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So sehr die Schlußfolgerung der Regierungskom­mission begrüßt werden kann, so sehr muß es be­fremden, daß der bereits jetzt eindeutig f e ft

gen mit aller Strenge vorzugehen und Verfeh­lungen ohne An sehen der Person un­nachsichtlich zu verfolgen. Bis zur end­gültigen Klärung der Angelegenheit ist der Polizei­offizier seines Amtes enthoben worden."

ter den schwersten Verhältnissen Disziplin gehalten. Wir werden sie auch weiter halten. Aber alle jene, die uns dauernd sagen: Haltet Disziplin! sie mögen zunächst einmal dafür sorgen, daß diese Disziplin a u

Der Kirchenkonflikt.

Der württembergische Ministerpräsident warnt vor ernsten Folgen.

Stuttgart, 15. Dez. (DNB.) In diesen sprach Ministerpräsident und Kultusminister fr fessor Mergenthaler über das Derhültni.« Nationalsozialismus und Kirche. Er betonte besonders: Ich persönlich bin der Ueberzeugun^- viele Gegensätzlichkeiten verschwinden und tas« stehen auf religiösem Gebiete besser würde, M man sich mehr wie seither bewußt würde, daß B dogmatische Verschiedenheiten entscheidend sind. dern der Glaube, daß über den Sternen ein W» waltet, das allem Geschehen erst den letzten od tiefsten Sinn gibt. Wir wollen praktisch'' Christentum der Tat statt dogmatisti Streitigkeiten. Ich sehe mich veranlaßt, -i- Kultusminister, dem die Wahrnehmung der ft1

diese Disziplin auch von ihnen geh al- wird und daß sie sie selbst garantie­ren müssen. Wir setzen alles daran, um eine freie Abstimmung zu garantieren, Zwischenfälle unmög­lich zu machen und dem vom Völkerbund einge­setzten Regime die ihm durch den Schiedsgerichts- oertrag übertragene Aufgabe so leicht wie möglich zu machen. Aber wir müssen verlangen, daß diese Behörde uns garantieren kann, daß sie wirk­lich Sachwalterin einer Bevölkerung ist, die am 13. Januar endgültig zu ent­scheiden wünscht, welchem Lande sie auf ewig angehören will.

Als Eintopfspende sind am Sonntag in Ben nach dem vorläufigen Ergebnis 411 741,57 RM. gekommen. Das sind etwa 11OOO RM w'! als bei der vorläufigen Abrechnung im vera genen Monat.

Ein deutsches Hauskonzert bei Veichsminister Frick.

wußte Verdunkelung erführt.

Massenkundgebung der Deutschen Krönt.

Saarbrücken, 16. Dez. (DNB.) In

Ernster Zwischenfall in Saarbrücken

Deutscher Protest bei der Abstimmungskommission. Entstellungen des amtlichen Berichts.

eihnachtsfeiern der Volksgemeinschaft

Am LZ.Oezember bringt dieNSOAP.im ganzen Reich jedemWeihnachtSfreude

g e st e l l t e T a t b e st a n d in der Darstellung der Regierungskommission geradezu eine be -

Frauen beim Wintersport in alter Zeit.

Die uns heute selbstverständliche Teilnahme am Wintersport hat sich die Frau erst schwer erkämpfen müssen, und aus den ersten Zeugnissen über die wintersportliche Betätigung der Frau ist immer wie- der deutlich der Vorwurf herauszuhören, daß es sich nicht schicke, wenn die Frau an den Freuden der Gassenjungen in Schnee und Eis teilnehme. Einemnutzbaren, galanten und kuriösen Frauen- zimmer-Lexikon" aus dem Jahre 1715 entnehmen wir eine genauere Beschreibung, wie weit sich die Frauen schon damals am Schlittenfahren und Schlittschuhlaufen beteiligten. Es seiein Diver- tissement und Zeitvertreib im Winter vor das Frauenzimmer, da sie sich von einem Mannsvolk auf einem einspännigen und mit allerlei Zuerra- thes ausgeputzten Renn- und Schellenschlitten ent- weder in der Stadt herum oder über Land führen und leiten lasse," lesen wir da, und auch des zu dieser Zeit noch sehr seltenen Schlittschuhsportes

