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bekämpfung und auf anderen Gebieten bahn-

Kolonien und als Interesse deutscher

als Lieferanten von Rohstoffen Absihgebiete sind. Es liege auch im der ganzen Welt, daß Deutschland, Geist, nicht länger in den Kolonial­ausgeschaltet bleibe. Gerade die

Schnee weitausholend bis in die erste Zeit deut­scher Kolonisation das Bild der deutschen Kolonial­geschichte. Namentlich begrüßte Dr. Schnee die er­schienenen alten Kolonialkämpfer, denen er im Auftrage öes Reichspräsidenten eigen­händig von ihm unterzeichnete Bilder als An­erkennung und Erinnerung überreichte. Die her­vorragenden Verdien st e der deutschen Ma­rine würdigend, die diese an der deutschen Koloni­sation und an dem Schutz der Kolonien hatte, ging Dr. Schnee ausführlich auf die Kolonialfrage ein.

Gerade die Tage, die wir durchlebten, zeigten am deutlichsten, wie wichtig für uns die

Koblenz, 17. Juni. (DNB.) Koblenz stand am Samstag uni) Sonntag im Zeichen des großen Appells der HI. der W e ft m a r k, der ver­bunden war mit dem S a a r t a g der Jugend und der feierlichen Grund ft einlegung der Gau- Th i n g ft ä t t e vor dem Schloß in Koblenz.

Am Samstagnachmittag trafen in der im Feft- fchmuck prangenden Stadt mehr als 30 Son­derzüge mit Hitlerjungen und Jung­volk ein, darunter sechs Sonüerzüge mit etwa 8000 Hitlerjungen von der Saar. Am Abend mar­schierten 50 000 Hitlerjungen sowie zahlreiche Ab­teilungen der SA., SS., PO., des BdM. usw. zu der eindrucksvollen Feier der Grundsteinlegung der Gau-Thingstätte vor dem Schloßgebäude, auf.

Oberfeldmeister Hirschfeld übermittelte die Grüße der Reichsleitung der NSDAP, und Über­reichte die Urkunde, wonach die Arbeiten zum Gau- Thingplatz in Koblenz begonnen werden können. Der Stellvertreter des Reichsjugendführers, Ober­gebietsführer Hartmann Lauterbacher, be­grüßte unter stürmischen Heilrufen die Kameraden von der Saar. Gauleiter Staatsrat Gustav S i - m o n hielt die Weiherede.

Der Sonntag war dem großen G e b i e t s a u f - marsch der HI. vorbehalten. Um 9.30 Uhr traf der Pelchsjugendführer mit Reichsminister R u ft und Gauleiler Staatsrat Simon aus Ober­werth ein.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach führte u. a. aus:Wir haben unseren neuen Staat durch Blut und Wunden aufgebaut und 21 tote Kameraden für diesen Staat unseres Herzens auf die Bahre gelegt. Das ist jener heroische Stolz, den wir in dieser Stunde gemeinsam haben. Ihr habt dasJchineurerBru st auszulöschen und stattdessen das stolze Wir der Hitler-

brechend waren. Die Regelung des Versailler Vertrages, die Deutschland von der Kolonisation ausnehme, lehnen wir ab. Wir verlangten die

Rückgabe unserer Kolonien.

Nachdem das Deutschlandlied verklungen war, ließ Reichsstatthalter Ritter von Epp die beut- sche Kolonisation im Zeitraum eines halben Jahr­hunderts vorüberziehen. Stärker denn je fei der koloniale Gedanke heute im Volk. Gerade diese machtvolle Kundgebung zeige es am besten. Kolo­niale Tätigkeit sei kein R a u b r i t t e r t u m, fon- dem nichts als eine Größenerscheinung des Dol- kes. Nicht räuberischer Imperialismus sei es, wenn wir unser Recht auf Kolonien anmel­deten, sondern eine Notwendigkeit der Gleichberechtigung.Die Fahne hoch, die Reihen festgeschlossen", so müsse es auch tm kolo- nialen Streben des deutschen Volkes heißen:Das Volk marschiert in gleichem Schritt und Tritt!" Mächtig brauste das Horst-Wessel-Lied durch die Halle.

Glanzvolle Eröffnung der Kieler Woche.

Oie Auffahrt der 500 Jachten. - Starke Beteiligung aus dem Ausland.

gebieten

Deutschen seien es gewesen, die der Seuchen-

Große Reichskolonialtagung in Kiel.

