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Donnerstag, 18. Januar 1934
184. Jahrgang
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Präsidenten und der Regierungskommission seinen
Denn wir in oiejem xiayre uei ty 1 u » v « n y »v-, ! eutschen Zollvereins besonders gedenken, ter wohl die wichtigste Vorarbeit gewesen ist. Schon
Saarbrücken, 18. Ian. (DNB.-Funkspruch)
Herr Generalsekretär? Indem ich den Emv
interessant, daß man auch in Völkerbundskreisen lediglich durchblicken läßt, daß es sich bei der Einladung Deutschlands vor allem um ein franzö- sisches Manöver gehandelt habe, das niemals einen praktischen Erfolg haben könnte, dessen einziger Zweck aber der war, Deutschland den Einwand zu nehmen, daß ihm keine Gelegenheit geboten worden sei, sich an den Vorbereitungen für die Abstimmung rechtzeitig zu beteiligen.
daß die Vollmachten der Kommission ihr Ende finden, sobald das neue Regime im Saargebiet
neu bestätigten Regierungskommission nichts gemeinsam haben, sie steht ihre fremd und in geschlossener Abwehr gegenüber. Wir wollen nicht verhehlen, daß unsere schwersten Bedenken auf der Tatsache resultieren, daß auch der jetzige Präsident Knox wieder bestätigt worden ist. In 'seiner Eigenschaft als Präsident begegnet er m der Bevölkerung einer Ablehnung wie sie einmütiger und nachdrücklicher noch keinem Mitglied der Regierungskommission bescheinigt worden ist. Daß die Bevölkerung erwartet hatte, er werde freiwillig auf eine Wiederernennung verzichten, zeigt, wie schroff sich im Urteil der Bevölkerung die Regierungspraxis des
Einmütige Ablehnung der Wiederwahl der Regierungskommission im Saargebiel.
3um48.Jamtarl934.
Von Dr. Theodor Mayer, o. ö Professor der Geschichte an der Universität Gießen.
chungen über bie Vorbereitung an der Saarabstimmung auf einer anderen Basis. So nimmt man an, daß die deutsche Regierung z. B. sich nicht weigern werde, an einer Kommission teilzunehmen, die im Saargebiet selbst die Modalitäten der Abstimmung festlegen würde, sofern auch Frankreich in dieser Kommission vertreten ist. Deutschland würbe bann nicht als Ratsmacht, sondern nur als interessierte Partei mitwirken. Es ist im übrigen nicht un-
stimmung, die unter fremden Bajonetten stattfinden soll. Auch außerhalb des Saargebietes wohnende deutsche Emigranten beteiligen sich an diesem üblen Spiel.
Zur Unterstützung aller dieser Machenschaften ist heute vom Völkerbundssekretariat ein Schreiben des Präsidenten der Regierungskommission Knox an ben Völkerbundsrat be- Eanntgegeben worben gleichzeitig mit einer Denkschrift ber „Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung der saarländischen Interessen" und der „Saarländischen Wirtschaftsoereinigung", also ausgesprochen separatistischen Organisationen, die hier in Gens den Anschein erwecken wollen, als ob beträchtliche Kreise der Bevölkerung hinter ihnen stünden. Es handelt sich um ein winziges Häufchen von Landesverrätern, die in engster Fühlung mit der französischen Propaganda stehen. Diese Landesverräter warten nicht nur mit den bekannten Lügen auf, sondern „bitten den Rat, ber Regierungskommission des Saargebietes im Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung sofort außerordentliche Vollmachten zu erteilen", damit diese u. a. in der Lage sei, die Unabsetzbarkeit ber Richter aufzuheben, bie lokalen Behörben und die Polizei zu reinigen, die Schul- beworben zu überwachen (!). Die Denkschrift dieser Landesverräter, die der Präsident der Saarregierungskommission, wie erwähnt, dem Völkerbundsrat als Unterlage für seine Beschlüsse vorgelegt hat, trägt folgende Unterschriften: Karl Kramer, Dr. Rupp, Busert, Dr. Marx, Schackmann, Johann Müller, Peter Wagner.
Herrn Knox von ber seiner Vorgänger abhebt. — Die nationalsozialistische „S a a r f r 0 n t" hebt hervor: Herrn Knox ist mit der Verlängerung seiner Beamtung zugleich Dank und Anerkennung ausgesprochen worben, im gleichen Zeitpunkt, da in der Völkerbundshauptstadt' selbst die berufensten Vertreter der „Untertanen" ihre in drei Denkschriften niedergelegte Beschwerde, insbesondere gegen diesen Präsidenten mündlich zu erläutern und zu verteidigen erschienen sind.
