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Oberbeff en.

Gemeinderat in Nidda.

CD Nidda, 15. Jan. Dieser Tage fand die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahre statt Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Bürgermei­ster R u l l m a n n einen Rückblick auf das verflos­sene ereignisreiche Jahr 1933. Weiter teilte er mit daß Ministerialrat Ringshausen der Stadt sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift geschenkt hat. Das Bild wird im Rathaussaal aufaehänat Sodann wurden folgende Beschlüsse gefaßt-

Die Pacht der städtischen Grund st ücke wird, wie im Vorjahr, um 10 Prozent des ur­sprünglichen Betrages gesenkt, mit Ausnahme der übermäßig teuren Grundstücke auf dem Eisenried und Durch, deren Pacht um 20 Prozent ermäßigt roirb Die Pacht der auf 12 Jahre verpachteten Wiesen wird wie seither um 20 Prozent gesenkt Das Schafweidegeld wird für das Ri. 1933 auf 2 Mk. pro Schaf festgesetzt, es soll nicht erhöht werden, obgleich die Gemeinde zu den Kosten der Schäferei über 1000 Mk. jährlich zuschieben muß. Die Jagd pacht für 1934 wird auf 941,25 Mk festgesetzt. Der Gemeinderat beharrt auf seinem f 'R gefaßten Beschluß, nach dem die B i e r n i e d e r- l a g en von der F i l i a l st e u e r befreit sein sollen, obgleich das Kreisamt den Be chluß nickt aenehmlgen will. Es soll eine Entscheidung d?s Ministeriums herbeigeführt werden. Wegen Erlaß

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bad)" in den Gemarkungen Flensungen, Ils­dorf, Kirschgarten und Merlau gelegen, insgesamt IVA Kilometer, erbrachte trotz mehrmaligem Aus- bieten nur ein Gebot von 20 Mark, das ein Herr von Gießen abgab, während der seitherige Pacht­preis 115 Mark betrug. Der Mindererlös dürfte wohl darauf zurückzuführen fein, daß nach Aussagen von Kennern des Bezirks der frühere starke Forellen­bestand sehr zurückgegangen ist. Der andere Pacht- bezirk, dieAeschersbach" nebst ihren Nebenbächen in den Gemarkungen Grünberg, Oueckborn und Har­bach, sowie dieJoßholler" in den Gemarkungen Ettingshausen und Hattenrod in einer Gesamtlänge von etwa 12 Kilometer erbrachte einen Pachtpreis von 255 Mark. Pächter war Fabrikant Allmen­dinger (Grünberg). Die Pachtzeit für beide Fische­reien läuft zehn Jahre.

ch L i ch, 17. Jan. Am Samstagabend hielt der Männer-GesangvereinC ä c i l i a" bei Gastwirt Jakob Eise seine diesjährige General­versammlung ab. Der erste Führer Karl Lotz gedachte zunächst der verstorbenen Sangesbrüder des verflossenen Jahres, deren Andenken in üb­licher Weise geehrt wurde. Aus dem Jahresbericht des Vereinsführers war zu entnehmen, daß sich die Sängerzahl auf der bisherigen Höhe gehalten hat. Die Singstunden hatten einen durchschnittlichen Be­such von 72 v. H. aufzuweisen. Der Bericht des Vereinschronisten Sangesbruder Ludwig Wacker wurde gutgeheißen und ihm für seine Arbeit Dank ausgesprochen. Die Rechnung, von den Sanges- brüdern Fritz Sonntag und Wilhelm Veite geprüft und für richtig befunden, wurde genehmigt und dem Kassenwart Otto Wahl Dank für seine gewissenhafte Arbeit erstattet. Die Rechnung zeigte einen günstigen Stand. Wie in den verflossenen Fahren, so konnte auch diesmal wieder der Der- einsführer einigen Sängern für regelmäßigen Be­uch der Singstunden Ehrennadeln Überreichen. Es erhielten die Nadel für 1933 die Sangesbrüder Karl T h a l a ck e r und Ludwig Dörmer , zum zweiten­mal wurden ausgezeichnet die Sänger Karl Will, Karl A l b a ch und Fritz Häuser. Eine besondere Ehrung erfuhr der Sangesbruder Heinrich Pies, der drei Jahre hintereinander nicht eine einzige Singstunde versäumt hatte. Anschließend teilte der Vereinsführer die Aenderungen mit, die sich im Anschluß an die Auflösung des ehemaligen Lahn- tal-Sängerbundes als nötig erwiesen hatten; der Verein gehört jetzt zu dem Chattia-Sängerbund. Es wurde noch beschlossen, das diesjährige Konzert im Verein mit der Gießener Reichswehrkapelle am 15. April abzuhalten. Eine zum Besten des Winter- hilfswerks des Hessischen Sängerbundes vorgenom­mene Geldsammlung ergab den Betrag von 7 Mk. Mit einem Sieg-Heil auf unfern Volkskanzler und Führer Adolf Hitler und die Führer des Deut- chen Sängerbundes schloß der Vereinsführer die Generalversammlung.

