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Nr. 139 Erstes Blatt

1H Jahrgang

Montag, 18-Znni (934

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Deutschlands Beitrag für den Frieden der Wett.

Das innere Aufbauwerk des deutschen Nationalsozialismus stört die Andern nicht, aber

richtet: Was wollt ihr beitragen zur Befrie­dung der Welt? Dann sagen wir: Dir sind ein Volk, das den Frieden liebt und den Frieden wünscht und das sich nicht um die Angelegen­heiten anderer Völker kümmert. Wir haben nur den Wunsch, daß die anderen denselben Weg

Die Zeit der Diktate ist vorbei!

Erziehung zur inneren Willenseinheit!

Wir Nationalsozialisten können nichts anderes tun, als unser Volk gegen diese Gefahr vorzubereiten. Wir sind entschlossen, uns hierbei' von Niemandem das Recht der Selbfterhaltung streitig machen zu lassen. Wenn uns jemand sagt: Wenn ihr National­sozialisten die Gleichberechtigung wünscht für Deutschland müssen wir mehr aufrüsten-, so können wir nur sagen:Unferetwegen könnt ihr das tun, denn wir haben ja nicht die Ab­sicht, euch anzugreifen. Allein wir wollen s o st a r k sein, daß auch jedem anderen die Absicht vergeht, uns anzugrei­fen.- (Langanhaltende minutenlange Heilrufe) Je mehr die Welt von Blockbildungen redet, umso klarer wird uns, daß man besorgt sein muh um die Erhaltung der eigenen Kraft. Wir haben keine Komplotte mit anderen Völkern geschmiedet, haben aber besorgt zu sein dafür, dah nicht Komplotte anderer eines Tages das deutsche Volk vernichten und es um den Segen seiner inneren Arbeit bringen. Da kann ich der ganzen Welt nur das eine versichern: So be­dingungslos unsere Friedensliebe ist, so wenig Deutschland einen Krieg will, so fanatisch werden wir für die deutsche Frei­heit und die Ehre unseres Volkes

Sehen Sie. in unserer nationalsozialistischen Bewegung eine solche grohe Sicherung gegen den Geist des Klassenkampfes, des Klassenhasses und der Klassenspaltung. Sehen Sie in der nationalsozialistischen Bewegung und in ihren Organisationen eine grohe Schule der Erziehung zur Gemeinsamkeit. Die Partei, SA. und SS., die PO., der Arbeits­dienst, die Jugendorganisation, sie alle sind Wittel zum Zweck der inneren Zu- sammenschweihung unseres Volks- körpers und damit zur Entfaltung der in unserem Volke liegenden Kräfte zu einer wahr­haft friedlichen, kulturfördernden und auch ma­teriell segensvollen Arbeit.

Was müßte kommen, wenn die kleinen Nörgler ihr Ziel erreichen würden. Deutschland würde wieder zerfallen, wie es früher zerfallen war. Das aber können wir sie versichern: Sie haben früher nicht die Kraft gehabt, die Erhebung des Nationalsozialismus zu verhindern, das wach­gewordene Volk aber sollen sie nimmermehr wieder in Schlaf senken. Was ihnen heute gegenübersteht, ist nicht das feige und korrupte Bürgertum des Jahres 1918, sondern das ist die Faust des ganzen Volkes. (Brausender Beifall.) Das ist die Faust der Nation, die geballt ist und jeden niederschmet­tern wird, der es wagt, auch nur den leisesten Der- such einer Sabotage zu unternehmen. Denn das ist sicher: Obr wir sind oder nicht, ist gleichgültig. Aber notwendig ist es, dah u n s e r D o l k d a i st. Was jene aus unserem Volk gemacht haben, das wissen wir. Wir haben es erlebt. Sie sollen nicht sagen: Wir wollen es ein zweites Mal besser machen. Ihr habt einmal demonstriert, wie man es nicht machen darf und wir zeigen es Euch jetzt, wie man es machen muß! Deutschland soll leben? (Stürmischer, brausender Beifall, brau­sende Heilrufe.)

Nachdem der Kanzler feine Rede beendet hatte,

einlrelen. Die Well muh wissen: Die Zeit der Diktate ist vorbei. (Stürmische Zu­stimmung.) So wenig wir die Absicht haben, einem anderen Volke einen Zwang aufzuerle­gen, so sehr wehren wir uns gegen jeden Ver­such, das deutsche Volk auch weiterhin unter einen dauernden Zwang zu legen.