teln gewähren. Werden Arbeiterrückfahrkarte: (50 v. H. Fahrpreisermäßigung) in Anspruch gencr i men, so muß der Urlaub in die Zeit vom 21.!* zember 1934 bis 3. Januar 1935 (14 Tage) gelt:: werden. Auf die Möglichkeit der Benutzung von Fr I tagsrückfahrkarten (33,33 v.H. FahrpreisermäßiM; für die Zeit vom 21. Dezember 1934 bis 3. Ianuc: 1935 wird hingewiesen. Eine Pflicht des Reifem sich im Urlaubsort beim Arbeitsamt zu meßen, bt steht nicht.

wird Erwähnung getan. Die Schlittschuhe kleine hölzerne und mit Stahl unterlegte Äufm so das Frauenzimmer in Holland sich an die M umbindet und damit über das Eis zu Lust uti Zeitvertreib zu fahren pfleget, sie können mit bigen weiter als mit Pferden kommen." Aber W1 mit war der Ausübung dieser Sportarten noch neswegs die Bahn frei gemacht, sondern wieder wurden die jungen Mädchen und Frau" ernstlich davor gewarnt, wobei sich dieToW bin", die Frau des Dichters Johann Christoph sched, die maßgebend für die gute Mädchens hung jenes Jahrhunderts war, als Tadlerin teintv wegs zurückhielt. Aber ihres Mannes gröfier1' legen, Klopstock und Goethe, hatten daru ganz andere Ansichten, und wie jener die ooim verehrte Cäcilie Ambrosiusaufs Eis loatf warb dieser an der Weimarischen HofgestW^ f den Eislaufsport, den er schon in FranksU" den Rödelheimer Wiesen an der Nidda mit flr°ö Freude ausgeübt hatte. So sehen wir nunM'dr vornehme Weimar mit Schlittschuhen sich 011 " Eisbahn vergnügen;auch die regierende ' die Frau von Stein und mehrere andere ließen sich dazu herbei, den Schlittschuhlauf lernen, und es war eine Freude, die WdH tigste Frau mit vollem Anstand über das E>s Wr den zu sehen. Die (Schauspielerin) Corona <5®.* t e r hatte viel Fertigkeit darin erlangt; ^ihre Figur nahm sich dabei vortrefflich aus. »u® Arzt äußerte sich nun als Erzieher empfehleno den Wintersport der Frau, so lesen wir m System einer vollständigen medizinischen aus dem Jahre 1791:Dos Schlittschuhlauf" . die allgemeine Ergötzung der holländischen und verdient, überall mit Fleiß eingeführt zu den. Das weibliche Geschlecht hat in den J landen Kräfte genug, um der Kälte mtt i Fuß Trotz zu bieten, währenddem unsere z liehen Dinger hinter dem Ofen Filet .^i» ließen sich diezimperlichen Dinger' mal sagen, und wenn auch noch mancher uffl stand zu brechen war, so eroberten sich D,eA-- doch im Verlaufe des 19. Jahrhunderts o bahn, und als der Skilauf aufkam, war ganz selbstverständlich, daß auch die Frau Sportart teilnahm.

tisch stelle, zwischen Tintenfaß und Kalender, und das kleine Wesen dann seine Harfe spielt: Lukrezia Borgia und das Wiener Blut, den Tauber und den lustigen Kriegswalzer, erst ein wenig leiden­schaftlich, zu schnell, dann ruhiger werdend, lang­samer, und schließlich, auf eine unaussprechliche rührende Weise, wie von großer, träumerischer Müdigkeit mehr und mehr überkommen, auf einmal innehält, mitten im Satz, daß man noch sekunden­lang lausckt und wartet und dann, wie über einem geliebten Atem, fühlt: so, nun ist es gut, nun ruht sie, nun wollen auch wir zur Ruhe gehen... oh, dann weiß ich, dann meine ich so viel zu wissen von dieser kleinen Seele Spieluhr, daß mir ist, als wäre darin enthalten, hauchzart und heimlich, ein Ahnen um hunderttausend Seelen, die in diesem Augenblick zur Ruhe verlangen, sehnsüchtig-müde zur Ruhe, und vielleicht auch ein Ahnen um solche, die die letzte, die ewige Ruhe schon genießen, viel­leicht auch ein Ahnen um die verhutzelte und grund­gütige Seele eines alten Frauenzimmers...

