem materiellen Gedanken belastet werden. Der Lohn brauche nur in einem einzigen Lorbeerblatt bestehen und dann könne er mehr bedeuten, als eine goldene Uhr. Und ein dicker Strich müsse ge­zogen werden zwischen dem Sport und dem Verufsathletentum.

Das tiefste und letzte in Adolf Hitler sei der Künstler, der aus dem Rohstoff der Massen ein Volk geschaffen habe. Es habe durch ihn erst der Marxismus aur Wirkungslosigkeit verdammt wer­den müssen, bevor die wahren Kräfte des deutschen

Volkes frei wurden. Danken wir Gott, daß unser Volk in die Hände Adolf Hitlers gegeben wurde. Der Sportler stehe bei Adolf Hitler, denn er habe immer gewollt, was der Führer wollte. Alles was Turner und Sportler je wünschten, könne nun hin­einströmen in das Meer, das da heißeDas deutsche Volk!" (Lebhafter anhaltender Beifall!) Gemeinsam wurde nach einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer, der erste Vers des Horst-Wesiel-Liedes ge­sungen.

Der weitere Verlauf der Veranstaltung brachte verschiedene sehr feine Darbietungen der Turner, Turnerinnen und Schwimmerinnen. Die Damen des Turnvereins 1846 führten in ihrer anmutigen langen weißen Tracht einen schönen Tanzreigen auf, der lebhaften Beifall fand. Die Herrenriege des Turnvereins 1846 zeigte außerordentliche turne­rische Leistungen am Barren, während die Damen des Gießener Schwimmoereins und der Gießener Turnerschaft mit einem gymnastischen Beispiel auf­wartet, das lebhaftesten Beifall fand und wieder­holt werden mußte. Die Kapelle der Feuerwehr machte sich mit weiteren musikalischen Darbietungen um den Abend verdient.

Ausflugssahrl der Schwerkriegsbeschädigten.

Mit 70 Kraftwagen nach Gladenbach.

Im Zusammenwirken mit dem DDAC., Orts­gruppe Gießen, und der Kraftwagenstaffel 1/147 veranstaltete die Nationalsozialistische Kriegsopfer­fürsorge für ihre Kameraden des Kreises Gießen am gestrigen Sonntag eine Vergnügungsfahrt nach dem schönen Gladenbach. Von vornherein darf ge­sagt werden, daß die Organisation, die seitens der Nationalsozialistischen Kriegsopfersürsorge in Hän­den des Bezirksgeschäftsführer Oberleutnant a. D. B o nh a r d lag, bei der Kraftwagenstaffel 1/147 von Adjutant und Oberscharführer L o t h und beim DDAC. von dem Sportleiter Geyer durchgeführt wurde, vorzüglich klappte.

Rund 70 Kraftwagen, mit frischem Grün ge­schmückt, stellten sich auf dem Oswaldsgarlen den Fahrleitern zur Verfügung

und pünktlich um 13 Uhr begann die Abfahrt. Frohgemut und festlich gestimmt nahmen die Kriegskameraden in den Wagen Platz und bei herr­lichem Sonnenschein begann die unterhaltsame Fahrt. An der Veranstaltung nahmen u. a. teil der stellvertretende Kreisleiter der NSDAP. Hovfen- müller, der Bezirksobmann der NSKOV. Pape (Gießen), der Ortsgruppenleiter des DDAC., Sch ö l ch (Gießen), der Abteilungsleiter der Kraft­wagenstaffel Bah m er (Friedberg) sowie der Ge­schäftsführer der Ortsgruppe Gießen des DDAC. Osmann-Bey.

Eine große Zahl von Zuschauern hatte sich auf Oswaldsgarten eingefunden, die der An- und Ab­fahrt der Wagenkolonne interessiert zusahen. Wagen reihte sich an Wagen und in schier endloser Folge ging die Fahrt über Fellingshausen,Eiserne Hand" und Frankenbach, über bewaldete Höhen, durch schattige Wälder nach Gladenbach.

Das Städtchen Gladenbach hatte festlichen Schmuck angelegt.