Wir haben nicht das Gefühl, daß wir eine min­derwertige Rasse sind, ein wertloses Pack auf dieser Welt, das von jedem getreten werden darf oder kann, sondern wir haben das Gefühl, daß wir ein großes Volk sind, das nur einmal sich selbst vergessen hat, das verführt von wahnsinni- gen Narren sich selbst um seine Kraft brachte und das aus diesem Wahnsinnstraum jetzt wieder erwacht ist. (Bravo.) Ich will Sie, meine Volks­genossen, immer nur bitten und ermahnen, sehen Sie die Stärke unseres Volkes i n unserer i n - neren Willenseinheit, in unserer einheit­lichen Geistesauffassuna und unserem gemeinsamen Denken. Seien Sie überzeugt, daß die Stärke sich nicht so sehr ausdrückt in Divisionen, in Kanonen und Tanks, sondern daß sie sich letzten Endes aus­drückt in der Gemeinsamkeit eines Volkes Willen. Und seien Sie weiter durch­drungen von der Ueberzeugung, daß man diese Ge­meinsamkeit den Menschen anerziehen muß und dah man dafür Sicherungen schaffen muß.

das neue Deutschland will auch selber in Ruhe gelassen werden. - Des Führers Rede auf dem Geraer Parteitag.

zur Befriedung der Wett gehen.

Wir sind der Meinung, daß vor allem auch die Presse aller Länder diesen Beitrag zur Be­friedung der Welt liefern sollte und sich nicht Elementen zur Verfügung stellt, die ganz andere Zie-le haben. Wir Nationalsozialisten kennen diese internationalen Elemente ganz genau. Wir wis­sen, wer heute keinen Frieden will, wer fortgesetzt wühlt und fortgesetzt hetzt und die Völker vergiftet. Was soll es heißen, wenn wir mit einem Volke den Frieden und die Verständigung wollen und dann in dieser Presse lesen müssen, man dürfe sich mit der deutschen Regierung nicht ver­ständigen, weil das ein Erfolg für diese Regierung wäre! (Pfui-Rufe.) Also gibt man zu, daß das deutsche Volk glücklich wäre, wenn wir eine Ver­ständigung bekämen, und dann wagt man trotzdem, dieses Volk vor der Welt zu verdächtigen. (Stür­mische empörte Pfui-Rufe.)

Wir haben nur den einen Wunsch, daß sich bei den anderen Nationen immer mehr diejenigen durchsetzen, die in Erinnerung an die Greuel des vergangenen Krieges eben­falls eine aufrichtige Völkerversöhnung wollen. Denn das wissen wir: Wenn diese inter­nationale Clique von Hetzern ihre Ziele erreichen würde, dann würde man wieder die Völker, Mil­lionen braver und anständiger Menschen, aber ver­mutlich keinen dieser internationalen Hetzer auf dem Schlachtfeld finden.

Or. Goebbels spricht auf -em Parteiappell.

Gera, 17. Juni. (DNB.) Hier fand in An­wesenheit des Führers, des Reichsministers Dr. Goebbels und zahlreichen führenden Perfön- keiten der Partei der Gauparteitag Thürin­gens 1934 statt. Auf einem großen Appell am . Sonntag morgen sprach auch Reichsminister Dr. Goebbels. Er erklärte u. a.:

lieber das Wunder der deutschen Einigkeit hinaus haben wir auf allen Gebieten des öffentlichen Le­bens Lei st ungen von gigantischem Aus­maß vollbracht. Diejenigen, die heute an dieser Leistung Kritik üben und herumnörgeln wollen, beweisen damit nur, daß sie an ihr weder einen inneren noch einen äußerlichen Anteil haben. Es sind das dieselben Kreise, die sich seither den Sorgen der Nation verschlossen haben. Vierhundert Tote und Zehntausende von Verletzten sind die lebendigen Blutpreise des großen heroischen Opfer- ganges, den unsere Bewegung zur Macht angetreten hat. Der Erfolg ist ein Erfolg der geschlos­senen Einigkeit unser Bewegung ge­wesen. Nie hätte die deutsche Einigkeit vollzogen werden können, wenn nicht diese Bewegung auf allen Gebieten Vorbild und Beispiel dieser Einig­keit gewesen wäre. Wenn heute die Ueberklugen den durchsichtigen Versuch unternehmen, sich auf den Führer und seine Autorität zu berufen, um dann gegen die Bewegung oder eine ihrer Unterorgani­sationen Stellung zu nehmen, dann können wir nur erklären: Auf den Führer sich berufen, dies Recht steht nur uns Nationalsozialisten zu, denn er ist nicht nur unser Führer, er ist der Verkörperer der nationalsozialistischen Idee und der lebendige Trä­ger der nationalsozialistischen Organisation. Wir sind von dem Willen beseelt, das Werk der Erneue­rung bis zum letzten Punkt durchzusetzen und nicht zu ruhen, bis Bewegung, Staat und Volk in einer einigen Dreiheit die deutsche Nation insgesamt ver­körpern. Und jetzt geht die Bewegung in kämpfe­rische Front und nimmt den Angriff auf gegen die Saboteure, Nörgler und Miesmacher im Innern. Die ganze Bewegung hat im alten Kampfgeist Tritt gefaßt. Sie appelliert an die Nation und ist über­zeugt, daß dieser Appell im Herzen der Nation einen Widerhall findet. Solange wir marschieren, marschiert Deutschland, solange diese Bewegung ge­schlossen bleibt, wird die Einigkeit des deutschen Volkes Tatsache sein. Deutschland ist nicht verloren, Deutschland ist in uns wieder auferstanden, denn wo wir stehen, da steht Deutschland. (Stürmische Heilrufe und langanhaltender Befall.)

Vorbeimarsch vor -em Führer.

Begeisterte Huldigung der Thüringer.

Nach Beendigung des Appells zogen die Forma­tionen durch die Feststadt hin zur Fürstenstraße, wo der Führer inzwischen, von einer vieltausend­köpfigen Menge überaus herzlich begrüßt, eintrifft. Immer wieder jubelt ihm die begeisterte Bevölke­rung zu, immer wieder ertönen Heilrufe. Da und dort bilden sich Sprechchöre der Jungen und Alten. Die alte Garde grüßt ihren Kanzler" ,Heil un­serem Kanzler", so rufen sie ohne Unterlaß. Vor­bei am Führer geht nun der schier endlose Zug in Neunerreihen: SA., SS., HI., Jungvolk, Arbeitsdienst, PO., Motor-SA. Leuchtenden Äugens und stolz grüßen sie, den Arm empor gereckt, ihren Führer, und stets von neuem jubeln die 20 000, die sich vor der Tribüne eingefunden haben, ihm enl- gegen. Erhobenen Armes grüßt der Führer. Ihm zur Seite stehen Reichsminister Dr. Goeb­bels, Reichsstatthalter Sauckel, Ministerpräsi­dent Marfchner, Stabsleiter Dr. Ley, SA.- Eruppenführer Lasch, Gebietsführer Blum. Freude zeigt sich in den Zügen des Kanzlers. Die Freude über die Disziplin seiner Kampfgenossen m Thüringen, die Freude über die kraftvollen Gestal­ten, die Freude über unsere Jugend. Fast vier Stunden dauert der Vorbeimarsch. Als die letz­ten Reihen Adolf Hitler begrüßt hatten, verließ der Führer die Tribüne, von der Bevölkerung auf sei­ner Fahrt durch die Stadt immer und immer wie-, der umjubelt.

Der Führer spricht.

Höhepunkt des Gauparteitages 1934 wurde die Riesenkundgebung am Sonntagnachmittag a u f dem Geraer Schützenplatz, auf dem Reichs­kanzler Adolf Hitler zum ersten Mal nach der Ruck-, kehr von seiner Jtalienreise sprach, lieber 70 000 Menschen hatten sich versammelt, um den Kanzler zu hören- SA-, SS., Arbeitsdienst, PO. HI. mar­schiert auf. Böllerschüsse verkünden das Kommen des Führers. Der Badenweiler M a r f d) erklingt und 70 000 grüßen wiederum stürmisch den Kanzler. Innerlich tief bewegt nimmt dann Reichs­statthalter Sauckel das Wort: Wir haben das unverdiente Glück, hier im Herzen Deutschlands den Führer nach feiner Rückkehr aus dem faschistischen Italien begrüßen zu können. Wir geloben ihm zu unserem Gauparteitag Gehorsam und unerschütter­liche Disziplin, unter seiner Führung um Aufbau und Neubau des Reiches zu arbeiten ohne Rast und

brachte Reichsstatthalter Sauckel ein dreifaches Siegheil auf Adolf Hitler und das Vaterland aus. Dann bekunden die 70 000 er­neut ihre Treue mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst Wessel-Liedes. Der Gauparteitag 1934 hatte damit sein Ende gefunden.

