materinnerungen schloß der anregend verlaufene Khtnb.
„helft der Polizei helfen! Am 18. und 19. Dezember: Tag der Deutschen Polizei!"
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P-'en und hinüber zum Lande Rübezechfs und zü 5'i-rschlesiens Eigenarten klang das Lied der oft- !»«.tschen Heimat, und es wurde auch derer gedacht, Öii ihre angestammte Heimat verloren haben. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied beschlossen Ur heimatlichen Teil, an dessen Ausgestaltung sich bic Vorstandsmitglied Frau Köttgen und das $::paar Motz erfolgreich betätigten. Mit humo- Uf scheu oberschlesischen Mundartvorträgen und den demnteren „Vierzeilern" sowie dem Austausch von
»itungshypothek bleiben unberührt, werden d weiter durchgeführt.
. Die in Gesetz, Satzung oder Vertrag vorge- se!.nen besonderen Fälle vorzeitiger Fäl- lükeit (Zinsrückstand, Nichtversicherung usw.) Haoen unberührt.
Unberührt, d. h. nach den bisherigen gesetzlichen Dlznahmen zu behandeln, bleiben Aufwertungs- s Mheken bis zum Betrage von 300 Mark.
In allen anderen Fällen muß der Gläubiger Jnkraftreten des Gesetzes (nicht »ffsier) nochmals schriftlich mit dreimonat- jl in e r Frist kündigen, und zwar nur auf den ßuuß eines Kalendervierteljahres. Diese Rbibigung muß spätestens am dritten Werktag deiKalendervierteljahres im Besitz des Schuld- 1( sein.
»weit hiernach eine Kündigung zum 31. März l$i nötig ist, soll sie spätestens am 3. Januar 1 !sitz im Besitz des Schuldners sein. Bei Kün- !> tragen kann der Schuldner einmal binnen belthinter Frist bei der Aufwertungsstelle Stundung irir bestimmten Voraussetzungen bis längstens l-ll Dezember 1935 beantragen. Dem Antrag ist tilgt zu entsprechen, wenn die Stundung für den ■ 0 iubiger eine unbillige Härte bedeuten Divöe. hierüber werden die Ausführungsbestim- i «g gen des Reichsjustizministeriums näheres an- l leim.
Kanarienvogel-Ausstellung.
dm gestrigen Sonntag hielt der Kanarienzucht- itn! Dogelschutzverein für Gießen und Umgegend s eir diesjährige allgemeine Ausstellung im Re- ftonant „Zum Andres" ab. Die Ausstellung war -Mich Jubiläumsausstellung zum 35jährigen Be- f ühn des Vereins.
Zis am Freitag durch die Preisrichter Acker- t nein n»Offenbach und Perfcheid-Frankfurt < u?(L vorgenommene Prämiierung hatte folgendes > Sidbnis:
1 Selbstzuchtklafse 1 9 3 4 :1. Karl Becker, l@r’ien, 342 Punkte, 1. Ehrenpreis, Vereinswander- sM-, faroie Ehrenpreis für beste Hohlklingel und । |(!ie goldene Medaille. 2. Heinrich Schmidt, 324 \ jn'fte, 2. Ehrenpreis, sowie Ehrenpreis für beste j Rnirre, ferner Ehrenpreis für beste Pfeifen und I ri?---e goldene Medaille. 3. Rich. Frenzel, Gießen, I MW., Ehrenpreis und große silberne Med. 4. Joh. !Si:'r, Friedberg, 312 P., Ehrenpreis und kleine | [iltrrne Med. 5. Hugo Schul, Hartenrod, 309 P., i Shnpreis und kleine silberne Med. 6. Paul Dietzel, i Zhien, 300 P., Ehrenpreis und kleine silb. Med. ' r. i'asper Schmidt, Marburg, 300 P., Ehrenpreis i MÜ! kleine silberne Med. 8. Heinr. Becker, Gießen, !WP-, kleine silberne Med. 9. Kasper Schmidt, ! Murg, 291 P. kleine silberne Med. 10. Aug. l -n Gießen, 278 P., kleine silberne Medaille.
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private Aufwertungshypotheken zum 1. Januar 1935.