Straßen und Häuser waren mit frischem Grün und Flaggen geschmückt. Am Eingang des Ortes war eine Ehrenpforte errichtet, an der die SA.-Sturm- bann-Kapelle Gladenbach Aufstellung genommen hatte, um die Kameraden der NSMV. in fest­lichem Zuge zum Hotelrestaurant Blankenstein zu geleiten. Hier wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Die SA.-Kapelle nahm auf der Bühne Aufstellung und unterhielt mit ihren Dar­bietungen die Teilnehmer der Veranstaltung vor­trefflich. Unermüdlich reichten BdM.-Mädchen die Kuchenteller herum und keine Kaffeetasse blieb leer stehen. So griff denn alles tapfer zu.

Dann ergriff der Ortsgruppenleiter der NSKOV. und Stützpunktleiter der NSDAP. Lang (Gladen­bach) das Wort, begrüßte die Gäste und hieß sie alle herzlich willkommen. Er gab in seiner An­sprache der Hoffnung Ausdruck, daß es allen Teil­nehmern dieser kameradschaftlichen Veranstaltung in Gladenbach gut gefallen möge und daß man noch recht oft an diese schönen Stunden zurückdenke.

Die Opfer des Krieges feien heule als die Ehrenbürger des Vaterlandes zu betrachten.

In seinen weiteren Ausführungen richtete er Worte des Dankes vor allem an die NS.-Frauenschaft und

an den BdM., die sich selbstlos in den Dienst der guten Sache gestellt und zum Gelingen dieses Tages außerordentlich viel beigetragen haben. Ferner dankte er den Bauern von Gladenbach, die die Milch lieferten, weiter den SA.-Kameraden, die den Parkdienst übernahmen und nicht zuletzt der 621.« Sturmbannkapelle Gladenbach.

Bürgermeister Müller- Gladenbach entbot namens der Gemeinde den Teilnehmern die auf­richtigsten Grüße. U. a. führte er aus, daß die Veteranen von 1914/18 unser geliebtes Vaterland verteidigt hätten. Man solle nie vergessen, was sie für uns getan haben, sie hätten für uns gelitten und gestritten, gegen eine Uebermacht von Feinden ohnegleichen. Durch die Tatkraft unseres Führers befinde man sich nun auf dem Wege der Besserung und sehe wieder hoffnungsfreudig Der Zukunft ent­gegen. Seine mit begeistertem Beifall aufgenom­menen Ausführungen klangen aus in einem drei­fachenSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler.

Die Stunden vergingen im Fluge. Erinnerungen wurden ausgetauscht und man erlebte echte Kame­radschaft und echtes deutsches Frontkämpfertum. Als Vertreter der Ortsgruppe Gladenbach der NSKOV. brachte Kamerad Best ein Gedicht zum Vortrag, das die Vorzüge, Eigenheiten und Zustände Gladenbachs in früherer und der heutigen Zeit schilderte, sodann richtete er zu Herzen gehende Worte an seine Kameraden, wobei er u. a. fol­gendes ausführte:

Als wir 1914 hinauszogen in den Krieg, da taten wir es, um die Heimat zu schützen. Das wollten wir gedankt wissen. Heute lebten wir in einer neuen Zeit; in einer Zeit der Volksgemeinschaft. Die Volksgemeinschaft unter den Kriegsbeschädigten müsse und solle vorbildlich sein für das ganze deut­sche Volk. Dank sei dafür zu sagen, daß man es noch erleben dürfe, wofür man in jungen Jahren gekämpft habe: ein einiges deutsches Vaterland! Zu Ehren der im Weltkrieg gefallenen Kämpfer erhoben sich darauf die Kameraden des Krieges von ihren Plätzen, während die SA.-Kapelle das Lied vom guten Kameraden spielte. Zum Schluß der mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache des Kameraden Best wurden der erste Vers des Deutschland- und des Horst Wessel-Liedes gesungen.