Werke und dem Jnnungsführer der Gas- bzw. der Elektrobranche bestehe.

Die Jnnungsführer R ö d i g e r für die Gas- und Wasserbranche und Schmitz für Ne Elektrobranche betonten anschließend, daß in ihren Innun­gen bisher keinerlei Preiserhöh u n - gen vorgenommen worden feien, die Preise viel­mehr noch auf dem Stand von vorigem Frühjahr stünden. Eine Preiserhöhung werde auch nicht kom­men, solange sich die Verhältnisse nicht ganz erheb­lich ändern würden, da man immer auf vertretbare Preise Gewicht lege. Beide Jnnungsführer verlasen dann die ausgearbeiteten Satzungen ihrer Ge­meinschaften, die von der Versammlung e i n st i m - mig gutgeheißen wurden. Mit der gleichen Einstimmigkeit wurde die Gründung der Gas-Gemeinschaft und der E l e k t r o - Ge­meinschaft beschlossen.

Zr Geschäftsführern wurden bestimmt- für die Elektro-Gemeinschaft Ingenieur M a x e i n für die Gas-Gemeinschaft Dr. G ö r r e s. Die Kas- senführer werden von dem Vorstand noch bestimmt

Nachdem Stadtbaudirektor Braubach für seine bisherigen Bemühungen herzlich gedankt worden war, schloß dieser die Versammlung mit dreimaligen begeistert aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und den Führer und großen Dolkskanzler Adolf Hitler

pg Kaufmann Heyi>

begrüßte namens der NS.-Hago die Gründung der Elektro-Gas-Gemeinschaften in der Hoffnung, daß dadurch die restlose Beseitigung der Regiebetriebe komme und das Handwerk dann das leisten könne, was es leisten müsse. Die NS.-Hago werde ihr möglichstes tun, damit die jetzt zu gründende Organisation den ihr gebührenden Platz erhalte. Alle hätten die Verpflichtung, das Wort des Führers zu verwirklichen:Gemeinnutz vor Eigennutz." Die NS.-Hago werde dazu ihr bestes beitragen.

Komm. Beigeordn. pg. Bartholomäus begrüßte als Vertreter der Stadtverwaltung und Dezernent der städtischen Betriebe die Schaffung der Elettro-Gas-Front. Es dürfe aber nicht vergessen werden, daß zu allem, was von den Menschen vorgenommen werde, in erster Linie das Ver­trauen gehöre. Auch von der Elektro-Gas-Front müsse das Vertrauen derer wiedergewonnen werden, für die gearbeitet werden solle. In den letzten 14 Jahren seien auch im Handwerk Sünden begangen worden, die Mißtrauen hervorgerufen hätten. Wenn früher fubmittiert wurde, habe man vielfach die Preise gedrückt, zum Teil auf Kosten der Arbeiter und Angestellten. Es seien schwere Verstöße gegen die Handwerksehre vorgekommen. Für die Zukunft müsse wieder das Leistungsprinzip siegen, die ge-

von 1933er Gewerbe ft euer aus Dilligkeits. gründen schloß sich der Gemeinderat den Richtlinien des Kreises und der Provinz an. Auch soll die staatliche Regelung hinsichtlich der Befreiung voq Neubauten von der Grundsteuer und des Erlasses von Steuer-Rückständen bei Ausführung von In- ftandfetzungsarbeiten für die Gemeindesteuer Plaj, greifen. Das Waffergeld für 1933 soll in der gleichen Höhe wie im Jahre 1932 erhoben werden.