Das Echo in London.
„Ein neuer schwerer Schlag für den Völkerbund."
London, 18. Jan. (DNB.-Funkspruch.) „Daily Mail" schreibt in einem Leitartikel, Deutschlands Weigerung, anläßlich der Behandlung ber Saar- jrage nach Genf zu gehen, sei ein neuer schwerer Schlag für den Völkerbund. Angesichts dieser Lage sollte die britische Regierung vorsichtig fein. Es sei bedauerlich, daß sie die Wiederernen- nung von Knox zum Vorsitzenden der Saar- Iregierungskommission zugelassen habe. England würde es wohler sein, wenn der britische Saarkommissar zurückgezogen werden würde.
Dank für bie Dien ff e auszusprechen, bie sie dem Völkerbund geleistet haben."
*
Es ist bezeichnens baß ber Regierungskommission nur für die übrigens höchst zweifelhaften Dienste gedankt wird, die sie dem Völkerbund geleistet hat, daß aber mit keinem Wort von ben Pflichten dieser Kommission gegenüber der von ihr unterdrückten Saarbevö1kerung die Rede ist. Im übrigen ist die Wiederwahl ber bisherigen Regierungskommission bezeichnend Man 1 wirb sich fragen: Hätte ber Austausch bes einen ober anderen einen Wechsel gebracht und den berechtigten Interessen ber Saarlänber gebient? Wenn dies bezweifelt werden muß, bann wirb letzten Enbes bie Aufgabe, bie bie Regierungskommission zu erfüllen hat, immer daran scheitern, baß bas System falsch unb bie Meth obe verfehlt ist. Eine aus Ausländern zusammengewürfelte Regierung paßt in deutsches Gebiet wie die Faust aufs Auge. Nicht im Saargebiet kann ein solches Gebilde seine Aufgabe erfüllen, eher in unerschlossenen Kolonialdistrikten. Angesichts der Tatsache dieses unwürdigen, aus dem Versailler Geist geborenen Statut bleibt die Personenfrage eine solche zweiten Ranges.
Die Abiaoe an Genf.
Deutschlands Antwort an den Bölker- bundsrat.
Genf, 17. Jan. (DRV.) Der deutsche Konsul in Genf, Dr. Krauel, hat soeben dem Generalsekretär des Völkerbundes die folgende Antwort der Reichsregierung übergeben:
fügung gestellt werben.
Um für entsprechend Ratsbeschlüsse die notwendige Stimmung zu erzeugen, wird der angebliche Terror der Nationalsozialisten durch eine Fülle von Lügen, Entstellungen und Uebertreibungen glaubhaft zu machen versucht, dabei zeigt sich ein enges Zusammenspiel zwischen den berüchtigten kleinen landesverräterischen Cliguen im Saargebiet unb der Regierungskommission selbst. Nicht umsonst ist eine angebliche Saarabordnung unter Führung ber ßanbesoerräter Matz Braun und Petri in Genf eingetroffen, bie sich bemüht, Völkerbunbskreise unb die hier versammelten internationalen Presseleute in diesem Sinne zu beeinflussen. Dabei schwankt man noch zwischen ber Forderung nach Verschiebung der Ab st immun g um mehrere Jahre „bis zur Wiederherstellung einer freien Abstimmung" und einer Ab-
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ines anderen Volkes, er führte auf hohe Berge und rürzte dann wieder in dunkle Täler hinab. Hin und er gezerrt und gerissen, fehlte ihm die Gleichmäßig- !«it der Entwicklung. Als junges Volk haben die Deutschen die Führung bes Abendlanbes übernom- nen, haben aber biefe Last nicht zu tragen verlockst und sind staatlich zusammengebrochen. Und :od) leuchtet noch der helle Schimmer herrlichster Tradition aus den Zeiten ber großen Kaiser zu ins herüber, noch zehren wir vom Erbe bieser Zeit. Ihne Karl ben Großen und bie wunbersame Reihe :on Herrschergestalten im hohen Mittelalter hätten Dir heute kaum ein einiges deutsches Volk, sondern !ie Stämme hätten sich auseinanderentwickelt, so Die sich etwa bie Holländer von den Deutschen ad- :ezweigt haben. Ohne die Kaiser und bie Vereini- lung ber Kraft bes Gesamtvolkes märe wahrschein- i ch nie bie Kolonisation bes Ostens in einer Form möglich gewesen, baß dieser deutsche Kulturboden md) deutscher Volks-undStaatsboden geworden wäre.
