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ji tzyigen zwischen Staat und Kirche obliegt, in il t-rfsorm zu erklären, daß, wenn der Friede m der t ru elischen Kirche in Württemberg nicht in Bälde itcrt, die Folgen sehr schwerwiegend . t verden, Folgen, die wU im Interesse srucht- > ce: Beziehungen zwischen Staat und Kirche, wie ie ii Württemberg und in ganz Deutschland histo- i h geworden sind, sehr bedauern würden. Z>r ^rage der religiösen Betreuung der ) t'xrjugend bemerkte der Ministerpräsident I. ». Als Kultusminister bin ich gewillt, im Einver- lGnm mit der Gebietsführung der Hitlerjugend ii flj'öei den Unterführern durchzusetzen, daß nie» ei!b in d e r Hitlerjugend wie überhaupt d Bewegung wegen seiner kirchlichen teilung irgendwie angefeindet wird, e Kuben und Mädchen sollen die Möglichkeit t»e. ihren religiösen Derpflichtun- inmachzukommen. Wenn aber trotzdem ge- s-silhohe kirchliche Stellen glauben, gegen uns S iurn laufen zu können, so erklären wir, daß wir x;a\ die Dauer einfach nicht dulden und die fgelingen daraus ziehen werden.

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,es kenne. Heute ge­geben in einer Welt-

ef|ie einen Kilometer zurücklegen.

j ' [Shre Cot erläuterte dann die Maßnahmen,

r o-ortschritt auf dem Gebiet der Luftabwehr- f).3ie sei ungenügend, denn bevor ein Geschütz rs Flugzeug eingestellt sei, könne dieses min-

dais; Besicht des Zukunftkriem nüifjeMne Nacht, um alles Li

Lustkrieg der Zukunst.

3ir ehemalige französische Luftfahrt- it!ittjfter über ungenügende Verteidigung.

@ nr i 5, 16. Dez. (DNB.) DieTagung für die ;,!rt^igung des Friedens", unter dem Vorsitz le > Senators Henri b e Jouvenel, war mit giiiiierbebeutfamen Rebe bes ehemaligen Luftfahrt- iii'hihers Pierre (Tot über bie Gefahr bes Luft- trlH.'- ausgefüllt. Er forberte bie Verstaat - I i mim g ber Waffenherstellung unb bie D!!lZ'ntralisierung ber Flugzeugin- b iMl i e, bie augenblicklich in unb um Paris her- unir. zlammengezogen sei unb im Falle eines Luft- n-ipe vollkommen vernichtet werden würbe. Die LMsseitkräfte hätte man wührenb bes Krieges al h uaffe zweiten Ranges benutzt, ba ber Große fct meialftab nicht an ihren militärischen Wert ge- |k|ut habe. Er sei überzeugt, baß ber Große edpit.ulftab auch heute noch nicht genügenb

talfjl'ju töten. Die Verteibigung gegen Luft- njflThe habe mit ben Fortschritten im Flugwesen ilch Schritt gehalten. Die Jagbfliegerei olteur moralischen Wert, beim er glaube nicht nljihs Wirksamkeit. Wie groß aber auch ber Wert ei: !i?rteidigung gegen Luftangriffe sei, so könne ic^niun möglich bie Bombardierung i «i7 Stadt wie Paris verhindern.

teil Inner Ansicht nach für die Aufrechterhaltung bi-?il friebens notroenbig seien. Es hanbelt sich um bcrlh :on Frankreich schon mehrfach warm emp- fofjld em) Vorschlag einer Internajionali- Jiijifiing ber gesamten Luftfahrt, ber ausls ervalb gewisser französischer Kreise noch wenig Dclfa gefunben hat. Die Militärfluftfahrt müifle vollkommen adgeschafft werben, unlD M zwischen Hanbelsflugzeugen unb Bomben- fkiwjf^en praktisch kein Unterschieb bestehe", müsse bieöjiil- unb bie Hanbelsluftfahrt unter ein inter- natii onliles Regime gestellt werben. Außerbem fei bie D Bübung einer internationalen Luftpolizei

nat^jbig.

5Die Gchwerkriegsverletzten demonstrieren in Paris.

Ausammenstötze mit der Polizei.

