Wirtschaft
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Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
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diente Ausgleichstreffer. Wilhelmi 1900 war der Schütze. Mit 1:1 ging es in die Pause.
In der zweiten Spielhälfte ließen die Leistungen außerordentlich nach. Die Blauweißen erzielten wiederum einige Eckbälle und hatten auch sonst Chancen übergenug. Die Gießener Angriffsreihe konnte sich aber nicht zur vollen Energie aufraffen, denn sonst hätte mit dem Schlußpfiff noch der verdiente knappe Sieg sichergestellt werden müssen, als Hofmanns Bombenschuß, vom Ockershäuser Hüter zu knapp abgewehrt, Sekunden vor dem ungedeckten Tor lag.
1900 II — Dehlar 05 11 3:2 (1:0).
2m letzten Meisterschaftsspiel sicherte sich die Liga- reserve nochmals den Sieg, der an sich verdient war, jedoch nur durch ganz glückliche Umstände zustande kam. Auch hier war die Gießener Hintermannschaft fast ohne Tadel, jedoch der Angriff ein loses Gebilde, der in dieser Art und Weise nicht zu Erfolgen kommen konnte. Es half alle Feldüberlegenheit nichts. Selbst die zahlreichen Eckbälle blieben unausgewertet. Dafür machten sich aber die Wetzlarer zwei schöne Eigentore.
„ IC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg
Teutonia — BS(£. Sinn 1:1.
Auf dem Sportplatz der „Teutonen" in Watzenborn-Steinberg herrschte am Sonntag Hochbetrieb. Die erste Mannschaft hatte die gleiche des Ball- Spiel-Bereins Sinn zu Gast. Sinn spielt in der Bezirksklasse und hat einen guten Platz in der Tabelle. Die Mannschaft zeigte die erwarteten Leistungen und spielte einen produktiven Fußball.
Die Teutonen traten mit einer neuen Aufstellung auf den Plan: Otto Burger, Wehrum, Fett, Schäfer, Schmandt, Ernst Burger, Jung, Buß, Lang, Haas und Burk.
In Anbetracht des spielstarken Gegners und der vollständig neu zusammengestellten Mannschaft ist das Resultat 1:1 als recht beachtlich anzusehen. Die Hintermannschaft schlug sich über Erwarten gut und ließ den Gegner, der ost gefährliche Durchbruche machte, nur einmal zu Erfolg kommen. Einen Strafstoß hart an der Strafraumgrenze für Burger unhaltbar, mußte man passieren lassen. Die Läuferreihe schaffte unermüdlich in der Zerstörung, ließ es aber am Aufbau etwas fehlen. Die Stürmerreihe hatte gegen die ausgezeichnete Hintermannschaft der Gäste eine fast unlösbare Aufgabe. Nach vorbildlicher Kombination zwischen Lang und Buß gelang es ersterem, einen Treffer zu landen. Das Spiel war zu jeder Zeit offen und stand sportlich auf hoher Stufe.
Die 2. Mannschaft spielte gegen die 1. von Grü- ningen und siegte 4:1. Die Gästemannschaft hat spielerisch beachtliche Fortschritte gemacht und hätte bei etwas mehr überlegtem Spiel ein besseres Resultat erzielen können.
Die Jugend spielte gegen die 1. Jugend von 1900 Gießen. Die Gäste traten mit einer vorzüglichen Mannschaft an und lieferten eine sehr gute Partie. Um so mehr ist die Leistung der körperlich weit unterlegenen einheimischen Jugend anzuerkennen, die das Spiel zu jeder Zeit offen hielt und bei etwas mehr Glück zu Erfolgen hätte kommen müssen. Endresultat 0:3.
Schiri Rüspeler (Krofdorf-Gleiberg) der 1. Mann- schafts- und Jugendspiel leitete, versah sein Amt einwandfrei.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Heuchelheim I — Scholten I 6:0 (2:0).
