Schöffengericht Gießen.
Ein Metzger aus dem Kreise Gießen war beschuldigt, am 26. Oktober 1933 eine Urkundenfälschung begangen zu haben, indem er in einer Strafsache gegen einen anderen Metzger Einspruch einlegte und die Einspruchbearündungsschrift mit dem Namen des im Strafbefehl Benannten unterzeichnete. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde der Angeklagte frei gesprochen. Der Staatsanwalt stellte die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts.
Wegen schwerer Urkundenfälschung wurde ein Viehhändler von auswärts an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von vier Wochen zu 200 Mark Geldstrafe und den Kosten verurteilt. Der Angeklagte setzte in ein amtlich ausgestelltes Ursprungszeugnis zwei Stück Vieh mehr ein und änderte, um die Fälschung zu verdecken, das Datum um. Der Vertreter der Anklage hatte vier Wochen Gefängnis beantragt.
Der schon vielfach vorbestrafte Kaufmann Friedrich Kuhl aus Hagen wurde festgenommen, als er in Sellnrod ein Stahlhelmabzeichen trug, ohne dessen Mitglied zu sein. Außerdem erging er sich in gröblichsten Beleidigungen der Reichsregierung. Wegen Vergehens gegen die Paragraphen 1 und 3 der Verordnung vom 21. März 1933 erkannte das Gericht auf 3 Monate 2 Wochen Gefängnis, nachdem der Vertreter der Anklage 4 Monate 2 Wochen beantragt hatte.
Einem Angeklagten aus Ober-Mörlen legte die Anklage Betrug in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung zur Last. Der Angeklagte veranlaßte durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Landwirt, seine Unterschrift unter eine Bürgschaftserklärung zu sehen, nachdem er einen Ziaarrenfabrikan- ten als Hauptbürgen nannte, obwohl eine Bürgschaftserklärung des Letzteren nicht bestand. Auf ähnliche Weise brachte er einen Postagenten um den Betrag von 1100 Mark, indem er diesen veranlaßte, Nachnahmepakete, die für den Angeklagten ankamen, einzulösen. Desgleichen ließ sich der Postagent durch Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einer Bürgschaftserklärung beeinflussen. Schließlich wurde der Angeklagte der Unterschlagung eines Postens Zigarren und eines Betrags von 250 Mark beschuldigt. Das Gericht sühnte die Straftaten des Angeklagten mit 10 Monaten Gefängnis. Der Angeklagte träat die Kosten des Verfahrens. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt. _________
Bürqermeistertagung des Kreises Büdingen.
LPD. Büdingen, 17. Ian. Die sämtliche Bürgermeister des Kreises Büdingen umfassende
Kreisab teilung Büdingen des Hessischen Gemein de tages hielt hier unter Leitung ihres Vorsitzenden, Bürgermeister Albrecht (Düdelsheim), eine Tagung ab, die im Zeichen der Arbeitsbeschaffung und der Neuregelung des sog. Beschaffungswesens für Materialien der Behörden stand. Nach Eröffnung der Tagung durch den Vorsitzenden nahm Kreisdirektor Dr. Gaßner zur Frage des Beschaffungswesens und seiner Neuregelung befürwortend und zur Unterstützung des Bestrebens aufrufend Stellung. Heber die Materie selbst sprach der Geschäftsführer der staatlichen Be- schasfungsstelle in Darmstadt, Ministerial-Oberreoi- sor Graf. Er betonte, daß sich das gesamte Beschaffungswesen künftig öffentlich auswirken solle zugunsten sowohl des Käufers, als auch des Verkäufers, in jedem Falle aber unter Einschaltung der örtlichen Handels und Gewerbes. Baurat Kessel vom Hochbauamt Büdingen sprach über die Arbeite beschaffung auf dem Wege über die Reichszuschüsse für Instandsetzung und Ergänzung von Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäuden. Der Redner gab Fingerzeige für die einzuschlagenden Wege und die zu berücksichtigenden Bestimmungen und