3m Zeichen des Gedenkens an die Gewinnung der ersten deutschen Kolonien vor 50 Jahren.

Aufmarsch der Mrjugend in Koblenz

Grundsteinlegung der Thingstätte.

Versuchsfahrt desFliegenden Hamburgers" von Berlin nach Köln.

575 Kilometer in fünf Stunden. Starkes Interesse in England.

Der englische Abgeordnete Chorlton, der zur Zeit in Begleitung des Chefinspektors der Londoner Nordostbahn zum Studium der neuen deut­schen Schnelltriebwagen in Deutschland weilt, hat sich in einer Unterredung mit Reuter sehr befriedigt über die Leistungen des Fliegenden Hamburgers" und der K r u f e n b e r g- scheu Schnellwagen geäußert. Diese Züge, so erklärte Chorlton, könnten ausaezeichnet in England ver­wandt werden. Mit diesen Stromlinienzügen, deren Fahrt sehr sicher und stoßfrei sei, und die 160 km in der Stunde zurücklegten, könnte die Strecke LondonManchester in 2A Stunden, die Strecke LondonEdinburg in 4 Stunden befahren werden. Auch die zweite große englische Eisenbahngesell- schäft LondonMidlandSouthern bezeugt starkes Interesse für die deutschen Schnelltriebwagen.

jenen reichen, die gewillt sind, in gute Beziehungen mit uns zu treten. Die Rede des Reichssportführers klang in ein dreifaches Siegheil auf den Führer und den Reichspräsidenten aus. Darauf wurden das Deutschlandlied und das Horft-Weffel-Lied gesungen.

Biesenfeuerwerk

mit 1OOOOO Zuschauern.

Etwa 100 000 Kieler und viele Besucher der Kieler Woche wohnten Sonntag abend einem von der NS.-Gemeinschaft ,,$ r a f t durch Freude" veranstalteten Riesenfeuerwerk bet, das einen schönen Abschluß des ersten großen internationalen Segelsporttages brachte. Das Ziel­schiffBaden", auf dem das Feuerwerk abgebrannt wurde, war von vielen hundert mit Lampions ge­schmückten Booten umlagert. Sehr wirkungsvoll war auch das große Scheinwerferspiel, das die am Hafen liegenden Schiffe und Kreuzer der Reichsmarine durchführten. Spontan machte sich die Begeisterung der an beiden Ufern harrenden Menge Luft, als die Bilder des Reichspräsidenten und des Führers aus dem Dunkel aufleuchteten, der Männer, denen letzten Endes auch die Wieder­erweckung der Kieler Woche zu verdanken ist.

*

Der Kieler Sonderberichterstatter des Pariser Journals" schreibt über die überaus herz- l i cf) e Aufnahme, die die ausländischen Gäste auf der Kieler Woche gefunden hätten. Man müsse den Organisatoren der Veranstaltung die Gerechtig­keit widerfahren lassen, daß sie nichts unversucht gelassen hätten, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Man brauche nur einen Wunsch auszusprechen, und er werde sofort erfüllt. Was die Regatta selbst angehe, so könne man sie als geradezu außerordent­lich bezeichnen.

Kiel, 16. Juni. (DNB.) Die große Kolonial­tagung der im Reichskolonialbund vereinigten Ver­bände wurde am Freitag durch die Geschäftssitzung der verschiedenen Verbände eröffnet. Die Beteili­gung der Kolonialdeutschen und der Kämpfer für den Kolonialgedanken aus allen Teilen des Reiches ist außerordentlich groß. Gouverneur a. D. Dr. Schnee eröffnete die Sitzung des Vorstandes im Rahmen des Kolonialgedenkjahres in Erinnerung an den Tag, an dem vor 50 Jahren zum ersten Male die Reichsflagge in Afrika gehißt wurde. Die Ansprache war das starke Bekenntnis zu einem neuen kolonialen Deutschland. Bei der Eröffnung der öffentlichen Versammlung der Deut­schen -Kolonialgesellschaft begrüßte Dr. Schnee zu­nächst die Vertreter der Partei und der Regierung sowie zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Er wies Darauf hin, daß immer wei­tere Kreise auch in den früher feind- lichen Ländern einem Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe ber koloni­sierenden Mächte günstig gegenüberstanden. Dies gelte auch von England, wie er dort bei einer kürzlichen Anwesenheit feststellen konnte, ebenso von Frankreich.