Hon der Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes töib uns geschrieben:
■*as am 13. Dezember dieses Jahres vomReichs- Ecinett beschlossene „Gesetz über einige Maßnahmen Dri dem Gebiete des Kapitalverkehrs" bestimmt be« »dich der privaten Aufwertungshypotheken und brn Verfügbarkeit zum 1. Januar 1935 u. a. fohmbes:
Die von den Vertragsteilen getroffenen 23 er« t iibarungen über die Rückzahlung der Auf-
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E' Allgemeine Klasse: 1. K. Becker, Gie- s tzn! 331 Punkte, Ehrenpreis und große goldene Me- 1 SiLe. 2. heinr. Becker, Gießen, 330 P., Ehrenpreis 1 wd! kleine goldne Med. 3. heinr. Mahr, Gießen, ' 30? P. Ehrenpreis und große silberne Med. 4. ? 9c Frenzel, Gießen, 315 P., Ehrenpreis und t ssii-k silberne Med. 5. Paul Kluge, Bad-Nauheim, <Z)sP., Ehrenpreis und kleine silberne Med. 6. Jftco Schul, Hartenrod, 306 P., Ehrenpreis und ffliiit silberne Med. 7. h. Schmidt, Gießen, 294 P., IFiipe silberne Med. 8. Fr. Förder, Friedberg, 283 1 Meine silberne Med. 9. Aug. Hatz, Gießen, 256 \ lühtte, kleine silberne Medaille.
vornottzen.
- Tageskalender für Montag. Licht- s ipeiyaus, Bahnhofstraße: „Das verlorene Tal". — t Rnciisfammer der bildenden Künste, Turmhaus am S öalib: 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsausstellung.
'"Der öffentliche Dien st am 24. und ZUDezember. Der hessische Staatsminister hat i meinem Erlaß an alle unterstellten Behörden, Ge« T mben, Gemeindeverbände und sonstige Körper- f qhcn des öffentlichen Rechts angeordnet, daß am 2 är-ag, 24. Dezember, und am Montag, 31. Dezem- th.roie für den 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und t h .. Januar 1935 für den Geschäftsverkehr Sonn- t l<i=nienft angefetzt wird.
"-Silberne Hochzeit. Am morgigen Diens- l 18. Dezember, begehen die Eheleute Christian ■ 2hi!er und Frau Katharine, geb. Munzert, das i Fi der silbernen Hochzeit.
" Die Ausgabe d e r Brennstoff-Be- - zicis f ch e i n e betrifft eine Bekanntmachung des (ShÄfchen Wohlfahrtsamtes in unserem heutigen ^•rigenteil. Interessenten seien auf die Anzeige be« sl srdi-rs hingewiesen.
n Hunde t m Dien ft e der Sanitäts« 1 Mio n n e. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom ’ Kreuz Gießen hat dieser Tage in ihrem 1 Umnittel« und Helferbestand Zuwachs erhalten. (E wurden zwei Schäferhunde eingestellt, die als I Shhunde ausgebildet werden sollen.
--Vorsicht, falsche Fünfmarkstücke! C ö.V zwei Wochen sind in Herborn mehrfach
Fünfmarkstücke der großen Prägung in den Lückchr gebracht worden. Die Falschstücke sind gut 0 i:c:-prägt, jedoch etwas leichter gearbeitet und auch i:ir>T Farbe Heller gegenüber den echten Münzen. Td ^alschstücke tragen die Jahreszahl 1932. Man
darf vermuten, daß die Falschmünzer und deren Hintermänner besonders während der Weihnachtseinkäufe den Vertrieb der Falschstücke versuchen werden, so daß Vorsicht am Platze ist.