forderte zu reger Inanspruchnahme auf. Die Arbeitsbeschaffung für den Freiwilligen Arbeitsdienst innerhalb der Ge- meinden und die Finanzierung dieser Arbeiten waren Gegenstand wertvoller Darlegungen von Oberstfeldmeister Sander. Auf Grund einer Ar- regung von Bürgermeister D i e m e r (Büdingen), einen Zweckverband für die den FAD. beschäftiacn» - den Gemeinden zu gründen, wurde ein Ausschuß gebildet, der die gesamte Planung der Arbeitsgebiete im Gau 225 des FDA. vornehmen soll Die im Kreisgebiet nunmehr im Gange befindliche Obst- baumüberholungsaktion, die sich unter Mithilfe der Reichsanstalt auf rund 100 000 Bäume erstreckt und zahlreichen Erwerbslosen auf längere Zeit Beschäftigung bietet, wurde durch Kreisobstbauminspektor Metternich erläutert und weitere Gemeinden zum Beitritt aufgefordert.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
< Hochelheim, 17. Ian. In der jüngsten Sitzung des G e m e i n d e r a t s wurde über die Ergänzung der Gemeindebiersteuerordnung beraten. Der Ortsbürgermeister beschloß anschließend, einen Nachtrag zur Biersteuerordnung zu erlassen, wonach als Einführer des Bieres sowohl der im Gemeindebezirk wohnende Empfänger, als auch der außerhalb des Gemeindebezirks wohnende Absender (Branerei) gilt. Beide haften gesamtschuldnerisch für den Eingang der Biersteuer. Unsere Gemeinde ist von dem im Jahre 1929 ausgeführten Wasser- leitungs- und Kanalbau her stark mit kurzfristigen Krediten verschuldet und hat daher ihren Beitritt zum Umschuldungsverband deutscher Gemeinden in Berlin erklärt. Der preußische Minister des Innern hat den Beitritt genehmigt.
Wirtschaft.
Kredite und Spareinlagen.
Das Jahr 1933 hat mit seinem starken politischen und wirtschaftlichen Umschwung einen wesentlichen Zustrom bei den Sparkassen gebracht, der es ermöglicht, den Sparkassenkredit allmählich wieder in der Linie aufzubauen, die er im Sommer 1931 infolge der Wirtschaftskrise verlassen mußte. Die bisherigen Gesamtausweise der deutschen Sparkassen lassen erkennen, daß im Jahre 1933 mehrere hundert Millionen Mark zu den Sparkassen als neue Spargelder hingeflossen sind und daß im ganzen die Emlagenbestände bei den öffentlichen Sparkassen um ungefähr eine Dreiviertelmilliarde Mark steigen werden. Dieses erfreuliche Bild bestätigen auch die einzelnen Abschlüsse von Sparkassen, die in den ersten Januartagen für das Jahr 1933 vorgelegt wurden. Sie dokumentieren, daß nicht nur die Spareinlagen verschiedentlich noch um mehr als 10 Prozent gestiegen sind, sondern daß vor allem auch die Zahl der Sparbücher erheblich zugenommen hat. Das Anwachsen der Zahl der Sparbücher zeugt aber mehr als die Höhe der Spareinlagen davon, wie stark das Vertrauen zu den Sparkassen ist, denn das Einkommen des einzelnen Volksgenossen ist im letzten Jahre trotz der eingetretenen wirtschaftlichen Belebung durchschnittlich wohl nicht gestiegen, sondern es ist, ganz im Sinne der Ziele der Reichsregle- rung, vor allem die Zahl derjenigen gewachsen, die überhaupt wieder zu einer Einnahme gelangt sind. Wenn nun aus diesen Verhältnissen heraus die Zugänge an Sparbüchern verhältnismäßig größer smd als bie Spareinlagen, so bekundet dies einen starken und vertrauensvollen, weitverbreiteten Sparwillen, der sich im Jahre 1934 in zunehmendem Maße weiter heben dürfte. Wenn vorläufig auch noch die Verhältnisse in den einzelnen Bezirken und bei den einzelnen Sparkassen verschieden liegen, so werden die Sparkassen auf diese Weise doch in die Lage versetzt, an der Arbeitsbeschaffung und an der sonstigen Kreditgewährung für die weitesten Kreise der Wirtschaft in erhöhtem Maße mitzuwirken.