Als nächster Redner erstattete SS.-Standarten- führer Oberleutnant a. D. Bauszus einen ein« gehenden Bericht über seine im letzten Winter unternommene Reise durch Süd n) e st - und £) ft a f r i t a zu einer Zeit, als das Land unter dem schweren Druck einer dreijährigen Dürre ge­standen habe. Mit besonderer Genugtuung wurde die Feststellung aufgenommen, daß die Deutschen in Südwestafrika das Weimarer Interregnum nie­mals anerkannt hätten. Sie seien ihrer Hei­mat treu geblieben und hätten während dem Kriege in dem harten Lande Unerhörtes ge­leistet. In Dftafrifa, das seit 1925 den Deutschen wieder offen stehe, hätten seitdem 2500 Volks­genossen eine neue Heimat gefunden. Sie seien sich dessen bewußt, hier auf weit vorge­schobenem Posten zu stehen und Kämpfer für beut« jches Wesen und deutsche Geltung zu sein.

Paris, 16. Juni. (DNB.) Gelegentlich eines privaten Aufenthaltes in Paris traf der Beauf­tragte der Reichsregierung für A b - rüftungsfragen von Ribbentrop den französischen Außenminister B a rt h o u, mit dem er eine längere Aussprache über die deutsch- französischen Beziehungen hatte.

In einer Auslassung der Havasagentur wird er­klärt, der Beauftragte des Reichskanzlers habe die deutschen Forderungen in der Rüstungsfrage in allen Einzelheiten erläutert Außenminister Barthou dürfte erwidert haben, daß Deutschland in den Völkerbund und die Abrüstungskonferenz zurückkehren müsse, wo seine Wünsche mit der erforderlichen Unparteilichkeit geprüft werden wür­den (?). DasEcho de Paris" schlägt bereits Alarm und bestürmt den Außenminister, um keinen Preis in dieplumpe Falle" Deutschlands zu gehen. Deutschlands Standpunkt habe sich nicht ge­ändert.

Frankreich Hai noch nicht genug Bombenflugzeuge.

Immer neue Rüstungswünsche.

Paris, 18. Juni. (DNB.-Funkspruch.)Echo be Paris" erhebt die Forderung nach einer großen Luftflotte von Bombenflugzeugen, die angesichts des Mißerfolges der Abrüstungskon­ferenz dringender denn je geworden fei. Selbst der französische Luftfahrtminister hätte in einer dramatisch verlaufenen Ausschußsitzung in der Kammer zugeben müssen, daß die französische Luft­flotte eines Krieges zu % zerstört würde, be- vor sie Gelegenheit haben würde, in den Kampf einzugreifen. Gerade aus diesem Grunde habe man in das Aufbauprogramm an erster Stelle b i e Bombenflugzeuge eingesetzt. Leider frage man sich aber heute noch in zuständigen Kreisen, ob es wirklich notwendig sei, eine starke Flotte von

Selten ist ein sportliches Ereignis mit derartiger Spannung erwartet und vom Ausland mit Auf­merksamkeit verfolgt worden, wie die Eröffnung der Kieler Woche 1934. Eine feierliche Flag- genhissung im Olympiahafen leitete den Eröffnungs­tag der Deutschen Kampfspiele 1934 ein. Von der Bellevue-Brücke richtete der Reichssportführer Be­grüßungsworte an die Bevölkerung und an die Segelkameraden auf dem Wasser. Tausende von Zuschauern beobachteten vom Hindenburg-Ufer die Auffahrt der 500 Jachten, hinter denen die im Hafen liegenden Kriegsschiffe einen wun­dervollen Rahmen abgaben. Nach dem ersten Tage schon hatte man den Eindruck, daß Kiel auf dem besten Wege ist, im internationalen Segelsport bald wieder den alten Platz einzunehmen.

Als Auftakt fand ein B e g r ü ß u n g s a b e n d statt, zu dem die Stadt Kiel die Vertreter der 14 auf der Kieler Woche startenden Nationen geladen hatte. Oberbürgermeister Behrens hielt die Be­grüßungsansprache. Wir sind stolz darauf, so sagte er, daß die Kieler Woche einen internationalen Charakter trägt. Unter dem Hakenkreuzbanner des neuen Deutschland wird auch sie einen neuen Im­puls im Sinne des Nationalsozialismus erhalten. Reichspräsident von Hindenburg, der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsminister Dr. F r i ck, Mini­sterpräsident Göring haben wertvolle Preise ge­stiftet.

