Vier Lagertage des Jungvolks auf dem Trieb
10 Jahre vier Kameraden. Die von
mer
Dritte Anordnung für den 1. Mai
der
Ser Reichsberufswettkamps in Gießen
Schmelz, Kreispropagandaleiter.
Ausschmückung der Schaufenster zum 1 Mi
ei=
3m Dritten Reich
Zedern Arbeit und Brot!
jetzt er-
1933 war in Schotten der 27. Hessische Landesfeuer« wehrtag, am 6. August 1933 die 13. Herbsttagung des Verbandes Freiwilliger Feuerwehren des Kreises Gießen in Daubrtngen und am 14. Mai 1933 eine Tagung des Nassauischen Bezirksverbandes Wetzlar in Krofdorf. Zu allen diesen Veranstaltungen war die Wehr zum Teil sehr stark vertreten. Weiter nahm die Wehr an verschiedenen Vorträgen über Luftschutz teil, da dies ein Gebiet ist, auf dem die Wehr zur Bekämpfung eines Luftangriffs stark in Tätigkeit treten muß. Die Gießener Freiwillige Feuerwehr tritt mit einem Mitgliederbestand von 139 aktiven, 55 außerordentlichen und zwei Ehrenmitgliedern in das neue Geschäftsjahr ein. Durch Tod verlor die Wehr den Kameraden W. Le sch- Horn, dessen Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde. Auszeichnungen erhielten für 40 Jahre ein Kamerad, 30 Jahre ein Kamerad, 25 Jahre vier Kameraden, 15 Jahre zwei und
verloren habe?" Schließlich waren noch Berufs« fragen besonderer Art zu lösen.
Unter Berücksichtigung anders gearteter Berufsarbeit waren die Aufgaben der Verkäuferinnen entsprechend geändert. Im Wesentlichen liefen sie jedoch auf das gleiche Ziel hinaus, nämlich erkennen zu lassen, ob die Berufskameradinnen die ihnen gestellten Aufgaben erfolgreich durchführen können.
Die Kindergärtnerinnen hatten im ersten Teil schriftliche Arbeiten zu leisten, z. B.: „Warum haben wir in Deutschland Kindergärten und Horte?"
An die Eltern unserer Zungen!
Wir bitten die Eltern unserer Jungen um Entschuldigung wegen des zu langen Ausbleibens der Jungen am Samstag. Es handelt sich um einen Einzelfall, den wir in Zukunft verhindern werden. An sich trogen wir Sorge, daß der Dienst stets beizeiten endigt, damit die uns anvertrauten Jungen nicht überlastet werden.
Hannsmuth Grether, Führer des Jungbanns 1/116 F d.R.: W. Pommerening, Jungvolkpressereferent.
Besonderer Wert ist auf die Ausschmückung der Geschäfte zu legen, die in den Anmarschstraßen für die Festzüge liegen. Unbedingt abzusehen ist von der Anbringung von Bildern und Büsten der nationalen Führer und von allen dekorativen Hilfsmitteln, die das Gebiet des nationalen Kitsches streifen. Unerwünscht ist ferner die Verwendung von schlecht imitierten Materialien.
In den nächsten Tagen werden in der gesamten deutschen Presse von Fachleuten entworfene Vorschläge für die Ausgestaltung des Schaufensters im einzelnen wiedergegeben werden.
Damit soll eine möglichst einheitliche festliche Form in der Gestaltung der Schaufenster herbeigeführt werden.
Es ist zu empfehlen, für die Ausschmückung der Fenster zum Nationalen Feiertag des Deutschen Volkes möglichst fachlich berufene künstlerische Werbekräfte heranzuziehen.
Die Hauptgeineinschaft des Deutschen Einzelhandels weift hiermit ihre Mitglieder an, für die Durchführung der Richtlinien bei sämtlichen Einzel- Handelsfirmen ihres Bereiches Sorge zu tragen.
Beichsfachschaft Deutscher Werbefachleute hat ihre Mitglieder aufgefordert, bei Durchführung der Richtlinien mitzuwirken.
Kleidung der Festteilnehmer:
Alles marschiert in Arbeitskleidung. Ve- rufsgruppen und Handwerker in ihrer Berufstracht. Wer den Festanzug besitzt, erscheint in diesem. Arbeitslose schließen sich ihren Berufsgruppen an, wo das nicht möglich ist, marschieren sie in besonderen Gruppen.