Landkreis Gietzen.

OO Klein-Linden, 17. Jan. Eine in den letzten Tagen von den Konfirmandinnen durchge- führte Geldfammlung zum Besten des Winterhilfswerks des Vereins für dos Deutschtum im Ausland ergab in unserer Gemeinde den Betrag von 44 Mark, die von der örtlichen Leitung der NSDAP, weitergeführt werden.

5 Steinbach, 17. Jan. Der Voranschlag der evangelischen Kirche Steinbach für 1934 wurde von dem Kirchenvorstand beraten und von der Kirchengemeindevertretung angenommen Da die Gehälter der Kirchenbediensteten schon bis zum Vorkriegsstand gekürzt waren, wurde nur in einem Falle, wo das noch nicht der Fall war, eine weitere Kürzung vorgenommen. Bei der vorsichtigen Aufstellung des Voranschlages konnte trotz erhöhter Schuldentilgung eine Erhöhung der Umlage ver­mieden werden.

5 Albach, 17.Jan. Der Voranschlag der evangelischen Kirche Albach für 1934 wurde vom Kirchenoorstand beraten. Die Fest­setzung der Gehälter der kirchlichen Angestellten er­folgte auf den Vorkriegssätzen. Der Voranschlag wurde einstimmig angenommen.

? Reiskirchen, 16. Jan. Im vollbesetzten Saalbau G u n d r u m hielt der Gesangverein Harmonie" sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Nach einem Chorlied hielt der erste Vorsitzer L. Balser die Begrüßungsansprache. Er ernannte den Beigeordneten L. L a u n s p a ch 3. für 25jäh- rigen Singstundenbesuch zum Ehrenmitglied. Dann überreichte er einer Anzahl alter, verdienter Ver­einsmitglieder Ehrenauszeichnungen, in deren Na­men der frühere erste Präsident Ludwig Jünger dankte. Die Ausgezeichneten gehörten alle dem her­ein seit seiner Gründung im Jahre 1897 an. Nach einem Chorlied, das unter Leitung von Chormeister Nicolai (Großen-Buseck) sehr gut zu Gehör ge­bracht wurde, gelangte das von Vereinsmitgliedern gut wiedergegebene SchauspielBauern in Not", ein Lebensbild aus der Notzeit des deutschen Bauern, zur Ausführung. Großer Beifall dankte den Darstellern. Mit zwei weiteren Liedern fand der erste Teil des Abends seinen Abschluß. Im zweiten Teile hörte man humorvolle Aufführungen, sowie Gedicht- und Gesangsvorträge. Für den Verein war der Abend ein voller Erfolg.

+ Grünberg, 16.Jan. Hier fand die Ver­pachtung von zwei staatlichen Fische­reien statt. Der FischereibezirkSeenbach und Jls-

Oer Direktor des Arbeitsamtes pg. Dr. List

teilte mit, daß von allen Maßnahmen zur Ent­lastung des Arbeitsmarktes sich bis jetzt die Jnstand- setzungs- und Ergänzungsarbeiten am wenigsten ausgewirkt hätten. Es müßten deshalb neue Wege beschritten werden, um vermehrte Arbeitsgelegen­heiten zu erschließen. Dabei sei besonders darauf zu achten, daß die verdienten Kämpfer der SA. und SS. wieder in Arbeit gebracht würden.

Oie Grünvungsdeschlüffe.

Stadtbaudirektor Braubach teilte hierauf mit, daß die Elektro - Gas - Fronteinstimmig gegründet worden sei und sofort ihren Werbe­feldzug beginnen werde.