*
* Die Einfuhr von Auslandseiern. Auf Grund des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vorn 20. Dezember 1933 und der Verordnung über die Durchführung des Gesetzes über den Verkehr mit Eiern vom 21. Dezember 1933 muß ab 1. Februar 1934 für die Einfuhr von Auslandseiern ein Uebernahmefchein bei der Reichsftelle für Eier beantragt werden. Ordnungsgemäß gestellte Anträge, welche bis 11 Uhr eingegangen find, wer- den im allgemeinen am gleichen Tage erledigt. Die Reichsstelle für Eier kann den Antrag genehmigen oder ablehnen. Dem Antrag muß ein tatsächliches Festangebot seitens eines ausländischen Exporteurs zugrunde liegen, so daß Preis, Menge, Art, Herkunftsland, Liefertermin und Wirtfchaftsbezirk, in dem die Eier abgefetzt werden sollen, in dem Antrag genau angegeben werden können. Es muß somit für jeden Kaufabschluß ein besonderer Antrag gestellt werden. Anträge auf Ausstellung eines Uebernahmescheines müssen auf vorgefchriebenen Formblättern eingereicht werden. Diese Formblätter sind anzufordern bei der Reichsftelle für Eier, Berlin.
* Pionierarbeit deutscher Industrie in Frankreich. Für die Erweiterungsbauten der großen französischen Papierfabrik SociStS nou- velle de Papeterie bei Rouen, die 1929 von der Maschinenfabrik Voith und der AEG. eingerichtet und einmal bereits erweitert worden ist, sind der deutschen Industrie wiederum beachtliche Aufträge zugegangen. Auf Grund der mit den AEG.-Mehrmotorenantrieben erzielten Betriebsergebnisse hat sich die französische Firma entschlossen, trotz vorliegender Jnlandsangebote wieder der AEG. die Lieferung der gesamten elektrischen Ausrüstung für die jetzt bestellte größte Papiermaschine Frankreichs zu überschreiben. Diese Papiermaschine kann täglich ein 5,7 Meter breites Papierband von 576 Kilometer Länge erzeugen, was ungefähr der Entfernung Berlin—Köln entspricht. Auch werden für den sich ergebenden größeren Kraftbedarf zwei neue Anzapfturbinen von je 15 000 Kilowatt Leistung aufgestellt werden. Die Aggregate haben zwei- gehäusige Dampfteile, die der AEG. ebenfalls in Auftrag gegeben wurden.
frankfurter Börse.
IHitfagsbötfe: sehr ruhig.
Frankfurt a. TL, 17. Ian. An der Börse hält die Geschäftsschrumpfung an. Besonders der A k - t i e n m a r f t liegt außerordentlich ruhig und infolgedessen durchweg schwächer. Die verschiedensten günstigen Mitteilungen aus der Wirtschaft blieben unter diesem Eindruck ohne Wirkung. Die Hauptdiskussion an der Börse ging um das Gesetz der nationalen Arbeit, das eine günstige Aufnahme fanb. Einige Sonderbewegungen lagen vor. So waren Siemens um 2,75 v. H. schwächer, wobei die
Erwartungen für die bevorstehende Bilanzsitzung jetzt offenbar nur auf unveränderte Dividende gehen, nachdem bisher teilweife von einer leichten Er- höhunq gesprochen worden war. Schuckert gaben 0 50 v. H., Betula 0,50 v. H., Licht & Kraft 1 o. H., Lechwerke 1 v.H. nach, Gesfürel blieben behauptet Gut gehalten waren Farbenindustrie, Scheideanstalt weiterhin um 0,50 v. H. erholt. Am Montanmarkte lagen Gelsenkirchen 1 v. H., Klöckner und Phönix je 0 75 o. H., Rheinstahl 0,90 v. H., Stahlverem 0,50 vH., Mansfeld 0,25 v. H. schwächer, nchifsahrts- werte lagen behauptet. AG. für Verkehrswesen eröffneten 1 v. H. schwächer, Reichsbahn-Vorzugsaktien 0 25 v. H. höher. Im einzelnen eröffneten Reichs- banfanteile 0,75 v. H. fester, dagegen L. Tietz und Daimler je 0,75 v. H., Aku 0,40 o. H. mebrtger
Am Rentenmarkt war auf die Kurssteigerung des Dollars größeres Geschäft in Reichsmark- Obligationen, die 1 bis 1,50 v. H. anzogen Auch späte Reichsschuldbuchforderungen lebhaft und 0 50 d H. höher. Neubesitz zunächst 0,25 v. H., Altbesitz 0,40 v. H. niedriger, im Verlause aber wieder gut erholt. Stahlverein-Obligationen gaben 1 v. H. nach. Von fremden Werten lagen Türken behauptet, Anatolier I und II 0,25 v. H. fester.