Dann sprach der Reichssportführer von Tscham- mer und Osten. Ich fehe in diesem Moment, jo führte er u. a. aus, keine Deutschen und keine Ausländer, sondern nur Segler schlechthin; denn der Gesamtrahmen der Kieler Woche soll ein durchaus loyaler und kameradschaftlicher sein. Wir haben auf einer guten alten Tradition wieder beste Be­ziehungen aufzubauen und mit dem jungen Blut eines neuen deutschen Staates unter Führung Adolf Hitlers der Welt zu zeigen, daß wir beide Hände

Bombenflugzeugen km besitzen und daß mehrsitzige Kampfflugzeuge nicht genügten. Dazu müsse aber festgestellt werden, daß die Möglichkeit der Kampf­flugzeuge für Bombardierungen nur sehr beschränkt fei Es folgt dann aus durchsichtigen Gründen die bei Blättern dieser Art schon zur Gewohnheit ge­wordene Unterstellung, daß Deutschland Ver­kehrsflugzeuge habe, die im Handumdrehen in Bomdenflugzeue umgewandelt werden konnten. Auch Italien, England, Rußland und Amerika verfügten über vorzügliche Bomben­flugzeuge und deshalb dürfe Frankreich im In­teresse seiner Landesverteidigung nicht zurückstehen.

Starke Steigerung der Waffen­ausfuhr aus England

London, 16. Juni. (DNB.) Daily Expreß ver­öffentlicht in großer Aufmachung einen Vergleich zwischen den amtlichen Ziffern der Waffenausfuh­ren aus England in den ersten fünf Monaten der Jahre 1933 und 1934. Daraus geht hervor^ daß England vom 1. Januar bis 31. Mai 1934 Waffen und Munition im Werte von 2 482 264 Pfund aus­geführt hat gegenüber 1 925 642 Pfund in den ent­sprechenden fünf Monaten des Vorjahres. Die stärk­ste Zunahme zeigt sich in den Ausfuhrziffern f u r Torpedos und Unter f e eboo15 m i nen, die von 28 854 auf 85 081 Pfund gestiegen sind. Die Flugzeugausfuhren beliefen sich m den ersten 5 Monaten 1934 auf 724 233 Pfund gegen­über 560 023 Pfund im Vorjahre. Die E m p f a n« g e r dieser Warenlieferungen sind unbekannt, da die englischen Behörden hierüber keine Aus­kunft geben. Sunday Expreß meldet, daß über Dreiviertel der gesamten englischen Waffen­ausfuhr in den ersten Monaten 1934 nach Ruß­land gegangen seien. Die von Rußland gegebe­nen Aufträge beziehen sich in der Hauptsache auf Maschinengewehre und Munition.

Eine Aussprache Mbenirops mit Barthou Oie Abrüstungsfrage emeuf zur Erörterung.

Am Sonntag wurde die erste offizielle Versuchsfahrt des Schnelltriebwagens der Reichsbahn, desFliegenden Hambur­gers" von Berlin nach Köln durchgeführt. Pünkt­lich zur vorgesehenen Zeit um 12.20 Uhr traf der Fliegende Hamburger" im Kölner Hauptbahnhof ein. Zuerst entflieg dem Schnelltriebwagen der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft Dr. Dorpmüller.

Er bezeichnete die Fahrt des Schnelllrleb- wagens von Berlin nach Köln als einen Mark­stein In der Geschichte des deutschen Eisenbahn­wesens. 575 Kilometer seien ohne Schwierig­keiten in knapp 5 Stunden zurückgelegt wor­den. Das bedeute eine Durchschnittsge­schwindigkeit von 120 Kilometer und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 und mehr Kilometer.