SBois, 16. Dez. (DNB.) Die französischen Scki>v^ kriegsverletzten veranstalteten eine Straßen- turOf'öung, bie mit ber Kranznieberlegung a rrrr (o r a b m a l bes unbekannten Svlba - t e hn izgann unb vor bem Stanbbilb Cl 6 - mein nie aus endete. Währenb sich die etwa 1OOO leii'.liviimer an der Kundgebung auf Krücken ober in MHm Rollstühlen vom Triumphbogen über bie CH!!»ir>-s-Glys6es bewegten, kam es verschiebentlich zu : Zusammenstöhen mit ber Polizei. Giri lahnenträger ber Jnvaliben schlug mit ber Faihn auf einen Polizeibeamten ein, der ver° fchkiH«e Kopfverletzungen erlitt. Dor dem Stanb« biliii tilömenceaus hielt der Präsident der Pariser Orüig^ppe der Vereinigung eine kurze Ansprache, in ii er darauf hinwies, daß bie von ber Regie- rur»i wrgeschlagenen Verbesserungen ber Invaliben- unliti-f itzung nicht genügten unb daß die Scktzrc"kriegsverletzten vor allen Dingen jeden n e lein Krieg ablehnten. Clömenceau habe Dorrle- Kammer erklärt, daß bie Frontkämpfer sich uniiblt1 teilbare Rechte erworben hätten. Am Abenb bielilfllri bie Abordnungen sämtlicher Vereinigungen bertt Mwerkriegsverletzten im Wagramsaal eine Ku it.'c?bung ab, in der sie erneut gegen bie Kflihijiun g ihrer Pensionen protestierten unddiie von ber Regierung kürzlich getroffenen McL Mhmen als un^ureichenb bezeichneten. Girh klÄsschuß soll bei Der Regierung auf bie Ein- -h-lEn: früherer Versprechungen bringen.

Mr österreichische Staats­besuch in Budapest.

Geist des römischen Protokolls."

S^ihapeft, 15. Dez. (DNB.) Der österreichische DuÄiieKanzler Schuschnigg unb Außenminister Deälai'r-Walbenegg haben Bubapest Der» laff'ljei JUeber ben Besuch wirb folgende amtliche $eiftliujbarung veröffentlicht: Im Laufe bes Be­such ix- rauben wieberholt Besprechungen der beider- seitiün Staatsmänner statt. Diese wurden in frecubchaftlichster Weise geführt unb behandelten nick hi vE eingehend wirtschaftliche Fragen, foniir auch alle politischen Probleme, an i hen die beiden Staaten interessiert sind. Der Geiibiivenaustaufd) vollzog sich im Geiste bes r ö mii d) e n Protokolls und ergab volle 11 e i : e i n ft i m m u n g ber beiberfeitigen Auf- f aff iiicm."

lili<7 bas Ergebnis bes Besuches wird aus unter» richte Kreisen bekannt, daß neue Beschlüsse n i :qi getroffen worden sind. In den vertrau- lichihei Unterredungen ist auch ber Gedanke einer eni^tßi Zusammenarbeit zwischen Ungarn unb OeMiriich für ben Fall künftiger Derhanblungen mitTi Ir Kleinen Entente behandelt worden. Der Prcic i - erklärte Bundeskanzler Schuschnigg, man könün heute einwandfrei feststellen, daß der r ö - m i ' Pakt einen neuen Weg eröffnet habe, aufÜ hn weiterzuschreiten im Interesse der Erhal- tunfigö ;5 europäischen Friedens liege. Der Bundes- kan^Nebachte ber Errnorbung bes Bunbeskanzlers D oili lljcu ß, bie nicht fjabe vechinbern können, baß

bie neue österreichische Verfassung, bie keine Dikta­tur errichten, sonbern einen Stäube st aat auf» bauen wolle, in bie Praxis umgesetzt werbe.

Kampf gegen die Opposition in Sowjetrußland.

Der Mörder Kirows ein Anhänger der Sinowjew-Gruppe.