Iestwagen von Znnungen, Firmen, Berufsgruppen usw.
können am Festzuge leilnehmen. 7Nil den Vorberatungen soll sofort begonnen werden. Lin jeder solcher Wagen und besondere Gruppen, die zusammengestellt werden sollen, müssen der Kreisleitung, Abteilung Propaganda, schriftlich gemeldet sein. Ohne diese Weldung ist keine Teilnahme möglich.
Letzter Termin: Mittwoch, 2 5. April. Jede Art von Reklame ist verboten. Die Festwagen stehen im Zeichen der Arbeit und des Berufes.
rufsgruppen. Alle Betriebe werden schon ersucht, die Zahl der Teilnehmer zu Mitteln.
Dazwischen marschieren Lhrenableilungen
Festzüge:
In den Festzügen marschiert das schaffende deut- sche Volk, eingekeilt nach Betrieben, Fach- oder Be-
aufgegangen sein. Es lag in unserem Willen, die Angehörigen unserer Jungvolkpimpfe einmal Zeugen eines Lagerbetriebes sein zu, lassen. Denn wir treiben nichts, was vor den Augen der Erfahrenen nicht bestehen könnte. Darin unterscheiden wir uns auch von dem überholten hündischen Leben. Wir wissen, daß wir als heutige Jugend Verheißung und Hoffnung des gesamten Volkes find. Dieses Wissen ist der Nährboden für unsere Bemühungen um Treue, um Kameradschaft, um Wahrhaftigkeit und um unauffällige selbstverständliche Gesamt- lebenshaltung. Der Beginn zu all dem liegt in einer genügsamen Lebensweise, die uns lieber ist als anspruchsvolle Vielfältigkeit; er offenbart sich in lebendiger Unrast schwierigen Wirkens, die uns wesens» naher ist als trotteliche Gemächlichkeit,
Die Eltern werden durch solche Möglichkeiten der Urteilsbildung unser Wollen immer klarer erkennen und immer mehr fördern. Wenn sie auch noch ängstlich, dicke, unglaublich dicke Taschen mit allerlei Eßbarem anschleppten — der arme Bub könnte am Ende so nahe bei der Stadt verhungern — so spürten wir doch die Freude und den Stolz, eigne Jungen in dieser Gemeinschaft zu haben, die eine so unvergleichlich neugeartete Jugend darstellt.
Langsam werden Elternhaus und Jungvolk eins werden. Die Spannung der Generationen weicht vor dem Verständnis, verschwindet durch die Ueber- zeugtheit, den beiden höchsten Mächten jeglicher Einheit. Anbahnend und wegweisend hierzu ist gemeinsam erlebte Freude. Dies bewiesen in hohem Maße die Tage auf dem Trieb, die mit ihren Zelten und Feuerstätten, mit ihren stets neuerfundenen Streichen witziger Kerle, mit ihren straffen Schulungszeiten zu Quellen des freudigen Erlebens wurden.
Ein mächtiges Feuer bildete am Samstag am Kernberg den Abschluß der Lagertage.
Ojbn. IV/13.
S A.» h I^ Arbeitsdienst, Reichswehr, Polizei. Die Stärke dieser Ehrenabteilungen darf 120 Wann nicht überschreiten. Die SA., HI., Arbeitsdienst, Reichswehr und Polizei werden hiermit ersucht, schon jetzt mit der Zusammenstellung dieser Ehrenabteilung zu beginnen. Die übrigen SA.- und HI.-Kameraden marschieren in Zivil oder in Berufskleidung bei ihren Betrieben.
vereine und verbände und studentische Korporationen können als solche nicht marschieren. Doch werden sämtliche Vereinsfahnen, auch die Fahnen der Korporationen, zu Fahnengruppen zusammengestellt. Jede Fahne erhält zwei Begleiter.
o L . Geschäftsführung:
teurer Heinrich Dem, Gießen, Frankfurter Straße 90.
Montag 2 3. April, findet im „Hessischen Hof, Frankfurter Straße 7, zu Gießen um 20.30 Ubr eine Besprechung der Fachamts- ^^-propag an dal eiter statt. Bei dringen- 6C9ff^erjin?cru"9 W .?in Vertreter zu schicken, türm« k 1.5.r 1 n 9 f ü 1) r e r des Kreises haben sich h lreitU™9JS?ie Feiern am 1. M a i mit i.nh ev NSBO.-Führern in Verbindung zu setzen und diese bei der Ausgestaltung des Pro- ?U Un erJtu^. wird erwartet, daß sich
Ortsrmgfuhrer tatkräftig für das Gelingen öicjer bedeutungsvollen Sache einsetzt Nähere Anweisungen erscheinen in der Presse. ' °
®9- Heß, Leihgestern, Kreisringführer.