** Der Weihnachtsapfel. Von alters her gehören deutsche Aepfel zur deutschen Weihnacht. !!lls erste in deutschen Gauen erbaute Baumfrucht, als uraltes Symbol der Fruchtbarkeit wurden sie zum selbstverständlichen Schmuck des deutschen Christbaumes, des Adventskranzes, des Weihnachtstellers, des festlichen Tisches. Aepfel als frische Frucht oder in irgendwelcher leckeren Form als Nachtisch, schmückend als Lichthalter oder als Apfelzweig mit luftig bemaltem Rußgeficht, gehören zu den festlichen Mahlzeiten, wie fchmurgelnde Bratäpfel zum richtigen Behaaen der Winterabende. Gewiß haben wir auch andere traditionelle Leckereien, die oft viel kostbarer sind, Aepfel bleiben trotzdem in Gunst bei jung und alt. Man ißt sie nicht zum Ueberdruß, Kindern reichen wir sie mit Vorliebe und fühlen im Unterbewußtsein oder wissen es auch, daß ihr Genuß manche Eßsünden wieder wettmacht. Und wann sündigten wir mehr
in dieser Beziehung als an weihnachtlichen Feiertagen? Schätzen wir darum unsere deutschen Weihnachtsäpfel, geben wir ihnen darum das Plätzchen, das ihnen gebührt auf unserem Gabentisch.
** helft Brände verhüten ! Ohne grünen Tannenbaum mit seinen brennenden Kerzen ist's kein richtiges deutsches Weihnachtsfest. So schön und stimmungsvoll er ist, ein Christbaum birgt aber Feuersgefahren in sich und macht daher Vorsicht nötig. Er soll in einem kräftigen Fuß fest ein- aesetzt werden. Teppiche, Tücher und sonstige leicht brennbare Unterlagen gehören nicht unter den Baum, ebenso wie Gardinen und Portieren von ihm ferngehalten werden sollen. Papierschmuck und Sprühkörper sind zwar sehr hübsch, erhöhen aber die Feuersgefahr. Beim Anzünden der Kerzen fange man oben am Baume an, da sonst leicht die Kleidung in Gefahr gerät. Kinder sollte man nie mit dem brennenden Baum allein lassen und ihnen auch keine feuergefährlichen Spielzeuge ober gar Feuerwerkskörper schenken. Auch für den 2Veih- । nachtsbaum gilt das Sprichwort: „Aus einem | Funken wird ein großes Feuer".
Advenisseier der Gießener Zranenschast.
Die Adventszeit ist für uns Menschenkinder, die täglich hasten und um das tägliche Brot kämpfen müssen, recht dazu angetan, besinnlich die Blicke und Gedanken dorthin zu richten, von wo einst der Stern von Bethlehem in tiefer, dunkler Nacht aufleuchtete und aller Welt verkündete: „Euch ist heute der Heiland geboren". So wie sich dort in dieser Nacht Hirten, Könige und Volk zusammenfanden zu gläubiger Anbetung des in der Krippe auf Stroh gebetteten Gotteswunders, wie sie ihre Knie in Ehrfurcht beugten und aus tiefstem Herzensdank und innigster Freude ihre Geschenke darbrachten, so sollen auch wir alle Jahre wieder im Glauben an Gott und aus dankbarem Herzen, daß er uns feinen Sohn gab, in der Zeit des Advents dieses große Weihnachtswunder auf uns wirken lassen und aus seinem tiefen Glanze Glauben und Zuversicht schöpfen für die vor uns liegende Zeit.
Die NS.-Frauenfchaft von Gießen hatte den gestrigen Nachmittag dafür ausersehen, insbesondere die alten, hilfsbedürftigen Volksgenossen unserer Stadt mit in den Kreis des großen weihnachtlichen Erlebens einzuschließen und sie zu einer gemeinsamen Adventsfeier in das CafL Leib zu rufen, um ihnen dort ein schönes, altes Krippenspiel zu zeigen. Der Saal war lückenlos gefüllt und sehr anmutig und weihnachtlich hergerichtet, um den alten Volksgenossen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Ueberall waren bereitwillige, helfende Hände bemüht, den lieben Gästen behilflich zu sein, denn bei vielen hatten sich schon die Beschwerden des Alters eingestellt. Adventskränze erstrahlten im Scheine brennender Kerzen, aber ein noch viel hellerer Glanz spiegelte sich in den Augen derer wider, die hier versammelt waren. Nach kurzen, herzlichen Begrüßungs-
roorten durch die stellvertretende Kreisfrauenschasts- führerin Frau W r e d e , die der Freude darüber Ausdruck verlieh, daß man ihrer Aufforderung fo zahlreich nachgekommen wäre, begann das Spiel, das durch feine vortreffliche Wiedergabe in aller Herzen den tiefsten Widerklang fand. Wie schon an den vorhergehenden Tagen, so hatten auch diesmal wieder die Darsteller ihr bestes Können in den Dienst der guten Sache gestellt, so daß sie am Ende des Stückes überaus reichen Beifall ernteten. Nach der Aufführung wartete der Gäste ein gemütliches Kaffeestündchen im Glanze vieler brennender Kerzen. Es war für die NS.-Frauenfchaft eine besonders schöne Aufgabe, diese alten Leutchen betreuen zu dürfen.