Er übernahm hierauf die weitere Leitung der Ver­sammlung zum Zwecke der Gründung der Elektro - Gemeinschaft und der Gas-Ge­meinschaft. Zunächst dankte er der Handelskam­mer, der Handwerkskammer, dem Arbeitsamt und dem Hochbauamt für die wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung der neuen Organisation und betonte, das Ziel der städtischen Werke sei enges Hand- inhandarbeiten mit der Elektro- und der Gas- gemeinschaft, sowie mit dem Fachhandel.

Die Führung der beiden Gemeinschaften liege bei einem Vorstand, der aus dem Leiter der städtischen

einer Verlängerung oder späteren Wiederholung dieser Vergünstigung sei nicht ju rechnen. Wer also Umbauten oder Instandsetzungen unter Zu­hilfenahme der Reichszuschusse erledigen wolle, müsse sich beeilen.

Der Redner erläuterte sodann die Aufgabe der Elektro-Gas-Front, die er als eine Aktion zur Entfaltung reger Propaganda zwecks Arbeitsbeschaffung auf dem Gebiete der Elektro-, Gas- und Wajserinftallation bezeichnete. Die Elektro- Gas-Front wende sich an alle Volksgenossen mit der Werbung um Arbeit für die in Den Elektro- und Gas - Gemeinschaften zusammengeschlossenen Handwerksmeister. Nicht nur große, sondern auch kleine Aufträge würden gerne entgegengenommen, jeder Hausbesitzer müsse nun mit Zuhilfenahme der Reichszuschüsse seine Aufträge den Installateuren und dem Fachhandel an die Hand geben. Die Werbetätigkeit der Elektra-Gas-Front werde sofort aufgenommen. Der Hausbesitz werde mit einer weiteren Steuervergünstigung zu rechnen haben, aber die jetzt schon von der Regierung gebotenen Vorteile solle er sich zunutze machen und dadurch mithelfen, daß auch im Handwerk mehr Arbeit und Brot geschaffen werde

(Sfabtbauöireffor Braubach brachte das starke Interesse der Stadtverwaltung an der Gründung der Elektro-Gas-Front zum Aus­druck. Die Leitung der städtischen Betriebe werde die Elektro-Gas-Front mit aller Kraft unterstützen und mit den Elektro-Gas-Gemeinschaften Hand-in- Handarbeiten.

Die Stabt tjabe bas größte Interesse daran, so­viel Arbeit wie nur irgend möglich zu schaffen, damit im Gas-, Wasser- und Eleklro-Installa- tionsgewerbe bald kein Erwerbsloser mehr vorhanden sei.

Um die sofortige Inangriffnahme der Arbeiten zu fördern, würden die städtischen Werke langfristige Teilzahlungen gewähren.

Oer stellv. Bezirksführer der Elektro­installateure pg. Kühling-Friedberg

sprach über die Elektro-Gas-Gemeinschaf- t e n. Nachdem die Einigung des deutschen Volkes in so herrlicher Weise wie im verflossenen Jahre wiederholt zutage getreten sei, müsse nun auch der zersetzende Konkurrenzkampf innerhalb der Handwerkskollegen aufhören, einer müsse im andern immer nur den Kollegen sehen, mit dem er sich im ehrlichen Wettbewerb messen müsse. Der nationalsozialistische Gemeinschaftsgeist müsse auf alle Angehörigen der Elektro-Gas-Wirtschaft über­tragen werden. Unter alle bisherigen Vorgänge müsse ein Schlußstrich gemacht werden. Das Zu­sammenarbeiten zwischen den Installateuren und den Werken müsse durch Vereinbarungen geregelt werden.

Neben der Arbeitsbeschaffung sei das Endziel der Gemeinschaften, die Installations- und Ver- kaufsabteilungen bei den werken abzubauen und diese Dinge in die Hände des Jnsiallations- gewerbes und des Fachhandels zu legen.