Große Strafkammer Gießen.
Ein Mann aus Mendorf an der Lumda stand gestern vor den Schranken des Gerichts da er mit einem 12>ahrigen Mädchen unzüchtige Handlungen vorgenommen hatte. Nachdem der Anklagevertreter kaot@hn?fn,gn'5‘ra,e. T 1 3af)r 3 Monaten bean- tragt hatte, erkannte das Gericht auf eine solche oon neun Monaten. ,0lct)e
®in Kaufmann, früher in Gießen, jetzt in Essen rouröe vor einiger Zeit vom hiesigen Schöffengericht wegen Abtreibung zu zwei Monaten Gesa n g n i s verurteilt. Die aeaen diese-; iMoir gelegte Berufung wurde kostenpflichtig verworfen.
Als Abschluß des ersten Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend fand am Sonntag in Gießen der Wettkampf der Gruppe „Deutsche Angestelltenschaft" statt. Schon in den rühen Morgenstunden fanden sich vor dem Hause der Kaufmännischen Berufsschule und der öffentlichen Handelslehranstalt fröhlich plaudernde Gruppen ein, die sich im fröhlichen Wettstreit messen wollten. Die Fahne des Dritten Reiches und die der Deutschen Jugend grüßten von dem Gebäude herab. Um 8.30 Uhr hatten sich ungefähr 250 deutsche Mädels und Jungens eingefunden.
Ortsgruppenleiter Pg. Schwarz sprach zunächst von der Bedeutung des Reichsberufswettkampfes und dem Wert einer gediegenen deutschen Qualitätsarbeit. Die Qualitätsbezeichnung „Made in Germany" sei heute bereits in der ganzen Welt bekannt. Sein Gruß und Gelöbnis galt dem Führe r, dessen Tatkraft und Energie allein die Durch- ührung des Reichsberufswettkampfes zu verdanken fei. Die Anwesenden stimmten freudig in den Ruf ein.
Im Anschluß daran ermunterte Berufsreferent Becker die Wettkampfteilnehmer, die Ruhe nicht zu verlieren. Niemand brauche Angst vor den gestellten Ausgaben zu haben, wenn er von sich überzeugt sei, für seinen Beruf einen klaren und gesunden Sinn zu haben.
Gemäß der Vielgestaltigkeit der Angestelltenschaft und der Menge der einzelnen Fachgruppen war eine Verteilung in eine große Anzahl von Lehr- alen unumstößlich. So fanden Prüfungen statt für kaufmännische Gehilfen des Einzel- und Großhandels, für Drogisten und Chemiker, Banken, Sparkassen und Buchhandlungen. Daneben fanden Prüfungen für die Behörden-Angestellten statt.
Bei der weiblichen. Jugend wurden Prüfungen für Kontoristinnen, Verkäuferinnen und Kindergärtnerinnen abgehalten.
Wie bei den anderen Berufsgruppen, war auch die Gruppe Deutsche Angestelltenschaft nach Leistungsklasse und Alter untergeteilt. Diese Gliederung, einmal nach Berufs- und Fachgruppen, anderseits nach dem Maß der Ausbildung zeigt, daß ein Unmaß oon Arbeit und Vorbereitung nötig war, die Organisation und die Prüfung reibungslos durchzuführen. Verantwortlich für diese Vorbereitungen und die Durchführung war Wettkampfleiter Brack, der die ihm gestellten Aufgaben mustergültig durchführte.
Es ist unmöglich, alle gestellten Aufgaben hier aren" ^ur emige Beispiele mögen zeigen, welche Aufgaben oon den Wettkampfteilnehmern verlangt wurden. Bei den Situationsaufgaben wa- ^2r--«9en 6e stellt, aus deren Beantwortung Schlüsse zu ziehen waren, wie sich der Einzelne bei unvorhergesehenen Vorfällen im Geschäftsleben verhalt Weiter folgten Fragen über die Mitglieder der Reichsregierung und deren Maßnahmen, aus deren Beantwortung hervorging, inwieweit die jungen Derufskameraden die Maßnahmen und den Sinn mtr21En^naIf031QlJ5mU5 begriffen haben. Bei den Pflichtfächern mußten praktische Aufgaben gelöst werden, schließ!^»war noch ein Aufsatz zu liefern. Bei den Wahlfächern konnten Uebersetzungen aus dem Französischen, Englischen und Spanischen geliefert werden.