Am Abend wiederholte sich das Krippenspiel vor den Mitgliedern der NS.-Frauenschaft und vor den geladenen Frauenverbänden. Auch hier richtete Frau W r e b e herzliche Worte der Begrüßung an alle Erschienenen. Bevor das Weihnachtssingspiel „Der Menschensohn" zur Aufführung kam, sang Frau Weyl-Eichenauer unter der bewährten Klavierbegleitung von Frau Luley in harmonischem Zusammenklang „Advent" von Rich. Frank. Zur Verschönerung des Abends wirkten ferner mit: der Singkreis der NS.-Frauenfchaft Mitte mit zwei altdeutschen Weihnachtsliedern und Wallfahrerliedern und Frau Emmy Güngerich- D i l t h e y, die in sprachlich vollendeter Form ein Gedicht „heilige Tage" vortrug und außerdem die schöne Weihnachtslegende „Die heilige Nacht" von Selma Lagerlöf Aur Vorlesung brachte. Auch sonst hörte man noch sehr schöne musikalische Darbietungen. Dieser wohlgelungene Abend stimmte so recht zu weihnachtlicher Andacht und klang aus in einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer.
ZungjmW-Schulungslager auf dem Gleiberg.
Regierungsassessor Dr. Dexheimer vom Finanzamt Gießen sprach am Samstag vor den Jungjuristen über
Fragen des Steuerrechts.
In außerordentlich interessanter Weise verstand es der Vortragende, die Zuhörer in die Steuerpolitik nach dem Reinhardprogramm einzuführen. Er wies insbesondere auf das ständig wachsende Steuereinkommen des Reiches hin, das im Jahre 1929 — 9 Milliarden, 1932 = 6 Milliarden und 1934 wieder etwa 8 Milliarden betrage. Fünf Grundsätze sind es namentlich, die bei der nationalsozialistischen Steuerpolitik ausschlaggebend sind, und zwar Gewährung von Steuervergünstigungen, allgemeine Senkung und Beseitigung der Steuern zwecks Bedarfsanregung, außerdem bevölkerungspolitische Gesichtspunkte, schließlich die Berücksichtigung des Persönlichkeitswertes.
Der Redner kam sodann auf die verschiedenen Steuergesetze zu sprechen und erwähnte in diesem Zusammenhang das die Regelung des sog. Abschrei- bungswesens bezweckende Gesetz über die Steuerfreiheit von Ersatzbeschaffungen, eine Maßnahme, durch die der Wirtschaft erhebliche Summen zu- geführt worden seien. Sodann ging der Redner auf die praktische Auswirkung der Ehestandsdarlehen ein, sowie auf das sog. Steueranpassungsgesetz, den jetzt klar hervor-gehobenen Einkommensteuertarif, die Bürgersteuer, die Vermögenssteuer, die Erbschaftssteuer, die sämtlich bevölkerungspolitische Gesichtspunkte im Auge haben. Der Vortragende erörterte schließlich noch das Umsatzsteuergesetz, das im Gegensatz zu früher den gesamten Großhandel besteuert, und das Kapitalverkehrssteuergesetz, das sich mit dem Einbringen von Kapital in Kapitalgesellschaften befaßt und das Verantwortungsbewußtsein des Einzelkaufmanns gegenüber der Verschanzung hinter anonyme Kapitalzusam- menballunaen fördert
Die Tendenz der neuen Entwicklung gehe dahin: Weg von den großen Konzernen und hinein in den Einzelbetrieb. Zuletzt befaßte sich der Redner mit der Steuermoral, die soweit gehen müsse, daß die Steuerzahlung als eine nationale Pflicht angesehen werde.
Die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen wurden durch eine rege Aussprache ergänzt.