Die Elektro-Gas-Gemeinschaften hätten jetzt vor allem die Aufgabe, die durch die Propaganda der Elektro-Gas-Front beschafften zusätzlichen Arbeiten auszuführen und zu finanzieren. Oberster Gesichts- punkt müsse es dabei sein, für die stellungslosen B"rufskameraden Arbeit zu beschaffen. Jeder Haus­besitzer habe die Pflicht, Aufträge zu geben, damit vor allem die alten Kämpfer der SA. und SS. end­lich wieder alle in Arbeit gebracht werden könnten.

Dabei wüste auch der kleinste Auftrag genau so sorgfältig ausgeführt werden wie der große.

» Die Werke müßten in den Häusern eine Kontrolle der Anlagen vornehmen und dafür sorgen, daß überall die Anlagen ordnungsgemäß instand gesetzt würden. Bei den Kostenvoranschlägen sei sorgfältig zu kalkulieren und der Preis so zu gestalten, daß er für den Auftraggeber auch tragbar sei. Selbst­verständlich müsse auch für einen angemessenen Ver­dienst des Handwerkers gesorgt werden. Gegen übersetzte oder Wucherpreise werde entschieden vor­gegangen werden. Es dürfe auch nicht länger als acht Stunden gearbeitet werden, niemand dürfe selbst ober auch mit Familienmitgliedern vom frühe- sten Morgen bis in die Nacht hinein an der Erledi­gung der Aufträge arbeiten

Der Zweck der Maßnahme sei vor allem auch der, stellungslose Berufskameraden wieder in Arbeit zu bringen und ihnen die gültigen Tarif­löhne zu zahlen. Auf die Erfüllung dieser Ver­pflichtung würden die Partei und die Polizei ein wachsames Auge haben. Schwarzarbeit sei mit allen Mitteln zu bekämpfen. Die Elektrizitäts­werke mühten auch eine Vergünstigung der Stromtarife herbeiführen, um es dem wirtschaft- ' lich schwachen Volksgenossen zu ermöglichen, in den Genuß der Fortschritte der Elektrotechnik zu kommen. Die Werke mühten ihre Tarife von allen Schlacken befreien, pg. Feder werde in absehbarer Zeit einheitliche Richtlinien für ganz Deutschland herausgeben, nach denen die Tarife aufzubauen seien.

Zum Schluß feiner Ausführungen forderte der Redner den geschlossenen Beitritt aller Jnstallations- rneister zu den Gemeinschaften, um sich mit ihrem fachlichen Können und Wissen einzureihen in die Front der Kampfer für den Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes.

Znstallationömeister Höbiger sprach anschließend für die Gas- und Wasser- Gemeinschaft. Er betonte einleitend seine volle Uebereinftimmung mit der Stellungnahme des Vor­redners und erinnerte dann an seine früheren jedoch vergeblichen Bemühungen um die Herstellung der Einigkeit und Geschlossenheit innerhalb des Hand­werks. Für die Einigkeit im Handwerk sei noch sehr viel zu tun. Vor allem müsse jeder Handwerker im andern den Kollegen sehen. Jetzt sei dem Handwerk von der Regierung die Hand geboten worden. Das Handwerk könne dem einzigen Manne, der diese Wendung gegenüber früher gebracht habe, dem Rüh­rer und Volkskanzler nicht dankbar genug fein.

Die Verhandlungen mit dem Gaswerk hätten bereits dazu geführt, dah beim Gaswerk die Regiearbeiten ganz eingestellt wurden und der handel mit sanitären Anlagen aufgehört habe.

Nun heiße es tatkräftige, ehrliche, treue Arbeit leisten. Die Gas-Gemeinschaft werde jetzt unter wesentlich günstigeren Bedingungen erfolgen als früher. Jeder Installateur müsse dieser Gemeinschaft beitreten und mithelfen bie Ziele zu erreichen. Damit werde nicht nur für den einzelnen, sondern für alle wertvolle Aufbauarbeit geleistet.