Interessante Fragen wurden bei den Behördenangestellten gestellt. Es war z. B. schlechtes Amtsdeutsch in gutes Deutsch zu verwandeln Stenographie wurde am Schlüsse als Wahlfach geprüft Es fanden Diktate oon 60 bis 200 Silben vro Minute statt. r
Die Kontoristinnen hatten ebenfalls verschiedene Aufgaben au losen. In Deutsch waren Geschäftsbriefe zu Liefern, verschiedene Rechenaufgaben w ^n und Vuchführungsaufgaben zu fertigen. Im Anschluß daran mußten die Mädels ihre praktische Arbeit unter Beweis stellen. Es mußten Telegramme geschrieben werden, und Formulare waren auszufüllen. Manche vielleicht etwas unerwartete 6rage war bei den Situationscmfgaben zu lösen „Was ist zu tun, wenn id) mein Sparkassenbuch :
erstatteten Rechnungsberichte wurden oon der Versammlung gutgeheißen. Auf Antrag des Finanz- vorstandes und der Rechnungsprüfer wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Der oorgetragene Voranschlag für 1934/35 wurde angenommen. Mit einem Sieg-Heil auf unseren Reichspräsidenten von Hindenburg und den Reichskanzler Adol Hitler schloß der Wehrführer, Brandinspektor Wenzel, die Versammlung.
** Geschäftseröffnung. Im Hause Seltersweg 71 wurde gestern ein Spezialgeschäft eröffnet, das unsere Frauen besonders interessieren wird. Der Inhaber der Firma, Herr Adolf Richter, führt Kleider-, Mantel- und Kostümstoffe, Woll- mousselins, elegante Seidendrucks, ferner Shawls, Gürtel, Kragen usw. Die Geschäftsräume sind geschmackvoll und übersichtlich gehalten. Insbesondere wurde auf die zweckmäßige Gestaltung des Verkaufsraumes Wert gelegt. Für die Durchführung der Arbeiten wurden durchweg Gießener Handwerker in Anspruch genommen.
Auf Veranlassung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda haben die Haupt- gemeinschaft des Deutschen Einzelhandels und die Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute über die Ausschmückung der Schaufenster zum Nationalen Feiertag des Deutschen Volkes am 1. Mai 1934 nachstehende Richtlinien vereinbart:
Die Schaufenster sollen der Bedeutung dieses Tages entsprechend in festlicher und würdiger Form ausgeschmückt werden.
Mit der Ausschmückung wird empfohlen, wo dies aus technischen Gründen erforderlich ist, am Sams- 28- April, zu beginnen. Für die Dekoration ist frischer Grunschmuck, vor allem an den Außen- ln0I!>trßn'?cr i^och erst frühestens am Montag, den 30. April, abends anzubringen ist. Geflaggt' wird nur nm 1. Mai oon Sonnenaufgang bis Sonnen- untergang. Die Dekorationen find am Mittwoch, öem 2. Mai, wieder zu entfernen.
Reichsblind Volkstum und Heimat
Kreisringführung Gießen.
Situationsaufgaben waren verschiedentlich zu losen, die von der praktischen Arbeit Zeugnis ablegen sollten. Jrn Anschluß daran mußten die Mädels Basteleien und Zeichnungen entwerfen, die von großem Kunstverständnis der Mädels zeugten und eine frohe Farbenzusammenstellung offenbarten.
Zusammensafsend muß gesagt werden, daß die Wettkampfteilnehmer mit Eifer bei der Sache und bestrebt waren, möglichst günstige Ergebnisse zu zeigen. Auf das Ergebnis dieses Kampfes der Deutschen Angestelltenschaft darf man mit Recht gespannt sein. H—e.