Und als das erste Reich zerfiel, war ein deutsches Iolk da, das in ben Freiheitskriegen einig war. lEnb bieses Erlebnis war nicht mehr auszulöschen, b unbequem es manchen Regierungen war, daß He Deutschen zu einem Reich zusammenkommen sollten. Wir nennen bas zweite Reich bas Reich Jismarcks. Mit Recht, er hat es geschmiebet, 1 c ber daß er es schmieden konnte, dazu waren noch riete Vorarbeiten notwendig. Es ist nur billig, Denn wir in diesem Jahre der Gründung des
MbisherigeSaarregierungvom Völkerbundsrat wiedergewählt.
G e n f, 17. Jan. (DRV.) Der Völkerbunds- rat trat heute vormittag um 10.30 Uhr wieder zu einer geheimen Sitzung zusammen. Als wichtigster Punkt stand die Wahl der Saarregierung auf der Tagesordnung, die terminmäßig fällig ist. Wie allgemein erwartet, wurde die bisherige Regierung einstimmig wiedergewählt. Die Saarreglerung besteht also weiter aus olgenden Mitgliedern: Knox (England), Ehrn- r 0 0 t h (Finnland), K 0 h m a n n (Saarland), 2H 0 - rize (Frankreich), Z 0 ritfchitfch (Jugoslawien).
Die Informationsabteilung des Völkerbundes gibt weiter bekannt: „Der Rat hat festgesetzt, daß die Dauer der Ernennung der Regierungskom- misfion für das Saargebiet den Bestimmungen des Friedensvertrages entsprechen muß, der vorsieht,
Separatisten und Emigranten wühlen in Gens
Landesverräterische Lügenpropaganda für die Verhinderung einer freien Volksabstimmung.
gebracht hat. Es ist zuviel, als daß es im einzelnen auch nur angedeutet werden konnte Nehmen wir nur einiges heraus, war von fafularer Bedeutung ist. 8aft als bas Höchste will mir scheinen, daß im Dritten Reich ber Arbeit ber ^rtaufenbealte Fluch genommen warb, baß b ie Arb e 11 geadelt wurde. Auf ber gleichen ßmie hegt bie politische Erneuerung. Wir haben eine Revolution erlebt unb alle unsere Nachfahren werben uns darum beneiden. Es war nicht eine Revolution, deren Tragweite sich aus der Zahl der @nnfp hip rollten ergibt, aber doch eine solche, die ka7'gan ° Leben^mg°statt°t bat Volk und Reich sind heute eins, ihr Baugesetz ist aber die Ge- olg schäft. Uralte deutsche Rechtsgedanken sind damit lebendig geworden, die im Staat einen Per- sonenverbanb sahen, zu dem man gehörte oder nicht, in den man aber nicht emfacf) eintrat, wenn man innerhalb bestimmter geographischer Grenzen wohnte. Die Gefolgschaft ruht auf der gegenseitigen Treue und auf Freiwilligkeit Wenn heute bie SA die ber sinnfällige Ausdruck des neuen Staatswillens und damit des Staates ist, durch die Straßen marschiert, so gibt sie ein Zeugnis von einem vorbehaltlosen, freien Willen zur Pflichterfüllung gegenüber dem Staat, zur Volksgemeinschaft und zur Treue. Sie verzichtet auf den Zwang
Der 18. Januar, der Tag der Gründung des I Reiches Ottos von Bismarck, fall ein Tag b e s Dantes, den wir unseren Vorfahren abzustatten ,aben, fein, er soll ein Tag fein, an dem mir über I mfere Geschichte nachdenken, an dem wir uns er- - unern sollen, daß wir in der unübersehbaren Reihe
■on Generationen, die unser Volk ausmachen, nur ine sind, die wie alle anderen die Pflicht hat, das Lrbe der Väter zu übernehmen, zu bewahren und ~u pflegen, um es an die folgenden Geschlechter I veiterzugeben.