leistete Arbeit müsse den Meister loben. Wenn in Zukunft das Vertrauen der Bevölkerung wieder- geroonnen werde, bann werbe bie größte Schwie­rigkeit beseitigt sein. Der größte Gegner des Hand­werks fei das Submissionsverfahren. Die Behörde habe kein Interesse an der Führung von Regiebe­trieben. Was man aber in den letzten Monaten er­lebt habe, fei nicht erfreulich. Er (Redner) habe sich immer für das Handwerk eingesetzt, er könne es aber nicht billigen, daß die Preise vom Frühjahr vorigen Jahres allmählich immer mehr erhöht wurden und in der letzten Zeit wieder um 50 Prozent gesteigert worden seien. Ein solches Verfahren verstoße gegen die strikten Befehle der Partei und die Anordnungen des Stellvertreters des Führers. Gegen einen gerechten Preis fei nichts einzuwenden. Aber es dürfe nicht Vorkommen, daß Preise früher 40 Prozent unter den amlichen Kosten- ooranschlägen lagen und heute 30 Prozent darüber ich bewegen. Das Hauptaugenmerk müsse auch im Handwerk darauf gerichtet sein, vor allem die Ar­beitslosigkeit zu beseitigen.

Die Forderung nach Herabsetzung der Strom- larise sei ein berechtigter Wunsch. Die Behörde werbe sich aber gegen eine Herabsetzung des Lichtpreises sträuben müssen, denn der Lichtpreis sei eine ergiebige und sozial gerecht sich aus- wirkende indirekte Steuerquelle, durch deren Inanspruchnahme andere indirekte Steuern ver­mieden werden könnten.

Die Stadtverwaltung sei gerne bereit gewesen, durch Gewährung von entsprechendem Kapital die In­angriffnahme zuätzlicher Arbeiten zu ermöglichen. Er wün che, daß die Ekektro-Gas- Front ihre Aufgabe unter dem MottoGemeinnutz geht vor Eigennutz" erfolgreich durchführe. Dabei müsse jeoer Handwerker in erster Linie den Maßstab

6 o.r.b tsl e i stu ng anlegen und erst in zweiter Lime an bie Kalkulation benfen, wobei bie Handwerksehre unbedingt zur Gel- tung kommen müsse. Die Behörden würden da- vei mit dem Handwerk gerne Hand in Hand ar- Deiten.

0er Führer der Handwerkskammer- Nebenstelle Oberbeffen pg. Stühler

^en Wünsche der Handwerkskammer Lin» %neUe Organisation zum Ausdruck und betonte bei r?Qf£ Amtliche Jnnungsrnitglieder

c. . verfahren, wie es im j

alle in °m P-°tz- fei- Er forderte

[i* foncn>>tn Handwerksmeister auf,

im Seist- >7. Sr7miation °nS»fchN-b°n und dabei Artit1? Ehrers vorwärts und aufwärts zu Lichkei7zu7-fchW7 $0[t59en°f,en dienst.

Kreis Büdingen.

t 91 i b b a, 17. Jan. Bis jetzt find hier die Bau« Handwerker noch beschäftigt. Zum größten -Lei! werden in den Gebäuden Verbesserungen unb Erneuerungen vorgenommen. Auch sind in den legten Wochen noch Wohnungen durch Aufbauen von Stockwerken auf einstöckige Häuser entstanden, eren Innenausbau nun erfolgt. Für die nächste ettJ.mP noch mehrere An - und Umbauten an Wohnhäusern vorgesehen. Größere Arbeitsge­legenheit wird durch die Vergrößerung des ylefigen Finanzamts geboten werden. An Dem Hauptbau in der Schillerstraße soll im Nord­isten em Flügel angebaut werden. Der Plan unb Die Mittel zu dieser Erweiterung sind bereits ge­nehmigt, so daß bald mit den Arbeiten begonnen werden kann In die neuen Räume soll die Finanz, kaffe mit mehreren Zahlschaltern und Amtszimmern verlegt werden. Dadurch wird einem vom Publikum schon stets beanstandeten Mißstand abgeholsen, der durch die räumlich weit getrennt- Finanzkasse von dem Finanzamt besteht Das fetzige Finan kaffen- gebaude IN der Ludwigstraße wird zu einer Dienst­wohnung für den Vorsteher des Finanzamts um-