Mein kleiner Junge macht sich auch nichts aus Marzipan und Buttersemmeln. Ich will ihm die Spieluhr zeigen, und er soll sie ganz allein auf­drehen dürfen.

Massenkundgebung im Riesenzelt an der Hellwig- straße nahm der stellvertretende Landesleiter der Deutschen Front, N i e t m a n n , zu dem durch ein englisches Mitglied der Saarpolizei verursachten traurigen Vorfall Stellung. In seiner mit stürmi­scher Zustimmung von 50 000 saardeutschen Volks­genossen aufgenommenen Erklärung wies er zu­nächst auf die ungeheure Disziplin hin, die die Deutsche Front in allen ihren Versammlungen bis­her bewiesen habe. Sodann führte er aus:Wir haben in unseren Versammlungen nicht nur An­klage und Rückschau gehalten, sondern wir haben auch auf die Stimmen hingewiesen, die in den letz­ten Tagen für eine Verständigung zwischen den beiden großen Völkern Deutschlands und Frank­reichs sprachen. Wir haben gesagt, daß wir ein Volk sind, das immer deutsch war und deutsch bleiben wird, und ein Volk/ das sich seine Ehre nicht nehmen läßt. Man hat uns hier an der Saar immer wieder gesagt: Hal­tet Disziplin! Wir haben 14 Jahre lang un-

Saarb rücken, 16. Dez. (DNB.) Eine ebenso ernster wie bedauerlicher Zwischenfall hat sich in der Nacht vom Samstag zum Sonntag in Saar- brücken ereignet. Gegen 3 Uhr nachts fuhr ein mit drei Personen besetzter Personenkraft­wagen an der Ecke Hohenzollern- und Soeben- Straße in starker Fahrt in eine Menschen­gruppe auf dem B ü r g e r st e i g. Der Auto­lenker, ein vor mehreren Wochen in die saarlün- dlsche Polizei eingestellter Polizeioffizier englischer Nationalität, hatte die Herr- schäft über das Steuer verloren, da er sich in stark angetrunkenem Zustande befand. Vier Personen wurden bei dem Unfall zu Boden geschleudert und sind teilweise erheb­lich zu Schaden gekommen. Besonders be­dauerlich ist es, daß dabei eine junge Frau ver­letzt wurde, die guter Hoffnung ist.

Auf die Hilferufe eilten mehrere Passanten zur Unglücksstelle, die sofort die Polizei alar­mierten und an den englischen Polizeioffizier das Verlangen stellten, vor den notwendigen poli­zeilichen Ermittlungen den Tatort nicht zu verlassen. Als er trotzdem Anstalten traf, den Wagen wieder in die Fahrbahn zu bringen, stellten sich ihm mehrere Personen in den Weg und machten abermals darauf aufmerksam, daß das Eintreffen der Polizeibeamten' abgewartet werden müßte. Darauf zog der Engländer, ohne irgend­wie bedroht zu sein, die Pistole und schoß, als ihm der Weg nicht freigegeben wurde, in die Menschengruppe. Er gab zwei Schüsse ab, durch die eine Person verletzt wurde. Als er zum dritten Schuß anlegte, wurde ihm von einem der über das unmenschliche Verhalten aufgebrachten Passanten der Revolver entwunden. Der Polizeioffizier, der sich in Zivilkleidung befand, setzte sich heftig zur Wehr, so daß die Umstehenden ge­zwungen waren, den Rasenden zu überwältigen.