Der geschichtliche Weg, den das deutsche Volk nrückzulegen hatte, war schwerer al» der irgend-
im Jahre 1828 haben sich Preußen und Hessen zu- ? lammengefunben, und es wird ewig ein Ruhmes- , fctel Hessens sein, daß von ihm die Anregung ni einer Zollvereinigung ausgegangen ist, aber auch iin Ruhmestitel Preußens daß es trotz eines icht unbedeutenden materiellen Schadens aus na- tionalen Gründen auf diesen Vorschlag eingegangen ist. Als sich 1834 die süddeutschen Staaten anschlos- 2n, da war die wirtschaftliche Einheit Deutschlands m einer Form gegeben, wie sie noch nie in der Gerichte bestanden hatte und wie sie die sicherste Borftufe zur politischen Vereinigung war. Wir dur- $n in der deutschen Geschichte nie die Namen tu Thil und Motz vergessen. Der größte war C ber Friedrich List, denn er hat das deutsche Bolk auf die Einheit vorbereitet, von ihm führte ber Weg zum Jahr 1848, bas zwar wenig realen gewinn gebracht hat, wohl aber die Sicherheit, daß . as deütsche Volk den festen Willen zu einer polt- jschen Einheit hatte. Als die detstschen Heere im <1 at)re 1870 hinauszogen und aus den Schlachtfeldern
'tuteten, da war in den Herzen der Deutschen das Reid) schon da. Durch diese Feststellung wird das Verdienst Bismarcks nicht geringer, denn er tat diesem Reiche der Träume die staatsrecht-
punkte zu ihrem Bedauern aus grundsätzlichen Erwägungen abfehen muß, an ben Beratungen der Tagung des Völkerbundsrates über Punkt 26 der Tagesordnung beizuwohnen. Genehmigen Sie ufw.
gez. Freiherr von Reurath.
In Kreisen des Völkerbundssekretariats erklärt man, daß man schon nach den bisherigen Meldun- aen aus Deutschland eine ablehnende Haltung, wie sie in ber Antwort der deutschen Neglerung zum Ausdruck kommt, erwartet habe. Man hebt aber gleichzeitig ben höflichen Ton bes deutschen Antwortschreibens hervor. Außerdem glaubt man daraus Hinweisen zu sollen, daß in der deutscher> Antwort 3mar jegliche Beteiligung am Volkerbundsr t strikte abgelehnt wird, nicht jedoch Bespre-
und sie adelt dadurch ebenso den Dienst für Volk und Vaterland mie das der Führer mit seiner Rede vom 1. Mai in bezug auf die Arbeit getan hat In diesem Uebergang von der Pflichterfüllung aus Zwang zu der aus freiem Willen liegt der geistige Gehalt der deutschen Revolution. Das Ausland fürchtet diese SA., obwohl es weiß, daß sie nicht bewaffnet ist, es ahnt hier etwas Unbestimmtes, was unbesiegbar ist. Frankreich hat 1789 einen geistigen Vorsprung vor der übrigen Welt errungen, heute ist Deutschland voran, und die anderen können nicht nachkommen. Bei ihnen ist das alte System geblieben, denn es hat mit der Uederlegen- heit des Materials gesiegt Und fürchtet sich heute, weil das Material keine ewige Größe ist.
Wir Deutschen wünschen keinen Krieg, denn mir haben ihn gesehen und seine Greuel miterlebt, aber mir fürchten i h n auch nicht, denn mir missen, daß ein Fellachendasein nicht lebensmert ist und daß unser Leben nicht mehr mert ist, als das der zmei Millionen Kameraden, die gefallen sind. Wir missen aber auch, daß die entscheidenden Kämpfe nicht nur auf den Schlachtfeldern geschlagen merden, sondern auch im Frieden Da siegt jenes Volk, das den festen Willen hat für den Kampf alles auf sich zu nehmen. Im Jahre 1918 ist der Staat des deutschen Liberalis
mus geschlagen morden, aber nicht der deutsche Soldat, der mar durch die Ueberanftrengung müde und, meil er keinen Führer hatte, vermirrt. Im Jahre 1933 ist der Rest des liberalen Staates entfernt morden und deshalb ist der Krieg mit all seinen Nachmehen als historische Erscheinung doch nicht verloren. Die Deutschen haben viele Schlachten auf dem Felde gewonnen und hinterher im Frieden wieder verloren, weil Regierung und Volk den Sieg nicht zu halten vermochten. Das wird von jetzt ab nicht mehr so sein, dazu hatten wir eine deutsche Revolution. Darin liegt die wunderbare Einheit in der Geschichte unseres Volkes in den letzten 20 Jahren. Deshalb waren die Toten im Weltkrieg die ersten Toten des Dritten Reiches und die gefallenen SA.-Männer die letzten Toten des Weltkrieges. Die Zeit von 1914 bis 1933 ist eine geschlossene, einheitliche Epoche in der Geschichte unseres Volkes, mit dem Jahre 1933 war sie abgeschlossen, und eine neue Epoche hat eingesetzt, die das Wertvolle und Lebendige und Gleichgeartete aus dem Zweiten Reich übernimmt und Volk und Reich weiterführt.
Darum feiern wir in diesem Jahre im Reiche Adolf Hitlers wieder mit freier Stirne und mit froher Zuversicht die Gründung des Reiches Bismarcks. Das deutsche Volk hat das Erbe Bismarcks in feine eigene Obhut genommen!