Im Verlause konnte sich das Geschäft vorübergehend etwas lebhafter gestalten, und die Kurse waren teilweise etwas fester, gegen Schluß der Börse senkten sie sich aber wieder auf das Ansangs- niveau, IG. Farben gaben darüber hinaus 0,65 v. H., Gelsenkirchen 0,50 v. H. und Reichsbankanteile ihren Anfangsgewinn von 0,75 v. H. nach. Schwacher zur Notiz kamen u. a. Buderus mit minus 1,75 v. H., Goldschmidt minus 1 v. H., Kali Westeregeln minus 1 v. H., Allgemeine Lokal & Kraft minus 2,50 v.H., andererseits waren Chadeaktien um 1,25 Mark fester. Der Kassamarkt lag ruhig und hatte uneinheitliche Kursbildung bei Abweichungen von 1 bis 1,25 v. H. nach beiden Seiten. Ueber- roiegenb niedriger lagen Bankaktien.
Am Rentenmarkt schlossen Neubesitz und Altbesitz recht matt, 18,30 bis 18,50 bis 18,10 bzw. 97,40 bis 97,75 bis 97,25. Auch Stahlverein-Bonds gaben um weitere 0,50 v. H. auf 70,25 v. H. nach, ferner bröckelten späte Schuldbuchforderungen etwa 0,25 v. H. ab. Gold- und Liquidationspfandbriefe lagen ziemlich behauptet, Kommunal-Obligationen überwiegend um 0,50 bis 0,75 v. H. fester. Staats- und Länderanleihen ruhig und ohne Veränderungen, auch Stadtanleihen bei kleinen Umsätzen behauptet. Tagesgeld war zu 3,25 v. H. um 0,25 v. H. leichter.
Abendbörse: Gehalten.
Nachdem schon die Mittagsbörse infolge der Geschäftsstille schwächere Tendenz gezeigt hatte, lag auch der Abendbörsenverkehr, besonders am Aktien- markt, nahezu stagnierend. Publikumsaufträge fehlten fast vollkommen, während die Kulisse Zurückhaltung übte. Kleine Umsätze verzeichnete der Rentenmarkt, wo Altbesitzanleihe 0,13 v. H. höher, spate Neichsschulbuchforderungen mit 94,65 gut behauptet lagen, andererseits aber Neubesitz weiter leicht abbröckelten. Am Markt der Reichsmark-Obligatio- nen waren Rhein-Elbe-Union zu 81 v. H. behauptet und etwas lebhafter. Don Aktien kamen IG. Farben 0,25 v. H. und Holzmann 1 v. H. unter dem berliner Schluß zur Notiz. Im übrigen blieben die Kurse etwa gehalten. Die Börse blieb bis zum Schluß ruhig. IG. Farben waren wieder 0,25 v. H. höher, auch Neubesitz konnten sich mäßig befestigen, während Altbesitz ihren Anfangsgewinn einbüßten. Sonst eraaben sich keine Veränderungen. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 18,0750 bis 18,20, Altbesitzanleihe 97,40 bis 97,25, 6 v. H. Stahlverein-Donds 69,50, Schutzgebietsanleihe 9,4250, Reichsbank 167, Gelsenkirchen 56,50, Harpener 85, Mannesmann 59,50, Rheinstahl 84,75, Aku 41,25, Bekula 120,25, Scheideanstalt 165, Daimler 35, Licht & Kratt 98, IG. Farben 124,75, Holzmann 65, Schuckert 100,50, Siemens 141, Reichsbahn-Vorzugsaktien 111.
eVrtuu v 'b : tiC.