Der bayerische Ministerpräsident über die Jtalienreise des Führers. Lindau, 17. Juni. (DNB.) In einer Rede aus Anlaß der Eröffnung des Stadions führte der baye­rische Ministerpräsident Siebert zur jüngsten Auslandreise des Führers u. a. aus: Als ich dem Führer am Tage des Abfluges nach Venedig die Hand zum Abschied drückte, da war er durchdrungen von dem Gedanken, daß seine Reise der Befrie­dung der Welt dienen solle. Am Samstag, beim Willkommaruß auf Bayerns Boden, da strahlte und leuchtete es aus seinen treuen Augen, als er sagte:Es war schön und es war g u t". Ich habe es später auch von Herrn von Neu­rath gehört, wie schön der Besuch verlaufen ist. Wir wissen, fuhr der Ministerpräsident fort, daß nocheinweiterWegzur Befriedung der Welt ist, aber wir wollen der Welt durch Arbeit beweisen, daß wir die ersten sind, die ein- schlagen in die bargebotene Hand.

Das Jestabzeichen

für das Deutsche Zuaendfest.

Berlin, 16.Juni. (DNB^) Der Stelloer« tretet des Führers, Reichsminister Heß, und der Reichsfinanzminister haben di« Erlaubnis zum Verkauf des Festabzeichens für das Deutsche Jugendfest am 23. Juni auf Straßen und öffentlichen Plätzen in der Zeit vom 18. bis 23. Juni erteilt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Abzeichen zahlreichen erwerbslosen Arbeitern der thüringischen Porzellanindustrie mehrere Wochen Arbeit gegeben hat, so daß jeder Käufer des Ab­zeichens dazu beiträgt, der deutschen Arbeitsschlacht zum Siege zu verhelfen.

Ruh bis zum letzten Atemzug. Dann sprach der Führer.

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, deut­sche Volksgenossen! Zum ersten Male nach dem Siege der Bewegung spreche ich wieder in dieser mir bekannten Stadt, und ich darf wohl sagen: Welch eine Wende! Es ist nicht nur eine äußere Umwandlung, nein, der bessere innere Kern unseres Volkes hat sich nach außen gewandt und das Schlechte nach innen zurückgetrieben. Eine Weltanschauung hat gesiegt. Und was wir früher so oft als wesentlich für den Sieg einer Weltanschauung voraussagten, ist eingetroffen. Wie oft erklärten wir früher, daß ein Parteisieg bloß ein Regiment verändert, der Sieg einer Welt­anschauung aber ein Volk umgestaltet, das ganze Leben mit einem neuen Geist und Sinn er­füllt. Was hat es zu sagen, wenn bei 42 Millionen noch ein lächerliches Grüppchen glaubt, gegen ein Naturgesetz ankämpfen zu können! Was hat es zu sagen, wenn Menschen, die früher, da wir einsam und klein gewesen sind, uns nicht zwingen konn­ten, jetzt sich einbilden, unsere Bewegung hemmen zu können, da sie sich über Deutschland erhoben hat? Der Sieg der nationalsozialistischen Bewegung dokumentiert sich nicht in äußeren Zahlen, nicht darin, daß wir Millionen Menschen heute mit ihren Stimmen für uns buchen können, sondern er do­kumentiert sich darin, daß wir diese Millionen Men­schen auch tatsächlich innerlich erfaßt haben. Deutschland, das 15 Jahre lang nur das Beispiel einer grauenhaften Zerrissenheit bot, ist heute wieder ein Volk, das einheit­lich organisiert ist. Und nicht äußerlich allein. Nein: Es wächst in den Geist dieser Organisation innerlich hinein und ist im großen Teil bereits hineingewachsen.