Die Gäste gingen von Anfang an mächtig aus sich heraus und kamen öfters in bedrohliche Nähe des Heuchelheimer Heiligtums. Die einheimische Hintermannschaft war jedoch nicht zu schlagen. Bei den hiesigen fehlte zunächst noch das nötige Zusammenspiel im Sturm, der diesmal in veränderter Aufstellung antrat. Nach 20 Minuten Spieldauer fiel der erste Treffer. Bor der Pause wurde das Ergebnis noch auf 2:0 erhöht.
Nach Halbzeit zeigten die Heuchelheimer ein flüssiges Flachpaßspiel, bei dem der Gegner nichts mehr zu bestellen hatte. Der Ball rollte von Mann zu Mann und so konnten noch weitere vier Erfolge erzielt werden. Bei den Gästen gefiel der Mittelläufer durch sein bestechendes Spiel, ferner der linke Verteidiger und der Tormann. Schiedsrichter Becker (Marburg) war in seinen Entscheidungen korrekt.
Die 2. Mannschaft verlor das Gesellschaftsspiel gegen Schottens 2 Mannschaft unerwartet mit 0:3 Toren.
Kuhballahteilung des Tv. Kinzenbach.
Zu einem Gesellschaftsspiel weilte am Sonntag die erste Jugendmannschaft uen Waldgirmes in Kinzenbach. Nach einem schönen Spiel — in dem die Gäste durch ihre körperliche Ueberlegenheit und die Einheimischen durch die bessere Technik auffielen — kam ein gerechtes Unentschieden von 2:2 zustande.
der 8. Minute das zweite folgte. Holzheim kam bis zur Halbzeit noch zweimal zum Erfolg, wahrend die Gäste nur auf Verteidigung angewiesen waren Nach der Pause ließ der Sturm der Gastgeber stark nach und mußte den Gästen einige Tore zukommen lassen. Gegen Schluß fand sich Holzheim wieder des er zusammen und konnte das Resultat auf 7-4 erhöhen. Mit diesem Spiel steht Holzheim ungeschlagen an der Tabellenspitze der Kreisklasse 3.
Brieftaubensport.
Wie in allen Sportvereinen mit dem Eintritt der wärmeren Jahreszeit eine regere Sporttätigkeit einsetzt, so auch im Brieftaubensport. Was für den
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Auf der Suche nach dem unbekannten Sportsmann.
Begünstigt von herrlichem Frühlingswetter nahm der Tag der Langstreckler in Gießen einen glatten Verlauf. Nachdem die Teilnehmer von dem Kreis- athletikfachwart Herrn Richtberg auf den hohen vaterländischen Sinn und Zweck der Prüfung hingewiesen worden waren, erfolgte der Start zum Gehen um 8.20 Uhr und zum Laufen um 10 Uhr. Leider war die Beteiligung eine viel zu geringe. Außerdem waren in Gießen die meisten Wettbewerber Sportler, die sich schon länger an ähnlichen Konkurrenzen beteiligten, wenn auch ohne sonderlichen Erfolg. In Gießen wird man daher in Zukunft weiterhin auf die bekannten Läufer angewiesen sein. Zu wünschen wäre jedoch, daß bei den kommenden Prüfungen der denkbar weiteste Rahmen gespannt werden könnte, wie dies beispielsweise in Marburg der Fall gewesen ist.