Damit ging die Veranstaltung ihrem Ende ent­gegen. Bezirksgeschäftsführer Bonhard dankte im Namen seiner Kameraden für die Gastfreund­schaft in Gladenbach. Der Tag, den man heute erlebt habe, möge dazu beifraaen, auch in Zukunft die Kameradschaftlichkeit und Volksgemeinschaft zu fördern. Fest zusammenstehen wolle man und wei­ter kämpfen für unser Vaterland und unseren Füh­rer Adolf Hitler.

Sodann wurde die

Rückfahrt angetreten, die ebenso reibungslos oonftatten ging wie die Anfahrt. Reich beschenkt mit Zigarren und Zigaretten nahmen die Kriegsbeschädigten wieder ihre Plätze ein und unter dem Jubel der Bevölkerung ging es wieder der Heimatstadt Gießen entgegen.

Heimattag auf dem Schiffenberg.

Die HeimatvereinigungSchiffen­berg" hielt am gestrigen Sonntag auf dem Schif­fenberg ihren alljahrigen Heimattag ab. Am Nach­mittag fand ein Konzert der SA.-Reserve-Kapelle unter Leitung von Musikzugführer Herrmann statt. Das Programm brachte im ersten Teil Lieder aus der Kindheit, im zweiten Teil solche aus der Jugendzeit, während der dritte Teil der musikalschen Darbietungen vaterländische Motive zeigte. Dabei fanden die exakt durchgeführten Fanfarenmärsche sowie auch alle übrigen Musikvorträge besonderen Beifall. Den Schluß bildete der Große Zapfen­streich.

Die Zwischenpausen wurden durch Darbietungen einer Oberklasse der Schule in Watzenborn-Stein­berg, sowie durch Männerchöre des Gesangvereins Germania Watzenborn-Steinberg in bester Weise ausgefüllt. Im Laufe des Nachmittags wurde be­kannt, daß Vizekanzler von Papen den Schif­fenberg besuchen wollte. Nach vergeblichem Warten mußten sich die Festteilnehmer damit abfinden, statt des beabsichtigten Besuches lediglich nur das Flugzeug kurz nach dem Aufstieg vom Flugplatz sehen zu können.

Bei eintretender Dunkelheit fand eine Illumina­tion des Klosterhofes statt, die ein farbenprächtiges Bild bot Beim Abbrennen des Sonnenwendfeuers hielt Oberforstmeister Nicolaus die Feuerrede, außerdem trug Lehrer Mohr einen Feuerspruch wirkunsvoll vor. Wir werden morgen über diese Sonnenwendfeier ausführlich berichten.

öie Pflanzen unserer Heimat"

Vortrag in der NS.-Frauenfchaft Gießen-VUtte.

Die NS - Frauenschaft Gießen-Mitte hielt diesmal ihren Ortsgruppenabend 'm großen Hörsaal des Botanischen Instituts ab, weil Pg. Dr. Heidt, Assistent des Instituts, sich in liebenswür­diger Weise bereit erklärt hatte, die Anwesenden an Hand von Lichtbildern, Präparaten und gepreßten Pflanzen mit den wichtigstenPflanzen unserer Heimat" bekanntzumachen. m

Nachdem die Ortsfrauenschaftsleiterin, Pg. Frl. H o ch si ä t t e r , die sehr zahlreich erschienenen Mit­glieder begrüßte und mit kurzen Worten auf die

Vortragsfolge des Abends hingewiefen hatte, las Frau Ohly, die im Rahmen der Reichs-Verkehrs- Erziehungswoche herausgegebenen Richtlinien zur Verhütung von Verkehrsunfä?en vor, die allgemein Verständnis und größte Aufmerksamkeit fanden. Nach einem von Frl. A n n a ck e r vorgelefenen Ge­dichtLaß stehen" von Trojan, das an den Spazier­gänger und Ausflügler die dringliche Mahnung rich­tet, nicht alles, was draußen in Gottes freier Natur sproßt und grünt und dem naturverbundenen Men­schen viel Freude bereitet, gedanken- und wahllos abzureißen und Heimzuschleppen, sondern besonders die selteneren Pflanzen als Gemeingut und zur Freude aller stehen zu lassen, ergriff Pg. Dr. Heidt das Wort zu feinem belehrenden und sehr interessanten Vortrag.