Moskau, 17. Dez. (DNB.) In Moskau unb ßeningrab tagten bie Parteifunktionäre ber kom­munistischen Organisationen. In einer Entschlie­ßung ber Moskauer Parteiorganisation wirb b i e Politik Stalins voll gebilligt. Man müsse rücksichtslos gegen bie Feinbe ber Sowjet­union unb ihre Agenten vorgehen, bie sich augen­blicklich unter verschobenen Deckmänteln verbergen unb versuchen, ben Sowjetstaat ins Herz zu tref­fen. Dor allem müßten biejenigen ausgemerzt wer­den, die zu der Sinowjew-Gruppe ge­hörten und heute ins Lager der Oegenj reoolution übergegangen seien. In der Leningrader Entschließung wird ebenfalls die Not­wendigkeit schärfsten Kampfes gegen die Feinde ber Sowjetunion betont. Das Schwert ber kom­munistischen Diktatur müsse sich mit aller Schärfe gegen bie Kreise richten, bie aus ber Sinowjew- Gruppe stammten unb s i ch als Kommuni st en ausgäben. Sie sollten nicht benfen, bie Dikta­tur sei barmherzig geworben. Der Tob Kirows beweise, baß bie klassenfeinblichen Ele­mente ben Staat solange bebrohen würben, bis sie vollstänbig vernichtet seien.

Die beiden Entschließungen bestätigen die Ge­rüchte, daß Nikolajew, ber Mürber Kirows, ber Sinowjew-Gruppe an gehört, die in Opposition gegen die Partei und Stalin steht. Die Sinowjew-Gruppe, die gerade in Leningrad sehr stark vertreten war, hat Kirow als Vertreter der Parteileitung in der Zeit ihres Kampfes gegen Stalin stark anaegriffen. Der ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Internationale, Sinowjew, der bis 1927 eine ausschlaggebende Rolle im politischen Leben der Sowjetunion ge­spielt hatte, wurde bekanntlich nach dem Zusam­menbruch seiner Politik in die Verbannung geschickt. Später wurde er begnadigt unb An­fang 1934 zum Rektor ber Universität in Swerb- lowsk ernannt.

Oie Sowjetregierung verbietet Lohnerhöhungen.

Moskau, 16. Dez. (DNB.) Die für ben 1. Ja­nuar vorgesehene freie Bewirtschaftung von Brot, Mehl unb Graupen scheint zu ben er ft en Schwierigkeiten führen zu wol­len. Bekanntlich verteuert sich ber Brot- preis burch bie freie Bewirtschaftung um 100 bis 150 v. H. Die von ber Sowjetregierung angeorb- nete Lohnerhöhung, für bie ber Staat eine halbe Milliarbe Rubel bereitgefteüt habe, schafft aber fe i n e n Ausgleich für bie Verteuerung ber Lebenshaltung, fo baß viele Betriebe von f i ch aus eine Erhöhung ber Bezüge beschlossen hatten. Das hat nun bie Sowjetregierung in einem be- sonberen funkentelegraphischen Befehl verboten. Für Zuwiberhanblungen hat sie sofortige Verhaftung unb ftrenge Strafen an» gebroyt.

abwies mit dem Bemerken, seine Frau sei Vor­kommen betrunken. Der Jnbustrielle verwahrte sich entrüstet gegen bie Behauptung. Er holte einen Arzt, ber zu ber Verhafteten ebenfalls nicht vor- gelassen würbe. Erst als nach ftunbenlangem War­ten ein Polizeioffizier erschien, würbe der Arzt vor­gelassen. Er stellte sofort fest, daß die unglückliche Frau an einer Gehirnblutung litt. Ein Pro­fessor der Silier Universität bestätigte diese Fest­stellung und veranlaßte die sofortige Ueberführung ber Frau in ihre Wohnung. Dort ist sie 24 Stun- ben später gestorben, ohne bie Besinnung wie­dererlangt zu haben. Der Gatte hat beim General­staatsanwalt Klage gegen die Silier Polizei einge­leitet.

Der Führer als pale.

Der Führer unb Reichskanzler hat bei den am 20. November bieses Jahres geborenen Dril - lingsgeschwistern bes Ehepaares Fritz S ch m i b t in Gosenbach (Kr. Siegen) bie Ehren­patenschaft übernommen.

Relchshandwerkslag 1935 in Frankfurt (L 21t.

1935 findet in Frankfurt a. M. der große Reichshandwerkstag statt. Die Durchfüh­rung liegt in ben Händen der Reichsbetriebsgemein­schaft Handwerk. Mit der Vorbereitung unb Orga­nisation sinb der Drganifationsroalter Paul Wal - t e r unb ber Reichssachgruppenwalter Bruno Febtke beauftragt.