Dr. Dorpmüller stellte in Aussicht, daß schon im nächsten Jahr die Strecke BerlinKöln in 41 /2 Stunden überbrückt werden könne. Wenn trie fahr­planmäßigen Züge hinter den Schnelltriebwagen zurücktreten müßten und wenn ferner besondere Gleisanlagen für den Schnellverkehr geschaffen würden, so sei es leicht möglich, daß eine Höchstge­schwindigkeit von 200 Kilometer erreicht werden könne. Die Motoren, die den Schnelltriebwagen fortbewegen, entwickeln 420 PS. Es sei aber der Bau von Schnelltriebwagen geplant mit einer Motorenstärke von 600PS, die natürlich eine noch höhere Geschwindigkeit erreichen würden. Sehr interejsant waren die Ausführungen Dorpmüllers über die wirtschaftliche Seite des Schnelltriebwagen­verkehrs. Der Preis für den Brennstoff in Dampf­lokomotiven fei bedeutend höher als der Preis für den Brennstoff des Schnelltriebwagens; koste doch der Brennstoff- für die Fahrt BerlinKöln nicht mehr als eine Fahrt zweiter Klaffe. Wenn die Dampfzüge ganz durch Schnelltriebwagen ersetzt wurden, so würde man nicht nur die Zugfolge ver­doppeln, man würde auch eine Erhöhung der Ge­schwindigkeit um 50 v. H. und dazu eine Ersparnis des Brennstoffes um 25 v. H. erzielen können. Um 15,04 Uhr trat derFliegende Hamburger" die Rückreise nach Berlin an.

Die Fahrt, die ohne den fleinffen Zwischenfall verlief und bei sämtlichen Beteiligten das Ge­fühl weckte, an einem seltenen Ereignis in der Geschichte der Verkehrstechnik persönlich teil­nehmen zu können, beweist, daß die Deutsche Reichsbahn mit dem neuen Schnelltriebwagen ein Verkehrsmittel herausgebildel hat, wie es vorläufig fein zweites in der Welt gibt.

Die Fahrtleistung ist um so höher zu bewerten, als sie ohne (Störung des fahrplanmäßigen Zugverkehrs abgewickelt wurde, weil der Fahrplan des Schnell­triebwagens so gelegt war, daß der fahrplanmäßige Betrieb auf den Strecken nicht gestört wurde. Trotz­dem betrug die Fahrzeit des Zuges nur 4A Stun­den, während der schnellste D-Zug von Berlin nach Köln, der FD 22, mit einer Durchschnittsgeschwindig-

jugend und des Nationalsozialismus zu bekennen. Ihr tut das nicht für euch. Es geht nicht um euer privates Glück, sondern um das Glück des einigen Volkes. Diese heutige herrliche Stunde soll uns wieder ein Bekenntnis jein der Treue zu unserer Heimat, zu unserem Vaterland und zu unserem Führer Adolf Hitler." Minutenlang brausten die Heilrufe über das ge­waltige Stadion.

Reichsminisier Rust

betonte dann unter dem Begeisterungssturm der Jugend, daß der Kampf der Jugend um Freiheit und Wahrheit, der Kampf um das neue Deutschland für immer verbunden ist mit dem Namen Adolf Hitler. Ihr müßt Euch stets Eurer eigenen Ver­antwortung bewußt sein, einer Verantwortung, zu ber Euch das Schicksal zusammengeschmiedet hat. Wir wissen, daß die Revolution sich bei Euch in treuen Händen befindet. Bei Euch werden alle diejenigen an den Unrechten kommen, die von Euch etwas anderes wollen, als b i e große beutfche Volksgemeinschaft. Ihr braucht bie Revo­lution gegen bie ßebenben nicht zu gewinnen. Euch geht die Revolution der Zukunft an. Die alten Kräfte der Vergangenheit werden auch jenseits der Grenze sterben. Auch dort wächst eine neue Jugend heran. Wir kennen nur eine Fahne, bie Fahne Abolf Hitlers. Wir kennen nur eine Losung, die Losung Freiheit und Brot. Wir kennen keine verschiedenen Konfessionen, wir kennen und erkennen nur eines: Wir sind Deut­sche. Die Rede klang in begeisterte Heilrufe au den Führer aus.

Zum Schluß nahmen Reichsjugendführer Bal­dur v. Schirach, Reichsminister Rust und Gauleiter Staatsrat Simon den großen Vorbeimarsch der 50 000 Hitlerjugend ab.

feit von 90 km 6V2 Stunden braucht, die nor­malen D «3 ü g e aber 8 bis 9 Stunden.