Werdegang des Vereins und nahm am Schlüsse seiner Ausführungen Ehrungen und Auszeichnungen verdienter Sänger vor. Er bezeichnete es als eine ganz besondere Ehre (ür den Verein, in dem Ehrenvorsitzenden GeorH Todt einen Kämpfer der Männerchorsache zu haben, der jetzt 60 Jahre dem Verein als aktiver Sänger angehöre und trotz seines hohen Alters bis heute noch die Proben regelmäßig besucht habe. Die höchsten Auszeichnungen, die der Verein sowie der Hessische Sängerbund und der Deutsche Sängerbund zu vergeben haben, seien ihm zuteil geworden. Aus Dankbarkeit und besonderer Verehrung überreichte ihm der Ver- einswalter ein Geschenk. Weitere Anerkennungen widmete der Vereinswaller dem Ehrenmitglied Karl Schmidt und dem Ehrenvorsitzenden Louis Belloff, von denen ersterer 45 und letzterer 42 Jahre dem Verein als aktive Sänger angehört und die ebenfalls heute noch die Proben regelmäßig besuchen. Auch diesen wurde der Dank des Vereins durch Ue-er?eichung eines Geschenks zum Ausdruck gebracht. Die Mitglieder Heinr. L i ch und Heinrich Senf wurden für 25jährige aktive Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. Weitere Auszeichnungen verdienter Sänger erfolgen bei dem demnächst stattfindenden Herrenkommers.
** Die Gießener Freiwillige Feuerwehr hielt am Samstag im „Frankfurter Hof" ihre diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab, die — so berichtet man uns — oon 70 Mitgliedern besucht war. Nach Eröffnung der Generalversammlung erstattet Brandmeister Wenzel den Jahresbericht, der zeigte, daß die Geschäfte der Wehr in fünf Vorstandssitzungen, einer außerordentlichen und einer ordentlichen Hauptversammlung wahrgenommen wurden. Im Sommerhalbjahr fanden sieben Hauptübungen statt, die gut besucht waren, so daß die Besucherziffer etwa 90 Kameraden betrug. Ferner waren Die Lehrübungen für die Jungmann- )chaften sehr gut besucht. Im Winterhalbjahr fand, wie üblich, jeden ersten Montag im Monat eine Monatsversammlung statt. Vom 22. bis 24. Juli
Es war, als hätte der Lenz all feine Mannigfaltigkeit, all seine Schönheit und Laune auf diese Aprilferientage aufgespart, um bester Mitgestalter zu sein, an der Lagerwelt des Deutschen Jungvolks auf dem Trieb. Kaum ein Gelände im Stadtbereich bietet einer Jungenzeltstadt Besseres als dieser Uedungsplatz, das fanden alle, die Jungen und die zahlreichen Besucher. Vier Tage eiferten da draußen Die einzelnen Fähnlein des Stammes Welfen um den besten Lageraufbau. Jeder Tag brachte Neues, zeigte Eigenformen in der Ausgestaltung.
Als „Musterlager" waren sie bezeichnet worden. Aber es war da nichts außerordentliches, nichts oon normalen Fahrtlagern Verschiedenes oorgebracht worden. Ganz naturgetreu, ganz ohne Richtlinien, die bestimmte „Dressur" vorschreiben, wurden die Zeltlager aufgezogen. Die ungezwungene, unbeengte Echtheit des Jungenlebens wirkte sich hier vier Tage vor unserer Stadt aus.
Da gab es gehetzte „Räuber", „Ueberfälle" von Gegnern" und weiträumige Spiele, die Mut und Findigkeit erprobten. Aber es ging alles planvoll vor sich. Ein Bestreben wird in alle diese Dinge, in diese „Spielereien" unmerklich mit eingeflochten, nämlich kraftvolle Ertüchtigung zu betreiben. Darum sind die Lager, die ja immer, wie auch in diesen Tagen, alle Witterungsverhältnisse erleben, die besten Möglichkeiten Abhärtung zu bringen. Da soll keiner mehr weichlich beiseite stehen, wenn eine Jungenbalgerei entsteht; da soll einer seinen Mutsprung in Den weichen Sand der nahen Kaute tun. Aber zwischen allem erscheint auch die Verantwortlichkeit des Dienstes. Die Straffheit, die von der wechselnden Lagerwache beispielsweise verlangt wird, ist nicht immer angenehm, zumal wenn man dabei auf ein großangelegtes Spiel verzichten muß. Aber der Stolz Wächter der Fahnen und Zelte sein zu dürfen, drängt alle andern persönlichen Stimmungen zurück.
Die Haltung der Unabhängigkeit, die jeden Jungen da draußen beseelt, ist wunderbar in ihrer Auswirkung. Wenn auch der Reisbrei oder der Pudding seinen unnatürlichen bräunlichen Bodenbelag nicht verleugnen kann, weder im Geschmack noch in den leeren Pötten, so wird er doch mit Stolz und Heißhunger verzehrt, denn er wurde selbständig gekocht. Manche Nörgelei findet hier ihr Ende. Jeder ist allein auf sich gestellt, das soll jedem einzelnen bewußt werden, denn nur so wird Letztmögliches ür die echte Gemeinschaft erreicht werden.