Neuschnee im Allgäu.

In ber Nacht zum Sonntag hat in ben Tälern im Allgäu Schneefall eingesetzt. In ben Bergen gab es am Sonntag eine Schneebecke bis zu 20 Zentimeter.

Der neue Stern in ben Zwillingen.

Oie Reform der deutschen Polizei.

Berlin, 15. Dez. (DNB.) Ein Berliner Presse­vertreter hatte Gelegenheit, sich mit dem Befehls­haber ber deutschen Polizei, General ber Sanbespo» lizei Daluege unb feinen Sachbearbeitern über bie Reform ber deutschen Polizei zu unterrichten. Nachdem bie nationalsozialistische Staatsführung einbeutig ihre feste Absicht erklärt hatte, dem Ver­brechertum ein Ende zu machen, mußte die preu­ßische Polizei innerlich und äußerlich so umgeformt werden, daß sie mit Zuverlässigkeit unb Umsicht ben Willen ber Staatssüh- rung praktisch burchführen konnte. Das war nur burch bie Säuberung bes gefam« ten Beamtenkörpers möglich, die inzwischen durchgeführt ist. Außerdem mußte in ben Dienst- zweigen vieles organisatorisch geänbert werden. Bekanntlich setzt sich die Exekutivpolizei aus vier uniformierten Sparten zusam­men, nämlich Sandespolizei, Schutzpolizei, Gendar­merie und Gemeindevollzugspolizei, und drei nichtuniformierten Sparten, nämlich Kriminalpolizei, Geheime Staatspolizei und Ver­waltungspolizei.

Die Bedeutung der Gendarmerie geht schon aus der Tatsache hervor, daß sie auf dem flachen Sande die einzig sichtbare Vertretung ber Staats­autorität in ber gesamten polizeilichen Exekutive ist. Gerade deshalb mußte der nationalsozialistische Staat es sich angelegen sein lassen, die in ber Gen­darmerie vorhandene Manneszucht unb Diszplin zu stärken. Selbstverstänblich hat bas Berufsbeamten- gesetz aud) in ben Reihen der Gendarmerie wirk­sam werden müssen. Die hierdurch frei gewordenen Offiziersstellen sind zu 50 v. H., die Gendarmen- stellen fast durchgängig mit bewährten An­gehörigen ber S S. und SA. besetzt. Aber es bleibt auch für die Zukunft noch manches zu tun. In erster Sinie handelt es sich dabei um eine Förderung ber technischen Hilfsmit - t e l ber ©enbarmerie, wie z. B. bie Ausrüstung mit Kraftwagen, mit Pferben, mit kriminalistischem Gerät usw.

Wenn in ber neuen Polizei der solbatische Geist bewußt gepflegt wirb, so knüpft man bamit an bie beste preußische unb beutsche lleberlieferung an. Die zukünftige Reichspolizei, beren organi­satorisches Fundament nunmehr geschaffen wird, soll und wird vom gleichen Geist getragen fein, da­mit ungestört von Streiks und Unruhen, von Ver­brechern unb Unverbesserlichen ber Deutsche leben

unb arbeiten, glücklich unb zufrieden werden kann.

Selbstverständlich ist die polizeiliche V e r w a l - tungstätigfeit von der Polizei selbst ebenso­wenig zu trennen wie von dem Reformwerk, das eingeleitet wurde. Die Polizei ist ja erst in ber Gemeinsamkeit mit einem georbneten Verwaltungsapparat in ber Sage, ben vielfachen an sie gestellten Anforberungen zu ge­nügen. Von ber Dieseitigkeit ber Derwaltungspolizei macht man sich meist kaum bie richtige Vorstellung. Gerabe bie Verwaltungspolizei hat eine Fülle neuer Aufgaben. Man erinnere fich nur an die Arbeiten für Durchführung zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses, die neue Reichsstraßen- verkehrsordnung usw. Die Einwohnermeldeämter sind stark angespannt, neue Paßvorschriften sind erlassen worden unb bie neuen Vorschriften für ben Grenzverkehr finb zur Durchführung zu bringen.