Zunächst aab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß es den Anwesenden vergönnt sei, das Botanische Institut, das Bereich des Naturforschers auch ein­mal von innen kennenzulernen, und von dem spre­chen zu dürfen, was zu feinem Arbeitsgebiet ge­höre, die Erforschung der heimischen Pflanzenwelt.

Der in drei ausgewählte, unterschiedliche Teile aufgebaute Vortrag belehrte die Zuhörerinnen zuerst über das vom Botaniker nach gewissen Naturerschei­nungen eingeteilte Jahr, dessen Frühling im Gegen­satz zum Kalenderjahr in Gießen durchschnittlich schon am 18. Februar, und zwar mit dem Kommen der ersten Frühlingsblüher, Haselnuß- und Weiden­kätzchen beginne. Darauf wurde das erste außer­ordentlich reizvolle Kapitel der Frühlingspflanzen eingehend besprochen, die durch ihre gemeinsamen Merkmale: ihre unterirdischen Reservespeicher wie Zwiebeln, Knollen und Wurzelstöcke, alle für die Pflanze nötigen Ausbau- und Entwicklungsstoffe wohlweislich schon über den Winter hin angesam­melt hätten, um im zeitigen Frühling, ehe Baum und Strauch Schatten werfen, blühen zu können. Dahin gehören die allen bekannten und nach den kalten Wintertagen besonders herzlich begrüßten Schneeglöckchen, Märzbecher, Zilla, Tulpen, Krokus, Lerchensporn, Scharbockskraut, Buschwindröschen, Huflattich, Maiglöckchen u. a., von denen einige, weil sie unseren Bienen die erste Nahrung bieten, Beachtung und unseren besonderen Schutz verdienen.

Der zweite Teil des Vortrags war den in hiesiger Gegend am häufigsten vorkommenden-

und Giftpilzen und Giftpflanzen gewidmet. Nacht­schatten-, Hahnenfuß-, Dolden-Lilien- und Mohnge- wächsen, dazu verschiedene Giftbeeren tragende Bäume und Sträucher wurden im Lichtbilde gezeigt und auf ihre mehr oder weniger giftigen Folge­erscheinungen hingewiesen, die bei Nichtbeachtung und Unkenntnis schwere Krankheiten wie die Holz­zungenkrankheit und das im Mittelalter zeitweise seuchenartig auftretende Antoniusfeuer oder die Kribbelkrankheit hervorgerufen. Daneben wies der Vortragende auf die Verwendung einzelner dieser Giftpflanzen in der Arzneikunde hin, von Denen außer dem Fingerhut, von dem das Digitalis, der Berg-Wohlverleih, von Dem Des Arnika unD der Tollkirsche, von Der Das Atropin gewonnen wer- Den, besonders Das Mutterkorn (die schwarzen Kör­ner an Der Roggenähre), zu nennen wären, dessen Giftstoffe eine blutstillende Wirkung ausüben.

Im D r it t e n Teil seines Vortrags zeigte Pg.

Heldk die ihres seltenen Vorkommnisies wegen unter Naturschutz stehenden und in der Zeitung schon des öfteren erwähnten Pflanzen, wie Enzian, Orchideen, Türkenbund, Bärlapp, Seidelbast, Kuh­schelle, Arnika, Adonisröschen usw., die fast ganz von unseren heimischen Fluren und Feldern ver­schwunden sind und die zu erhalten, jedes vernünf­tigen Menschen oberstes Gebot sein muß.

Mit dieser Mahnung und der Aufforderung, das Gehörte zu beherzigen, fand Der vielseitige, beleh- renDe und interessante Vortrag einen überaus dank­baren Beifall. Um Den Anwesenden nochmals Die Pflanzen in Der Natur zu zeigen, gab Dr. Heidt zum Schluß bekannt, daß am Sonntag, 24. Juni, um 10 Uhr, unter ihm eine Führung Durch Den Botanischen Garten stattfinDe. Ein Dreifaches Sieg- Heil auf unseren Führer ADolf Hitler beschloß Den Abend.