Am Samstagabend sprach Dr. med. Kranz (Gießen) über das Thema:
Raffen- unb Bevölkerungspolitik.
Wenn man von diesem Thema heute reden kann, so erklärte der Redner u. a., so ist das der Tatsache zu verdanken, daß unsere heutige Regierung gewissermaßen auf biologischer Grundlage fußt. Das Leben eines Menschen ist abhängig von Erbanlage und Umwelt. Die Erbanlage ist unbeeinflußbar, konstant, im Gegensatz zur Umwelt. Volksgesund- heit heiße Erhaltung des Erbgutes. Das Erbdild könne man nur entwickeln unter Umweltseinflüssen. In der vergangenen Zeit wurde gegen drei Gesetze verstoßen, nämlich gegen das der Fortpflanzung, der Rasfenreinheit und das der Auslese. Das Erbkranke überwucherte das Erbgesunde. Man finde keine Kreuzung innerhalb der Erbarten, sondern nur innerhalb der Erbrassen. Bis 1900 waren wir noch ein wachsendes Volk, dann trat der katastrophale Geburtenrückgang ein. Man müsse von einem Dolks- tod reden. Wenn wir ein wachsendes Volk sein sollten, wie das von den Gegnern behauptet wurde, je müßten wir 8 bis 10 Millionen Kinder mehr haben. Seit Jahren hätten wir aber ein ungeheures Geburtendefizit. An diesem bevölkerungspolitischen Weg sei vor allem schuld die ganze geistige Grundhaltung des deutschen Volkes, die sich seit der Machtergreifung Adolf Hitlers erheblich gebessert habe.
Der Redner erinnerte an die ungeheuren Ausgaben für Asoziale und deren enorm starke Fortpflanzbarkeit, und kam sodann auf den Verstoß geaen die Rassenreinheit zu sprechen. Besonders katastrophal sei das Eindringen der Juden in alle exponierten Stellen gewesen. Das deutsche Volk sei rassisch bedingt. Die Gefahr des Verschwindens des nordischen Rassenelements sei groß gewesen. Wir müssen dafür sorgen, daß die uns bestimmende nordische Rasse nicht ausstirbt.
In scharfen Worten wandte sich der Redner gegen die sogenannten Rassenfanatiker. Er kam sodann auf die ungeheure Menge schwarzen Blutes zu sprechen, die vor allem durch die „Grande Nation" und in
Der Vinter steht bevor.
Kampf der Arbeitslosigkeit!
Kaust Arbeitsbefchaffungstofe!
Ziehung am 22. und 23. Dezember.
den Hafenstädten Eingang gefunden habe. In kurzen Worten streifte der 23ortragenbe die rassische Gesetzgebung. Zum Schluß setzte sich der Vortragende mit den Bedenken der Dogmatiker auseinander und unterstrich das biologische Recht unseres Volkes, dem entgegenzutreten. Der Kampf dieser mittelalterlichen Dogmatiker gehe jedoch zu unseren Gunsten aus. Die Zuhörer dankten dem Redner für feine überaus interessanten Ausführungen mit großem Beifall.
An den Vortrag schloß sich eine eingehende Aussprache an.
Raubüberfall auf eine Sammlerin.
Der Täter ohne Beute entkommen.
LPD. Frankfurt a. M., 16. Dez. Arn Sonntag gegen 13 Uhr wurde vor dem Hause Günthersburg- allee 61 eine Sammlerin beim Verlassen des Hauses von einem Unbekannten überfallen. Der Täter, der vermutlich der Sammlerin aufgelauert hatte, schlug der Frau mit der Faust von hinten auf den Kopf und versuchte, ihr die Handtasche zu entreißen. Sie hielt die Tasche jedoch fest und schrie um Hilfe; dann fiel sie bewußlos zu Boden. Der Täter ergriff, ohne sein Vorhaben ausführen zu können, die Flucht. Nach Angabe der UeberfaUenen handelt es sich um einen Mann, der 1,80 Meter groß ist und einen grauen Mantel trug. Zur Aufklärung des Verbrechens ist die Polizei auf die Mitarbeit des Publikums angewiesen. Personen, die den Täter vor oder nach der Tat beobachtet haben oder sonst sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich alsbald beim Raubdezernat im Polizeipräsidium, Zimmer 404, zu melden.