Ergebnisse von der Prüfung des unbekannten Sportsmannes:
10 000-Meter-Laufen (10 Läufer am Start, 7 am Ziel): 1. K. Münch, 42/116 Trupp Hausen, 39,09 Min.; 2. Sobezak, OSC. Gießen, 39,10,1 Min.-, 3. C. Bäcker, Kraftsportklub Gießen, 39,12,3 Min. Schon bald bildeten diese drei Läufer eine Spitzengruppe, die während des ganzen Rennens von Bäcker geführt wurde. Munch fiel zeitweilig etwas zurück, hatte jedoch zum Schlug die größere Kraftreserve und siegte nach einem 400 Meter langen Spurt verdient
2 5 - K i l 0 nie ter-Gehen (10 Geher am Start, 8 am Ml): 1. W. Miebach, 23/116, 2,50,13 Std.; 2 H Faber, 23/116, 2,54,20 Std.; 2. Gg. Müller, 16/116, 2,54,20 Std.i 3. K. Luh, 11/116, 3,00,46 Stunden. Mannschaftssieger: 11/116 (Luh, Beiz, Werner, Dunkel). Wenn auch die Gangart des Siegers noch nicht ganz einwandfrei war, so steckt hier doch viel Talent und ist die Leistung relativ gut Auch die beiden nächst Placierten gingen beachtlich, fielen jedoch zum Schluß zurück.
Handball im Gau XII der DT.
Aufstiegsspiele zur Vezirksklasse.
Der Sonntag brachte mit dem Fortgang dieser Spiele zwei Ueberraschungen. Die hohe Abfuhr der Allendorfer Mannschaft in Krofdorf und der knappen Niederlage von Garbenteich in Katzensurt.
Tv. Krofdorf — Tv. Allendorf a. d. Lda. 9:3 (4:2).
Die Mannschaft der Einheimischen befand sich in einer vorzüglichen Verfassung. Der Elf der Gäste merkte man die längere Pause an. Während noch in der ersten Hälfte einigermaßen Widerstand geleistet wurde, war es nach der Pause für den Gastgeber ein Leichtes, einen klaren Sieg zu erringen.
Tv. Kahenfurt — Tv. Garbenteich 8:7 (3:5).
Wider Erwarten ließ sich Garbenteich in Katzen- furt die beiden wichtigen Punkte abnehmen und schied somit als Anwärter auf den ersten Platz vollkommen aus. Während in der ersten Hälfte die Gäste durch gutes Spiel ihres Sturmes das Spiel leicht überlegen durchführten und auch zahlenmäßig einen Vorsprung von zwei Toren herausholten, verlor die Mannschaft nach der Pause durch Umstellungen an Zusammenhang zum Schluß noch 8:7.
Gesellschaftsspiele.
Tv. Ahbach II — Tv. Münchholzhausen II 1:8 (0:5).
Die Gäste waren den Platzbesitzern weit überlegen und errangen einen verdienten Sieg. Die erste Hälfte stand vollkommen im Zeichen der Gäste und brachte ihnen 5 Erfolge ein. Nach der Pause setzte die Platzmannschaft etwas mehr Widerstand entgegen und konnte gegenüber 3 weiteren Erfolgen der Gäste das Ehrentor erzielen.
Tv. Ahbach I — Tv. Münchholzhausen I 4:7 (1:3).
Das Spiel der ersten Mannschaften war recht spannend und wechselvoll und brachte gleichfalls einen verdienten Sieg der Gäste. Auf beiden Seiten wurde hart gekämpft. Die Gäste fanden sich zuerst und spielten leicht überlegen. Bereits in der 4. Minute fiel der erste Erfolg und kurze Zeit später durch einen scharfen Schuß des Mittelstürmers das zweite Tor. Nachdem die Gäste durch einen verwandelten Strafstoß ihre Torzahl auf 3 erhöht hatten, kam Atzbach zum ersten Gegentreffer. Die zweite Halbzeit sah zunächst wieder die Gäste im Vorteil und in kurzer Zeit auf 5:1 erhöhen: dann gelangen Atzbach in kurzer Folge zwei prächtige Tore. Das Spiel wurde nun wieder ausgeglichener und brachte den Gästen als Abschluß zweier schneller Vorstöße zwei Tore ein. Durch den Leichtsinn des Gästetorhüters kommt Atzbach kurz vor Schluß noch zu einem billigen vierten Erfolg.
Holzheim I — Lang-Göns I 7:4 (4:0).