Regiments- und Wiedersehensfeier der ehemaligen 468 er.

pb. Butzbach, 17. Juni. In unserer festlich geschmückten ehemaligen Garnisonftadt trafen sich gestern unD heute Die ehemaligen 168er zu einer Wiedersehensfeier. Am gestrigen Abend fand in Der Festhalle am Wetzlarer Tor ein

Begrühungsabend

statt. Die Begrüßungsansprache hielt Der Leiter der Ortsgruppe ehemaliger 168er KameraD Finke. Weiterhin sprachen Der Führer Des Verbands ehe­maliger 168er Oberst a. D. S ol D a n, Der Der Stadt und Der Ortsgruppe Butzbach Dank sagte unD Der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Stadt wieder Garnison erhalte, Damit Die Soldaten wieder wie vor Dem Krieg im sogenannten Lustgarten lüft« wandeln, D. h. exerzieren könnten. Bürgermeister Dr. Scheller begrüßte die alten Kameraden Der 168er und wünschte ihnen ein paar kameradschaft­liche vergnügte Stunden in Den Mauern Der alten Garnisonftadt. Musikstücke Der SA.-Kapelle 222, Gesangsvorträge Der vereinigten Gesangvereine Orpheus-Eintracht sowie turnerische Aufführungen Des TSV. Butzbach umrahmten den Begrüßungs- abend. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß eine ganze Anzahl ehemaliger 168er aus Dem Saargebiet ge­kommen waren, um die Wiedersehensfeier mitzu- begehen.

Am heutigen Sonntag fand nach voraufgegange­nem großen Wecken zunächst am Ehrensriebhof durch eine Abordnung der Ortsgruppe zu Ehren der Gefallenen eine Kranzniederlegung statt.

Um 10 Uhr traf, mit dem Eilzug von Gießen kommend, die Traditions-Kompanie 3/15 unter Führung des Hauptmanns Caesar ein, welche die Fahnen des Regiments 168 ein- brachte

und auf den Kafernenhof marschierte, woselbst sie am Feldgottesdienst teilnahm. Nachmittags fand die

Aufstellung des Feslzuges

statt, an dem sich außer den Angehörigen Der Drei Bataillone Des Regiments 168 Der Kriegerverein, Der ReichstreubunD, Die Ortsgruppe ehern. 115er,

Des Marinevereins, Die Schupo, Die Gesang- und Turnvereine, sowie Die Sanitätskolonne unD Der Reiteroerein Butzbach und Umgegend beteiligten.

An Ehrengästen waren erschienen Se. Kgl. Ho­heit Der Grohherzog nebst Gemahlin, weiterhin: General Fett, Oberstleutnant G e b h a r D t, Ma­jor v. D. Recke, Oberst v. Papen, Kreisbirek- tor Dr. Straub, Kreisleiter Der NSDAP. Sei­pel, Fauerbach v. D. H., StanDartenführer Schä­fer, BaD-Nauheim, Ortsgruppenleiter S ch nei­de r u. d. a.

Nach Einmarsch Der TraDitions-Kompanie mit Den Fahnen hielt Der VerbanDsführer ehern. 168er, Oberst a. D. SolDan, eine markante ReDe, in welcher er zunächst Daran erinnerte. Daß vor nun­mehr 20 Jahren Das Regiment in Der Schlacht bei Le Cateau feine Feuertaufe erhielt, unD sich in allen Kämpfen, Die es mitgefochten, stets bewährt habe. Beweis Dafür feien Die Drei Regimentsfah­nen, Die heute hier erschienen unD Die unberührt von FeinDeshand zurückgebracht worDen seien. Als Das gesamte Regiment im Dezember 1918 nach Butzbach zurückgebracht worDen fei, hätte man ge­hofft, Daß Die alte militärfromme GarnisonstaDt weiterhin Garnison bleiben mürbe, jeDoch fei es anDers gekommen.