Das Autounglück an der Hohemarkstraße
Lpd. Oberursel, 15. Dez. Zu dem Autounglück an der Hohemarkstraße teilt die Polizeiverwaltung Oberursel mit, daß es sich bei dem tödlich Verunglückten um den Rittmeister a. D. Walter Knappe aus Frankfurt a. M. handelt. Der Füh- rer des Wagens und die übrigen Insassen kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die Leiche des Getöteten wurde von der Polizei beschlagnahmt. Ueder die Ursache des Unglücksfalles ließ sich bis- her genaueres nicht feststellen, da der Führer des Wagens infolge eines Pervenzusammenbruchs noch nicht vernehmungsfähig war.
Oberhessen.
Feuersbrunst im Vogelsberg.
§ U l r i ch st ein, 15. Dez. Gestern brannte im benachbarten Rebgeshain das Anwesen des Otto Fink vollständig nieder. Die Ursache des Brandes, der gegen 19 Uhr ausbrach, ist noch nicht ganz geklärt. Glücklicherweise war es ziemlich windstill, so daß ein Weitergreifen des Feuers vermieden werden konnte. Die Arbeit der Rebgeshainer und der Ulrichsteiner Feuerwehr, die sehr bald an dem Brandort erschienen waren, beschränkte sich auf den Schutz der umliegenden Gehöfte. Das Feuer nahm in der Scheune seinen Anfang und fand hier fo reichlich Nahrung, daß auch bald das darangebaute Wohnhaus in Flammen stand. Personen kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden, auch konnte das Vieh noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Gegen Mitternacht war die Gefahr so weit eingeschränkt, daß die Ulrichsteiner Feuerwehr abrücken konnte.
Landkreis Gießen.
* Wieseck, 17. Dez. Der Land- und Gastwirt Karl C h r i st von hier feiert am heutigen Montag, 17. Dezember, in körperlicher und geistiger Frische seinen 7 0. Geburtstag. Der Jubilar ist bereits feit 40 Jahren Bezieher des Gießener Anzeigers.
* Beuern, 16. Dez. Zum kommissarischen Bürgermeister unseres Ortes wurde Wilhelm Fuhr von hier bestellt.
= Steinbach, 16. Dez. Die NS.-Frauen- schäft hatte für den heutigen Sonntagabend zu einer Adventsfeier eingeladen, die in der Wirtschaft „Zum Einhorn" stattfand und einen harmonischen Verlauf nahm. Nach dem Gesang bps Chorals „Wie soll ich dich empfangen" begrüßte die Leiterin Frau K1 ü ck e r die in großer Anzahl erschienenen Gäste. Es folgten in buntem Wechsel Deklamationen der Kinder und Chöre der Frauenschaft, die von Frau K l ü ck e r selbst eingeübt und dirigiert wurden. Die Adventsansprache hielt ebenfalls die Leiterin. Nach kurzer Pause folgte ein Weihnachtsstück, gespielt von einem Mitglied der NS.-Frauenschaft und Kindern. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenem Stück kam der Nikolaus, er brachte in der üblichen Art für jedes Schulkind der Gemeinde ein Geschenk, von der Frauenschaft gestiftet.
* Harbach, 15. Dez. Am Tage der nationalen Solidarität fand hier eine Haussamm- l u n g statt, die einen sehr schönen Betrag ergab. Einige Tage vorher wurde eine Listensammlung für Das Winterhilfswerk in die Wege aeleitet, die ebenfalls recht günstig verlief. Der Aufforderung der politischen Leitung, Weihnachtspakete für notleidende Offenbacher Volksgenossen anzufertigen, kam man bereitwillig nach. So konnte heute eine stattliche Anzahl von Liebesgabenpaketen in Reiskirchen abgeliefert werden. Zum größten Teile wurden Lebensmittel, wie Reis, Mehl, Hülsenfrüchte, Grieß, Haumacher 2Burft, Obst und Gebäck usw. gespendet. Wenn man bedenkt, daß ein großer Teil der hiesigen Einwohnerschaft infolge der finanziellen Nachwirkungen der Feldbereinigung und jahrelanger Arbeitslosigkeit schwer zu kämpfen hat, dann muß man sich immer wieder über den Opfersinn der Leute wundern und freuen. Es ist dies der beste Beweis, daß unser Dorf den Nationalsozialismus der Tat tief erfaßt hat.