Die Fahrtteilnehmer waren auch in der Lage, festzustellen, daß der Schnelltriebwagen bedeutende Vorzüge gegenüber normalen FD-Zügen besitzt. Er ist nicht nur in hohem Grade schüttelfrei, sondern er läuft auch viel geräuschloser, als dies bei normalen FD-Zügen der Fall ist. Man hat selbst bei Entwicklung der Höchstgeschwindigkeit des Wagens ein Gefühl absoluter Sicher­heit und merkt kaum etwas davon, daß man mit fast der doppelten Geschwindigkeit der normalen D-Züge durch die Landschaft saust.

lieber deutsches Schulunaswesen in den Kolonien sprach Kolonialstaatssekretär a. D. Dr. h. c. ß i n ö e q u i ft, der sich besonders kulturellen Fragen ber deutschen Farmer unb Pflanzer zu- roanbte. Die Hauptsache für bie Erhaltung eines gefunben Deutschtums sei bie Erhaltung eines völ­kischen Schulwesens. Weitere Vorträge befaßten sich mit ber ßage ber kolonialen Wirtschaft, bem hohen Stand der kolonialen Siedlung, der Pflege des kolonialen Gedankens in der Hitlerjugend und ähnlichen Fragen. Begrüßungstelegramme wurden gesandt an den Reichspräsidenten, den Reichskanzler, den Reichsaußenminister, den preußi- jchen Ministerpräsidenten und den Chef der Marine­leitung.

Den Höhepunkt ber Reichskolonialtagung bilbete eine große öffentliche Kunbgebung am Samstagabenb in ber Nordostseehalle. 25 000 Men­schen legten hier das Bekenntnis für den deutschen Kolonialgedanken ab. Unter den vielen Uniformen leuchtete oft das Gelb ber Schutztrup p e heraus, bas Ehrenkleib ber alten Kämpfer für Deutschlands Kolonialgeltung. Unter ben Klängen bes Babenweiler Marsches nahmen über 200 Fah­nen ber SA., SS., bes NSDFB., ber HI., bes Kyffhäuserbunbes, Krieger- unb Marinevereine, bes Neichskolonialbunbes u. a. Aufstellung. Sodann marschierte eine Abteilung Schutzpolizei in bie Halle.

Reichsstatchalter Ritter von Epp

gab feiner Freude darüber Ausdruck, jetzt einen Akt wiederholen zu können, der sich vor kaum vier Wochen in Berlin vollzogen habe, als die Tra­dition ber Polizeitruppe Ostafrikas an die ßandes- polizeiGeneral Göring" übergeben worben sei. Die zweite Hundertschaft von Kiel über­nehme jetzt die Tradition ber P olizei» truppe Kamerun. Polizeigeneral Strecker bankte für bie Trabitionsübergabe. Die Hundert- schaft gelobte, bie Tradition zu pflegen und sich ein­zusetzen für den kolonialen Gedanken.

Anschließend entwickelte Gouverneur 0. D. Dr.

OieLustämter nehmen ihre Tätigkeit auf

Berlin, 16. Juni. (DNB.) Das ßustfahrtmini- fterium teilt mit: Mit dem 16. Juni nehmen die 16 ßuftämter Berlin, Königsberg, Stettin, Kiel, Breslau, Dresden, Magdeburg, Hannover, Münster, Köln, Frankfurt a. M., Weimar, München, Nürnberg, Stuttgart und D a r m ft a b t ihre Tätig­keit auf. Die Zuständigkeit der bisher mit ßuftfahrt- angelegenheiten betrauten ßandesbehörden ist damit beendet. Anträge, Gesuche usw. wegen Erteilung von Flugzeugführerscheinen, ßuftfahrzeug- zulassungen, Genehmigung von Veranstaltungen, Anlage von Flughäfen u. dgl. sind daher von die­sem Zeitpunkt ab nur noch an die zuständigen ßuft­ämter zu richten.

Karin Görings lleberfirhrung und Beisetzung.

DNB. Berlin, 17. Juni. Am Mittwoch, 20. Juni, erfolgt die Beisetzung Karin Görings in ber Gruft, bie Hermann Göring in der Einsamkeit ber Sch 0 rfheibe für feine treue Gefährtin bei Karinhall geschaffen hat. Dem Adjuvanten des preußischen Ministerpräsidenten und Reichsluftfahrt­ministers, Major Bodenschatz, der als ehe­maliger Gefchwaderadjutant Hermann Görings dessen Trauzeuge war, ist die ehrenvolle Aufgabe zuteil geworden, den Sarg Karin Görings aus Schweden in ihre zweite deutsche Heimat, für die sie an der Seite ihres Gatten so viel gekämpft und gelitten hat, zu überführen. Hermann Göring