Zur Erinnerung an Die Zeit Der 168er habe die Ortsgruppe Butzbach eine Erinnerungstafel für das ehemalige 1/168 gestiftet, die nunmehr ent­hüllt wurde, um in den nächsten Tagen an Die Außenmauer Der Kaserne angebracht zu werben. Er erinnerte bann an bie vergangenen letzten Jahre, betonte, baß feit vorigem Jahr roieber bie Hoffnung im beutfchen Volke auf bessere Tage burch bie Machtübernahme Aböls Hitlers, ber ber ja auch ein Frontkämpfer unb Kamerab wie sie selber wäre, erwacht sei. Mit bem Wunsche, baß unter ber Führung unseres greifen Reichspräfibenten und Felbmarfchalls v. Hinbenburg unb bes Führers Aböls Hitler unser teueres Vaterlanb roieber besse­ren Zeiten entgegengeführt werbe, schloß bie Rebe mit einem breifachen Hurra, Vorauf bas Deutsch» lanblieb unb bas Horst-Wessel-Lieb gespielt würbe. Hieraus fand bes Abmarsch bes Festzuges burch

1900-W5.4:l(4:0)

Das Spiel Der beiden Fußballmannschaften Der hiesigen Sportvereine Spielvereinigung 1900 unb VfB.-Reichsbahn brachte ein überraschendes Ergeb­nis. Die Mannschaft der Spielvereinigung siegte mit 4:1 Toren. Das Spiel wurde schon in der ersten Halbzeit entschieden, denn bereits in den ersten 20 Minuten waren nicht weniger Denn Drei Tore ge­fallen. Die Seiten wurden mit 4:0 Toren gewechselt. Während Die Spielvereinigung sich mit dem Halb- zeitergebnis als Endergebnis zufrieden geben mußte, gelang es den Grünweißen, während ber zweiten Halbzeit wenigstens das Ehrentor zu er­zielen. lieber den Spielverlauf berichten wir noch.

"Club" undKnappen" im Endspiel 1934.

Schalke 04-SB. Waldhof 5:2 (1:0) BiktoriaBerlinl.FC. Nürnberg 1:2 (1:1)

Wenn 7 0 000 Zuschauer kommen, muß es um Hohes gehen unb es ging um ein hohes Ziel in Leipzig unb Düfselborf. Aus langen Kämpfen schälten sich bie vier besten beutschen Fuß­ballmannschaften heraus, unter sich auszumachen, wer feinen Vereinsnamen auf ber Viktoria andrin- gen barf, ber begehrtesten Trophäe im beutfchen Fußballsport. Noch ging es nicht um bie Entschei- bung, es galt, bie Entspielteilnehmer fest­zustellen. Wohl gingen ber 1 FC. Nürnberg unb S ch a l k e 04 als Favoriten auf bas Felb, bocy gerabe bie Weftbeutschen hatten einen gefährlichen Gegner im SV. Walbhof. Der B a b i s ch e Mei - ft e r lag 20 Minuten vor Schluß noch mit 2:2 aussichtsreich im Rennen, bann aber setzte sich bie größere Routine Der Schalter Knappen Durch, bie in machtvollem Enbspurt unb etwas Glück noch brei Tore erzielten. Aehnlich bie Situation in Leipzig. Die Berliner Viktorianer schienen unterschätzt wor­ben zu fein. Der Club mußte fein ganzes Können aufbieten, um nach einem l:l-Halbzeitstanb boch noch mit 2:1 den Weg in das Endspiel finden zu können

Fußball-Endspiel in Berlin.

Das Endspiel um bie Deutsche Fußballmeister­schaft zwischen bem FC. Schalke 04 unb dem 1. FC. Nürnberg findet am Sonntag, 24. Juni, in Berlin statt. Als Schiedsrichter für diesen Kamps wurde der Berliner B i r I e m bestimmt.

Die große Grünauer Regatta.