Das Bekanntwerden dieses unentschuldbaren Vor­falls hat in der Bevölkerung der Stadt Saarbrücken tiefste Entrüstung und Empörung aus­gelöst. Die verantwortenlichen Stellen haben nun­mehr die Pflicht, ebenso schnell zur Sühne dieser Untat zu schreiten wie die Bevölkerung diese Sühne erwartet. Der stellvertretende Landesleiter der Deut­schen Front, N i e t m a n n, begab sich nach Be- kanntwerden und Prüfung des Zwischenfalls in Saarbrücken zu dem anwesenden holländischen Mit­glied der Abstimmungskommission, Herrn de Jongh, um gegen das undisziplinierte Verhalten des engli­schen Polizeioffiziers bei dem es sich wohlge­merkt nicht um einen Angehörigen der im An­marsch befindlichen Abstimmungspolizei­truppen handelt schärfste Verwah­rung einzulegen. Gleichzeitig verlangte Nietmann neben schnellster Ahndung vorbeugende Maß­nahmen dafür, daß die Bevölkerung in Zukunft vor derartigen Vorfällen bewahrt bleibe.

Amtliche Mitteilung der Regierungskommission.

Ueber den Zwischenfall mit dem englischen Poli­zeioffizier gibt der Präsident der Regie­rung s k o m m i sf i o n folgende amtliche Mittei­lung heraus:

In der Nacht zum 16. Dezember 1934 versuchte ein Polizeioffizier einen Kraftwagen in der Goeben- Straße zu drehen und verletzte, als er bei dieser Gelegenheit mit dem Wagen auf den Bür­ge rst ei g kam, eine dort stehende Person. Dies war der Anlaß zu einer Menschenansammlung. Die Menge nahm gegen die Insassen des Wagens cs waren außer dem Polizeioffizier noch zwei wei­tere Personen in dem Wagen auseinembis je t noch nicht endgültig geklärten Grunde (!) eine drohende Haltung ein, insbe- 1 sondere gegen den Polizeioffizier. Es kam zu einem Handgemenge, wobei mehrereSch ü s se : fielen (Wer hat geschossen? Die Schriftleitung.), durch die eine Person durch einen Bauchstreifschuh ' verletzt wurde. Der Polizeioffizier wurde durch i Hiebe und Schläge ebenfalls verletzt und mußte ins > Krankenhaus gebracht werden. Die bisher getätig- i ten Ermittlungen werden von der Polizei nach Ab- i fchluh dem zuständigen Gericht übergeben werden, i

Die Polizei hat für die Behandlung dieses Falles ' die besondere Weisung erhalten, bei den Erhebun- i

Oie Spieluhr.

Von Georg Grabenhorst.

Im allgemeinen soll ich kein unartiges Kind ge­wesen sein (hat mir meine Mutter versichert), nur Fremden gegenüber und alten Tanten habe ich mich nicht immer so gezeigt, wie man es erwartete. Ich weiß das noch sehr gut. Ich haßte das Getätschel und Getue, das diese Leute an sich haben. Ich fühlte mich beleidigt durch die Offensichtlichkeit, mit der sie mich alsKind" behandelten, mühelos, oben­hin, als merkte ich nicht, wie eingebildet und falsch ihre Zärtlichkeit war. Unter diesen Tanten gab es eine, ein kleines verhutzeltes altes Frauenzimmer, das mir ganz besonders unsympathische war, und ich sträubte mich jedesmal mit Händen und Füßen, bei ihr zu bleiben, so viel sie meinen Eigensinn mit Marzipan und Buttersemmeln zu besänftigen suchte. Da zeigte sie mir einmal ihre Spieluhr. Ich durfte das kleine Ding sogar selbst mit dem Schlüssel aufdrehen. Don diesem Tage an duldete ich, nicht ohne gelegentliche Hemmungen und Rück­fälle, ihre erwachsenen Gefühle.

Meine gute alte Tante hat diese Welt der Miß­verständnisse und Enttäuschungen hinter sich ge­bracht. Die Tränen, die an ihrem Grabe gemeint wurden, sind gewiß nicht heiß gewesen, und was mich angeht, so war ich sieben Jahre alt und freute mich über meinen neuen Anzug und den Trauer- flor, um den sie mich in der Schule beneideten. Ihrer Wandlungen auf dieser Erde hat meine Tante schließlick keine Spur gelassen, außer ein paar sil­bernen Löffeln und der kleinen Spieluhr hier, die neben meinem Schreibtisch steht, auf der Fenster- bank.