Frankfurt a. M., 17. Jan. Bei starkem Angebot in Weizen, besonders aus Thüringen, neigte die Tendenz am heutigen Getreidegroßmarkt eher nach unten, da vom Konsum jede Anregung fehlte. Gerste lag ebenfalls weiter gedrückt, ebenso wie schwere Futtermittel und Kleie weiter abbröckelten. Roggen und Hafer blieben auf Grund des nur knappen Angebots behauptet. Das Mehlgeschäft liegt fast vollkommen darnieder. Weizen 196 bis 197, Roggen 172,50 bis 173,50, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 149, Weizenmehl (Spezial 0, mit Austausch- weizen) 29,10 bis 29,65, Weizenmehl (ohne Austauschweizen) 27,60 bis 28,15, Roggenmehl (0—60 v. H.) 23,50 bis 24, Roggenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 24. Weizenkleie 10.75, Weizenfuttermehl 11,90 bis 12, Roggenkleie 10,65, Sojaschrot 15,25, Palm- kuchen 15,65, Erdnußkuchen 16,55 bis 17,15, Treber 17,60. Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Heu 7, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 2,20 bis 2,30, Wei-
Allgäuer Butter- und Käsebörse.
Fran kfurt, a. M., 18. Jan. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 36 Rinder (15 Ochsen, 4 Kühe, 9 Färsen), 1018 Kälber, 194 Schafe,
xen„ nnd Roqgenstroh (gebündelt) 2 bis 2,10 Mark. (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm.)
Schweinemartt in Friedberg.
Lpd. Friedberg, 17. Jan. Bei dem heutigen Schweinemarkt wurden folgende Prel^ erzielt: für 6 Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen 15 bis 18 Marl. 8 bis Wochen 18 bis 22 Mark. Der Handel war sehr lebhaft. Der Auftrieb von 266 Jungtieren wurde restlos verkauft.
Kempten, 17. Jan. Allgäuer Molkereibutter ^27 Schweine. Es kosteten: Kälber 22 bis 42 Mark, erste Qualität 125 (letzte Notiz: 125), Allgäuer kämme( 23 bis 30, Schafe 20 bis 26, Schweine 40 Molkereibutter 123 (123), Sennbutter 116 (116), bi 4g ^JZart. — Marktverlauf: langsam.
Bauernbutter 86 (86), Rahmeinkauf bis 42V- v.H.
Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123 (123), I
Allgäuer Weichkäse mit 20 v.H. Fettgehalt, grüne Ware 23 bis 26 (23 bis 26), Marktlage: unoerän- dert. — Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt, erste Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), do. zweite Sorte 65 bis 67 (65 bis 67). Marktlage: Nachfrage etwas lebhafter. Die Preise sind Erzeugerpreise und verstehen sich ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund.
Frankfurter SchLachw e«. markt.
49,4 M.M. Ausfuhrüberschuß im Dezember.
668 Mill. BM. Ausfuhrüberschuß im Jahre 1933.
Die Handelsbilanz schließt im D e z e m b e r mit einem Ausfuhrüberschuß von 49,4 Millionen Mark gegen 42,9 Millionen Mark im November ab.
DieEinfuhr belief sich auf 374,4 Millionen Mk; sie hat gegenüber dem Vormonat um 23 Mill. Mk. oder 6,6 v. h. zugenommen. Die mengenmäßige Steigerung war etwas geringer. Am stärksten gesteigert war die Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren mit 208,1 Mill. Mk. gegen 195,1 Millionen Mk. im Vormonat.
Die Ausfuhr stieg von 394,3 Mill. Mk. auf 423,8 Mill. Mk. gleich etwa 7,5 v. h. Die Steigerung der Ausfuhr entfällt fast allein auf fertige Waren, deren Ausfuhr von 302,5 auf 331,4 Mill. Mk. stieg. Besonders stark haben sich die ausländischen Bezüge
an Maschinen, eleklrotechnischen Erzeugnissen, chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen, Walzwerkserzeugnissen und sonstigen Eisenwaren c hbht.
3m Ja h r e 1 9 3 3 hat die A u s f u h r von 5739,2 Millionen Mark im Vorjahr auf 4871,4 Mill. Mark abgenommen. Der Rückgang ist teils auf gesunkene "preise, teils auf niedrigere Mengenumsätze zurück- zuführen. Die Einfuhr verminderte sich von 4636,5 Millionen Mark im Vorjahr auf 4203,6 Mill. Mark Mengenmäßig hat die Einfuhr den Vorjahresstand nur wenig unterschritten. Der Ausfuhrüberschuß war mit 668 Mill. Mk. um mehr alsein Drittel niedriger als im Vorjahr und um drei Viertel niedriger als im Jahre 1931, dem Jahre des größten Ausfuhrüberschusses.
Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.
Die hinter
Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt deichlvssenen Dividende
an. —
Reichsbankdiskont 4 v H
.trannur
u. DI
Berlin
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Berlin
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Berlin
Schluß» furd
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'Datum
16.1
17-1
16.1
17.1.
Datum
16.1
17.1-
16.1.
17.1.
Datum
16-1.
17.1.
16.1-
17-1.
•% Deutsche Reichsanleihe v 1927
96
95,75
96
95
4% vesgl. Serie II .....
5,50
5,5
5,5
—
Mansselder Bergbau ..
......0
27-75
27,5 85,75 44,25 199,5
85 37,25 10,65
6% et)em.7% Dt.Rcichsanl.v. 1929 btz"!-Doung-Anleihe von 1930
Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit
Auslos.-Rechten
DeSgl. ohne Auslos.-Rechte .....
6% eticm.8% Hess. Bolköstaat 1929
100,20
100,13
100,20
100,25
5% Rumän. vereinh. Mente v. 1903
4,05
4
3,9
Kokswerke ......
......0
85,65
45,13
199,75
86,25
38,25
11
112,5
150
95,5
97,75
95,25
97,25
95,5
98,13
95,65
97,25
4^,%Rumän.vereinh.Rentev.iS13 4% Rumänische vereinh. Rente .. L%% Anatolier .....
6,25
3,40
27
6,5
3,45
27,25
6,25
3,45
27
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ....
......0
..... 10
......0
44,75 199,5
86,5
38
11,25
112
114
150,5
44 199,5 84,75 37,5 11,25
113 150
18,55
18,20
18,65
18,10
vamvurg-Amerika-Pake: ... o
Hamburg-Südam. Dampfschiff 0
Hansa-Dampfschifs..........0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
28,5
29,5
28 25
24,5
29,4
Bereimgte Stahlwerke.
Ltavi Minen .....
......0
......0
(rückzahlb. 102%)
6% Hess. Landesbank Darmstadt Sold R. 12
6%% Hess Landes-Hypotheken» bank Darmstadt Liaut
94,5
93
94,5
93
94.75
93,75
94,5
93
28,25
29,5
28
-
29,5
Kaliwerke Aschersleben.
Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth
...... 6
......6 . .. ?'/,
92,75
92,75
A.G. für Verkehrswesen ölkt. . 0
64,5
63,5
64,5
62,65
vbechessen Provinz-Anleihe mit
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
87,75
88
88
87,75
I. G. Färben-Industrie
...... 7
125,25
124,75
125,5
125
AuSlos.-Rechten
94
93,25
——
Commerz- und Privat-Bank 0
50,25
48,75
50,5
49,25
Scheideanstalt........
...... 9
164,5
165
Deutsche Komm. Cammelabl. An-
Deutsche Bank und Disconto-
Goldschmidt .........
......0
48
47,25
48,75
52
47,25
51,5
65,75
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Iranks. Hyp.-Bank
96,65
96,65
96,75
96,80
55,75
61,5
166,5
54,25
60,5
167
56,25
61,5
166,5
55 60,5 166,9
RütgerSwerke ........
....... 0
52
67
51,25
65,75
Dresdner Ban! .............. o
Metällgesellschast......
....... 0
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
<% «hem 7% Franks Hyp.-Bank
93
92,75
91,75
93,75
93
—
—
Reichsbank ............... 12
Philipp Holzmann
68
92
68
83,5
91
65
83
92
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
614% ehern. 4%% Irankf Hyp.-
Bank-Liqu.-Psanddriese
W/o ehern 4V,% Rheinische
Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe.
92,75
91,75
94
—
A.G.G......................
Bekula..................... 0
telelrt. LieferungSgelellschaft... 8
Licht und Kraft .....g
26,25
120 91,75
99,9
53,5
88
26
120,25
91,5
98
52,25
87,25
26,13
119.25
91
99
26
120
90,5
98
Zementmers Heidelberg Zementwerk Karlstadt..