Zu der Wiederwahl der Regierungskommission schreibt die „Saarbrücker Zeitung" u. a.: Die Bevölkerung ist nicht in der Lage, das ,.....— -------- -z - j Vertrauen, das der bisherigen Regierungskommission
fang Ihres Schreibens vom 16. 1. mit verbind- ausgesprochen wurde, vonsichauszubestä- lichem Dank bestätige, beehre ich mich, Ihnen da- Ligen. Sie kann sich n 0 ch weniger dem Dank w mitzuteilen, daß die deutsche Regierung bei a n s ch l i e ß e n, den der Völkerbund zum Ausdruck aller Würdigung der in der Sitzung des Völker- > gebracht hat. Die Erfahrungen des letzten Jahres bundsrales vom 15. 1. vorgebrachten Gesichts- zwingt sie vielmehr dazu, die Regierungskommission * • ••' in ihrer jetzigen Zusammensetzung mit aller g e- botenen Deutlichkeit abzulehnen. Sie wird und kann in Gefühl und Gesinnung mit der
iche Erfüllung gegeben.
Es kam eine Generation, die das Reich nicht neschaffen hatte und die es für eine Selbstverständlichkeit hielt, denn es war ihr ohne Mühe in den zchoß gefallen. Man nörgelte gar noch, denn man Hätte es ja selbst noch besser gemacht, wenn man k interher darüber redete. Man sah ja im Reich nichts anderes als einen Schützer der für heilig an- c esehenen Interessen des einzelnen. Wir wollen nicht verkennen, daß der Liberalismus des 9 Jahrhunders eine wichtige Funktion erfüllt ,at als er die überholten Formen einer erstarrten Gesellschaft wegräumte, aber er vermochte, geschichtlich betrachtet, nur wegzuräumen, nur negative Arbeit zu leisten, nur zu sagen, was alles nicht sein j ürfte. Das liberale Programm ist eine lange Ne- ' ö-ation des Bestehenden. Als es aber galt, das Volk I n'ufzubauen, versagte der Liberalismus, was er für 1 den Staat noch tat, mar nichts anderes, als daß ' (T heimlich doch die Erbschaft der vergangenen Zeit deließ Aber wo Staat und Volk nicht eines sind, öo der Staat etwas anderes ist als die politische »unktion des Volkes, da muß er versagen. Der liberale Staat hat die Feuerprobe des Weltkrieges nicht bestanden. Was übrig blieb, mar em isoliertes Bürgertum, das aus Angst vor Schlimmerem die Herrschaft des Marxismus ertrug, waren Marxisten, i ie wohlversorgte Bourgeois werben wollten, waren Regierungen, die zwischen der Angst vor dem Ausland und vor dem eigenen Volk hm- und herfchwank- ^a mar es ein Geist wie nach Tilsit, der sich all- nählich durcharbeitete und siegte, der (Seift der in den Freiheitskriegen den Deutschen ein Volks- bewufctfein und einen Willen gegeben hatte, der die Deutschen im Jahre 1870/71 beseelte der Geist 1 es Frontsoldaten, der Geist der Pflicht und Treue gegen Staat und Volk der Kameradschaft und der Ehre. Aus diesem Geist der Frei. 1 eitsfriege und des Krieges von 1870/71 ist auch las Dritte Reich geboren worben, deshalb s-tzt dieses das Reich fort, so wie Bismarck, Moltke tnb ber beutsche Solbat es geschaffen unb nicht wie iie nnbern es oerborben unb vertan haben.
Am 18. Januar 1934 bürfen unb müssen mir bie Frage überlegen, was uns das Dritte Reich bisher
Genf, 17. Jan. (DNB.) In Genf häufen sich die Versuche, den Völkerbundsrat zu veranlassen, „besondere Schutzmaßnahmen" im Saargebiet zu treffen, um die durch „nationalsozialistischen Terror" angeblich bedrohte Freiheit der Abstimmung zu sichern. Dabei hat man ganz ossen- • ~ ... . t , s , sichtlich utu Plu.i im Auge, die Fremdherrschaft im
Generalsekretär des Völkerbundes beauftragt, bem (5aargebiet in her Abstimmungszeit durch Ent- ..-s s., sendung fremder Truppen oder von
Polizeikräften noch zu verschärfen. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß auch der Montag hier eingetroffene Präsident der Regierungskommission, der Engländer Knox, in Genf darauf d r ä n g t, daß ihm derartige Machtmittel zur Der-