Das alles mag den Eltern und Freunden unserer Jungen und unserer Sache beim Besuch dieser Lager '
Der Leitgedanke für die Schaufensterdekoration foü die Verbundenheit aller werktätigen sein. In geschmackvoller Form sollen die Erzeugnisse hei. Knx CcvGS Wurdiaung finden. Erwünscht die Mitarbeit der einzelnen Wirtschaftszweige im Rahmen des Wiederaufbaues.
Kleine Strafkammer Gießen.
Wegen Diebstahls wurde ein bei einem Landwirt in Sickendorf bei Lauterbach beschäftigter Mann zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte nahm einem seiner Arbeitskollegen mehrere Kleidungsstücke und bares Geld aus dessen Koffer. Vom Amtsgericht in Lauterbach wurde er freigefprocfyen. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft erkannte das Gericht auf die erwähnte Strafe.
Rundfunkprogramm.
Donnerstag, 19. April.
6.05 Uhr: Stuttgart: Gymnastik I. 6.30: Stuttgart: Gymnastik II. 6.55: Stuttgart: Frühmeldungen. 7.10: Frühkonzert. Appetitsbissen zum Morgenkaffee. 8.15: Stuttgart: Wasserstandsmeldungen, Wetterbericht. 8.25 bis 8.45: Stuttgart: Gymnastik. 10: Stuttgart: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschlage für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienft. 12: Stuttgart: Mittagskonzert I. „Ehrt Eure deutschen Meister!" (VI). Josef Haydn (1732—1809). 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Stuttgart: Nachrichten. 14: Stuttgart: Mittagskonzert III. 14.40: Karlsruhe: Kinderftunde. Buntes Tierbilderbuch". 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Stuttgart: Nachmittagskonzert des Südfunk- orchefters. 17.30: Kann das Leben das Lesen ersetzen? Von Otto Drescher. 17.45: Aus Zeit und Leben. 18.15: Stuttgart: Familie und Rasse 18.25: Stuttgart: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Sozialdienst. 19: Nur ein Viertelstündchen. 19.15: Kaiser schlafen am Rhein. Hörfolge aus der Domgruft zu Speyer. Leitung: Dr. Paul Laven. 20: Stuttgart: Nachrichten. 20.15: Leipzig: Reichssendung: Stunde der Nation: Ein Abend am Weimarer Musenhof. Gespräche und Anekdoten von Mitgliedern des Musenhofes. Zusammengestellt zu einer heiteren Unterhaltung auf Grund des historischen Materials van Dr. Fritz Adolf Hünisch. 21.15: Stuttgart: Musik und Wort aus 1001 Nacht. Orientalische Märchen zur Musik von N. Rimsky-Kors- sakow: Scheherazade. 22: Stuttgart: Nachrichten. 22.20: Vom Deutschlandsender: Worüber man in Amerika spricht. Von Kurt G. Sell. 22.40: Frei» bürg: Zwischenprogramm. 23: Stuttgart: Kapelle Kermbach spielt Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. Heinrich Schlusnus und Franz Volker fingen.
Nachstehend gebe ich die Fachamtsleiter unseres Kreises bekannt. In allen die einzelnen Fachümter betresfenden Fragen setzen sich die Orlsiingsührer unmittelbar mit den entsprechenden Facharntsleitern in Verbindung. Alls sonstigen die Organisation unseres Kreisrings betressenden Anjragen sind an mich zu richten.
Fachamt für heimatgeschichle und Denkmalpflege- Dberforftmeifter Nicolaus, Gießen, Stephan- straße 4. v ’
Volksbildung und Volkskunst:
Christ, Gießen, Wetzsteinstraße 8.
Naturschutz und Tierschutz:
Dr Karl Rudolf Fischer, Gießen, Friedrichstraße 6.
Ländliche Heimatpflege und Sprachpflege:
Lehrer Hans Jmmel, Gießen, Beethovenstr. 8.
Brauchtum und Trachten:
Georg Heß, Leihgestern, Schillerstraße 36.
Singkreis, Tanzkreis und Laienspiel:
Walter Plank, Gießen, Bahnhofstraße 62.
Propagandaapbeii!
Presse, Vorträge und Werbung:
Studienrat Dr. Kraft, Gießen, Ludwigsplatz 10
Bild:
Sefirer Ernst Horr, Gießen, Wernerwall 47II.
Bucher, Archive usw.:
Studienrat Clarius, Gießen, Goethestraße 40.