Damit bie Beamtenschaft in der Sage ist, die neuen Vorschriften unb Gesetze nicht nur bem Buchstaben nach, sonbern auch bem nationalsoziali­stischen Geiste nach burchzuführen, würben nationalsozialistische Schulungskurse einge­richtet. Jeder Poli^eiangehörige muß sich das natio­nalsozialistische Geoankengut aneignen und nach ihm leben, denken unb hanbeln.

Das ganze Beamtenrecht, insbefonbere bas Dienststrafrecht mußte auf bas Ziel abgestellt werben, bem Staate ein sauberes unb zuverlässiges Beamtentum zu sichern. Zur Zeit finb bie Vor­arbeiten zu einem deutschen Beamtengesetz im Gang, das die Grundlage für die Rechtsstellung des gesamten Beamtentums im Reich, Sänbern unb (Bemeinben geben wirb. Das Reichsgesetz vom 30. Juni 1933 wirb in bas neue Gesetz mit nur kleinen Aenderungen übergehen. Damit tritt bann eine enbgültige Stabilisierung bes geschaffenen Zustanbes ein. Mit der Reichspolizei unb bem Reichsbeamten­gesetz bürste bie äußere Form für die Polizei im wesentlichen enbgüttig geschaffen sein. Deutschlanb besitzt bann eine moberne unb bestorganisierte Polizei, bie nur dem Volks- ganzen bienen will mit ehrlichem Eifer unb aus innerer Ueberzeugung nach bem Grunbsatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Als Machtinstru­ment bes Staates soll unb muß bie Polizei Vor - b i I b werben f ü r alle anberen Volks­genossen in freubiger Hingebung an ben natio­nalsozialistischen Staat zum Wohle ber Volksgesamt­heit unb bamit bes einzelnen.

Aus aller Well.

Das 6hrenkreuz des Weltkriege« noch vor Weihnachten.

Der Reichsminiister bes Innern hat bie Ver­leihungsbehörden für das Ehrenkreuz des Weltkriegs ersucht, bem in weiten Kreisen ber Kriegsteilnehmer bestehenben Wunsch, bas Ehrenkreuz bes Weltkriegs noch vor bem Weihnachtsfest zu erhalten, tunlichst Rechnung zu tragen.

Trauer um die Opfer von Langwedel.

Oie »Camper Speeldeel-'.

Das Eisenbahn-Unglück von Langwebel hat in Stabe große Trauer ausgelöst. Der Stabt- teil Campe, in dem die meisten Getöteten wohn­ten, hat Haus bei Haus Halbstock geflaggt. Die Glocken aller Kirchen stimmten ein Trauergeläut an. Auf den Straßen stehen bie Menschen in grö­ßeren Gruppen unb besprechen bas Unglück. Fast jeber hat einen guten Bekannten ober Verwanbten unter ben Opfern. Die Toten sollen in einem g e - meinfamen Grabe beigesetzt werben.

Zu bem Unglück schreibt dasHamburger Frem­denblatt": Der Verlust, dem die Stadt Stade durch ben Unfall berCamper Speelbeel" erlitten hat, ist unermeßlich. Es war die einzige plattdeutsche Spielgruppe des Gaues. Die Spieler haben ihre Requisiten selbst hergestellt unb führten biefe auf allen Fahrten mit sich. Alle Spieler waren durch tatsächliche Volksgemeinschaft aufs engste verbunden. Besonders bekannt ist die Speeldeel durch bas Hin- richsche StückSwinskomöoi" (Krach um Jolan­the") geworben. DieCamper Speelbeel" hat bieses Stück aus ber Taufe gehoben.

Verfuchsschnellfahrlen mif elektrischen Lokomotiven.