Am Sonntag stand die hiesige 1. Mannschaft zu ihrem dritten Aufstiegfpiel der 1. vom Turnverein Lang-Göns auf eigenem Platze gegenüber. Be.ide Mannschaften mußten mit Ersatz antreten. Gleich nach Beginn gingen die Einheimischen zum Angriff über und bedrängten das Gästetor stark In der 5. Minute fiel das erste Tor für Holzheim, dem in
Sportler das Training bedeutet, sind für die Brief, tauben die Uebungsflüge. Diese beginnen mit 20 Kilometer Entfernung vom heimatlichen Schlag und werden etappenweise bis auf zirka 150 Kilo, meter fortgesetzt. Von da ab beginnen die Wettflüge. Der Brieftauben-Klub Gießen beginnt am heutigen Mittwoch mit dem ersten Uebungsflug Grünberg, als weitere Uebungsflüge kommen Alsfeld, Hersfeld, Gotha hinzu. Die Wett- fiüge beginnen am 20. Mai ab Weimar, 200 Kilometer Luftlinie, und endigen am 4. August mit einem großen Wettflug ab Insterburg (Ostpreußen) 1000 Kilometer. Ueber die Ergebnisse der einzelnen Wettflüge wird zu gegebener Zeit berichtet.
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vom Hundert) und Licht und Kraft (plus 0,50 v. H ).
Am Rentenmarkt gingen Neubesitz bis auf 21,90 zurück, konnten sich aber später wieder leicht erholen, und zwar auf 22,05 v. H. Altbesitzanleihe gaben 20 Pf. von ihrem Anfangsgewinn ab. Stadtanleihen tendierten uneinheitlich bei Veränderungen von 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten: Staatsanleihen lagen geschäftslos. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft gering, auch die Abweichungen hielten sich in engen Grenzen. Fremde Werte lagen still.
Am Kassamarkt erschienen Gebr. Adt, die gestern mit 45,50 v. H. nach der Wiederzulassung erstmals notiert wurden, mit Minus-Zeichen und lagen zirka 2 v. H. niedriger.
Tagesgeld blieb leicht und zu 3,25 v.H. unverändert.
Abendbörfe geschäftslos.
Die Abendbörse war wieder weitgehendst geschäftslos, die Stimmung neigte eher weiter nach unten. Während die Bankenkundschaft dem Markte mit Aufträgen weiter fernblieb, baute die Kulisse ihr Positionen neuerlich eher ab, so daß die Berliner Schlußkurse in den meisten Fällen kaum behauptet blieben. Wenn sich auch die Rückgänge in engen Grenzen hielten, so waren überwiegend Abschwächungen um 0,25 bis 0,50 v. H. festzustellen. IG. Farbenindustrie gingen um 0,40 v. H. zurück.
Am Rentenmarkt lagen Meubesitzanleihe 20 Pf., Altbesitzanleihe 0,13 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H. und 6-v. H.-Stahlverein-Bonds 0,40 v. H. niedriger.
Bei anhaltender Geschäftsstille zeigten die Kurse im Verlaufe und bis zum Schluß keine Veränderungen mehr. Lediglich Neubesitz hatte kleine Bewegung aufzuweisen. Von fremden Werten waren Schweiz. Bundesbahn-Anleihen mäßig fester. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 21,65 bis 21,60, Altbesitzanleihe 95,25, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 72 bis 71,75, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,50, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn von 1912 142,50, 3,50 v. H. do. 134,50, Reichsbank 150, Gelsenkirchen 62,13, Mannesmann 64,50, Rheinstahl 92,50, Aku 64, Bekula 130,50, Conti Gummi 142, Scheideanstalt 183, Deutsche Linoleum 56,50, Licht & Kraft 106, IG. Farbenindustrie 139,13, Gesfürel 95,25, Rütgerswerke 55,50, Zellstoff Waldhof 51, Reichsbahn-Vorzugsaktien 112,75 bis 112,65, AG. für Verkehrswesen 62,50, Nordd. Lloyd 30,13. Nachbörse: Neubesitz 21,62'/- bis 21,65, JG.-Farben 139,13.
Rindermarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 608 Stück Großvieh, 97 Fresser und 106 | Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 330 bis 470 Mark, 2. Qualität 220 bis 300, 3. Qualität 150 bis 210; Schlachtkühe a) 130 bis 265, b) 70 bis 120; Rinder, y»- bis jährig 50 bis 100, bis 2jährig 70 bis 150, tragend 190 bis 350; Kälber, das Pfund Le- bendgewicht 25 bis 35 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf mittelmäßig.
Fra:. Hurter PserSemarkt.
Frankfurt a. M., 17. April. Der Frankfurter April-Pferdemarkt hatte einen mittleren Auftrieb von nur 250 Pferden, und auch der Besuch war infolge der günstigen Witterung seitens der Landwirtschaft gering. Trotzdem war die Nachfrage nach jungen mittelschweren Arbeitspferden sehr rege und die Preise haben merklich angezogen. Für Schlachtpferde sind ebenfalls höhere Preise gefordert und auch bezahlt worden, da die Zufuhr knapp war. Für 1. Qualität wurden etwa 32 bis 34 und für 2. Qualität etwa 24 bis 26 RM. je 50 kg angelegt Der nächste Pferdemarkt findet am 14. Mai statt
Mainzer Schlachtviehmarkt.
Mainz, 17. April. Auftrieb: 41 Ochsen, 28 Bullen, 512 Kühe oder Färsen, 312 Kälber, 754 Schweine. Notiert wurde pro 1 Ztr. Lebendgewicht in RM.: Ochsen al) 29 bis 31, b2) 26 bis 28, c) 20 bis 25. Bullen c) 20 bis 26. Kühe a) 21 bis 28, b) 16 bis 20, c) 10 bis 15. Färsen a) 26 bis 33, b) 22 bis 25. Kälber b) 35 bis 46, c) 28 bis 34, d) 18 bis 27. Schweine b) 40 bis 43, c) 38 bis 43, d) 36 bis 42. Marktverlauf: Rinder und Kälber ruhig, langsam geräumt. Schweine schleppend, Ueber« stand.
* Die deutsche K r a s t s a h r z e u g i n d u- strie im Februar. Der Absatz an Krafträdern und Kraftwagen hat sich im Februar in sämtlichen Produktionszweigen erhöht. Der saisonmäßige Tiefpunkt, der im Februar zu verzeichnen war, ist damit überschritten worden. Der Absatz von Personenkraftwagen erhöhte sich It. „Wirtschaft und Statistik" um fast 100 v. H., der von Liefer- und Lastkraftwagen um 18 v. H. und der der Krafträder sogar um 40 v. H. Die Produktionsentwicklung verlief nur in der Liefer- und Lastkraftwagenindustrie aufsteigend, während sie in der Personenkraftwagen-Industrie rückläufig war. Im Vergleich zum Februar 1933 ist vor allem der Verkauf von Lieser- und Lastkraftwagen, und zwar auf mehr als das Doppelte, gestiegen, der Absatz von Personenkraftwagen hat sich um etwa Zweidrittel erhöht. Bei den Kräfträdern entfällt die Zunahme lediglich auf die Großkrafträder mit über 200 ccm Hubraum. Der Auslandsabsatz zeigte gegenüber dem Vormonat bei den Krafträdern und Personenkraftwagen eine geringe Verbesserung. Im Vergleich zum Februar 1933 hat sich die Ausfuhr von Kraftwagen kaum erhöht. Der Auslandsabsatz von Krafträdern zeigt jedoch eine beachtenswerte Steigerung.