Es ist ein braunes Holzkästchen, sechs Zentimeter hoch, zwölf lang und acht breit, sauber geriffelt, mit einer wunderschön geschnitzten Rose auf dem Deckel, der sich übrigens etwas gezogen hat, weil er so oft in der Sonne steht. Wenn man den Deckel aufklappt, sieht man gleich das kunstvolle Werk; es ist ganz aus Messing, nur der Stimmkamm nicht, und die Stifte sind so präzise auf die Walze gesetzt, daß man es kaum glauben kann. Wenn man schräg dagegen guckt, sehen sie wie Bartstoppeln aus, kleine blonde Bartstoppeln, mit häufigen Lücken darin und unregelmäßig wie bei einem Primaner. Links

Auch sonst ist die nationalisozialistische Bewegung bemüht, die Weihnachtstage zu einem F e st e al­ler Volksgenossen zu machen. Innerhalb der Volksgenossenschaft der Betriebe, der Büros, der Blocks uisw. soll dafür gesorgt werden, daß allein­stehende Personen ohne Rücksicht auf ihre wirt­schaftliche Lage am Heiligen Abend von Fami­lien mit Kindern ein geladen werden. Junggesellen sollen zu armen Familien gehen und mit diesen den Heiligen Abend feiern, umgekehrt sollen arme alleinstehende Volksgenossen und Fa­milien von wohlhabenden Familien eingeladen wer­den.

Der dritte Eintopfsonntag.-Im Zeichen weihnachtlicher Sebefreudigkeit.

DNB. Berlin, 16. Dez. In Anbetracht des bevorstehenden Weihnachtsfestes war gerade der dritte Eintopfsonntag von besonderer Bedeutung, da von seinem Ergebnis Höhe und Umfang der Weih­nacht s b e s ch e r u n g der Bedürftigen, besonders auch ihrer Kinder, abhängt. Das Winter­hilfswerk hatte daher den heutigen Sonntag zu einem Großkampftag für Berlin gestaltet. Alle Gliederungen der Partei und alle Organisatio­nen hatten sich zur Verfügung gestellt. Am frühen Morgen sah man bereits in den Straßen Abteilun­gen der HI., SA., SS., des BdM usw., begleitet von einem Trompeter, Trommler oder Hornisten. Signale ertönten. Die einzelnen Trupps gingen von Haus zu Haus. Sprechchöre erinnerten auf den Höfen an die Abgabe der Weihnachtspakete. Das NSKK., die Reichspost, die Fuhrmannsinnung und zahlreiche Privatleute hatten ihre Wagen zur Verfüguna gestellt, um die Sondergaben in Form von Weihnachtspaketen in Empfang zu nehmen und an die zuständigen Ortsgruppen weiterzuleiten.

Als man am Nachmittag einen Streifzug durch die verschiedenen Sammelstellen unternahm, glaubte man überall, die Räume einer Reichspost-Paket­annahme zu betreten. Unzählige freiwillige Helfer waren damit beschäftigt, die Spenden zu sichten und

Es ist leider heute nacht ein Unglücksfall vorge­kommen. Wir wollen auf die Methode Hin­weisen, die bei diesem Unglück gezeigt wurde und auf die man Hinweisen muß, weil wir unsere Ehre zu verteidigen haben. Es kann ein Unglück pas­sieren, wenn man nicht mehr ganz nüchtern ist. Wenn dann aber der Betreffende hingeht und die deutschen Volksgenossen wie wilde Tiere glaubt über den Haufen knallen zu können, so ist das eine Methode, die wir niemals annehmen. Wir sagen nicht, daß dieser Mann die Methode seiner Nation befolgt hat, sondern wir wissen, daß diese Nation ein solches Vorgehen nicht billigt. Wir wollen wünschen, daß jetzt unsere Mah­nungen verstanden werden, und wir hoffen, daß man angesichts dieses Vorfalles dafür Sorge tragen wird, daß durch Auswahl geeig­neter Leute solche Zwischenfälle in Zukunft unmöglich gemacht werden. Wir wollen das notwendige Vertrauen auch jetzt noch entgegen­bringen. Wir wollen nicht aus diesem Einzelfall auf die Gesamteinstellung schließen. Aber wir wollen eines tun: wir wollen am festesten uns selbst vertrauen und unserer Disziplin. Wir werden den Kelch bis zur Neige leeren, was uns auch noch bevorstehen mag, denn wir wissen, daß wir bald heimkehren werden in unser heiß­geliebtes deutsches Vaterland."