Die Reichsbahnbirektion Halle veranstaltete zwi­schen Halle unb Stußdorf, einem Teilabschnitt ber seit bem 7. Oktober elektrisch betriebenen Strecke Halle-Köthen, versuchsweise Schnellfahrten. Die Streckenausrüstung weist einige erstmalig aus­geführte Neuerungen auf, deren Zweck möglichst sichere Stromzuführung zu besonders schnellfahrenben Zügen ist. Die Fahrten wurden nicht mit Triebwa- gen, sondern mit elektrischen Lokomotiven ausgeführt unb erreichten für den größten Teil ber zu durchfahrenben Strecke eine Fahrtgeschwinbig» (eit von 150 Kilometern in der Stunde. Das

ist dieselbe Geschwindigkeit, mit der die bekannten Schnelltriebwagen zwischen Berlin und Hamburg verkehren. Die Ergebnisse der Versuchsfahrten sol­len wichtige Grundlagen für den Schnellbetrieb auf Hauptbahnstrecken mit elektrischer Oberleitung lie­fern. Schon jetzt war feftzustellen, daß die hohen Geschwindigkeiten mit der gleichen Sicherheit gefah­ren werden können wie zwischen Berlin unb Hamburg.

Im kommenden Sommerfahrplan, und zwar vor­aussichtlich bis Juli 1935, werden u. a. auf der Strecke NürnbergFrankfurt a. M. Schnell- tr iebroagen eingesetzt. Die Züge werden eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde entwickeln können.

Dr. Eckener in Spanien. Einrichtung eines Flughafens in Sevilla.

Dr. Eckener ist auf ber Durchreise nach Sevilla mit bem fahrplanmäßigen Flugzeug ber Sübame- rikalinie ber Deutschen Lufthansa in Marseille ein3 getroffen unb wenig später nach Spanien roeiter» geflogen. Pressevertretern erklärte er, er begebe sich nach Sevilla, um bort bie Einrichtung bes Flughafens ovrzunehmen, auf bem bie deut­schen Flugzeuge des Südamerikadienstes regelmäßig Zwischenlandungen vornehmen. Es handele sich um die Einrichtung ber Flugzeugschuppen unb bie Auf­stellung von Gas- unb Brennstoffbehältern. Dr. Eckener, ber die Absicht hat, mit dem spanischen Ministerpräsidenten und dem spanischen Lustsahrt- ministerium zu verhandeln, wird mit demGraf Zeppelin" nach Friedrichshafen zurückkehren.

Schwerkranke Frau wegen angeblicher Trunkenheit verhaftet. Verhängnisvoller Mißgriff der po­let in Lille.

Ein bedauerlicher Vorfall kostete der Frau eines Industriellen aus Roubaix das Leben. Die Frau war dieser Tage nach Lille gefahren unb suchte dort ein Lichtspielhaus auf. Plötzlich brach sie auf bem Stuhl zusammen. Ein Polizeibeamter stellte vollkommene Trunkenheit" fest unb ließ sie zur nächsten Wache bringen, wo man sie i n eine Zelle einsperrte, in ber sie ihren angeb­lichen Rausch ausschlafen sollte. Als ber Ehemann ben Aufenthaltsort seiner Frau erfahren hatte, be­gab er sich sofort zur Wache, wo man ihn aber

Der neue Stern in ben Zwillingen konnte jetzt erstmalig vom Potsbamer Aftrophyfi- kalifchen Observatorium aus beobachtet werben. Es wurde feftgeftellt, daß es fich zweifellos um einen neuen Stern handelt, der aber feine größte Hellig­keit bereits überschritten hat. Eine Reihe von Spek- tralaufnahmen konnten gemacht werden. Mit der Auswertung der Beobachtungen ist das Obser« oatorium zur Zeit noch beschäftigt.

Veifehung des Polarforschers Andree unb feiner Gefährten in Stockholm.

In Stockholm fand auf dem Nordfniedhof unter großer Teilnahme der Bevölkerung, namentlich der Studentenschaft, die feierliche Enthüllung eines Andree-Denkmals und die B e ft a 11 u n g der Urnen mit den letzten Ueberreften ber im Jahre 1897 im Nordpolareise umgekommenen drei schwedi­schen Forscher Andrse, Strindberg unb Fraenkel statt.

Vergilbte Briefe von Galapagos.

Der FifchbampserSanta Amara", ber biefer Tage in Los Angeles eintraf, brachte von ber In­sel Marchena etwa 40 Briese mit, bie bei ben bort verbursteten ©alapagos-Einsieblern Lorenz unb Nuggrud gefunben worben waren. Die ameri­kanischen Zollbehörben übergaben biefe Briefe bem beutschen Konsulat zur Weiterleitung. Die meisten Umschläge waren so vergilbt unb vom Wetter zer­stört, daß sie kaum leserlich waren. Kapitän Hancock teilte in einem Funkspruch mit, daß er das Rätsel der ©alapagos-Jnseln sehr bald zu lösen hoffe.

papagelenplage in Australien.