* D i e Bautätigkeit im Februar. Die Wohnbautätigkeit war im Februar, laut „Wirtschaft und Statistik", recht lebhaft. Durchweg wurden die Vorjahrsergebnisse bedeutend übertroffen. Gegenüber dem Vormonat haben sich die Bauanträge und Baubeginne wieder erhöht. Bei den Baugenehmigungen ergaben sich feine nennenswerten Änderungen, und nur die Bauvollendungen gingen mit Ende des alten Baujahres in erheblichem Umfang zurück.
* Der Zementabsatz im März stark b e- I e b t. Der Zementabsatz belief sich im März nach Mitteilungen des Deutschen Zementbundes auf 546 000 Tonnen gegenüber 322 000 Tonnen im Februar und 318 000 Tonnen im März 1933.
Frankfurter Börse.
TNittagsbörfe schwächer.
F r a n k s u r t a. M., 17. April. Die außerordentliche Geschäftsstelle, die die Börse schon seit einigen Tagen beherrscht, war heute nod) ausgeprägter. Von der Kundschaft lagen nach keiner Seite hin Aufträge vor, dagegen setzte die Kulisse infolge der Stagnation ihre Glattstellungen fort, so daß auch heute Kursrückgänge überwogen, die zum Teil beachtliches Ausmaß annahmen.
Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich durchschnittliche Verluste von etwa 1 v. H. Stärker unter Kursdruck standen Bergwerksaktien, ganz besonders Klöcknerwerke mit minus 2,40 v. H.; daneben büßten Mannesmann, Rheinstahl und Stahlverein je 1,25 v. H. ein. Für Braunkohlenwerte hielt dagegen kleines Interesse an, Rhein. Braunkohlen plus 1 v. H., Ilse Bergbau Genuß plus 0,65 v. H. Am Elektromarkt fehlten erste Notierungen nahezu vollkommen, lediglich Siemens kamen 2 v. H. niedriger zum Kurs. Kunstseideaktien setzten ihren Rückgang fort. AKU minus 1,65 v. H., Bemberg minus 1,13 0. H. Auch Zellftoffwerte gingen weiter zurück, Aschaffenburger verloren 0,90 v. H., Waldhof 1 0. H. Von Schiffahrtsaktien Hapag minus 0,50 v. H., Nordd. Lloyd aber unv. 30,25 v. H. IG.-Farbenindustrie lagen unter kleinen Schwankungen (140 bis 139,50 bis 140) 0,25 v. H., Scheideanstalt 0,50 vom Hundert freundlicher. Im übrigen eröffneten Reichsbankanteile 0,50 v. H. höher, anderseits AG. für Verkehrswesen und Daimler Motoren je 0,90 vom Hundert schwächer.
Auch der Rentenmarkt litt unter großer Geschäftsstille bei uneinheitlicher Kursentwicklimg. Während Altbesitzanleihe mit 95,70 0,50 v. H. gewannen, gaben späte Reichsschuldbuchforderungen um 0,40 auf 93,75 v. H. und Neubesitzanleihe um 15 Pf. auf 22,25 v. H. nach. Umgetauschte Dollar-Bonds lagen geschäftslos und abbröckelnd.
Im Verlaufe setzten sich die Rückgänge bei fast völliger Geschäftsstille fort. Farbenindustrie gaben 0,75 v. H. nach, auch sonst hielten sich die Abschwächungen innerhalb eines Prozentes. Von den später notierten Werten verloren Deutsche Erdöl, Mans- felder, Lechwerke und Schuckert je 1,50 v. H., etwas höher lagen lediglich Kali Aschersleben (plus 0,75
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papiere» ui>geführlen Ziffern geben öle Hohe der zuletzl befch lossenen Dividende an. — Relchsbankdiskoru 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v H.
Hamvurg-Amerika-Paket .... 0
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73
72
Kokswerke.......
. 0
—
—
97
96
Phönix Bergbau......
. 0
50
49,13
50,4
49,65
Rheinische Braunkohlen
10
210
211
210
210
Rheinstahl
. 0
94
92,5
93,75
92,5
Vereinigte Stahlwerke.