V Watzenborn-Steinberg, 16. Dez. In der Nacht auf Sonntag wurde bei dem hiesigen Einwohner Ludwig Jung III., Gießener Straße, eingebrochen. Der Dieb kam durch den Garten, sodann durch die Scheuer in die Waschküche und gelangte in die Wohnküche. Hier entwendete er alles, was einigermaßen für ihn brauchbar erschien. U. a. stahl er Kleidungsstücke, wie Mantel, Rock, Knickerbockerhose und Schuhe. Sodann suchte er Schrank und alle Schubladen ab nach Geld, jedoch hatte er dabei kein Glück. Auch ließ er 80 Zigaretten, die sich in der Küche befanden, mitgehen. Da der Bestohlene eine Geschäft hat, mußte der Dieb Bescheid gewußt haben, dennoch wagte er nicht, den Laden zu betreten, der neben der Küche liegt. Vermutlich hat der Dieb feine Beute in einem Sack, den er in der Waschküche fand, verstaut und das Weite gesucht. Die behördlichen (Ermittlungen sind im Gange.
ch Großen-Linden, 17. Dez. Die NS.- Frauenschaft von Großen-Linden hatte gestern abend die älteren Frauen und Männer des Ortes zu einem gemütlichen Beisammensein in den schön geschmückten Saal der Gastwirtschaft Schaum ein- geladen. Zur Unterhaltung wurden Adventssprüche und Gedichte von Mitgliedern der NS.-Frauenschaft und von Kindern vorgetragen, Fräulein Schultheiß trug mehrere Lieder mit Klavierbegleitung sehr schon vor und die Schüler Heinz und Rudi Junker spielten auf ihren Violinen. Dann wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen — von der NS.-Frauenschaft gestiftet — bewirtet. Anschließend wurden noch lebende Bilder und ein Krippenspiel aufgeführt. Die alten Damen und Herren waren über die ihnen erwiesenen Aufmerksamkeiten sehr erfreut. Mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes nahm die Feier ihr Ende.
* Obbornhofen, 16. Dez. Der 31 Jahre alte Bergmann Otto H an je l von hier erlitt bei einem Unfall so schwere Kopfverletzungen, daß er zur spezialärztlichen Behandlung nach Gießen übergeführt werden mußte.
Kreis Friedberg.
f B u tz b a ch, 15. Dez. Bei dem diesjährigen Auszeichnungsfest des Wandervereins „Taunus- b u n d" konnten vergoldete Abzeichen verliehen werden an einen Dereinsangehörigen, der zum 20. Male, ein zum 17., ein zum 15., ein zum 9., zwei zum 8., zwei zum 6., zwei zum 5., ein zum 4. und drei zum 3. Male ausgezeichnet wurden. — Gestern abend fand im kleinen Saale des „Hessischen Hofes" ein Amtswalterappell für den Nordbezirk des Krevses Friedberg statt, an dem fast olle Amtswalter teilnahmen. Ansprachen hielten der stellvertretende Kreisleiter Vieth und Kreisleiter Seipel. Beide gaben einen Rückblick über die Ereignisse des verflossenen Jahres und legten in großen Zügen die Pflichten der Amtswalter in der kommenden Zeit dar. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen und mu dem Gesang des ,^Horst-Wejsel-Liedes" beendet.
Kreis Büdingen.
tz. Nidda, 15. Dez. Ein erhebliches Mißgeschick betraf gestern den im benachbarten Geiß- Nidda wohnhaften Milchfuhrmann Wilh. Hof. Als er einen mit Holz beladenen Wagen in die Scheuer einfahren wollte, scheute sein Pferd vor auffliegenden Tauben und stieß den Wagen rückwärts in die vertiefte leere Dung- grübe. Dabei wurde es mit hineingerissen und brach ein Hinterbein. Infolgedessen mußte das Pferd, das mit etwa 450 Mark bewertet wird, geschlachtet werden. — Gegenwärtig suchen