Jnnerauftralien, bas sich eben von einer großen Heuschreckenplage erholt hat, wirb von einer neuen Plage bedroht. Millionen grüner Papa- geien befinden sich auf einem Fluge von der Grenze Westaustraliens nach dem Osten. Sie bil­den so dichte Massen, daß der Erdboden, wo sie sich niederlassen, weithin grün gefärbt ist. Die Vögel machen die Wasservorräte für Mensch und Vieh ungenießbar. Man ist Tag und Nacht damit be­schäftigt, die Wasferquellen vor den Papageien zu schützen. Man befürchtet, daß die Vögel, wenn sie in die Farmgebiete kommen, auch die von den Heu­schrecken noch übrig gelassenen Saaten unb Früchte vernichten.

Messerstecherei zwischen vier Brüdern.

In Merzig (Saar) kam es zu einer Messer» ft e cf) e r e i zwischen vier Brübern. Einer von ihnen wurde tödlich getroffen und starb am Tatort. Die drei anderen Brüder erhielten teils schwere, teils leichtere Verletzungen. Der Tote wurde vor- läufig ins Leichenhaus gebracht, wo eine gerichtliche Leichenöffnung erfolgen wird. Einer der verwun­deten Brüder ist ins Gefängnislazarett in Saar» brücken eingeliefert worden.

Auto in einen Kanal gestürzt. Die drei Insassen ertrunken.

Auf ber Chaussee MittenwaldeZossen hat sich in einer ber vergangenen Nächte ein furchtbarer Unglücksfall ereignet. Ein Personenkraft­wagen, in bem ein Berliner Fabrikbesitzer, ein Ber­liner Gastwirt unb ein Polizeioffizier saßen, fuhr infolge bes bichten Nebels in ben Galluner Kanal unweit von Mittenwalbe. Der Wagen über» schlug s i ch beim Sturz in bas Wasser. Die brei Insassen konnten sich trotz verzweifelter Bemühung nicht befreien. Sie fanben ben Tob. Man konnte bie Leichen ber brei Insassen bergen.

Brennenbes Wachs flieht durch die Straßen.

In einer Wachsfabrik in ber Ortschaft Elmsforb bei Neuyork brach ein Branb aus. Das Feuer griff rasch um sich, unb brennenbes Wachs ergoß sich aus Fabrik- unb Lagerräumen auf die Straße. Der feurige Strom wälzte sich bald durch alle Straßen in der Umgebung der Fabrik und setzte ein Haus nach dem anderen in Brand. Die Ein­wohner flüchteten angsterfüllt vor ber glühenden unb brennenden Masse und konnten sich nur unter großen Schwierigkeiten in Sicherheit bringen.

Grauenhafter Kinder mord in USA. aufgeklärt.

Mit ber Verhaftung und bem Gestänbnis des 65jährigen Anstreichers Albert Fish wurde in Neuyork ein grauenhafter Kindermord auf­geklärt, der schon über sechs Jahre zurückliegt. Fish hat gestanden, am 3. Juni 1928 Die zehnjährige Grace Budd in ein unbewohntes altes Haus im Westchester Bezirk gelockt und bort auf scheußliche Weise ermorbet zu haben. Als ©runb für ben Morb gab ber vertierte Verbrecher feineBlutgier" an. Das Gestänbnis bes Mörbers fanb burch bie Er­mittlung ber Polizei volle Bestätigung. Man fanb im Walbe in ber Nähe bes Mordhaufes ein fast vollstänbiges Mäbchenfkelett sowie bas Hackmesser unb bie Säge, bie Fish zur Zerstückelung ber Leiche benutzt hatte. Um ben Morb enbgültig unb ein- wanbfrei aufzuklären, ist der Zahnarzt, ber bie kleine ©race Bubb behanbelt hatte, beauftragt wor­ben, bie Zähne bes aufgefunbenen Skeletts einer genauen Untersuchung zu unterziehen. Die Polizei vermutet, baß Fish auch noch anbere Mvrbe an Kindern, bie in ben letzten Jahren spurlos verfchwunden finb, auf dem Gewißen hat, jedoch