. 0
42,4
41,25
42,4
41,13
Otavi Minen ...
. 0
15,25
15
15,13
14,75
Kaliwerke Aschersleben.
. 6
112,25
113
112,75
112,25
Kaliwerke Westeregeln .
. 5
112,5
112,5
112,5
112,5
Kaliwerke Salzdetfurth
.....
?y2
144,75
144,5
3. ®. Yarben-Jndustrie
.. 7
139,75
139-13
139,9
139,5
Scheideanstalt........
.. 9
182,5
183
Goldschmidt .........
Rütgerswerke........
.. 0
.. 0
62,75
56,75
59,5
55,5
62,4
56,9
60
55,65
Metallgesellschaft......
.....
.. 0
83
82,25
83,75
82,9
Philipp Holzmann ....
.. 0
72
69
72
69
Zementwerk Heidelberg
• eee
.. 0
103
101,5
Zementwerk Karlstadt..
.. 0
110
110,5
Schultheis Payenhoser
.. 0
_
_
104,5
104,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
66,25
64
66,4
63,9
Bemberg..........
.. 0
——
68
66
Zellstoff Waldhof .....
.. 0
52,5
51
52,4
51
Zellstoff Aschaffenburg
.. 0
—
42,13
43
42,5
Dessauer Gas .....
.. 7
—
122,75
122,5
Daimler Motoren.....
.. 0
46,5
45,25
46,25
44,75
Deutsche Linoleum ....
.. 0
57
57
57’25
57,25 65,75
Orenstetn L Koppel ...
.. 0
—
66,65
Leonhard Tietz ......
.. 0
20
20
2Ö
19,9
Thade ...............
..10
159,5
159,5
158,75
Aeru muIatcren-Fabrü.
e ■ e e •
.. 0
—
—
173,75
Lonli-Äummt........
.. 0
144
142
143
141,75
Gritzner.............
.. 0
27
26,65
27
27
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
Süddeutscher Zucker ..
• ••••
.. e
168
167
1 167,5
16. April
17.Apru
Amtliche Notierung
Amtliche Rotierunq
Meld
| Sriei
Geld
Brie
Helftngfor«..
5,689
5,701
5,694
5,706
Wien.......
47,20
47,30
47,20
47,30
Prag.......
10,38
10.40
10,38
10,40
Budape» ...
—
——
——
—-
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,43
169,77
169,48
169,82
Oslo.......
64,74
64,86
64,84
64,96
Kopenhagen.
57,54
57,66
57,64
57,76
Stockholm...
66,38
66,52
66,53
66,67
London .....
12,885
12,915
12,910
12,940
Buenos Aires
0,628
0,632
0,626
0,630
Neuyork....
2,502
2,508
2,505
2,511
Brüssel.....
58,46
58,58
58,46
58,58
Italien.....
21,41
21,45
21,42
21,46
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Schweiz....
80,96
81,12
80,92
81,08
Spanien....
34,24
34,30
34,24
34,30
Danzig.....
81,60
81,76
81,56
81,72
Japan......
0,759
0,761
0,761
0,763
Rio de Jan. .
0,214
0,216
0,214
0,216
Jugoslawien.
5,664
5,676
5,664
5,676
Lissabon....
11,74
11,76
11,76
11,78
Berlin, 17. April
Geld
Briefs
Amerikanische Noten..............
2,458
2,478
Belgische Noten..................
58,30
58,54
57 61
Französische Noten ..............
116^46
116^52
Holländische Noten...............
169,06
169,74
Italienische Noten................
21 35
21,43
Norwegische Noten ..............
64,67
64,93
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling
Rumänische Noten...............
—
Schwedische Noten...............
66,37
66,63
Schweizer Noten.................
80 74
81,06
Spanische Noten.................
34’24
Ungarische Note» ••••••••••••«•••