156 Wander-Ruderer aus dem Ausland eröffne­ten mit einer Paradefahrt am Samstag die Große Grünauer Regatta, deren sportliches Niveau schon den ersten Höhepunkt erreichte. Den Großen Einer gewann erwartungsgemäß der Henley-Sie­ger Dr. Buhtz - Berliner RC. in 7.37 Min. mit einer Länge vor dem zum Schluß stark aufkom­menden Dresdener Schäfer. Den Deutschen Vierer brachte Sturmvogel an sich. Ueberlegen siegte das deutsche Meisterpaar Braun-Mosler (Wi­king) im Zweier ohne Steuermann in 7.52 Min. Der Büxen st ein-Ackter nahm einen inter­essanten Verlauf. Aus dem halben Wege führte

der Berliner RC. knapp vor der Leipziger Renn- gemeinfchast. Da tarnen die Würzburger über­raschend auf und lagen nach 1200 Meter in Front. Die Leipziger ließen die Berliner ebenfalls zurück und lieferten den Süddeutschen einen grandiosen Endkampf. Die Würzburger entschieden das Ren­nen um eine halbe Länge zu ihren Gunsten in 6:07,4 Minuten vor Leipzig und Berlin.

Der Sonntag.

Im Kaiservierer siegte der Berliner Ruder-Club vor Sturmvogel Spindlersfeld und im Verbands­achter unterlag ber beutsche Meister, Würzburger Ruberverein, bem Berliner Hellas mit eineinhalb Längen.

Die &H&. bei der Grünauer Regatta.

Die Mannschaft ber Gießener Rudergesellschaft hatte bei ihren Starts bei ber großen Grünauer Regatta gegen schwerste Gegner anzukämpken. Die Mannschaft hatte zum Büxen st ein-Achter gemeldet. Der erste Vorlauf des Rennens brachte folgendes Ergebnis:

1. Germania Königsberg 6:35 Min.

2. Gießener Rubergesellschaft 6:37,2 Min.

3. Berliner Rubergesellschaft 6:41 Min.

Das Ergebnis muß für bie Gießener Ruberer noch als recht befriebigenb angesprochen werben, benn bie Mannschaft lag nur etwa eine halbe Länge hinter bem Boot bes Siegers.

Im Verbanbsachter mußte sich im ersten Vorlauf bie Mannschaft ber GRG. ebenfalls mit einem zweiten Platz begnügen. Der hauptsächliche Gegner war hier bie bekannte Mannschaft bes Würzburger RV. Das Rennen zeitigte folgenbes Er­gebnis:

1. Würzburger RV. 6:27,8 Min.

2. GRG. 6:31,1 Min.

3. Wicking Berlin 6:33,6 Min.

In einem frei vereinbarten Rennen ber ausge» schiebenen Mannschaften konnte bie Vertretung ber Gießener Rubergesellschaft einen Sieg erringen. Nähere Einzelheiten über bas Abschneiben bes Gießener Derbanbsachters liegen noch nicht vor. Wir werben noch berichten.

Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900.

Jugendsiege in Frankfurt a. 2H.

Der rührige und aufstrebende I.-G.-Sportverein Frankfurt a. M. führte am Samstag und Sonntag feine dritten nationalen Jugendwettkämpfe durch. Wie zahlreich die Meldungen abgegeben worden waren, geht aus der Tatsache hervor, daß das J.-G.-Jugendnationale das beste besetzte Jugenb- sportfest in dieser Saison im ganzen Reich war. Die Erfolge, die die Vertreter der 1900er Farben, nämlich Lotti Diehl in der Mädchenklasfe (Jahr­gang 1918 und jünger) und Bertold G o ß in der Jugendklasse C (Jahrgang 1920 und jünger) erran­gen, verdienen daher alle Beachtung. Es wurden zwei erste und vier zweite Plätze belegt. Nach­stehend die Ergebnisse:

Mädchen: 100 Meter: 1. Lotti Diehl (Gie­ßen 1900) 14 Sek.; 2. Ehly (I.-G.-Sportverein Frankfurt a. M.) 14,2 Sek.; 3. Herbst (SC. 80 Frankfurt) 14,3 Sek.: 4. Witzel (Eintracht Frank­furt). Die 1900erin, die schon in den Vorläufen die