Berlin, 15. Dez. (DNB.) DerVölkische Beob- achter" schreibt:

Die selbstverständliche Verbundenheit der natio­nalsozialistischen Bewegung mit allen Volksgenossen, besonders aber mit den ärmeren und bedürftigen, wird am 23. Dezember in ganz Deutschland einen besonders starken Ausdruck er­halten. Für diesen Vorabend des Weihnachtsfestes sind von der Reichspropagandaleitung der NSDAP, volkstümliche Feiern im ganzen Reiche geplant. In den meisten Städten sollen auf Straßen oder Plätzen mächtige W e i h n a ch t s - bäume brennen, und an langen, weißgedeckten Tischen werden Kinder bedürf tigerVolks- gen offen vom Winterhilfswerk, der Parteiorga­nisation und der SA. beschert werden. Der zu­ständige Propagandaleiter der PO. arbeitet mit der Winterhilfswerk - Dienststelle zusammen und zieht für die Feier selbst alle Gliederungen der Partei heran.

Die Feiern werden auf weihnachtlich ge- schmückten Plätzen in den Arbeiter- vierteln der Städte abgehalten. Sie sollen wirkliche Feiern aller Volksgenossen sein. Kapellen der SA. oder der PO. werden Weihnachtslieder spielen, und hier und da wird auch eine Gruppe der HI., eine Singeschar oder ein Schulchor zum guten Gelingen der Feier beitragen. Dor der Bescherung wird ein Politischer Leiter eine Weihnachtsan­sprache halten und über den Sinn der Feier spre­chen.

Die Bescherungen der Kinder werden gründlich vorbereitet, besonders bedürftige Volks­genossen werden dazu durch die Blockwarte der Partei eingeladen werden. Als Geschenke für die Kinder kommen in erster Linie Aepfel, Nüsse, Süßigkeiten und Spielwaren in Frage. Die Gaben werden auf weißgedeckten Tischen ausgebreitet und vom Lichterglanz der Weihnachtsbäume überstrahlt werden. Bei ungünstiger Witterung werden die Feiern in benachbarte Säle oder Hallen verlegt werden.

zu ordnen. Ueberall wurde von den Ortsari (eitern bestätigt, daß reichlich gesn?^ worden sei. Zahlreiche Pakete waren mit To grün geschmückt oder auch in farbiges Dani?' hüllt. Kartengrüße und Glückwünsche an di- 11 bekannten Empfänger waren beigefügt. e

in der Ecke ist ein kleiner Propeller eingehängt. Wenn er stillsteht, ist er empfindlich wie ein junges Mädchen. Man braucht nur ein wenig daran zu Uppen, gleich dreht er sich um. Wenn man die Feder aufgezogen hat, dreht er sich so schnell, daß man ihn überhaupt nicht mehr sieht. Dann sind da noch viele kleine Zahnräder, Stangen und Bügel, eine Dose, von der ich glaube, daß die Feder darin- sitzt, eine richtige Lyra, die mit rotem Tuch unter­spannt ist und sehr festlich aussieht, und unzählige winzige Schrauben wie in einer Taschenuhr. Im Deckel einaeklebt befindet sich das Programm: -A Aires. Harfe. 1. 's ist mein echtes Wiener Blut. Marsch. 2. Der Tauber. 3. Der lustige Krieg. (Nur für Natur. Walzer). 4. Lukrezia Borgia.Di pesca- tore'. Folgt der Name desKapellmeisters": des HerrnI. H. Heller in Bern".