Schultheis Patzenhoser
V. V. V. 0 ......0 ...... 0
66 -
90
6% ehern. 8% Pr LandeSpsand» briefanstalt, Pfandbriefe R 19
94
94
94
94
Gesellsch.f.Eiektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität 5
88,13
91,25
101,9
52,5
87,25
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg ...........0
42,25
42,13
41,25
42
42.25
42
41.25
41,5
6% ehern. 7% Pr Landespfand.
94
Schuckert L Co. ........... 5
101,5
100,5
100,75
Heilltosf Waldhof .....
.......0
49.25
48
48,9
47,65
briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
94
94
94
Llernens & Halske 7
Zellstoff Aschaffenburg
......0
34
34
34
Eteuergutsch VerrechnungSkur»
97
97
97
97
Labmeyer S Co............. 10
143,5
141
Dessauer Gag .....
....... 7
111,13
36,25
111,5
35
110
109,5
110
—
Daimler Motoren.....
.......0
36
35
4% Oeslerrelchtsche Soldrenre 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% deSgl. von 1913
6% abgest. Gvldmexikaner von 99
19,5
19,75
19,5
-
Buderus .............. 0
73
7L5
73
71,75
100
56,5
Deutsche Linoleum .... Orenstetn L Koppel ... Leonhard Tietz ......
Jhabc ..........
.......0
....... 0
47,9
45,25
47,5
45,13
58,25
0,85
0,825
—
—
Deutsche Erdöl .............. 4
102
58
102
58
16,9
152,25
174,75
150
16
153
172,5
150,5
16,5
151,5
174
150,25
5,5 5,10 5,10
7
5,3
5,1
5,13
5,55
5,10
5,13
7,25
5,45
5,25
7,75
Gelsenkirchener ............ ö
56,5
.......10
15,75
152,5
150,25
Harpener ...... . q
voelch Eisen-Küln.Neuessea .. 0
Ilse Bergbau e
I>se Bergbau Genüsse....... «
Klöcknerwerke .............. 0
ManneSmann-Röbrev......c
7,5
■
87,5
65,5
85,5
64,75
Aerumulatoren-Fabrik.
Lonti-Gummi........
.......0
...... 0
4% Türkische Zollanlcihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
5,30
5,25
107,75
107,65
107,9
107,5
Grinner..............
20,65
70,5
189
I 20,65
1 190
21,9
Sette l
5.40
5.5
5,4
—
57,5
59.75
56,5
59,5
57,5 GO
56,5
58,5
Mainkraftwerke Höchst a.M-.. 4
Südder kicher Nucker ........ 9
189
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M
16-Januar
17.Januar
Amtliche Dotierung
Amtliche Noiierun..
Geld
Brie
Geld
Brie
Helsingfoi»..
5,844
5,856
5,844
5,856
Wien.......
47,20
47,30
47,20
47,30
Prag.......
12,455
12,475
12,455
12,475
Budapeß ...
—-
——
eofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
168,33
168,67
168,73
169,07
Oslo.......
66,48
66,62
66,53
66,67
Kopenhagen.
58,99
59,11
68,27
59,14
59,26
Stockholm...
68,13
68,28
68,42
London .....
13,205
13,235
13,235
13,265
Buenos Aires
0,693
0,697
0,700
0,704
Neuyorl ....
2,572
2,578
2,607'
2,613
Brüssel.....
58,24
58,36
58,34
58,56
Aralien.....
21,93
21,97
22,00
22,04
Paris......
16,43
16,47
16,44
16,48
Schweiz ....
80,92
81,08
81,12
81,28
Spanien....
34,62
34,68
34,72
34,78
Danzig.....
81,42
81,58
81,44
81,60
Japan ......
0,789
0,791
0,789
0,791
Rio de Ian. .
0,224
0,226
0,224
0,226
Jugoslawien.
5,664
5,676
5,664
5,676
Lisjado» ....
12,04
12,06
Banknoten
12,04
12,06
Berlin, 17. Januar
Geld
Brief1 _
Amerikanische Noten..............
2,56
2,58
Belgische Noten..................
58,18
58,42
Dänische Noten .................
58,88
59,12
französische Noten...............
16,40
16,46
Holländische Noten........;......
168,31
168,99
Italienische Noten................
21,88
21,96
Norwegische Noten ..............
66,37
66,63
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten ...............
_
_
Schwedische Noten...............
68,11
68,39
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
80,94
34,58
81,26
34,72
Ungarische Note»................