Es ist ein wunderbares Zeichen, wenn in einem Volk wie beim heutigen Vorbeimarsch stundenlang Zehntausende von Männern freiwillig diese Diszi­plin und Last auf sich nehmen, freiwillig tätig sind. Es ist das Zeichen einer inneren Gesundung, wenn sich auf diese Weise der Idealismus wieder eine Gasse bricht und denen Unrecht gibt, die da meinen, daß das Zeitalter des Geldes von jetzt ab alles beherrschen würde.

Am Geld sind wir arm, am Volk sind wir heule reich! (Stürmische Heilrufe.) Es gab eine Zeil, da waren wir vermögend, ein reiches Volk und doch innerlich arm, zerris­sen und uneinig, ein Volk, das mit seinem materiellen Reichtum nichts mehr an­zufangen wußte, heute, da wir arm sind, sind Millionen Menschen glücklicher, denn sie sehen wieder ein großes gemeinschaft­liches Lebensziel. And für dieses Ge- meinschaflsziel erziehen wir diese Millionen in allen unseren Organisalionen. Unseren Gegnern flehen heule nicht Zahlen gegenüber, sondern von einem Sinn und einem Geist erfüllte Menschen.

Sie sollen uns nicht als Partei werten, sondern sie sollen in uns die Fanatiker einer neuen Ueberzeugung sehen. Sie sollen sich nicht ein­bilden, daß die Gewalt dieser Ueberzeugung etwa heute oder morgen oder übermorgen geringer sein wird als in der Vergangenheit. Im Gegenteil, all denen, die glauben, gegen den Staat angehen zu können, sage ich: Dieser Staat steht erst in seiner ersten Jugend. In Jahrhunderten soll er sein Mannesalter erreichen und Sie können überzeugt sein, daß ihn ein Jahrtausend noch nicht gebrochen haben wird. (Stürmischer langanhaltender Beifall.)

Ein Volk ist zum Bewußtsein seiner Kraft erwacht. Wenn nun die andere Welt daran die Frage knüpft: Was wollt ihr damit? Dann können wir sagen: Nach innen alles, nach außen nur, daß ihr uns in Ruhe laßt. (Brausender, immer neu aufflammender Beifall.) Wenn mir die Frage vorgelegt wird: Was wollen Sie zur Befriedung der Welt tun? So sage ich: Wir haben das höchste getan, in­dem wir ein 70-Millionen-Volk nicht nur im Geiste der Selbstachtung, sondern auch im Geiste der Achtung der Rechte der anderen Nationen erzogen haben. Mögen auch die anderen Staatsmänner und Volks­führungen den gleichen Geist vertreten, nämlich nicht nur ihr eigenes Recht wahrnehmen, son­dern auch das Lebensrecht der anderen achten lernen. (Starker Beifall.)

Wir haben ein großes Ziel im Innern vor uns: Eine gewaltige Reformarbeit an uns selbst, an unserem Leben, an unserem Zusammen­leben, an unserer Wirtschaft, an unserer Kultur. Wir haben ein großes Werk vor Augen. Dieses Werk stört nicht die andere Welt! (Bravo!) Genau so, wie wir nicht das stören, was andere Völker bei sich tun; wir haben in unserem Hause genug zu schaffen und möchten meinen, daß auch die anderen Völker genug im eigenen Hause zu tun haben sollten. Ich glaube, wenn andere

Staatsmänner einen Teil der Aufmerksamkeit, die sie den Vorgängen außerhalb ihrer Völker schenken, dem inneren Leben ihrer eigenen Völker widmen wollten, dann würde manches auf dieser Welt besser sein. Wir wollen uns jedenfalls fteihalten oorr diesen alten Menschheits­fehlern, die Splitter im Auge der anderen zu sehen und die Balken im eigenen Auge dabei zu ver­gessen. Wir möchten wünschen, daß die anderen sich ebenfalls um dis eigenen Balken kümmern und das Herausziehen unserer Splitter unsere Sache sein lassen.

Wir Nationalsozialisten haben ein gigantisches Programm im Inneren. Das verpflichtet uns, Friede und Freundschaft mit der anderen Welt zu suchen. Das verpflichtet uns aber auch, genau so dafür zu sorgen, daß die andere Welt uns in Frieden und Ruhe läßt. Denn so wenig wir die Absicht haben, jemandem auf dieser Wett ein Unrecht zuzu- sügen, so wenig lassen wir uns in Deutschland vergewaltigen. Wenn jemand an uns die Frage