Das ist die kleine Spieluhr, so gut ich sie be- schreiben kann, und wie sie hier neben mir steht. Aber das ist ja nur das Aeußere. Das ist nicht mehr von ihr beschrieben, als wenn ich von meiner Tante sagte, daß sie ein kleines verhutzeltes Frauen­zimmer war. Wie soll ich das andere aber beschrei­ben, wie soll ich das beschreiben, was wir Menschen unter uns Seele nennen, so oft übersehen und mißverstehen und verhärmt und verbittert zu Grabe tragen? Wie soll ich das beschreiben bei meiner kleinen Spieluhr hier, wenn ich es nicht einmal vermag bei meiner armen alten Tante da an ihrem Grabe?

Nein, das kann ich nicht.

Aber abends, wenn es anfängt, dunkel zu werden, in der Dämmerung, wenn die Schritte da unter meinem Fenster leiser gehen, wenn keine Wagen mehr vorbeirollen, keine Lastautos, wenn der Lärm des Tages seine Ruhe findet, abends, wenn ich die Feder hinlege, die Brille absetze und die Bücher da beiseite schiebe, wenn ich mich in den Stuhl zurücklehne und die Lider schließe über den müden brennenden Augen, wenn dann diese Stille da ist, diese horchende Stille nach dem Laut der Dinge, diese Stille hinter dem mühsam Vollbrachten, hinter dem mühsam Bezwungenen, diese Stille, die das Heiße, das Brennende kühlt und dem Wissen vom Ewig-Unzulänglichen die Hände faltet, dann, wenn ich dann zur Seite taste, nach der Fensterbank, nach dem Kästchen, wenn ich den Schlüssel hinein­stecke, ein paarmal umdrehe und es auf den Schreib-

Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeit;«^ mittlung ist damit einverstanden, daß dem bau-) lichen Besitzer, der seinen Landhelfer & seine Landhelferin über Weihnachtens urlaubt, die Landhilfesörderun^ die Urlaubszeit weitergewährt wird ber­stens 14 Tage Urlaub in die Zeit vom 20. Sept 1934 bis 6. Januar 1935. Voraussetzung ist, daß; - Barlohn dem Helfer für die Urlaubszeit vv g e zahlt wird. Die Reichsanstalt erwartet, daß d : bäuerlichen Besitzer den Landhelfern für bie Ur-i-l laubstage auch über die vertraglich festgesetzten- Leistungen hinaus nach Möglichkeit UntechüMi durch Uebernahme eines Fahrtloften anteils und Mitgabe von Lebensmi!

DNB. Berlin, 17. Dez. Reichsminister " Frick und Frau Margarethe Frick hatten * Sonntagabend einen befreundeten Kreis zu e;J deutschen Hauskonzert eingeladen, ba9 großer künstlerischer und gesellschaftlicher En« wurde. Frau Frick entzückte mit ihrer präch,,» Mezzosopranstimme die überaus zahlreiche (S schäft mit sechs stimmungsvollen Liedern Brahms. Kammersänger Heinrich Schluss" begeisterte die Zuhörer durch vier Schubert-L-^ und vier Lieder von Wolf. Ein Äamm; konzert unter der Leitung von Staatskon»- meister Georg Kniestädt, am Klavier W-, Raucheisen, in Begleitung der Äammew Steinberg (Violine), Klemm (Cello) Zschenker (Kontrabaß) beschloß den ftimmuM vollen Abend. Unter den zahlreichen Tastens man den Reichsjustizminister Dr. Gürtni, Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht, die Slao sekretäre Dr. Meißner, Pfundtner.Obr- H i e r l, ferner den Sonderbevollmächtigten L Führers und Reichskanzlers, Herrn von Ribben­trop, den Reichssportführer von Tschamm^- und Osten, den Generalforstmeister don dell, den Präsidien des Reichsgesundheitsa^. Reiter, den Reichsleiter des Winterhilfsw!*' Hilgenfeldt. Ferner sah man den cnglij^ Zeitungsmagnaten Lord Rothermeremit fein Söhnen und zahlreiche Persönlichkeiten der Wd Kund Kunst. Das Reinerträgnis

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